Warum die Welt Wrigley’s kau(f)t
Marketing anno 1891 - Ein Stück Marketinggeschichte fürs Wochenende…
1891 war Wrigley’s auf die Produktion von Seife spezialisiert. Der 29jährige William Wrigley Jr. legte jeder Seife ein kostenloses Päckchen Packpulver bei - als Anreiz für Händler, seine Produkte ins Sortiment zu nehmen. Schon bald kauften Konsumenten Wrigley’s vor allem wegen des Backpulvers.
Also stieg Wrigley’s ins Backpulvergeschäft ein, und wandte den selben Trick noch einmal an. Diesmal legte er jeder Packung zwei Streifen Kaugummis bei, und wechselte 1893 ein weiteres mal sein Kerngeschäft: Wrigley’s ist heute der weltgrößte Hersteller von Kaugummis - auch dank eines jungen William Wrigley Jr., der ein Marketinggenie seiner Zeit war.

Die Anzeige stammt aus einer Flickr Foto Community, die für Liebhaber klassischer Werbungen zur Sucht werden könnte: Siehe “Vintage Advertising Pool” bei Flickr.
1915 verschickte Wrigley’s an jede Adresse die im US Telefonbuch stand 4 Streifen Kaugummis. Insgesamt 1.5 Millionen Stück. Als es 4 Jahre später bereits 7 Millionen Telefonanschlüsse gab, wiederholte er die Aktion. Seitdem gehört Kaugummi zu den Lieblingslastern der Amerikaner. Und Wrigley war eines der ersten Unternehmern überhaupt, das in Magazinen, Zeitungen und auf Plakaten seine Produkte bewarb.
Bleibt nur noch eine Frage offen: Auf welche Strategien würde William Wrigley heute setzen? Fernsehwerbung, Anzeigen, Plakate oder wieder auf heute noch vielfach als befremdend wirkende Dinge wie Viralmarketing, Crowdsourcing und Open-Innovation?
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2 Kommentare zu “Warum die Welt Wrigley’s kau(f)t”
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16. April 2007 um 11:18 |
Also ich kann Dir schon mal sagen, dass die deutschen Wrigleys mittlerweile Interesse an Word of Mouth Marketing gefunden haben. Sie haben mich finanziell wie inhaltlich bei meinem ersten Forschungsprojekt unterstützt, eine erste Pilotkampagne bei trnd gemacht, und wir sprechen über weitere… Also damit sind wir schon zugange. ;-)
16. April 2007 um 11:22 |
Danke, Martin für den Hinweis! Wäre also Punkt 1 der Frage abgedeckt und der Weg zur Crowdsourcing Kampagne frei :-)