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Vertriebsmodelle in Facebook
Wenn sich schon 100 Millionen User auf Facebook tummeln und dort so ziemlich alles über sich preis geben, kann ich das größte Social Network der Welt auch zum Experimentieren mit neuen Distributionsmöglichkeiten nutzen. Hier ein Beispiel.
Social Flowers: Blumen schenken

Socials Flowers (”Send flowers in Social Networks”) hat eine Anwendung programmiert, mit der ich einfach eine/n Glückliche/n aus meiner endlos langen Freundes lange auswähle und ihm Blumen schicken lasse. Bezahlt wird direkt bei Facebook. Die Aufträge gehen an einen von über 30,000 Partnershops in den USA und Kanada, die die Blumen ausliefern.
Zwar wird die Anwendung bislang nur sehr wenig genutzt, aber vielleicht schauen wir sie uns in 12 Monaten noch einmal an, denn bestimmt wird auch Facebook Geschäftsmodelle wie dieses mit neuen Entwicklungen unterstützen.
Ein ähnliches Modell verfolgt die englische The Light Agency. Sie bedient sich eines Händlernetzwerkes von 12,500 Läden, um Süssigkeiten auszuliefern welche mittels Gutschein an Freunde in Facebook verschenkt werden können.
Sexy Supermärkte

Die Tiroler Supermarkt-Kette MPREIS ist bekannt für das außergewöhnliche Design der Filialen (siehe z.B. Bericht Springwise). Im Ötztalblog habe ich das Bild der Filiale in Sölden entdeckt … wow!
Markus schreibt dazu:
Meist ist die Ötztaler Tourismusmetropole Sölden wegen ihres Angebots für Urlauber und den dazugehörigen Events auf den Fernsehbildschirmen präsent. Dass dies nicht immer so sein muss, beweisen Filmaufnahmen eines amerikanischen Teams, welches Skigebiet, Gletscher und Gondelbahnen verschmähte und nur Augen für die MPreis in Sölden Filiale hatte.

Differenzierung über Design. Auf der Unternehmenswebseite hat die Supermarktkette einen eigenen Architektur-Sektor, in dem sich viele weitere Bilder und Pressefeedback finden.
Gefunden im Ötztalblog, Foto: MPREIS
Ein guter Internetauftritt zahlt sich nicht aus
Überaus amüsant fand ich ein Statement von Georg Wiedenhofer, Marketingleiter bei der baumax/Schömer Gruppe in derStandard.
“In 5 bis 10 Jahren werden schon einige Produkte - wie Bohrmaschinen - über das Internet verkauft werden, bei Zement ist das schon wieder schwieriger.”
Was hier im Rahmen eines Web2.0 Symposiums in Wien wie eine Vision klingt ist das klassische Internetmodell der späten 90er Jahre (Web1.0): Geschäftsmodelle aus der realen Welt 1:1 ins Web kopieren, ohne dessen zusätzliche Möglichkeiten zu nutzen. Es kommt aber noch besser:
Laut Wiedenhofer informiere sich die Kundschaft im Internet und gehe dann zum “Baumarkt um`s Eck. “Die Leute wollen die Sachen angreifen und sehen.” Ein guter Internetauftritt zahlt sich nicht aus somit, weil die anderen Märkte davon profitieren würden.
Deshalb besser gar kein Internetauftritt, lieber Herr Wiedenhofer, dann informiert sich “die Kundschaft” erst gar nicht auf Ihrer Seite, sondern vertraut von Anfang an Meinungen anderer Käufer und folgt der Wegbeschreibung zu Hornbach, denn dort hat man es verstanden, über das Internet die klassische Schwäche vieler Discounter (Beratung) in einen Mehrwert zu verwandeln.

Quelle: AGOF Internet Facts.
Messen Sie als Unternehmen mit klassischen Vertriebswegen den Erfolg Ihres Internetauftritts nicht fälschlicherweise am Online-Shop! Denken Sie auch an aufgrund von Recherchen getroffene Vor-Kaufentscheidungen - egal in welcher Branche!
Stichworte zum selbst weiterlesen: Integrierte Markenführung und Online Reputation…
Nachtrag 28.6.2008
- Highlights der Web2.0 Konferenz in Wien (Danke Herr Krause für den Hinweis!)
- Bohrmaschinen per Telefon verkaufen, Dieter Rappold, knallgrau
Schaufenster-Deko Wettbewerb Fußball EM in Tirol
Im Jänner habe ich in einem Beitrag auf einen Schaufenster Deko Wettbewerb anlässlich der Fußball EM hingewiesen. Seit einiger Zeit stehen die Sieger fest. Hier Bilder von 2 Gewinnern.

Photo Hörmann, Innsbruck

Buch & Papier Lippott, Kufstein
„Als kleinen Beitrag zur EM08 wollten wir ein Schaufenster gestalten, dass unsere Produkte mit dem Fußball verbindet, deshalb kamen wir zu dem Thema PAPIER:BUCH. (Papier gegen Buch). Unsere Auslage wurde von den Kunden und Betrachtern sehr begeistert aufgenommen.“
Meinen Sieger gibt es morgen - jemanden der nicht auf dem EM Werbezug Trittbrett fährt und genau deshalb 3 ausgebuchte Wochen vor sich hat…
Quelle: Tirol:08
Messebesucher zu Kunden machen
Nicht nur für Burkhard Schneider ist Ludger Freese der innovativste Metzger Deutschlands. Besucher meiner Vorträge kennen den Mann von genialen Aktionen wie zum Beispiel “Wer wird Wurstmillionär” und anderen. Heute lese ich bei Burkhard von Ludgers jüngstem Geniestreich.
Die Problemstellung die es zu lösen gilt:
“Wie bringe ich möglichst viele der 16.000(!) Besucher der Gewerbemesse Visbek auch in meinen Laden?”
Hier Ludger Freeses Ansatz, zu der ich dir, lieber Ludger, ganz herzlich gratuliere! Wieder einmal beweist du, dass man für wirklich gutes Marketing nicht unbedingt teure Agenturen beauftragen muss! [Weiterlesen] »
Alte (diktatorische) Welt vs. Neue (partizipative) Welt
Do-it-yourself Mode-Schmuck ist nichts Neues. In der Motivation die eigenen Designs zum Leben zu erwecken besteht allerdinge eine große Kluft zwischen Amerika/Großbritannien und Deutschland/Österreich.
Die beiden deutschen Start-Ups Julie & Grace und Pearlfection lösen diesen Engpass, indem sie für ihre Kunden die Produktion übernehmen. Die Hamburger Julie & Grace produzieren in Bali, Pearlfection (München) lässt die Designs in Deutschland verwirklichen.

Ganz im Stil der “2.0 Kultur” bieten die Unternehmen Hobby Designern die Möglichkeit, ihr Taschengeld ein wenig aufzubessern, oder einfach nur Spaß und Stolz daran zu haben, wenn die selbst entworfenen Designs auch von anderen Menschen gekauft werden. Der/die DesignerIn verdient am Verkauf mit. Die Provisionen werden selbst festgesetzt.
Traditionelle Geschäftsmodelle
Selbst Designs erstellen ist auch beim Schweizer BijouDesigner möglich, allerdings habe ich hier keine Möglichkeit an meiner Kreativität zu partizipieren. Die designten Schmuckstücke können “nur” für den Eigenbedarf bestellt werden. Braver Individualisierungs-Ansatz allerdings ohne echtes Erlebnis, Mundpropaga- oder Wiederbesuchspotenzial. Hier schaue ich nur dann vorbei, wenn ich auch tatsächlich Kaufabsicht habe.
Noch ein Beispiel passt in diese Reihe: Swarovskis “Create your Style Community Ansatz. Hier erkennt man zwar deutlich den Community Trend dem zur Zeit viele Konzerne hinterherlaufen, allerdings lässt der Ansatz die zentralste Frage offen: Was ist der Mehrwert dieser Community?

Auf der Seite von Swarovski bietet zwar ein Online Designer seine Dienste an, mehr ist aber (noch) nicht erkennbar. Wozu also meine Daten einem Konzern ausliefern, wenn ich mich alternativ auch auf Facebook mit tausenden anderen Glitzer-Steinchen- und Fashion Addicts austauschen kann?
Leider vergessen zu viele “Bauen wir uns auch mal schnell eine Community” Projekte “alter” Unternehmen auf diesen entscheidenden Faktor oder versuchen ihn erst dann zu kommunizieren, nachdem die Projekte in langwierigen Projekten bis zur vermeintlichen Perfektion konzerintern verfeinert und abgetestet worden sind. Im Falle von Swarovski wird es vielleicht funktionieren - die Marke ist megastark und hat weltweit Hundertausende Fans. Bei anderen Unternehmen werden ähnlich konservative Versuche verdammt schief gehen, lediglich eine Menge Geld verschlingen und zu Frust-getriebenen Rundumschlägen (”Blase…”, “Alles nur ein Modetrend.”,…) führen.
Alte Welt vs. Neue (demokratisierte) Welt
Ich mußte gestern auf dem Weg in unsere Manufaktur drei große Umwege fahren, weil sich endlose Konvois in Richtung Meer geschoben haben (der längste aus über 100 Bussen und LKWs (!), auf deren Ladeflächen oben sehr festlich gekleidete Balinesen unterwegs waren). Am Strand wurden den Göttern dann Opfergaben erbracht und es erfolgt die Reinigung der Seele. [...]
[Quelle: J&G Blog]
Eine gesunde Portion Offenheit und Storytelling abseits von Produktkatalogen schaffen Neugier und erzeugten emotionale Bindung. So berichtet J&G Kopf Markus Bosse in seinem Blog regelmäßig über seine Erlebnisse auf Bali, und spricht dabei auch ganz offen über die vielen Herausforderungen beim Auf-/Ausbau der Produktion. Als Fan von J&G kann ich die Entwicklung des Unternehmens hautnah miterleben. Der Leser beschäftigt sich freiwillig und gerne intensiv mit dem Unternehmen, und erzählt u.U. sogar die eine oder andere Geschichte weiter.
Aus den 4 Beispielen kann man vor allem eines ablesen: Den Unterschied im Versuch, lediglich Realwelt-Geschäftsmodelle ins Internet zu kopieren, oder mit Varianten zu kombinieren und zu experimentieren, zu denen das Internet die perfekten Grundlagen bietet. Die beiden letzten Beispiele haben das m.E. noch nicht ganz geschafft.
Sie sind im ersten Schritt des Prozesses Kunden in den Wertschöpfungsprozess zu integrieren und Teil einer Erlebniswelt werden zu lassen hängen geblieben: Der Demokratisierung und des zur Verfügung-Stellens von Produktionsmitteln.

J&G und Pearlfection gehen über diesen Schritt deutlich hinaus. Nicht nur stellen sie mir ein Produktionsmittel (Design Tool) zur Verfügung, sondern auch ihre Produktionskapazitäten und ihre Vertriebsplattform (Demokratisierung des Vertriebs). Beide unterstützen mich als Verkäufer zudem beim Zugang zu Nischenmärkten (Long Tail) und dabei, mein Angebot in den Weiten des Internet (und Shops - vgl. J&G Geschäftskundenbereich) auffindbar zu machen.
Themenverwandt und demnächst hier im Blog:
Links und Screenshots:
Die preiswertesten Lebensmittel des Landes
Preisvergleichsplattformen im Internet sind nicht unbedingt eine Neuheit, dennoch ist mySupermarket einen Beitrag wert. Es geht um eine Branche die von Internet-Preisvergleichen bislang relativ verschont geblieben ist: Supermärkte.

Bei MySupermarket können (britische) Konsumenten ihren geplanten Lebensmitteleinkäufe in einen virtuellen Einkaufswagen legen und den tagesaktuellen Kassapreis der 4 größten Handelsketten des Landes direkt vergleichen.

Zu jedem Produkt werden Gewicht/Verpackungseinheit, Sonderaktionen, Inhaltsstoffe und Kalorien angezeigt. Ein Ampelsystem gibt einen schnellen Überblick über den Fettgehalt des Einkaufswagens oder ob die gewählten Lebensmittel glutenfrei sind oder nicht.
Der Preis-Detektiv unterbreitet auch gleich Vorschläge ob das Ausweichen in einen anderen Shop Preisvorteile bringt. , bzw. welche Produkte mit “weniger gesunden” Inhaltsstoffen durch bessere ersetzt werden könnten, gibt also auch gleich Tipps zum eventuellen Wechsel von bislang aus Gewohnheit (oder aus Preisgründen) gekauften Kalorien-Bomben.

Natürlich kann man am Ende des virtuellen Einkaufs seinen Einkaufszettel direkt an die Händler senden, verdient mySupermarket Bonuspunkte und bekommt die Waren am Wunschtag ins Haus geliefert.
Im von den Konzernen Spar und Rewe dominierten österreichischen Lebensmittelmarkt wird es zwar noch einige Zeit dauern bis Preise und Kalorien ähnlich transparent bzw. einfach vergleichbar werden wie in England, aber vielleicht wäre genau eine solche eine erste Antwort auf Aussagen wie “Im Handel fehlt es sicherlich nicht an Wettbewerb.”
PS: Hier noch der nicht ganz jugendfreie und in die Kategorie “Banned Commercials” fallende Werbespot von mySupermarket… [Weiterlesen] »
Mit Kundenkommunikation per Blog Umsatz steigern

Am eDay ‘08 der Wirtschaftskammer Kärnten habe ich mit einem Unternehmer der gerade vor der unpopulären Entscheidung steht die Portokosten zu erhöhen eine kurze Diskussion geführt.
“Da wäre ein öffentlicher Dialog über ein Firmen-Blog doch geradezu ein Wahnsinn”, meinte der Unternehmer.
Wirklich? Überaus passend dazu dieses Beispiel, über das ich erst wenige Tage zuvor durch ein persönliches Schreiben eines Unternehmers erfahren hatte.
Der Nutzen offenen Dialogs mit Kunden
1998 gründete Wolfgang Meyer-Johanning die Firma Haus der Musik. Seine 35.000 Kunden schätzten sein Angebot nicht zuletzt wegen des portofreien Versands von Noten in ganz Deutschland. Musiklehrer gaben ihren Schülern die Empfehlung ihre Noten bei Wolfgang zu kaufen, weil es dort keine Mindestbestellmengen gab. Zumindest war das 10 Jahre lang so.
Im Jänner 2008 musste sich das Haus der Musik aber dann doch den stetig ansteigenden Portokosten für Kleinbestellungen hingeben und führte einen Mindestbestellwert als Portofreigrenze ein. Aber Wolfgang tat das nicht ohne vorab per Blog die Hintergründe und Alternativen zu erklären und den Kundennutzen einer Erhöhung der Versandkosten herauszuarbeiten.
Dann folgte aber noch ein mutiger Schritt, mit dem sich Wolfgang von plumpen anonymen “Die Kosten sind gestiegen, wir danken für Ihr Verständnis”-Schreiben vieler Unternehmen differenziert:
Per Blog startet er eine öffentliche, ungeschminkte und unzensurierte Diskussion mit seinen Kunden.
Durch die Videoansprache, eine offene, unzensierte Diskussion, für die es im Weblog eine Plattform gibt, haben wir den Kontakt zu unseren Kunden gesucht und hergestellt. Die Reaktionen: Sachliche Kritik wurde geäußert, doch es gab keine einzige Kundenbeschwerde bei bis zu 300 Auslieferungen pro Tag - und es gab einen Umsatzzuwachs von ca. 30% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Eines hat Wolfgang in o.a. Statement vergessen zu erwähnen, nämlich dass die Diskussion mit seinen Kunden auch zu konstruktiven Vorschlägen zur Verbesserung des Bestellvorgangs geführt hat. Welche das waren und wie sich die Diskussion entwickelt hat, liest man am besten selbst im offiziellen Firmenblog nach (siehe hier).
Video und Diskussion bleiben im Netz und werden sogar noch explizit verlinkt, und neue Kunden finden auf Anhieb eine (in persönlichen Worten des Chefs verfasste) Erklärung des Chefs höchstpersönliche, warum man beim Haus der Musik für Kleinstbestellungen Porto bezahlt. Der richtige Schritt um Vertrauen aufzubauen, seinem Unternehmen ein Gesicht zu geben und der Austauschbarkeit zu entgehen.
Versandfrei liefern, Portokosten Dritte bezahlen lassen
Eine andere Möglichkeit auch Kleinbestellungen weiterhin kostenfrei auszuliefern wäre noch jene, die Portokosten Dritte bezahlen zu lassen. Ein Beispiel: Ich finde einen Zeitschriftenverlag der ein für meine Zielgruppe lesenswertes Magazin herausbringt und biete an jeder Lieferung ein Kennenlern-Exemplar beizulegen.
Clemens Reitz, einer der wenigen österreichischen Finanz-Blogger, hat mir jüngst von so einem erfolgreich umgesetzten Beispiel eines Büroartikel-Versandhandels erzählt, wobei ich leider den Namen des Versandhändlers vergessen habe aber vielleicht folgt noch ein separater Beitrag dieses Beispiels.
(Leseempfehlung: Chris Anderson Wired Magazine, 25. Feb. 2008.
“Free! Why $0.00 Is the Future of Business”)
Nachsatz: Wie kam es zu diesem Beitrag
Ich bekomme täglich eMails oder Pressemitteilungen von Unternehmen und Gründern, die noch immer nicht verstanden haben (a) wie Blogs “funktionieren” und (b) worum es bei ANDERS|denken geht. Die meisten verfolgen reine Werbezwecke und landen noch vor dem Öffnen im Spam Folder.
Vom Haus der Musik erfuhr ich per Brief der mich (a) von der ersten Zeile an fesselte weil er mir (b) auf Anhieb erklärte worum es geht, (c) eine nachvollziehbare Geschichte erzählte und (d) für andere Leser dieses Blogs von Nutzen sein kann. Am eDay nannten wir das Mehrwert schaffen. Letzteres ist der Unterschied zwischen langweiliger Presseaussendung und dem Wert hier im Blog diskutiert zu werden.
Das Beste der Stadt. Bewertungsplattformen proaktiv nutzen.
Qype ist schon lange meine bevorzugte Bewertungsplattform im Internet. Warum? Weil es bei Qype, anders als bei klassischen Bewertungsplattformen wie man sie vor allem aus dem Tourismusbereich kennt, Bewertungen zu so ziemlich allem findet was das Herz begehrt: Egal ob Zahnarzt, Anwalt, Tischler, Hotel, Bar, Restaurant, usw.
Bin ich in einer Stadt unterwegs die ich nicht kenne, führen mich meine Suche nach (Geheim-)Tipps über mein Handy immer wieder bei Qype vorbei. Neue Bewertungen aus meiner direkten Umgebung kommen praktisch per RSS in meinen Feedreader. Auch wenn diese für Tirol (noch) sehr spärlich vor sich hin tröpfeln und schwerpunktmäßig (noch) Gastronomie, Nachtleben und Tourismus zuzuordnen sind so liefern sie wesentlich mehr brauchbare Infos als die tausenden Kleinanzeigen die mich jede Woche per Post überschütten.
Jene Unternehmer denen jetzt aus Angst vor schlechten Bewertungen nicht schon wieder die Haare zu Berge stehen schauen am besten bei Qype.at vorbei und machen folgendes:
(1) Nachsehen ob das eigene Unternehmen schon bewertet wurde
(2) Ein Profil anlegen uns sich selber vorstellen
(3) Einen Link auf die eigene Webseite setzen und um Bewertungen bitten
Wie schon in vielen Diskussionen (vor allem mit Touristikern) immer wieder erörtert finde ich den proaktiven Umgang mit Bewertungsplattformen effektiver als passives Abwarten bis endlich wer den ersten Stein wirft.
Und was wenn mein Gasthaus oder meinen Handwerksbetrieb schon jemand bewertet hat? Am besten darüber freuen und erst recht stolz auf die positiven Kritiken verweisen. Sind die gar nicht so positiv würde ich die Chance ergreifen und mit dem Bewerter (das sind meistens Menschen die Ihnen grundsätzlich einmal wohlgesonnen waren!) Kontakt aufnehmen und versuchen das Missgeschick durch einen Überraschungseffekt wieder gut zu machen. Ist doch schön wenn mich jemand dazu einlädt mir noch einmal eine Chance für weiteren Kontakt gibt. In jedem Fall besser als nie mehr etwas von meinem Kunden (und seinen dutzenden Freunden) zu hören und zu sehen.
Es fällt manchen zwar unheimlich schwer (konstruktive) Kritik als Chance für Verbesserungen zu sehen, aber wenn ich selber die Potenziale nicht sehe sollte ich doch wenigstens auf meine Kunden hören.
Wie oft es bei Qype vorkommt dass geschilderte Erfahrungen so überhaupt nicht der Wahrheit entsprechen weiß ich nicht, aber vielleicht gibt uns Moe darüber hier schon bald im Kommentarfeld Auskunft…
Mass Customization für Schokoladen

Tirol ist nicht nur ein herrliches Urlaubsland sondern auch der Name eines japanischen Schokoladen Erzeugers. Eines der erfolgreichsten Produkte: Kleine Schokoladen die v.a. in der Nähe von Supermarktkassen verkauft werden.
Ein Mass Customization Ansatz soll helfen den Umsatz der beliebten Schokowürfel weiter zu steigern. Auf der Webseite DecoCho können Prosumenten Ihre Bilder hochladen, um die kleinen Tirol-Schokoladen wickeln und 2-3 Wochen später werden sie per Post geliefert. Der Preis beträgt 20 US Dollar.
Den möglichen Nebeneffekt der Strategie kennen wir schon von Jones Soda: Es entsteht eine treue, fürsprechende und unterschiedliche Designs sammelnde Fangemeinde.
Quelle: CScout



