Wie mache ich ein Hotel “am Ende der Welt” erfolgreich?

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Nachdem ich im vergangenen Jahr über ein Positionierungs- und Differenzierungskonzepts des Ischgler Hoteliers Christoph Seiwald berichtet hatte (siehe hier) folgt ein Beispiel eines weiteren Spezialisierungsversuches aus dem Tourismus.

Das kleine Hotel Kirchdach liegt weder inmitten bekannter Tourismustäler wie dem Zillertal, Stubaital oder Pitztal noch am Fuße einer Skipiste eines großen Skigebietes. Gschnitz (siehe Google Maps) heißt der kleine Ort in dem der Hotelier Georg Pranger seinen Betrieb führt.

“Irgendwann saß ich mit meinen Freunden am Abend beisammen, und gemeinsam dachten wir nach der Geschäftsidee nach doch es drehte sich alles im Kreis”, erzählt mir Georg in einem Gespräch. “Im Radio im Hintergrund liefen die Nachrichten und es war eine Meldung, bei der wir wussten in welche Richtung wir denken könnten: Mehr als die Hälfte aller Ehen werden geschieden.”

Was folgte waren Wochen und Monate der Feinplanung, Partnersuche und Diskussionen mit seinen Beratern, in denen das Geschäftskonzept “Gemeinsam statt einsam” entwickelt wurde.

Zielgruppe sind (Ehe-)Partner die nicht mehr miteinander können, es aber noch einmal versuchen wollen. Schwerpunkt bildet ein 4 Tages Seminar das der Pschyologe Ulrich Kramer entwickelt hat.

Es geht um Paartraining. Das ist weder Therapie noch Beratung, sondern eine Schulung zur Selbsterkenntnis und Selbsthilfe. Die anwesenden Paare werden dabei unterstützt, Einsichten zu ihrer Situation zu gewinnen und die Befindlichkeit des Partners zu begreifen. Auf diese Weise entsteht der gewünschte Aufwärtstrend.

Ort des Geschehens ist weder ein langweiliger Seminarraum noch die kalte Praxis eines Psychologen oder Scheidungsberaters sondern das Hotel Kirchdach im idyllischen Gschnitztal.

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Weit abseits von Lärm und Hektik des Alltags, in Anonymität und mit einem Hauch von Urlaub. Pranger nutzt heute die ursprünglich als nachteilig empfundenen geografischen Gegebenheiten zum eigenen Vorteil.

“Wir haben das Rad ja nicht neu erfunden, Kommunikationsseminare gibt es viele. Aber ich habe mir einen Partner gesucht von dem ich persönlich überzeugt war und mein Hotel vollkommen auf die angesprochene Zielgruppe ausgerichtet. Jetzt muss es uns “nur” noch gelingen dass sich unsere Spezialisierung auch herumspricht.”

georg-pranger.jpgDer findige Hotelier denkt aber schon weiter. Warum überhaupt die Dachmarke “Gemeinsam statt Einsam” frage ich Georg und der lächelt.

“Weil wir schon jetzt daran denken das Konzept bald auf andere Hotels zu erweitern.”

Multiplikation als Schlüssel zu langfristigem Wachstum ohne Engpässe. Gut gemacht, Georg, hat uns allen Spaß gemacht mir dir zu arbeiten.

www.gemeinsamstatteinsam.info | blog.gemeinsamstatteinsam.info
www.kirchdach.at

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2 Kommentare zu “Wie mache ich ein Hotel “am Ende der Welt” erfolgreich?”

  1. Comment von Markus Schauer

    Hallo Hannes,
    ich freue mich über Euer neues Konzept und wünsche Euch viel Erfolg damit.
    Du weißt ja, ich bin ja immer auf der Suche nach neuen Konzepten. Ich habe einmal vor 4 Jahren ein Package im Tourotel entworfen “Vom Suchen und Finden der Liebe” inkludiert waren Nächtigung, Wien Karte und ein Coaching Gespräch mit einem Psychotherapeuten. Dieses Package hat sich leider nur 10 Mal verkauft. Aber ich denke es gibt jetzt einige Jahre später viel mehr Bedarf - Dungl bietet auch ein ähnliches Package an. Ich denke es wird gelingen und wünsche Euch alles Gute. Eventuell kann ich ja dann das Konezpt im Waldviertel umsetzen bin auf alle Fälle sehr gespannt und interessiert.
    lg
    markus

  2. Comment von Clemens

    Servus Hannes, ja das war eine tolle Zeit von der ersten Flasche Wein wo die Idee entstand - bis zur Markteinführung. Das Programm soll jetzt noch mit zwei neuen Seminarräumen auch räumlich ergänzt werden. Die Vorbereitungen laufen schon…

    Schöne Grüße,
    Clemens

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