Alle Einträge des Monats Februar 2007
Chance Web2.0: Tourismus und Gastgewerbe (III)
Foto: Flickr
Die Beispiele der vorangegangen Beiträge (hier und hier) klingen zu einfach? Sie sind auch einfach, ihr einziges ‘Geheimnis’ liegt daran, dass sie umgesetzt wurden.
Eines aber gleich vorab: Ich schreibe diesen Beitrag in erster Linie für Touristiker, die gerne über die Potenziale vieler noch wenig genützter Marktchancen nachdenken, und nicht vorrangig für Web2.0 Freaks.
Tourismus und Gastronomie…
… zählen gerade in meiner Heimat zu den wirtschaftlichen Standbeinen einer ganzen Region. Ich freue mich auf den Tag, an dem verschiedenste Organisationen Menschen und Unternehmen dabei unterstützen, in Blogs Geschichten zu erzählen, Hotelbetriebe ihre Gäste motivieren Bewertungsplattformen zu nutzen, in eigenen Blogs oder ’social networks’ über authentische Erfahrungen zu berichten, und man sich bei Gästen, die Fotos und Videos ins Netz stellen um sie mit der ganzen Welt zu teilen, bedankt.
Warum und wozu?
Weil all das neue Zugangspunkte zur eigenen Homepage, jener des Ortes, der Region, des Landes öffnet. Weil Long Tail Denken Handeln eine sinnvolle Ergänzung, und kein Ersatz, zu bestehenden Werbeaktivitäten ist. Und weil 1000 Blogs zig-tausendfach gelesen, zitiert und kommentiert werden.
You can blow out a candle, but you can’t blow out a fire
Once the flame beginns to catch, the wind will blow it higher
(Peter Gabriel)
Mundpropaganda und persönliche Erfahrungen…
… stehen über jeder noch so stark geredeten Marke. Martin Schobert schrieb dieser Tage im Kulinarisch Reisen Blog der Österreich Werbung (selbst)bewusst provokant:
[...] auch Blogger haben das Ganze erwartungsgemäß aufgegriffen. Doch schließlich kann man Negativ-Werbung auch positiv sehen. Ist ja immerhin auch eine Werbung.
(Wer nicht genau weiß worum es hier geht, schaut am besten selbst im Blog Österreichs höchster Werber vorbei, denn die kommen immer besser in Schwung.)
Mundpropaganda-Ängste…
… sind normal. Mundpropaganda kann ich zwar irgendwie auslösen, später aber kaum beeinflussen. Wenn, dann am ehesten mit außergewöhnlichen Produkten und Leistungen die begeistern. Was wir Menschen nicht oder nur eingeschränkt kontrollieren können, hat uns seit jeher Angst gemacht - das liegt in der Natur der Sache.
Dialogmarketing und virale Effekte…
… sind noch zu wenig erprobte Felder. Das bestätigt ein Blick in Bibliotheken, wo das Thema im Vergleich zu klassischen Marketingsätzen noch immer unterrepräsentiert ist. Marketer und Werber haben nach Jahrzehnten der Marktschreierei noch zu wenig Erfahrung im Umgang mit Gesprächen. Mailings, Werbe-DVDs und interaktive Kataloge sind noch längst kein Dialog - auch wenn sie sich hervorragend für Pressemitteilungen und Selbstbeweihräucherungen eignen.
Stefan Niemeyer, Marketingleiter vom Romantikhotel Schloss Rheinfels, einem der wenigen Hotels mit eigenem Blog, schreibt in einem Kommentar:
Es schlummert immer noch in der deutschen Gastronomie und Hotellerie, wenn es um die Individualität, Transparenz und Ehrlichkeit im Netz geht.
“Ich will nur Zimmer verkaufen”,
“Jeder kann Kommentare schreiben und mich bewerten?”,
“Den Gast interessieren nur Preise, Fotos und Anfahrt.”… - sind dann wohl die regelmäßigen Ängste und Befürchtungen. Ein Paradoxon für sich. Keine Branche kann besser Geschichten erzählen, direkten Gastkontakt haben und Bindungen aufbauen. Keine Branche kann eigentlich Unsummen an Anzeigengeldern sparen und auf Kaltakquise nahezu verzichten, wenn es einfach kontinuierlich und ehrlich auf seinen bestehenden Gäste baut.
Das Internet ist und bleibt ‘nur’ ein Instrument. Es ist ein Baustein im Management von Kundenbeziehungen - aber einer, der zum Fundament des Gebildes gehört. Stefan weiter:
Das das Internet hierfür das größte Geschenk für die Gastro- und Hotelszene seit Erfindung der “Benutzte-handtücher-auf-den-Boden-schmeißen-Aufkleber” ist, werden wohl manche nur schwer begreifen!
Wie einst Neros Daumen repräsentiert ‘das Netz’, die neue Macht der Kunden, die darüber entscheiden, ob sie sich tödlich rächen und eine Marke schädigen wollen, oder deren Leben retten, indem sie über sie reden - und dabei mitgestalten. Robert Basic dazu:
Für die Statistiker unter uns: wenn ich an einem Tag +5.000 Menschen informieren kann, dass die Firma XYZ eindeutig und ziemlich heavy betrügt, wissen das durch simple Mundpropaganda-Effekte innerhalb 1 Monats sagen wir mal bestenfalls 1.125 Mio Menschen (5000*15*15). Schlimmstensfalls 5000 Menschen. 5000 oder 1.125.000? Was macht das schon, im Vergleich dazu, was ich vorher tun konnte.
Mit den neuen Spielregeln…
…müssen sich auch alle Betriebe des so stark vom Internet abhängigen Tourismus-Segments viel intensiver auseinandersetzen. Sich berieseln zu lassen und darauf zu warten, dass irgendwann irgendjemand erklärt ‘Am 1. März beginnt die Zukunft, und so bewältigt Ihr sie’, reicht ebenso wenig aus, wie einzig und allein auf Suchmaschinenoptimierung, Google Ads oder eine sündhaft teure, mit Werbepreisen ausgezeichnete (und immer noch schwächer als so manches Blog frequentierte) Homepage zu setzen.
Foto: Adri via Flickr
Es gibt 3 Wege…
…wie Menschen mit Veränderungen umgehen. Ignoranten und Schläfer sind selber schuld. In Letargie zu verfallen und der ‘guten alten Zeit’ nach zu trauern, in der Kunden machtlose Marionetten ohne eigene Stimmen waren, ist ebenso die Vorbestellung des eigenen Grabsteines.
Wer wirklich lösungsorientiert denkt und handelt…
…wird seine Chancen erkennen und nutzen. Eine davon liegt darin, seine Marke, seine Geschichten und seine Persönlichkeit auf (noch) unkonventionell erscheinende Art und Weise in die Welt hinauszutragen, und aktiver Teilnehmer an den Gesprächen zu werden, statt passiver Zuschauer. Wem das gelingt, wird am Ende zu den Glücklicheren gehören.
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Gesundheitsreisen aus der Apotheke
Reisebüros und Hotels die sich über spezielle Themen im Reisedschungel positionieren gibt es ja bereits einige. Dass der Vertrieb von Reisen aber nicht immer über Internet, Reisebüros oder Diskonter gehen muss, zeigt das Beispiel von Mediplus.
Das Kölner Unternehmen hat Apotheken als exklusive Vertriebspartner für Gesundheitsreisen auserkoren.
Mit einem speziell von Mediplus Reisen entwickelten Buchungs- und Provisionssystem werden die Apotheken am jeweiligen Reiseumsatz beteiligt. Die Reiseangebote sind maßgeschneidert und von Gesundheitsexperten geprüft.
So wird es in dem Katalog keine „Wellness“-Angebote, sondern ausschließlich Kur- und Gesundheitsreisen geben, die nachhaltig der Prävention dienen oder sich auf bestimmte Behandlungsmethoden wie z.B. TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) oder auf Indikationen wie Diabetes, Hautkrankheiten, Herz-Kreislauf, Arthrose, Osteoporose oder Rheuma konzentrieren.
[Krankenkassen Ratgeber]
Apothekern traut man zum Thema Gesundheit wohl mindestens gleich viel Kompetenz zu als herkömmlichen Reisebüros. Zudem gibt es in Apotheken bislang keinen Wettbewerb. Mediplus ist ein weiteres Beispiel dafür, dass die Vertriebswege von morgen auch ganz andere als heutige sein können. Schon mal darüber nachgedacht welche Alternativen es für Ihr Unternehmen gibt?
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Top Blogs: Endless Innovation
Früher war er Editor des unter Fanfaren-Klängen eingestellten FORTUNE Business Innovation Insider und hat immer wieder mal auf Beiträge von hier verlinkt, was mich gerade bei englischsprachigen Seiten immer ganz besonders freut (siehe hier, hier, hier oder hier). Seit Februar betreibt Dominic Basulto nun sein eigenes Blog:
Over the past year or so as the editor of the Business Innovation Insider, I started to pull together the various pieces of a new model for innovation that I’ll be calling Endless Innovation.
This model blends together some cutting-edge thinking that is occurring in the sciences, together with the latest thinking on innovation strategy from the business world. If all goes according to plan, this Endless Innovation blog will become the companion site for a forthcoming book on innovation.
Die neue Unabhängigkeit tut Dominic gut und er kann sich endlich noch persönlicher einbringen als bisher. Absolut empfehlenswertes Blog über außergewöhnliche Produkte und innovative Geschäftsmodelle. Gehört in den Feedreader für Innovationshungrige - und das nicht nur wegen des Mottos des neuen Online Journals, das sich in obigem Bild wiederfindet:
Klingt beinahe ein wenig ähnlich wie dieses hier :-).
Good luck with the new blog and your book, Dominic!
PS: Nahezu alle Chamäleons sind in ihrem natürlichen Lebensraum gefährdet. [...] Zusammen mit ein paar anderen Reptilien sind Chamäleons dafür bekannt, bzw. schon fast dafür berühmt, ihre Hautfarbe zu ändern. [...] Heutzutage wird oft behauptet, dass die Verfärbung zum Tarnen genutzt wird. Diese Annahme ist aber nur zum Teil richtig. Chamäleons benutzen ihre Farbe zur Kommunikation. Damit signalisieren sie Artgenossen ihre aktuellen Stimmungen und Gefühle, welche durch ein typisches Verhalten verdeutlicht werden können. [Wikipedia]
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Kreativzeit - woher nehmen?
Manager weltweit verstreuter Konzerne kennen das Problem: Wenn der Arbeitstag ‘eigentlich’ zu Ende wäre, setzt sich der Kollege in Kalifornien mit dem Frühstückskaffee in der Hand zum Schreibtisch. Kurz nach dem morgentlichen Läuten des Weckers hat es die Mitarbeiterin in Hong Kong ganz eilig, endlich über das aktuelle Projekt reden zu können. Und dann noch jede Menge Besprechungen.
‘Ich bin 24h blockiert’.
Hauptproblem neben dem steigenden Stressfaktor ist die weniger werdende Kreativzeit. Computerworld hat vor kurzem einige Beispiele vorgestellt, wie Unternehmen versuchen das in den Griff zu bekommen.
- Bei Dow Corning gibt es pro Quartal eine Meeting-freie Woche. Nicht dringend notwendige interne Besprechungen und internationale Telefonkonferenzen sind während dieser Zeit tabu.
- Xerox setzt auf Wikis. Zwar nicht unbedingt ein 100% Ersatz für persönliche Gespräche, aber eine absolut sinnvolle Ergänzung. “You don’t have to be in a meeting to collaborate. It’s a dialog that’s independent of time.”
- IBM setzt seit Jänner Think Fridays eingeführt, ‘a mental break from the endless phone calls, e-mail and instant messages.’ Die Idee stammt von Programmierern, die sich schon seit längerem Freitag Nachmittage für Patent-Recherchen, die Erstellung von White Papers, … reserviert hatten.
Auch wenn nicht ganz vergleichbar höre ich jetzt einige Landsleute schmunzeln: ‘Bei uns war es noch nie üblich, an Freitag Nachmittagen zu arbeiten.’
Quelle: Computerworld
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- 20% Kreativzeit bei Google
- So intelligent war Ihr letztes Meeting wirklich Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):
geschäftsidee
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Chance Web2.0: Tourismus und Gastgewerbe (II)
Wozu soll ich als Gastronom ein Blog betreiben? Gastgewerbe Fachmann Gerhard Schoolmann erklärt das anhand des banalen aber viel zu selten gesehenen Beispiels:
Wenn man als Gastronom ein Blog betreibt, muß man es nicht so nennen. Jörg Meyer vom Landgasthof Meyer Bünne erzählt seinen Gästen seit dem Frühjahr 2006 Geschichten.
Wozu die ‘Geschichtenseite’ noch genutzt wird:
- Um zu Fotowettbewerben aufzurufen,
- auf Videos von Gästen bei Youtube hinzuweisen
- Leser zu befragen, wann bestimmte Events stattfinden sollen
- und es gäbe noch jede Menge mehr…
Resultat: Der Landgasthof baut seine Kunden aktiv ins Geschehen ein, wird nicht mehr nur wahrgenommen sondern kommt ins Gespräch, verbessert seine Auffindbarkeit bei Google und einiges mehr.
Meine Freunde vom Ideentower haben vor einiger Zeit die Ideenplattform brainr ins Leben gerufen. In öffentlichen Brainstormings wurden dort innerhalb der letzten Wochen schon über 3.000 Ideen zu 135 Themen generiert, wo schon jetzt für jeden etwas dabei sein sollte. Ein Blick dorthin lohnt sich absolut!
Aktuell gibt es bei brainr auch ein Brainstorming “Gastgewerbe und Internet” [siehe hier]. Mitmachen lohnt sich ganz bestimmt! Weitersagen auch…
Zur Erinnerung: Schon vor längerer Zeit haben Kärntner Kleinvermieter auf einer anderen Plattform nach Ideen gesucht, wie Nebensaisonen besser belegt werden können. Den Beitrag dazu gibt es hier, über 120 Ideen hier.
Meyer Bünne via Gastgewerbe Gedankensplitter
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Chance Web2.0: Tourismus und Gastgewerbe (I)
Grafik: Hotel Holllywood, Sydney bei mySpace
Generation X und Y verbringen immer mehr Zeit zu Hause am Computer, um in YouTube, Myspace oder Second Life die Zeit zu verbringen. Für zahlreiche Anbieter in der Freizeitindustrie und somit auch für die Gastronomiebranche ist diese Entwicklung nicht ungefährlich.
[Burkhard Schneider im Best Practice Business]
Eine von vielen Ideen das Internet in Gastronomie-Betriebe zu bringen, sind YouTube Nights, in denen Kurzfilme der gleichnamigen Video-Plattform gezeigt werden. Zwischendurch bleibt genügend Zeit für neue Bestellungen. [via Gastgewerbe Gedankensplitter]
Wem es zu langweilig ist, einfach nur irgendwelche Videos abzuspielen, könnte auch zu einem Videowettbewerb für selbstgedrehte Kurzfilme aufrufen. Die Vorauswahl der Videos die in die Endausscheidung kommen, kann im Internet abgewickelt werden, das Final Voting findet an einem (sicher ausgebuchten) Abend im Lokal statt.
Und ganz nebenbei bemerkt: Dank Web 2.0 braucht man zur Umsetzung weder eine Marketingagentur noch tausende Euro für die technische Infrastruktur. Aufmerksamkeit und Mundpropaganda sind vorprogrammiert! Und wer sich beeilt, erhält als first-mover (zumindest hierzulande) sogar noch Presseberichte.
Deutschsprachige Videoportale
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Hybrid Taxis
Taxiunternehmen und Leihwagenfirmen die ihre Kunden mit Hybrid-Autos durch Großstädte wie Boston, New York, Los Angeles oder London chauffieren gibt es schon einige (Beispiele siehe hier, hier oder hier).
Red Herring berichtet über eine Initiative des Cleantech Venture Network, die nicht auf der Hoffnung staatlicher Fördergelder, ‘good-will’ oder ‘nur’ visionärem Denken beruht, sondern auf dem was alle Unternehmer verstehen: Wirschaftlichkeit. Höhere ROIs sollen dazu beitragen, die Verbreitung der Hybrid-Technologie bei Taxiunternehmen voranzutreiben.
The Cleantech Venture Network said Wednesday it is working to convert taxis to hybrids, in a move that it says could save $50 billion in fuel costs over a decade and slash smog in cities. [...] North America has 196,000 taxis, which drive an average of 10 times more than regular passenger cars. They are the largest contributors to smog in our cities.[...]
“We’re doing something that doesn’t require government subsidies or special favors, that’s cash-flow positive, and that’s creating benefits for all involved,” he said. “It’s frustrating it hasn’t happened already.” [...]
Auch wenn sich jedes Taxi monatlich zwischen 1.200 und 1.500 US$ an Treibstoffkosten ersparen würde, scheitern die meisten Anschaffungen vor allem an den Investitionskosten.
The institute is in discussions with GE Finance to try to negotiate this leasing at a higher cost, but one that would still bring car drivers a return on their investment. Mr. Harris said the institute is also in discussions with Toyota and the mayors of four cities—San Francisco, New York, London, and Toronto, to try to switch the cabs in those cities over to hybrids.
Die Ergebnisse sollen im Mai beim Cleantech Forum in Frankfurt vorgestellt werden. Dann sollen sich Marketer und EcoSexuals gleichermaßen freuen. So machen Innovationen im Finanzierungsbereich Spaß - und vor allem Sinn!
Quellen: Cleantech Venture Network, Red Herring via Treehugger.
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anders|tanken
Zum Thema Kunden überraschen:

Marketing Alternatif via Ideen Fairmittlung, Danke Dejan!
Nachtrag 27.2.2007:
Danke an ServicePionier Armin Nagel für die Ergänzung zu diesen Fotos:
Was bisher nur Insider wussten: Vor seiner Karriere als Filmregisseur (die gestern Nacht mit einem Oscar gekrönt wurde) hat Florian Henckel von Donnersmarck (”Das Leben der Anderen” - auf dem Foto links) als serviceorientierter Tankwart gejobbt - das Archivbild zeigt: der Junge wusste damals schon was er wirklich will…
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guerilla-marketing Marketing werbung
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In 2h zum Unternehmer: PEZmp3
Patrick Misterovich hielt es selbst für eine verrückte Idee, aus PEZ Figuren mp3 Player zu machen.
Out of curiousity I thought I would ask PEZ if they might be willing to license their brand for such a thing. To my astonishment they didn’t think I was crazy.
Der 40jährige Familienvater wusste selbst nicht, ob es für seine Erfindung einen Markt gab, investierte $50 in Google Adwords und setzte kurz darauf 120.000 Dollar um.
Es hätten noch wesentlich mehr sein können, aber nach 1,500 selbst produzierten Gadgets wurde Pat daran erinnert, dass es auch so etwas wie Produktnormen gab, und die mussten noch bestätigt werden.
When you come up with an idea, and two hours later you have the company saying, ‘We’re willing to license you,’ you think everything is going to happen quickly. But it takes time to make something.

PEZ gefällt die Idee noch immer. 2007 soll die Produktion fortgesetzt werden. Und das alles nur, weil Pat nur 5 Minuten nachdem auf seinem Schreibtisch die alte PEZ Figur neben dem mp3 Player entdeckt hatte, mit der Umsetzung seiner Idee gestartet war.
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Kein Geld, kein Frühstück
Weil ein Hotelier im Kärntner Mallnitz 99 Belgiern als Folge einer Preisdiskussion seine Gäste mit Ski- und Frühstücksentzug bestrafte, zeigen nach russischen Zeitungen nun auch belgische mit dem Finger nach Österreich.
Die ganze Geschichte gibt es im Detail bei Ed Wohlfahrt nachzulesen [siehe hier]. Am Ende seines Beitrages fasst Ed zusammen:
Online Reputation muss nicht immer nur einzelne Personen betreffen. Manchmal, und das ganz unvermittelt und schnell, steht auch die Reputation, das positive Image eines ganzen Ortes, Tales, einer ganzen Tourismusregion auf dem Spiel. Frage: Wie schützt man sich davor? Geht das denn?
Welche vorgelagerten Mechanismen können sinnvollerweise zur Anwendung gebracht werden? Und vor allem: Dehnen sich Kommunikations-Krisen nun immer stärker auch auf den online-Bereich, auf die Welt von Bits und Bytes aus? Zumindest die letzte Frage kann angesichts des Missgeschicks aus Mallnitz wohl eindeutig mit JA! beantwortet werden.
‘Angriff ist die beste Verteidigung…’
… dachte sich eine Hotelierin mit der ich kürzlich zusammengearbeitet habe. Kurzerhand schaffte sie die üblichen Standard-Fragebögen die Gäste bei der Abreise ausfüllen (oder auch nicht) ab, und bittet bereits bei Ankuft aktiv um späteres Feedback auf einer der gängigen Bewertungsplattformen wie Tripadvisor, dem aufstrebenden Qype & Co. Angst vor Kritik?
‘Wenns sein muss, gibts die ohnehin. Wir kommunizieren von Anfang an, dass wir unser Bestes geben werden, und nichts zu verschleiern haben.’
Als kleines Dankeschön, allerdings unabhängig davon, ob der Gast eine Bewertung abgegeben hat oder nicht, gibts kostenlosen Internetzugang in jedem Zimmer und 2 Leih-Notebooks. Resultat nach einem ersten Testlauf (deshalb an dieser Stelle auch noch kein Verweis): Die positiven Kommentare lassen negativen keine Chance und entlarven Dauernörgler schnell.
Theoretisch ließen sich solche Konzepte auch auf Tourismusregionen umlegen, aber eben nur theoretisch. Die Praxis zeigt, dass sich noch immer viel zu wenige Unternehmen (egal ob in Tourismus oder anderen Wirtschaftszweigen) daran gewöhnt haben, dass ihre Kunden nach Jahrzehnten der Machtlosigkeit eine neue Stimme erhalten haben.
Grafik: Tripadvisor.de | Foto: Flickr
Quellen: Ed Wohlfahrt, orf.kärtnen
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Was Crowdsourcing nicht ist
Vielen Dank für die vielen Feedbacks auf meinen Beitrag ‘Was ist Crowdsourcing’ von letzter Woche.
Das steigende Interesse am Erkennen der kreativen Potenziale der ‘Masse’ (Schwarmintelligenz) hat mittlerweile auch den Computerhersteller Dell erfasst.
Kaum hat Firmengründer Michael Dell das operative Zepter wieder in der Hand, kommt frischer Wind ins PC-Business. Dell-Kunden können ihre Wünsche an den Hersteller ab sofort auf der Website “Dell Idea Storm” kundtun. Der Auftritt kommt in einer Art Mischung von Forum und Blog daher, listet die Anregungen der Kunden einzeln auf und verzeichnet momentan bereits über 800 “Ideas”, wie die Verbesserungsvorschläge im Dell-Jargon genannt werden.
[ ITReseller Online und andere Berichte ]
Crowdsourcing vs. Kraut-Sourcing
Was Dell hier versucht hat allerdings wenig mit dem zu tun, was Crowdsourcing dazu verhalf, zu einem trendigen Buzzword zu mutieren. Vielmehr trägt es alle Grundzüge reiner Marktforschung.
Der einstige Vorzeigekonzern für das Erfinden neuer Märkte vergisst verzichtet auf zwei zentrale Elemente die zu ‘echten’ Innovationen führen könnten:
- Das aktive Einbinden der Community in einen Prozess, der über eine reine Befragung hinausgeht, und der
- Kompensation für erbrachte (geistige) Leistungen.
Marktforschung vs. Innovation
Zum Vergleich: Das (immer noch-) Vorzeigebeispiel Crowdspirit (siehe hier, hier oder hier, und wie mir Crowdspirit Gründer Lionel erst heute erzählt hat, auch in Kürze auf dem Crowdsourcing Blog, wo Jeff Howe ein Interview mit ihm geführt hat.).
Bei Crowdspirit steht zweifelsfrei Innovation (in all ihren begrifflichen Variationen) im Vordergrund. Die Community erhält klare, aktive Aufgaben zugeteilt, und wird auch am Erfolg beteiligt. Keine Spur von Geiz-ist-Geil Mentalität bei der Ideengenerierung!
Bei Dell gewinnt (vielleicht) Dell - und nur Dell,
weshalb das Projekt auch an Dynamik und Qualität verlieren wird.
- Q: Will I be compensated if my idea is implemented by Dell or another company?
- A: At this time, there are no material rewards associated with Ideastorm.
Bei Crowdspirit gewinnt die Community
- CrowdSpirit is outsourcing some roles to the community and this allows these people to be financially rewarded for their contribution.
Auch Matias Rosko von VisualOrgasm, einer aufstrebenden Community Sourcing Plattform, zählt o.a. Motivationselemente zu den Erfolgsgeheimnissen, nämlich:
- Immaterielle Anreize, Mundpropagande, Reputation,…: ‘Kreative haben eine neue Plattform um sich zu präsentieren.’
- Geld- und Sachpreise: ‘Gleichzeitig sollen sie die Chance bekommen sich ein wenig dazu zu verdienen. Geldpreise für die Sieger plus Sachprämien.’
So schön kann Wirtschaft sein, titelte ein tausendfach verkauftes Buch meines Freundes Karl Gamper. Darin findet sich (wenn auch in anderem Zusammenhang) ein weiterer wiederkehrender und nicht erst seit LOHAS wiederkehrender Anreiz, der Menschen zu freiwilliger Mitarbeit an innovativen Projekten motiviert:
‘Gewissen’ Dingen neuen Sinn zu geben. Auch darauf beruhen Open Source und das viel zitierte Mitmach-Web, aber dazu ein andermal…
Abschließend noch eine Reaktion auf einen meiner Beiträge, die mir besonders gefallen hat:
Crowdsourcing - just another buzzword? I like the concept behind it but it’s not really new. There’s always been focus groups and customer driven innovation. some companies more, others less. However the term crowdsourcing could indeed give the topic a good boost: As always a good name for a concept is needed for managers to remember it :)
Marc Faeh im Bengston Blog, thanks Marc!
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- Markus Pöhlmann: Warum sollten Nutzer mitarbeiten?
- The future of communities (engl.)
Foto: Flickr | Homepages der diskutierten Projekte:
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VW Beetle mit einem Schuss Schokolade
Am Valentinstag hatte ein chinesischer VW-Händler eine ganz besondere Idee, um Kunden in sein Geschäft zu locken. Er überzog einen VW Beetle mit 200kg Schokolade.
‘Süsse’ Aktion die sicher mehr Aufmerksamkeit erzielt hat, als einer von vielen bezahlten Radiospots.
via Wired Asia News
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):guerilla-marketing interkulturell Marketing werbung
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Bob Ross war gestern.
Just imagine sandart - es müssen ja nicht immer Farben sein.
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