Wer braucht schon noch Shops? Einkaufen im Bus.
Einfach mal schnell mit dem Handy den Barcode (Semacode) auf dem H&M Plakat fotografiert, die gewünschten Farben und Größen eingeben und fertig ist die Bestellung. Bezahlt wird per Handyrechnung.

Foto: Adsoftheworld
Was H&M hier nutzt nennt sich Mobile Tagging, und hat neben dem Erschließen alternativer Vertriebswege noch viele weitere Einsatzpotenziale.
Zur Technologie
Semacodes können ganz einfach mit diversen Internetanwendungen (siehe Beispiel) erzeugt werden. Gelesen und verarbeitet werden sie per Handy.

Foto: Wikipedia
Auch wenn Mobile Tagging nicht mehr ganz neu ist (in Japan ist sie bereits seit 2003 im Einsatz), haben sich bislang nur wenige Unternehmen mit denen ich zusammarbeite damit beschäftigt.
Vor kurzer Zeit habe ich mit einem Lebensmittelproduzenten gearbeitet, der in Supermärkten gerne Kurzvideos über die Herstellung seiner Produkte, Rezepte und noch einiges mehr zur Verfügung stellen wollte, um über Storytelling und Woran war das Projekt gescheitert? An der Einstellung und Umsatzbereitschaft der übermächtigen Handelsketten.
Wäre Mobile Tagging eine Lösung? In einigen Jahren vielleicht ja, denn es eröffnet eine ganze Reihe interessanter (Marketing-)Möglichkeiten für unterschiedlichste Segmente (z.B. Webbeschreibungen auf Plakaten, Rezessionen für Musik CDs, Bücher, Videolinks zu Zeitungsartikeln, etc).
Lust auf ein wenig Brainstorming? Die einzigen Limits sind (neben der Fantasie) derzeit wohl noch einige technische Restriktionen (siehe Links unten) und - umgelegt auf die breite Masse - mangelnde Bekanntheit bei Konsumenten und Kunden. Aber auch das wird sich ändern. Nachdenken lohnt sich, denn “die Zukunft” beginnt manchmal bekanntlich schneller als erwartet, wie H&M, BMW, andere und andere beweisen.
Weiterführende Infos:
- Wikipedia - Einführung in Mobile Tagging
- White Paper “Mobile Tagging” von Pixelpark (pdf)
- Nokia Microsite “Mobile Codes”
- Ideentower Blog
- Mobile Tagging Blog
- Semapedia
Wer sich lieber ein Video ansieht: Eine Einführung in das Thema gibt es beim Elektronischen Reporter.
Wenn Sie hier neu sind, können Sie mein Blog über diesen Link z.B. als wöchentlicher eMail Newsletter kostenlos abonnieren.
Danke für den Besuch! (Für Profis: RSS Feed Abo.)
differenzierung handy innovation Marketing tourismus & gastronomie
Ähnliche Artikel
6 Kommentare zu “Wer braucht schon noch Shops? Einkaufen im Bus.”
Kommentar hinzufügen












18. September 2007 um 17:35 |
Hallo,
über genau dieses Thema haben wir unter der Headline “Der Hunger nach Information - Die Welt wird verlinkt” in unserem monatlichen kostenlosem Future Reserach No. 08 berichtet.
Wen es interessiert, kann sich diesen unter http://www.mindsharing.de/pages/de/future_research/2007/08/release.html herunterladen.
18. September 2007 um 19:59 |
Hallo
Wenn man bedenkt, dass 90% (Quelle Nokia) ein Handy besitzen und “nur” 60% das Internet nützen(Quelle Statistik Austria 02.07) ist dieser Weg vorprogramiert. Die Technik wird immer ausgefeilter und ich erreiche den Kunden Mobil. Also irgendwie die weiter entwicklung des Mobilen Marketing (One tho One Marketing). Sehe ich das richtig? Warten wir noch ein wenig und jeder weiss was ein BeeTagg Reader ist ;-)
Schönen Abend noch Taka
19. September 2007 um 07:55 |
und wann ist das mit den gebratenen Tauben soweit?
19. September 2007 um 11:05 |
nicht ganz klar ist mir - vor allem nach dem lesen des Adsoftheworld postings - ob das jetzt nur ein vorschlag ist oder auch wirkich realisiert wurde/wird. passt jedenfalls gut zu h&m vor allem zusammen mit ihrer return-policy. ob’s eine kreative leistung ist, wird ja eh schon recht lustig diskutiert http://adsoftheworld.com/media/ambient/h_m_outdoor_semacode?size=_original
20. September 2007 um 00:23 |
[...] auf den Zug… Auf diese Idee brachte mich wieder einmal Hannes Treichel - der Blogger, der ANDERS|denkt… Auf seinem Blog seht ihr außerdem ein tolles Video vom Elektronischen Reporter, welches die [...]
21. März 2008 um 13:43 |
[...] Wem die Idee grundsätzlich gefällt aber mit rund EUR 5.000 (noch) zu teuer ist, der kann sich vorläufig auch mit Semacodes weiterhelfen. Regelmäßige ANDERS|denken Leser wissen was ich meine, andere schauen bei diesem Beitrag vorbei. [...]