Kontrolle über die Marke: Hillary 1984
“Viral heißt, dass sich eine Sache von selbst fortpflanzt. Wenn es sich dabei um Werbung dreht, dann ist das virale Werbung. Wenn es ein Produkt oder ein Unternehmensangebot insgesamt ist, dann ist das virales Marketing”, schrieb Martin Oetting kürzlich auf Connected Marketing.
Wunderbar aktuelles Beispiel für (nicht kalkuliertes?) virales Marketing: Hillary 1984 - eines der ersten Videos aus dem Wahlkampf zu den US Präsidentschaftswahlen 2008. Der Clip ist ein Verschnitt eines Apple Werbespots [siehe hier], der 1984 als Super Bowl Ad für großes Aufsehen und Diskussionen sorgte.
Warum ich das Beispiel hier bringe? Weil es eine Antwort auf eines der immer gleichen Argumente (”Wir wollen die Kontrolle über die Marke nicht verlieren.”) von Crowdsourcing- und Viralmarketing-Kritikern gibt:
Hillary Clinton’s Wahlkampfteam hat die Kontrolle verloren. An wen ist (noch) unklar. Angeblich nicht an ihren Gegenspieler Senator Barack Obama. Vielleicht an einen Computerfreak, der das in wenigen Tagen millionenfach angesehene Video selbst in einer Garage zusammengebastelt hat? Der San Francisco Chronicle schrieb dazu:
With presidential campaigns now poised to spend hundreds of millions of dollars in advertising that will blanket television before November 2008, this seemingly home-produced video — created with software and a laptop, and likely without the benefit of a team of expensive political consultants — opens a new window, Rosenberg said. It has dramatized a brave new world in which passionate activists outside the structure of traditional campaigns have the power to shape the message — even for a presidential candidate.
The ad is proof that “anybody can do powerful emotional ads … and the campaigns are no longer in control,” Rosenberg said. “It will no longer be a top-down candidate message; that’s a 20th century broadcast model.”
Eric Jaye, a San Francisco political consultant and key adviser to Mayor Gavin Newsom, said the sophisticated “Hillary 1984″ effort is the “best example yet” of a crop of viral videos that have blossomed on the Internet over the past 18 months.
Soviel zur absoluten Kontrolle über Marken.
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CrowdSourcing Marketing viralmarketing web2.0/social media werbung
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1 Kommentar zu “Kontrolle über die Marke: Hillary 1984”
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24. März 2007 um 17:04 |
Also für mich schließen sich Wahlkämpfe und Kontrolle per se aus. Ich durfte da auch schon so meine Erfahrungen machen. Als wahlwerbende, wahlkämpfende Gruppierung gaukelt man sich permanent vor, die Kontrolle zu haben, an den Dingen drehen zu können, Themen des notwendigen Spin zu verpassen. Davon lebt ja auch eine ganze Branche. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Würde mir jemand in einem Warroom erzählen, er hätte über dieses oder jenes Detail einer Kampagne “die Kontrolle” ich würde ihn schallend auslachen.