Alle Beiträge zum Schlagwort (Tag) community’
Geld verdienen mit Urlaubsvideos

Hotelbewertungsplattformen gibt es mittlerweile dutzende. Mario hat mir einen Link zu Tripr.tv geschickt, zwar eine weitere aber im Gegensatz zu allen anderen werden hier Urlaubsgäste nicht nur kostenlos gemolken sondern können durch Einstellen Ihrer Urlaubsfilme Geld verdienen.
Auf einem Mashup von Google Maps sind alle Standpunkte verzeichnet von denen es schon Videos oder Bewertungen gibt. Nutzer der Plattform haben 3 Möglichkeiten: Private Videos anzusehen, Bewertungen von booking.com abzurufen oder gleich ein Zimmer in besagtem Hotel zu buchen. Entscheidet sich jemand für letzteres, verdient der Ersteller des Videos zu einem Drittel an der der Buchungsprovision mit die üblicherweise zwischen fünf und fünfzehn Prozent liegen.

Tripr.tv möchte mit seinem YouTube der Reisebranche Konzept so zur größten Plattform für Hotelvideos werden.
Mir gefällt der Ansatz sehr. Nicht zuletzt auch deshalb weil Tripr.tv einen Ansatz liefert, die immer öfter gestellte Frage “Wer verdient am Web2.0″ zu beantworten. Die Provisionen werden fair geteilt und das Beispiel zeigt, dass user generated content nicht unbedingt mit Ausbeutung gleichzusetzen ist.
Weitere Beiträge zum Thema Tourismus und Web2.0
Screenshots: trivp.tv
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):community essen & trinken geschäftsidee kritik Marketing tourismus & gastronomie user generated content video web2.0/social media
Ähnliche Artikel
Kostenloser Web2.0 Wegweiser für Einsteiger
Im Dezember bat mich Martin Schobert von der Österreich Werbung um einen Kurzbeitrag für einen “Social Web Wegweiser für den österreichischen Tourismus” und schrieb damals in seinem eMail.
Die Österreich Werbung möchte damit verständliche, simple Antworten auf wichtige Fragen rund um web & travel 2.0 geben und gleichzeitig Ansprechpersonen vorstellen, die helfen können die Vorgänge im und um das Web zu verstehen.
Dem Aufruf kam ich deshalb gerne nach, weil ich in viel zu vielen Diskussionen und Projekten (nicht nur mit Touristikern, Hoteliers, …) immer wieder die großen Fragezeichen in den Augen vor mir sah und noch immer sehe wenn das Thema auf Web2.0 und seine (Einsatz-)Möglichkeiten fällt.
Am Freitag letzer Woche stellte die ÖW den Wegweiser im Rahmen der ENTER 08 in Innsbruck und ich würde sagen: Ziel übertroffen! Die Broschüre gibt nicht nur Touristikern einen hervorragenden Überblick über das Thema, sondern kann genauso gut anderen Branchen nützlich sein!
Initiator Martin Schobert schreibt dazu im (brandneuen) Blog der Österreich Werbung:
Wir wollen Österreichs Touristikern damit Orientierung geben und die Richtung aufzeigen, in die sich Kommunikation im Web in den nächsten Jahren entwickeln wird. Denn Web 2.0 hat definitiv einen Wandel der Online-Kommunikation mit sich gebracht. Und dieser Wandel ist schon passiert, egal ob wir wollen oder nicht.
Deshalb haben wir Österreich Werber diesen “Social Web Wegweiser” initiiert. Um nicht allein Prophet im eigenen Land zu sein haben wir 6 der besten “Web 2.0″-Experten und Online-Berater mit Tourismus Know-How eingeladen uns Ihre Sicht der Dinge näherzubringen. Wir baten sie zu unterschiedlichen Themen die Frage zu beantworten wie österreichische Touristiker die Chancen im Social Web nützen können. Und welchen Irrtümern sie nicht “aufsitzen” sollten.
Petra Stolba, Chefin der Österreich Werbung, ergänzt im Editorial:
Auf den folgenden Seiten finden sich Texte verschiedenster Experten die jeweils unterschiedliche Aspekte im Social Web beleuchten. Ganz bewusst hat die Österreich Werbung diese Experten eingeladen, den Inhalt zu gestalten, denn ein Paradigma des Social Web ist die Meinungsvielfalt, die „Weisheit der Vielen“, die es ermöglicht, Phänomene aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und sich ein umfassendes Bild zu verschaffen.
Bleibt anzumerken dass Martin und sein Team es in den letzten 12 Monaten geschafft haben, sich quasi von Null hervorragend in Web2.0 einzuarbeiten. Gelungen ist das m.E. auch deshalb, weil der Marketingbegriff nicht nur strapaziert und seine Inhalte gepredigt sondern vor allem auch gelebt wurden, andernfalls hätten einige der nachgenannten Autoren des Wegweisers in dieser Form wohl kaum am Wegweiser mitgearbeitet.
Inhaltsübersicht “Travel 2.0 in Österreich”
- Martin Schobert, Es zählt nur die Kundenorientierung
- Karin Schmollgruber, In 6 Schritten zu Ihrer Web2.0 Strategie
- Dieter Rappold, Definieren wir den Relevanzbegriff neu - Aufmerksamkeit im Long Tail
- Hannes Treichl, Wo wie und warum Communities Märkte verändern
- Ed Wohlfahrt, Online Reputation: Ihr guter Ruf im Internet
- Robert Basic, Wenn Sie daran denken zu bloggen, dann lassen Sie es bitte
- Hannes Offenbacher, Corporate Blogging: Wer kommuniziert gewinnt
Dazu gibt es noch
- “Die Top10 einer erfolgreichen Web2.0 Strategie”,
- “Die Top 10 Irrtümer rund um Web2.0″,
- sowie von Michael Schuster, Helge Fahrnberger und Christian Lendl ausgearbeitete Fallstudien.
Download
PS: Trendexperte Florian Moritz von der Österreich Werbung hat mir freundlicherweise einen dicken Stapel Broschüren mitgebracht, den ich in den nächsten Tagen an meine Freunde, Kunden und Partner weiterleite - eMail also nicht notwendig…
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):blog community kostenlos Marketing Tipps tourismus & gastronomie user generated content web2.0/social media
Ähnliche Artikel
Geld verdienen durch die Vermittlung von Locations
Sebastian Demmerle betreibt in Frankfurt eine Agentur für Location- und Produktionsservice für Filmproduktionen. Die Locations findet er aber nicht ausschließlich selbst, sondern bedient sich clever den Möglichkeiten des Internet.

Auf frankfurtlocation.com kann jeder Mitglied der Scout Community werden und Vorschläge für Locations machen, die für Film- oder Fotoaufnahmen das gewisse Etwas mitbringen. Via Mail informiert das Unternehmen seine Mitglieder zudem laufend über aktuelle Gesuche.
Produktionsfirmen können in der Online-Datenbank recherchieren. Entspricht ein Vorschlag den Vorstellungen, bezahlt der Kunde €100, der Scout erhält €50 als Vermittlungsprovision. Da neben öffentlichen Plätzen oder Bürogebäuden auch immer wieder private Räumlichkeiten gesucht werden, könnte es ein zusätzlicher Anreiz für so manchen Scout sein, später einmal sagen zu dürfen, dass der neue Axe-Werbespot im eigenen Wohnzimmer gedreht wurde.
Was hat Sebastian Demmerle davon? Vor allem kann er seine Location Datenbank schneller füllen und findet unter Umständen Perlen, auf die er sonst unter Umständen niemals gestoßen wäre. Die Fixkosten für das Scout Netzwerk belaufen sich auf Null, denn bezahlt wird nur bei Vermittlung.
Ein Beispiel das zeigt, dass auch kleine Unternehmen sehr erfolgreich Crowdsourcing betreiben können.
Screenshot: Frankfurt Location | Quelle: Best Practice Busines
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):community CrowdSourcing dienstleistung differenzierung geschäftsidee Marketing tourismus & gastronomie user generated content web2.0/social media
Ähnliche Artikel
Radiobericht Crowdsourcing und Meinungen eines Trendforschers
Radio Ö1 hat vor einiger Zeit einen Beitrag über Crowdsourcing gesendet. Leider habe ich ihn erst jetzt zugeschickt bekommen, er ist aber deshalb nicht weniger aktuell.

Im Beitrag erzählt Manfred Lackmair noch von seinen Erwartungshaltungen eines Crowdsourcing Projektes das wir über VOdA für ihn umgesetzt hatten. Interessant seine Hoffnungen von damals mit den Resultaten zu vergleichen über die ich vor einigen Wochen geschrieben hatte (siehe hier).
Jetzt aber zum Radiobeitrag:
Nicht ganz nachvollziehen kann ich einige Aussagen des Trendforschers Christian Hehenberger der meint, “Crowdsourcing sei für Marktforschung ungeeignet und Teilsegmente seien nicht repräsentativ.”
Stimmt zum Teil - aber die Gegenfrage: Ist es repräsentativ wenn mir auf der Straße jemand einen Fragebogen unter die Nase hält und ich eben schnell irgendwelche Antworten gebe weil ich gar keine Lust auf die Fragerei habe?
Sind wir nicht längst davon abgegangen über die Zielgruppe zu sprechen und der Zug fährt in Richtung Microcommunities ab?
Wer Crowdsourcing Projekte dazu nutzt um sie mit Feedback zu verknüpfen, wird auch brauchbares erhalten. Meistens sogar zu entscheidend niedrigeren Kosten als dies bei klassischen Formen der Fall ist. Hervorragendes Beispiel dafür ist CrowdSpirit, über das ich hier im Blog bereits mehrmals geschrieben habe. “Das Teilsegement” (=Technik-Interessierte) entwickeln gemeinsam Ideen und evaluieren diese auch - brauch ich da noch großartig weitere Marktforschung?
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):community CrowdSourcing design kreativität Marketing user generated content web2.0/social media
Ähnliche Artikel
Barack Obama und das Internet

Mr. oder Ms. US President werden (auch) im Internet gemacht. Gerade als ich hier eine Analyse über den hervorragenden Web-Auftritt des Barack Obama schreiben will, entdecke ich bei Ed Wohlfahrt einen tollen Bericht über die Internetstrategie des Anwärters aufs höchste Amt der USA.
Ich spar mir also die Mühe und empfehle allen Interessierten bei Ed Wohlfahrt vorbeizuschauen und diesen Beitrag zu lesen.
Folgende Ergänzung eines Features das mir sehr gut gefällt. Obama versucht (im Gegensatz zu Hillary Clinton bei der man eher das Gefühl hat käufer eines Produktes zu sein) seine Wähler ganz aktiv einzubinden, zu Mitgliedern seines Universums zu machen. Hier ein Beispiel:
Wer auf my.barackobama.com ein Profil anlegt erhält dafür “Bonuspunkte” - für öffentlich zugängliche Profile mehr als für nicht einsehbare. Jedes Einloggen, posten von Links im Social Network, Schreiben von Blogeinträgen, Einladen von Freunden (dazu kann man gleich sein gesamtes Outlook Adressbuch hochladen) etc. bringt zusätzliche Punkte.
So entwickelt sich ein Wettrennen um die meisten Punkte. Menschen waren seit jeher Jäger und Sammler und diesen Trieb werden wir einfach nicht los - Marketer und Community Manager freuen sich darüber, denn “Jagen und Sammeln” kann immer wieder effektiv in Kampagnen eingesetzt werden.
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):community differenzierung Marketing politik positionierung user generated content viralmarketing web2.0/social media
Ähnliche Artikel
Kostenloses Web-Coaching für Nachwuchsband

Technologie Experte und Journalist Georg Holzer sucht eine Nachwuchsband der er über sein Blog ein ganz besonderes Angebot macht:
Ich will eine heimische Nachwuchsband über die nächsten Ausgaben der Web-Beilage ein klein wenig begleiten und damit auch anderen jungen Bands Anleitung geben, wie man im Web zu einer Fanbasis kommt und so vielleicht den Aufstieg schafft. [...] Was gibt’s dafür?
- Publicity: In den nächsten vier Ausgaben jeweils eine kleine bis mittelgroße Geschichte über deren Learnings
- Infrastruktur und Geld? - Ich werde mein bestes tun. Vielleicht kann ich meine Kontakte spielen lassen und so ein wenig herausholen. Versprechen kann ich aber jetzt noch gar nichts.
Aus aktuellem Anlass habe ich in den letzten Wochen mit einigen Musikgruppen gesprochen und dabei enorme Wissensdefizite festgestellt, was Marketingmöglichkeiten und -experimente im Internet betrifft. Daher kann ich allen Nachwuchsbands nur wärmstens empfehlen, Georgs tolles Angebot anzunehmen bzw. sich zu bewerben. Was mitzubringen ist steht in seinem Blog (siehe hier).
Eine Nebenbemerkung zu den Kriterien: Ich selbst arbeite gerade an einer neuen Internetstrategie für eine sehr bekannte und erfolgreiche österreichische Gruppe. Web2.0 (wer will darf es auch Social Web, Permission Marketing oder Mitmachnetz nennen) wird dort eine bedeutende Rolle spielen, weshalb wir viel mit Musikern diskutiert haben. Vor allem 5 Punkte kamen immer wieder zur Sprache:
Zeit
Wer ernsthaft an authentisches Netzwerken, Facebook und MySpace Marketing denkt muss dazu auch die Bereitschaft fürs Investieren von Zeit mitbringen. Authentisch heißt, nicht irgendeinen Praktikanten oder Bekannten mit der Fanbetreuung zu beauftragen sondern sich selbst die Mühe machen Beziehungen aufzubauen, Kontakte zu knüpfen und (s)eine Community aufzubauen. Märkte sind Gespräche und die muss ich selbst führen.
Klingt nach Drecksarbeit, ist es teilweise auch, aber sie macht süchtig und Spaß. Ich schaffe meine eigene Identität die, im Gegensatz zu meiner Musik, nicht kopiert werden kann. Wenig halte ich persönlich von neppenden MySpace Präsenzen bereits bekannter Künstler. Zwar mögen diese hunderte bis tausende “Freunde” haben, tatsächlich aber werden Fans mit den von Managern und Marketern im Namen der Bandmitglieder geschriebenen Einträge lediglich verarscht.
Seth Godin, Marketing-Guru und mein englischsprachiger Lieblingsblogger, schrieb vor wenigen Tagen einen hervorragenden Beitrag über “Dinge die wir von der Musikindustrie lernen können”. Ein Zitat daraus:
Many musicians have understood that all they need to make a (very good) living is to have 10,000 fans. 10,000 people who look forward to the next record, who are willing to trek out to the next concert. Add 7 fans a day and you’re done in 5 years. Set for life. A life making music for your fans, not finding fans for your music.
Gratiskultur

Web2.0 bedeutet auch ein Umdenken in der Distributionspolitik. Digitales Business impliziert irgendwo “kostenlos”. Trotzdem träumen viele Nachwuchskünstler (noch immer) davon im großen Stil CDs zu verkaufen.
Radiohead hat vorgemacht, dass man Musik auch verschenken (bzw. Kunden den Preis selbst bestimmen lassen) kann und damit ein Feuerwerk an PR und Mundpropaganda auslöst.
Geld verdienen könnt Ihr im Anschluss - aber nicht mit einer handvoll Songs die ihr um wenige Cent auf iTunes verkauft sondern mit Konzerten, Fanartikeln, Special Events, Fanreisen oder ganz anderen Geschäfts- und Finanzierungsmodellen abseits der silbernen Scheiben. Dazu müsst Ihr erst mal bekannter, anerkannter und akzeptiert werden… es ist und bleibt ein Teufelskreis, aber Eure Community wird Euch auf diesem Web begleiten und (wenn Ihr sie um Hilfe bittet) auch unterstützen.
Copyright
Zu Beginn der musikalischen Karriere freuen sich viele Musiker wenn Fans Fotos vom Auftritt schießen oder Fan-Videos drehen. Irgendwann steigt aber vielen der Erfolg zu Kopf, sie pochen auf Copyright und Urheberrecht, drohen mit Klagen und verärgern ihre Fans.
[...] suing people is like going to war. If you’re going to go to war with tens of thousands of your customers every year, don’t be surprised if they start treating you like the enemy. [Seth Godin]
Als Band profitiere ich davon dass möglichst viele Menschen meine Auftritte fotografieren, filmen oder in Blogs dokumentieren, ihre Begeisterung über Internet mit ihren Freunden und Suchmaschinen teilen, Multiplikatoren werden und noch mehr Menschen auf mich aufmerksam machen, die ich selbst vielleicht nie erreicht hätte.
Digitale Inhalte (und MySpace lebt davon) sind dazu prädestiniert kopiert und bearbeitet zu werden. Damit muss ich mich nicht nur abfinden sondern sollte viel eher Wege suchen Menschen zu motivieren Schneebälle zu werfen und Lawinen loszutreten.
Internet-Affinität
Wer dem Internet und seinen Möglichkeiten nichts abgewinnen kann, erst mühsam überzeugt werden muss oder dessen größtes Greuel es ist sich mit Menschen zu vernetzen, Gespräche zu führen, sein Profil (oder gar sein Blog) zu aktualisieren lässt ebenfalls besser die Finger davon und konzentriert sich auf andere Marketingmöglichkeiten.
“The Long Tail”
Geh zu Beginn deiner (Web-)Karriere davon aus, dass du irgendwo im Long Tail stecken bleiben wirst. Wahrscheinlich wirst du es niemals zu Star-Ruhm schaffen, der angestrebte Vertrag mit einem großen Label wird auf immer ein Wunschtraum bleiben. Dieser Traum ist aber gleichzeitig der Nährboden deiner Leidenschaft für deine Musik. Du musst dich nicht verbiegen. Bleib deiner Nische (= deinen Fans) treu und du wirst dort viel Spaß haben und auch Erfolge feiern.
Screenshots und Grafik: 1. Flickr, thanks Zen, 2. Chris Anderson, The Long Tail 3. Lady Bitch Ray
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):community differenzierung geschäftsidee gründung Marketing musik positionierung viralmarketing web2.0/social media
Ähnliche Artikel
InnoCentive: Das Wissen von 125.000 Köpfen nutzen

InnoCentive ist ein Paradebeispiel für die Kombination des Einsatzes aktuell verfügbarer Internet-Technologien, der “Mitmachkultur” und einer offenen Management-Einstellung gegenüber OpenInnovation/CrowdSourcing - Menschen ausserhalb der Unternehmensmauern in betriebliche Prozesse miteinzubeziehen.
und dabei sogar noch Geld verdienen.
Weil mich viele Workshopteilnehmer in den letzten Wochen immer wieder mit großen Augen angesehen haben wenn ich dieses Beispiel erzählt habe, hier eine kurze Vorstellung von InnoCentive, einschließlich eines Videos mit einem Fallbeispiel.
Jedes Unternehmen oder Organsiation kann auf InnoCentive komplexe Problemstellungen einstellen. Gelöst werden die Herausforderungen von einem über die ganze Welt verteilten Heer an Menschen. Über 125.000 aus 180 Ländern sind es, die sich registriert haben um für Prämien von 10.000 bis zu 1.000.000 Dollar ihre Kreativität und ihr Wissen einsetzen. Ausgeschüttet werden die Prämien allerdings nur im Erfolgsfall - eine Investition mit kalkulierbarem Riskio.
Es ist aber nicht das Geld, das Menschen motiviert bei InnoCentive mitzuwirken, sondern die geistige Herausforderung (“intellectual challenge“, vgl. Interview mit Gründer Alpheus Bingham). Diese gliedern sich derzeit in 6 Kategorien: Physical Sciences, Engineering and Design, Chemistry, Math and Computer Science, Life Sciences und Business and Entrepreneurship. Wie so eine Fragestellung aussehen kann, zeigt dieser Screenshot:

Quelle: InnoCentive, Kategorie Engineering/Design
In der Regel werden die Lösungen nicht durch neue Erkenntnisse eines Hobbybastlers in der Wüste von Nevada gelöst, sondern durch die Kombination bestehenden Wissens, das in tausenden Köpfen von Wissenschaftern und “Amateuren” schlummert. Implizit vorhandenes Wissen wird externalisiert und in Kollaboration weiterentwickelt. Wissensmanagement in Reinkultur.
Procter & Gample beschäftigt 9.000 Forscher und Entwickler. Eine Lösung zu finden, wie die seit 1968 verkauften Pringles Chips bedruckt werden könnten, gelang ihnen trotz der stolzen Zahl dennoch nicht.
In a recent article in the Harvard Business Review, Procter & Gamble Co. executives Larry Huston and Nabil Sakkab recounted how P&G executives thought they could boost sales if trivia questions could be printed on the crisps. But they were unsure of how to do that cost-effectively.
Instead of relying solely on its R&D department, P&G also sought solutions through global networks of scientists it uses. P&G ultimately found a professor in Italy who had devised an ink-jet method for printing images on cookies with edible dyes. By adapting that process to Pringles, P&G was able to dramatically reduce the time and expense of launching this product upgrade. [Quelle: The Boston Globe]
Das nachstehende Video (2:26min) ist die Zusammenfassung einer InnoCentive Fallstudie. In dem Projekt ging es darum Lösungen zur Beseitigung von Ölresten des Exxon Valdez Unglücks von 1989 zu erarbeiten.
Quelle: InnoCentive YouTube Channel.
Link zu InnoCentive: www.innocentive.com
Weitere (deutsche) Lesetipps zu InnoCentive:
ZEIT Wissen (Ausgabe 01/2007)
SAP Info (09/2006)
community CrowdSourcing innovation kreativität user generated content video web2.0/social media
Ähnliche Artikel
Produkte verbessern - RedesignMe (Ideen-Crowdsourcing)
Gerade heute haben wir im Rahmen der Kufsteiner Ideentage über neue Möglichkeiten gesprochen die das Internet öffnet, um Kunden enger in Entwicklungsprojekte mit einzubeziehen. Hier ein aktuelles Beispiel, wie so etwas aussehen könnte.
RedesignMe ist eines der jüngsten Projekte zum Thema Ideen-Crowdsourcing. Auf der Plattform www.redesignme.org können von Produkten genervte Konsumenten nicht nur jammern und über Horrorerlebnisse mit missratenen oder nicht ganz durchdachten Produkten berichten, sondern gleichzeitig Verbesserungsvorschläge unterbreiten, und gemeinsam mit Interessierten Verbesserungsideen weiterspinnen.
The goal of the RedesignMe foundation is to improve the products around us by collectively rethinking bad products into better products and good ideas into great ideas. RedesignMe collects the best product improvements and communicates them back to the original designers & producers. RedesignMe will mediate between producers and redesigners to make sure redesigners get rewarded for their ideas.
Obwohl die Seite erst seit kurzem im Netz ist, enthält sie bereits einige sehr gute Beispiele, für die so mancher Produktmanager, Marktforscher oder Entwickler (des eigenen Unternehmens oder des Mitbewerbers) dankbar sein sollte - vorausgesetzt es besteht überhaupt Interesse daran, Feedback von seinen Kunden zu erhalten.
Und wer sich regelmäßig mit Fragestellungen und Suchfeldern rund um Produktinnovationen beschäftigt, wird in so manchen Kommentaren wahre Leckerbissen finden, wie sich Ideen weiterentwickeln lassen (könnten).
Im Gegensatz zu David Lionels Crowdspirit (siehe auch Bericht hier), meinem persönlichen Favoriten unter allen Crowdsourcing Projekten (Update über das immer besser in Schwung kommende Unternehmen folgt in Kürze), suchen die beiden niederländischen Gründer Gregor Klemencic und Maxim Schram nicht primär nach neuen innovativen Produktideen, sondern vor allem nach Potenzialen für inkrementelle Verbesserungen - und diese können bei tausenden Produkten und Dienstleistungen zu entscheidenden Wettbewerbsvorteilen führen. RedesignMe könnte sich zu einer wertvollen Inspirationsquelle (oder Fundgrube für Worst Case Beispiele) entwickeln. Werde ich ganz bestimmt am Schirm behalten.
Screenshot: www.redesignme.org
Gefunden bei: Swissmiss
community CrowdSourcing design innovation kreativität Marketing servicewüste web2.0/social media
Ähnliche Artikel
Verlierer Werbung
Die Strategie- und Technologieberatung Booz Allen Hamilton hat deutsche und amerikanische Konsumenten nach ihrem Konsum- und Kaufentscheidungsverhalten befragt und liefert einige Zahlen für Statistikfreaks betreffend der Wirksamkeit von klassischer Werbung, Direktmarketing sowie mittelbaren Kontaktkanälen in Form von Empfehlungen und Produkttests.
Vor allem beleuchtet die Studie (zur Pressemitteilung) den “dramatischen Bedeutungsverlust klassischer Medien”, aber auch für andere Unternehmen lassen sich Chancen ableiten:
Die Bedeutung emotional aufgeladener Kaufsituationen, interaktiver Ansprache sowie der persönlichen Beratung nimmt klar zu. [...] Entgegen dem Informationsüberfluss in der Vorkauf- und Kaufphase bestehen im After Sales-Bereich erhebliche Defizite. Denn nur 13% der Konsumenten fühlen sich nach einem Kauf gut betreut. Hingegen wünscht sich jeder fünfte Kunde eine individuelle Rückmeldung nach dem Kaufabschluss, und weitere 30% sind einer aktiveren Kommunikation gegenüber aufgeschlossen.
Auch wenn in der Pressemitteilung nicht explizit erwähnt, könnten als ein Beispiel für aktive (integrierte) Kommunikation auch der Einsatz von Social Media (z.B. Blogs) gedacht werden. Wer es darüberhinaus noch schafft, Kunden in Communities oder in die Entwicklung eigener Produkte und Kampagnen (weiter Schlagworte: Open Innovation, Crowdsourcing, User generated content) einzubinden, gewinnt noch mehr:
So ist die Bereitschaft zur Preisgabe persönlicher Daten erstaunlich hoch. Je nach Produktsegment sind zwischen 50% und 80% der Kunden bereit, soziodemographische Daten sowie Nutzungsdaten offen zu legen. Als Gegenleistung erwarten sie insbesondere eine bevorzugte Behandlung als Produkttester, spezielle Angebote oder Preisnachlässe.
Vieles davon sind keine wirklich neuen Erkenntnisse und andere Studien mögen noch wesentlich bessere Anhaltspunkte für segemtspezifische Konsumentscheidungen liefern, aber einige Menschen werden eben vor allem dann hellhörig, wenn Branchengrößen wie Bruce Allen oder andere Zahlen wie obige in die Welt setzen.
Weil es ein wenig zum Thema passt, hier noch ein Schreiben das ich vor einiger Zeit von jemanden erhalten habe, der bis zum Start seines Blogs und den daraus resultierenden Gesprächen vergeblich in Offline- und Online-Marketing investiert hatte. Viel besser kann man die Wirkungsmöglichkeiten von Social Media kaum mehr erklären.
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):Gestern Mittag war ich noch ziemlich down – die übliche Geschichte mit dem Kundensuchen … Am Abend rief mich jemand aufgrund des IT-Auftritts an, er ist durch google-Suche auf mich gekommen. Dieser Jemand ist seit heute Vormittag mein Kunde. Ich kann mich nur nochmals tausendmal bedanken, wenn schon nach so kurzer Zeit so ein Echo entsteht, dann könnte ich mir zukünftig die klassische Akquisition mit Brief, Telefonat etc. vielleicht auch schenken?
Hätt ich mir im Finanz- und Wirtschaftsbereich nie vorstellen können – das Blog hab ich ursprünglich eigentlich nur als Zugabe gesehen! Mittlerweile werden ich in google zu keywords gefunden, die GENAU meinen Bereich betreffen – unglaublich!
community Marketing presse & medien studie web2.0/social media werbung
Ähnliche Artikel
Zuzzid - Erfahrungsberichte über Versicherungen
Erst letzte Woche habe ich mit einem Finanzdienstleister eine ausführliche Diskussion über Web2.0 und Chancen für ein Versicherungsunternehmen geführt. Als es um Risiken ging kam (natürlich) der v.a. allem aus Touristiker-Kreisen bekannte Punkt: Angst vor Kundenbewertungen. Durchaus verständlich, ist doch das Image der Branche in der breiten Masse nicht immer das allerbeste.
Keine Angst vor Kundenbewertungen hat hingegen das britische Versicherungsunternehmen Norwich Union. Mit Zuzzid hat es eine Plattform geschaffen, auf der frustrierte, verärgerte, glückliche und positiv beeindruckte Versicherungskunden ihrem Ärger oder Ihrer Begeisterung freien Lauf lassen, und ihre positiven wie negativen Erfahrungen mit anderen teilen können.

Putting power in the hands of insurance customers, not insurance companies. The ZUZZ. Let everyone know about your good, bad and ugly insurance experiences.
Zuzzid könnte zu einer Drehscheibe für Vorkaufsentscheidungen werden. Erwünschte Marketing-Nebeneffekte für Norwich Union gibt es viele, und so mancher wird sich an gemeinsame Workshops erinnert fühlen, wenn ich einige hier aufzähle:
Das Versicherungsunternehmen hat einen Geschwindigkeitsvorsprung beim täglichen Kampf um neue Kunden, kann über das integrierte Social Network persönliche Beziehungen aufbauen, und neue Marktforschungsmöglichkeiten nutzen. Außerdem erhält es (über demographische Barrieren hinweg) einen breiten Überblick über die Stärken und Schwachstellen von Mitbewerbern. Crowdsourcing zur Beobachtung der Konkurrenz. Clever gemacht!
Wie viel Wissen die User bereit sein werden preiszugeben, wie die Qualität der Beiträge sich gestalten wird, ob die Plattform auch langfristig überleben wird, und wie das generierte Wissen intern für bessere Leistungen (und letztendlich höheren Verkaufserfolg) genutzt wird, hängt zum einen vom Verhalten und der Zurückhaltung von Norwich Union gegenüber den Usern ab, zum anderen von den eigenen Stärken von Usern generiertes Wissen zu verarbeiten.
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):community dienstleistung differenzierung finanzierung & versicherung Marketing user generated content web2.0/social media
Ähnliche Artikel
Junge Menschen, Visionen und ihr Leben im Internet
Im gestrigen Beitrag ging es um Silver Surfer im Internet. Wenn junge Menschen dort schon nicht einkaufen und Reisen buchen - was machen Sie dann? Eine wunderbare Geschichte darüber erzählen Teile dieses (wenn auch für einen anderen Zweck gedrehten) kurzen 5-Minuten Videos “A Vision of Students Today”, von Mike Wesch, Professor an der Kansas State University.
Gleich am Anfang zeigt das Video auch, wie ein Professor gemeinsam mit 200 Studenten das Online Dokumente Tool von Google nutzt (schon mal eigene Einsatzzwecke überlegt?), und sich so über zeitliche und geographische Hürden hinwegsetzt. Was folgt sind einige gute Beispiele für digital vernetztes Leben, Studieren und Arbeiten.
- “Dieses Jahr lese ich 8 Bücher, 2.300 Webseiten und 1.281 Facebook Profile.”
- “Dieses Semester schreibe ich 42 Seiten für den Unterricht - und 500 Seiten eMails.”
- “Ich bin täglich 3.5 Stunden im Internet - und 2 Stunden am Telefon. Fernsehen: 1.5 Stunden.”
- “Ich bring mein Notebook mit in den Unterricht - aber nicht für den Unterricht.”
- “Ich “facebooke” während fast aller Unterrichtsstunden.”
Nur eine amerikanische Sache? Reden Sie mit Schülern renomierter Schule! Dort sieht es nicht viel anders aus. Und jetzt die schwierigste aller Fragen: Wie erreiche ich junge Menschen mit meiner Werbung? :-)
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):community kinder & jugend Marketing web2.0/social media
Ähnliche Artikel
Masters of the Youniverse
Schon mal etwas von Knitta gehört? Sie sind ein Netzwerk strickwütiger Kreativer, moderne Grafittikünstler ohne Spraydosen, die alles mit Wollfäden umgarnen, das sich ihnen in den Weg stellt - Autos, Straßenlaternen, Geländer, Straßenschilder, und mehr. Ihre Spuren hinterlassen sie mittlerweile in der ganzen Welt. Von Los Angeles bis New York, Paris, Berlin und sogar der chinesischen Mauer.
Ich bin erst kürzlich drauf gestoßen, als mitten in Berlin - wo ansonsten ja Graffitis das Stadtbild prägen - eine in verstrickte Wollfäden eingehüllte Ampel meinen Weg kreuzte. Was ist Knitta?
Knitta began in August 2005, when the soon-to-be-Knittas were discussing their frustration over unfinished knitting projects: half-knitted sweaters and balls of yarn gathering dust. That afternoon, they knit their first door handle. Then it dawned on them… a tag crew of knitters, bombing the inner city with vibrant, stitched works of art, wrapped around everything from beer bottles on easy nights to public monuments and utility poles on more ambitious outings. With a mix of clandestine moves and gangsta rap — Knitta was born! Today, Knitta is a group of ladies of all ages, nationalities, and… gender. (www.knittaplease.com)
Warum bringe ich das Beispiel hier? Weil es in eine Reihe anderer passt die zeigen, welche Wege Menschen gehen, um ihr Leben, ihre Umwelt und die Produkte die sie kaufen selbst mitzugestalten. Jede(r) kann zum Master of the YOUniverse werden, oder sich (innerhalb und außerhalb seines globalen Social Networks) zumindest als solcher fühlen.
www.knittaplease.com | Video auf YouTube | Flickr Fotogalerie
Foto: Flickr CC
community kreativität user generated content web2.0/social media
Ähnliche Artikel

