Alle Einträge des Monats April 2007

Crowdsourcing update und ein Video für Björk

Wie war das mit “die Kontrolle über die Marke aus der Hand geben”? Die isländische Sängerin Björk ist längst eine anerkannte Marke und gibt die vermeintliche Kontrolle dennoch ab.

Innocence is to be made as video. An idea is born. The idea is to make the video. The video to Innocence, a song of yet to be released Volta record. Who is to make the video? Another idea is born: It is to be you, my dear! Bjork.com

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Nokia N95 Memory und Flirten in Kanada

Schon lange nicht mehr Memory gespielt? Auf nach London! Nokia verwandelt Werbeflächen an Busstationen per Touchscreen in ‘Spielhallen’ und bewirbt so sein neues Modell N95. [Weiterlesen] »

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Schlag mich Kleines!

Wieder einmal was für die Kategorie verrückte Geschäftsideen, diesmal aus Nanjing China. Zielgruppe der Bar “Zur aufgehenden Sonne und zum Abbau von Ärger”: Frustrierte Frauen.

20 tolerante Kellner lassen sich von den weiblichen Gästen nach Belieben verprügeln. Kostenpunkt 50 Yuan (ca. EUR 5) für eine Ohrfeige, wer es härter will und voll auf die submissiven Kellner losgehen will, legt 300 Yuan (ca. EUR 30) ab.

restaurant_differenzierung.jpg

Wer seinen Frust trotz all den Gewaltausbrüchen noch immer nicht los geworden ist, kann einen Psychologen in Anspruch nehmen. Übrigens ein in China relativ neuer Berufsstand:

Psychologie und Psychoanalyse kann man in China erst seit der Öffnung des politischen Systems Anfang der 90-er Jahre studieren. [Prof. Aigner, Universität Innsbruck]

Auch eine Art der Differenzierung, die man allerdings eher als Erlebnisbar denn als Frust-Heilstube betrachten sollte…

Quelle: China Daily via Beratungsletter

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BPFP, Copyrights und kostenlose Bilder

'Alm-Studio's Blog-Fotos Feste' von Alm-Studio's Blog-Fotos

So differenziert kann man das Ding mit dem Copyright betrachten: Während an dieser Stelle das Ende des Copyrights ausgerufen und über Risiken des Web2.0 philosophiert wird, stellt ein professioneller Fotograf seine Bilddatenbank zur kostenlosen Verwendung in Blog Postings ins Netz und gründet den Blog-Post-Foto-Pool:

Als gelernter Fotograf habe ich auf meiner Festplatte unglaublich viele Fotos, die da so herumliegen und mit denen kaum etwas geschieht. [...] Sämtliche Bilder unter dem Benutzer Alm-Studio‘s Blog-Fotos könnt Ihr in Zukunft für Eure Blog-Postings kostenlos verwenden, unter der Bedingung, dass Ihr am Ende des Artikels auf www.almstudio.at verweist. [...] Wenn Ihr ein bestimmtes Bild braucht oder ein Thema vermisst, meldet Euch. Wahrscheinlich habe ich es in meinem Fundus. Und wenn nicht, kann ich es wahrscheinlich machen.

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Wenn Marken die Kontrolle verlieren

Web Attack - Das Gift der Massen. Wenn Mundpropaganda außer Kontrolle gerät und wie Unternehmen damit umgehen. Darum geht es in einem aktuellen Beitrag der Business Week.

Web attack

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Push - Power - Glug

pushpowerglug.jpgSo einfach erklärt sich ein neues Verschluss - System, das Getränke und Vitamine erst kurz vor dem Trinken vermischen soll.

Vorteil: Je später die Vitamine ins Getränk kommen, umso stärker soll ihre Wirkung sein…

In response to underperforming health, sports, and medicinal drinks that lose potency as they sit on shelves, VIZcap is a new technology that releases vitamins, minerals and other supplements into the water at the time of consumption making for a more effective and potent beverage. [Cool Hunting]

vizcap.jpg

Entstanden ist VIZcap (befindet sich derzeit im Status der Patentanmeldung) nicht in den Entwicklungsabteilungen eines Getränkeherstellers, sondern im Stil sinnvollen und vor allem fairen Crowdsourcings:

Wir haben die besten Industriedesigner, Ingenieure, Entwickler und Marketer zusammengespannt, um neue Produkte und Designs zu entwickeln, und kümmern uns um deren Patentierung und das Marketing. Erst dann geben wir es in die Hände von Investoren und Unternehmen die sich um alles weitere kümmern. [VIZdrink]

Hinter dem Projekt steht eine sich noch in geheimnisvollen Nebeln verbergende Gruppe namens AFGL, die ausgezogen ist, um neue Potenziale auf dem Getränkemarkt zu erschließen.

The VIZCap’s creators, a cryptically-named group calling itself AFGL, say they’re “taking on the behemoth beverage industry,” apparently hoping to sell their bottle caps to those evil megacorporations by calling them names. [DailyPicture.net]

Gehen wir - ohne bestätigte Information - davon aus, dass sich die klugen Köpfe nicht kostenlos für solche Entwicklungen hergeben, und dafür eine - nennen wir es - Aufwandsentschädigung (oder gar eine Erfolgsbeteiligung?) erhalten haben. Genau daran unterscheiden sich (billige) Andere Arbeiten Lassen (AAL) Ansätze von professionell organisierten Crowdsourcing oder Open-Innovation Projekten.

www.vizdrink.com via Cool Hunter und DailyPicture.net

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32.500.000.000 Dollar

Aus der Kategorie: Beeindruckende Zahlen… [Weiterlesen] »

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Baby Boomers auf Reisen

babyboomer.jpg“Unsere Zielgruppe leicht fortgeschritteneren Alters nützt das Internet ja kaum.” Wirklich nicht?

Auf Futurelab gibt es ein gut 20minütiges Video [siehe hier] darüber, wie (zumindest in Großbritannien und den USA) die Generation 50+ (Baby Boomer) das Internet im Zusammenhang mit Reisen nutzt.

Einige Kernaussagen die nicht nur für Touristiker interessant sind:

  • 60% nutzen das Internet mindestens 7h wöchentlich.
  • Das Internet ist eine wichtige Informationsquelle bei der Auswahl von Reisen und wird auch zur Buchung genutzt.
  • Zwischen 2003 und 2005 hat sich die Zahl jener, die das Internet als Infoquelle für den letzten Urlaub benutzt hatten verdoppelt und erreicht bereits 75%!
  • Konservative, einfach aufgebaute und klar verständliche Internetseiten haben einen klaren Vorteil.
  • 87% klicken nicht auf Werbebanner!

Dazu gibts jede Menge Beispiele von guten und schlechten Beispielen. Touristiker (und auch verspielte Webdesigner), die keine Lust auf das ganze Video haben, finden hier die Folien zum Download (pdf, 5,8MB).

Auch Marketing-Guru Seth Godin befasst sich fast zeitgleich mit dem Thema 50+ Marketing und meint: Demografien spielen keine Rolle. Viel wichtiger ist die Differenzierung zwischen Lebensstilen (open vs. closed).

Jemand der sein Leben lang nach traditionellen Werten gelebt hat, wird bestimmt auch in fortgeschrittenerem Altern nicht zum großen Web-Einkäufer werden. Aber: Menschen die ihr Leben lang auf der Suche nach Dingen waren, die ihr Leben einfacher und schöner gestalten könnten, werden am Internet und seinen Möglichkeiten Gefallen finden.

Baby boomers have been open their whole lives. And now they are seniors. So all the conventional wisdom goes out the window. Senior travel, senior fashion, senior experiences… it’s all fair game, because there’s a different demographic inhabiting that age group now. Psychographics (open vs. closed) are way more important than demographics.

Update 26.4.07
Markus hat in einem Kommentar bereits darauf hingewiesen, ich erwähne es hier noch einmal:

Gemeinsam mit 50plus Hotels veranstalten wir Ende Mai in Seefeld ein Seminar bei dem es speziell um die o.a. Zielgruppe gehen wird. Weitere Infos gibt es hier oder direkt bei Markus Schauer per Mail.

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Wie ein Vogel auf dem Drahtseil

paraseat.jpgJedes Mal wenn Steven Haulenbeek auf irgendetwas wartete, war er - zumindest empfand er es so - von nutzlosen Stangen ohne Sitzgelegenheit umgeben. Und so entstand eines seiner ungewöhnlichen und zugleich praktischen Designs: Der Paraseat.

Eine Beschreibung erübrigt sich, das Bild erklärt alles. Stevens Erfolgsgeheimnis sollte eigentlich Grundlage jedes Unternehmens sein:

The objects that I create are made for people, derived from people, and are imbued with significance and personality.

Ein Tipp: Steven sucht noch Produzenten und Vertriebspartner für mehrere seiner Designs…

Screenshot und Design: stevenhaulenbeek.com

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Wie promote ich ein Buch? Nessa Altura & die virtuelle Filmtournee.

Ich kenne einige, die schon lange vom eigenen Buch träumen, aber am Ende fehlte dann doch meistens die Überwindung, mit einem Verlag in Kontakt zu treten - man könnte ja abgelehnt werden. Verlag? Wir schreiben das Jahr 2007 und ein Buch herauszugeben funktioniert längst auch ohne!

vitabild.jpgEin Beispiel dafür liefert die mehrfach ausgezeichnete Autorin Nessa Altura und legt sogar noch einen Ansatz für eine gelungene Internet-PR nach.

Verlegt hat sie den Roman ‘Die 13. Klasse’ über BooksOnDemand, die PR Idee hat sie bei diesem Werbeprofi selbst recherchiert. Schüler haben Kurzfilme gedreht und diese ins Netz gestellt. Jetzt schickt Nessa die Filme auf eine virtuelle Buchtournee. Die insgesamt 20 Filmsplitter touren durch verschiedene Blogs, und geben Eindrücke in die Inhalte des Romans. Eine Mischung aus Business-, Literatur- und Kulturseiten soll den Zugang zu einer möglichst breiten Zielgruppe sicherstellen.

Warum Nessa auf die Unterstützung eines Verlages verzichtet hat, erzählt sie im Interview mit Burkhard Schneider im Best Practice Business Blog:

Ich habe nicht lange herumgesucht – ein, zwei große Verlage habe ich angesprochen, aber als ich Skepsis gespürt habe, habe ich mir gesagt, dass ich mir die Erfahrung des Buchmachens auch einmal selber gönnen will. Kleinere Verlage hätte ich sicher von meinem Projekt überzeugen können. Ich weiß aber, dass es da oft kein Budget für Werbung gibt und der Autor selbst tätig werden muss. Warum dann also nicht gleich alles selber machen? Ich habe es nicht bereut, habe allerhand gelernt dabei.

Heute verlässt die Tour Deutschland und macht in Österreich Station - mit dem wunderschönen Kurzfilm Der fünfzigste Sommer. [Weiterlesen] »

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Die Antwort liegt irgendwo da draußen

IBM hat 765 CEOs aus Amerika, Europa und Asien zu ihren Innovationsstrategien befragt, und die Ergebnisse in einer Studie veröffentlicht.

Die Antwort liegt irgendwo da draußen
Original picture by Dani, Wellington, Australia via Flickr. Thanks for sharing!

Force an outside look…every time – Push the organization to work with outsiders more, making it first systematic and, then, part of your culture. [...] When asked which sources their companies relied on most for their innovative ideas, CEOs’ responses held some surprises.

quellen_innovativer_ideen.jpg

Business partners were right near the top of the list – just behind the general employee population. And customers were third, which means two of the top three significant sources of innovative ideas now lie outside the organization.

Internal R&D, on the other hand, was conspicuously buried much further down the list. Only 17 percent of CEOs mentioned it. [...] External sources were not only prevalent in the ranking of CEOs’ most significant sources of ideas, they also comprised a substantial portion of the overall quantity of ideas.

An und für sich nichts Neues, dennoch ist die Studie einen Blick wert. Die zwei zentralen Fragen bleiben weiterhin:

  • Wie binde ich meine Kunden in Innovationsprozesse ein?
  • Wie gelingt es mir Menschen aus Unternehmen mit unterschiedlichen Kulturen zur Kooperation zu motivieren, so dass eine gemeinsame Vision entsteht?

aus: Expanding the Innovation Horizon, IBM CEO Study 2006 (pdf Download)

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Internet-Werbebudgets schlagen Radio

radio.jpg
Foto: Flickr

…sagt ZenithOptimedia in einer Pressemitteilung [siehe hier]. Soweit sein soll es schon 2008. Ist das endlich der Anfang vom Ende des “Blödmann - Gekreisches” zum Frühstück? Wohl kaum. Trotzdem interessant:

  • ZenithOptimedia predicts internet adspend to overtake radio in 2008, a year earlier than forecast in December
  • The internet will grow six times faster than traditional media between 2006 and 2009 and increase its share of the ad market from 5.8% to 8.7%
  • All of the fastest-growing ad markets are in the Middle East and Central & Eastern Europe
  • These regions are growing at double-digit rates, compensating for an underperforming North America (Anm.: und auch Österreich, wo im Jahr 2006 laut Focus Media Research nur 1,2 Prozent der Werbeausgaben auf das Internet entfallen.)
  • World adspend to grow 5.2% in 2007, on par with long-term trend
  • Olympics, elections and football to lift growth to 6.2% in 2008

Ob die rasante Entwicklung auch an der Glaubwürdigkeit liegt? Kann “Werbung” überhaupt glaubwürdig sein? Die Antworten darauf überlasse ich den professionellen Werbern, in jedem Fall sollte man darüber nachdenken wenn die Werbeagentur nächste Woche wieder über Radiospots und Postwurfsendungen redet. Werbeplanung.at hat bereits im März auf eine Fokus Studie verwiesen und zusammengefasst:

60 Online-Werbemittel wurden abgetestet, um einen Vergleich zwischen Online und klassischer Medien hinsichtlich der Werbewirkung zu erhalten. [...] Vor allem beim Informationsgehalt (29 %), bei Verständlichkeit (28 %) und Auffälligkeit (17 %) kann Online-Werbung punkten und lässt klassische Werbemittel wie Print, Hörfunk oder Plakate hinter sich. [werbeplanung]

Ich weiß - ‘nur eine Studie’ und Guerilla Marketing Aktionen, Viralmarketingeffekte oder die Wirkung von Blogs und user generated content dürfte hier wohl nicht erfasst sein.

Dennoch ließen mich die Inhalte ein wenig Schmunzeln, weil auch wir uns erst vor einigen Tagen im Rahmen eines Beratungsprojektes gemeinsam mit einer Agentur gegen klassische Medien und für eine Kampagne im Internet entschieden hatten. Über den Widerstand der Immer-Schon-Dagewesen-Agentur zu schreiben erspare ich mir jetzt allerdings.

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Bewertungsplattformen, Blogs und Grafitti

Ein angenehmes Gespräch mit einem Hotelbesitzer aber wieder einmal die Frage: Warum und wozu haben Hoteliers eigentlich Berater und Marketingagenturen?

Der arme Mann hatte keine Ahnung von den Stimmen die im Netz über ihn kursieren - weder auf einer Bewertungsplattform, noch in 2 Blogs, noch kannte er die unglücklich getroffenen Bilder eines gebrochenen Wasserschlauchs die auf Flickr herumliegen - ordentlich getaggt mit dem namen seines Hotels.

Passend dazu ein wunderbarer Kurzbeitrag in Lynette’s FotoBlog, übrigens eines meiner absoluten Favoritenblogs - nur mal so als Tipp:

maerkte_sind_gespraeche2.jpg
Thanks, Lynette, very nice post!

These days I feel like I’m being irresponsible NOT to research services or products online when they’re more than a nominal cost… and even just 2 minutes surfing is enough to make up my mind to buy or keep looking.

So, no matter how glitzy your TV ad or outdoor campaign… if when I search on google the results reveal that there’s a chorus of complaints/problems being aired - and no apparent public response by the brand or supplier in question - then it raises serious doubts and more than once has stopped me purchasing.

Das Foto symbolisiert die Denke vieler traditioneller Marketer: Der Fokus der Medienbeobachtung liegt - und das nicht nur im Tourismus - noch immer bei klassischen Print-Medien. Aber wer achtet schon auf die vielen Graffiti’s. Hey, man kanns wohl nicht oft genug sagen: Märkte sind Gespräche. Auch - oder gerade - im Tourismus! Wie heißt es in dieser Studie der Österreich Werbung:

40% derjenigen die sich im Internet über finden die Informationen sehr glaubwürdig bis glaubwürdig und nur 6% glauben überhaupt nicht daran.

Auf einen Link zu den Kommentaren des eingangs erwähnten Beispiels verzichte ich bewusst, viel mehr überlege ich einen Link zu der beratenden Agentur… aber muss ja nicht sein - macht es einfach besser und verwendet bitte nicht bei jedem Kunden die gleichen Keywords zur Suchmaschinenoptimierung - die heben sich in manchen Regionen längst gegenseitig auf :-).

Ein kleines Positivbeispiel: Ich habe im Dezember über ein kleines innovatives Restaurant im Stubaital berichtet, einfach nur weil mit das Konzept der Wirtin des Restaurant Gletscherblick in Mieders gefallen hat. In der Region gibt es hunderte Gastronomiebetriebe, zum Teil mit hervorragenden und lehrbuchmäßig optimierten Webseiten. Aber: Uuuh, was steht bei Google auf Platz 1 [Antwort siehe hier]? Ein Blog - auch weil einige andere den Beitrag zitiert und das Restaurant verlinkt haben.

Die ersten Schritte kosten nichts - und öffnen ungenützte Chancen

Das Internet ist längst die ultimative “choice machine”. Alles ist für jedermann verfügbar geworden - und auch bewertbar! Es geht also nicht nur darum Content und Inhalte zu erstellen, sondern darum Vertrauen aufzubauen.

Wenn schon die Berater nicht auf die Idee kommen, dann eben selber mal nachsehen, was das Internet über mein Hotel hergibt! Ein absolutes Muss ist Google, Technorati schadet nicht und auch bei Flickr könnte man es hin und wieder mal versuchen.

Und auch wenn sich inzwischen Rechtsanwälte intensiv mit Plattformen und den Stimmen im Netz beschäftigen: Glauben Sie wirklich, dass sich tausende Negativstimmen so einfach klagen und entfernen lassen? Bis das soweit ist, ist es ohnehin längst zu spät und dutzende Kunden werden nie mehr bei Ihnen buchen! Sehen Sie Kritik und Beschwerden als Chance und überlegen Sie, wie es gelingt enttäuschte Kunden derart positiv zu überraschen, dass ihre Enttäuschung in Begeisterung überschlägt, und sie 25 Freunden erzählen, wie eindrucksvoll gerade Sie mit der Beschwerde umgegangen sind. Das hat nichts mit Internet zu tun und ist schon gar nicht meine Erfindung, sondern das ist Beschwerdemanagement pur!

Noch ein paar Gedanken zum Schluss…

Über Plattformen und Social Networks

Für touristische Querdenker unter den Lesern: Auf Plattformen in denen es nicht in erster Linie um Reisen sondern um Hobbies geht, lässt sich hervorragend netzwerken, und eine weiterempfehlende Community aufbauen.Eine (ganz kleine!) bunt gemischte Auswahl zum Reinschmökern:

Qype, Step Up Travel, Couchsurfing, JogMap, Cosmotourist, 43places, VCarious, Tripadvisor, MyTripz, Travelhiker, Tripmates, Contiki, Gusto, Travbuddy, und und und

64 million Americans used online sites last year to ferret out travel options.
Dabei stammt diese Zahl des Beitrages in der Washington Post sogar noch aus dem Jahr 2004.

Warum nicht als Hotelier seine Gäste aktiv bitten, Bewertungen im Internet zu hinterlassen, zum Beispiel am Notebook im Zimmer oder am Gästecomputer in der Lobby? Was kann schon passieren? Kontrolle ist ohnehin unmöglich:

Control is futile: If you give people control they will use it. If you don’t, you will lose it. [via Karin Schmollgruber]

Über Geotagging und Landkarten

Google Earth und Google Maps stehen schon länger am Speise- und Diskussionsplan jeder eTourismus-Veranstaltung, meist in Verbindung mit zu bezahlenden Softwarelösungen. Es gibt aber auch unzählige Map-Anwendungen in denen Sie Ihren Standort kostenlos eintragen können. Was das bringt? Sie nutzen auch die kleinste Möglichkeit, sich sichtbar zu machen, Ihre Auffindbarkeit in Suchmaschinen zu erhöhen, und öffnen neue Türen für einen Einstieg auf Ihre Homepage.

Trivop, Platial, Rrove, Tagzania, Plazes, Flagr, oder natürlich Google Maps. Hier funktioniert der Eintrag der eigenen Adresse zwar vorerst nur für Deutschland, aber auch Österreich sollte demnächst hinzu kommen. Bis dahin bietet sich die neue Funktion “Meine Karten” als hervorragende Alternative an.

Verwirrt? Überfordert?

Zugegeben, überall kann man sich nicht aktiv beteiligen, aber fragen Sie doch einfach Ihre Berater oder die Marketingagentur, welche Aktivitäten auf Basis Ihrer Positionierung Sinn macht. Sehen die Sie nur mit großen Augen an oder erzählen Ihnen gar, dass es viel wichtiger ist am neuen Flyer zu arbeiten und noch ein paar Tausend Euro in die letzte Verfeinerung der Homepage zu stecken, dann liegt der nächste Schritt einzig und allein an Ihnen.

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