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Fütter mich sonst kipp ich

Ein simples und zugleich sinnvolles Designkonzept aus Korea: Roly-Poly Pot ist ein Blumentopf der ohne jeglichen Technik Schniggschnagg auskommt und Menschen bei denen der grüne Daumen nicht ganz so ausgeprägt ist ans Gießen seiner Pflanzen zu erinnern.
Roly-Poly Pot is a round-bottomed plant pot that uses a balancing system to alert the user when the plant requires water. The base accommodates a chamber for the collection of water that filters through the soil upon watering, as well as a counterbalancing weight, which can be set up according to the amount of water the plant needs. As time goes by, the pot starts to tilt. With just at a glance, the user is able to immediately realise that it is time to water their plant and restore the balance.
Der Roly Pot wurde 2007 mit dem Red Dot Design Award ausgezeichnet.
Gefunden bei Electrobeans
Das schönste Schaufenster des Landes

Tirol bereitet sich auf die Fußball Europameisterschaft 2008 vor. Damit auch das ganze Drumherum ein optischer Leckerbissen wird, schreibt die Wirtschaftskammer Tirol jetzt ein Projekt für einen Schaufensterwettbewerb aus.
Im Rahmen des Wettbewerbs sollen möglichst viele Schaufenster der UnternehmerInnen unseres Landes rund um das Thema Fußball und EM in Tirol dekoriert werden. Gegen eine Teilnahmegebühr von 20,08 € erhalten alle Teilnehmer eine Grundausstattung, und können in jedem Bezirk kostenlos an einem Dekorationskurs teilnehmen.
Über ein Online-Voting auf der Homepage www.tirol08.at werden dann zunächst elf Regionalsieger ermittelt. Medienpartner stellen die Vorschläge vor und berichten regelmäßig über über aktuelle Zwischenstände. Im Vorfeld der Fußball Europameisterschaft werden dann die drei Hauptsieger, die insgesamt 6.000 € für ein Sozialprojekt individueller Wahl gewinnen können, von einer Fachjury gekürt.
Abgesehen davon dass die Gewinnerprämien Sozialprojekten zugute kommen werden gefällt mir an dem Projekt, dass die Wirtschaftskammer die Chancen der Einbindung von Kunden und Internet-Usern in den Auswahlprozess erkennt und nicht wie bei vielen ähnlichen Wettbewerben (v.a. Werbepreisen) auf immergleiche Netzwerke setzt und man die Gewinner häufig schon mit Ausschreibungsbeginn erahnen kann.
Ein kleiner Tipp für die Teilnehmer: Nicht nur Einreichen und warten was passiert! Es gibt genügend Möglichkeiten um die eigenen Kunden zur Stimmabgabe (oder gar zur Mitwirken an der Gestaltung der Deko?!) zu motivieren.
Foto: Flickr, thanks to Quasimondo
Wie (un-)glücklich ist deine Stadt?

“Wie geht es Ihnen?” Standardfloskel in so vielen Telefonaten. “Schau selber nach”, könnte die Antwort jener Menschen sein die in einem Gebäude leben oder arbeiten, das die Farben seiner Außenfasaden dem Glückempfinden der Menschen im Inneren anpasst.
Auf der Webseite des Kunstprojekts Emotional Cities kann ich per Klick auf einen Smiley meine derzeitige Stimmung eingeben. Die Daten werden anschließend für Städte, Länder oder Communities verknüpft und ein aggregierter Glücksindex errechnet. Neben dem “wie geht es mir” kann die aktuelle Stimmungslage auch begründet und aufgezeichnet werden. So können User ihre ganz persönlichen Glückstagebücher führen.
In Stockholm und Korea gibt es bereits einige Gebäude, deren Außenbeleuchtung das emotionale Empfinden von Stadteilen wiederspiegelt. Beim Erblicken eines lila Gebäudes beim Landeanflug also am besten gleich den nächsten Rückflug buchen ;-)
Emotional Cities poses a very everyday question. But what would happen if we took more time to reflect over how we ourselves, and others around us, are feeling? Can a few minutes of daily reflection make us more aware? Emotional Cities is an art project that studies and visualizes the emotions of individuals and groups.
www.emotionalcities.com - durchaus eine nette Spielerei mit Charme.
Foto: Emotional Cities
Glücklich-Mach Pillen für Kinder? - Happy Pills!
Wie macht man einen Shop für Süßigkeiten erfolgreich, der
- fernab von Schulen (Kinder und Jugendliche) liegt,
- wo es bereits eine Reihe ähnlicher Geschäfte gibt, und
- sich vor allem Touristen tummeln, die ganz bestimmt andere Interessen haben als Bärendreck und Gummibärchen?
Eine Antwort hat Happy Pills gefunden. Der Süßwaren-Shop im Herzen Barcelonas differenziert sich erfolgreich von seinen Mitbewerbern. Rundes Konzept, gelungenes Design und auffallende Positionierung mit der sich der Shop in den Köpfen seiner Kunden festsetzt - Mundpropaganda-Potenzial garantiert integriert.

Danke für den Linktipp, Mario! Bilder: Design Milk.
Kauf dir (d)eine Firma um 35 Euro

Wieder ein Experiment aus den Kategorien Crowdsourcing und Crowdfunding: “nvohk - the clothing company managed by the people who wear it”.
Bei nvohk (sprich ‘invoke’) geht es um Bekleidung (”Ökologische Outfits im Surf-Style”). Die Schwerpunkte liegen auf umweltschonender Produktion, der Verwendung 100% nachhaltiger Materialien und vor allem der Öffnung von Managementstrukturen.
Wie funktioniert nvohk?
Zum Start braucht nvohk eine breite Palette von 20.000 Menschen mit unterschiedlichen Talenten. Diese beteiligen sich mit einem jährlichen Betrag von 50 Dollar an den Prozessen des Öko-Labels; macht eine Million Dollar Gründungskapital, mit dem man schon mal Einiges bewegen kann. Mitbesitzer am Unternehmen wird man durch seine Investition allerdings nicht.
Nachstehendes Bild wird vor allem Verfechtern streng hierarchischer Unternehmensstrukturen die Haare zu Berge stehen lassen.

Im nächsten Schritt entwickeln die “Amateur-Manager” das Unternehmen weiter, werden in Business-Entscheidungen, Logo- und Produktdesign, Werbung, Auswahl gesponserter Sportler und Musiker (und Vertrieb?) eingebunden.
Was geschieht mit den Gewinnen?
10% des Gewinnes werden an Umweltorganisationen gespendet.
35% schüttet nvohk in Form eines Bonussystems an alle Mitglieder aus, d.h. es gibt keine monetären Auszahlungen, sondern “Bonusmeilen”, die gegen Produkte (eigene und von Partnern) eingetauscht werden können.
Lassen wir uns überraschen wie das noch junge Projekt umgesetzt wird, wie lange es dauert bis sich die vielen tausend MitarbeiterInnen gefunden haben, zu ersten Entscheidungen (Logo und Produktdesign) fähig sind, welchen Freiraum das Management der Community tatsächlich lässt, und wie diese Gewinnverteilungssystem akzeptieren wird. Viele offenen Fragen, aber das muss man Experimenten wie diesen zugestehen.
In einem Punkt hat nvohk aber von Beginn an gewonnen: Profitieren kann das Unternehmen von einem riesigen Heer an Weiterempfehlern und Evangelisten, die hundertausende Freunde und mögliche neue Kunden ansprechen werden.
www.projectnvohk.com
Thanks to Jonathan for pointing to this project!
Personalisierte Papp-Becher

Für Büro oder Parties gedacht, damit es zu keinen Verwechslungen mehr kommt. Zahlen, Symbole und/oder Buchstabenkombination eindrücken, fertig. (Machen McDonald’s MitarbeiterInnen am Plastikdeckel zur Unterscheidung von Cola und Cola Light übrigens schon lange :-)
Ich würde sagen: Problem erkannt, nette Idee entwickelt aber die gestalterische Umsetzung hätte ein wenig kreativer (z.B. erweiterte und witzigere Symbole oder Zeichnungen) sein können, um das Merken der selbstgewählten Kombinationen einfacher zu machen.
Design: Jaehyung Hong.
Es werde Licht

Ein Fenster wo noch keines ist, die Helligkeit der künstlichen Lichtquelle regelt die Einstellung der reflektierenden Lamellen. Nette Idee auch wenn mir Tageslicht lieber ist. Aber immer kann man es sich bekanntlich ja nicht aussuchen. Design von Makoto Hirahara.
Quelle: Apartment Therapy New York
Eye-Tracking: Geheimnisse für den Webauftritt
Eye-Tracking Studien, also Untersuchungen in denen die Blickbewegungen von Testpersonen aufgezeichnet und analysiert werden sind nichts Neues. Schon im 19. Jahrhundert gab es erste Untersuchungen über Lesegewohnheiten von Menschen.
Christina Lau fasst in Ihrem Blog einige Ergebnisse von Eye Tracking Studien zusammen, die nicht für Webdesigner interessant sind. Gleichzeitig sollen sie so manchem Sparefroh zeigen, dass Webdesign doch mehr als nur “ich machs eben gern” sein sollte.
Ich hab hier einfach mal 10+1 Tipps rausgeschrieben, ausführlichere Beschreibungen (auf Englisch) in der 23 Tipps Liste bei Christina - thank you, nice to read!
- Text erzeugt schneller Aufmerksamkeit als Grafiken
- Der erste Blick geht in die linke obere Ecke
- Leser ignorieren Banner
- Verrückte Schriften und Formatierungen werden ignoriert
- Schrifgröße beeinflusst Lesegewohnheiten; große Schriften verleiten zu schnellem Lesen, kleine zu aufmerksameren Lesen
- Einspaltige Seiten performen besser als mehrspaltige
- User schauen lange auf Buttons und Menüs
- Aufzählungen fesseln das Auge des Lesers länger
- Lange Absätze schrecken ab
- Leerflächen sind gut und wirken beruhigend
Am besten gefällt mir #16, denn genau der ist es, der mir immer wieder Schauer über den Rücken treibt:
- Bilder mit “echten” Menschen erzeugen mehr Aufmerksamkeit als ‘Model-Bilder’.
Übrigens erzeugen echte Menschen nicht nur höhere Aufmerksamkeit, sondern auch deutlich mehr Glaubwürdigkeit! Gibt es Schlimmeres als jene Bilder, die wir von jeder fünften Homepage (und PowerPoint-Präsentation) kennen?
Abschließend noch ein Tipp für jemanden der kürzlich sein Leid geklagt hat: Wenn bei deiner nächsten Verhandlung wieder ein Controller am Tisch sitzt, der dir das Angebot eines Schülers vor die Nase hält, argumentiere ohne weiteres hin und wieder mit Studien (mit denen du dich vorher natürlich beschäftigt hast!) und seinen beliebtesten Waffen: Mit Zahlen. Meistens sind diese Menschen dann ganz schnell ruhig gestellt.
Eye-Tracking Image: Flickr
Keine Sitzprobleme mehr

Kennen Sie das: Eine wunderschöne Bike-Tour aber irgendwann rebelliert der Allerwerteste einfach gegen das Weiterfahren. Der Sattel eines Fahrrades gehört sicher zu den unpraktischsten Erfindungen rund um diesen schönen Sport und einige Wissenschaftler meinen gar, dass “Radsport ungesund für die männliche Potenz sei”.
Der britische Designer Jon Catling hat sich ebenfalls Gedanken darüber gemacht, wie man das seit Jahrzehnten nur inkrementell verbesserte Teil körpergerechter werden lassen könnte. Das Ergebnis nennt sich Manta Comfort Saddle. Die Funktion beschreibt dieses Video.
Gilles Tarrin, Entwicklungsleiter bei Decathlon, bezeichnet den Sattel als “the most innovative saddle design I have ever seen…”
Für Europa, USA, Japan, Indien und weitere Ländern wurde der Komfort Fahrradsitz bereits zum Patent angemeldet, Catling ist eine Kooperation mit DuPont eingegangen und mehrere Großhändler warten bereits darauf, ihre Lager aufrüsten zu können. Noch ist es aber nicht ganz so weit, Jon sucht nach Investoren und weiteren Händlern.
Spätestens wenn er die gefunden hat, wird wohl sehr viel über den innovativen Radsattel berichtet werden. Ed, wär das was für uns?
Screenshots und weitere Infos: www.comfortsaddle.org
Danke, lieber Eduard Kaan, für diesen Linktipp. Ohne den Sattel ausprobiert zu haben, hätte ich mir den hin und wieder während meiner aktiven Radsportlaufbahn gewünscht :-)
SENZ Umbrellas: Garantiert sturmsicher

99.9% aller Regenschirme sind rund - und viele von ihnen nicht unbedingt sturmfreundlich. Das haben auch 3 holländische Industriedesigner erkannt und mit dem SENZ Umbrella den ersten garantiert wind- und sturmsicheren Schirm erschaffen.
Das Design, das an eine Mischung aus Flugzeugflügeln und Zeitfahrhelmen erinnert, wurde bereits mit dem Red Dot Award und einigen weiteren Design Preisen ausgezeichnet.



