Alle Einträge des Monats Oktober 2006

Wenn die Blase drückt

Die Blase platztSeit heute sind wir also offiziell Seifenblasen. Zumindest laut dem Spiegel: ‘Wirtschaftlicher Erfolg mit Web 2.0 ist schwierig - und noch schwieriger zu bewahren. Ein vorgezogener Abgesang.’

Und wieder einmal geht es um die Internet-Blase…

Vielleicht ein bedeutender Unterschied zu damals: Heute sind es Menschen, die das Web mit Inhalten füllen. Freiwillig. ‘Schuld’ daran sind auch sozio-technologische und sozio-kulturelle Entwicklungen. Ob sich diese durch ein letztes Aufbäumen ängstlicher Gestriger rückentwickeln werden, sei dahingestellt, es sei denn, meine Leser verschwinden ebenfalls, wenn YouTube und MySpace zu Grabe getragen, und Bücher wie [dieses] verbrannt werden.

Tatsache ist, dass sich das Internet längst zu einem sozialen Überraum entwickelt hat. Ebenso, dass Menschen kommunizieren (wollen). Dass Märkte Gespräche sind, sollten wir seit Cluetrain wissen - auch wenn es einigen Unternehmen nicht passt.

Solange sich Menschen im Internet bewegen, werden das auch Unternehmen tun, dort Werbung und Geschäfte machen, erfolgreich sein und kläglich scheitern. Ups and downs gibt es auch in der ‘Alten Wirtschaft’, wieso sollte das in einer spät-pubertierenden ‘new economy’ anders sein?

Was viele vergessen: ‘Das Internet für alle ist erst zwölf Jahre alt und nächste Generation wächst damit auf, so dass man davon ausgehen kann, dass das Netz wichtiger und noch alltäglicher wird.’

Robert bringt es auf den Punkt: ‘Es ist absolut crazy, was sich bisher mit dem Siegeszug des Internets getan hat. Man muss nur mal in 5 Jahres-Rückblenden zurückdenken. Wie wird es dann in 10 oder 20 Jahren aussehen?’

Hören wir auf, uns Gedanken über ein nicht existierendes ‘Geschäftsmodell Web 2.0′ zu machen, es überhaupt Web 2.0 zu nennen, es schon gar nicht auf YouTube, MySpace und einige verrückt gewordene Investoren zu reduzieren.

Versuchen wir lieber die Chancen zu nutzen und akzeptieren wir, dass sich das Internet längst zu einer globalen Kultur, mit all ihren guten und schlechten Seiten, entwickelt hat und unsere Lebens- Konsum- und Entscheidungsgewohnheiten beeinflusst und verändert.

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Erfahrungen aus einem CrowdSourcing Projekt

Elephants Dream - OpenSource Movie

Die Harvard Business School kommt zu dem Ergebnis, dass The Long Tail für Hollywood nicht funktionieren wird.

Gleichzeitig demonstriert ein anderes Beispiel, was in der Film Industrie in CrowdSourcing-Zeiten möglich ist, und was Unternehmen daraus lernen können.

Elephants Dream der erste Open Source [siehe Beitrag von Dr. Oliver Diedrich] Movie, produziert von der Blender Foundation und in Kooperation mit dem Netherlands Media Art Institut. Der Film handelt vom Konflikt zwischen zwei Menschen mit gegensätzlicher Weltanschauung.

Verwirklicht wurde das Projekt von einem Heer an freiwilligen Programmierern, Künstlern, Medien- und Filmexperten,… Wie viele von ihnen bereit waren, kostenlos ihre Ideen und Kenntnisse einzubringen, verrät ein Blick auf die schier endlos scheinende Liste der Credits.

Warum Elephants Dream für mich ein Best Practice Beispiel ist: Weil es eindrucksvoll beweist, welche Energie Communities freisetzen können! Dort wo es eine Fangemeinde gibt und wo Enthusiasmus und Leidenschaft regieren, findet man nicht nur höchste Leistungsbereitschaft, ein riesiges Empfehlungsnetzwerk [vgl. Snakes on a plane] für das Endprodukt, Dynamik und Kreativität, sondern sogar Finanzierungsmöglichkeiten.

Gleichzeitig steht man aber auch vor der Herausforderung eines noch komplexeren Projektmanagements im Vergleich zu ‘geschlossenen’ Projekten. Wer bei der Umsetzung von Ideen mit einer ‘kontrollierbaren’ Mitarbeitergruppe noch immer Probleme hat, lässt lieber die Finger OpenSource- und CrowdSourcing-Projekten und macht vorher lieber seine Hausaufgaben. [siehe auch: 4 Erfolgsfaktoren von CrowdSourcing]

Andreas Goralczyk, deutscher Art Director des internationalen Projektteams, erzählt in einem 7 minütigen ZDF Interview (danke Omar für den Hinweis), dass er täglich bis zu 20 Stunden investiert hat. Worum es in dem Interview geht:

Die Herausforderungen vor denen ein 6-köpfiges Kernteam steht, das hunderte, weltweit verstreute Menschen ‘unter sich’ hat. Vor allem, wenn diese auch während der Umsetzung noch immer mit ständig neuen Vorschlägen antanzen - der Horror so mancher Projektleiter in jedem Unternehmen. [ca. 01:00]

Den Arbeitsaufwand für alle Beteiligten und deren Motivationskräfte. [ca. 01:50]

Warum der Film ohne Community nicht möglich gewesen wäre, und wie er von eben dieser vorfinanziert wurde (Vorabverkauf von 1.000 DVDs). [ca. 02:40]

Welche Rechte der Hersteller durch die Creative Common Lizenz, unter der das Movie steht, aufgibt, welchen Zusatznutzen ‘Kunden’ gleichzeitig ziehen und warum am Ende beide gewonnen haben. [ca. 03:28]

Lerneffekte und persönlichen Nutzen für das alle Mitwirkenden. [ca. 04:40]

Erste Geheimnisse über das nächste Open Movie Projekt und seine Meinung über die Zukunft von OpenSource für die Film-, Medienindustrie und andere Lebensbereiche. [05:30]

[Ungefähre Zeitangaben in Klammer. Danke Burkhard!]

Den Film gibts zum kostenlosen Download, etwas ruckelig auf YouTube oder bequem und komfortabel als Kauf-DVD (EUR 35) mit vielen Extras.

PS: Eine Frage bleibt offen: Falls Elephants Dreams größere Auszeichnungen einheimst, bin ich gespannt wie lange Andreas in seiner Laudatio brauchen, um sich bei allen Freiwilligen zu bedanken :-)

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Radarwarnungen per Handy

FoxyTag - kostenlose Software warnt vor RadarfallenWeb 2.0 am Handy: User generated content der Geld spart. Nämlich dann, wenn man wieder einmal eine Geschwindigkeitsbeschränkung übersehen hat.

Die kostenlose Software FoxyTag warnt vor Radarfallen. Wie es funktioniert erklärt der Spiegel:

‘Vereinfacht gesagt sollen die FoxyTag-Nutzer per Tastendruck am Handy eine Markierung setzen, sobald sie eine Blitzanlage erspähen. [...] Nähert sich ein Teilnehmer einer im System erfassten Radarfalle, gibt das Handy akustisch Alarm, dazu wird der Radarstandort auf der Karte am Handy-Display als roter Punkt markiert.’

Illegal ist das ganze nicht - meinen die Erfinder: ‘Laws usually prohibit radars detectors and system that perturb their functions. But FoxyTag is not a radar detector. It simply gives information according to your current position.’

FoxyTag soll auch weiterhin kostenlos bleiben, ein Geschäftsmodell gibt es (noch) nicht. Wer in jedem Fall seine Freude an dem System haben wird, sind die Mobilfunkbetreiber. Endlich eine greifbare Möglichkeit, den vor sich hin dümpelnden Konsum mobiler Datendienste zu pushen, denn damit der Dienst funktioniert, ist eine UMTS oder GPRS Dauerverbindung erfordert.

FoxyTag, Die Welt, SpiegelOnline

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So intelligent war Ihr letztes Meeting wirklich

Quer durch alle Hierarchie-Ebenen ein Klagen, Jammern und Schimpfen über zu viele Meetings, die zu viel Zeit (= Nerven) kosten und zu wenige Ergebnisse bringen. 30.000 Besprechungen in einem Arbeitsleben?

Ich habe einige Begegnungen mit MitarbeiterInnen größerer Firmen genutzt, um nebenbei zu fragen: ‘Wie viele Besprechungen habt Ihr jeden Tag?’

Das Ergebnis erhebt keinerlei Anspruch auf Repräsentativität: Im Schnitt waren es 4 vier Meetings pro Tag. Manche länger, andere kürzer. Einige mit klarer Zielsetzung, andere mit traditioneller Regelmäßigkeit - die nennen sich dann Jour Fix, das ist Französisch, heißt fester Tag und bringt selten Ergebnisse.

Hochgerechnet auf 1 Monat sind es also 80 Zusammenkünfte, in einem (40wöchigen) Arbeitsjahr 800. Und ein 40jähriges Arbeitsleben besteht aus 30,000 Meetings.

Wenn das Resultat einer Besprechung eine weitere Besprechung ist, dann wars eine lausige Besprechung.’ Herbert Clark Hoover, US-Präsident (1929-1933).

Ein dreiviertel Jahrhundert später, haben seine Worte vielleicht mehr Gültigkeit denn je. Wenn schon so viele Meetings, so viel Zeit, in der man unerreichbar für sein Team, vor allem aber für Kunden ist, dann sollte es auch Sinn machen. David Maister hat auf einen amüsanten Kolumnen-Beitrag von Dale Dauten verwiesen, der die Errechnung eines Intelligenzquotienten (IQ) für Meetings vorschlägt.

Höhe und Ergebnis sind Nebensache, die ‘Check-Liste’ sollte aber zum Nachdenken anregen und zur Standardausstattung jedes Besprechungsraums gehören.

Wie es geht: Index-Basis sind 100 Punkte. Dort wo Meetings Sinn machen, gibt es Bonuspunkte, Zeit- und Energiefresser reduzieren das Ergebnis.

Bonuspunkte

+ 1 Punkt für jede Erwähnung des Wortes ‘Kunde’
+ Zahl der gelesenen Romane aller Teilnehmer in den letzten 6 Monaten
+ Zahl der Abwesenheitsminuten miserabler Führungskräfte
+ Zahl der Anwesenheitsminuten einer erstklassigen Führungskraft
+ Zahl der Anerkennungen für positive Arbeitsleistungen der letzten 30 Tage
+ Altersdifferenz zwischen dem jüngsten und ältesten Teilnehmer
+ Summe unterschiedlicher Marktsegmente in denen die Teilnehmer tätig waren
+ Zahl der von den Teilnehmern selbst besuchten Kunden der letzten 90 Tagen
+ 3 Punkte für jedes natürliche Lachen
+ 3x die Anzahl der Notizen die sich der ranghöchste Manager im Raum macht
+ 10x die Zahl neuer Ansätze und Ideen innerhalb der letzten 6 Monate
+ 25 Bonuspunkte für jedes ernst gemeinte ‘Da können wir etwas verbessern!’
+ 50 Bonuspunkte für jeden spontanen Beifall für neue Ideen
+ 75 Bonuspunkte für jeden nicht gerügten Fehler bei der Ideenumsetzung
+ 100 Bonuspunkte für ein ehrliches ‘Wir sollten etwas Einzigartiges machen!’

Punkteabzüge

- Zahl klingelnder Handys
- Die größte Distanz zwischen den Teilnehmern in Metern
- Die Häufigkeit des Wortes ‘Budget’
- Die Häufigkeit der Phrasen ‘warten’ und ‘bitte wiederholen’
- 1 Punkt für jedes PowerPoint Slide mit mehr als 5 Wörtern
- 3 Punkte für jedes PowerPoint Slide mit Statistiken mit mehr als 5 Zahlen
- 2x die Zahl der Leuchtstoffröhren im Besprechungsraum
- 2x die Zahl süffisanten Lachens oder Lächelns
- 5x die Zahl gefallener Schuldzuweisungen außerhalb des Einflussbereichs
- 10x die Anzahl der Blackberries, Handhelds, PDAs im Raum
- 10x die Zahl der Unterbrechungen für ‘ganz Wichtiges’
- 10x die Zahl vertagter Entscheidungen
- 10x die Zahl ausgesprochener Distraktoren (’Das hat noch nie funktioniert’)
- 50 Punkte Abzug für diktierte oder informelle Sitzordnungen

Sorry, David, I abused your original document, skipped a few lines and added some key issues. Vollständig ist die Liste noch lange nicht. Wer sie mitgestalten will, der hinterlässt einfach einfach Kommentar mit seinen Ergänzungen. Später gibts dann ein Update…

Für ganz Eilige, die den Meeting IQ schon jetzt verteilen oder aufhängen wollen: Hier gibts die Berechnungsformel zum Download als pdf Dokument.

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Top 10 Langeweile-Killer

Eine kurze Arbeitswoche steht bevor, Herbstferien sind auch und in so manchen Büros dürfte es etwas ruhiger sein. Damit keine Langeweile aufkommt, hat das Team vom Duvet Dayz Blog die Top 10 time waster games gekürt.

Einige davon (z.B. Line Rider) haben wohl riesige Fangemeinden, wie kämen sonst 2000 Videos auf YouTube…

… und wenn gerade der Boss rein kommt, kann man immer noch mit Kopf-frei-Machen argumentieren :-)

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Bilderbuchkarriere - Rob Vegas auf ARD

Wie kann man als Student berühmt werden? Die Antwort darauf gibt Rob Vegas, selbsternannter Showmaster 2.0 aus Leidenschaft.

Die Erfolgsgeschichte des Sevenload Haus und Hof Bloggers liest sich beinahe wie ein (weiteres Internet-)Märchen:

Vor etwas mehr als 3 Monaten veröffentlichte der Student die erste Folge seiner Mindtime Comedy Show im Internet. Gestern, nur 17 Folgen später, war Robs wohl bislang größter Tag: Ein Beitrag in der Harald Schmidt Show. Details gibts hier, hier oder über Technorati.

Ob Rob Vegas’ ‘Mindtime Show’ (gibts jeden Samstag parallel zum Hauptabendprogramm) irgendwann als deutscher Anfang vom Ende traditioneller TV Shows in die Geschichte eingehen wird? Harald Schmidt kommentiert es zynisch:

‘Das Fernsehen gibts noch bis Weihnachten,
danach sehn wir alle schwarz.’

Welcher Ernst in diesen Worten liegt, spiegelt sich aber vielleicht in dieser Ankündigung der ‘alten’ Medien wieder:

‘Die deutschen Fernsehsender (sowohl private als auch öffentlich-rechtliche) prüfen offenbar ein juristisches Vorgehen gegen das Online-Videoportal YouTube.’ [Blogbote]

Noch nie hat ein neues Medium die ‘alten’ vollkommen verdrängt. Es gibt weiterhin Bücher, sogar Schallplatten, man hört trotz Fernsehen Radio und liest Zeitungen. Muss es wirklich immer ein Gegeneinander sein? Dass es auch miteinander gehen kann, zeigen BBC und ZDF. Erstere machen es bereits, die anderen überlegen noch. Mal sehen wo die Reise hinführt…

Video: Sevenload
Quellen: Mindtime, Text & Blog, Berliner Zeitung via Blogbote

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Interview mit einem Ideen-Designer: Raik Adler

Raik Adler, Ideendesigner, im persönlichen Interview‘Der Designer formt und gestaltet Dinge der unterschiedlichsten Art.’ [Wikipedia]

Raik Adler ist Ideen-Designer und stellt die Frage: ‘Worüber haben Sie heute länger als 10 Minuten nachgedacht?’ Die Antworten dazu geben u.a. Unternehmen wie die Deutsche Telekom, Avis oder die Deutsche Post. Sie alle zählt Dresdener zu seinen Kunden.

Seit kurzem betreibt Raik ein Blog mit dem Titel Anleitungen zum Scheitern. Im persönlichen und humorvollen Interview erzählt er, worum es dort gehen wird, wie er Kunden gewinnt (der Teil für den Blog Karneval), warum er stolz darauf ist, als Spinner bezeichnet zu werden und vieles mehr.

Über einen ‘gelernten Ossi’ [Zitat Raik] der vom humorlosen Berater-Alltag genug hatte, und sich seinen Traumjob ganz einfach selbst geschaffen hat. [Weiterlesen] »

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Duftendes Hotel in Paris

The Five Hotel - Themenzimmer und DuftstoffeThe Five Hotel in Paris hat etwas andere Zimmer als herkömmliche Hotels. Ok, die Themenzimmer gibts auch anderswo, aber in Kombination mit den selbst wählbaren Duftstoffen, ist das neu eröffnete Design-Hotel ein Erlebnis der besonderen Art. [Bild vergrößern]

‘The Five Hotel, offers 5 aromatized signatures: gourmand, tonic, relaxed, natural and sensual. You may select the fragrance that most appeals to your mood of the day, then wait as it is softly diffused in to you room, combined with your own chosen associated optic fiber color environment.

The Five Hotel has smoothly integrated optical fiber lighting, adding a touch of lucidity and decor incorporated into the bathroom tiling and bedroom ceilings, a dream innovation, scintillating the magical and romantic atmosphere.… Here you sleep under the star lit sky!’

Nette Idee, um sich zusätzlich zu dem gelungenen Design weiter zu differenzieren.

via: The Cool Hunter

Hotel Paris Hotel in Paris

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Sex and the city in Beijing

Eigentlich hab ich nach einem Video für ein interkulturelles Training gesucht… Gefunden hab ich dieses:

Sexy Beijing is Danwei TV’s new show. It’s about love, lust, youth culture and street life in China’s capital.

Bei Danwei TV gibts noch weitere Folgen der schrulligen Lady. Beeindruckend auch dieser Film über Beijing 2008. Da war doch was…?

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Durch Gedanken einen Rollstuhl bewegen

Für dieses Experiment stellte sich der nach einer Rückenmarksverletzung querschnittsgelähmte Matthew Nagle 2004 sicher gerne als Versuchkaninchen zur Verfügung: Nur durch Gedanken steuerte er einen Zeiger über einen Bildschirm.

‘Now it’s possible to get quite a good level of control. Patients can move the cursor much more cleanly, and they can point to a target and click on it, just like you would with a mouse’, sagt Prof. John Donoghue von der Brown University.

Nun wollen er und Cyberkinetics Neurotechnology Systems einen Schritt weiter gehen, und ein kommerzielles Produkt entwickeln:

Ein winziger Computerchip mit rund 100 Elektroden soll Gehirnströme aufzeichnen und sie über einen Computer an einen Rollstuhl oder sogar direkt an unbewegliche Körperteile weitergeben. für Menschen mit Behinderung vielleicht ein ganz kleiner Hoffnungsschimmer auf etwas mehr Mobilität

Bis es soweit ist, wird es sicher noch eine Weile dauern, aber auch bei der Erfindung des Herzschrittmachers vor knapp 60 Jahren, waren die ersten Schritte die schwierigsten.

Quelle: Technology Review

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Der Fahrradträger aus der Schublade

FlexFix - Fahrradträger aus der SchubladeEndlich kein kompliziertes Montieren von Fahrradträgern mehr, keine gebrochenen Rahmen oder zerbröselte Garageneinfahrten.

Opel zeigt wie einfach und sinnvoll Innovation sein kann. Den FlexFix für den Opel Antara kann man wie eine Schublade aus dem ziehen.

Quellen: Welt.de, Autoblog

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Hässliche Models sind sexy

Sexy und hässlich90-60-90. Das sind die Maße, um die es bei dieser Modell Agentur ganz sicher nicht geht. Hier stehen Zwerge, Riesen, Zwillinge, Zahnlücken, Breitköpfe, Verbrecher oder einfach nur Menschen abseits des Mainstreams in der Kartei.

We want models that offer something different than the norm‘, ist das Motto der englischen Modell-Agentur Ugly/Rage Models. Zu den Referenzen gehören die Fernsehstationen BBC, SKY und ITV, die Fashion Labels Calvin Klein, Levis oder Diesel, das Modemagazin Vogue und Blockbuster wie Batman oder James Bond.

‘Classic models always will get work, but if you have a more unique, interesting look, the opportunities for you to capitalize on a trend are high. TV and film are always looking for strong, original faces that are versatile.’ [IdeasFactory]

Zwischen 18 und 100 Jahren sind die rund 900 Models der Agentur, die sich seit 35 Jahren am britischen Markt behauptet. Neben dem Geschäft mit den ‘hässlichen Menschen’ betreibt Ugly seit 12 Jahren auch die ‘Zweit-Marke’ Rage (’the commercial modeling side of Ugly’).

Während andere Agenturen ‘alternative Körper und Gesichter’ oft verstecken und nur bei konkreten Anfragen damit rausrücken, wirbt Ugly ganz bewusst mit Menschen, die Anhängern der Hunger-Models die Haare zu Berge stehen lassen. Das Differenzierungs-Konzept geht voll auf: Ugly ist erfolgreich! (Und vielleicht sucht sich Nachwuchs(Gott)Schalk Rob Vegas, dort ja schon bald seinen Co-Moderator.)

Quellen: Ulgy/Rage Models, Ideasfactory
Gefunden bei: Anleitung zum Scheitern

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Kreativität und Leidenschaft: Stadt im Kopf

Schon mal von Urville gehört? Ich auch nicht, bevor ich dieses Video gesehen habe.

Um Zukunftsmodelle von Weltmetropolen gings hier oder hier schon einmal, aber das Projekt dieses Jungen stellt alles andere in den Schatten. Urville ist keine Stadt in Second Life, sondern eine imaginäre 11 Millionen Metrople im Kopf ihres Schöpfers.

Seit 22 Jahren entwickelt der 34jährige an Autismus leidende Gilles Trehin seine imaginäre Stadt und vergisst dabei auf kein Detail:

‘I’m told I have autism, some say I have Asperger’s syndrome (it’s very similar). Maybe it is the reason I have been drawing since the age of 5 and I have always been fascinated by big cities and aeroplanes. In 1984, I started to be interested by the conception of an imaginary city called Urville. The name came from “Dumont d’Urville”, a scientific base, in a French territory of the Antarctic. Since then, I made many (200) drawings of Urville, and I wrote a historical, geographical, cultural and economic description.’

Inzwischen verdient Gilles mit seiner Leidenschaft auch Geld - und das ist ihm zu vergönnen. Er wird zu Vorträgen und Ausstellungen eingeladen und hat sogar ein Buch über seine Leidenschaft geschrieben.

Quellen: Urville, Wisconsin Medical Society, Meskalinopolis, KircherSociety
Gefunden via Yigg

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