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Wenn (ehemalige) Fans ein Denkmal zertrümmern
Über den Niedergang eines Evangeliums in 3 Tagen und worauf auch StartUps achten sollten.
Seit März 2005 ist Paris eine der heiligen Stätten einer eingeschworenen (Web-)Fangemeinde. Was mit ihrer Konferenz LesBlogs begann, endet (?) als LeWeb3 - eine Achterbahn an Leehrbeispielen und eine Konfrontation mit der ‘echten’ Welt.
Welcome to the real world 1
1,000 Jünger aus 37 Ländern pilgerten nach Paris, nahmen Reisekosten in Kauf und machten 300 EUR Eintritt locker, um ihre Evangelisten hautnah miterleben zu dürfen.
Die Erwartungshaltung: Überaus hoch, dafür sorgte auch der Veranstalter. Wer aber (zu?) hohe Erwartungen weckt, muss sich verdammt anstrengen, um diese zu erfüllen. [Weiterlesen] »
Eventblogs sind sinnlose Zeitverschwendung
“Eventblog? Das passt nicht zu uns. Außerdem können wir nicht kontrollieren, was da über uns geschrieben wird. Das muss erst zur Freigabe durch unsere Presseabteilung.”
Schade, lieber Veranstalter. Wovor hatten Sie Angst? Waren Sie von Ihrem eigenen Event nicht überzeugt? Haben Sie von vor der Eröffnungsrede die sich beschwerenden Stimmen gehört? So wenig Selbstvertrauen? Dabei Ihre Internetseite zur Veranstaltung doch so vielversprechend!?
Übrigens: Die Veranstaltung war hervorragend, Kompliment! Schade – gerne hätte auch ich an dieser Stelle mehr über Sie erzählt, Sie verlinkt, Besucher auf Ihre Seite geschickt, die Vortragenden vorgestellt und deren Reputation unterstrichen.
Vielleicht hätten Sie fortan mehr Aufmerksamkeit erhalten. Vielleicht hätte man mehr über Sie geredet, auch dann noch, wenn die wenigen Zeitungen mit den mageren Beiträgen schon längst im Container gelandet sind. Vielleicht hätten die digitalen Stimmen neue Besucher angelockt oder als Entscheidungshilfe gedient. Aber Sie sehen Mundpropaganda nicht als Chance, sondern als Gefahr.
Vielleicht wären Sie bei den Suchmaschinen über Rang dreihundert-irgendwas geklettert. Vielleicht hätte es Ihrem Image sehr gut getan. Vielleicht hätten sich auch Ihre Sponsoren gefreut und die Buchung verlängert. Vielleicht wäre Ihre ‘Marketingbotschaften’ durch freiwillige, nicht-bezahlte Testimonials glaubhafter geworden. Vielleicht hätte sich eine kleine Fangemeinde begeisterter Multiplikatoren gebildet. Vielleicht hätten Sie großartige Ideen für das nächste Jahr erhalten – kostenlos sogar.
Vielleicht! Wir Sie werden es nie wissen, denn Sie setzen auf Ihre kaum besuchte Homepage, emotionslose Pressemitteilungen und Gespräche hinter verschlossenen Türen oder am Küchentisch.
Schade eigentlich…
An einen Veranstalter der mir vor einigen Wochen erklärte, warum Event-Blogs keinen Sinn machen. Und an Eventagenturen, Fachhochschulen und Lehrgangsleiter von Eventmanagement-Kursen, die etwas offener für neue Ideen sind.
Dank Schmetterlingen zum Internet-Millionär
Früher war Jose Muñiz Berater. Heute handelt er mit Schmetterlingen und verdient damit mehr Geld als je zuvor.
Wer jetzt an tote getrocknete Schmetterlinge hinter Glasscheiben denkt liegt falsch: Muñiz züchtet und verkauft quicklebendige, fröhlich flatternde Schmetterlinge an Menschen, die etwas zu feiern haben.
Anlässe sind Hochzeiten, Geburtstagen, Jubiläen, Firmenevents oder Begräbnisse. Aber auch romatische (Ehe-)Männer, die ihre Frau beeindrucken wollen, oder hin und wieder mal eine Filmproduktion AmazingButterfly beschäftigt mittlerweile 8 Vollzeit- und bis zu 12 Teilzeit-Mitarbeiter, der Umsatz beträgt über 1 Million US Dollar und kommt zum größten Teil aus dem eigenen Internet Shop (Hello, Long Tail!).
Das Dutzend kostet dort ca. 60 bis 100 Dollar, pro 50 Personen sollten es mindestens 2×12 Stück sein. Dazu findet man jede Menge Merchandising Artikel, Schmuck, Bücher und sogar spezielle ‘Frei-lass-Boxen’. Differenzierung und Fokussierung in einem, denn immer dreht es sich um Schmetterlinge.
Sollte gerade jemand beim Planen einer Hochzeit sein: Der Schweizer Schmetterlingszüchter, Papa Papillon, liefert auch Hochzeits-Schmetterlinge. Zwar in kleinerem Stil (immerhin herrscht in unseren Klimaregionen kein Ganzjahres-Flugwetter), aber mindestens genauso liebevoll:
Brautleute wünschen sich immer wieder, dass ihr Tag etwas anders ist als alle anderen Hochzeiten: das Fest soll den Gästen eine unerwartete Überraschung bringen, die allen Beteiligten unvergesslich sein wird. Viele kennen das amerikanische Reis-über-die-Schulter-Werfen, das Auffliegen-Lassen von Tauben und viele andere Glück bringende Bräuche. Aber waren Sie schon jemals dabei, als das Brautpaar von Schmetterlingen umflattert war?
PS: Wer es ertragen kann - hier gibt es ein mehr als kitschig-schaures Butterfly Release Video.
ANDERS|denken Blitze (Woche 40)

Weils manchmal etwas schneller gehen muss …
11x ANDERS|denken im Schnelldurchlauf.
Mensa-Speiseplan per Handy
Die Mensa der TU-Dresden bietet einen ganz besonderen Service: Die Studierenden können sich den Speiseplan kostenlos auf ihr Handy laden. Vorbildlich: inklusive Zusatzstoffen. [Gesundheitsblogger]
(Un-)Sympathisch?
Wie Sie mit der Sympathie-Matrix die richtigen Kunden und Ihre Mitarbeiterinnen die richtigen Aufgaben finden. Kostenloses Tool von Jörg Weisner. [Job & Joy]
Die 10 brilliantesten Köpfe unserer Zeit
The Fifth Annual Brilliant 10 - Worms, planets, extra dimensions: just a few of the things that inspire the most creative young scientists of the year.
McZahn - Einer ist anders und alle schreien
Mit einem neuen Konzept, nämlich Zahnersatz zum Nulltarif, rollt McZahn gerade den deutschen Markt auf. [Ed Wohlfahrt]
Wenn Business Angels zuschlagen
Serviceverweigerer Achtung: Bewertungsplattform erobert Europa! Qype erhält 7stellige Erstfinanzierung. [Themenblog]
Video der Woche
Management-Tipp: Konfliktmanagement via fliegende Fäuste. Endet so Alonso gegen Schumacher?
Was du machst, ist ganz egal
Der SpiegelOnline über die Chancen im neuen Internet. ‘Neben dem Vertrauen auf eine Nutzerschaft, die sich ihre Inhalte selbst schafft, eint die Web 2.0-Entrepreneure der Glaube an eine Werbewelt der Zukunft, in der Markenartikler in den Internet-Communities maßgeschneiderte Zielgruppen für ihre Produkte vorfinden.’ [VisualBlog]
Zelte aus Beton
Es gibt derzeit ungefährt 35 Millionen Flüchtlinge weltweit und für deren Unterbringung wurde das “Zelt aus Beton” erfunden.
[Ideentower]
Lebensgefahr für den stationären Handel?
“…die Online-Shops machen derzeit vorallem CE-Fachmärkten zu schaffen. Händler klagen darüber, dass sich Kunden in den Märkten schlaumachen und dann im Internet zum besten Preis kaufen.” [ServiceSells]
Weblogs beglügeln eLearning
Das E-Learning erlebt unter dem Schlagwort Web 2.0 einen Aufschwung, weil die technischen Einstiegshürden sinken, die Informationsangebote immer enger miteinander vernetzt und die Lerninhalte aktueller werden. [Handelsblatt]
Singende MitarbeiterInnen bei Henkel
Schon mal was vom Henkel Song gehört? ‘Ganz entscheidend gür ein Unternehmen ist die eigene Identität. Ein gemeinsames Lied erinnert daran, was die eigenen Werte sind.’ Naja - klingt ein wenig nach einem schnulzigen Disney Soundtrack…
Business as usual - 5 Fragen an die Zukunft
Ein Industrieunternehmen denkt über die Zukunft nach. Vorgegebener (zugleich unglücklicher) Titel des Workshops: ‘Wir in der Zukunft’.
Wann beginnt die Zukunft (siehe hier)?
Auf 5 einfache Fragen zum Einstieg…
1. Wer sind heute meine Kunden?
2. Welche Vertriebskanäle nutzen wir heute?
3. Welche Wettbewerbsvorteile haben wir heute?
4. Womit machen wir heute Gewinne?
5. Welche Kompetenzen haben/brauchen wir heute?
… folgt die Bitte um 5 (schwierige?) Antworten:
‘Ersetzen Sie heute durch morgen.’ - Schweigen. Fragende Gesichter. Uneinigkeit. Dann eine rettende Antwort: ‘Business as usual.’
Wie oft haben Sie sich in den letzten 12 Monaten ernsthaft mit Antworten auf diese oder ähnliche Fragen auseinandergesetzt und wirklich neue Denkrichtungen zugelassen?
Wenn der Arbeitsplatz zur Zelle wird
Wenn es passt, verwende ich in Seminaren und Workshops gerne das eine oder andere Video. Ob dieses zu teamdynamischen Themen passt? Zumindest Motivationstrainer werden ihre Freude an dieser adaptierten Version des James Blunt Hits ‘You’re beautiful’ haben.
My Cubicle (mein Arbeitsplatz oder je nach Stimmung: meine Zelle) könnte auch der Soundtrack zu Gallups jährlicher Gruselmeldung (siehe Gallup Engagement Index) über die emotionale Bindung von ArbeitnehmerInnen in Deutschland sein. Die Zahlen zur Erinnerung:
18% der Beschäftigten haben innerlich gekündigt
69% machen Dienst nach Vorschrift
13% haben eine hohe hohe emotionale Bindung an Arbeitsumfeld bzw. Arbeitgeber (vgl. Österreich: 19%, Schweiz: 22%, USA: 29%)
Gefunden bei: Indrani | Video: YouTube
Telefonzellen sind wieder da
Haben Sie einmal beobachtet wie viele Menschen in lauten Bars zu telefonieren versuchen? Meistens ist es zu mühsam oder zu weit bis zum Ausgang. Und ruhige Ecken findet man ohnehin kaum.
Salemin Industrie hat die Lösung für dieses Problem: The Cell Zone™ ist die erste kommerziell einsetzbare schalldichte Handy-Kabine der Welt. Telefonierende verstehen endlich wieder etwas und schonen ihre Stimmbänder und das Umfeld bleibt vom unangenehmen Geschrei verschont.
Die Außenseite der ansprechend gestalteten Handy-Telefon-Zelle kann als Werbefläche genutzt werden: Eine gute Möglichkeit, um den Preis von US$ 2.400 - 3.500 zu re-finanzieren. Die Kabine eignet sich für In- und Outdoor-Einsatz. Zum Beispiel in der Gastronomie, Bars, Restaurants, Hallenbädern, Büchereien, Flughäfen, Bahnhöfen und Zügen, öffentlichen Plätzen, Sportveranstaltungen, Konzerten, …
Quelle: Salem Industries via Seeds of Growth
Eis in der Metro. Hitze fördert Kreativität…
… zumindest in China. Ein in Shanghai lebender Freund machte mich auf einen Beitrag in der Shanghai Daily aufmerksam.
Weil die Temperatur in der 18 Millionen-Stadt seit Tagen weit über 30°C liegt (am Montag wurden 37.9°C gemessen), greift die Stadtverwaltung zu unkonventionellen Mitteln:
Die Feuerwehr versuchte den über 50°C heißen Asphalt mit Wasser zu kühlen, um die Überhitzungsgefahr von Autos und Lastwagen zu minimieren.
Auch die Metro scheint Probleme mit der Hitze zu haben. Wer selbst schon einmal mit Shanghais ältester U-Bahn Linie (1) gefahren ist, kann sich vorstellen, wie ‘angenehm’ ein Ausfall der Klimaanlage sein kann. Kurzerhand platzierte man in jedem Abteil der 16 Züge Behälter mit Eisblöcken, die für Kühlung sorgen sollen. Kosten pro Tag rund EUR 1.000.
Text & Bildquelle: Shanghai Daily
Innovative Sportartikel - ispo BrandNew Awards
Ein Zusatzmotor für Mountainbikes? Wasserski-fahren, ohne auf fremde Hilfe angewiesen zu sein oder eine Erfindung mit der Sie aus einem kleinen Schwimmbad mehr herausholen?
Seit dem Jahr 2000 kürt die ispo, die Internationale Fachmesse für Sportartikel und Sportmode, jedes Jahr die kreativsten Erfindungen. Inzwischen haben sich die BrandNew Award zum größten Start-up Wettbewerb der internationalen Sportbranche entwickelt.
Im Best Practice Business Blog stellt Burkhard Schneider laufend Gewinner der Awards vor und kommentiert die Innovationen in gewohnt informativer Form.
Quelle: Best Practice Business
Reden wie Al Gore und Tony Robbins
Bislang waren sie jedes Jahr einem exklusiven Publikum von 1,000 Menschen vorenthalten. Doch wer über Innovation spricht, sollte auch zeitgemäß handeln. Genau das macht TED jetzt.
Die TED Conference [Videotrailer: A Taste of TED] in Kalifornien nimmt für sich in Anspruch, eine Veranstaltung zu sein, zu der es keine vergleichbare gibt. Künstler, Politiker, Menschen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Medizin u.v.m. gehören zu den ‘Speakern’. Stolzer Preis um bei TED live dabei zu sein: 4,400 US Dollar. TED2007 ist seit Februar ausverkauft.
Ein Trost für Fans in Europa und solche, die sich die Preise nicht leisten können: 2006 hat sich TED erstmals dazu entschlossen, Videos der Präsentationen zu veröffentlichen - kostenlos. Wer schon immer wissen wollte, wie Al Gore, Tony Robbins, David Pogue u.a. Ihre Zuseher begeistern, der sollte auf der Homepage von TED vorbeischauen. Es lohnt sich in jedem Fall.
Link zu den Videos | TEDTalks mit iTunes abonnieren | TEDBlog
Foto: Flickr



