Alle Einträge des Monats Mai 2007
Crowdsourcing für Viral-Videos: Die Filmbäckerei
Moviebakery ist ein neues Filmportal, das virale Werbeclips am Fließband produziert und seinen Kunden 10 (Amateur-)Clips zum Preis eines professionellen anbietet.
Wie das funktioniert: Ein Unternehmen bestellt auf der Website von Moviebakery seine Clips und überweist EUR 5.000. Jeder registrierte User reicht seine Ideen ein, und die Redaktion vergibt Produktionsaufträge für die zehn besten. Wird die Qualität der Videos als in Ordnung befunden, erhält der Produzent EUR 500 als Aufwandsentschädigung für dutzende Arbeitsstunden. Sind alle 10 Filme fertig, sind weitere EUR 5.000 fällig (macht gesamt EUR 10.000 per Vorauskassa), erst dann erhält der Kunde seine 10 Clips, die im letzten Schritt über unterschiedliche Videoplattformen verbreitet werden.
Martin Oetting hat auf Connected Marketing [siehe hier] seine Sicht der Dinge hervorragend zusammengefasst, und diskutiert v.a. Amateurhaftigkeit, sowie die Erfolgschancen von Viralclips in einer Zeit, in der täglich 60.000 Videos ihren Weg zu YouTube finden, und vor allem die mangelnde Einbindung von Unternehmen in die Konzeptphase. Am besten die ausführliche Diskussion selbst bei Martin nachlesen [siehe hier]. Den angerissenen Punkten stimme ich uneingeschränkt zu, v.a. was die Abstimmung mit dem Kunden betrifft:
Eine Kampagne in deren Vorfeld darauf verzichtet wird, Chancen und Risiken zu evaluieren, und bei der kaum Rücksicht auf bestehende Markenführungsstrategien genommen wird, ist wie ein Spiel mit dem Feuer. Weiters verzichtet der Kunde auf viele Chancen viraler Effekte im Vorfeld und im Zuge der Kampagne. Und genau das ist der Unterschied zu anderen Kampagnen [siehe Beispiele hier], bei denen die Clips von Anfang an Starthilfe erhalten, und als Nebeneffekt zudem eine Community aufgebaut und emotional an die Marke gebunden wird.
So wie Zooppa oder Spotzer [siehe Berichte hier bzw. hier] eignet sich Moviebakery v.a. für Unternehmen denen echte Crowdsourcing Kampagnen zu riskant sind, die aber dennoch mit einer nicht von der Hand zu weisenden Halbherzigkeit auf den Trend “User generated advertising” aufspringen, und sich einige Euro Produktionskosten sparen wollen - ist ja auch etwas, aber ob mir das das Risiko wert ist, dass die 10 Auserwählten für EUR 10.000 gänzlich an dem vorbei arbeiten was zu meiner Marke passt?
Foto: Flickr, thanks for sharing!
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):CrowdSourcing dienstleistung Marketing viralmarketing web2.0/social media werbung
Ähnliche Artikel
Benetton hat es wieder getan: Gewalt gegen Frauen
Wir erinnern uns alle an die für 80er und 90er Jahre Verhälntnisse schockierenden und Aufmerksamkeit erregenden Werbekampagnen [siehe hier] von Benetton. Starfotograf Oliviero Toscani tobte sich an der blutverschmierten Bekleidung eines bosnischen Soldaten aus, und spielte mit Emotionen hervorgerufen durch Krankheit, Sex und Gewalt. Die Folge waren zahlreiche Auszeichnungen, Diskussionen, Presseecho, Mundpropaganda, oder auch gerichtliche Verfügungen.
Als Toscani im Jahr 2000 zum Tode verurteilte Häftlinge in amerikanischen Gefängnissen ablichtete und der öffentliche Protest einen Höhepunkt erreichte, beendete Benetton die Zusammenarbeit mit Toscani. Nach einigen Jahren Pause scheint Benetton jetzt seine damals erfolgreiche Schiene fortzusetzen.
“Colors of domestic violence, Issued in public interest by United Colors of Benetton”.
Seien wir in diesem Fall froh, dass Benetton für die Kampagne nicht auf User generated advertising zurückgegriffen hat. Zuzutrauen wäre es den Schockwerbern durchaus gewesen…
via Ads of the world und Cherryflava
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):Marketing werbung
Ähnliche Artikel
Achtung Videos: Die 5 sehenswertesten Business Präsentationen
Hier etwas fürs Feiertags-Wochenende. Und auch weil ich für ein Seminar gerade nach Beispielen gesucht habe:
5 meiner “Favorite Videos” für Business Präsentationen.
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):humor innovation video
Ähnliche Artikel
Schreibt und liest Österreich Blogs?
Ein Beitrag über Business Blogs in Österreich, was so etwas bringen kann/soll und einige persönliche Erfahrungen mit diesem Blog. Weil der Beitrag diesmal etwas länger geworden ist, gleich ein Inhaltsüberblick:
- Bringt ein (österreichisches) Business Blog überhaupt etwas?
- Die andere Sichtweise - auch Österreich liest Blogs
- Österreich - bloggt da wer?
- Top100 Business Blogs - Österreich Anteil
- Bloggen oder nicht?
- Lesetipp: Was macht Corporate Blogs erfolgreich?
Das ist keine Studie und schon gar keine repräsentative Statistik über Österreichs Kleinbloggersdorf. Der Beitrag fasst lediglich ein paar persönliche Gedanken über eine kleine Seite in der großen Welt des Internet zusammen.
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):blog tourismus & gastronomie web2.0/social media
Ähnliche Artikel
Wie man seine Werbekosten um 75% senkt
Vor kurzem sorgte ein Amateur Video noch für Albträume im Hause KFC [siehe hier].
Jetzt ist genau das Grundlage für eine neue Kampagne - und eine (laut Eigendefinition) Revolution der Werbewelt.
Kentucky Fried Chicken is reinventing the commercial production process and celebrating its fans with a new ad that’s all about them.
Die Hauptdarsteller in diesem erstmals vor wenigen Stunden in der Werbepause des Quotenhits “American Idol” erstmals ausgestrahlten Video: Menschen die irgendwann bei YouTube, Google oder MySpace ein Video hochgeladen haben, von den KFC Werbern als würdig empfunden worden sind, die Marke KFC in die Wohnzimmer Amerikas zu tragen, und jetzt für wenige Sekunden zu Stars werden. Was sich die Marketer davon erwarten:
Many marketers are eager to find ways to add consumer-generated video into the mix because they think consumers identify with and enjoy real people doing real things. [USA Today]
KFC erfindet den Produktionsprozess von Werbespots neu und lehrt Agenturen, Schauspielern und Produzenten das Fürchten - oder erspart sich lediglich ein paar Dollar-Nullen an Produktionskosten.
Using that content in 15-second ads, however, shaves about 75% off the near-$200,000 average cost for such a commercial with professional video and can be made in about a third of the time. [USA Today]
Hier das Video “KFC Celebration” in voller (15 Sekunden) Länge. [Weiterlesen] »
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):CrowdSourcing google Marketing web2.0/social media werbung
Ähnliche Artikel
Papa, des isch a andre Zeit!
“Mia habn die Leit no nia vorschreibn kennen, wos sie über uns sogn. Oba heit, mit dem Internet … Woasch, I kenn mi ja nit aus. Aber i glab, heit kann jeder der ganzn Welt erzähln wos er will.
Früher, da hab’ma uns Sorgn g’macht, wos sie im Ort über uns tratschn. Donn sein die Illustriertn kemmen, und mia ham uns mit de Journalisten und de Schreiber guat gstellt. Aber heit… mia solltn die ganze Welt zu uns einlodn. Nit um alln zu zoagn, wia guat mia sein. Sondern um die Leit mitmachn z’lassn. Damit sie g’spürn, dass bei uns da, ganz was Tolles g’mocht wead. Dann kennen’s dahoam wos erzähln, Fotos herzoagn und a Freid werdn’s dabei a no habn. [...]
Aber woasch - meine Kinder de habn studiert. I bin nur a oanfacher Mann. Und de sagn immer zu mir: “Papa, des isch heit oanfach a andre Zeit.” Und wohrscheinlich habn sie eh recht. Mia g’fallt de Reklame jo eh a, de sie da g’mocht habn, mit dem [Anm.: ein Sportler]. Kennsch de eh, oder? …
Ich kenn sie leider nicht, aber egal. Das am Wochenende zufällig entstandene Gespräch mit dem 74(!)jährigen Senior Chef i. R. hat mich irgendwie beeindruckt - und schockiert zugleich…”
Falls jemand eine hochdeutsche Zusammenfassung braucht, muss ich Euch leider enttäuschen. Es ging schon beim Niederschreiben viel zu viel der ursprünglichen Stimmung verloren, und es soll nicht noch mehr werden. Eine Alternative wäre vielleicht dieses Video aus der Marketingabteilung von Microsoft, wo man sich auch Gedanken darüber macht, wie man den Dialog mit Kunden fördern kann…
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):Das Video zeigt Werber und Konsument als Figuren beim Date im Restaurant. Der Dialog einer zerrütteten Beziehung. Die Frau als Consumer macht es direkt am Anfang klar: “I want a divorce”.
Marketing presse & medien storytelling viralmarketing web2.0/social media werbung
Ähnliche Artikel
Crowdsourcing als Management-Ansatz?
Die Überschrift könnte genauso gut lauten: “Crowdsourcing als Rettung für Österreichs Fußball?“, denn als Österreicher verliert man in Zeiten dubioser Sponsorgeld-Zahlungen, Verhaftungen ehemaliger Präsidenten, Rangeleien um Lizenzen für die nächste Spielsaison oder diversen Kasperltheatern rund um Punkteabzüge irgendwie das Interesse an dem Sport…
…wäre da nicht bei Springwise ein Hinweis auf ein Experiment, das auch Österreichs Fußball mehr nutzen als Schaden könnte:
Crowdsourcing als Managementgrundlage eines Fussballclubs.
Wie das gehen soll? 50,000 Menschen sollen sich bei MyFootballClub registrieren. Jeder bringt 35 britische Pfund mit, so kommt eine Summe zusammen die hoch genug ist, um einen Club samt Management zu übernehmen (Crowdfunding). Welchen Club, entscheiden natürlich die User selbst.
Nach Abschluss des Kaufs, wird ein Management Team gebildet - eine Mischung exisitierender Funktionäre und den neuen Inhabern des Clubs. Für alle wichtigen Entscheidungen über Finanzen, Spielertransfers oder Stadionmanagement soll die die Weisheit der Vielen” genutzt werden. Und auch wenn es um den Spieltbetrieb geht, sollen Amateur-Manager für Fragen rund um die Aufstellung, Taktik oder Auswechslungen konsultiert werden. So wird endlich jeder besserwissende Fußballfan zum mit-entscheidenden Trainer.
You will vote on team selection and formation. You will also have a say in tactics, by voting for your preferred style of play and substitutions depending on match situations. The Head Coach will field the 11 players, formation and tactics chosen by MyFootballClub members.
To help your decision-making, the Head Coach and players will give regular video briefings. There will also be reports from the training ground and members can submit Opposition Scouting Reports.
You will vote whether to approve or veto transfers in and out of the football club. You will also be able to suggest potential transfer targets and submit Player Scouting Reports.
You will vote on how to allocate club funds, whether it’s on transfers, youth policy or the stadium. You will also vote on major club decisions, such as which kit manufacturer to use.
Laut den Grundtheorien von Crowdsourcing soll die Entscheidungsqualität von Vielen ja über derer von Wenigen liegen. Zumindest dann wenn einige Regeln eingehalten werden, wie z.B. diese: Meinungsvielfalt, Unabhängigkeit, Dezentralisierung und Aggregation der Ergebnisse.
Für gewöhnlich bedeutet Durchschnitt Mittelmaß, bei Entscheidungsfindungen dagegen oft Leistungen von herausragender Qualität. (James Surowiecki, “Die Weisheit der Vielen” - siehe Buchempfehlung in der Seitenleiste)
Dass bei MyFootballClub die Letztentscheidung bei einigen Wenigen liegt, könnte der Begeisterung irgendwann den Wind aus den Segeln nehmen, zumindest dann, wenn die Entscheidungsträger die “Crowd” regelmäßig überstimmen. Die in einigen Bereichen gewisse Halbherzigkeit in der Umsetzung zeigt auch, dass Unternehmer und Unternehmen noch nicht ganz von den Thesen überzeugt sind, bzw. sich eine gewisse Portion “Besserwisserei” anmaßen - denn immerhin sind wir an diese Methode gewöhnt. Best Practice Beispiele echter demokratisch geführter Unternehmen gibt es im großen Stil eben noch keine.
“Alle Open Source Modelle haben einen Diktator. Auch wenn mir das Wort selbst nicht gefällt. Es braucht einen bestimmten Grad an Monarchie. Anders wären wir entscheidungsunfähig und zu langsam.”
(Jimmy Wales, Wikipdia Gründer. “The Queen of England”, “Diktator des Wissens”)
Vielleicht sind es kulturelle Hürden, die früher oder später zu Unlust, mangelnder Beitiligung, Diskussionen oder Zwist in der Community, oder gar zu einem Scheitern des Projekts führen - weil die (hohen?) Erwartungshaltungen der Fans unter Umständen nicht erfüllt werden.
Oder aber es ist genau jener Schlüssel, jene perfekte Kombination zwischen Beteiligung von Fans/Kunden (=Kundenbindung) und verbleibender Entscheidungsmacht des Managements, nach der manche Unternehmen schon lange suchen. All diese Fragen machen das Experiment interessant und verfolgenswert.
Ist MyFootballClub ein Spiel, oder ein ernst gemeinter revolutionärer Sportmanagement-Ansatz? Wir werden sehen. Bislang ist das Interesse an dem Projekt jedenfalls groß. In nur 2 Wochen haben sich bereits 22.500 Mitglieder registriert. Lassen wir uns überraschen wie konsequent das Projekt am Ende umgesetzt wird, und ob es als Beispiel für eine herausragende Crowdfunding- / Crowdsourcing Initiative, oder als interaktives Simulations-Spiel in die Archive eingehen wird.
Dass die Idee eines demokratisch geführten Fußballclubs nicht ganz neu ist weiß Burkhard Schneider. Warum, das liest man am besten direkt im Best Practice Business Blog nach.
www.myfootballclub.co.uk | Foto: Flickr
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):CrowdSourcing geschäftsidee innovation Marketing verrückt web2.0/social media
Ähnliche Artikel
SMS schützt Leben: Die €1 Lebensversicherung
Die südafrikanische Versicherungsgesellschaft Metropolitan Life bietet seit kurzem einen vielleicht weltweit einzigartigen Dienst an:
Eine Lebensversicherung um nur 1 Euro, die schnell und unkompliziert per SMS abgeschlossen werden kann. einahe unglaublich wenn man an das teilweise endlose Ausfüllen von Formularen und das Polizzenchaos (in zumindest meinem) Versicherungsordner denkt.
“Our research shows that many South Africans are aware of insurance, but often don’t take advantage of it because they think it’s unaffordable, or they have a financial glitch and skip a payment, so their policy lapses. With this kind of ‘pay as you go’ insurance, many lower income groups in under-serviced markets can get cover when they most need it.” Derek Pead, CEO of Cover2go
Schon während der Pilotphase ging die innovative Versicherungsgesellschaft neue Vertriebswege und bot die Polizzen direkt an Taxiständen an, denn Reisen ist in Südafrika nach wie vor mit einem wesentlich höheren Risiko verbunden als in anderen Ländern. Allein über Ostern starben fast 300 Menschen in Südafrikas Verkehr.
Cover2go (so der Name des Produkts) ist für jedermann leistbar und unbürokratisch erhältlich - deshalb sollte das Produkt auch funktionieren. Hier hat wohl jemand den Grundsatz Simplicity beispielhaft umgesetzt.
Technology Watch via passiertnix | Foto: Flickr
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):differenzierung finanzierung & versicherung geschäftsidee handy Marketing medizin & wellness
Ähnliche Artikel
Internet, Sex und Pornos: Milliardenmarkt USA
“Im Internet gibts doch nur Schweinekram!” - Wenn man diese Zahlen bei TechCrunch liest, könnte man es beinahe auch noch glauben:
- 89% aller Pornos werden in den USA produziert
- Die US Porno-Seiten generierten 2006 $2.84 Milliarden Dollar Umsatz
- Jede Sekunden geben Amerikaner 89 Dollar für Pornos aus
- 72% der User die Pornos konsumieren sind Männer
- Jeden Tage gehen 260 neue Porn-Sites online
Mehr Zahlen gibt es in diesem Video - eine etwas andere Möglichkeit übrigens, um sich auch grundsätzliche Statistik-Verweigerer anzusprechen :-)
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):couch video web2.0/social media
Ähnliche Artikel
IdeenCamp für Macher-Typen: WeissSee°2250

Im September 2007 werden inmitten der beeindruckenden Bergwelt Salzburgs Experten und junge Kreative zusammenkommen, um in kleinen Arbeitsgruppen umsetzbare Ideen zum Thema Nachhaltigkeit zu entwickeln - und DU kannst einer dieser 16 kreativen Köpfe sein!
Über das IdeenCamp WeissSee°2250 habe ich [hier] schon einmal berichtet. Jetzt gibt es mehr Details und vor kurzem hat die Bewerbungsphase begonnen.
Comdao Chef Hannes Offenbacher und sein Team haben die Latte hoch gelegt, denn gesucht werden vor allem Umsetzer! Genau deshalb finde ich das Projekt genial, denn Veranstaltungen bei denen immer gleiche Menschen auf noch gleichere treffen und bei denen viel zu viel geredet wird gibt es wie Sand am Meer. Und das Thema Nachhaltigkeit sollte in einer Zeit in der Klimawandel (endlich) zum Tagesthema geworden ist, oder in der immer mehr Menschen mit Begriffen wie LOHAS oder Kultureller Kreativität etwas anfangen können, genügend Engagement hervorbringen, um tatsächlich (kleine?) Zeichen setzen zu können.
Du…
• … bist nicht älter als 26 Jahre,
• … studierst oder hast dein Studium bereits abgeschlossen,
• … bist in Österreich, Deutschland oder der Schweiz gemeldet,
• … interessierst Dich für das Thema “Nachhaltigkeit ”
• … hast Kondition, bist schwindelfrei und trittsicher (für Aktivitäten in den Bergen)Fünfmal JA: Damit hast Du die grundlegenden Kriterien erfüllt, um Dich zu bewerben.
WeissSee°2250 ist kein Event, der Dir helfen soll, deinen Lebenslauf zu verschönern. Wenn das deine Motivation ist, dann spar dir die formal schöne Bewerbung. Als Bewerber des Typus „Praktikasammler“ hast Du keine Chance.
WeissSee°2250 ist ein IdeenCamp für junge Leute mit Mut, Engagement und Visionen. Wenn Du dich selbst nicht als Unternehmer- oder Machertyp beschreibst, dann wird es eng. Denn: Klares Ziel ist, die gemeinsam entwickelten Projekte auch tatsächlich und zügig zu realisieren.
Hier gibt es mehr über: WeissSee°2250, die kritischen Jury-Augen und die Teilnahmevoraussetzungen..
Viel Glück und ich hoffe wir sehen uns im September!
weisssee2250.comdao.org | Foto: Flickr
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):geschäftsidee LOHAS Marketing veranstaltungen & events weisssee
Ähnliche Artikel
PingPong für Mundpropaganda
Es ist ein Shop, ein Büro, ein Showroom und Sportpalast gleichzeitig. Das GrandOpening in New York.
Der Arbeits- und Spielplatz der kanadischen Brüder Ben und Hall Smyth verändert sein Aussehen alle 3 Monate - ganz genau so wie fast alles in den Straßen New Yorks. Heute ist es ein Tischtennis-Stadion, ab Juli vielleicht eine Bowling Halle, ein Kino oder ein Minigolfplatz. Der Raum kann für 3 Dollar 20 Minuten lang gemietet werden, oder man trägt dort private Turniere aus - dann spielen auch die Öffnungszeiten kaum noch eine Rolle.
Gag am Rande: Jeder kann sich bei der Tischtennis-Session selbst filmen und die Videos werden (fast) automatisch auf YouTube hochgeladen.
Street Action die nicht nur Spaß macht, sondern schon jetzt Kultstatus besitzt und den Brüdern jede Menge Mundpropaganda und Publicity einbringt. Das GrandOpening ist ein Beispiel für eine sympathische Idee, die relativ einfach ins eigene Geschäftsmodell integriert werden kann. Was das bringt erklären die beiden Kanadier in der New York Post so:
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):“You look around and see a lot of things that just blend in, so we thought it’d be fun to integrate our design business while also entertaining the community.”
community design erlebnis essen & trinken Marketing public relations
Ähnliche Artikel
Das Geld liegt auf der Straße
Die besten Ideen entstehen oft nur aus Zufall. Linda Katz aus Kansas wollte ursprünglich nur eine Website für ihre Familie aufsetzen und gab ihr den klingenden Namen Prairie Tumbleweed Farm. Den Rest erledigten Suchmaschinen für sie und schon bald tragen Bestellungen aus Alaska, Österreich, Großbritannien, Hong Kong, und sogar Indien ein.
Was Linda überhaupt verkauft? Tumbleweeds, jene vom Wind geformten Strohballen, die man aus jeder Duellszene von Western kennt. Zwischen 20 und 35 US Dollar kosten die Dinger, die zu dutzenden an Lindas Haus vorbeifliegen. Das einzige Kunststück liegt darin, sie einzufangen, auf der Webseite zum Verkauf anzubieten und zu verschicken. Mittlerweile verkauft Linda ihre Tumbleweeds sogar an Filmstudios und hat aufgrund der großen Nachfrage aus Japan sogar eine japanische Internetseite eingerichtet.
So einfach kann man schon im ersten Jahr 40,000 Dollar nebenbei verdienen! Wie meinte schon Chris Anderson in seinem hervorragenden Buch "The Long Tail": Es geht heute eigentlich nur noch darum, alles verfügbar und in Suchmaschinen auffindbar zu machen - denn Kunden gibt es für alles.
geschäftsidee long-tail web2.0/social media
Ähnliche Artikel
Ein Mini Cooper für ein Lächeln
“Zeig mir dein schönstes Lächeln und gewinn einen Mini Cooper”, sagt Unilever Italia und ruft jedermann/frau dazu auf, das Design der Verpackung seiner Mentadent Xperience mitzugestalten.
Hintergedanke dabei dürfte wohl weniger das Nutzen des Kreativpotenzials der eigenen Kunden sein, als vielmehr Aufmerksamkeit für Produkt und Marke zu schaffen.
Artisti del Sorriso: Früher nannte man Contests dieser Art ganz einfach Preisausschreiben: Sende uns ein Foto und gewinn einen Mini Cooper. Heute nennen es einige Crowdsourcing - weils im Trend liegt, bzw. weil Kunden das Internet (siehe Design-Konfigurator) verwenden sollen, um ihre Vorschläge zu entwerfen und die Bilder abzuspeichern.
“Nett” an der Aktion ist, dass Unilever für ein relativ emotionsloses Produkt versucht, eine Fangemeinde und Empfehlungsnetzwerke aufzubauen. Unverständlich jedoch gleichzeitig, warum man nicht wesentlich mehr Elemente des “Mitmach-Webs” nutzt, um virale Effekte zu pushen.
Trotz der beeindruckenden Zahl von bislang 1,500 Einsendungen (zur Erinnerung: Beim 1:1 vergleichbaren, viel diskutierten Beck’s It! waren es 750) gibt es international keine nennenswerte Erhöhung der Visibility von Marke oder Produkt im Internet - weder bei Google, noch bei Flickr, YouTube, Technorati, etc.
Chancen, die eine relativ hoch dotierte Kampagne eigentlich ganz anders nützen könnte und auch sollte, denn sonst bleiben Initiativen wie diese nichts anderes als eine einmalige Aktion ohne nachhaltige Marketing-Effekte.
www.artistidelsorriso.it | Foto: Flickr, thanks for sharing Jake!
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):CrowdSourcing design Marketing public relations web2.0/social media
Ähnliche Artikel











