Verkehrslawinen als Quelle erneuerbarer Energie
Eine ägyptische Innovation soll im Vorbeirollen Strom erzeugen und tausende neue Arbeitsplätze schaffen. Das erhofft sich zumindest EEP (Egyptian Electric Padel) nach dem ersten Pilotprojekt in Kairo.
Die Idee: Die Energie vorbeifahrender Autos soll genutzt werden, um Strom zu erzeugen. Dafür sorgen unter dem Straßenbelag eingelassene Drucksysteme - Stromerzeugung zu 50% der heutigen Kosten. Eine Studie der EEP rechnet vor, dass beim Ausbau des Systems allein in Ägypten 250.000 bis 500.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden könnten.
Mit dem Projekt dürfte es dem Ingenieur Ihab Abdel-Karim gelungen sein, die Nachteile überfüllter und von Verkehr geplagter Straßenzüge, in einen Vorteil zu verwandeln. Eine 100 Kilometer lange Straße mit ‘nur’ 5.000 Autos pro Tag, könnte ebenso viele Haushalte mit Strom versorgen. Umgelegt auf die Inntalautobahn könnte der Transitverkehr somit fast eine Stadt in der Größe Innsbrucks mit Strom versorgen.
Das erste System wurde vor 3 Jahren in Kairo’s Josef Tito Street gebaut. Auch Politiker sind von den ersten Erfolgen begeistert. Die Innovation hätte ausreichend Potenzial, um auf weltweites Interesse zu stoßen. Al-Ahram schreibt dazu passend:
If the Egyptian Electric Pedal is to keep its first ‘E’, somebody will have to act fast.
Quelle: EEP via Al Ahram Weekly
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Ab morgen gestalten Ihre Kunden Ihr Sortiment
Wer hat nicht schon selbst einmal eine geniale Idee für einen Aufdruck auf seinem T-Shirt gehabt?!
Das Shirt-Portal Cajong fordert jetzt alle (Hobby-)Designer auf, aktiv zu werden und ihre Desings im Rahmen eines kreativen Dauerwettbewerbs online zu stellen. Zwei Wochen haben die Besucher der Internetseite Zeit, um die Designs zu bewerten. Die begehrtesten Designs werden in limitierter Auflage gedruckt und im Online Shop verkauft. [Gelesen bei PR Blogger]
Cajong folgt damit dem Trend ‘Customer Made’. Laut TrendWatching wird Customer-Made aber schon bald nicht mehr als Trend bezeichnet werden dürfen, da in Zukunft immer mehr bis alles von Kunden mit-designt werden wird.
Customer-Made PR
Customer-Made funktioniert nicht nur für Produkte. Unternehmen wie L’Oreal, McDonald’s, Master Card, JetBlue u.v.a haben schon längst ihre Kunden Werbespots gestalten lassen. Fiat (siehe Blog-Beitrag), Nokia und Nespresso haben zu Designswettbewerben für Produkte aufgerufen und somit schon vor den Verkaufsstarts für enormes Presseecho und Mundpropaganda gesorgt.
Hanf zum Trinken
Dass Customer-Made nicht nur bei den Großen funktioniert, beweist der österreichische Getränkehersteller Frenkenberger. Er hat seine Kunden dazu aufgerufen, neue Geschmacksrichtungen für seine Hanfmilch Trinkhanf zu kreieren. Der Sieger erhält eine Erfolgsbeteiligung von 1 Cent pro verkaufter Flasche.
Zahlreiche weitere Beispiele und die Entwicklung des Trends Customer-Made gibt es im Blog von Trendwatching.
Apropos T-Shirts: Haben Sie schon einmal so ein T-Shirt zusammengelegt?
Innovations-Ängste
Warum haben Menschen die vor Ideen strotzen Angst vor der Umsetzung?
Im Killer Innovations Blog von Phil McKinney finden sich 5 Theorien dazu. Im dazugehörigen Podcast, untermauert Phil seine Theorien mit bildhaften Beispielen. Hier die 5 Statements von Menschen die Angst vor der Umsetzung von Innovationen haben, Angst ANDERS|zudenken oder ANDERS|zusein.
1. Jemand anderer hat so etwas schon einmal gemacht.
2. Nach der Umsetzung sind die Ergebnisse nie so, wie ich sie erträumt habe.
3. Ich habe das noch nie gemacht. Ich weiß nicht genug darüber. Ich kenne nicht alle Antworten.
4. Meine _____ (Familie, Freunde, Kollegen,…) werden denken ich sei verrückt.
5. Jemand wird meine Idee klauen. Daher kann ich nicht darüber reden.
Die Frage, die Phil Menschen stellt, die Projekte mit oben angeführten Statements blockieren ‘So, whaaat?’
Quelle: Killer Innovations via Business Innovation Insider
Tresen-Brainstorming
Kennen Sie das? Auf der Rückfahrt von einer Dienstreise, diskutieren Sie im Auto eine neue Idee. Sie selbst sind sprudeln vor Einfällen, aber was machen Ihre Kollegen?
Im Brainstorming gibt es Regeln - eine davon lautet: Keine Kritik. Was passiert, wenn wir im Auto, einer Bar oder während einer Bergwanderung über neue Ideen reden?
Viel zu oft verlieren wir uns im Detail der Umsetzung. Oder wir brechen die ‘Spinnerei’ zu früh ab, weil die warum-es-nicht-gehen-wird-Argumente überwiegen. Gute Einfälle versickern dann im Spülwasser unter dem Bartresen.
Gönnen wir uns auch außerhalb von Brainstorming Sessions die Freiheit, Ideen kritikfrei zu sammeln. Für die Bewertung ist es ohnehin zu früh. Beginnen Sie damit frühestens am nächsten Tag.
Erinnern Sie sich gegenseitig an die Regeln. Auch wir ertappen uns immer wieder bei zu früher Bewertung neuer Einfälle. Einer meiner Partner flüsterte letztens leise ‘Bremse’. Uns war klar was er meinte - die Diskussion bekam neue Energie.
Versuchen Sie es! Sie werden erstaunt sein, wie sich Ihre Gespräche verändern.
Innovative Sportartikel - ispo BrandNew Awards
Ein Zusatzmotor für Mountainbikes? Wasserski-fahren, ohne auf fremde Hilfe angewiesen zu sein oder eine Erfindung mit der Sie aus einem kleinen Schwimmbad mehr herausholen?
Seit dem Jahr 2000 kürt die ispo, die Internationale Fachmesse für Sportartikel und Sportmode, jedes Jahr die kreativsten Erfindungen. Inzwischen haben sich die BrandNew Award zum größten Start-up Wettbewerb der internationalen Sportbranche entwickelt.
Im Best Practice Business Blog stellt Burkhard Schneider laufend Gewinner der Awards vor und kommentiert die Innovationen in gewohnt informativer Form.
Quelle: Best Practice Business
Tankstellen im Flugfafen - individuelles Entertainment
Vor einiger Zeit berichtete ich hier über eine Ladestation für Handys, iPods, usw. auf Flughäfen. Am Amsterdamer Schiphol Airport ging gestern ebenfalls eine Tankstelle in Betrieb - aber mit anderem Inhalt.
Die Idee: Downloadstationen für Reiseführer, Musik, Audio Bücher, TV Shows, Filme und mehr. Bezahlt wird per Kreditkarte, zum Download werden Handy, mp3 Player oder andere kompatible Geräte angedockt und das ganz persönliche Entertainment Programm für lange Flüge steht zum Ansehen/-hören bereit.
Einziger Wehrmutstropfen: Der heute wohl populärste mp3 Player, Apple’s iPod, verweigert die Verbindung - aber das dürfte beim Erfolg des Projekts wohl nur eine Frage der Zeit sein. Zu den Content Providern gehören derzeit Red Bull, MTV/Nickelodeon, Radio 538, Audiocitytours, und Commodore.
Tolle Erfindung die den Puls der Zeit trifft. Vielleicht sehen wir die digitalen Tankstellen bald nicht nur auf Flughäfen…
Quelle: Fuelfortravel via Springwise
Download Movies Download Movies
Schnee von gestern - Jack Welch’s Ignoranz der Gegenwart
Wenn Jack Welch hustete, folgte ihm die ganze Welt. Angeführt von einer großen Horde Unternehmensberatern, für die seine Six Sigma Regeln die einzige Wahrheit bedeuteten. Was einst in Stein gemeißelt war, verblasst immer mehr.
Doch Jack Welch, ehemaliger CEO von GE, sieht es anders. Er, der einst selbst die Notwendigkeit von Veränderungen predigte, scheint heute nicht bereit zu sein, den Anfang einer neuen Epoche zu akzeptieren. In einem Interview mit Fortune verteidigt er seine ehemals erfolgreichen Management-Methoden mit Nachdruck.
Fortune fasst anhand erfolgreicher Beispiele der Gegenwart (u.a. Apple, Google,…) warum, wie die 6 Gebote des Jack Welch keine Gültigkeit mehr besitzen:
Heute: Agile is best; being big can bite you.
Gestern (lt. Welch): Big dogs own the street.
Find a niche, create something new.
Be No. 1 or No. 2 in your market.
The customer is king.
Shareholders rule.
Look out, not in.
Be lean and mean.
Hire passionate people.
Rank your players; go with the A’s.
Hire a courageous CEO.
Hire a charismatic CEO.
Admire my soul.
Admire my might.
5 Gründe warum Innovationen scheitern
Woran scheitern Innovationen in der Praxis? Eine internationale Studie der Boston Consulting Group (BCG) spiegelt die Meinung von über 1.000 Managern aus 62 Ländern wider.
72% der Führungskräfte nennen Innovation als eines der Top 3 Themen der strategischen Ausrichtung für die Zukunft. Immerhin 10% mehr als ein Jahr zuvor. Genauso viele Manager wollen 2006 mehr Geld für Innovationsmanagement ausgeben. Aber: Jeder zweite ist unzufrieden mit dem finanziellen Ergebnis bzw. dem ROI auf Innovationen.
Die 5 Gründe für das Scheitern von Innovationen:
- Die Entwicklungszeiten sind zu lang (Anm.: Von Technikern höre ich hingegen: ‘Die Vorgaben des Marketings sind zu kurzfristig und unrealistisch.’)
- Mangelnde Kooperation und Koordination innerhalb des eigenen Unternehmens.
- Zu wenig Information über den Kunden, sein Denken, seine Bedürfnisse und Wünsche.
- Die Angst, Fehler zu machen.
- Schwierigkeiten, potenzielle Ideen zu erkennen.
Kultur- und Strukturprobleme?
…trotz angeblich etablierter Personal- und Organsiationsentwicklungs-Abteilungen? Viele Unternehmen unterschätzen das Potenzial dieser Funktionen noch immer drastisch. Mit Ausnahme des Top Managements: Über 80% der Führungskräfte behaupten, in ihren Unternehmen sei eine gesunde Innovationskultur etabliert. Nur 51% der Nicht-Führungskräfte sehen das ebenso. Allein diese große Differenz ist ein Anzeichen sub-optimaler Innovationskultur.
‘Menschen sind unser wichtigstes Kapital‘
…ganz bestimmt dann, wenn es um Leitsätze und Pressemitteilungen geht. Und in der Praxis? Weiterentwicklungs-Management als ungeliebte Zusatzbelastung gestresster Personalmanager, Pausenbeschäftigung zwischen den vielen Interviewterminen mit neuen Job Kandidaten.
Vor kurzem sagte mir ein Unternehmer: ‘Organisationsentwicklung? Das ist doch nur etwas für internationale Großkonzerne. Ich habe alles fest im Griff, Fehler gibt es bei uns nicht.‘ Innovation durch Kettenhund-Management. Vielleicht funktioniert es ja? Ein gefährliches Experiment in einer Zeit in der Innovationskraft keine Frage des Wollens, sondern des Überlebens ist.
Quelle: BCG
Geheimprojekt: Neue Treibstoffe für die Welt
Sein Imperium, die Virgin Group, soll rund 3 Mrd. Britische Pfund Wert sein. Sir Richard Branson hat längst ausgesorgt. Jetzt setzt er zum nächsten Coup an und möchte damit die Welt revolutionieren.
Virgin Fuel heißt das noch streng geheime Projekt von Branson. Google findet kaum Treffer. Noch nicht. Aber das könnte sich schon bald ändern. 1 Milliarde Dollar steckt Branson in die Entwicklung eines alternativen Treibstoffs, mit dem er auch den Treibhauseffekt bekämpfen möchte.
Zum erste Mal sprach er heuer im Davos öffentlich über sein Projekt. Details behielt er für sich. Verständlich, mit einem Aufstand der Ölkonzerne dürfte zu rechnen sein, bringt Branson tatsächlich einen Treibstoff auf den Markt, der nicht auf herkömmlicher Ethanol Basis produziert wird.
Die Vision ist beispielhaft. Man darf in jedem Fall gespannt sein und Branson viel Glück und Durchhaltekraft wünschen. Mehr dazu im Smart Economy Blog.
20 Stunden Innovations-Videos
Normalerweise empfehle ich hier keine Videos, die ich mir nicht selber angesehen habe - aber um alle zu sehen fehlte mir bislang die Zeit. Verständlich bei einem Material von über 20 Stunden Videos, die MIT Sloans auf seinen Seiten zum Download bereitgestellt hat.
Zu den Vortragenden gehören u.a. Jack Welch (GE), Lord John Browne (BP), Indra Nooyi (Pepsi), Gary Cowger (General Motors) und natürlich wieder einmal: Steve Ballmer (Microsoft), letzterer bislang allerdings nur als Textversion.
Quelle: Business Innovation Insider
















