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Die schönsten Alkohol-Kontrollen der Welt
‘Ganz Europa säuft’, sagt der, der sich am meisten darüber freut: Wolfgang Lackner, Chef der Alkomat-Patrouille.
Damit sein Geschäftskonzept funktioniert, braucht es lediglich 3 (relativ leicht zu findende) Dinge: Hübsche junge MitarbeiterInnen, Veranstaltungen mit vielen Besuchern und trinkfreudige Gäste.
Mit original Polizei Alkohol-Testgeräten bewaffnet, schwärmen die MitarbeiterInnen der Alkomat-Patrouille aus. Einmal Blasen kostet ungefähr den Preis eines Biers. Danach kennt man entweder seine (Nicht-)Fahrtüchtigkeit oder hat die Wette mit seinen Kumpanen gewonnen/verloren. Auch wenn die Idee einfach klingt, steckte anfangs einiges an Entwicklungsarbeit dahinter:
Als angehender Prüfingenieur an der FH München wusste ich damals auch gut über Prüfprotokolle Bescheid und konnte in einigen Testreihen die Schwachstellen herausfinden. Für einen ziemlich hohen Betrag, gab ich dann eine exklusive Entwicklungsarbeit bei der Firma Dräger in Auftrag, deren gewöhnlichen Handalkomaten in einen zuverlässigen, robusten Sprinter zu verwandeln, um mit eigens entwickelten, handlichen Alkomat-Testgeräten auf allen Arten von Festen vertreten zu sein. Zum Gaudium der Leute und zur Sicherheit auf der Straße.
Dann ging es schnell: Im Long Tail Stil ‘take little money from many people’ kreierte Lackner ein Franchisekonzept [siehe hier] zu relativ geringen Einstiegsgebühren. Wo die Patrouille erscheint, gibt es laut dem Kärnter nur Sieger: Die Testperson rettet ihren Führerschein, Gastronomen freuen sich über Zusatzumsätze durch Kampftrinker und der Alk-Sheriff verschafft sich ein respektables Nebeneinkommen.
Derzeit sucht Lackner rund 50 neue PartnerInnen und 200 MitarbeiterInnen. Mehr dazu steht auf der Homepage…
Foto: Alkomat Patrouille
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CrowdSpirit… und nichts bleibt mehr wie es einmal war
Was haben die Beatles, J.K. Rowling und Trevor Baylis gemeinsam?
Yellow Submarine, Harry Potter und das Clockwork Radio haben heute viele Millionen Fans. Nur Investoren wollten anfangs etwas von den Visionen und Ideen wissen.
Schon einmal habe ich über ein innovatives CrowdSourcing Projekt berichtet (siehe auch hier oder hier), in dem nicht Unternehmen die wichtigste Rolle spielen, sondern Menschen mit Ideen und künftige Kunden. Zur Erinnerung:
Viele Menschen haben mehr Ideen als einzelne Unternehmen (ja, schon wieder LongTail). Jeder kann mitmachen und Ideen für neue Elektronik-Produkte einreichen. Gemeinsam werden sie verdichtet, Roadmaps ausgearbeitet, Aufgaben vergeben und Feasibility Studies erstellt. Nachdem die Finanzierung sichergestellt ist, folgen Realisierung und Aufteilung der Verkaufserlöse: 10% für den Ideengeber, 20% für Angestellte und freie Mitarbeiter, 35% für das Management, das für die Vermarktung der Produkte verantwortlich ist und 35% beträgt der Mark-up für Vertriebspartner.
CrowdSourcing vom Allerfeinsten! Wenn es nach den Gründern geht, müssen Supply Chain Management Lehrbücher schon bald umgeschrieben werden, denn heute war der offizielle Startschuss, CrowdSpirit sucht seine ersten Mitglieder.
Today sees the launch of the first public beta of the CrowdSpirit.org site, an international venture which couples the power of crowds and the collaboration of Web 2.0 to reinvent the supply chain and product development cycle.
CrowdSpirit believes that the general public and not commercial interests are the best advisors on novel product reation and are targeting the field of electronic products to turn their revolutionary manufacturing vision into reality.
Das Geschäftsmodell findet man hier. Good luck with it, Lionel!
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Bacchus Caves setzt auf die neuen Höhlenmenschen
Ursprünglich buddelte er sich durch Goldminen, grub Tunnel und baute Weinkeller. Heute macht der 38jährige David Provost, Chef von Bacchus Cave, 65% seines Geschäftes mit dem Bau privater Höhlen.
Schon die Römer schätzten gleichbleibende Luftverhältnisse und Temperatur unterirdischer Zufluchtsorte, vor allem für die Lagerung von Wein. In Amerika wollen jetzt immer mehr Menschen unter die Erde zurück. Nicht permanent unterirdisch zu wohnen steht im Vordergrund (ein solches Projekt hat Provost erst eines realisiert), sondern Orte zum Entspannen, Prestigeobjekte wie Felsräume mit Blick aufs Meer, Privatkinos, Bowling-Bahnen, Bibliotheken, Lagerräume, Garagen usw. [siehe Bilder]
Außerdem schätzen die Kalifornier zwei weitere ‘Nebenwirkungen‘ des Maulwurflebens: Höhlen bieten besseren Schutz bei Erdbeben und natürliche Kühlung an heißen Tagen.
Im Leistungspaket von Bacchus Cave inkludiert: Verhandlungen mit Behörden, denn auch in Kalifornien dürfen Löcher nicht x-beliebig in die Erde gebohrt werden. Provosts gutes Verhältnis zu den Offiziellen hilft, Behördenwege abzukürzen und Träume schnell und unkompliziert zu realisieren.
Warum Bacchus Caves innovativ ist? Provost hat trotz guter Auslastung, Augen und Ohren immer offen gehalten, seinen Kunden ganz genau zugehört und daraus Wünsche abgeleitet. So hat er einen kleinen aber hoch profitablen Nischenmarkt geschaffen. Dass er bereits intensiv in andere US-Staaten expandiert zeigt, dass er auf dem richtigen Weg ist.
Foto und Quelle: Bacchus Cave via Entrepreneur Magazine
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Innovative Apotheke: apo.take
Eine Apotheke, zwei Eingänge, fünfmal so viele Kunden. Wie das geht? Durch eine gelungene Kombination aus Wohlfühlatmosphäre auf der einen und 30% Rabatte auf der anderen Seite.
Der Apotheker Christoph Richter aus Augsburg fährt seit kurzem zweigleisig. Seine Apotheke hat mittlerweile zwei Eingänge. Im ersten Eingang kommt man in seine herkömmliche Apotheke mit edlem Ambiente: Ledersessel und Regale aus edlen, dunklen Hölzern.
Durch den zweiten Eingang gelangt man in einen 130 qm großen, schmucklosen Verkaufsraum. Dort können die Kunden die 200 gängigsten rezeptfreien Arzneimittel mit einem Discount von mind. 30 % erwerben. [Best Practice Business]
Christoph Richter, Chef der i-Punkt Apotheke in Augsburg und Gewinner des Apotheken Marketingpreises 2004/2005, bezeichnet sich selbst als der deutsche Doc Morris, den er übrigens [hier] noch heftig kritisiert hatte.
Weil sein Geschäft vom ersten Tag an schwarze Zahlen geschrieben hat, will Richter das Sortiment bald auf 400 Produkte aufstocken. Eine Erfahrung bleibt ihm aber dennoch nicht erspart:
Wer sich so deutlich vom Wettbewerb differenziert, dem weht ein eisiger Wind ins Gesicht - oft ein Zeichen, dass man auf dem richtigen Weg ist.
‘Medikamente zu Handelswaren zu dekradieren’ und ‘Schlechte Beratung’ wirft die Apothekerzunft dem innovativen Apotheker vor. Warum der das nicht gelten lässt: Infokärtchen, angeordnet in Kategorien wie z.B. Erkältung oder Allergie, enthalten Auskünfte zu Inhaltsstoffen, Risiken und Nebenwirkungen. Mit diesen Karten in der Hand wenden sich die Kunden an pharmazeutisch ausgebildete Mitarbeiter, die Fragen beantworten und die Präparate aushändigen. Und außerdem gibt es viele Menschen, die über Jahre hinweg ohnehin immer zu den gleichen Lutsch-tabletten gegen Halsweh greifen…
Quelle: FTD via Best Practice Business
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Couch: Akquise im Urlaub
Alexander Greisle arbeitet seit einiger Zeit an einer Studie für das Büro der Zukunft. Einer hat seines schon gefunden: [Weiterlesen] »
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Anregungen zum unternehmerischen Denken
‘Ein MBA-Studium zieht Diener heran, keine Unternehmer.
Nur wer wütend ist und ein bisschen verrückt, wird als Entrepreneur Erfolg haben’, sagt Anita Roddick, Gründerin des Body Shop.
‘Ich werde oft gebeten, über Unternehmertum zu referieren - selbst von ehrwürdigen Instituten wie Harvard oder Stanford. Dabei bin ich nicht sicher, ob man so etwas überhaupt jemandem beibringen kann. Wie vermittelt man Besessenheit? Oft genug ist es Besessenheit, die die Vision eines Unternehmers treibt. Wie lernt man, ein Außenseiter zu sein, wenn man eigentlich keiner ist?’ [Quelle: FTD]
Ok, der Beitrag in der Financial Times regt an … aber auch ein wenig auf. Alexander Greisle hat die wichtigsten Punkte zusammengefasst, meine Gedanken (in Klammer). In jedem Fall ist es eine brauchbare Zusammenfassung für (angehende) Unternehmer.
Impulse aufsaugen, gerade solche aus anderen Brachen und Tätigkeitsfeldern. Und diese mit den eigenen Ideen verknüpfen.
(Aber auch teilen! Aufsaugen erzeugt Vakuum. Teilen schafft neues Wissen - und neue Ideen!)
Geschichten erzählen, um Menschen abzuholen und zu begeistern.
(Produktinformation ist tot. Story Telling boomt. Aber: Auch wenn viele meinen Geschichten zu erzählen ist das Einfachste der Welt - stimmt nicht ganz. Auch das muss gelernt werden. Und: Geschichte ist nicht gleich Geschichte, denn:)
Anders, aber vertrauenswürdig sein.
(Mehr noch: Vertrauenswürdig ist der nette Onkel auch. Erst Authentizität schafft anhaltende Begeisterung und eine Community!)
Aufregen über nicht funktionierende Dinge. Das schafft den nötigen Antrieb zur Veränderung.
(Bitte den Satz zu Ende lesen! Ich begegne leider zu vielen problemorientierten Nörglern. Einmal Jammern reicht, um Dampf abzulassen. Aber dann bitte an der Lösung arbeiten.)
Leidenschaft für neue Ideen, Veränderungen und Kreativität.
(Braucht es dazu weitere Erklärungen? Ja: Leidenschaft des Unternehmers alleine reicht nicht, sie muss auch richtig transportiert werden. Nicht vergessen: Nicht alle Menschen sind gleich und die Reizwörter unterschiedlicher Typen sind andere: Veränderung, Idee, Kreativität, Neues führen nicht immer zu Motivation, sondern oft zu Blockaden.)
Glaube an die eigene Intuition.
(Kann in einer noch immer Controller-kontrollierten Welt nicht oft genug gesagt werden…)
Geschichten für den Sonntag:
. Manager oder Frösche? Das geht bei uns nicht.
. Das Manager Malbuch
. Bauch oder Vernunft?
. Die alte Dame
Stichwort Leidenschaft und Unternehmertum, siehe u.a. auch:
. Kreativität und Leidenschaft: Stadt im Kopf
. Sammlerleidenschaft als Geschäftsbasis
. Erfolg durch Leidenschaft - die Quiksilver Story
. Märchen übers schnelle Geld
. Erfahrungen aus einem CrowdSourcing Projekt
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ideaWins: 100.000 Dollar und ein Geschäft in New York
Gerade habe ich noch über den InnovationJam bei IBM berichtet, schon zieht Microsoft mit einem Ideenwettbewerb für Start-ups nach.
Hauptpreis: 100.000 Dollar in bar, einen Laden in New York und ein paar andere Kleinigkeiten.
ideaWins - The ultimate challenge. Microsoft sucht die Start-up Idee, und die darf sogar aus dem echten Leben stammen. Zur Entwicklung des Business Plans stellt Microsoft kostenlos Accounting Express 2007 zur Verfügung. Der Ablauf von ideaWins:
Los geht es am 27. November. Bis 31. Jänner 2007 können Ideen eingereicht werden. Bis März sichtet Microsoft alle Einreichungen und schickt 4 Ideen in die Finalrunde. Die Bewertungskriterien dazu:
Originality (0-25 points); Marketing Approach (0-25 points); Financial and Logistical Feasibility (0-25 points); and Public Interest (0-25 points).
Der endgültige Gewinner wird in einer 5tägigen Internetabstimmung gewählt und darf sich über 100,000 Dollar in bar freuen. Weitere ca. 124,000 Dollar müssen zweckgebunden verwendet werden, u.a. 12 Monatsmieten für das Geschäftslokal in New York, oder die Entwicklung einer Office Live Webseite.
Wer jetzt schon loslegen will, wirft vorher besser noch einen Blick in die Teilnahmebedingungen, dort gibt es nämlich einen kleinen Wehrmutstropfen:
Idea Wins: The Ultimate Challenge (“Contest”) is open to legal residents of the fifty (50) United States and the District of Columbia, aged 21 years or older.
Diese Hürde zu überwinden, könnte man eigentlich als Aufwärmübung sehen, denn dass keine Partnerschaften erlaubt sind, steht nirgendwo…
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Dank Schmetterlingen zum Internet-Millionär
Früher war Jose Muñiz Berater. Heute handelt er mit Schmetterlingen und verdient damit mehr Geld als je zuvor.
Wer jetzt an tote getrocknete Schmetterlinge hinter Glasscheiben denkt liegt falsch: Muñiz züchtet und verkauft quicklebendige, fröhlich flatternde Schmetterlinge an Menschen, die etwas zu feiern haben.
Anlässe sind Hochzeiten, Geburtstagen, Jubiläen, Firmenevents oder Begräbnisse. Aber auch romatische (Ehe-)Männer, die ihre Frau beeindrucken wollen, oder hin und wieder mal eine Filmproduktion AmazingButterfly beschäftigt mittlerweile 8 Vollzeit- und bis zu 12 Teilzeit-Mitarbeiter, der Umsatz beträgt über 1 Million US Dollar und kommt zum größten Teil aus dem eigenen Internet Shop (Hello, Long Tail!).
Das Dutzend kostet dort ca. 60 bis 100 Dollar, pro 50 Personen sollten es mindestens 2×12 Stück sein. Dazu findet man jede Menge Merchandising Artikel, Schmuck, Bücher und sogar spezielle ‘Frei-lass-Boxen’. Differenzierung und Fokussierung in einem, denn immer dreht es sich um Schmetterlinge.
Sollte gerade jemand beim Planen einer Hochzeit sein: Der Schweizer Schmetterlingszüchter, Papa Papillon, liefert auch Hochzeits-Schmetterlinge. Zwar in kleinerem Stil (immerhin herrscht in unseren Klimaregionen kein Ganzjahres-Flugwetter), aber mindestens genauso liebevoll:
Brautleute wünschen sich immer wieder, dass ihr Tag etwas anders ist als alle anderen Hochzeiten: das Fest soll den Gästen eine unerwartete Überraschung bringen, die allen Beteiligten unvergesslich sein wird. Viele kennen das amerikanische Reis-über-die-Schulter-Werfen, das Auffliegen-Lassen von Tauben und viele andere Glück bringende Bräuche. Aber waren Sie schon jemals dabei, als das Brautpaar von Schmetterlingen umflattert war?
PS: Wer es ertragen kann - hier gibt es ein mehr als kitschig-schaures Butterfly Release Video.
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100 Millionen Dollar für neue Ideen: IBM InnovationJam
150,000 Menschen aus 75 Ländern reiten auf einem tanzenden blauen Elefanten und haben 46,000 Ideen.
In diese will IBM demnächst 100 Millionen Dollar investieren. Hervorgegangen sind sie aus dem Crowdsourcing Projekt InnovationJam. Mitarbeiter, Geschäftspartner und Kunden waren aufgerufen, im Rahmen des größten Brainstormings in der Geschichte des Unternehmens, Vorschläge zu IBMs Zukunft zu machen.
Zwei 72-Stunden Sessions waren dafür vorgesehen. Mittlerweile wurde die Zahl auf 10 konkret formulierte Ideen reduziert, ob das Post-It! dabei ist wird sich zeigen. Wer schon mal Prophet spielen will: Die Liste findet sich hier.
Die Sieger verkündet IBM Chef Sam Palmisano demnächst. Und da IBM ja auch ein paar Dollar in SecondLife investiert, scheint es auch dort eine Ehrung der Sieger geben.
Mal sehen ob uns die IBM Blogger Marcel Klotz oder Thomas Lutz (sorry für den Irrtum) demnächst mehr dazu erzählen werden.
Toll, ich bin gespannt! Ist dieser ‘Flirt’ etwa schon die Vorstufe zu einer gemeinsamen Vision…?
Zurück zum Brainstorming. 46,000 Ideen sind zugegeben eine Menge, trotzdem kommen mir die Zahlen etwas eigenartig vor: 150.000:46.000 … das sind gerade mal 0.3 Ideen pro Teilnehmer. Bei dieser Rate würde ich meinen Kunden das gesamte Honorar zurückzahlen und sogar noch was drauflegen :-)
Update 17.11.06Alle Infos zum InnovationJam im IBM PressKit oder gibt es hier. Danke an ein anderes IBM Blog für den Hinweis!
Foto: Jacob Bøtter via Flickr
Artikelquellen: The Next Net, Handelsblatt, Weltwoche, Business Week
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Blog Karneval: Doping für Menschenkenntnis
Das ist ein Beitrag im Rahmen des 1. Business Blog-Karneval im deutschsprachigen Raum zum Thema ‘Kunden und Aufträge finden und gewinnen. Wichtige und nützliche Tipps für FreiberuflerInnen, Einzel- und KleinunternehmerInnnen.’
Meine Großmutter ermahnte mich immer dazu, ‘andere so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden will’.
Ist das in einer Zeit, in der überall von Beziehungs-Marketing die Rede ist, noch immer so? Oder liegt der Erfolg nicht eher darin, seine Kunden so zu behandeln, wie diese behandelt werden wollen?
Nicht, um meine Authentizität aufzugeben, mich ständig anzupassen, Grätschen zu machen oder zu manipulieren, sondern um besser zu kommunizieren! Zu oft reden wir nur deshalb aneinander vorbei, weil wir nicht auf unsere Gesprächspartner einzugehen bereit sind.
Mit welchem dieser Kunden können Sie persönlich am besten?
Dem, der zur Tür herein stürmt, kaum Zeit zum Grüßen hat und mich unangenehm direkt über die Differenzierung meiner Produkte zu anderen interviewt, und den immer nur die Neuheiten interessieren? Oder jene Kundin, die endlos Zeit zu haben scheint, die mich kaum zu Wort kommen lässt, und mit der ich scheinbar nie zum Abschluss kommen werde? Vielleicht jener Zögerliche, der beinahe schüchtern auf mich zukommt, sich für die Störung entschuldigt, und der mir ständig erklärt, dass er zuerst seine Frau fragen müsse, bevor er eine Entscheidung treffen kann? Und dann gäb es noch die Kundin, die jedes Detail über mein Produkt wissen will, und mehr über mein Angebot weiß, als ich selbst.
Stimmt, hier gehts um Typologien, die ich immer anwenden lassen, egal ob in Meetings, Innovationsprozessen oder im Akquisegespräch: Obwohl auch ich in Workshops mit meinem bevorzugten ‘Werkzeug’ arbeite, ist es anfangs fast nebensächlich, an welchen Schulen man sich orientiert. Viel wichtiger ist die Bereitschaft, dass ich mich überhaupt mit dem Thema auseinander setze. Am Ende werden meine Kunden es mir danken.
Ein Schlüssel zum erfolgreichen Akquise-Gespräch liegt darin, so rasch als möglich zu erkennen, welchem Typen ich gegenüberstehe, wie Menschen ‘ticken’, was sie erwarten, was sie anspricht und wo sie ihre Ohren verschließen. Spätestens dann sollte mir die Unsinnigkeit von Massenakquise und das Suchen nach dem goldenen Tipp bewusst werden. Noch einmal zu den Beispielen…
Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht: Der erste will abschließen, sonst käme er gar nicht in mein Geschäft. Zeit ist Geld. Nur, um sich zu informieren, ist er nicht da. Je schneller ich zum Punkt komme, umso eher wird er mein Kunde. Viel redende Verkäufer sind ihm ein Gräuel. Ein überzeugter, selbstsicherer Auftritt entscheiden über Abschluss oder vergebene Chance.
Die so mitteilsame Kundin legt Wert auf viel Kontakt. Sie will mit mir reden, will mich kennenlernen und wissen wer ich bin. Sie mag es, wenn ich sie jede Woche einmal anrufe und sie interessiert, wer meine Produkte sonst noch benutzt. Tun das Bratt Pitt und Angelina Jolie, so hilft ihr das bei der Entscheidung. Sozialer Kontakt geht über alles. Sowohl im Verkaufsgespräch, als auch im follow-up.
Der Zögerliche ist gar nicht so zögerlich wie scheint. Aber er will keine Entscheidungen treffen, die sein harmonisches Leben gefährden könnten. Wichtig ist, ihn davon zu überzeugen, dass mein Produkt sicher ist und dass auch seine Familie hinter der Entscheidung steht. Je mehr ich sein ‘Bauchgefühl’ ansprechen kann, umso größer meine Chancen.
Und der mit den vielen Details: Es liegt ganz einfach in seiner Natur alles wissen zu wollen. Kommt ein solcher Kunde in mein Geschäft, kann ich davon ausgehen, dass er sich schon in anderen Geschäften (zu Tode) informiert hat und sich erst dann entscheiden wird, wenn ich es schaffe, ihm auch noch beim kleinsten Detail seiner Reiseplanung zu helfen. Aber nicht mit ausschweifenden Geschichten, sondern mit Fakten!
Das kann an dieser Stelle nur eine ganz kleine Einführung sein. Sie soll nur aufzeigen, dass es noch viel Potenzial beim Eingehen auf Kunden gibt. Das sind keine plumpen Verkaufstricks! Es ist Wertschätzung meinen Kunden gegenüber.
Sich selbst und andere besser verstehen ersetzt auch keinen gesunden Hausverstand! In der Hitze des Gefechts (=Stress-Situation), kann es aber schon mal passieren, dass der uns im Stich lässt. Spätestens dann greifen wir dankbar auf eine gedopte Menschenkenntnis zurück.
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Bilderbuchkarriere - Rob Vegas auf ARD
Wie kann man als Student berühmt werden? Die Antwort darauf gibt Rob Vegas, selbsternannter Showmaster 2.0 aus Leidenschaft.
Die Erfolgsgeschichte des Sevenload Haus und Hof Bloggers liest sich beinahe wie ein (weiteres Internet-)Märchen:
Vor etwas mehr als 3 Monaten veröffentlichte der Student die erste Folge seiner Mindtime Comedy Show im Internet. Gestern, nur 17 Folgen später, war Robs wohl bislang größter Tag: Ein Beitrag in der Harald Schmidt Show. Details gibts hier, hier oder über Technorati.
Ob Rob Vegas’ ‘Mindtime Show’ (gibts jeden Samstag parallel zum Hauptabendprogramm) irgendwann als deutscher Anfang vom Ende traditioneller TV Shows in die Geschichte eingehen wird? Harald Schmidt kommentiert es zynisch:
‘Das Fernsehen gibts noch bis Weihnachten,
danach sehn wir alle schwarz.’
Welcher Ernst in diesen Worten liegt, spiegelt sich aber vielleicht in dieser Ankündigung der ‘alten’ Medien wieder:
‘Die deutschen Fernsehsender (sowohl private als auch öffentlich-rechtliche) prüfen offenbar ein juristisches Vorgehen gegen das Online-Videoportal YouTube.’ [Blogbote]
Noch nie hat ein neues Medium die ‘alten’ vollkommen verdrängt. Es gibt weiterhin Bücher, sogar Schallplatten, man hört trotz Fernsehen Radio und liest Zeitungen. Muss es wirklich immer ein Gegeneinander sein? Dass es auch miteinander gehen kann, zeigen BBC und ZDF. Erstere machen es bereits, die anderen überlegen noch. Mal sehen wo die Reise hinführt…
Video: Sevenload
Quellen: Mindtime, Text & Blog, Berliner Zeitung via Blogbote
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Interview mit einem Ideen-Designer: Raik Adler
‘Der Designer formt und gestaltet Dinge der unterschiedlichsten Art.’ [Wikipedia]
Raik Adler ist Ideen-Designer und stellt die Frage: ‘Worüber haben Sie heute länger als 10 Minuten nachgedacht?’ Die Antworten dazu geben u.a. Unternehmen wie die Deutsche Telekom, Avis oder die Deutsche Post. Sie alle zählt Dresdener zu seinen Kunden.
Seit kurzem betreibt Raik ein Blog mit dem Titel Anleitungen zum Scheitern. Im persönlichen und humorvollen Interview erzählt er, worum es dort gehen wird, wie er Kunden gewinnt (der Teil für den Blog Karneval), warum er stolz darauf ist, als Spinner bezeichnet zu werden und vieles mehr.
Über einen ‘gelernten Ossi’ [Zitat Raik] der vom humorlosen Berater-Alltag genug hatte, und sich seinen Traumjob ganz einfach selbst geschaffen hat. [Weiterlesen] »
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Hässliche Models sind sexy
90-60-90. Das sind die Maße, um die es bei dieser Modell Agentur ganz sicher nicht geht. Hier stehen Zwerge, Riesen, Zwillinge, Zahnlücken, Breitköpfe, Verbrecher oder einfach nur Menschen abseits des Mainstreams in der Kartei.
‘We want models that offer something different than the norm‘, ist das Motto der englischen Modell-Agentur Ugly/Rage Models. Zu den Referenzen gehören die Fernsehstationen BBC, SKY und ITV, die Fashion Labels Calvin Klein, Levis oder Diesel, das Modemagazin Vogue und Blockbuster wie Batman oder James Bond.
‘Classic models always will get work, but if you have a more unique, interesting look, the opportunities for you to capitalize on a trend are high. TV and film are always looking for strong, original faces that are versatile.’ [IdeasFactory]
Zwischen 18 und 100 Jahren sind die rund 900 Models der Agentur, die sich seit 35 Jahren am britischen Markt behauptet. Neben dem Geschäft mit den ‘hässlichen Menschen’ betreibt Ugly seit 12 Jahren auch die ‘Zweit-Marke’ Rage (’the commercial modeling side of Ugly’).
Während andere Agenturen ‘alternative Körper und Gesichter’ oft verstecken und nur bei konkreten Anfragen damit rausrücken, wirbt Ugly ganz bewusst mit Menschen, die Anhängern der Hunger-Models die Haare zu Berge stehen lassen. Das Differenzierungs-Konzept geht voll auf: Ugly ist erfolgreich! (Und vielleicht sucht sich Nachwuchs(Gott)Schalk Rob Vegas, dort ja schon bald seinen Co-Moderator.)
Quellen: Ulgy/Rage Models, Ideasfactory
Gefunden bei: Anleitung zum Scheitern
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