Verkehrslawinen als Quelle erneuerbarer Energie
Eine ägyptische Innovation soll im Vorbeirollen Strom erzeugen und tausende neue Arbeitsplätze schaffen. Das erhofft sich zumindest EEP (Egyptian Electric Padel) nach dem ersten Pilotprojekt in Kairo.
Die Idee: Die Energie vorbeifahrender Autos soll genutzt werden, um Strom zu erzeugen. Dafür sorgen unter dem Straßenbelag eingelassene Drucksysteme - Stromerzeugung zu 50% der heutigen Kosten. Eine Studie der EEP rechnet vor, dass beim Ausbau des Systems allein in Ägypten 250.000 bis 500.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden könnten.
Mit dem Projekt dürfte es dem Ingenieur Ihab Abdel-Karim gelungen sein, die Nachteile überfüllter und von Verkehr geplagter Straßenzüge, in einen Vorteil zu verwandeln. Eine 100 Kilometer lange Straße mit ‘nur’ 5.000 Autos pro Tag, könnte ebenso viele Haushalte mit Strom versorgen. Umgelegt auf die Inntalautobahn könnte der Transitverkehr somit fast eine Stadt in der Größe Innsbrucks mit Strom versorgen.
Das erste System wurde vor 3 Jahren in Kairo’s Josef Tito Street gebaut. Auch Politiker sind von den ersten Erfolgen begeistert. Die Innovation hätte ausreichend Potenzial, um auf weltweites Interesse zu stoßen. Al-Ahram schreibt dazu passend:
If the Egyptian Electric Pedal is to keep its first ‘E’, somebody will have to act fast.
Quelle: EEP via Al Ahram Weekly
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3 Kommentare zu “Verkehrslawinen als Quelle erneuerbarer Energie”
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31. Juli 2006 um 12:33 |
An Egyptian innovation that could change the world…
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13. Oktober 2006 um 14:53 |
Endlich mobil telefonieren dank Biodiesel…
Schon immer waren Engpässe der beste Treiber für Innovationen, das können wir ja auch bei Kontradieff nachlesen. So wohl auch in diesem Fall:
‘Ericsson und der afrikanische Mobilfunker MTN testen den Einsatz von Biodiesel für den Betrieb von …
15. Oktober 2006 um 13:40 |
Dieses Konzept ist interessant und hat sicher Potential. Man muss sich aber bewusst sein, dass es hier um eine Umwandlung der Energie aus dem Treibstoff der Autos in Strom geht. Das heisst, dass auch wenn der einzelne Autofahrer keinen zusätzlichen Benzinverbrauch feststellt, so ist die Energiequelle letzten Endes doch der Treibstoff der Fahrzeuge.
Die Idee macht aber dort Sinn, wo Fahrzeuge sowieso bremsen, das heisst etwa auf abfallenden Strassen oder vor Kreuzungen.