Alle Einträge des Monats März 2008

Video fürs (Oster-)Wochenende: Children see…

Ich hatte dir das Video versprochen… und zu Ostern passt es.

Mehr Text erspar ich mich heute…

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Wer warst du? - Flachbildschirm im Grabstein

“Dinge die die Welt nicht braucht?” oder “so sehen Friedhöfe der Zukunft aus”? Diese Frage stellt sich auch Burkhard Schneider angesichts dieser Erfindung: Bildschirme in Grabsteinen.

digizerk.jpg

Ein Computer mit LCD Bildschirm wird in eine Aussparung am Grabstein eingesetzt. Strom kommt von einer Batterie oder der Sonne. 1-3 Minuten dauern die individuellen Infos über den Verstorbenen. Größtes Manko am derzeitigen Entwicklungsstand:

Täglich kann man den Computer etwa drei mal in Betrieb setzen. Im Dunkeln und unter null Grad funktioniert das Gerät leider nicht.

Henk Rozema, Erfinder der digitalen Grabsteine, hat - wie es sich heute für neue Geschäftsideen gehört, natürlich auch ein Blog. In dem erzählt er, warum seine Idee ein Erfolg werden soll:

Bei jedem von uns beginnt nach der Geburt der Hauptteil des weltlichen Seins Information. Die Geburt wird mit Kärtchen und Anzeigen bekanntgemacht. Die Heirat ebenso. Die letzten irdische Informationen sind Trauerbriefe und Traueranzeigen. Ist das wirklich die letzte Information? Nein! Informationen setzt sich auf Grabsteineinen oder Urnenwänden weiter fort. Was wir lesen ist die Summe des Lebens. Auf einer Grabplatte kann man den Namen des Verstorbenen, das Geburtsdatum und den Todestag hinterlassen. Manchmal auch Bibeltexte,Gedichte und letzte Grüsse. [...]

Grabplatten sind oftmals mit vergilbten Fotos und Bilder auf Emailschildern verziert. Auf Kindergräbern legen wir Teddybären oder Puppen. Um die Erinnerungen lebendig zu erhalten, möchten Hinterbliebene für geliebte Menschen eine Gedenkstätte einrichten, die mehr aussagt als ein Grabstein.

Die Digigrabplatte ermöglicht es uns mehr über unsere geliebten Verstorbenen in Erinnerung zu halten. Eine Grabplatte mit dem Namen und weiteren digitalen Informationen wird wahrscheinlich mit mehr Interesse und Besinnlichkeit besucht werden. Mit einem Computerprogramm könnten wir zum Beispiel persönliche Erlebnisse, Beruf, Lebensverhältnisse, Gedichte und Bibeltexte viel informativer darstellen, als es mit herkömmlichen Grabsteinen möglich ist.

Zu teuer? - Es geht auch günstiger

Wem die Idee grundsätzlich gefällt aber mit rund EUR 5.000 (noch) zu teuer ist, der kann sich vorläufig auch mit Semacodes weiterhelfen. Regelmäßige ANDERS|denken Leser wissen was ich meine, andere schauen bei diesem Beitrag vorbei.

www.digizerk.eu

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Die schlimmsten Popstars (und Unternehmer)

Mal wieder etwas für die Kategorie einfache Geschäftsideen (die als Hobby ihren Anfang nahmen…)

Was bei uns Popstars, DSDS oder Starmania ist bei unseren Freunden über dem Teich “American Idol“.

Dave Della Terza schien die Sendung wohl nicht wirklich gefallen zu haben und quasi aus Notwehr setzte er die Internetseite “Vote for the Worst” auf. Eine Seite auf der es regelmäßig Abstimmungen gibt, wer wohl zu den Schlechtesten der jeweiligen Staffel gehört.

schlechte_unternehmer.jpg

“Fans” warb er von Online Diskussionsforen zur Sendung ab. Schon bald war seine Webseite ein Quotenhit und wird wohl bald monatlich mehr als 3 Millionen Zugriffe verzeichnen.

“It didn’t start out as a moneymaking venture; it wasn’t an attempt to leech off the ‘American Idol’ brand,” Mr. Della Terza said. “It started as a joke. But people really enjoyed it.”

2007 verdiente Dave bereits über 40.000 Dollar an Werbeeinnahmen. Einfach aber clever…

Warum das Beispiel?

Dave hatte mehrmals versucht die Idee für andere Shows zu klonen, der Erfolg war jedoch ausgeblieben.

Dieser Hinweis ist vor allem für eine meiner Leserinnen die mich mehrmals per Mail davon überzeugen wollte dass ihre Dienstleistung sehr wohl ein durchschlagender Erfolg werden müsse, weil es bereits hunderte gleiche Angebote gibt, von denen manche sehr wohl Erfolg haben. Dass dies aber vor allem jene sind die sich in irgendeinem Punkt von den vielen anderen unterscheiden, will sie aber immer noch nicht hören.

Die ganze Geschichte zu Vote for the Worst gibts hier.. Website: www.votefortheworst.com

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Aus dem Alltag: Datenwahn und Einfachheit

In 3 Projekten gleichzeitig diskutiere ich derzeit über Sinn und Unsinn von zu vielen Fragen auf Registrierungsformularen.
“Irgendwann wäre doch vielleicht einmal interessant…”

usability.jpg

So einfach es aussieht - dennoch weiß Google heute alles über uns, oder? Danke an Martin und Jens für den Hinweis, denn diese Grafik geht in die selbe Richtung und sagt mehr als alle Worte dazu.

Und dann erinnere ich mich noch an das verdutzt hilflose Gesicht eines Werbers der im Rahmen eines ganz anderen Projektes die Frage nach der Zielgruppe stellte. In seinen Unterlagen: Jede Menge gekaufter Adressen fürs erste Mailing an 20-40jährige.

“Unsere Zielgruppe beschreibt sich ganz einfach”, schmunzelte Gerhard Rubatscher. “Young at heart.” - “Ja,… aber … wie erreichen wir die?” Ich dachte Werber wären kreativer…

Grafik ReadWriteWeb

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Der Urlaub beginnt im Internet

bitkom_urlaub08_downld.jpg
Eine interessante Studie für alle Touristiker die fürs Durchsetzen von Internet-Marketing Budgets noch immer Studien brauchen.

15 Millionen Deutsche buchen ihren Urlaub online

  • Buchungsraten steigen seit 2003 von 6% auf 38%
  • Beliebtestes online gebuchtes Urlaubsland: Spanien
  • Ränge 2-5 Ägypten, Türkei, Tunesien, Deutschland
  • Top 5 Städte: Rom, New York, Berlin, London und Wien
  • 71% der Deutschen über 14 Jahren mit Internet-Zugang haben vor der Buchung das Internet für Preisvergleiche genutzt.
  • 4,5 Millionen haben eine Unterkunft per Internet gebucht.
  • 3 Millionen Flugtickets wurden über das Netz verkauft.
  • 2,6 Millionen Surfer buchten eine komplette Reise – entweder pauschal oder im Baukastenprinzip.

Befragt wurden 7.800 Deutsche - eine durchaus repräsentative Grundgesamtheit. Die Zahlen stammen aus der Studie „Reiseanalyse 2008“ (Details siehe hier), nachstehendes Chart aus einer meiner Präsentationen…

Online Reisebuchungen "Silver Surfer"

Quelle und Grafik: BITKOM

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Video fürs Wochenende: Jill Bolte Taylor, Hirnforscherin

Den Unterschied zwischen rechter und linker Gehirnhälfte kennen die meisten von uns. Zumindest in der Theorie.

Jill Bolte Taylor ist Hirnforscherin. Auf der diesjährigen TED Conference hat sie eine emotionale und faszinierende Rede gehalten, was passiert wenn eine der beiden Hälften nicht mehr funktioniert. Sie erzählt aus einer eigenen Erfahrung und beobachtet man die letzten der 18 Minuten des Videos könnte man meinen, sie erlebe die Erfahrung gerade noch einmal.

Hervorragende Präsentation - nicht wie aus dem Lehrbuch sondern so wie sie das Leben schrieb, und genau deshalb fesselt Jill ihr begeistert berührtes Publikum von der ersten bis zur letzten Sekunde.

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Kostenloses Ideen Hörbuch

ideentoweronair.jpgDie Kollegen vom Ideentower bieten ab sofort monatlich einen Ideen- und Inspirationspodcast zum kostenlosen Download an: Ideen immer und überall…

“Mit Ideentower ONAIR gibt es ab sofort einmal pro Monat ausgewählte Artikel zum Anhören z.B. beim Sport, im Auto, in der Bahn oder am Strand.”

Besonders freut mich natürlich dass neben inspirativen Beispielen aus dem Ideentower und Best Practice Business Blog auch immer wieder Beiträge von ANDERS|denken dabei sein werden.

Zur Folge 1 von Ideentower ONAIR gehts hier…

Nachsatz für meine kritische Diskussionspartnerin von gestern:
Das meinte ich mit “So funktioniert das Grundprinzip von Web2.0“:
Stell Anderen (brauchbare) Inhalte zur Verfügung anstatt sie in deinem Schreibtisch zu versperren, und diese werden sie (nachdem sie sie ebenfalls für nützlich eingestuft haben) für dich verbreiten ;-)

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Kopfgeld auf Verkaufstalente: Menschen im Vertrieb

verkaufstraining.jpgEnde 2006 haben sich Hans Bachinger und Gergely Hernady selbständig gemacht und “Menschen im Vertrieb” gegründet. Das Unternehmen coacht und vermittelt Verkäufer, aber nur “die Besten der Besten”.

Die hohen Ansprüche gründen auf der langjährigen Vertriebserfahrung in der Automobilbranche. Weil die beiden Unternehmer bei der Suche nach Verkaufstalenten nicht überall gleichzeitig sein können, hatten sie die Idee eine Talent-Scout-Community ins Leben zu rufen.

500 Euro, bar auf die Hand und das, für jede erfolgreiche Vermittlung!

Wie funktioniert das System? Menschen im Vertrieb sucht Verkaufsgenies für Unternehmen jeder Größe. Die “freiberuflichen” Scouts werden per eMail verständigt, wenn ein offener Job in ihr Einzugsgebiet fällt.

Wenn diese Scouts uns dann den Namen und die Kontaktdaten, eines passenden (und wechselwilligen) Talentes, übermitteln und wir diese Person nach unserer Evaluierung erfolgreich an ein Unternehmen vermitteln können, wird dies dementsprechend honoriert.

Mitmachen kann jeder. Ob auch schon Personalmanager Menschen im Vertrieb zur Aufbesserung Ihres Einkommens nutzen wollte mir Hans Bachinger in unserer letzten Besprechung aber nicht verraten ;-)

Menschen im Vertrieb erinnert an das Beispiel von Frankfurt Locations (siehe hier). Auch dort nutzt ein Unternehmer clever und zu fairen Teilnahmebindungen das Crowdsourcing Prinzip, um die eigene Datenbank zu füttern - das Herzstück von Personal- oder Locationvermittlern. Auch XING nutzt Bachinger clever, indem er dort eine Diskussionsgruppe mit bereits über 350 Mitgliedern moderiert.

Mehr Infos gibt es auf der Homepage oder auch im Corporate-Blog, in dem Hans Bachinger täglich Tipps über alles rund um Verkauf und Vertrieb gibt.

www.menschen-im-vertrieb.at
www.menschen-im-vertrieb.at/blog

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Die längste Bar der Welt

So einfach kann Tourismusmarketing sein.

  • Mach 400 Schülern Lust auf einen Eintrag ins Guiness Buch der Rekorde.
  • Sie bauen für dich die längste (Schnee-)Bar der Welt (610 Meter),
  • arbeiten kostenlos und dennoch hoch motiviert als Barkeeper, Animateure und Werbeträger,
  • Gäste und vorbeifahrende Urlauber sind begeistert, und
  • Presse und Fernsehen haben ihre Freude daran über dich zu berichten.

schneebar-kaltenbach-2008-296.JPG
Die längste Bar der Welt erstreckte sich 2 Tage lang über eine Länge von 610 Metern über die 2 Gemeindegebiete Kaltenbach und Aschach im Tiroler Zillertal.

Am ersten Tag gab es ausschließlich alkoholfreie Getränke. Die von den Schülern der Zillertaler Tourismusschulen zum Getränke-Einheitspreis von 2 EUR erwirtschafteten Erlöse kommen der Organisation Licht ins Dunkel zugute. [Fotos]

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Die preiswertesten Lebensmittel des Landes

Preisvergleichsplattformen im Internet sind nicht unbedingt eine Neuheit, dennoch ist mySupermarket einen Beitrag wert. Es geht um eine Branche die von Internet-Preisvergleichen bislang relativ verschont geblieben ist: Supermärkte.

mysupermarket-screenshot2.jpg
Bei MySupermarket können (britische) Konsumenten ihren geplanten Lebensmitteleinkäufe in einen virtuellen Einkaufswagen legen und den tagesaktuellen Kassapreis der 4 größten Handelsketten des Landes direkt vergleichen.

mysupermarket-screenshot.jpg
Zu jedem Produkt werden Gewicht/Verpackungseinheit, Sonderaktionen, Inhaltsstoffe und Kalorien angezeigt. Ein Ampelsystem gibt einen schnellen Überblick über den Fettgehalt des Einkaufswagens oder ob die gewählten Lebensmittel glutenfrei sind oder nicht.

preisvergleich.jpgDer Preis-Detektiv unterbreitet auch gleich Vorschläge ob das Ausweichen in einen anderen Shop Preisvorteile bringt. , bzw. welche Produkte mit “weniger gesunden” Inhaltsstoffen durch bessere ersetzt werden könnten, gibt also auch gleich Tipps zum eventuellen Wechsel von bislang aus Gewohnheit (oder aus Preisgründen) gekauften Kalorien-Bomben.

einkaufswagen.jpg
Natürlich kann man am Ende des virtuellen Einkaufs seinen Einkaufszettel direkt an die Händler senden, verdient mySupermarket Bonuspunkte und bekommt die Waren am Wunschtag ins Haus geliefert.

Im von den Konzernen Spar und Rewe dominierten österreichischen Lebensmittelmarkt wird es zwar noch einige Zeit dauern bis Preise und Kalorien ähnlich transparent bzw. einfach vergleichbar werden wie in England, aber vielleicht wäre genau eine solche eine erste Antwort auf Aussagen wie “Im Handel fehlt es sicherlich nicht an Wettbewerb.”

www.mysupermarket.co.uk

PS: Hier noch der nicht ganz jugendfreie und in die Kategorie “Banned Commercials” fallende Werbespot von mySupermarket… [Weiterlesen] »

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Video fürs Wochenende: Die Geschichte des Krieges

Food Fight is an abridged history of war, from World War II to present day, told through the foods of the countries in conflict. Watch as traditional comestibles slug it out for world domination in this chronologically re-enacted smorgasbord of aggression. (via Nerdcore)

Nach so viel Burger-Gewalt etwas Beruhigenderes. Wahlkampf von seiner (musikalisch) schönsten Seite…

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Mobile Zahnärzte

Wer kennt sie nicht die Angst vor dem nächsten Zahnarztbesuch. Aber wenn du schon nicht zum Zahnarzt gehen willst, dann kommt er eben zu dir. Onsite Dental, die mobile Zahnarztpraxis, stellt ihre Zahnlaboratorien dort auf, wo die Zielgruppe sitzt. Und wenn das 9,000 Mitarbeiter der MGM Grand Kette in Las Vegas sind, hat sicher der 450.000 Dollar Truck schon von selbst bezahlt.

zahnarzt.jpg
Mit High Tech beladene Zahnarzttrucks touren durch amerikanische Metropolen, fahren direkt bei Unternehmen oder öffentlichen Einrichtungen vor und behandeln Patienten dort wo sie es wollen.

Ein Problem das Onsite Dental in jedem Fall für seine Kunden löst, egal ob für Patienten oder deren Dienstgeber: Zeitverlust durch lange Wartezeiten im Stau amerikanischer Großstädte.

Ähnlicher Beitrag: Der Internet Doktor

Fotos: www.onsitedental.com

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Mit Kundenkommunikation per Blog Umsatz steigern

porto-versandkosten.jpg
Am eDay ‘08 der Wirtschaftskammer Kärnten habe ich mit einem Unternehmer der gerade vor der unpopulären Entscheidung steht die Portokosten zu erhöhen eine kurze Diskussion geführt.

“Da wäre ein öffentlicher Dialog über ein Firmen-Blog doch geradezu ein Wahnsinn”, meinte der Unternehmer.

Wirklich? Überaus passend dazu dieses Beispiel, über das ich erst wenige Tage zuvor durch ein persönliches Schreiben eines Unternehmers erfahren hatte.

Der Nutzen offenen Dialogs mit Kunden

1998 gründete Wolfgang Meyer-Johanning die Firma Haus der Musik. Seine 35.000 Kunden schätzten sein Angebot nicht zuletzt wegen des portofreien Versands von Noten in ganz Deutschland. Musiklehrer gaben ihren Schülern die Empfehlung ihre Noten bei Wolfgang zu kaufen, weil es dort keine Mindestbestellmengen gab. Zumindest war das 10 Jahre lang so.

Im Jänner 2008 musste sich das Haus der Musik aber dann doch den stetig ansteigenden Portokosten für Kleinbestellungen hingeben und führte einen Mindestbestellwert als Portofreigrenze ein. Aber Wolfgang tat das nicht ohne vorab per Blog die Hintergründe und Alternativen zu erklären und den Kundennutzen einer Erhöhung der Versandkosten herauszuarbeiten.

alternativen.jpgDann folgte aber noch ein mutiger Schritt, mit dem sich Wolfgang von plumpen anonymen “Die Kosten sind gestiegen, wir danken für Ihr Verständnis”-Schreiben vieler Unternehmen differenziert:

Per Blog startet er eine öffentliche, ungeschminkte und unzensurierte Diskussion mit seinen Kunden.

Durch die Videoansprache, eine offene, unzensierte Diskussion, für die es im Weblog eine Plattform gibt, haben wir den Kontakt zu unseren Kunden gesucht und hergestellt. Die Reaktionen: Sachliche Kritik wurde geäußert, doch es gab keine einzige Kundenbeschwerde bei bis zu 300 Auslieferungen pro Tag - und es gab einen Umsatzzuwachs von ca. 30% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Eines hat Wolfgang in o.a. Statement vergessen zu erwähnen, nämlich dass die Diskussion mit seinen Kunden auch zu konstruktiven Vorschlägen zur Verbesserung des Bestellvorgangs geführt hat. Welche das waren und wie sich die Diskussion entwickelt hat, liest man am besten selbst im offiziellen Firmenblog nach (siehe hier).

Video und Diskussion bleiben im Netz und werden sogar noch explizit verlinkt, und neue Kunden finden auf Anhieb eine (in persönlichen Worten des Chefs verfasste) Erklärung des Chefs höchstpersönliche, warum man beim Haus der Musik für Kleinstbestellungen Porto bezahlt. Der richtige Schritt um Vertrauen aufzubauen, seinem Unternehmen ein Gesicht zu geben und der Austauschbarkeit zu entgehen.

Versandfrei liefern, Portokosten Dritte bezahlen lassen

free.jpgEine andere Möglichkeit auch Kleinbestellungen weiterhin kostenfrei auszuliefern wäre noch jene, die Portokosten Dritte bezahlen zu lassen. Ein Beispiel: Ich finde einen Zeitschriftenverlag der ein für meine Zielgruppe lesenswertes Magazin herausbringt und biete an jeder Lieferung ein Kennenlern-Exemplar beizulegen.

Clemens Reitz, einer der wenigen österreichischen Finanz-Blogger, hat mir jüngst von so einem erfolgreich umgesetzten Beispiel eines Büroartikel-Versandhandels erzählt, wobei ich leider den Namen des Versandhändlers vergessen habe aber vielleicht folgt noch ein separater Beitrag dieses Beispiels.

(Leseempfehlung: Chris Anderson Wired Magazine, 25. Feb. 2008.
“Free! Why $0.00 Is the Future of Business”)

Nachsatz: Wie kam es zu diesem Beitrag

Ich bekomme täglich eMails oder Pressemitteilungen von Unternehmen und Gründern, die noch immer nicht verstanden haben (a) wie Blogs “funktionieren” und (b) worum es bei ANDERS|denken geht. Die meisten verfolgen reine Werbezwecke und landen noch vor dem Öffnen im Spam Folder.

Vom Haus der Musik erfuhr ich per Brief der mich (a) von der ersten Zeile an fesselte weil er mir (b) auf Anhieb erklärte worum es geht, (c) eine nachvollziehbare Geschichte erzählte und (d) für andere Leser dieses Blogs von Nutzen sein kann. Am eDay nannten wir das Mehrwert schaffen. Letzteres ist der Unterschied zwischen langweiliger Presseaussendung und dem Wert hier im Blog diskutiert zu werden.

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