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Den Hotelpreis bestimmt die Bewegung


Dass man mit nicht alltäglichen Preis-Strukturen auf sich aufmerksam machen und sich von Mitbewerbern differenzieren kann, wissen wir nicht erst seit “Bezahl was du willst” Modellen wie jenem der bloggenden Wirtin des Gletscherblick oder Anja Försters und Peter Kreuz’ Different Thinking. In ihrem Buch hatten die beiden ein Hotel vorgestellt, das Gästen Zimmerpreise nach Körpergewicht verrechnet.

Das macht auch Eckart Mandler, Chef vom Landhotel Mandler in Irschen (Kärnten). Aber der innovative (bloggende) Hotelier, der gleichzeitig Häuptling der Europa Wanderhotels ist, geht noch einen Schritt weiter, und kombiniert das Modell mit einem “Abspeck-” bzw. “Bewegungsbonus”.

Wenn Sie sich für das Angebot “Hotelpreis nach Körpergewicht” entscheiden und im Urlaub durch gesunde Bewegung und Ernährung abnehmen, belohnen wir Sie mit einem Bonus von 50 EURO pro abgespeckten Kilo. [...]

Wir messen Ihr Körpergewicht bei Urlaubsbeginn und am Ende des Urlaubs. Wenn Sie z.B. zwei Kilo abnehmen, reduziert sich Ihr Aufenthaltspreis um 100 EURO, ausgehend von Ihrem Hotelpreis nach Körpergewicht.

Schönes Beispiel für ANDERS|denken und sich von der Masse abheben, vor allem weil es zum Angebot des Wanderhotels auch passt, und nicht auf den allerersten Blick nur ein Marketing-Gag ist, um sich einen Platz in der Presse zu erschleichen.

Falls du, lieber Eckart, diesen Beitrag hier liest, erzähl uns doch kurz wie das Angebot von deinen Gästen angenommen wird. Wir warten gespannt …

www.landhaus-mandler.at
Blog: http://bioferienhotel.wordpress.com

Astrid, danke für den Hinweis, denn auch wenn ich Eckart seit einiger Zeit kenne, dieser Leckerbissen blieb mir bislang verborgen.


 

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Video fürs Wochenende: Jill Bolte Taylor, Hirnforscherin

Den Unterschied zwischen rechter und linker Gehirnhälfte kennen die meisten von uns. Zumindest in der Theorie.

Jill Bolte Taylor ist Hirnforscherin. Auf der diesjährigen TED Conference hat sie eine emotionale und faszinierende Rede gehalten, was passiert wenn eine der beiden Hälften nicht mehr funktioniert. Sie erzählt aus einer eigenen Erfahrung und beobachtet man die letzten der 18 Minuten des Videos könnte man meinen, sie erlebe die Erfahrung gerade noch einmal.

Hervorragende Präsentation - nicht wie aus dem Lehrbuch sondern so wie sie das Leben schrieb, und genau deshalb fesselt Jill ihr begeistert berührtes Publikum von der ersten bis zur letzten Sekunde.


 

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Mobile Zahnärzte

Wer kennt sie nicht die Angst vor dem nächsten Zahnarztbesuch. Aber wenn du schon nicht zum Zahnarzt gehen willst, dann kommt er eben zu dir. Onsite Dental, die mobile Zahnarztpraxis, stellt ihre Zahnlaboratorien dort auf, wo die Zielgruppe sitzt. Und wenn das 9,000 Mitarbeiter der MGM Grand Kette in Las Vegas sind, hat sicher der 450.000 Dollar Truck schon von selbst bezahlt.

zahnarzt.jpg
Mit High Tech beladene Zahnarzttrucks touren durch amerikanische Metropolen, fahren direkt bei Unternehmen oder öffentlichen Einrichtungen vor und behandeln Patienten dort wo sie es wollen.

Ein Problem das Onsite Dental in jedem Fall für seine Kunden löst, egal ob für Patienten oder deren Dienstgeber: Zeitverlust durch lange Wartezeiten im Stau amerikanischer Großstädte.

Ähnlicher Beitrag: Der Internet Doktor

Fotos: www.onsitedental.com


 

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Der Web-Doktor

Wie können Ärzte das Internet nutzen? Ein (amerikanisches) Beispiel dafür hat Jörg Weisner gefunden - den Arzt Jay Parkinson.

Er hat keine Praxis. Er hat auch keine Arzthelferin und keine Rezeptionistin angestellt. Er hat überhaupt kein Personal und auch keine Praxisräume. Er fährt zu seinen Patienten, macht also Hausbesuche und nutzt die übrige Zeit die modernen Methoden des Web um mit seinen Patienten in Kontakt zu bleiben.

Dazu gehören Chat, Web-Cam Sessions, e-Mail und natürlich ein Blog, in dem Parkinson häufig gestellte Fragen beantwortet. 500 Dollar verrechnet der Arzt jährlich, darin inkludiert mindestens 3 Hausbesuche, Beratungen über die richtigen Versicherungen zur Gesundheitsvorsorge und Empfehlungen für kostengünstige Behandlungen bei Fachärzten - aber nur dann, wenn es wirklich sein muss. (Zum Vergleich: Der durchschnittliche 20-30jährige Amerikaner gibt jährlich 800-900 Dollar für Gesundheitsvorsorge und 2 Arztbesuche aus.)

Auf seiner Internetseite erklärt Mr. Parkinson anhand mehrerer konkreter Beispiele, wie sein Konzept funktioniert. Eines davon zeigt diese Grafik.

webdoctor.jpg
Screenshot www.jayparkinsonmd.com

Jörg erklärt am Ende seines Beitrages, warum das Konzept des Web-Doktors noch gefällt:

Der Ansatz erinnert mich an die alte chinesische Vorgehensweise, in der ein Arzt bezahlt wurde, solange es dem Patienten gut geht. Quasi ein Abonnement auf Gesundheit.

Quelle: Jörgs Team Success Blog


 

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NPO und neue Vermarktungsformen

Ein sehr gelungener Webauftritt einer Organisation die nicht nur deshalb einen Verweis verdient!

aerzte-ohne-grenzen.jpg

Die neue Website der Ärzte ohne Grenzen nutzt bravorös die vielfältigen Möglichkeiten des Web 2.0, wie etwa social networking, buzz marketing oder geo tagging. Integrierte Services die man auf den ersten Blick erkennt sind unter anderem: Twitter, YouTube, Flickr, Google Maps und last.fm.

Den Rest am besten selber ansehen: www.schnellehilfewirkt.at


 

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Gesundheit zum Verschenken

Bekanntlich funktioniert Gesundheitsvorsorge bzw. das bezahlen von Arztrechnungen in den USA ganz anders als bei uns. Die amerikanische Sozialversicherung beinhaltet zwar Leistungen wie z.B. Alters-, Hinterbliebenen- und Versehrtenrenten, Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe, eine Krankenversicherung ist allerdings nicht enthalten - die ist grundsätzlich freiwillig.

healthcare-gift-card.jpg

Genau das macht sich jetzt die amerikanische Versicherungsgesellschaft Highmark zu Nutze und bringt eine PrePaid VISA Card auf den Markt, die ausschließlich für vordefinierte medizinische Leistungen eingesetzt werden kann. Die Karte kann mit einem Guthaben von 25-50.000 US Dollar aufgeladen und verschenkt werden.

Egal was man von der Idee hält - vor allem symbolisiert Highmarks neues Produkt das Versagen eines Systems, in dem Gesundheit schon längst ein immer schwerer leistbares “Luxusgut” ist, und genauso sind auch die ersten Reaktionen amerikanischer Blogger und deren Leser:

Use of the card signifies acceptance of this ugly, unwritten social contract. It is tantamount to voting yes again and again that healthcare is a luxury option and not an inherent, inalienable human right. [Consumerist]

Infos und Screenshot: www.givewell.com


 

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SMS schützt Leben: Die €1 Lebensversicherung

Günstige Lebensversicherung, schnell und unkompliziert abgeschlossenDie südafrikanische Versicherungsgesellschaft Metropolitan Life bietet seit kurzem einen vielleicht weltweit einzigartigen Dienst an:

Eine Lebensversicherung um nur 1 Euro, die schnell und unkompliziert per SMS abgeschlossen werden kann. einahe unglaublich wenn man an das teilweise endlose Ausfüllen von Formularen und das Polizzenchaos (in zumindest meinem) Versicherungsordner denkt.

“Our research shows that many South Africans are aware of insurance, but often don’t take advantage of it because they think it’s unaffordable, or they have a financial glitch and skip a payment, so their policy lapses. With this kind of ‘pay as you go’ insurance, many lower income groups in under-serviced markets can get cover when they most need it.” Derek Pead, CEO of Cover2go

Schon während der Pilotphase ging die innovative Versicherungsgesellschaft neue Vertriebswege und bot die Polizzen direkt an Taxiständen an, denn Reisen ist in Südafrika nach wie vor mit einem wesentlich höheren Risiko verbunden als in anderen Ländern. Allein über Ostern starben fast 300 Menschen in Südafrikas Verkehr.

Cover2go (so der Name des Produkts) ist für jedermann leistbar und unbürokratisch erhältlich - deshalb sollte das Produkt auch funktionieren. Hier hat wohl jemand den Grundsatz Simplicity beispielhaft umgesetzt.

Technology Watch via passiertnix | Foto: Flickr


 

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Das schönste Design Südafrikas ist…

kondom.jpg… ein Kondom.

Design Indaba update: a condom applicator designed to help AIDS prevention has been named the Most Beautiful Object in South Africa by Dutch designer Jurgen Bey. The applicator, invented by Willem van Rensburg and designed by industrial designer Roelf Mulder of South Africa’s XYZ Design, allows a condom to be put on easily and rapidly.[dezeen design magazine]

Ein (jungendfreies) Werbevideo gibts bei YouTube.


 

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Gesundheitsreisen aus der Apotheke

gesundheitsreisen.jpgReisebüros und Hotels die sich über spezielle Themen im Reisedschungel positionieren gibt es ja bereits einige. Dass der Vertrieb von Reisen aber nicht immer über Internet, Reisebüros oder Diskonter gehen muss, zeigt das Beispiel von Mediplus.

Das Kölner Unternehmen hat Apotheken als exklusive Vertriebspartner für Gesundheitsreisen auserkoren.

Mit einem speziell von Mediplus Reisen entwickelten Buchungs- und Provisionssystem werden die Apotheken am jeweiligen Reiseumsatz beteiligt. Die Reiseangebote sind maßgeschneidert und von Gesundheitsexperten geprüft.

So wird es in dem Katalog keine „Wellness“-Angebote, sondern ausschließlich Kur- und Gesundheitsreisen geben, die nachhaltig der Prävention dienen oder sich auf bestimmte Behandlungsmethoden wie z.B. TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) oder auf Indikationen wie Diabetes, Hautkrankheiten, Herz-Kreislauf, Arthrose, Osteoporose oder Rheuma konzentrieren.
[Krankenkassen Ratgeber]

Apothekern traut man zum Thema Gesundheit wohl mindestens gleich viel Kompetenz zu als herkömmlichen Reisebüros. Zudem gibt es in Apotheken bislang keinen Wettbewerb. Mediplus ist ein weiteres Beispiel dafür, dass die Vertriebswege von morgen auch ganz andere als heutige sein können. Schon mal darüber nachgedacht welche Alternativen es für Ihr Unternehmen gibt?

www.mediplusreisen.de


 

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Die Zukunft Hollywoods

Ich habe die Zukunft (des animierten Films) gesehen...Bratt Pitt küsst Marilyn Monroe und Angelina Jolie reitet mit John Wayne…

Dieser Gedanke kam mir vor einigen Tagen während Andy Woods Vortrag auf der DLD (Europe’s Conference for the 21st century) in München. Warum die Vorstellung gar nicht so abwegig ist, zeigt ein Klick auf [diesen Link].

Gescannte Gesichtszüge (’Facial Tracking’) werden in virtuelle Modelle verwandelt. Und das in einer Qualität, die kaum noch Unterschiede zwischen Realität und Animation erkennen lassen. Sogar verstorbene Schauspieler werden wieder zum Leben erweckt.

Andy Woods ist CEO bei Image Metrics. Die Technologie der ‘Seelenübertragung’ soll Hollywood dabei helfen, Kosten für tausende und abertausende Computeranimations-Stunden zu sparen und Produktionen schneller auf den Markt zu bringen - das Einsparungspotential liegt bei je 90%.

Weiterführende Informationen:

Trend Virtualität

Virtuelle Welt - Second Life

Beim Thema Virtualität kommt man (zumindest bis zu Google’s virtueller Welt - siehe hier) um einen Blick auf Second Life kaum herum.

Seit meinem letzten Beitrag im Dezember gibt es eine weitere Million Menschen mehr in SL (nämlich schon 3 Millionen!), haben sich die Grundpreise um 30% erhöht, haben Fernsehserien entgültig ihren Durchbruch, und Schweden baut sogar als erstes Land eine Botschaft auf:

Second Life erlaubt uns, die Menschen über Schweden zu informieren, und verbreitert die Möglichkeit, mit Schweden einfach und billig in Kontakt zu treten. [Tagesspiegel]

Virtualität als Möglichkeit näher an seinen Kunden zu sein und bessere Beziehungen aufzubauen.

Auch wenn heute noch grafisch unerträglich anzusehende Avatare durch die 3-dimensionalen Welten geistern - Image Metrics hat einen Vorgeschmack auf das gegeben, was in der Filmindustrie bald Standard sein wird. Und dann wird es im Internet wohl nur noch eine Frage (kurzer) Zeit sein, bis aus primitiven Avataren Wesen mit täuschend echten Gesichtszügen geworden sind.

Nachtrag

Second Life vs. First LifeDie Geschichte von Image Metrics (Gründung 2003) ist übrigens ein typisches Beispiel für Exaption: Auch Edison hatte das Grammofon ursprünglich zur Stimmaufzeichnung erfunden, da durch die Einführung des Telefons mehr und mehr Geschäfte mündlich abgeschlossen wurden. Aber erst als andere erkannten, dass es viel spannender war Musik anstatt Stimmen abzuspielen, setzte sich die Innovation durch.

Die Technologie hinter IM wurde vom englischen Biophysiker Gareth Edwards entwickelt - ursprünglich für Medizin und Sicherheitstechnik. Andy Wood erkannte das Potenzial für die Unterhaltungsindustrie und von nun an schritt das Projekt um ein Vielfaches schneller voran.

Ein wenig Querdenken und ein Blick über den Tellerrand schadet eben nie!

Fotos: Hannes Treichl, DLD München | Flickr | Flickr


 

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