Schreibt und liest Österreich Blogs?
Ein Beitrag über Business Blogs in Österreich, was so etwas bringen kann/soll und einige persönliche Erfahrungen mit diesem Blog. Weil der Beitrag diesmal etwas länger geworden ist, gleich ein Inhaltsüberblick:
- Bringt ein (österreichisches) Business Blog überhaupt etwas?
- Die andere Sichtweise - auch Österreich liest Blogs
- Österreich - bloggt da wer?
- Top100 Business Blogs - Österreich Anteil
- Bloggen oder nicht?
- Lesetipp: Was macht Corporate Blogs erfolgreich?
Das ist keine Studie und schon gar keine repräsentative Statistik über Österreichs Kleinbloggersdorf. Der Beitrag fasst lediglich ein paar persönliche Gedanken über eine kleine Seite in der großen Welt des Internet zusammen.
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Bringt ein (österreichisches) Business Blog überhaupt etwas?
Warum die Frage? Vor einiger Zeit hat mir im Rahmen eines Vortrags in Deutschland ein Teilnehmer erklärt, dass dort alles (mit Ausnahme der Berge) 10x so groß sei wie in Österreich - vor allem die Zugriffszahlen auf Internetseiten und Blogs.
Vielleicht hatte er mit dem (nicht ganz ernst!) gemeinten Kommentar gar nicht so unrecht. Nehmen wir dieses Blog als Beispiel: Auch wenn mein Blog lt. Technorati das meist verlinkte Österreichs ist, und es in der Liste der (deutschsprachigen) Blogcharts (leider!) immer noch das einzige auf weiter Flur ist, so liegen die Zugriffszahlen dennoch weit unter jenen anderer Business Blogs aus Deutschland.

Feedburner spuckt obige Zahlen an Abonennten dieses Blogs aus, also jenen, die ANDERS|denken täglich über Feedreader, Newsletter, etc. einen Besuch abstatten. Laut StatCounter kommen nochmal folgende hinzu:
Die andere Sichtweise - auch Österreich liest Blogs
Ein nicht ganz uninteressantes Detail: Heute liegt der Anteil der österreichischen Leser dieser Seite bei ca. 22%, jener aus Deutschland bei 65%. Der Rest verteilt sich auf andere Länder.
Vor 9 Monaten sah diese Zahl ganz anders aus. Das Verhältnis Österreich vs. Deutschland lautete damals 5% vs. 85%. (Kommentare über die passende Verhältnismäßigkeit dieser Zahlen zu einem zum Glück nicht anstehenden Fußball-Länderspiel Ö-D lösche ich übrigens :-)
Die Antwort auf die Frage, “Lohnt es sich ein Business Blog zu betreiben?” beantworte ich mit einer Gegenfrage: Entscheide selbst ob es etwas bringt im Internet gefunden zu werden, oder deinem Unternehmen Persönlichkeit einzuhauchen. Wenn ja: Könnten einige hundert bis tausend tägliche Leser nicht mehr bringen als 10-20 Besucher der Firmenhomepage?
Vor einem guten Jahr gab es dieses Blog nicht, und ich akquirierte neue Kunden wie so viele andere auch: Telefonate, Terminvereinbarungen und viele viele Einzelgespräche. Akquise dieser Art betreibe ich heute nicht mehr. Das Blog hat sie ersetzt. Unzählige neue Kontakte haben sich ergeben nicht nur zu neuen Kunden, vor allem zu faszinierenden Menschen oderPartnern mit denen man sich austauscht, gemeinsam an Aufträgen arbeitet oder sich einfach nur mal auf ein Bier trifft. Und regelmäßig meldet sich auch der eine oder andere Journalist und stellt Fragen über Themen um die es hier geht.
Ja, mein Leben und meine Arbeit sehen heute anders aus als vor 18 Monaten - ganz anders, und das obwohl das Blog ein österreichisches ist, und ich kein Blogger bin (derer gibt es grenzgeniale andere) - ich betreibe nur ein Blog und versuche regelmäßig Beiträge einzustellen.
Am Anfang war es vor allem ein Experiment, das irgendwann süchtig gemacht hat - und das heute zu einer wertvollen Datenbank für meine Arbeit geworden ist.
Datenbank deshalb, weil ein Klick auf eines der Stichworte die Vorbereitung von Vorträgen enorm verkürzt - oder verlängert weil sie zu vielen neuen Ideen führen :-)
Eine Datenbank die ich mit meinen Lesern und Kunden auch deshalb teile, weil ich daran glaube, dass sich Ideen und Inhalte nur so weiterentwickeln können. Wer sein Wissen lieber wegsperrt und fremde Felle (ich erspar mir hier die Querverweise ein letztes mal) als die seinen verkauft, soll es meinetwegen auch weiterhin tun und damit glücklich werden. Meine Erfahrung: Es geht auch anders!
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Österreich - bloggt da wer?
Mittlerweile gibt es auch in Österreich mehr und mehr Veranstaltungen zum Thema Web2.0, Angebote von Fachhochschulen, Unternehmen die betriebsintern das Thema zumindest schon mal diskutieren und jede Menge Beiträge in verschiedenen Medien.
Im aktuellen Bulletin (Ausgabe Mai 07), dem Magazin der Österreich Werbung gibt es mehrere Beiträge über Web2.0 und auch über Blogs. Zu Wort kommen darin einige Herausgeber österreichischer Blogs, vor allem aus dem Segment Tourismus. Dass es hier ein riesiges noch schlummerndes Potenzial für (ergänzende, nicht bestehende ersetzende!) Marketing- und Kundenbindungsstrategien gibt, habe ich in vielen anderen Beiträgen schon diskutiert, das jetzt nicht wiederholt werden.
Dennoch möchte ich kurz ein Zitat von Babsi Schreiner, neo-bloggende Wirtin aus dem Stubaital (”Gletscherblog”) in den Raum stellen:
Ich war am Anfang sehr skeptisch, ob ich die Zeit finden werde, das Blog zu füttern und den richtigen Stil zu finden. Aber schon nach ein paar Tagen machte es riesen Spaß, unsere Gäste redeten in der Gaststube darüber und erfanden sogar eigene Vorschläge für Beiträge. Kürzlich erhielten wir 2 Mails aus Deutschland, von Leuten die auf dem Weg in den alljährlichen Italienurlaub bei uns vorbeischauen wollen. Und dabei sind wir erst seit 2 Wochen im Netz!
First-mover Bonus? In Österreich hat man den erfahrungsgemäß immer noch, fragt sich nur wie lange. Und weil ich es in der Vergangenheit hin und wieder kritisiert habe: Endlich können auch immer mehr Marketingagenturen und Werbeberater mit den Begriffen Web2.0, Blogs, u.ä. etwas anfangen. Aber: Warum hat kaum eine dieser Agenturen selbst eine Web2.0 Strategie, geschweige denn betreiben sie Blogs die auch gelesen werden? Wein predigen und Wasser trinken?
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Top100 Business Blogs - Österreich Anteil
Genug der kritischen Betrachtung, sehen wir uns lieber jene österreichischen Blogs an, die in der erst heute aktualisierten Ausgabe der Top100Business Blogs Berücksichtigung finden, 3 davon haben es in die Top100 der deutschsprachigen Business Blogs geschafft:
(15) ANDERS|denken, Hannes Treichl
(88) Bredl bloggt, Telekom Austria
(96) store4dogs, Manfred Huszar (Welcome back, Manfred!)
In den Unterkategorien werden es immer mehr, dabei fehlen m.E. eine ganze Reihe die sich ohne Augenzwinkern Business Blogs nennen dürfen!
- ANDERS|denken, Hannes Treichl (Rang 2 von 67 Blogs in Kategorie Consulting)
- Selfmade in Austria, Ingrid Bressler (11/67/Consulting)
- *Radikale Innovation, Eduard Kaan (24/67/Consulting)
- *PR Trends Christian Burger, (31/67/Consulting)
- Websolutions, Ingrid Bressler (32/67/Consulting)
- store4dogs, Manfred Huszar (12/50/e-Commerce)
- innenleben, Christine Oertel (50/50/e-Commerce)
- Ernährung online, Michael Sinnhuber (13/29/Food)
- kreisrot rundschreiben, Kreisrot (22/28/GafikDesign)
- Bredl bloggt, Telekom Austria (18/108/IT)
- Knallgrau, Knallgrau (32/108/IT)
- IMHO, Thomas Lutz IBM (38/108/IT)>
- Hexagon, Hexagon (61/108/IT)
- virtual bites, Markus Pirchner (45/155/MarketingKommunikation)
- neugierig, Mörth & Mörth (92/155/MarketingKommunikation)
- Ed Wohlfahrt, Ed Wohlfahrt (152/155/MarketingKommunikation)
- FastenYourSeatbelts, Karin Schmollgruber (?/?/MarkKomm)
- *So Isses, Monika Meurer, Kärnten (5/26/Tourismus)
- Winzerblog, Weinviertel Tourismus (6/26/Tourismus)
- St. Anton am Arlberg, TVB St. Anton (9/26/Tourismus)
- *Gletscherblog, Barbara Schreiner, Stubaital (11/26/Tourismus)
- Möbel und Wohnen, Franz Zotter Möbelhandel (3/12/Bauindustrie)
- BlogMax, bauMax (10/12/Bauindustrie)
- Studium|Karriere|Weiterbildung, Michael Sinnhuber (7/18/Bildung)
- *Passiertnix, FINVEST (9/14/Finanzen)
Die mit (*) gekennzeichneten Blogs scheinen in der Top100 Liste derzeit unter falscher Flagge auf.
Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an Sigfried Hirsch und Klaus Eck für die super Zusammenarbeit, und auch an Thomas Lutz für die Korrekturen vom letzten mal!)
Egal wie man zu solchen Auflistungen stehen mag: Solange ich jede Woche auf mindestens ein Dutzend Leute treffe, die allesamt die selbe Frage stellen, nämlich: “Wo finde ich diese Blogs überhaupt?”, solange macht es absolut Sinn sich in Verzeichnissen wie den Top100BusinessBlogs und vielen anderen einzutragen! Wer ein Business Blog aufsetzt, um auch von anderen als ‘nur’ den eigenen Mitarbeitern gefunden und gelesen zu werden, sollte dort ruhig mal vorbei schauen und sich anmelden.
Irgendwann werden diese Verzeichnisse ohnehin aussterben - so war es schon vor knapp 15 Jahren, als ein Unternehmen nach dem anderen sein Homepage im “Internet für alle” aufgebaut hat. Auch damals gab es Listen, die sich irgendwann von selbst relativiert haben - weil eben von jedem Unternehmen eine Internetpräsenz erwartet wurde. Ein Déjà-vu? Lassen wir uns überraschen.
Hinweis: Weitere österreichische Blogs habe ich in meiner Blogroll aufgelistet [siehe hier]. Bei fast allen geht es um Business Themen. Vielleicht lässt sich der/die eine oder andere mit diesem Beitrag ja dazu verleiten, ein paar Worte darüber zu verlieren, was das Blog bisher gebracht hat. Wozu? Weil mir das jene Frage zu sein scheint, die derzeit Unternehmer, Journalisten und Studenten brennend interessiert. Links zu den jeweiligen Beiträgen könnt Ihr gerne in den Kommentaren am Ende dieses Beitrags hinterlassen.
Bloggen oder nicht?
Was man nicht liebt, kann man nicht machen. Da ging mir ein Licht auf, und ich sah recht gut ein, dass ich die Arbeit bisher als ein Geschäft behandelt hatte. J.W. von Goethe, Brief an Zelter, 30. Juli 1804
Ich muss mein Geld zum Glück nicht damit verdienen, jeden (Un-)Interessierten zum Bloggen zu überreden, ganz im Gegenteil: Wer nur auf einen Trend aufspringen will, der lässt lieber die Finger davon. Ob ein Blog zum Unternehmer / zum Unternehmen passt, und ob damit tatsächlich Unternehmensziele erreicht werden können, muss jeder für sich selbst entscheiden, da gibt es kein Standardrezept!
Von Herausgebern neuer Blogs erhalte ich immer wieder Mails mit Bitte, sie hier zu verlinken. Und weil ich mir die neuen Seiten i.d.R. auch tatsächlich einige Zeit lang ansehe, ein ganz persönlicher Kommentar dazu:
… und einfach nur “da” zu sein reicht nicht. Das gilt bekanntlich nicht nur für Blogs…
Was macht Corporate Blogs erfolgreich?
Dies ist vor allem ein Lesetipp für all jene, die es gerne noch einmal wissenschaftlich haben. Die Northeastern University hat in Zusammenarbeit mit Backbone Media Ende 2006 eine Studie mit dem Titel “Blogging Success Study” herausgegeben [siehe hier], in der versucht wurde die Erfolgsfaktoren von Corporate Blogs herauszuarbeiten. Kurz zusammengefasst werden dabei folgende Elemente angeführt.
- Kultur - Blogs als Möglichkeit der Darstellung und Verbesserung der eigenen Unternehmenskultur.
- Transparenz - Offenheit, Ehrlichkeit und Authentizität schaffen Vertrauen und sind eine Möglichkeit um , Kundenbindung aufzubauen.
- Zeit - Wer keine Zeit aufwenden will, wird auch kein erfolgreiches Blog aufbauen.
- Dialog - Die Fähigkeit und der Wille mit Kunden zu reden.
- Unterhaltungswert - Schreibstil, eine gesunde Portion Humor und die richtige Mischung zwischen Persönlichkeit und Objektivität.
Wenn Sie hier neu sind, können Sie mein Blog über diesen Link z.B. als wöchentlicher eMail Newsletter kostenlos abonnieren.
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44 Kommentare zu “Schreibt und liest Österreich Blogs?”
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23. Mai 2007 um 10:01 |
Hannes, vielen Dank für den super geschriebenen Beitrag.
23. Mai 2007 um 10:59 |
Toller Beitrag, vielen Dank dafür.
Zum Thema österreichische Blogs: Ist das wirklich ein Thema? Ich spreche eher von deutschsprachigen Blogs, denn in vielen Branchen gibt es diese Landesgrenzen ja gar nicht mehr.
23. Mai 2007 um 11:06 |
Danke Jörg!
@Christian, ebenfalls vielen Dank für das Kommentar!
Deutschsprachig: Wir beide reden auf jeden Fall vom gleichen! Auf das Thema kam ich im Rahmen einer Veranstaltung, in der mich einige - vor allem lokal tätige Unternehmer gefragt hatten, ob ein Blog auch für sie Sinn machen könnte.
PS: Und dann wären da noch jene Unternehmen, deren Internet-Abteilungen noch immer nach Ländergrenzen strukturiert sind. Weil ein Deutscher bei Google ja andere Ergebnisse findet als ein Österreicher :-)
23. Mai 2007 um 11:54 |
@Google: In der Tat findet ein Deutscher andere Ergebnisse als ein Österreicher. Nämlich dann, wenn der Österreicher auf google.at den Filter “Seiten aus Österreich” aktiviert :-)
Jetzt brauchen wir nur noch google.tirol, dann passt’s :-))
23. Mai 2007 um 15:11 |
Der Kärnten-Blog “So Isses” (5/26 Tourismus) kommt zwar zur Zeit noch aus Deutschland, da ich aber über ein österreichisches Tal schreibe und ab 1.8. da wohnen werde, sollten wir den Blog getrost als österreichisch betrachten. Oder schaust Du auch danach, welche Nationalität der Blogger hat?? :-))
23. Mai 2007 um 15:16 |
Na sicher, bis ins 5. Glied muss die Tiroler Herkunft nachgewiesen werden. Alternativ genügt die Abstammung von Andreas Hofer in direkter Linie. ;-)
SCNR
23. Mai 2007 um 20:24 |
Eine tolle Zusammenfassung über die gegenwärtige Blogszene in Österreich!
Da ich mich seit über einem Jahr mit diesem Thema intensiv beschäftige, möchte ich gerne aus dem Nähkästchen plaudern.
Seit zwei Tagen hat auch eine österreichische Bausparkasse ein Blog. Fragen wie: Was ist das Blog? Wer kontrolliert die Kommentare? u.ä. standen und stehen noch immer an der Tagesordnung. Generell hat das Marketing allerdings wenig Interesse an den Möglichkeiten, die sich eröffnen würden.
Das Frischeblog ist ein engagiertes Projekt von 3 Mitarbeitern einer kleinen “Kreativwerkstatt” in einem großen Konzern.
Ich möchte kurz erzählen, wie es dazu gekommen ist.
Im ersten Schritt implementierten wir vor zwei Jahren ein free sms Service. Ohne Werbung konnten wir eine breite Basis an registrierten Usern generieren und: diese User kommen täglich auf unsere Seite um das Service zu nutzen. Wir koppelten Spiele mit der Möglichkeit free sms für sein Konto zu gewinnen an das gratis Service.
Bei all diesen Aktionen taeppten wir allerdings im Dunklen, wie diese Angebot ankommen. Nur die steigende Userzahl bestätigte uns. Zeit für den nächsten Schritt: direktere Kommunikation mit den Usern.
Inhalt: Infos rund um Gewinnspiele (schnellere Reaktion und Einbindung der User), Arbeiten in unserer Abteilung (wer arbeitet eigentlich bei Wüstenrot), Veranstaltungen, Themenschwerpunkte wie “Wohnen” u.ä. Es soll eine persönliche Kommunikation sein - vielleicht nicht im offiziellen Wording, aber dafür authentisch!
Das Blog Projekt ist ein Versuch - wir gehen davon aus, dass wir zwar gelesen werden, allerdings nur eine handvoll User aktiv werden wird.
In jedem Fall ist das Blog ein Gewinn für uns: trotz CMS ist die Kommunikation über das Blog einfacher, schneller und komfortabler!
Würde mich interessieren, wie es anderen Unternehmen mit Blogs geht! ;)
23. Mai 2007 um 22:57 |
toller beitrag! Der Erfolg meines Blogs ist es vor allem, dass ich Leute wie dem Hannes Treichl begegne.
24. Mai 2007 um 12:48 |
Hallo Hannes, vielen Dank für Deinen tollen Beitrag. Wir werden beim nächsten Update der Top 100 verstärkt auf die Österreich-Blogs achten. Vielleicht gibt es hier an mancher Stelle einen blinden Fleck, weil viele deutsche Blogs seltsamer Weise nicht auf Österreich-Blogs verweisen. Und das Finanz-Blog http://www.wuestenrot.at/blog/frischegarantie/ wird im Juli ebenfalls dabei sein.
Gruß aus München,
Klaus Eck
24. Mai 2007 um 13:25 |
@ Christina Rittchen Mir gefällt das Wüstenrot-Blog vom Ansatz her, deshalb habe ich darüber jetzt auch im PR Blogger berichtet. Viel Glück wünsche ich Ihnen beim Start.
24. Mai 2007 um 13:36 |
Euch allen DANKE für die vielen Kommentare und Ergänzungen. Ich hab die Liste oben aktualisiert. Siggi liest hier bestimmt mit und ändert die Flaggen fürs nächste mal, stimmts, Siggi :-)
@Monika: Verzeihst du es mir noch einmal? Habs natürlich geändert.
@Christina: Danke für den Erfahrungsbericht. Freut mich dass er bereits zu ersten Ergebnissen geführt hat (siehe Kommentar 10 von Klaus Eck.
@Martin: DANKE Martin, ich werd gleich rot :-)
@Klaus: Bin gespannt was deine Blinde-Flecken-Analyse. Wir können uns gern mal über das Thema austauschen, ich finds auch interessant. Ich meld mich wenn ich das nächste mal in München bin.
24. Mai 2007 um 14:35 |
Sehr interessanter Beitrag. Danke Hannes.
24. Mai 2007 um 19:14 |
@Klaus: Vielen Dank für den Bericht! Ich hab übrigens sehr interessiert Ihren Vortrag am Web 2.0 Kongreß in Mainz verfolgt. Waren auch einige gute Tipps für unseren Start dabei! ;)
26. Mai 2007 um 18:25 |
[...] für den Kunst- und Kulturbereich? Hannes Treichl hat sich vor einigen Tagen in seinem Blog Anders denken mit den österreichischen Business Blogs beschäftigt. Unter anderem konstatiert er, dass in der [...]
28. Mai 2007 um 17:33 |
[...] eigener Sache: Wie ich bei Hannes in seinem Artikel: Schreibt und liest Österreich Blogs? nachlesen konnte, ist der s4d dog-blog unter den Top100 Business Blogs zu finden auf Platz 100. Das [...]
29. Mai 2007 um 21:46 |
Ein super Artikel. Manches spricht mir direkt aus der Seele, denn auch in (Süd-)Deutschland begegnet man noch oft genug der Frage “Wo findet man diese Blogs eigentlich?”…
Was ich aber auch erlebe: Einige Firmen sehen Blogs grundsätzlich positiv, scheuen aber den Zeitaufwand, den das Führen eines Blogs mit sich bringt. Das artet dann in Kosten-Nutzen-Diskussionen aus, die sich nicht sinnvoll zu Ende führen lassen.
Am Rande sei hier angefragt: Wollen Sie dem neuen Wüstenrot-Blog nicht etwas Nachhilfe in Sachen “Kommentare” geben? Ich würde dort gern kommentieren, aber deswegen logge ich mich doch nicht extra ein. Schließlich sind wir doch im Web 2.0, oder nicht?
29. Mai 2007 um 22:16 |
@Matthias
Danke für das Feedback und den Hinweis auf das Argument Zeit. Ja, sicher richtig dass das Führen eines Blogs mit einem gewissen Zeitaufwand verbunden ist, andererseits muss sich jeder überlegen, was ihm die Gespräche mit seinen Kunden Wert sind…
Die Kommentarfunktionen bei Wüstenrot lassen auch mir die Haare zu Berge stehen, es sei denn es eine Strategie sich vorhin erwähnten Zeitaufwand für Dialog zu sparen :-) Ausführlich diskutiert wird das Thema bereits bei meinem Kärntner Kollegen und BloggerFreund Ed Wohlfahrt [siehe hier]
30. Mai 2007 um 07:24 |
“Blogging success”: Best Practice bei Corporate Blogs (I)…
Eigentlich ist es erstaunlich, dass sich beim Bloggen in kurzer Zeit so etwas wie Best Practice-Regeln herausgebildet haben. Die [Blogging Success Study](http://www.scoutblogging.com/success_study/) der [Northeastern University](http://www.northeastern…
31. Mai 2007 um 17:52 |
@ Matthias & Hannes & alle kritischen “kommentier”-Stimmen
Das Thema “Kommentieren” ist im Unternehmen sehr kritisch beäugt worden. Vor einigen Jahren gab es extrem negative Erfahrungen mit einem Gästebuch - das hat seine Spuren hinterlassen. Die Einführung eines Blogs war daher ein etwas steiniger Weg.
Zu kämpfen hat man dabei mit Ängsten, die ich darauf zurückführe, dass moderne Kommunikationsformen nicht bei jedem User/Mitarbeiter in unserem Unternehmen durchgedrungen sind. Verbunden mit den negativen Erfahrungen, ist dies natürlich eine denkbar schlechte Basis, wenn man kreative und fortschrittliche Ideen umsetzten möchte.
Uns als Blogbetreiber war natürlich von Anfang an klar, dass diese Kommunikationsbarriere völlig gegen Blogregeln verstößt. Wir waren allerdings auch selber ein wenig überrascht, wie stark die Rückmeldung bezüglich kommentieren waren. Da wir eher unsere bestehende (registrierte) Community unter den Kommentarschreibern vermutet hätten.
Die vielen Rückmeldungen haben uns aber auch eine sehr gute Diskussions-Grundlage gegeben, um nun das Kommentieren für alle User ohne Registrierung zugänglich zu machen. Wir arbeiten gerade daran - ab morgen sollte dieser letzte Schritt dann auch getan sein! ;-)
31. Mai 2007 um 23:20 |
@Christina
Danke für die Einblicke in das Projekt und Eure Erfahrungen die Ihr bei der Integration gemacht habt. Und falls es dich beruhigt: Ihr seit bei weitem nicht die Einzigen die sie so gemacht haben :-)
Auch aufgrund deiner Ausführungen nehme ich aber nun einfach mal an, dass die “neue” Form des Dialogs bei Euch jetzt schon kulturelle (Umdenk?)Prozesse ausgelöst hat, und sogar noch Spaß machen dürfte, richtig?
4. Juni 2007 um 04:36 |
[...] Eine ganze Menge Antworten auf diese Fragen gibt jetzt Hannes Treichl, vielen bekannt von seinem ANDERSdenken Blog. [...]
10. Juni 2007 um 16:41 |
Hallo Hannes,
gratulation zu diesem Beitrag. Also wenn den selbst ein Blogger-Neuling zum Lesen bekommt, dann hat er binnen weniger Minuten eine Ahnung worum es beim Bloggen geht.
Toll - weiter so!
13. Juni 2007 um 15:43 |
naja, die frage, ob blog (speziell in ö) wichtig sind, kann man eh nur aus der persönlichen sichtweise beurteilen…
mittlerweile eignen sich blog für die gezielte informationssuche viel besser als diverse foren…
vor ein paar wochen noch hab ich nach einer fachzeitung gesucht…hab dann über google viele blogs gefunden, wo leute diesselbe frage gehabt haben…
komischerweise haben fast alle medianet als tägliche fachzeitung vorgeschlagen, aber das nur am rande…auf jeden fall sind blogs plattformen, wo gleichgesinnte viel effektiver miteinander kommunizieren können…
15. Juni 2007 um 13:43 |
Ich hatte bis vor einiger Zeit gar kein Interesse an Blogs, nur nachdem ich gemerkt hab, dass bestimmte Insider-Infos am besten unter Gleichgesinnten, was ein Thema betrifft, weitergegeben werden, bin ich zum Resultat gekommen, dass ein Blogg oft der kürzeste Weg zur gewünschten Info ist.
@ Bernd: Was für eine Fachzeitung hast du gesucht, für welchen Bereich? Ich finde es komisch, dass die alle Medianet genannt haben, weil man die ja nicht in Trafiken oder so kaufen, kann, sondern nur abonnieren. Außerdem ist diese Tageszeitung ja eigentlich für Profis konzipiert.
16. Juni 2007 um 00:59 |
Das Beste, das ich im letzten Jahr zum Thema blogs gelesen habe. Der (neue) Internet-Stratege der Österreich Werbung.
Danke.
18. Juni 2007 um 13:07 |
…naja profis, oder halt leute, die in den branchen aktiv sind…
ich kann mich noch an die wu-zeiten erinnern, wo wir öfters mit medianet-artikeln in der bibliothek recherchiert haben…
aber damals dacht ich mir noch, dass’ die zeitung in der trafik gibt…
anscheinend braucht man da ein abo…nix dagegen, aber hat wer ne ahnung, wie ma sowas macht…?
ich kenn solche abogschichten von diversen tageszeitungen, wos dich anrufen und minutenlang nerven, bist amal ja sagst…
18. Juni 2007 um 13:14 |
Also ich will ja nichts unterstellen:
Aber wird hier jetzt Werbung für Medianet gemacht?
Oder geht es um öster. Blogs?
18. Juni 2007 um 13:52 |
disclaimer: das ist keine, ich wiederhole: KEINE Werbung für medianet. aber selbiges gibt es auch als newsletter, und ob sich ein abo lohnt, das muss wohl jede/r für sich selber entscheiden. ich komme gut ohne aus (dafür möchte ich den newsletter nicht missen - da stehen immer so ulkige “experten”-kommentare drin.
19. Juni 2007 um 13:37 |
Das Abo ist ja nicht so schwierig, musst ja nur auf deren Seite gehen, also ein .at hintendran setzen und irgendwo findest dann einen Button mit Abo drauf, wo du dann drücken kannst. Das war jetzt auch keine Werbung!!! Bei uns auf der Uni gabs auch so tolle Zeitschriften, von denen ich jetzt 2 abonieren will. Aber da werde ich dorthin (Hauptuni)bemühen und mir von dort so ein Karterl mitnehmen, dann geht´s am leichtesten.
20. Juni 2007 um 10:19 |
@markus…naja, wenn man den newsletter unabhängig vom abo bekommen könnte, wärs ok,
aber in vielen fällen ist ein abo die voraussetzung für einen newsletter, nicht wahr?
zu blogs wollt ich hinzufügen, dass nicht nur ihre präsenz auf ofiziellen hps reicht, sondern va ihre eigenständigkeit wichtig ist…
und eigenständige blogs (geführt von privatpersonen) gibts in österreich (im vergleich zu deutschland) eher wenig…
20. Juni 2007 um 13:42 |
@bernd - newsletter/abo: kann sein. ich beziehe den medianet newsletter aber ohne ein abo zu haben. Zudem gibt es eine Website mit einem Auszug aus den aktuellen Inhalten.
In Ö gibt es 135.000 aktive Blogs, da sollte doch auch etwas Geeignetes darunter sein, denke ich. Prozentuell mit DE vergleichbar, auch wenn wir keine vergleichbaren “A-Lister” haben. Aber wer braucht die schon, wenn wir einen schönen long tail haben :-)
21. Juni 2007 um 14:56 |
@markus…da geb ich dir eh recht…wenn die qualität passt, kommts auf die quantität langfristig eh nicht an…
muss ich denen eine mail schreiben, wenn ich NUR den newsletter haben will?
22. Juni 2007 um 10:10 |
In Österreich hat sich die Möglichkeit Blogs zu eröffnen eben, vor allem unter Privatleuten noch nicht so herumgesprochen. Weiß nicht wie das in Deutschland beworben wird, aber dort gibt es um Vielfaches mehr an Blogs.
22. Juni 2007 um 13:09 |
@bernd - hm, weiß ich nicht. Versuch’ es einfach (am besten mit “Storytelling” ;-) - mit der richtigen Geschichte klappt es sicher)
@Sabine Meier - 135.000 aktive Blogs in AT, die Angaben für DE schwanken zwischen 1 und 1,5 Mio. Das ist genau der übliche 10er Faktor. Hat sich also was mit “Vielfaches mehr”.
22. Juni 2007 um 13:57 |
die korrelationen zwischen deutschland und österreich sind meistens signifikant…deshalb scheinen mir die 135000 realistisch…
trotzdem würd ich mir zb wünschen, dass ‘live’klickraten angegeben werden würden…
@markus…deinem smilie nach zu beurteilen meinst es nicht so ganz ernst…
den ’storytelling’trick werd ich trotzdem anwenden…auf deine verantwortung…:-)
22. Juni 2007 um 14:24 |
@bernd - wenn ich gut gelaunt bin, dann übersetze ich Gschichtldruck’n mit Storytelling. Daher der smilie.
Und das mit der Verantwortung: netter Versuch :-)
27. Juni 2007 um 16:03 |
’storypushen’ hätt ich ja noch verstanden…
aber mit storytelling hab ich geglaubt, dass ich denen auch noch ein cv schicken muss, um ein abo zu bekommen…:-9
4. Juli 2007 um 00:50 |
Der Artikel ist Motvation für den eigenen Blog - um endlich zu erzählen. Wenn schon ein Missgeschick (ich gestehe: ungeschickter Ski-Unfall) auf einem der österreichischen Berge dazu geführt hat, als Deutsche ein Business in Österreich zu gründen - so revanchiere ich mich gern umgekehrt gern in der Disziplin des Blog-Bergschreibens und schau (zu deutsch sehe) mal, ob dies naturgemäß mehr meinen Talenten entspicht.Danke für die Sportsgeist anspornende “Starthilfe”!
17. September 2007 um 16:25 |
[...] 10 Gründe gegen Hotel-Blogs | Marktchance Crowdsourcing Chance Web2.0: Tourismus und Gastgewerbe | Blogs in ÖsterreichSommer-Special: LOHAS Bestseller von Karl Gamper als [...]
16. Oktober 2007 um 19:41 |
Nicht dass ich an die rasende Bedeutung von Rankings glaube, aber es ist doch eine bodenlose Gemeinheit, wegen einer falsch gesetzten Landesflagge nicht als Österreicher anerkannt zu werden, oder? *grins*
Also: Reflections on Work & Life, http://franzkuehmayer.spaces.live.com, in den IT-Top-100 im guten Mittelfeld!
:-) lG Franz
29. Dezember 2007 um 08:56 |
Als Tiroler schon 15 Jahre in Deutschland lebend kam ich nach dem Begriff “Östereicher Blogs” hier zu deiner Seite. Ich habe mir nämlich überlegt einen Blog zum Thema “Österreicher in Deutschland” zu starten. Über die Blogger-Szene in Österreich hast du ja ausgezeichnete Infos hier.
4. Januar 2008 um 18:00 |
Hallo Hannes!
Ein schönes Beispiel dafür, welche PR-Effekte das Bloggen haben kann ist dieser Artikel im aktuellen A-la-Carte-Magazin:
http://www.alacarte.at/stories/index.shtml?1673
Nur mit seinem Produkt allein wäre keiner der darin genannten zu dieser Medienpräsenz (samt toller Fotos in der Print-Ausgabe) gekommen.
Grüße aus der Genuss-Business-Nische ;-)
Bernhard
11. Februar 2008 um 18:29 |
Ich bin zwar keine Österreicherin, betreibe aber einen Blog mit rein österreichischem Inhalt.
Mein Blog ist auch rein privat, weil ich das Land mag.
Dieser Beitrag hat mir wirklich viel geholfen und einiges gebracht.
Ich habe letzten selbst in meinem Blog ein paar Fragen zum Thema Österreich und Web 2.0 aufgeworfen. Da kannte ich leider diesen Blog noch nicht.
Die Liste mit den Blogs werde ich nun nach und nach ansehen, danke auch dafür :-)
26. Juni 2008 um 18:29 |
[...] Ursprünglich nur der Wunsch nach einer simplen Datenbank, um für Vorträge und Präsentationen schnell und gut sortierte Beispiele für außergewöhnliches Marketing und neue Geschäftsmodelle parat zu haben. (Mehr siehe auch dieser Beitrag.) [...]