Alle Beiträge zum Schlagwort (Tag) Differenzierung’

Lernen von einer etwas dezenteren Branche

Wenn sogar Friedhöfe und Bestattungsunternehmen es schaffen, neue Regeln für ihre Branche zu definieren, dann sollte es eigentlich für niemanden mehr eine Ausrede geben, warum Differenzierung nicht funktionieren sollte.

4 Beispiele aus einem Gewerbe, über das man nicht so häufig spricht, und dem man auf den ersten Blick eher weniger Innovationskraft zugetraut hätte.

1. Friedwald

Neu ist in einem FriedWald der Ort des Gedenkens, ungewohnt die Umgebung.

Friedwald Naturbestattungen

FriedWald steht für ein naturbelassenes Stück Wald. In biologisch abbaubaren Urnen finden Menschen an den Wurzeln eines Baumes ihre letzte Ruhe. Und weil man im Wald leicht die Orientierung verliert, weist eine Waldkarte den Weg zur Grabstätte. Über die Kennung kann der Standort auch per Internet abgefragt werden.

Den Baum kann man übrigens selbst bestimmen. Fachmännischen Rat geben ausgebildete Förster. Die Grabpflege übernimmt die Natur. Aktuell existieren in Deutschland 15 FriedWälder. Die Idee der Waldbestattungen stammt übrigens aus der Schweiz: Dort gibt es bereits über 60.
Quellen: Wiesbadener Kurier, Friedwald Deutschland, Friedwald Schweiz

2. Naturbestattung auf österreichisch

Bergbestattung. Letzte Ruhe in den Alpen.

In Österreich sind Naturbestattungen wie oben beschrieben (noch) verboten. Ganz unmöglich sind sie dennoch nicht, wie Elisabeth Zadrobileks, Naturbestattung GmbH beweist:

Naturbestattungen in einer Form und Weise an, wie sie in Österreich noch nie dagewesen sind. Z.B. das Verstreuen der Asche auf einer schönen Blumenwiese und Baumbestattung in Bratislava, Seebestattung an der Adria und in allen Weltmeeren sowie Almwiesenbestattung in den Schweitzer Bergen.

Dass Bestatter durchaus Menschen mit Durchsetzungswillen für auch nicht-regelkonforme Innovationen sind, zeigt dieser optimistische Nachsatz auf der Homepage des Unternehmens:

In Kürze steht auch der erste “Wald der Ewigkeit” in Österreich als Alternative zur Verfügung

3. Service Corporation International (SCI)

Hinter diesem Synonym verbirgt sich ein amerikanisches Bestattungsunternehmen, das die Branchen-Regeln auf den Kopf gestellt hat, und das in einem Segment, in dem 80% der Umsätze von kleinen, regional tätigen Non-Profit Organisationen abgedeckt werden - zum größten Teil zu horrenden Preisen. SCI ist heute ein börsennotierender Konzern, weltweit tätig, beschäftigt 17,000 MitarbeiterInnen und besitzt selbst über 450 Friedhöfe und knapp 200 Krematorien.

Dazu kommen 4,500 Netzwerkpartner in 20 Ländern, die SCI seit 1999 (natürlich mit allem Drumherum wie Vermarktung, Auftritt, Organisation, Qualitätskontrolle, …) unter der Marke Dignity Memorial zusammengefasst hat. Daneben gibt es noch 5 weitere Marken. Das Prinzip von SCI: ‘Global denken, lokal handeln’.

4. Trend Öko-Friedhöfe

Öko-Friedhof

Öko Friedhöfe verzichten auf umweltschädliche Verbrennung und Särge aus teurem (Tropen-?)Holz. Bei uns eher selbstverständlich, in den USA nicht. Simplicity steht im Vordergrund. Die Bestattung erfolgt in der Regel mit Tüchern oder einfachen Holzkosten.

Der Preis beträgt somit in etwa 1/10 eines normalen (amerikanischen) Begräbnisses, nämlich ca. 500 Dollar. Auch hier reduzieren sich die Instandhaltungskosten auf ein Minimum, trotz High-Tech:

Statt aufwendigen Grabsteinen werden junge Bäume gesetzt. Damit man den Toten weiterhin einen Besuch abstatten kann, werden GPS-Nadeln verwendet, die den exakten Standort der Grabstätte anzeigen. Ein nicht zu unterschätzender Nebeneffekt: Die Öko-Friedhöfe stehen unter Naturschutz und können sich zu wahren Biotopen entwickeln, da dort kein Rasenmäher wütet oder Einkaufszentren errichtet werden dürfen.

via vitalGenuss, wo man auch dieses Video über einen Ökofriedhof findet.
Foto: Grooveygreen


 

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Die billige Brille im Internet

Brillen online kaufenIm Internet oder im Shop des Fachhändlers einkaufen?

Ira Mitchell stellte sich diese Frage auch, entschied sich statt einer 500 Dollar Optiker-Brille für eine 61 Dollar Internet-Brille. Keiner hätte es bemerkt, gäbe es da nicht das böse Internet. Märkte sind Gespräche, und Eyeglasses Stores are for suckers.

Without question, I’ll order from each of these places in the future. The prescriptions are tack sharp, the selections are better than the stores and the prices are incredible. Eyeglasses for less than a pair of shoes? Yes, please.

Weil sein Beitrag hunderten von Menschen tausende Dollar erspart hatte, gibt es mittlerweile auch eine eigene Webseite mit Horrorgeschichten, Erfahrungsberichten und Links zu Händlern die begeistern.

Anlass waren über 70 Kommentare und jede Menge Verlinkungen in wenigen Tagen. Dazu ein komödiantenhaftes aneinander-vorbei-Reden von Händlern und Konsumenten Prosumenten.

3 Dinge, die man aus dem 30-Tage Beispiel mitnehmen kann. Nichts Neues und doch eine lebendige Bestätigung ansonsten grauer Theorie:

Das Internet hat den Handel längst revolutioniert und wird es auch weiter tun. Branchen die noch immer glauben, dass Bücher und Musik der Anfang und zugleich das Ende eines Trends waren, werden irgendwann schon bald vor den Trümmern ihrer Ignoranz stehen.

Als Kunde bezahle ich nur dann mehr, wenn ich den Unterschied im Angebot auch wahrnehme! Niemand kauft sich eine Hose, die nur billig ist und nicht gefällt. Dass ein Geschäft Personal- und Raumkosten mitschleppt, ist kein Differenzierungsmerkmal! [s. Kommentar 18]

Und last but not least: Seinen Kunden zuhören lohnt sich! Einem Schnäppchenjäger die Vorteile von Reparatur und Service zu erklären ist sinnlos, denn der kauft lieber 5x etwas Neues als 1x zu teuer. Auch wenn der Verkaufstrainer noch immer etwas anderes sagt: Jeder Kunde ist anders, Schubladen-Lösungen funktionieren nicht - trotzdem höre ich sie täglich.

3 Linktipps zu ähnlichen Beiträgen:
- Brillenkauf im Wohnzimmer - Differenzierung eines Optikers
- apo.take - Diskont und Qualität unter einem Dach
- Gestern waren sie noch Couch Potatoes (Video)

via Logic + Emotion


 

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Kunsthotel: Großer Junge ganz klein

Das 'andere' Hotel. Differenzierung pur.Diese Zimmer sind einfach anders. Im Arte Luise Kunsthotel in Berlin sucht man grauen Standard vergeblich:

Alle Zimmer [siehe Bilder] des Hotels wurden jeweils von einem namhaften Künstler nach seinem Konzept gestaltet.

Die Auswahl ist derart bunt (im wahrsten Sinne des Wortes), dass wohl für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte: Das Zimmer des verarmten Künstlers, das des kleinen Jungen oder der LooneyTunes. Noch immer zu normal? Es geht auch verruchter, Moulin Rouge lässt grüßen:

Die Atmosphäre eines “Etablissements” der 20er Jahre mit rotem Samt und Brokat, dass Bett mit Tüll drapiert und exponiert auf einem Sockel, mit Rotlicht, erotischen Tänzerinnen und dem Sound der alten Fernbahn Paris-Moskau, versetzen den Gast zurück in das alte Berlin des Christopher Isherwood. [Foto und Video]

Das Hotel mit seiner angrenzenden Kunsthalle wäre doch ein wunderbarer Denkblockadenkiller und hervorragend geeignet für Ideenworkshops?! Was es aber in jedem Fall ist: Ein hervorragendes Beispiel für Differenzierung gepaart mit Querdenkertum: Denn wie oft haben Sie schon in einem Museum geschlafen?


 

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Dank Schmetterlingen zum Internet-Millionär

Schmetterlinge zur Hochzeit?Früher war Jose Muñiz Berater. Heute handelt er mit Schmetterlingen und verdient damit mehr Geld als je zuvor.

Wer jetzt an tote getrocknete Schmetterlinge hinter Glasscheiben denkt liegt falsch: Muñiz züchtet und verkauft quicklebendige, fröhlich flatternde Schmetterlinge an Menschen, die etwas zu feiern haben.

Anlässe sind Hochzeiten, Geburtstagen, Jubiläen, Firmenevents oder Begräbnisse. Aber auch romatische (Ehe-)Männer, die ihre Frau beeindrucken wollen, oder hin und wieder mal eine Filmproduktion AmazingButterfly beschäftigt mittlerweile 8 Vollzeit- und bis zu 12 Teilzeit-Mitarbeiter, der Umsatz beträgt über 1 Million US Dollar und kommt zum größten Teil aus dem eigenen Internet Shop (Hello, Long Tail!).

Das Dutzend kostet dort ca. 60 bis 100 Dollar, pro 50 Personen sollten es mindestens 2×12 Stück sein. Dazu findet man jede Menge Merchandising Artikel, Schmuck, Bücher und sogar spezielle ‘Frei-lass-Boxen’. Differenzierung und Fokussierung in einem, denn immer dreht es sich um Schmetterlinge.

Sollte gerade jemand beim Planen einer Hochzeit sein: Der Schweizer Schmetterlingszüchter, Papa Papillon, liefert auch Hochzeits-Schmetterlinge. Zwar in kleinerem Stil (immerhin herrscht in unseren Klimaregionen kein Ganzjahres-Flugwetter), aber mindestens genauso liebevoll:

Brautleute wünschen sich immer wieder, dass ihr Tag etwas anders ist als alle anderen Hochzeiten: das Fest soll den Gästen eine unerwartete Überraschung bringen, die allen Beteiligten unvergesslich sein wird. Viele kennen das amerikanische Reis-über-die-Schulter-Werfen, das Auffliegen-Lassen von Tauben und viele andere Glück bringende Bräuche. Aber waren Sie schon jemals dabei, als das Brautpaar von Schmetterlingen umflattert war?

PS: Wer es ertragen kann - hier gibt es ein mehr als kitschig-schaures Butterfly Release Video.


 

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Zähne im Internet ersteigern?

Zahnarzt per Online AuktionImmer mehr Zahnärzte und -techniker bieten ihre Leistungen auch im Internet an. Nicht nur auf ihren eigenen Homepages, sondern über Online Auktionen.

Folge: Riesige Preisunterschiede, aber auch erweiterte Möglichkeiten, neue Kunden zu finden oder in ruhigeren Zeiten für Auslastung zu sorgen.

Der Patient lässt sich zunächst auf der Website des jeweiligen Portals registrieren und überträgt anonym den Heil- und Kostenplan eines Zahnarztes in ein vorgefertigtes Formular. Innerhalb einer bestimmten Frist geben Zahnärzte dann ihre Gebote ab, frei nach dem Motto “Wer bietet weniger?” Am Ende wählt der Nutzer einen Arzt aus und vereinbart einen Beratungstermin. Kommt es zu einer Behandlung, zahlt der Arzt einen kleinen Teil des Honorars an den Portalbetreiber.

Was Ärztekammer und Verbraucherschützer zu dem Angebot sagen und welche Auswirkungen das auf das Qualitätsniveau hat, kann man im Presseportal nachlesen.

Egal was man davon hält: Für mich ist die Geschichte ein weiteres Beispiel, dass es mit den heiligen Kühen vorbei ist. Jammern nützt nichts. Sich auf die neuen Rahmenbedingungen einstellen, Veränderungen akzeptieren, und sich aktiv um neue Kunden bemühen bringt mehr. Wie es geht? Beispiele für Differenzierung gibt es (auch in diesem Blog) genügend.

Und immerhin geht es ja nicht immer nur um den Preis, oder?


 

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Blog Karneval: Doping für Menschenkenntnis

1. Deutscher Blog Karneval 21. Oktober - 11. November 2006Das ist ein Beitrag im Rahmen des 1. Business Blog-Karneval im deutschsprachigen Raum zum Thema ‘Kunden und Aufträge finden und gewinnen. Wichtige und nützliche Tipps für FreiberuflerInnen, Einzel- und KleinunternehmerInnnen.’

Meine Großmutter ermahnte mich immer dazu, ‘andere so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden will’.

Ist das in einer Zeit, in der überall von Beziehungs-Marketing die Rede ist, noch immer so? Oder liegt der Erfolg nicht eher darin, seine Kunden so zu behandeln, wie diese behandelt werden wollen?

Nicht, um meine Authentizität aufzugeben, mich ständig anzupassen, Grätschen zu machen oder zu manipulieren, sondern um besser zu kommunizieren! Zu oft reden wir nur deshalb aneinander vorbei, weil wir nicht auf unsere Gesprächspartner einzugehen bereit sind.

Mit welchem dieser Kunden können Sie persönlich am besten?

Dem, der zur Tür herein stürmt, kaum Zeit zum Grüßen hat und mich unangenehm direkt über die Differenzierung meiner Produkte zu anderen interviewt, und den immer nur die Neuheiten interessieren? Oder jene Kundin, die endlos Zeit zu haben scheint, die mich kaum zu Wort kommen lässt, und mit der ich scheinbar nie zum Abschluss kommen werde? Vielleicht jener Zögerliche, der beinahe schüchtern auf mich zukommt, sich für die Störung entschuldigt, und der mir ständig erklärt, dass er zuerst seine Frau fragen müsse, bevor er eine Entscheidung treffen kann? Und dann gäb es noch die Kundin, die jedes Detail über mein Produkt wissen will, und mehr über mein Angebot weiß, als ich selbst.

Stimmt, hier gehts um Typologien, die ich immer anwenden lassen, egal ob in Meetings, Innovationsprozessen oder im Akquisegespräch: Obwohl auch ich in Workshops mit meinem bevorzugten ‘Werkzeug’ arbeite, ist es anfangs fast nebensächlich, an welchen Schulen man sich orientiert. Viel wichtiger ist die Bereitschaft, dass ich mich überhaupt mit dem Thema auseinander setze. Am Ende werden meine Kunden es mir danken.

Ein Schlüssel zum erfolgreichen Akquise-Gespräch liegt darin, so rasch als möglich zu erkennen, welchem Typen ich gegenüberstehe, wie Menschen ‘ticken’, was sie erwarten, was sie anspricht und wo sie ihre Ohren verschließen. Spätestens dann sollte mir die Unsinnigkeit von Massenakquise und das Suchen nach dem goldenen Tipp bewusst werden. Noch einmal zu den Beispielen…

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht: Der erste will abschließen, sonst käme er gar nicht in mein Geschäft. Zeit ist Geld. Nur, um sich zu informieren, ist er nicht da. Je schneller ich zum Punkt komme, umso eher wird er mein Kunde. Viel redende Verkäufer sind ihm ein Gräuel. Ein überzeugter, selbstsicherer Auftritt entscheiden über Abschluss oder vergebene Chance.

Die so mitteilsame Kundin legt Wert auf viel Kontakt. Sie will mit mir reden, will mich kennenlernen und wissen wer ich bin. Sie mag es, wenn ich sie jede Woche einmal anrufe und sie interessiert, wer meine Produkte sonst noch benutzt. Tun das Bratt Pitt und Angelina Jolie, so hilft ihr das bei der Entscheidung. Sozialer Kontakt geht über alles. Sowohl im Verkaufsgespräch, als auch im follow-up.

Der Zögerliche ist gar nicht so zögerlich wie scheint. Aber er will keine Entscheidungen treffen, die sein harmonisches Leben gefährden könnten. Wichtig ist, ihn davon zu überzeugen, dass mein Produkt sicher ist und dass auch seine Familie hinter der Entscheidung steht. Je mehr ich sein ‘Bauchgefühl’ ansprechen kann, umso größer meine Chancen.

Und der mit den vielen Details: Es liegt ganz einfach in seiner Natur alles wissen zu wollen. Kommt ein solcher Kunde in mein Geschäft, kann ich davon ausgehen, dass er sich schon in anderen Geschäften (zu Tode) informiert hat und sich erst dann entscheiden wird, wenn ich es schaffe, ihm auch noch beim kleinsten Detail seiner Reiseplanung zu helfen. Aber nicht mit ausschweifenden Geschichten, sondern mit Fakten!

Das kann an dieser Stelle nur eine ganz kleine Einführung sein. Sie soll nur aufzeigen, dass es noch viel Potenzial beim Eingehen auf Kunden gibt. Das sind keine plumpen Verkaufstricks! Es ist Wertschätzung meinen Kunden gegenüber.

Sich selbst und andere besser verstehen ersetzt auch keinen gesunden Hausverstand! In der Hitze des Gefechts (=Stress-Situation), kann es aber schon mal passieren, dass der uns im Stich lässt. Spätestens dann greifen wir dankbar auf eine gedopte Menschenkenntnis zurück.


 

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Hässliche Models sind sexy

Sexy und hässlich90-60-90. Das sind die Maße, um die es bei dieser Modell Agentur ganz sicher nicht geht. Hier stehen Zwerge, Riesen, Zwillinge, Zahnlücken, Breitköpfe, Verbrecher oder einfach nur Menschen abseits des Mainstreams in der Kartei.

We want models that offer something different than the norm‘, ist das Motto der englischen Modell-Agentur Ugly/Rage Models. Zu den Referenzen gehören die Fernsehstationen BBC, SKY und ITV, die Fashion Labels Calvin Klein, Levis oder Diesel, das Modemagazin Vogue und Blockbuster wie Batman oder James Bond.

‘Classic models always will get work, but if you have a more unique, interesting look, the opportunities for you to capitalize on a trend are high. TV and film are always looking for strong, original faces that are versatile.’ [IdeasFactory]

Zwischen 18 und 100 Jahren sind die rund 900 Models der Agentur, die sich seit 35 Jahren am britischen Markt behauptet. Neben dem Geschäft mit den ‘hässlichen Menschen’ betreibt Ugly seit 12 Jahren auch die ‘Zweit-Marke’ Rage (’the commercial modeling side of Ugly’).

Während andere Agenturen ‘alternative Körper und Gesichter’ oft verstecken und nur bei konkreten Anfragen damit rausrücken, wirbt Ugly ganz bewusst mit Menschen, die Anhängern der Hunger-Models die Haare zu Berge stehen lassen. Das Differenzierungs-Konzept geht voll auf: Ugly ist erfolgreich! (Und vielleicht sucht sich Nachwuchs(Gott)Schalk Rob Vegas, dort ja schon bald seinen Co-Moderator.)

Quellen: Ulgy/Rage Models, Ideasfactory
Gefunden bei: Anleitung zum Scheitern


 

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Muss es immer mehr Verkaufsfläche sein?

Being Spaces: Cafe LadenIch mag Geschichten über kleine Kaufleute, denen es gelingt, direkt neben großen Platzhirschen erfolgreich zu sein.

Ein schönes Beispiel ist jenes von Thomas und Ramona Gietl, die sich im Tiroler 1.000 Seelen Dorf Schönberg einen Traum erfüllt haben - und das ein paar hundert Meter neben einem Tiefpreis-Diskonter von Hofer.

Being Spaces ist das Schlagwort zu dem, was Ramona und Thomas nach der Übernahme des Geschäfts mit Hausverstand umgesetzt haben: Kurzerhand wurde ein altmodischer Supermarkt in einen trendig-stilvollen Cafe Laden umgestaltet.

‘Wir wollten wieder einen Treffpunkt schaffen, wo man ein bisschen ein Dorfleben hat. Wir wollen der Anonymität entgegentreten. Zudem wollen wir mit vielen regionalen Partnern zusammenarbeiten’, sagte Ramona anlässlich der Eröffnung vor gut einem Jahr. Und das ist gelungen!

‘Im 60 m² großen Café bieten wir Ihnen neben Getränken und Snacks auch eine abwechslungsreiche Wochenkarte’, steht stolz auf der Homepage der Gietls. Das frisch zubereitete Tagesmenü (’Schmankerln’) findet man im Internet. Abends kann das Lokal für Feste und Feiern gemietet werden. Wer lieber daheim bleibt, nutzt das Catering-Service.

Das eigentliche Geschäft misst 160m2 und beinhaltet alles, was das Dorfleben verlangt - und hergibt: Frisches Brot, Fleisch einer lokalen Metzgerei, Blumen vom Gartenbauer aus dem Nachbarsdorf, Services die einst Postämtern vorenthalten waren, Annahme für Textilreinigung und Fotoausarbeitung - auf Wunsch auch online.

Differenzierung statt Kopieren. Ramona und Andreas Gietls Erfolgsgeschichte. Schönberg, Tirol.Ideen gibt es genug. Erfolgreich umgesetzte Beispiele auch. Trotzdem glauben andere, ihre Rettung ausschließlich im Vervielfachen von Verkaufsflächen und einer Angleichung des Sortiments an große Supermärkte zu finden. Weil es (leider) oft hieran mangelt:

.: Der Bereitschaft, traditionelle Pfade zu verlassen,
.: abgedroschene Geschäftsmodelle zu überdenken,
.: Veränderungen zu akzeptieren,
.: sich über den Tellerrand hinauszulehnen, und
.: Mut zur Umsetzung alternativer Ansätze zu entwickeln.

Differenzieren ist erfolgsversprechender als Kopieren - und macht ungleich mehr Spaß! Wer über seinen Schatten springt, hat gute Aussichten darauf, sich gemeinsam mit Ramona Gietl zu freuen:

‘Wir haben einen Traum umgesetzt und haben für die nächsten 30 Jahre einen sicheren Arbeitsplatz. Mit guten Ideen und viel Herzblut ist fast alles machbar.’

Gefunden habe ich die Geschichte der Familie Gietl im neuen (Tiroler) Westmagazin, einer Zeitschrift die es (dank gut recherchierter Beiträge und einer gesunden Portion spitzer Feder) schon mit der ersten Ausgabe geschafft hat, mich unübliche 2 Stunden vor einem Print-Magazin zu fesseln.


 

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DubLi … Noch ein eBay Klon?

My-Hammer startet in ÖsterreichMan nehme das Konzept von eBay, die Strukturen von Amway, paare sie mit Pyramidenspiel-Regeln und fertig ist ein neues Online Trading Portal. In wenigen Tagen, am 19. Oktober 2006, öffnet ‘DubLi - Worldwide Trading’ seine Pforten.

Was DubLi bieten will: B2B, B2C und C2C Handel in Shops, Marktplätzen oder als Auktionen. Auch ‘Holländisches Versteigern’ (von ‘oben nach unten’) soll möglich sein. Die Sprachen für den Start Anfang Oktober sind Englisch, Deutsch und Dänisch.

Benchmark ist ganz klar eBay, das wird auch in der Vorstellung oft genug erwähnt. Man hätte es aber auch so bemerkt: Gleiches Logo, gleiches Screendesign, gleiche Features. Wie sich DubLi (abgesehen von einem verwirrenden Provisionssystem auf Weiterempfehlungsbasis) genau differenzieren und Kunden anziehen will, hab ich derzeit noch nicht herausgefunden. Ganz im Gegenteil:

Eine der schlechtesten Verkaufspräsentationen die ich in den letzten Jahren gesehen habe, baut nicht wirklich Vertrauen auf und zeugt von Professionalität. Und wer immer noch nicht genug hat: Hier oder hier gibts 2 Videos. DubLi, ein Kandidat für den Award ‘Schlechtester eBay Klon aller Zeiten’?

Nachtrag
In diesem Beitrag ging es um eine Differenzierung zwischen gelungenen Verkaufspräsentationen wie in anderen Beiträgen gezeigt, und eben gänzlich missratenen. Da sich die Diskussion in eine unvorhersehbare Richtung zu entwickeln drohte, wurden sämtliche Kommentare per 13. März 2007 entfernt.


 

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Men In Black - Langweiliges IT Service wird zum Erlebnis

Gelangweilt sitzt Marsha in ihrer 2 Quadratmeter Zelle eines amerikanischen Großraumbüros. Sie wartet auf den bummeligen IT-Servicetechniker mit der dicken Hornbrille, der ihr bei den Problemen mit dem Netzwerk helfen soll. Und dann traut Marsha ihren Augen nicht…

Sie treten auf wie die BluesBrothers, tragen dunkle Anzüge, weiße Hemden und Krawatten. Sie sind keine Techniker, sie sind Agenten, die auch YouTube und Flickr fürs Marketing nutzen. Sie sprechen so, dass auch Computer-Laien sie verstehen und sie haben Spaß an der Arbeit - sie sind Freaks und gleichzeitig die Men In Black.

Geek Squad - ein amerikanisches Unternehmen das Netzwerke repariert und bei PC Problemen hilft - so wie zig-tausende andere auch. Deshalb mussten sich die Gründer etwas überlegen: Langweiliges Computer-Service wird zum Erlebnis. Statt grauem Büroalltag, Unterhaltung und Emotionen. Das macht Geek Squad anders - und erfolgreich.


 

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