Slow down, hör zu, stell Fragen, besorg dir ein Gesicht!
Du hast den Text für deinen Elevator Pitch (was ist das?) hervorragend auswendig gelernt, mich 30sek vollgequasselt, mir erzählt wie großartig du bist, und was du schon alles gemacht hast, wie viele Entwickler in deinem Team arbeiten und welchen Trends deine Geschäftsidee folgt.
Aber du hast mir nie erklärt, was du mir bieten kannst, das mein Leben einfacher macht, unabhängig davon, ob ich nun dein Kunde werden soll, dir einen Geschäftskontakt vermitteln oder einfach nur Kritiker sein soll.
Weil das an einem Gründerabend beinahe schon quälend war, muss ich einfach wieder einmal dieses (Grundlagen-)Video ausgraben.
Der Teil mit dem Elevator Pitch kommt nach ca. 3 Minuten. “Do you wanna listen to an elevators pitch? Do you love giving your elevators pitch? Do you hate giving your elevators pitch?” (Michael Port)
Passt auch irgendwie zum Thema: Webseiten ohne Gesichter oder zumindest Namen der Mitarbeiter (ja, derer gibt es tatsächlich noch immer unzählige), mach ich meistens ganz schnell wieder zu, auch wenn ich noch so freundlich zur Kontaktaufnahme aufgefordert werde. Und info@… oder office@… eMail-Adressen klingen auch nicht gerade einladend. Wer schreibt schon gern “Sehr geehrter Herr Info”. Womöglich antwortet dann auch noch die Office Adresse “Ich bin eine Frau”. (Alles schon persönlich erlebt!)
Und zum Schluss noch ein Lesetipp für die Kategorie Fehltritte: Bei Robert Basic (mit dem ich mich in den Kommentaren dieses Beitrags schon einmal über Elevator Pitches amüsiert hatte) finden sich auch gerade 2 aktuelle Beispiele zum Thema “Soziale Kompetenz” (hier und hier).
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differenzierung Marketing Tipps video
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9 Kommentare zu “Slow down, hör zu, stell Fragen, besorg dir ein Gesicht!”
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23. August 2007 um 09:53 |
Interessantes Video, das wieder einmal die Theorie unterstützt: “Wer fragt, der führt.”
Und als Ergänzung: “Wer zuhört, weiß auch wohin das Gespräch führen wird.”
Grundsätzlich finde ich das Konzept des Elevator Pitches aber nicht so schlecht. Peinlich wird es nur, wenn dieses Konzept nach Punkt und Beistrich umgesetzt wird. Dann wirkt es aufgesetzt und hölzern. Beim Smalltalk, Netzwerktreffen und Neukundengespräche ist es meiner Ansicht nach aber sehr wichtig, dem Gegenüber in einigen wenigen Sätzen sagen zu können, was man so tut.
23. August 2007 um 12:01 |
Meine bescheidene Meinung dazu: Wenn man sich einen macht, dann hilft das, die eigene Argumentation zu schärfen. Und wenn man das erreicht hat, dann sollte man ihn ganz tief in der Schublade vergraben und niemals, aber auch wirklich niemals, jemanden damit belästigen.
23. August 2007 um 12:50 |
Danke Euch beiden,
Bin absolut Eurer Meinung: Das Formulieren hilft die Gedanken und auch bis zu einem gewissen Grad die Leistung zu kanalisieren, die Argumentation zu fokussieren und dann sinngemäß in eigenen Worten wiederzugeben. Auf das Wie kommt es eben an :-)
Sommergrüße in die Steiermark und nach Bayern!
23. August 2007 um 13:13 |
Aber Hannes, ich glaub ich muss mal wieder bei dir in Innsbruck vorbeischauen - ist ja schon wieder ein Jahr her - und dir auf der Landkarte zeigen, wo Kärnten liegt. Jedenfalls nicht in der Steiermark ;-)
Liebe Grüße
Andreas
23. August 2007 um 13:16 |
ooops, Andreas, sorry :-)
Vorbeischauen musst aber dennoch unbedingt wieder mal - würd mich freuen!
23. August 2007 um 13:19 |
Mache ich gerne, wenn es mich wieder mal nach Westösterreich verschlägt.
24. August 2007 um 16:03 |
[...] Treichl macht sich Gedanken über den Elevator Pitch. Alle sind sich einig: Gut um die Argumentation zu schärfen, dann aber besser niemand damit [...]
7. September 2007 um 10:01 |
[...] Pitch habe ich in diesem Blog schon öfters geschrieben. Hannes Treichl stellt heute einen Mitschnitt von einem Seminar von Michael Port [...]
29. September 2007 um 06:13 |
[...] für eigene Projekte entwickelt, kann am Ende des Tages eine Kurzpräsentation (Reminder: Michael Porters Elevator Pitch Video) ausgearbeitet werden. Auch wenn (abhängig von der Aufgabenstellung) jede Präsentation [...]