Trend aus Mailand: T-Shirt Dating
“Schüchtern? Nein!” sagte der Medizinstudent Simone Giancola und rief mit Shyno einen Trend ins Leben, der derzeit Mailands Straßen in wahre Dating-Börsen verwandelt.
T-Shirt Dating nennt Shyno seine Idee. Mitglieder einer Online Community können ihre Kontaktdaten als Code auf T-Shirts aufdrucken lassen und sich auf Mailands Straßen zum Date anbieten. Wem der/die Trägerin eines T-Shirts gefällt, schickt ihm/ihr per Handy eine Nachricht. Ob eine Antwort zurück kommt, entscheidet der/die “Angemachte” selbst.
Über 250 Shops will Shyno heuer 250,000 Shirts verkaufen, in 3 Jahren sollen es über eine Million sein. Zahlen von denen andere nur träumen können. Auch die nächste Idee liegt bereits parat:
Demnächst will Giancola sein geschäftlichen Aktivitäten erweitern. Er will das so genannte Car-Dating lancieren. Auf Autos soll neben der Autonummer ein Kodex lesbar sein, um Kontakte via SMS unter Singles zu erleichtern. [Südtirol Online]
Ich habe am Samstag auf einer Veranstaltung in Berlin mit einigen Start-Up-Unternehmern gesprochen und immer wieder kam die Frage auf, wie man eine Online Community auch im “echten Leben” aktiv werden lassen kann. Shyno hat diese Frage wunderbar beantwortet.
www.shyno.it
T-Shirt Druck online gestalten und bestellen
Wenn Sie hier neu sind, können Sie mein Blog über diesen Link z.B. als wöchentlicher eMail Newsletter kostenlos abonnieren.
Danke für den Besuch! (Für Profis: RSS Feed Abo.)
27 Kommentare zu “Trend aus Mailand: T-Shirt Dating”
Kommentar hinzufügen


12. März 2007 um 12:08 |
Die Welt ist klein & tja, da sieht man dass nur zu träumen “das wäre cool” nicht reicht. In einer Gründerzeit hatten Freunde und ich davon geträumt (T-Shirt und Auto) - dann kamen wir auf Schweizer die ein derartiges Konzept für Kleidung umgesetzt hatten (denke das war so etwa 2000) und wir zogen den Kopf ein.
Schnüff. Genug des Selbstmitleids :) Ich wünsch den Shyno’s alles Tolle - gute Idee, und vor allem gute Umsetzung!
12. März 2007 um 12:28 |
Das mit den Autos gab es doch schon vor ein paar Jahren. Hat sich damals nicht durchgesestzt. Vielleicht klappt es ja jetzt mit Web 2.0.
12. März 2007 um 13:03 |
Mit dem T-Shirt gab es auch schon, sogar auf Unterwäsche oder gerade auf UW? Naja auf jeden Fall hat es Palmers gemacht.
Man sieht aber, daß etwas nicht unbedingt innovativ sein muß, um zu funkionieren.
12. März 2007 um 13:12 |
Stimmt, die Idee ist durchaus kein bahnbrechendes Unikum und auch in den USA gibt es schon lange ähnliche Ansätze.
Was sie aber zeigt: Ideen müssen nicht immer unbedingt neu sein (vgl. auch Bernd Röthlingshöfers Statements “Es gibt keine USPs). Es kommt auch auf den Zeitpunkt (einschließlich soziokultureller und soziotechnologischer Rahmenbedingungen!) und effiziente Umsetzung an.
@Stefan: Schade, echt…
12. März 2007 um 14:55 |
Und wie habt ihr euch damals kennengelernt? - Über ein Dating-T-Shirt.
12. März 2007 um 15:34 |
Also, wir sind verkuppelt worden…
12. März 2007 um 16:00 |
Und da war da auch noch die Idee auf Einwegfeuerzeugen, die ja andauernd geklaut werden, einen Tag zu hinterlassen den man via einer Website eingibt und so die Odyssee eines Feuerzeugs nachverfolgen kann. Das Interessante dabei: einige Gastwirte / Nachtclubbesitzer / Pubwirte waren überzeugt dass das - in einem lokalem Bereich - gut funktionieren kann.
Also, wer setzt um?
:)
12. März 2007 um 16:06 |
@Stefan: Das ginge auch mit Kugelschreibern. Die Dinger verschwinden ja auch immer…
Mit Bierdeckeln gab es auch schon mal so was mit einem vorgedruckten Notizfeld mit “ruf mich an” oder so…
12. März 2007 um 16:17 |
@Monika: Ja, ginge auch. Die Idee war den Gastwirt bzw. das Ausgehen als soziales Unterfangen (hehe) zu instrumentalisieren. Und Feuerzeug gibts beim Ausgehen eher wie einen Kugelschreiber.
… und immer wenn ich so etwas geschrieben hab, schüttele ich über mich selbst den Kopf …
12. März 2007 um 16:56 |
Passt zwar nicht ganz, aber dann gibts auch noch die Bookcrossers, wo Bücher absichtlich liegen gelassen werden…
12. März 2007 um 17:03 |
@Hannes: Passt wirklich nicht ganz. Bei Bookcrossing bleibt man ja anonym!
12. März 2007 um 19:16 |
[...] (Source: HannesTreichl.com) [...]
13. März 2007 um 00:33 |
Die Idee von Bookcrossers hatte ich auch vor ein paar Monaten, hab’ sie aber nicht weiter verfolgt.
Von der T-Shirt Idee hab’ ich aber schon vor längerer Zeit gehört, also neu ist das nicht… Aber erfolgreich auch nicht (bis jetzt?)…
13. März 2007 um 08:56 |
… ich habe in einem Lokal in Mainz einmal das halbe Männerklo auseinander genommen, aber das Buch das da liegen sollte nicht gefunden. Kam mit ziemlich dämlich vor als jemand reinkam. :)
13. März 2007 um 09:05 |
Es gibt ja auch schon Gipfelbuchcrossing. Da werden die Bücher am Gipfelkreuz hinterlegt…
13. März 2007 um 11:15 |
….und vielleicht geht es ja auch einfach mal wieder mit fragen…..aber das ist ja scheinbar zu schwer….und kann eine sofortige Abfuhr zur Folge haben…das hält das ego nicht aus!
13. März 2007 um 11:22 |
@Karsten: Das denke ich mir auch immer, wenn ich diese Anzeigen lese “Du mit brauner Jacke in der Straßenbahn… habe mich nicht getraut, Dich anzusprechen, möchte Dich wiedersehen…”
So gesehen, demonstrieren die T-Shirt-TrägerInnen ja, dass sie angesprochen werden möchten.
13. März 2007 um 14:58 |
@Karste: Im Web 2.0 Zeitalter ist Fragen doch uncool geworden. Ist ja auch viel leichter jemanden im Net kennen zu lernen als im echten Leben… leider…
In 100 Jahren reden wir wahrscheinlich überhaupt nicht mehr miteinander :)
15. März 2007 um 11:48 |
Habe gerade in der Zeitschrift Petra von einer US-Studie gelesen: Knapp 50 % der Mitglieder einer Online-Community messen den Netzbekanntschaften den gleichen Stellenwert zu wie realen Freunden.
Soviel zum Thema virtuelle Beziehungen…
17. März 2007 um 19:27 |
T-Shirt Dating / Online Dating…
Das es schüchterne Italiener gibt, darauf wäre ich so schnell gar nicht gekommen.
Das es doch welche geben muß habe ich bei Hannes Treichl erfahren:
Schüchtern? Nein! sagte der Medizinstudent Simone Giancola und rief mit Shyno einen Trend i…
18. März 2007 um 12:29 |
[...] Hannes Treichl verwandelt die Online Community Shyno die Straßen von Mailand in eine Dating-Börse. Wie [...]
19. März 2007 um 01:42 |
Für meinen Geschmack noch ein bissle zu kalt für solche Aktionen - auch in Mailand. Aber die Idee ist wirklich gut, wenn eine Datingplatform über genug Reichweite verfügt. Für die perfekte crossmediale Streuung müßte dann als nächstes das Handy, oder irgend eine andere Art von “Peilsender”, ins Spiel gebracht werden.
22. März 2007 um 11:06 |
… und schon gibts die Idee in einer Fortsetzung [siehe hier]
23. März 2007 um 12:08 |
In Holland gibt es jetzt auch drei betrieben die t-shirts verkaufen.
Mehr informationen: http://datingfacts.web-log.nl/datingfacts/2007/03/tshirt_dating_i_1.html
26. März 2007 um 16:51 |
Finde ich einen ganz interessanten Trend. Gut möglich dass er nur kurz anhält, nur die eine oder andere Saison überlebt, aber die Idee vom t-shirt-dating ist sicherlich nachvollziebar.
Milano wird nicht die einzige Stadt bleiben, wo solche Shirts gesichtet werden.
17. Mai 2007 um 14:26 |
Gabs schon vor Jahren von http://www.uboot.com
mfg Thomas
20. Mai 2007 um 16:17 |
[...] fand ich bei ANDERS|denken einen interessanten Blog-Eintrag über eine Geschäftsidee, die Online-Dating via T-Shirts in die [...]