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ANDERS|denken Blitze (Woche 41)

Schnelldurchlauf

Weils manchmal etwas schneller gehen muss …
11x ANDERS|denken im Schnelldurchlauf.

Das Büro der Zukunft
Nach Ansicht einiger Zukunftsforscher wird dann im Büro kein Computer und kein Telefonapparat stehen. [Best Practice Business]

Muss sich Wikipedia jetzt fürchten?
‘Wir werden eine Antwort auf Wikipedia geben’, sagt Andreas Langenscheidt. Bisher schadet der Erfolg von Wikipedia dem Brockhaus-Absatz nicht, sagt Langenscheidt, doch er will es nicht darauf ankommen lassen.

Haben Kunden innovative Ideen?
Wie können Sie es schaffen, den Kunden noch besser in den Innovationsprozess einzubinden und frühzeitig seine unentdeckten Wünsche und Bedürfnisse zu erkennen? [Ideentower]

Lego wird jetzt cool
Selbst eine einfachste Produktinnovation kann für Mundpropaganda sorgen. [anty]

Was ist dran am Web2.0?
Steht Web 2.0 für eine echte Transformation, die die Businesswelt umformt? Oder bahnt sich eine neue Blase an? Welche Geschäftsmodelle werden überleben? Der zweite Teil einer guten Serie übers ‘neue Internet’. Teil 1 gibts hier. [perspektive blau]

Umfrage Mindmapping Software
Letzte Woche gings hier schon mal um Mindmapping. Auch wenn ich lieber per Hand ‘mappe’: Dominic Basulto verweist auf eine Umfrage zu Mindmapping Programmen. [Business Innovation Insider]

Die Bären sind los: Build-A-Bear jetzt auch in Deutschland
Build-A-Bear macht den Teddybär-Kauf zum Erlebnis, indem es eine ansprechende Mischung aus Shoppen und Basteln bietet. [Exiting Commerce]

Ein Tipp für alle Blog-Betreiber
Im Spreeblick gabs diese Woche einen Beitrag ‘Darf ich das bloggen’ mit nützlichen Infos für alle Blog-Betreiber.

Schick die Frauen einkaufen
So einfach kann Marktforschung sein: [innovativ.in]

Wachstum, nur wie? Via Mundpropaganda!
In welche Werbeform investieren die 500 am schnellsten wachsenden Unternehmen in den USA? [Basic Thinking]

Videos für ein verregnetes Wochenende
Creative Capital Conference in Amsterdam: “Culture and creativity are the latest “buzzwords” in the debate on innovation strategies for the knowledge economy. But what is the cultural dimension of the knowledge economy? And what does this imply for the public domain?”

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Ein eigener Sache: Meine Couch

Auf meinen Reisen durch die (Netz-)Welt, stoße ich immer wieder auf Kurioses, Beiträge, Nachrichten, Videos,… Diese Dinge haben in meinem Blog ‘eigentlich’ nichts zu suchen.

Auf der ‘Couch’ gibts ab sofort Gedanken zu Themen abseits meines Berufs. Auf der Hauptseite werden die Inhalte nicht zu sehen sein. Den Link findet Ihr oben in der Menüleiste.

Setzt Euch einfach hin und wieder mal auf meine Couch, lehnt Euch zurück, entspannt Euch oder diskutiert mit.

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Unsinnige Innovation: Blogs sind wie Panini Fußball-Pickerl

Bewertungsportale - Sinn oder Unsinn aus Sicht des ManagementsManche tun sich unglaublich schwer, Veränderungen zu akzeptieren. Aktuell kann man das am Beispiel Web 2.0 schön beobachten.

Ein Paradebeispiel - geballte Ansammlung von Distraktoren wie sozialer und systemischer Beharrungskraft, sowie Kontrollverlustsangst und einer leichten ethischen Krise:

Während sich ein anderer Österreicher durch den ChanceWeb2.0 Kongress in Köln bloggte, trafen sich in Österreich Experten (’Das Internet ist seit 1979 ein interaktives Medium.’ Rainer Grünwald, eMedia) zu einer Podiumsdiskussion, bei der die selbstdarstellenden Anfangsstatements länger dauerten als die Diskussion selbst. Typisches Agieren in Verteidiungssituationen.

Danke an Alexander Greisle für den Link-Tipp. Er fasst die Diskussion treffend zusammen: ‘Viel Unfug in einer Podiumsdiskussion über bzw. gegen Web 2.0. Zum Teil eine ganz besonders elegante Art der Selbsttäuschung.’

Leid tat mir Dieter Rappold (knallgrau). Seine Schilderung der Realität (’YouTube hat mehr Leser als die New York Times. [...] Vom Homo Sapiens zum Homo Googliens.’) wollte in dieser Runde (Markus Raith ausgenommen) niemand wirklich hören. Schade! Mark Pohlmann aber dürfte für seinen Bedenkenträger-Kongress neue potenzielle Teilnehmer gefunden haben.

Wer es sich ansehen will: Hier gibts ein Video der Diskussion. Einige Statements der einzelnen Teilnehmer schon vorab - nicht wörtlich aber sinngemäß: [Weiterlesen] »

Bundesliga Blog Hier gibts aktuelle Infos zur deutschen Fussball Bundesliga inklusive Trikotshop. Spieler, Ergebnisse und die Tabelle.

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ANDERS|denken Blitze (Woche 40)

Schnelldurchlauf

Weils manchmal etwas schneller gehen muss …
11x ANDERS|denken im Schnelldurchlauf.

Mensa-Speiseplan per Handy
Die Mensa der TU-Dresden bietet einen ganz besonderen Service: Die Studierenden können sich den Speiseplan kostenlos auf ihr Handy laden. Vorbildlich: inklusive Zusatzstoffen. [Gesundheitsblogger]

(Un-)Sympathisch?
Wie Sie mit der Sympathie-Matrix die richtigen Kunden und Ihre Mitarbeiterinnen die richtigen Aufgaben finden. Kostenloses Tool von Jörg Weisner. [Job & Joy]

Die 10 brilliantesten Köpfe unserer Zeit
The Fifth Annual Brilliant 10 - Worms, planets, extra dimensions: just a few of the things that inspire the most creative young scientists of the year.

McZahn - Einer ist anders und alle schreien
Mit einem neuen Konzept, nämlich Zahnersatz zum Nulltarif, rollt McZahn gerade den deutschen Markt auf. [Ed Wohlfahrt]

Wenn Business Angels zuschlagen

Serviceverweigerer Achtung: Bewertungsplattform erobert Europa! Qype erhält 7stellige Erstfinanzierung. [Themenblog]

Video der Woche
Management-Tipp: Konfliktmanagement via fliegende Fäuste. Endet so Alonso gegen Schumacher?

Was du machst, ist ganz egal
Der SpiegelOnline über die Chancen im neuen Internet. ‘Neben dem Vertrauen auf eine Nutzerschaft, die sich ihre Inhalte selbst schafft, eint die Web 2.0-Entrepreneure der Glaube an eine Werbewelt der Zukunft, in der Markenartikler in den Internet-Communities maßgeschneiderte Zielgruppen für ihre Produkte vorfinden.’ [VisualBlog]

Zelte aus Beton
Es gibt derzeit ungefährt 35 Millionen Flüchtlinge weltweit und für deren Unterbringung wurde das “Zelt aus Beton” erfunden.
[Ideentower]

Lebensgefahr für den stationären Handel?
“…die Online-Shops machen derzeit vorallem CE-Fachmärkten zu schaffen. Händler klagen darüber, dass sich Kunden in den Märkten schlaumachen und dann im Internet zum besten Preis kaufen.” [ServiceSells]

Weblogs beglügeln eLearning
Das E-Learning erlebt unter dem Schlagwort Web 2.0 einen Aufschwung, weil die technischen Einstiegshürden sinken, die Informationsangebote immer enger miteinander vernetzt und die Lerninhalte aktueller werden. [Handelsblatt]

Singende MitarbeiterInnen bei Henkel
Schon mal was vom Henkel Song gehört? ‘Ganz entscheidend gür ein Unternehmen ist die eigene Identität. Ein gemeinsames Lied erinnert daran, was die eigenen Werte sind.’ Naja - klingt ein wenig nach einem schnulzigen Disney Soundtrack…

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Bloggen für Hühner und eine Kuh für 48 Euro

Oxfam - Fight povertyProBlogger Darren Rowse bloggt jetzt für Hühner. Für 6 Euro kann man im Shop von Oxfam 2 lebende Hühner bestellen. Bevor jetzt jeder aufschreit: Den Hühnern passiert nichts!

Oxfam is a development, relief, and campaigning organisation that works with others to find lasting solutions to poverty and suffering around the world.’

Bei Oxfam funktioniert Spenden anders (siehe hier). Man kauft ein Geschenk, zB. Hühner, eine Kuh, eine Schultasche, ein Badezimmer und vieles mehr. Das Geschenk erhält allerdings nicht der Käufer, sondern ein Mensch der es wirklich brauchen kann.

‘When you buy a gift from Oxfam Unwrapped your donation will be used to fund projects that involve the very item you buy.’

Erklärt am Beispiel der Hühner: Stephen Oge lebt auf den Solomon Islands im Südpazifik. Jemand schenkte ihm 2 Hühner und Stephen erhielt eine Ausbildung und ein Training, wie man Hühner behandelt und züchtet. In 5 Monaten harter Arbeit wurden aus 2 Hühnern 15. Den Erlös nutzt Stephen, um anderen zu helfen. Und er will eine Jausenstube eröffnen. Mit dem Geld wird er seine Familie unterstützen.

Ein hervorragend umgesetzter Long Tail Ansatz einer NPO:

‘What matters is not where customers are, or even how many of them are seeking a particular title, but only that some number of them exist, anywhere.’

PS: Nice idea, Darren - and Happy Birthday!

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Corporate Blog aus dem Burgenland: Manfred Huszar im Interview

Store4Dogs.atNachdem es mancherorts (siehe hier, hier oder hier) Diskussionen über Sinn und Unsinn von Corporate Blogs österreichischer Unternehmen gibt, erscheint es mir höchst an der Zeit, ein aufmunterndes Best Practice Beispiel einzubringen.

Manfred Huszar startete vor noch nicht einmal einem halben Jahr, am 18. April 2006, sein Business Blog Store4Dogs. Ein Burgenländer aus der 3.000 Seelen Gemeinde Parndorf auf den Spuren des Saftblogs?

Ich habe mit Manfred darüber gesprochen, was ihn zum Bloggen bewogen hat, welche wirtschaftlichen Erfolge er aus seinem Blog zieht und wie er mit Kritik umgeht.

Über einen Menschen der nur dann etwas sagt,
wenn er auch tatsächlich etwas zu sagen hat…


[Weiterlesen] »

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Wie man Besucher in sein Blog lockt

Neue Blogs braucht das Land
Bildquelle Gapingvoid, adaptiert.

Zwei Artikel zum Thema Weblogs in der aktuellen Ausgabe von Training Aktuell - einer davon ein nettes Interview mit einem österreichischen Trainer. Auch so kann man sein Blog bekannter machen:

+ Nutze deine Kontakte zu einem Fachmagazin.
+ Oder hoffe dass ausgerechnet einer deiner 10 täglichen Leser
  eine Journalistin ist.
+ Schreib in 135 Tagen 29 Blog-Beiträge.
+ Jetzt bist du ein repräsentativer Fachexperte für Trainer-Blogs!
+ Erzähl von deinen Erfahrungen, z.B.was du Blog-Neulingen rätst

Eigenartiges Interview. Eigenartiger Beitrag. Eigenartig recherchiert. Angesichts der herrschenden Blog-Dürre absolut destruktiv! Keine Rede davon wie Unternehmen Blogs für internes Wissensmanagement, Training oder eLearning einsetzen können. Darauf sollte ein Fachmagazin eigentlich Rücksicht nehmen, anstatt sich auf den Vermarktungseffekt für Berater zu versteifen. Ein kleiner Auszug:

‘Der Weblog diszipliniert mich insofern, als er mich dazu zwingt, ein- bis dreimal pro Woche ein Beispiel für radikale Innovation zu veröffentlichen. Ich hoffe, dass ich auf diese Weise in ein, zwei Jahren an die 200 Beispiele gesammelt habe, die in ein Buch einfließen können.’

Dass ein Weblog einen Trainer diszipliniert seine Kernkompetenz zu entwickeln finde ich faszinierend - solche Macht haben Blogs?

‘[...] Davon abgesehen gibt es in der Trainerbranche nicht viel. Von den 1.400 Mitgliedern der Trainerliste hat sich z.B. keiner bei mir gemeldet, der mir gesagt hätte: Ja, ich blogge auch!’

Warum auch, lieber Herr Kaan? Wer kannte vor dem Interview denn schon Ihr Blog? Zudem gibt es viele Trainer, Berater und Coaches die ihre eigenen Blogs haben oder sich in diversen openBC Foren engagieren. Schon mal bei Technorati gesucht? Nicht jeder ist Mitglied auf dieser ‘Trainerliste’…

‘Ich habe mit zwei verschiedenen Countern, also Zählmaschinen, überprüft, dass ich im Schnitt zehn Besucher pro Tag habe. Das ist mehr als auf meiner Homepage, auf die durchschnittlich vier Besucher am Tag kommen. [...] bis Ende des Jahres möchte ich auf 20 bis 30 tägliche Leser kommen.’

Diese Zahl dürfte mit dem Interview wohl erreicht sein. Glückwunsch!

Ich werde in den nächsten Tagen selbst hier ein Interview mit einem Trainer veröffentlichen, der das Internet beispielhaft für Netzwerken und die Veröffentlichung echter Fachbeiträge und Meinungen nutzt. - Gerne stelle ich es dem Magazin Training Aktuell auch zur Verfügung.

Update: 13.9.2006
Nach einem überaus freundlichen Mailkontakt, hat mir Frau Nicole Bußmann (Chefredakteurin und Mitinhaberin von managerSeminar online) 4 Links zu bereits in früheren Ausgaben erschienenen Beiträgen über Blogs geschickt. Der Vollständigkeit halber ergänze ich diese hier. Danke Frau Bußmann!
Weblogs in der Weiterbildung: Eintagsfliege oder Tool mit Zukunft? |
Marketing per e-Publishing. Hier ist das Medium, wo ist Ihre Botschaft? | Weblogs und Podcasts. Mehr als ein Spielzeug für technophile Spinner | Kommunizieren im Internet. Bildung per Online-Tagebuch?

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Gute Nacht Corporate Blogs

Totgeburt oder noch ungeboren? Corporate Blogs in Österreich.Dornröschenschlaf in Österreich. ‘Wenn Corporate Blogs sanft entschlafen titelt ein aktueller Beitrag im Blog von Ed Wohlfahrt.

Als Beispiele nennt er die Blogs von (letzte Updates in Klammer) Ja! Natürlich (7.8.2006), Treffpunkt Wärmetechnik (18.7.2006) oder das A1 Weblog (8.10.2005). Und das obwohl im letztgenannten 7 Redakteure, mit Michael Schuster sogar ein Mitarbeiter von Knallgrau Media Solutions sitzen - ein an und für sich nicht ganz unbekanntes Unternehmen in der ‘Blogger Szene’.

Ich habe mit vielen Firmen über Corporate Blogs gesprochen. Bis auf ein einziges Mal stieß ich auf unerwartete großes Interesse am Thema - aber das mit der Umsetzung ist ein anderes Kapitel. Woran liegts? Totgeburt oder noch nicht einmal am Leben?

Sehen Österreichs Firmen keinen Wert in Corporate Blogs? Ist die Zeit noch nicht reif? Der Aufwand zu groß? Gibt es (anders als in Deutschland) zu wenige bis keine Werbeagenturen die das Potenzial erkannt haben? Oder handelt es sich ‘nur’ um klassische Zwischenurteilsneurosen ? - Nicht der erwartete Erfolg nach 7 Beiträgen und schon macht ein innovatives Konzept keinen Sinn mehr. Dabei könnten wir doch von einer Reihe positiver Erfolgsbeispiele anderer Länder lernen?! (siehe hier)

Eines jedoch ist ebenfalls sicher: Verwaiste Weblogs sind peinlich - so wie schlechte Webseiten, denn Google findet sie auch ohne Aktualisierung. Entweder ganz raus nehmen oder weiterarbeiten! Alles andere schadet dem Image, wirkt destruktiv, inkonsequent und lethargisch.

Business is talking,
and consumers aren’t just listening anymore.
They’re talking back.

Vielleicht nimmt die Familie Steinbichler ihre Aktivitäten wieder auf. Zu wünschen wäre es, denn noch bereichert jedes einzelne österreichische Blog das Internet und die Chance auf Aufmerksamkeit… in einigen Jahren wirds wohl anders aussehen - sogar in Österreich.

Ich bin gespannt, wann sich in Österreich genügend Querdenker zusammenfinden. Nach ersten Erfolgsgeschichten (im Stil des viel zitierten deutschen Saftblogs), werden auch hierzulande viele aus dem Dornröschenschlaf erwachen. Nicht nur erfolgreiche bloggende Unternehmen, sondern auch Geld witternde, trittbrettfahrende Blog-Berater…

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Mitarbeiterblogs - Giftpfeile ins blutende Unternehmerherz

Dienst nach Vorschrift, innere Kuendigung
Quelle: Gapingvoid

Querschüsse aus den eigenen Reihen? Nicht loyale MitarbeiterInnen? Nein, so etwas gibt es bei uns nicht… [lange Pause] … Zumindest glauben wir das.

Microsoft Mini, Walmartsucks, Nestlé Suisse Real News. Das Internet (Web 2.0) machts einfacher denn je. Frustrierte MitarbeiterInnen schreiben, quasi von ihrem Arbeitsplatz aus, angenehme und schockierende News, Gerüchte und (Halb?)Wahrheiten über ihre Arbeitgeber, deren Produkte oder sogar über Kunden:

Heute war Valie Export im Büro. Das war irgendwie ziemlich erschreckend: einfach eine Frau Mitte 60 in Capri-Hose und Schlabberbluse, die ich fast nicht erkannt hätte, überhaupt keine Erscheinung, vor der man vor lauter Ehrfurcht in die Knie geht oder wegen deren künstlerischer Bedeutung man ins Stottern gerät. Wohl eine gealterte Heldin.

Die ganze Welt liest mit. In Kombination mit einer immer nach Sensationen suchenden Presse, werden Blogs zu Giftpfeilen für jede Strategie [Tagesanzeiger], [Basic Thinking]

Wozu dieser Beitrag? Er kam mir während einer Diskussion mit Führungskräften. Es ging auch um Ängste vor den Gefahren des Internets und ‘wie man MitarbeiterInnen besser kontrollieren könne’.

*kreisch* Meine Güte, wie unprofessionell kann ein Büro denn sein?! Wäääääh…

Kontrolle - ein Denkfehler?! Neue Internetanwendungen (Social Software) sind nur ein effektives Werkzeug, mit dem sich Frust einfacher bewältigen lässt. Das Problem dabei: Die ganze Welt liest mit, wie mitten aus Ihrem Unternehmen Giftpfeile abgeschossen werden. Gallup verfolgt den Motivationsgrad von MitarbeiterInnen seit Jahren,:

Engagement Index
[Quelle: Presseportal]

Nur noch 13% Ihrer Mitarbeiter sollen motiviert sein? Schockierende 18% sind demotiviert und haben innerlich gekündigt haben? Bleiben 69% die Dienst nach Vorschrift machen.

‘Aber doch nicht in meinem Unternehmen!’

Ich wünsche es Ihnen von ganzem Herzen. Aber die Augen zu verschließen ist nicht die Lösung. Was diese Zahlen wirklich bedeuten:

9 von 10 Mitarbeitern, die ein (zu großes) Potenzial für Negativschlagzeilen, schlechte Mundpropaganda und andere destruktive Handlungen darstellen.

Was tun?

Lösungsvorschläge gibt es viele. Die meisten stammen von Beratern, Predigern, Besserwissern. Menschen die noch immer Unternehmensleitbilder verkaufen und davon überzeugt sind, dass dadurch alles besser würde. Schwachsinn! Leitbilder bekommen Sie auch bei Dilbert - gratis!

Kaum jemand hat ‘Führen’ gelernt - zumindest nicht in Seminaren. Was eine ‘gute Führungskraft’ auszeichnet, ist zu komplex, um in 1-3 Tagen vermittelt zu werden. Vergessen wir 90% aller Führungstrainings! In den meisten davon geht es darum, wie man MitarbeiterInnen auf wundervolle Art manipuliert. Manipulation erzeugt Gleichheit. Sie brauchen Vielfalt. Um Vielfalt zu managen müssen Sie Menschen verstehen. Nicht das, was sie sagen - sondern was sie sagen wollen!

‘Frau E. hat unser Unternehmen nur verlassen, weil sie es sich woanders besser machen konnte.’

Fangen Sie an, wirklich zuzuhören. Jeder erfindet gerne eine Vielzahl an Ausreden, um der Wahrheit nicht ins Gesicht sehen zu müssen.

Niemand verlässt ein Unternehmen in dem er/sie sich wohl fühlt, Einsatz zeigen und am Erfolg mitwirken kann. Um ein Unternehmen zu verlassen, bedarf es einer Mitgliedschaft im Club der (87%!) Demotivierten.

Es wäre ‘eigentlich’ ganz einfach.

‘Ich hab Bürolangeweile. Oder wenn das nicht, dann zumindest ein Motivationsproblem. Dabei mache ich ja momentan eigentlich ganz coole Sachen [...] Trotzdem Langeweile.’

Warum hören Manager diese (sogar gebloggten) Hilfeschreie nicht? Hier ein Tipp den Sie schon morgen umsetzen könnten:

Schenken Sie Ihren Mitarbeitern das Wertvollste das Sie haben - Ihre Zeit! Gespräche abseits von Besprechungen und (Muss-)Mitarbeiter- oder Ziel-Erreichungs-Gesprächen. Nur ein paar ehrlich gemeinte Minuten mehr. Zeit zum Zuhören. Zeit um über Ideen, Vorschläge, Entwicklungsmöglichkeiten aber auch Sorgen und Ängste zu reden. Und letztere gibt es wie Salz im Meer.

‘Mein Chef hat heute zu mir gesagt ‘Och, du bist ein Schatz.’ Nun. Das ist unüblich. Aber doch nett.’

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Blogs sind wie Geschäftsessen

Was ein von der klassischen Firmen-Homepage unterscheidet‘Warum soll ich ein Blog aufsetzen? Meine Homepage ist seit jeher die Visitenkarte meines Unternehmens.’

Dann gehen Sie jetzt mit Ihren Kunden essen!

Wozu gehen Sie mit Ihren Kunden essen? Um Kontakte herzustellen, Ihrem Unternehmen ein Gesicht zu geben, in einem lockeren Umfeld Gespräche zu führen, vom Tagesgeschäft etwas abzuschweifen, Geschichten und Erfahrungen auszutauschen, Abwechslung zu bieten, für ein paar Stunden dem grauen Alltag zu entfliehen, und und und.

Mit einem Satz: Sie wollen Beziehungen herstellen. Auch das unterscheidet Blogs von klassischen Firmen-Webseiten! Und nicht selten wurden die besten Geschäfte während des Essens gemacht…

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Russisches Roulette im Internet

Geschäftsidee: Blogger will 1 Milliarde DollarDie Zeiten als Geschäftsideen eine Million Dollar brachten sind vorbei. Jetzt wird der Einsatz erhöht: Es geht um 1 Milliarde Dollar.

Schade, dass Robert Basic diese Idee nicht früher gepostet hat. Sie stände wohl ganz oben auf der Liste der verrücktesten Geschäftsideen.

Die Idee ist mehr ein Spiel, überwacht von einem Notar. Wer auf einer Internetseite werben will, bezahlt einen Geldbetrag. Was folgt ist Russisches Roulette für Schnäppchenjäger: Robert überweist das Geld retour. Oder auch nicht. Das hängt von seiner Laune ab. Überweist er es nicht - ist das Spiel zu Ende.

Schrittweise wird der Blogger den Einsatz erhöhen: Zuerst 100 US$, dann 500, usw. … bis zur utopischen Summe von 1 Milliarde Dollar. Bei welchem Betrag Robert das Spiel beendet, liegt in seinen Händen. Passend schreibt er dazu in einem der zahlreichen Kommentare auf seiner Homepage: Trust me or leave me.

Welche Chancen die Idee hat, bewertet Robert gleich selbst:

‘99% werden denken, ich sei ein Betrüger. 0.5% werden möglicherweise daran glauben, dass einer so bescheuert sein kann, geschenktes Geld abzulehnen. Dagegen spricht schon die ökonomische Vernunft. 0.5% werden mir wohl eine Chance geben, dass ich bis 100.000 poker und dann abkassiere. 0% werden denken, dass ich es bis zum bitteren Ende schaffe :) Und, 99% werden mich mit Zunahme der Beträge als Vollidioten abstempeln. 1% wird hoffentlich nachdenken.’

Quelle: Basic Thinking

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Technikaffin und kommunikativ?

Als Blogger Geld verdienen.Wozu muss ein Techniker kommunikativ sein?

Laut Burkhard Schneider, um schon bald eine konkrete Geschäftsidee umzusetzen. Auf Best Practice Business macht er schon mal neugierig:

‘Durch eigene Bedürfnisse bin ich auf eine Idee gestossen, mit der ein technikaffiner Blogger wohl schon nach wenigen Monaten ein vierstelliges Einkommen pro Monat generieren könnte. [...] Ich gebe zu, dass die Idee relativ trivial ist. Nach meiner Kenntnis bietet aber noch kein Blogger diese Leistung an und selbst wenn es so wäre, wäre der Markt groß genug.’

Was Bukhard hier macht: Er bietet kostenlos eine Idee mitsamt der Entwicklung des Geschäftskonzepts an. Als Gegenleistung erhält er genau die Dienstleistung die ihm selbst fehlt - und er lenkt neue Besucher auf seine Website. Nur ein Trick? Bestimmt nicht! Denn wer Burkhard kennt (oder zumindest sein Vorzeige Blog) weiß, dass es sich hier um alles andere als nur heiße Luft handelt. Wir sind gespannt auf mehr…

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