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Schmuck bekommt ein Gesicht
Ich habe selbst jahrelang in der Glitzerbranche gearbeitet und durfte in dieser Zeit viele Schmuck- und Fashiondesigner aus aller Welt kennenlernen.
Jedes mal wenn ich später in einem Geschäft aus hunderten Designs auswählen sollte, fiel meine Wahl fast immer auf jene, zu denen mir Gesichter und Geschichten in Erinnerung geblieben waren.
Genau darauf setzt auch der Pforzheimer Schmuckerzeuger TeNo. Das kleine Unternehmen stellt hochwertigen Edelstahlschmuck her und betreibt seit Oktober ein eigenes Blog. Darin geht es um Geschichten rund um die Menschen von TeNo, Hintergründe zu den Designs, und auch die Händler werden geschickt eingebunden. Was sich Geschäftsführer Jürgen Heinz von der erweiterten Kommunikationsstrategie erwartet, fasst er treffend zusammen:
Wir nennen unser Unternehmen gerne auch die TeNo Family. Dazu gehören alle Mitarbeiter, alle Juwelierpartner und auch alle Menschen, die TeNo mögen und tragen. In einer Familie ist es üblich, dass man miteinander spricht. Das ist aber in der TeNo Family nicht immer leicht. Die Familienmitglieder sind nun doch oft weit voneinander entfernt.
Das Internet aber macht’s möglich, neue Wege in der Kommunikation zu gehen.
Dieses Weblog ist ein erster Schritt auf diesem für uns neuen Weg. Hier im TeNo Blog schreiben wir für Sie alle.
Gefunden habe ich das Beispiel übrigens aufgrund eines geschickten Marketing-Schachzugs. Vor wenigen Tagen luden sie per Blogeintrag zu einer Advent Schnitzeljagd ein. Was das sein soll, kann man bei Bernd Röthlingshöfer und im Best Practice Business Blog nachlesen.
Foto: TeNo
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Übersicht Business Blogs in Österreich
Fast täglich werde ich gefragt, wo man sich Beispiele für Business Blogs ansehen kann. Klaus Eck und Siegfried Hirsch haben heute die aktuelle Liste der Top100 (deutschsprachigen) Business Blogs veröffentlicht. Dort mal nachsehen verschafft einen guten Überblick über Unternehmen, die Blogs heute schon zum Dialog nutzen.
Dass Österreich kein Wunderland der Business Blogs ist, und weit hinter Deutschland und der Schweiz zurück liegt, wussten wir bereits vorher (siehe hier, hier, hier, hier oder hier): Lediglich 2 Business Blogs haben es in die Top100 geschafft.
Was ich allerdings bedenklich finde: Im Tourismusland Österreich nutzt nur ein einziger Tourismusverband, Weblogs als Marketinginstrument (der allerdings beispielhaft). Aber kein Wunder: Bis auf wenige Ausnahmen keine Spur von einem Blog einer der ‘großen’ Marketing- und Werbeagenturen…
Österreichische Business Blogs unter den Top100
Stand November 2006
(Rang 45) ANDERS|denken, Hannes Treichl (Rang 3 in Kat. Consulting)
(Rang 96) Bredlbloggt, Martin Bredl, Telekom (Rang 21 in Kat. IT)
Weitere Blogs aus Österreich in diversen Fachkategorien:
Möbel und Wohnen, Franz Zotter Möbelhandel (5 in Kat. Bauindustrie)
Studium | Karriere | Weiterbildung, Michael Sinnhuber (11 in Kat. Bildung)
Selfmade in Austria, Ingrid Bressler (13 in Kat. Consulting)
Websolutions, Ingrid Bressler (20 in Kat. Consulting)
store4dogs, Manfred Huszar (15 in Kat. e-Commerce)
Ja!Natürlich, Billa (7 in Kat. Food)
Ernährung online, Michael Sinnhuber (10 in Kat. Food)
kreisrot rundschreiben, Kreisrot (23 in Kat. GafikDesign)
Knallgrau, Knallgrau (37 in Kat. IT)
Hexagon, Hexagon (56 in Kat. IT)
virtual bites, Markus Pirchner (49 in Kat. Marketing)
neugierig, Mörth & Mörth (58 in Kat. Marketing)
K2, Kropf Kommunikation (70 in Kat. Marketing)
Ed Wohlfahrt, Ed Wohlfahrt (136 in Kat. Marketing)
St. Anton am Arlberg, TVB St. Anton (3 in Kat. Tourismus)
Noch ein Gedanke zur Rangliste: Natürlich freue ich mich über Rang 1 unter Österreichs Business Blogs! Aber egal ob Rang 1 oder 15xx: Was am Ende zählt sind zielgruppenfokussierte Inhalte und wirtschaftlicher Nutzen, den Unternehmen aus ihren Blogs ziehen. Auch wenn sich der nicht in Zahlen messen lässt.
Nützlich ist die Übersicht wie eingangs erwähnt vor allem zur Orientierung für (Noch-)Nicht-Kenner. Denn einmal ehrlich: Wie viele Menschen können heute wirklich etwas mit dem Begriff Blog anfangen?
Wahrscheinlich genauso viele wenige, die vor 12 Jahren an eine Zukunft für Unternehmens-Webseiten glaubten, und diese als Modetrend abstempelten. Homepages kennt heute jedes Kind, und kaum mehr ein Unternehmer/-n verzichtet auf die digitale Visitenkarte. Das sollte Kritikern (oder Noch-)Ignoranten zu denken geben, aber aus der Vergangenheit zu lernen, ist doch noch immer eine der größten Herausforderungen…
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Eventblogs sind sinnlose Zeitverschwendung
“Eventblog? Das passt nicht zu uns. Außerdem können wir nicht kontrollieren, was da über uns geschrieben wird. Das muss erst zur Freigabe durch unsere Presseabteilung.”
Schade, lieber Veranstalter. Wovor hatten Sie Angst? Waren Sie von Ihrem eigenen Event nicht überzeugt? Haben Sie von vor der Eröffnungsrede die sich beschwerenden Stimmen gehört? So wenig Selbstvertrauen? Dabei Ihre Internetseite zur Veranstaltung doch so vielversprechend!?
Übrigens: Die Veranstaltung war hervorragend, Kompliment! Schade – gerne hätte auch ich an dieser Stelle mehr über Sie erzählt, Sie verlinkt, Besucher auf Ihre Seite geschickt, die Vortragenden vorgestellt und deren Reputation unterstrichen.
Vielleicht hätten Sie fortan mehr Aufmerksamkeit erhalten. Vielleicht hätte man mehr über Sie geredet, auch dann noch, wenn die wenigen Zeitungen mit den mageren Beiträgen schon längst im Container gelandet sind. Vielleicht hätten die digitalen Stimmen neue Besucher angelockt oder als Entscheidungshilfe gedient. Aber Sie sehen Mundpropaganda nicht als Chance, sondern als Gefahr.
Vielleicht wären Sie bei den Suchmaschinen über Rang dreihundert-irgendwas geklettert. Vielleicht hätte es Ihrem Image sehr gut getan. Vielleicht hätten sich auch Ihre Sponsoren gefreut und die Buchung verlängert. Vielleicht wäre Ihre ‘Marketingbotschaften’ durch freiwillige, nicht-bezahlte Testimonials glaubhafter geworden. Vielleicht hätte sich eine kleine Fangemeinde begeisterter Multiplikatoren gebildet. Vielleicht hätten Sie großartige Ideen für das nächste Jahr erhalten – kostenlos sogar.
Vielleicht! Wir Sie werden es nie wissen, denn Sie setzen auf Ihre kaum besuchte Homepage, emotionslose Pressemitteilungen und Gespräche hinter verschlossenen Türen oder am Küchentisch.
Schade eigentlich…
An einen Veranstalter der mir vor einigen Wochen erklärte, warum Event-Blogs keinen Sinn machen. Und an Eventagenturen, Fachhochschulen und Lehrgangsleiter von Eventmanagement-Kursen, die etwas offener für neue Ideen sind.
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5 Tage im Leben eines IBM Managers
Was machen Sie heute? Haben Sie Termine? Wenn ja, mit wem? Sitzen Sie im Büro und arbeiten an einem Projekt? Oder erleben Sie heute einen blauen Montag, und haben eigentlich keine Lust…
Elita Wiegand hat ein schönes Beispiel für offene Kommunikation im 21. Jahrhundert geschaffen: Marcel Klotz, IBM Manager und Chef des Partnership Solution Centers, wird eine Woche lang als ‘Gastautor’ für das Weblog des Business Clubs Innovativ.in tätig sein.
Keine Angst, in seinen Beiträgen wird es nicht um Werbung und unterschwellige IBM Promotion gehen, sondern um den Menschen und Manager Marcel Klotz. Ein Experiment. Warum lässt sich Klotz darauf ein? Er verleiht einer unüberschaubaren Organisation ein Gesicht, bringt Big Blue näher an die Menschen und legt einen Grundstein für anhaltenden Dialog. Zumindest theoretisch. Es wird interessant werden zu beobachten, wie sich der nach der Aktion fortsetzt…
Vorab schon mal ein Kompliment an Marcel Klotz für seinen Mut, die ‘geschützte’ Welt eines Unternehmens(blogs) zu verlassen, und sich auch einmal auf einer anderen Plattform zu zeigen. Vielleicht auch ein motivierendes Beispiel für wesentlich kleinere Unternehmen: Wenn sich schon die ‘Großen’ so öffentlich prostituieren, Angriffsfläche für Kritiker bieten und (anders als früher!) Dialogbereitschaft signalisieren, sollte das doch anderswo auch möglich sein, oder? - Und vor allem etwas bringen!
Übrigens: Elita sucht nach weiteren Managern, die in die Fußstapfen des IBM Bloggers treten. In Österreich fällt mir derzeit allerdings nur einer ein…
Foto: Innovativ.in
Der Herr links neben Marcel Klotz ist Gernot Tripcke, Chef der Deutschen Eishockey Liga. Auch er wird demnächst aus seinem Arbeitsalltag berichten. Wetten, dass da Fragen kommen werden, die in diese Richtung gehen…
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Couch: Akquise im Urlaub
Alexander Greisle arbeitet seit einiger Zeit an einer Studie für das Büro der Zukunft. Einer hat seines schon gefunden: [Weiterlesen] »
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Couch: Noch mehr Bono
Weil es draußen im Business Teil des Blogs vor einigen Tagen um eine geniale Rede von Bono ging…
Weil ich gerade ein eMail bekommen habe, dass das Interview mit einem anderen Querdenker aufgrund der Länge an die Substanz ging…
Weil der Tag mit einem musikalischen Thema begonnen hat und noch einer gerade geniale Videos gepostet hat… kommt hier was zum Zurücklehnen. [Weiterlesen] »
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Business Forum zu Weblogs: Live im Internet
Termin 16. November 2006, 18:30 und jede(r) Interessierte kann dabei sein und mitreden. Live vor Ort, oder bei Chips und Popcorn im Wohnzimmer.
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Fliegendes Business Blog
Eines jener Beispiele die zeigen, wie auch kleine Unternehmen erfolgreich auf sich aufmerksam machen können.
Vor einem halben Jahr schrieb Nils Römeling ins ‘Ballonfahrten webBlog’ des Ballonservice Pfahlheim:
In diesem Blog möchte ich interessante News posten, Fotos zeigen und auch über meine eigenen Ballonfahrten und die Ballonfahrten unseres Unternehmens Ballonservice Pfahlheim berichten. Doch keine Angst, es wird nicht langweilig werden! Denn nicht alles im Leben ist bierenst. Und somit auch nicht immer dieses Blog…
Langweilig ist es tatsächlich nicht geworden, ganz im Gegenteil: Die Seite ist für mich ein Best Practice Beispiel dafür, wie ein kleines Unternehmen das Internet erfolgreich und kostengünstig nutzen kann. Gelungen ist das durch eine nahezu perfekte Mischung aus Fachbeiträgen, emotionalen Geschichten und Bildern, Sonderangebote und auch mal etwas leichterer Kost für zwischendurch.
Praktisch finde ich auch die integrierte Karte, ein Inhaltsverzeichnis in dem alle Beiträge im geografischen Zusammenhang erscheinen.
Hoffentlich findet Nils angesichts seines neuen Jobs auch zukünftig noch Zeit für gute Beiträge. Glück ab und gut Land, für alles was noch kommt!
Nouveau Riche The Billionaires from 1991
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Der kleine Bill Gates und ein neues Zuhause fürs Internet
Wenn einer wie Blake Ross ein Interview gibt und darüber erzählt, wie er im Kindesalter von Netscape angeheuert wurde, um den Firefox Browser zu entwickeln, dann lohnt sich ein Blick in das Magazin. [siehe hier].
Der lohnt sich aber auch, weil Blake von seinem ‘next big thing’ redet…
Fotos auf Flickr, Videos auf YouTube, Sevenload und Clipfish, Mitgliedschaften bei Xing (das ja demnächst an die Börse geht) und MySpace, das zweite Leben in SecondLife, E-Mailkonten bei Gmail, Yahoo und natürlich auf dem eigenen Server.
Dazu dutzende Benutzernamen, Passwörter und Kontakte. Wer soll sich da eigentlich noch auskennen? Gar nicht daran zu denken, wie viel Zeit draufgeht, Fotos von der Digitalkamera aufs Notebook zu spielen, um sie danach auf Flickr zu archivieren oder mit Familie und Freunden in Australien zu teilen.
Kein Wunder, dass all das noch viele Menschen abschreckt. Blake Ross, Erfinder von Firefox, hat sich wieder einmal jene Frage gestellt, die schon vor einigen Jahren zur Entwicklung des immer erfolgreicheren Browsers geführt hat: What’s bad about today’s software?
Die Antwort soll Parakey geben. Mit der Software, die den Desktop endgültig und komfortabel mit dem Internet verbinden soll, will Blake die immer unübersichtlicher werdende Parallelwelt wieder genießbar machen. Sein bildhafter Vergleich:
‘MySpace ist ein Pub, in dem man seinen Abend verbringt.
Parakey wird das Zuhause sein…’
Berichte und erste Details zu Parakey gibts hier, hier oder hier. Zettelt da ein 21jähriger eine radikale (Software-)Innovation an? Wir werden sehen…
Foto: Homepage Blake Ross
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Individuelles Info-Fernsehen im Kinderkrebs-Krankenhaus
Auf eine besondere Innovation macht Telekom Blogger Martin Bredl aufmerksam:
‘Das St. Anna Kinderspital verbindet man in Österreich mit einer schrecklichen Diagnose: Kinderkrebs.’ Im Rahmen eines Forschungsprojektes wird versucht, die Kommunikation des Krankenhauses mit Kindern und Eltern zu verbessern:
Auf der einer interaktiven Plattform werden für jedes Kind personalisierte (abhängig von Alter, Muttersprache, Krankheitsbild, Behandlungsphase,…) Inhalte angeboten. Wie das funktioniert: Personalisiert wird mit einem Stofftier, das einen RFID Chip eingenäht hat. Der Chip ‘kommuniziert’ per Funk mit dem Bildschirm und das Kind wählt per Fernbedienung sein individuelles Programm. Die Inhalte des Krankenhaus-Fernsehens:
Der Weg des Blutes: Ärzte und Forscher aus dem St. Anna Kinderspital erzählen, was sie genau machen, damit die Kinder wieder gesund werden.
Es war einmal das Leben: Das Gehirn. Eine informative, kindgerechte und unterhaltsame Serie über den menschlichen Körper und die einzelnen Organe. [ots]
Ausserdem gibt es Kindergeschichten, Zeichentrickfilme, Spiele und Dokumentationen. Vor kurzem wurde das Projekt mit dem Innovationspreis des Multimedia und E-Business Staatspreises 2006 ausgezeichnet.
Eine wunderbare Idee, die auch von anderen Krankenhäusern übernommen werden sollte. Nicht um das persönliche Gespräch mit dem Arzt zu ersetzen, sondern um Patienten noch besser über ihre individuellen Anliegen zu informieren, aufzuklären oder einfach ein wenig Angst vor der Ungewissheit, was wohl bei der nächsten Untersuchung auf einen zukommen mag, zu nehmen.
Pressemitteilung und Foto: ots.at
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TIME kürt Erfindung des Jahres 2006
An den sich häufenden Auszeichnungen im ‘(irgendwas) of the year’ Stil merkt man immer, dass Weihnachten vor der Tür steht.
Das TIME Magazine kürte die besten Erfindungen des Jahres 2006.
Nachdem im Vorjahr ein geklonter Hund gewonnen hatte, geht die heurige Auszeichnung an ein Unternehmen, dessen Geschichte eines jener Märchen ist, die dazu beigetragen haben, die Welt zu verändern:
One year ago, this would not have been possible, but the world has changed. In the past 12 months, thousands of ordinary people have become famous. Famous people have been embarrassed. Huge sums of money have changed hands. Lots and lots of Mentos have been dropped into Diet Coke. The rules are different now, and one website changed them: YouTube.
[Quelle: TIME]
Ist wohl ein Funke Wahrheit dabei, denn wer hätte vor einem Jahr daran gedacht, dass es heute amerikanisches Profi-Eishockey kostenlos per Internet TV gibt, und dass die ganze Welt ein neues ‘Dich verklag ich am liebsten‘ Opfer gefunden hat.
Weitere Auszeichnungen ‘best inventions’ gibt es u.a. für die Kategorien Gadgets, Clothing, Medizin, oder Transportation - einer Kategorie in der uns mit dem Google Auto ein alter bekannter wiederbegegnet [siehe hier].
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Wenn die Blase drückt
Seit heute sind wir also offiziell Seifenblasen. Zumindest laut dem Spiegel: ‘Wirtschaftlicher Erfolg mit Web 2.0 ist schwierig - und noch schwieriger zu bewahren. Ein vorgezogener Abgesang.’
Und wieder einmal geht es um die Internet-Blase…
Vielleicht ein bedeutender Unterschied zu damals: Heute sind es Menschen, die das Web mit Inhalten füllen. Freiwillig. ‘Schuld’ daran sind auch sozio-technologische und sozio-kulturelle Entwicklungen. Ob sich diese durch ein letztes Aufbäumen ängstlicher Gestriger rückentwickeln werden, sei dahingestellt, es sei denn, meine Leser verschwinden ebenfalls, wenn YouTube und MySpace zu Grabe getragen, und Bücher wie [dieses] verbrannt werden.
Tatsache ist, dass sich das Internet längst zu einem sozialen Überraum entwickelt hat. Ebenso, dass Menschen kommunizieren (wollen). Dass Märkte Gespräche sind, sollten wir seit Cluetrain wissen - auch wenn es einigen Unternehmen nicht passt.
Solange sich Menschen im Internet bewegen, werden das auch Unternehmen tun, dort Werbung und Geschäfte machen, erfolgreich sein und kläglich scheitern. Ups and downs gibt es auch in der ‘Alten Wirtschaft’, wieso sollte das in einer spät-pubertierenden ‘new economy’ anders sein?
Was viele vergessen: ‘Das Internet für alle ist erst zwölf Jahre alt und nächste Generation wächst damit auf, so dass man davon ausgehen kann, dass das Netz wichtiger und noch alltäglicher wird.’
Robert bringt es auf den Punkt: ‘Es ist absolut crazy, was sich bisher mit dem Siegeszug des Internets getan hat. Man muss nur mal in 5 Jahres-Rückblenden zurückdenken. Wie wird es dann in 10 oder 20 Jahren aussehen?’
Hören wir auf, uns Gedanken über ein nicht existierendes ‘Geschäftsmodell Web 2.0′ zu machen, es überhaupt Web 2.0 zu nennen, es schon gar nicht auf YouTube, MySpace und einige verrückt gewordene Investoren zu reduzieren.
Versuchen wir lieber die Chancen zu nutzen und akzeptieren wir, dass sich das Internet längst zu einer globalen Kultur, mit all ihren guten und schlechten Seiten, entwickelt hat und unsere Lebens- Konsum- und Entscheidungsgewohnheiten beeinflusst und verändert.
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Bilderbuchkarriere - Rob Vegas auf ARD
Wie kann man als Student berühmt werden? Die Antwort darauf gibt Rob Vegas, selbsternannter Showmaster 2.0 aus Leidenschaft.
Die Erfolgsgeschichte des Sevenload Haus und Hof Bloggers liest sich beinahe wie ein (weiteres Internet-)Märchen:
Vor etwas mehr als 3 Monaten veröffentlichte der Student die erste Folge seiner Mindtime Comedy Show im Internet. Gestern, nur 17 Folgen später, war Robs wohl bislang größter Tag: Ein Beitrag in der Harald Schmidt Show. Details gibts hier, hier oder über Technorati.
Ob Rob Vegas’ ‘Mindtime Show’ (gibts jeden Samstag parallel zum Hauptabendprogramm) irgendwann als deutscher Anfang vom Ende traditioneller TV Shows in die Geschichte eingehen wird? Harald Schmidt kommentiert es zynisch:
‘Das Fernsehen gibts noch bis Weihnachten,
danach sehn wir alle schwarz.’
Welcher Ernst in diesen Worten liegt, spiegelt sich aber vielleicht in dieser Ankündigung der ‘alten’ Medien wieder:
‘Die deutschen Fernsehsender (sowohl private als auch öffentlich-rechtliche) prüfen offenbar ein juristisches Vorgehen gegen das Online-Videoportal YouTube.’ [Blogbote]
Noch nie hat ein neues Medium die ‘alten’ vollkommen verdrängt. Es gibt weiterhin Bücher, sogar Schallplatten, man hört trotz Fernsehen Radio und liest Zeitungen. Muss es wirklich immer ein Gegeneinander sein? Dass es auch miteinander gehen kann, zeigen BBC und ZDF. Erstere machen es bereits, die anderen überlegen noch. Mal sehen wo die Reise hinführt…
Video: Sevenload
Quellen: Mindtime, Text & Blog, Berliner Zeitung via Blogbote
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