Alle Beiträge zum Schlagwort (Tag) CrowdSourcing’

Fachhochschule setzt auf die Intelligenz der Vielen

kufsteiner-ideentage.jpg

Massenbrainstorming oder Ideen-Crowdsourcing. Unter diesem Titel könnte eine besondere Initiative der Fachhochschule Kufstein, Tirol, Österreich stehen.

Das IMT der FH KufsteinTirol hat sich seit langem dem Ideen- und Innovationsansatz verschrieben, auch deshalb arbeite ich so gerne mit dem Institut zusammen. Ideenmanagement wird in beinahe alle Lehrgänge integriert. So wurden in speziellen PowerSeminaren in den letzten Jahren eigene „Ideenmanager“ ausgebildet, die in unterschiedlichen Unternehmen an Ideen und innovativen Projekten arbeiten. Und genau diese haben jetzt angeregt, die Kufsteiner Ideentage zu veranstalten.

ideenfunken.jpgZiel der Veranstaltung: Durch einen interdisziplinären und unternehmensübergreifenden Austausch Ideen für die eigenen Projekte zu generieren. Das Besondere daran: Die Ideenmanager und Veranstalter laden jeden ein, mit dabei zu sein, sich aktiv zu beteiligen, um und sich etwas von den Arbeitsmethoden der Kreativen abzuschauen. Einfache Techniken können so bereits einen Tag nach dem Workshop im eigenen Unternehmen umgesetzt werden.

In zahlreichen Ideenmanagern moderierten Ideenworkshops zu verschiedenen Themen können interessierte BesucherInnen aktiv als Ideengeber teilnehmen und das Potential der Intelligenz der Masse und einem strategischen IdeenManagement live erleben. [...] In moderierten Ideenworkshops werden die Teilnehmer der Kufsteiner Ideentage selbst aktiv in das Geschehen der Ideenfindung mit einbezogen. Unter der fachkundigen Leitung von Ideenmanagern werden zu vorgegeben Themen bzw. Fragestellungen Ideen entwickelt. Dabei werden verschiedenste Methoden der Ideengenerierung, -bewertung und -selektion angewendet. [...] Unternehmen, die neue und innovative Ideen suchen und am Thema „Systematische Ideengenerierung“ interessiert sind, sollten den Ideenevent nicht versäumen.

Da VOdA Mitveranstalter des Events ist, freu ich mich ganz besonders auf die Veranstaltung - und vielleicht treffen wir uns dort?!

Weitere Informationen und Anmeldung: www.ideentage.at - übrigens läuft dort auch bereits ein Ideenwettbewerb


 

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Fanta Crowdsourcing und Lernerfahrungen aus einem Projekt

Crowdsourcing der Fantastischen 4

Nach etwas längerer Zeit wieder einmal ein Beitrag über Crowdsourcing. Diesmal gehts um Musik und Lernerfahrungen die wir (und einer unserer Kunden) bei einem Projekt von VOdA gemacht haben.

Die genialen Fanta4 brauchen ein neues Video. Und beweisen wieder einmal, dass sie die Zeichen der Zeit erkannt haben und ganz nah dran sind an ihren Fans. Sie setzen auf Crowdsourcing. Auf gutes Crowdsourcing wie ich finde. Via MyVideo waren die Fans dazu aufgerufen Ideen per Video für ein Video einzusenden. 290 haben mitgemacht, ihre 30 Sekunden langen Entwürfe eingesendet und eine erstaunliche Videogalerie entstehen lassen.
[Quelle: Visualblog, dort gibts auch alle Links zum Projekt und den Ergebnissen]

Übrigens schrieben die Fanta4 unglaubliche 44.444 EUR an Siegprämie aus, womit sie auch alle “die lassen doch nur andere für sich arbeiten” Argumente aus dem Weg räumten.

Ein anderes Beispiel

Bereits im Sommer 2007 rief die islandische Künstlerin Björk ihre Fans auf ein Musikvideo zu kreieren. (Ich habe in diesem Beitrag darüber berichtet, alle Ergebnisse gibt es bei YouTube und das Siegervideo nachstehend.)

Gelungenes Ergebnis, oder? Amateur - made :-) Apropo Amateure…

Was kürzlich eine Werbeagentur über Crowdsourcing dachte

Vor einigen Tagen sprach ich mit Leuten einer kleinen Werbeagentur über Crowdsourcing und irgendwie möchte ich Euch Auszüge aus dem Dialog nicht vorenthalten.

Es ging unter anderem darum, was Menschen motiviert an der Gestaltung von z.B. CD Covers mitzumachen. “Da machen doch nur Amateure mit”, meinte einer der Werber, worauf er einen erstaunten Blick von seinem Kollegen, seit vielen vielen Jahren professioneller Grafiker, erntete.

FruitShake CD musicpark records

“Ich habe auch mitgemacht”, gestand der Werber offen, “und es hat großen Spaß gemacht.” Erstaunt blickten ihn seine KollegInnen an. “Ich habe mir einen ganzen Korb exotischer Früchte besorgt und 15 Freunde zum Frühstück und zum Shooting eingeladen, und als draufgabe haben wir und die CDs von musicpark records reingezogen. Dass ich nicht gewonnen habe ist mir egal - es hat auf jeden Fall Spaß gemacht.”

Wie? Es geht nicht um Geld? Nein, i.d.R. nicht, oft sind es ganz andere Werte die Menschen zur Beteiligung an User generated Content Projekten motivieren. Zum Beispiel um auf sich aufmerksam zu machen, sich entfalten zu können, Zugang zu exklusiven Kanälen (Ausstrahlung des Ergebnisses im Fernsehen) oder exklusiven Informationen (Entwicklungsprojekte gemeinsam mit einem Unternehmen) zu erhalten und einige andere mehr.

3 Erfahrungen aus einem VOdA Projekt

Einige Lerneffekte die wir bzw. unser Kunde aus dem Projekt für das kleine Label musicpark records (Launch der Website, nein, eigentlich einer gelungenen Web2.0 Kampagne folgt in wenigen Tagen) mitgenommen haben:

(1) Mit User generated Content lässt sich eine Werbekampagne ins Vorfeld des eigentlichen Ereignisses verlängern und erzeugt (siehe obiges Beispiel) Mundpropaganda.

(2) Die Ergebnisse sind vielschichtiger und bringen Kunden auf ganz neue Ideen.

Ich weiß dank der vielen verschiedenen Covers schon jetzt, welche Musik auf der neuen CD sein wird. (DJ Mr. M., Boss von musicpark records)

(3) Crowdsourcing ist auch für KMUs eine absolut leistbare und funktionierende Alternative zu herkömmlicher Werbung, und kann mithelfen, über Ländergrenzen hinweg neue Kunden zu gewinnen.

Und noch einmal: Es geht nicht darum klassische Werbung zu ersetzen, sondern zu ergänzen!

In oben erwähnten Gespräch mit der 7-Mann Werbeagentur gab es aber noch ein aha-Erlebnis:

Die Agentur erkannte auch eine Chance, über Crowdsourcing Ressourcenengpässe auszugleichen. Das aber erst, nachdem zu irgendeinem Zeitpunkt des Gesprächs der Geschäftsführer die Frage gestellt hatte: “Ich bin von den Möglichkeiten begeistert. Ich stelle mir aber eine Frage und bitte Sie um eine ganz ehrliche Antwort: Wozu braucht es dann künftig uns überhaupt noch?”

Meine Antwort dazu folgt ein andermal. Wer sich inzwischen ein wenig bei VOdA umschaut, findet sie dort ohnehin bereits…


 

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Crowdsourcing für eine bessere Welt

pangea-day.jpg

Nach weltweiten Konzert-Großevents wie Live Aid oder jüngst Live Earth, bei dem vor allem Profis im Benefiz-Rampenlicht standen, sollen es jetzt Amateure sein, die die Welt (zumindest für ein paar Stunden) ein Stück näher zusammenrücken lassen.

Am Pangea Day (10. Mai 2008) stehen in 7 Weltstädten (New York, Rio, London, Dharamsala, Kairo, Jerusalem und Kigali) keine Rockstars im Mittelpunkt, sondern kurze 5minütige Videofilme - gedreht und eingereicht von Menschen aus aller Welt.

Die Idee: (Inter-)Kulturelle Grenzen zu überwinden, und uns die Welt mit den Augen “der anderen” zu erklären, um die Verständigung zwischen den Menschen und deren Kulturen zu fördern und nachhaltig zu verbessern, wohl ganz nach dem Motto:

“To know a man, you have to walk in his moccasins ” (Indianisches Sprichwort)

Der Pangea Day ist nicht nur ein interessantes Experiment von den Organisatoren der TED Conference (”Inspired talks by the world’s greatest thinkers and doers”), sondern auch eine geniale Kombination der Diskussion über soziale, politische, ökologische und ökonomische Tagesthemen mit technologischen Trends, Entwicklungen und Möglichkeiten des Web 2.0. Unterstützt wird das von TED Prize Gewinnerin Jehane Noujaim initiierte Projekt von klingenden Namen wie u.a. Cameron Diaz, Goldie Hawn, Allan Cumming, Meg Ryan, Philippe Starck u.v.a.

Einige Stichworte von der englischsprachigen Homepage:

  • Die Welt ein Stück näher zusammen bringen.
  • Die Macht des Films nutzen, um sich gegenseitig besser zu verstehen.
  • Eine weltweite Community zu schaffen, die die Leidenschaft für eine bessere Zukunft eint.
  • Globale Themen, von Krieg bis Klimawandel, aufarbeiten.
  • Millionen von Menschen freiwilligen und jederzeit abrufbaren Zugang zu einer wachsenden Quelle des Wissens ermöglichen, Kreativität und vor allem Taten fördern.

Wir überlegen gerade, wie wir über VOdA das Projekt unterstützen können, immerhin arbeiten wir in unserer Community mit über 2,500 Kreativen, von denen einige aus der Film- und Fernsehbranche kommen. Ideen dazu sind jederzeit herzlich willkommen!

Pangea Day

Mehr Infos: http://pangeaday.org

via Mail Chris Anderson, TED Conference


 

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Crowdsourcing soll Steve Fossett retten

Crowdsourcing anhand eines aktuellen Ereignisses praktisch erklärt.

Seit dem 3. September wird der amerikanische Flugpionier und Abenteurer Steve Fossett nach einem Alleinflug über der Wüste von Nevada vermisst. Die Nationalgarde sucht mit Flugzeugen, Hubschraubern, Infrarot- und Wärmekameras nach dem Verschollenen. Bislang vergebens.

suche-fossett.jpg

Wo Experten versagen oder nicht mehr weiterwissen, sollen tausende Amateure helfen. Über Mechanical Turk, einer von Amazon betriebenen Crowdsourcing Plattform, kann sich die ganze Welt an der Suche nach Fossett beteiligen, und via Google Earth mehr als 20,000 Satellitenbilder nach Wrack- und Flugzeugteilen durchsuchen.

Through the generous efforts of individuals at several organizations, detailed satellite imagery has been made available for his last known whereabouts. HITs [Human Intelligence Tasks] have been created to ask volunteers to help review these images and flag potential areas of interest which will be instrumental in the search and rescue efforts.

Bleibt zu hoffen, dass sich die Theorie der Weisheit der Vielen nicht nur bestätigt, sondern auch rechtzeitig kommt.

Link zur Teilnahme auf www.mturk.com
Quelle: TechCrunch


 

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Hype Web2.0 und schiefe Bananenkuchen

“Halten Sie Web 2.0 für einen Hype?”
Joachim Feher, Chef der MediaCom Vienna dazu:

Ja, das ist ein Hype, der meines Erachtens auch von den Journalisten schon wieder fallengelassen wird. Hier ist zwar ein Medium entstanden, das es ermöglicht, Communities weltweit zu vernetzen. Aber andererseits gibt es immer die Sehnsucht der Menschen nach professionell gemachtem Content. Das wurde in der letzten Zeit ein wenig zurückgedrängt und das Spieleische geriet in den Vordergrund.

Aber das wird den Menschen auch zunehmend langweilig. Wenn Sie heute in MySpace das Stichwort “Katze” eingeben, finden Sie über 14.000 Katzenvideos. Wen interessiert das eigentlich? User generated Content wird professionell gemachten Content nicht verdrängen. Wenn ich als Werbetreibender mutig bin, kann ich von Web 2.0 profitieren, mir muss aber bewusst sein: Wenn ich in einem Forum, das die User steuern, etwas mache, bin ich nicht mehr Herr über die Dinge, die dann passieren. (…) Quelle: a3Boom

Danke, Dani fürs Ausgraben dieses Klassikers. Was verleitet den Chef eines anerkannten Unternehmens zu solchen Aussagen? Passiert es wenn man soziokulturelle Veränderungen negiert? Oder wenn diese an einem vorbeiziehen, weil eben nirgendwo ein Schild rumsteht “Achtung, jetzt beginnt die Zukunft.”

Mich verwundern viele Textpassagen des Interviews (vor allem auch deshalb, weil ich immer wieder selber überrascht bin, wie intensiv sich viele - auch österreichische - Unternehmen sich mit dem Thema User generated content beschäftigen wollen - nicht nur müssen - wenn erst einmal die anfänglichen, zum Teil künstlich geschürten (?) Ängste, diskutiert wurden), dennoch würde eine ausführliche Diskussion an dieser Stelle zu weit führen (und ich muss auch noch was für Vorträge und Diskussionen reservieren :-).

Aber andererseits gibt es immer die Sehnsucht der Menschen nach professionell gemachtem Content. Das wurde in der letzten Zeit ein wenig zurückgedrängt und das Spieleische geriet in den Vordergrund. ” - Sagt wer? Warum boomt DIY seit Jahren? Warum verdienen viele Menschen sogar schon seit Jahrzehnten Geld mit “hausgemachten” Produkten? Ich mag schiefe Bananenkuchen! Eben weil diese nicht von der Stange kommen. Wo liegt überhaupt die Grenze zwischen professionell erstelltem Content und solchem, den “Amateure” erarbeiten, und vielleicht sogar noch über Internet verkaufen.

amateurs

Finden (z.B. bei Innocentive) nicht seit Jahren “Amateure” und “Hobby-Wissenschafter” Lösungen für Probleme, die Großkonzerne wie Dow Chemical, Dupont and Proctor & Gamble selbst alleine nicht zu lösen im Stande gewesen wären? Was wäre die Astronomie ohne Crowdsourcing? Die Beispiele lassen sich endlos fortsetzen, aber darum geht es in diesem Beitrag nicht.

ich seh´ den Weg nicht mehr

Ich will weg, ich will raus
ich will – Wünsch mir was
und ein kleiner Junge nimmt mich an die Hand
Komm´ hier weg, komm´ hier raus
Komm´ ich zeig Dir was
Das Du verlernt hast, vor lauter Verstand

PUR, Abenteuerland

Egal ob hochgeschaukelter Hype, Blase, Revolution oder was auch immer - das Internet ist und bleibt immer nur das Werkzeug, Herr Feher! Die Entwicklungen finden in unserer realen Welt, in der Menschen mit dem Web2.0 lediglich Tool in die Hand gelegt bekommen haben, mit denen sie sich ihre Wünsche erfüllen, ihren Frust über die Machtlosigkeit gegenüber ignoranten Unternehmen von der Seele schreiben, oder sich einfach nur entfalten können - und das soll angeblich neben Geld verdienen dem einen oder anderen sogar Spaß machen.

Ich erfinde, verwandle mit Zauberkraft
Die Armee der Zeigefinger brüllt: Du spinnst!!!
Ich streck´ den Finger aus
ich verhexe, verbanne, ich hab die Macht
Solange der Kleine da im Spiegel noch grinst

PUR, Abenteuerland

Bei VOdA haben wir vor wenigen Wochen kreative Menschen eingeladen, CD Covers für ein kleines Label zu kreieren. Zwei Lernerfahrungen daraus:

  • Ja, es haben sich Amateure beteiligt und zum Teil großartige Arbeiten abgegeben.
  • Einige der Amateure sind Profis, die mit Grafik Geld verdienen - als Freelancer und sogar als Agenturchefs.

Die Antwort auf die Frage, warum sie sich dennoch an Projekten beteiligen, bei denen sie im schlimmsten Fall nur “Arbeit” hatten und leer ausgehen?

  • Weil es Spaß macht einmal was anderes zu tun.
  • Weil wir uns entfalten können.
  • Weil wir zeigen können was wir wirklich können - manchmal aber nicht dürfen!

Du kannst flippen, flitzen, fliegen und das größte Pferd kriegen
Du kannst tanzen, taumeln, träumen und die Schule versäumen
Alles das ist möglich in Dir drin in Deinem Land
trau Dich nur zu spinnen, es liegt in Deiner Hand

PUR, Abenteuerland

Alles gesagt. Naja fast, denn eins kann ich mir nicht verkneifen: Warum reden wir immer von Profis gegen Amateure? Gehts nicht auch (weiterhin) gemeinsam? Denn etwas wirklich Neues ist es nicht, dass Amateure eingebunden werden - nicht einmal “bei Euch” Medien.

crowdsourcing.jpg

Die großartigen Ergebnisse des Projekts gibt es nächste Woche auf dieser Seite zu sehen.

Fotos: Thanks for sharing the original pictures to Lynette and Thokrates.


 

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Die Weisheit der Massen im Marketing. Meinungen, Irrtümer, Vorurteile.

Crowdsourcing in der Werbung

“Zunächst war es kaum mehr als ein Marketing Spaß…” Mit diesen Worten läutet Olaf Kolbrück im deutschen Fachmagazin Horizont einen spannenden Beitrag über Crowdsourcing ein.

Massenauflauf für Kreativität
Crowdsourcing-Dienstleister drängen sich zwischen Agenturen und Unternehmen / VOdAwill Arbeiten koordinieren

Kunden, die im Rahmen eines Wettbewerbs für eine Marke Werbespots oder Designs kreieren. Doch nun wollen Communities mit User Generated Advertising aus der Hand professioneller Kreativer auftrumpfen. Eine Wikifizierung der Kreation bahnt sich den Weg durch das Web, denn ähnlich wie bei Wikipedia wollen die kreativen Netzwerke des Web 2.0 Kampagnen, Design und Produkte für Marken entwickeln.

Crowdsourcing kritisch betrachtetEin hervorragender Artikel, weil er unterschiedliche Sichtweisen und kritische Faktoren erörtert, die zur Diskussion einladen.

Besonders freuen mich aber die vielen Zitate, die Olaf Kolbrück aus unserem Gespräch über meine Agentur VOdA übernommen hat. Deshalb bei dieser Gelegenheit ein großes Dankeschön!

Eine zumindest nach außen hin (Erklärung siehe unten) etwas zwispältige Einstellung zum Thema Crowdsourcing in der Werbung und bei kreativen Prozessen haben derzeit (erwartungsgemäß?) vor allem noch alteingesessene Agenturen, Werber und Marketer - vielleicht auch deshalb:

“Crowdsourcing-Agenturen und Pitch-Plattformen drängeln sich zwischen die angestammte Beziehung von Agentur und Unternehmen.” [Horizont]

crowdsourcing.jpg

Thanks Lynette for this gorgeous picture quote! It almost matches with the size of the VisualOrgasm Community :-)

Holger Jung von Jung von Matt und Präsident des Gesamtverbands Kommunikationsagenturen (GWA) meint:

“Die Weisheit der Massen mag hilfreich bei der Lösung von mehr oder minder komplexen Problemen sein, Markenführung und Markenkommunikation allerdings gehören nicht in diesen Problemkreis.”

Diesen Irrtum klärt der Schluss-Absatz des Artikels auf:

Treichl sieht VOdA ohnehin nicht als Ersatz für klassische Agenturen. „Wir streben Kollaboration an und wollen gemeinsam mit Agenturen und Unternehmen neue Formen des Nischen Marketings ausprobieren.“

Genau so habe ich gemeinsam mit meinen VOdA Partnern Matias Roskos und Frank Feldmann das letzte Woche auch in Gesprächen mit einigen großen Agenturen diskutiert.

Quantiät vor Qualität, Qualität vor QuantitätWer hingegen meint Crowdsourcing ersetze Qualität durch Quantität, hat sich vielleicht zu wenig mit den Grundprinzipien auseinandergesetzt. Dass durch eine höhere Quanität an Wahlmöglichkeiten die Wahrscheinlichkeit zu besseren Ergebnissen steigt wissen wir nicht erst seit Erfindung des Brainstormings - Friedrich Schiller schon 1788 darüber.

Communities in Problemstellungen wie sie auch Agenturen bei der Entwicklung von Ideen und sonstigen Kreativleistungen tagtäglich haben einzubinden, ermöglicht breitere oder gar neue Sichtweisen, liefert innerhalb kürzester Zeit hervorragende Ideen und Ergebnisse, die absolut zu bestehenden Markenführungsstrategien passen können. Zudem hilft es bekante Engpässe und Denkblockaden abzubauen bzw. aufzulösen, indem Menschen “von außen” neue Impulse geben.

Diese Erkenntnis ist nicht neu! Bei Innovationsprozessen (z.B. bei Live-Workshops) wird sie seit Jahren erfolgreich eingesetzt. Es geht eigentlich nur noch darum, dass Agenturen akzeptieren, dass auch Menschen außerhalb ihrer vier Wände hervorragende Ideen haben und zu außergewöhnlichen Kreativ-Leistungen fähig sind.

Mundpropaganda durch CrowdsourcingAber auch diese Akzeptanz wächst kontinuierlich und viele skeptische Ansichten relativieren sich bei einem Blick hinter die Kulissen. Wenn wir auf die Gespräche mit namhaften Unternehmen und Agenturen zurückblicken, so haben fast alle das nicht nur bereits verstanden, sondern faszinieren sich für die unterschiedlichsten Einsatzmöglichkeiten abseits derzeit noch dominierender Contests und denken gemeinsam mit uns über konkrete Umsetzungsmöglichkeiten nach, um das Potenzial kreativer Communities kollaborativ zu nutzen.

Zitate aus Horizont 30/07 vom 26.7.2007
Ausführliche Diskussionen und Ergänzungen im off-the-record Blog des Verlags, “Die Wiki-Fizierung der Kreation”

(Leider ist der Horizont in Österreich etwas schwer erhältlich. Wen der Beitrag interessiert, schickt mir am besten eine eMail…)

 

VOdA im VideointerviewPS: Danke auch an dieser Stelle an Marko Krause für das Videointerview von letzter Woche in Berlin. Zu sehen gibt es das Video bei Gründerszene.de

 


 

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Interview auf ConnectedMarketing.tv

Ich hatte gestern das Vergnügen mich mit Martin Oetting, seines Zeichens Experte für Mundpropaganda und virale Werbung, zum Mittagessen zu treffen. Wir haben über Crowdsourcing, Viralmarketing und die aktuelle trnd Live Earth Kampagne gesprochen. Worum es dabei geht:

Live Earth – gemeinsam gegen den Klimawandel
Um möglichst viele Leute zum Mitmachen zu bewegen, hat Al Gore – der ehemalige Vizepräsident der USA, der sich seit längerem für das Thema Klimaschutz einsetzt – das größte Benefizkonzert aller Zeiten gestartet: Life Earth am 07.07.07.

MSN unterstützt dieses Projekt als Hauptsponsor, überträgt alle Konzerte live im Internet und kümmert sich darum, das Konzert bekannt zu machen und möglichst vielen Leuten Tipps zur Reduzierung von CO2 zur Verfügung zu stellen.

Wir suchen dazu mindestens 2.000 trnd-Partner als Live Earth Aktivisten und sieben trnd-Partner, die als Live Earth Reporter für uns vom deutschen Konzert aus Hamburg berichten. [Mehr dazu hier]

Tolles Projekt, viel Glück dabei!

Was dabei herauskommt, wenn mir bei über 30° Münchner Hitze und noch dazu nach dem Mittagessen spontan eine Kamera hingehalten wird, gibt es im 3minütigen Videointerview auf Connected Marketing zu sehen.

Themen: Mundpropaganda und die Crowdsourcing Agentur VOdA (worüber ich hier bislang überhaupt noch nicht geschrieben habe, das aber bestimmt noch nachhole sobald es die Zeit erlaubt…)


 

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Goldrausch 2.0

Crowdsourcing Urproduktion
In einer Diskussionrunde fragte mich letzte Woche jemand nach Beispielen, ob und wie Crowdsourcing in klassischen Gewerben funktionieren könnte, die bislang wenig bis gar nichts über das Internet abwickeln. Weil dieses Beispiel die TeilnehmerInnen zu tollen Ideen brachte, sei es auch hier festgehalten.

Das kanadische Minenunternehmen Goldcorp suchte nach Wegen, um noch möglichst viele Rohstoffe aus einer 50 Jahre alten Goldmine herauszuholen. Mit der eigenen Weisheit war Goldcorp wohl am Ende und schrieb daher einen offenen Wettbewerb mit Preisgeld aus.

Über 1.000 Experten, Hobbyforscher und Laien beteiligten sich, und machten sich auf die Jagd nach dem Gold. Als Anhaltspunkt stellte Goldcorp alle (sonst eher streng gehüteten) geologischen Daten ins Internet und machte sie für jedermann zugänglich. Das Resultat:

Beeindruckende 80% der von “der Masse” vorgeschlagenen Orte führten zu beträchtlichen Goldfunden im Gesamtwert von 3 Milliarden US Dollar, der Börsenwert des Unternehmens stieg von 100 Millionen auf 18 Milliarden (!) Dollar.

CEO McEwen: “The Goldcorp Challenge successfully harnessed the instantaneous global reach of the Internet and tapped into the intellectual capital, creativity and insight of some of the world’s best geological minds”.
Quote taken from the excellent CrowdsourcingDirectory

Auch eine andere häufig gestellte Frage sollte das Beispiel eigentlich beantworten:
“Ist Crowdsourcing nur ein vorübergehender Trend?” - Erkennen Unternehmen das volle Potenzial der “Weisheit der Masse” wohl kaum, denn warum sollte es Beispiele wie dieses nicht auch nach dem “Web2.0″ Hype weiterhin geben, dann vielleicht sogar noch mit ganz anderen oder stark weiterentwickelten Technologien.

Wer mehr darüber lesen möchte: Das Beispiel wird auch im Buch “Wikinomics” ausführlich diskutiert. Burkhard Schneider hat darüber (natürlich) längst eine Zusammenfassung geschrieben [siehe hier]. Bei Amazon gibt es Wikinomics bislang nur auf Englisch [Link], ab September aber auch in Deutsch [Vorbestellung hier].
Foto: Flickr


 

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Im Red Bull mit David Coulthard in Silverstone

Wings for Life in der Formel1
Schöne Mundpropaganda Kampagne von Red Bull. Auch wenn Honda hat es vorgemacht hat [siehe hier], und Red Bull mit Faces of Charity eine andere Idee kopiert, drücken wir ein Auge zu - weil es für einen guten Zweck ist.

Für 10 brit. Pfund kann man sein Foto auf dem Wagen von David Coulthard oder Marc Webber platzieren, indem man es ganz einfach hier einstellt. Red Bull wird seine beiden Autos für den Formel 1 Grand Prix von Silverstone am 8.7.2007 mit 50,000 Menschen aus aller Welt vollkleben. Die Einnahmen kommen der Stiftung Wings for Life zugute.

Die Wings for Life Stiftung für Rückenmarksforschung ist eine gemeinnützige Gesellschaft mit dem Ziel, die Forschung und den medizinisch-wissenschaftlichen Fortschritt zur künftigen Heilung von Querschnittslähmung als Folge von Rückenmarksverletzungen (Spinal Cord Injury Paralysis – SCI) zu fördern und zu beschleunigen.

Na dann mal sehen ob wer beim Rennen mein Foto auf dem Boliden von David Coulthart entdeckt :-)

Red Bull F1 via Ludger Freese, Screenshot: Red Bull F1


 

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Web2.0 & Crowdsourcing Initiative an der FH Kufstein

FH Kufstein, Seminare und Lehrgänge
Viele Unternehmen und Institutionen sind es ja nicht, die sich im Westen Österreichs bereits mit Strategien für und Auswirkungen durch das “Web2.0″ auf das eigene Geschäft auseinandergesetzt haben. Umso löblicher die Initiative des IMT der Fachhochschule Kufstein, sich jetzt dieses Themas anzunehmen.

Im 4teiligen PowerSeminar “Web2.0, Einsatzpotenziale in KMUs“, geht es um eine Einführung in “das neue Internet”, Möglichkeiten und Auswirkungen auf Marketing, Kommunikation und unternehmensinterne Prozesse, und das Thema Weblogs. Auszug aus den Inhalten:

Web 2.0 ist keine Technologie sondern ein Sammelbegriff für Techniken und Dienste die in den vergangenen Jahren das Internet erobert haben. Web 2.0 umschreibt die neue “Freiheit” des Users, der durch seine Interaktion Informationen nicht mehr nur abruft sondern aktiv verändert und bereichert. User schreiben Weblogs, stellen ihr Wissen in Wikipedia zur Verfügung, betreiben eigene Podcasts, agieren in Second Life und betreiben intensives Social Networking.

Seine Meinung für alle sichtbar zu publizieren, bleibt nicht ohne Einfluss auf die Unternehmens- und Marketingkommunikation. Das Powerseminar zeigt auf, welchen Einfluss ein transparentes Netz auf die Kommunikationspolitik und das Marketing eines Unternehmens hat und wie Sie die neuen Kommunikationsformen erfolgreich nutzen können. Die Inhalte werden anhand konkreter Erfolgsbeispiele vermittelt.

Zielgruppe (laut meiner Definition) sind sicher keine Langzeit-Internet oder Web2.0 Profis, sondern Menschen aus Unternehmen (und bitte auch aus Werbe- und Marketingagenturen!), die sich einen komprimierten Überblick über Möglichkeiten für das eigene Unternehmen verschaffen möchten.

Es freut mich, im Rahmen dieses Lehrgangs selbst 2 Teile übernehmen zu dürfen. Sollte der eine oder andere Teilnehmer hier mitlesen, sind Eure Vorschläge für Inhalte und Fragen schon jetzt herzlich per Kommentar oder eMail willkommen!

Die Termine sind allesamt noch im Juni, die Kosten sind im Gegensatz zu so manch anderen Veranstaltungen im Rahmen des Erschwinglichen, und Förderungen gibts dazu ja auch noch.

Alles zum Seminar gibt es auf den Seiten des Instituts für Management und Technologie der Fachhochschule Kufstein [siehe hier].

Bereits am 13. Juni gibt es am selben Institut ein Kamingespräch zum Thema Crowdsourcing und wie KMUs die Weisheit der Vielen nutzen können. Vielleicht das erste mal, dass eine Fachhochschule Crowdsourcing ins Programmheft schreibt. Leider ist der Termin zwar nur Teilnehmern des Ideen Manager Lehrgangs meines Kollegen Marcus Berthold von MindPool vorenthalten, bei Interesse gibts aber sicherlich die Möglichkeit einer Wiederholung in einem anderen Rahmen.


 

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