Kreativzeit - woher nehmen?
Manager weltweit verstreuter Konzerne kennen das Problem: Wenn der Arbeitstag ‘eigentlich’ zu Ende wäre, setzt sich der Kollege in Kalifornien mit dem Frühstückskaffee in der Hand zum Schreibtisch. Kurz nach dem morgentlichen Läuten des Weckers hat es die Mitarbeiterin in Hong Kong ganz eilig, endlich über das aktuelle Projekt reden zu können. Und dann noch jede Menge Besprechungen.
‘Ich bin 24h blockiert’.
Hauptproblem neben dem steigenden Stressfaktor ist die weniger werdende Kreativzeit. Computerworld hat vor kurzem einige Beispiele vorgestellt, wie Unternehmen versuchen das in den Griff zu bekommen.
- Bei Dow Corning gibt es pro Quartal eine Meeting-freie Woche. Nicht dringend notwendige interne Besprechungen und internationale Telefonkonferenzen sind während dieser Zeit tabu.
- Xerox setzt auf Wikis. Zwar nicht unbedingt ein 100% Ersatz für persönliche Gespräche, aber eine absolut sinnvolle Ergänzung. “You don’t have to be in a meeting to collaborate. It’s a dialog that’s independent of time.”
- IBM setzt seit Jänner Think Fridays eingeführt, ‘a mental break from the endless phone calls, e-mail and instant messages.’ Die Idee stammt von Programmierern, die sich schon seit längerem Freitag Nachmittage für Patent-Recherchen, die Erstellung von White Papers, … reserviert hatten.
Auch wenn nicht ganz vergleichbar höre ich jetzt einige Landsleute schmunzeln: ‘Bei uns war es noch nie üblich, an Freitag Nachmittagen zu arbeiten.’
Quelle: Computerworld
Ähnliche Beiträge:
- 20% Kreativzeit bei Google
- So intelligent war Ihr letztes Meeting wirklich
Wenn Sie hier neu sind, können Sie mein Blog über diesen Link z.B. als wöchentlicher eMail Newsletter kostenlos abonnieren.
Danke für den Besuch! (Für Profis: RSS Feed Abo.)
2 Kommentare zu “Kreativzeit - woher nehmen?”
Kommentar hinzufügen



27. Februar 2007 um 14:37 |
Ach, in Österreich ist das auch so? ;-)
Danke für das schöne Xerox-Zitat. Kannte ich noch nicht.
20. April 2007 um 20:03 |
Ja das ist so ein Ding mit der Zeit und Kreativität. Hab auch gerade damit zu kämpfen. Seit dem ich bei LinkLift arbeite hat die Zeit für Kreative Gedanken enorm abgenommen. Klar. Vorher war ich im Studium und da kann man sich die Zeit auch besser einteilen. Abends kommt man nach der Arbeit nachhause und möchte eher abschalten. In einem Büro mit noch vielen anderen Leuten drin fällt es mir eher schwer kreativ zu sein. Man muss seinen Weg halt finden. Die Infrastruktur dafür sollte allerdings das Unternehmen bereit stellen. Die Ideen oben sind schon mal ein guter Ansatz.