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Demokratisierung des Möbeldesign(er)s: Meublounge.com
Was Crowdspirit im Elektronikbereich, Threadless für Shirts und Crow’n'Crow für Lifestyleprodukte, will das junge Start-Up Meoublounge (www.meublounge.com) für Möbel werden: Eine Plattform auf der junge Profi- und Amateurdesigner Möbel designen und bestimmen, welche Designs umgesetzt und verkauft werden sollen. Sogar die Produktion und den Verkauf will das Gründerteam selber in die Hand nehmen.
Endlich wieder mal ein Startup aus Österreich, über das ich hier sehr gerne berichte, noch dazu wo es um Crowdsourcing geht, und mich die Idee an ein Zitat aus einem älteren Beitrag hier im Blog erinnert hat: “People want to participate in the design of their lives.”
Das Geschäftsmodell (business model) von Meublounge
- Designer erstellen Designs
- 4 Wochen Diskussion der Designs und Überarbeitung
- Bewertung durch die Community
- Umsetzung durch Möbelhersteller
- Verkauf im Online Shop
- Beteiligung der Designer am Umsatz
meublounge offers a platform where designers and people interested in furniture can come together to share their ideas, discuss designs and consequently bring them to life. For you, as a designer, meublounge provides a place to promote yourself and to form online relationships. For you, as someone interested in furniture, meublounge provides a place where your voice is heard and makes a difference.
Neben Prämierungen im Rahmen von Design Contests werden die Designer dauerhaft mit 5% an den Umsätzen beteiligt.
Aussichten, Einschätzung
Meublounge zum Zeitpunkt der Betaphase zu bewerten ist zu früh, denn ich bin mir sicher dass noch viele Lernkurven durchschritten werden müssen, um am Ende die wahren Kernkompetenzen herauszufiltern, und seine Kräfte und limitierten Ressourcen darauf fokussieren zu können.
Das Modell klingt sehr spannend, hat aufgrund seiner Komplexität aber sicher noch mit einigen kritischen Faktoren zu kämpfen. Der vielleicht größte ist das Handling und die Kontrolle der Produktion, und ich hoffe dass sich das junge Team hier nicht übernimmt. Auch bin ich mir nicht sicher, ob sich über den Online Shop so viele Möbel verkaufen lassen, wie sich Meublounge das erhofft. Das Vorzeige-Crowdsourcing Unternehmen Crowdspirit hat aufgrund dieser Überlegungen übrigens kürzlich Geschäftsmodell geändert, wie mir Gründer Lionel David vor einigen Tagen erzählt hat (mehr dazu demnächst auf ANDERS|denken).
Ein wenig fehlen mir (noch) Anreize für jene Mitglieder der Community, die bei Meublounge passive Rollen einnehmen - z.B. Ideengeber und Kritiker, die selbst keine eigenen Designs erstellen, sehr wohl aber für Marktforschung und Produktion wertvolle Inputs geben können. (vgl. FLIRT Model of Crowdsourcing).
Dem Gründerteam wünsche ich alles Gute! Ich bin gespannt wie es mit Euch weitergeht und werde laufend zu Eurem Projekt hinüberschielen.
Login für ANDERS|denken Leser
Auf meublounge.com ein geschlossener Beta Test mit der Aufgabe einen “Muss ich haben Kaffeetisch” zu designen (anOTHER coffeeTABLE). Wer sich nicht gleich anmelden will kann mit dem ANDERS|denken Login “-3XER!Ao” einen schnellen Überblick verschaffen, der Euch vielleicht Lust aufs Anlegen eines eigenen Profils macht.
Aufmerksam geworden bin ich ich auf Meublounge nicht durch eine Pressemitteilung, sondern duch das Blog von Roman Pickl, Gründer von Meublounge, dem ich daraufhin einige Fragen gestellt habe. [Weiterlesen] »
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Geschäftsidee Hundefutter Catering
Wasiff Khan wollte schon immer mit Catering Geld verdienen. Schon bald aber bemerkte er, dass eingesessene Lobby in Bombay stärker war als er, und es kaum einen Weg für ihn gab, wirklich an zahlungskräftige Kunden heranzukommen.
Vor 4 Jahren erfand Khan einen neuen Markt und eröffnete ein Catering Service für Hundefutter.
“I entered this business at the right time. The city was opening up to pet culture, creating a market for dog food and other pet accessories. To start with, I decided to study the demand of fresh dog food and the feasibility of the business.”
Der heute 28jährige Khan mischt das seine “Leckerbissen” die zwischen 0,60 und 1,00 Euro kosten vor allem aus Reis, Mais, Hirse, Weizen, Fleisch und Gemüse. Alle Zutaten sind stets frisch. Streng verpönt sind künstliche Zusatzstoffe. In weniger als einem Monat hatte er schon 30 Kunden. Heute sind es täglich über 500 Hundebesitzer, die von 8 Angestellten “Essen auf Rädern” geliefert bekommen.
Gelungene Positionierung
Khan hat durch das Erkennen eines Engpasses (“Wo kaufe ich als fürsorglicher Hundebesitzer frisches Hundefutter?”) erkannt und besetzt mit Home Care Dog Food seit 4 Jahren erfolgreich eine Nische.
Quelle: Mumbai News via Förster/Kreuz | Foto: Beratungsletter
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Alte (diktatorische) Welt vs. Neue (partizipative) Welt
Do-it-yourself Mode-Schmuck ist nichts Neues. In der Motivation die eigenen Designs zum Leben zu erwecken besteht allerdinge eine große Kluft zwischen Amerika/Großbritannien und Deutschland/Österreich.
Die beiden deutschen Start-Ups Julie & Grace und Pearlfection lösen diesen Engpass, indem sie für ihre Kunden die Produktion übernehmen. Die Hamburger Julie & Grace produzieren in Bali, Pearlfection (München) lässt die Designs in Deutschland verwirklichen.

Ganz im Stil der “2.0 Kultur” bieten die Unternehmen Hobby Designern die Möglichkeit, ihr Taschengeld ein wenig aufzubessern, oder einfach nur Spaß und Stolz daran zu haben, wenn die selbst entworfenen Designs auch von anderen Menschen gekauft werden. Der/die DesignerIn verdient am Verkauf mit. Die Provisionen werden selbst festgesetzt.
Traditionelle Geschäftsmodelle
Selbst Designs erstellen ist auch beim Schweizer BijouDesigner möglich, allerdings habe ich hier keine Möglichkeit an meiner Kreativität zu partizipieren. Die designten Schmuckstücke können “nur” für den Eigenbedarf bestellt werden. Braver Individualisierungs-Ansatz allerdings ohne echtes Erlebnis, Mundpropaga- oder Wiederbesuchspotenzial. Hier schaue ich nur dann vorbei, wenn ich auch tatsächlich Kaufabsicht habe.
Noch ein Beispiel passt in diese Reihe: Swarovskis “Create your Style Community Ansatz. Hier erkennt man zwar deutlich den Community Trend dem zur Zeit viele Konzerne hinterherlaufen, allerdings lässt der Ansatz die zentralste Frage offen: Was ist der Mehrwert dieser Community?

Auf der Seite von Swarovski bietet zwar ein Online Designer seine Dienste an, mehr ist aber (noch) nicht erkennbar. Wozu also meine Daten einem Konzern ausliefern, wenn ich mich alternativ auch auf Facebook mit tausenden anderen Glitzer-Steinchen- und Fashion Addicts austauschen kann?
Leider vergessen zu viele “Bauen wir uns auch mal schnell eine Community” Projekte “alter” Unternehmen auf diesen entscheidenden Faktor oder versuchen ihn erst dann zu kommunizieren, nachdem die Projekte in langwierigen Projekten bis zur vermeintlichen Perfektion konzerintern verfeinert und abgetestet worden sind. Im Falle von Swarovski wird es vielleicht funktionieren - die Marke ist megastark und hat weltweit Hundertausende Fans. Bei anderen Unternehmen werden ähnlich konservative Versuche verdammt schief gehen, lediglich eine Menge Geld verschlingen und zu Frust-getriebenen Rundumschlägen (”Blase…”, “Alles nur ein Modetrend.”,…) führen.
Alte Welt vs. Neue (demokratisierte) Welt
Ich mußte gestern auf dem Weg in unsere Manufaktur drei große Umwege fahren, weil sich endlose Konvois in Richtung Meer geschoben haben (der längste aus über 100 Bussen und LKWs (!), auf deren Ladeflächen oben sehr festlich gekleidete Balinesen unterwegs waren). Am Strand wurden den Göttern dann Opfergaben erbracht und es erfolgt die Reinigung der Seele. [...]
[Quelle: J&G Blog]
Eine gesunde Portion Offenheit und Storytelling abseits von Produktkatalogen schaffen Neugier und erzeugten emotionale Bindung. So berichtet J&G Kopf Markus Bosse in seinem Blog regelmäßig über seine Erlebnisse auf Bali, und spricht dabei auch ganz offen über die vielen Herausforderungen beim Auf-/Ausbau der Produktion. Als Fan von J&G kann ich die Entwicklung des Unternehmens hautnah miterleben. Der Leser beschäftigt sich freiwillig und gerne intensiv mit dem Unternehmen, und erzählt u.U. sogar die eine oder andere Geschichte weiter.
Aus den 4 Beispielen kann man vor allem eines ablesen: Den Unterschied im Versuch, lediglich Realwelt-Geschäftsmodelle ins Internet zu kopieren, oder mit Varianten zu kombinieren und zu experimentieren, zu denen das Internet die perfekten Grundlagen bietet. Die beiden letzten Beispiele haben das m.E. noch nicht ganz geschafft.
Sie sind im ersten Schritt des Prozesses Kunden in den Wertschöpfungsprozess zu integrieren und Teil einer Erlebniswelt werden zu lassen hängen geblieben: Der Demokratisierung und des zur Verfügung-Stellens von Produktionsmitteln.

J&G und Pearlfection gehen über diesen Schritt deutlich hinaus. Nicht nur stellen sie mir ein Produktionsmittel (Design Tool) zur Verfügung, sondern auch ihre Produktionskapazitäten und ihre Vertriebsplattform (Demokratisierung des Vertriebs). Beide unterstützen mich als Verkäufer zudem beim Zugang zu Nischenmärkten (Long Tail) und dabei, mein Angebot in den Weiten des Internet (und Shops - vgl. J&G Geschäftskundenbereich) auffindbar zu machen.
Themenverwandt und demnächst hier im Blog:
Links und Screenshots:
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Mit Kundenkommunikation per Blog Umsatz steigern

Am eDay ‘08 der Wirtschaftskammer Kärnten habe ich mit einem Unternehmer der gerade vor der unpopulären Entscheidung steht die Portokosten zu erhöhen eine kurze Diskussion geführt.
“Da wäre ein öffentlicher Dialog über ein Firmen-Blog doch geradezu ein Wahnsinn”, meinte der Unternehmer.
Wirklich? Überaus passend dazu dieses Beispiel, über das ich erst wenige Tage zuvor durch ein persönliches Schreiben eines Unternehmers erfahren hatte.
Der Nutzen offenen Dialogs mit Kunden
1998 gründete Wolfgang Meyer-Johanning die Firma Haus der Musik. Seine 35.000 Kunden schätzten sein Angebot nicht zuletzt wegen des portofreien Versands von Noten in ganz Deutschland. Musiklehrer gaben ihren Schülern die Empfehlung ihre Noten bei Wolfgang zu kaufen, weil es dort keine Mindestbestellmengen gab. Zumindest war das 10 Jahre lang so.
Im Jänner 2008 musste sich das Haus der Musik aber dann doch den stetig ansteigenden Portokosten für Kleinbestellungen hingeben und führte einen Mindestbestellwert als Portofreigrenze ein. Aber Wolfgang tat das nicht ohne vorab per Blog die Hintergründe und Alternativen zu erklären und den Kundennutzen einer Erhöhung der Versandkosten herauszuarbeiten.
Dann folgte aber noch ein mutiger Schritt, mit dem sich Wolfgang von plumpen anonymen “Die Kosten sind gestiegen, wir danken für Ihr Verständnis”-Schreiben vieler Unternehmen differenziert:
Per Blog startet er eine öffentliche, ungeschminkte und unzensurierte Diskussion mit seinen Kunden.
Durch die Videoansprache, eine offene, unzensierte Diskussion, für die es im Weblog eine Plattform gibt, haben wir den Kontakt zu unseren Kunden gesucht und hergestellt. Die Reaktionen: Sachliche Kritik wurde geäußert, doch es gab keine einzige Kundenbeschwerde bei bis zu 300 Auslieferungen pro Tag - und es gab einen Umsatzzuwachs von ca. 30% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Eines hat Wolfgang in o.a. Statement vergessen zu erwähnen, nämlich dass die Diskussion mit seinen Kunden auch zu konstruktiven Vorschlägen zur Verbesserung des Bestellvorgangs geführt hat. Welche das waren und wie sich die Diskussion entwickelt hat, liest man am besten selbst im offiziellen Firmenblog nach (siehe hier).
Video und Diskussion bleiben im Netz und werden sogar noch explizit verlinkt, und neue Kunden finden auf Anhieb eine (in persönlichen Worten des Chefs verfasste) Erklärung des Chefs höchstpersönliche, warum man beim Haus der Musik für Kleinstbestellungen Porto bezahlt. Der richtige Schritt um Vertrauen aufzubauen, seinem Unternehmen ein Gesicht zu geben und der Austauschbarkeit zu entgehen.
Versandfrei liefern, Portokosten Dritte bezahlen lassen
Eine andere Möglichkeit auch Kleinbestellungen weiterhin kostenfrei auszuliefern wäre noch jene, die Portokosten Dritte bezahlen zu lassen. Ein Beispiel: Ich finde einen Zeitschriftenverlag der ein für meine Zielgruppe lesenswertes Magazin herausbringt und biete an jeder Lieferung ein Kennenlern-Exemplar beizulegen.
Clemens Reitz, einer der wenigen österreichischen Finanz-Blogger, hat mir jüngst von so einem erfolgreich umgesetzten Beispiel eines Büroartikel-Versandhandels erzählt, wobei ich leider den Namen des Versandhändlers vergessen habe aber vielleicht folgt noch ein separater Beitrag dieses Beispiels.
(Leseempfehlung: Chris Anderson Wired Magazine, 25. Feb. 2008.
“Free! Why $0.00 Is the Future of Business”)
Nachsatz: Wie kam es zu diesem Beitrag
Ich bekomme täglich eMails oder Pressemitteilungen von Unternehmen und Gründern, die noch immer nicht verstanden haben (a) wie Blogs “funktionieren” und (b) worum es bei ANDERS|denken geht. Die meisten verfolgen reine Werbezwecke und landen noch vor dem Öffnen im Spam Folder.
Vom Haus der Musik erfuhr ich per Brief der mich (a) von der ersten Zeile an fesselte weil er mir (b) auf Anhieb erklärte worum es geht, (c) eine nachvollziehbare Geschichte erzählte und (d) für andere Leser dieses Blogs von Nutzen sein kann. Am eDay nannten wir das Mehrwert schaffen. Letzteres ist der Unterschied zwischen langweiliger Presseaussendung und dem Wert hier im Blog diskutiert zu werden.
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Geschäftsideen von Kunden finanzieren lassen

Es müssen nicht immer Kredite, Darlehen oder Förderungen sein mit denen ich meine Geschäftsidee finanziere. Schon mal an Ihre Kunden gedacht?
Wie gestern versprochen ein weiteres Beispiel das ich auf der Aufschwung erzählt hatte, nachdem eine kritische Stimme bemerkt hatte, dass Beispiele wie Sellaband, MyFootballClub oder nvohk reine Modeerscheinungen einer verrückt gewordenen Welt seien.
Tatsächlich ist die Idee, Kunden in Wertschöpfungs- geschweige denn Finanzierungsprozesse einzubinden keine neue. Die “alten” Beispiele sind vielleicht unbekannter weil internet-affine Blogger sie nie zu Weltstars gemacht haben - weniger erfolgreich sind sie jedoch nicht.
Aber jetzt zur versprochenen Geschichte. Sie stammt von der kleinen Brauerei Königsegger in Königseggwald. Die Ausgangssituation die zur Idee der Brauaktien geführt hatte war Leidensdruck (angeblich jene Phase in der Menschen am stärksten für Veränderungen zugänglich und bereit sind).
Der Strukturwandel und die rein marktwirtschaftliche Orientierung vieler großer Brauereien haben die Bierlandschaft stark verändert. Der Konzentrationsprozess nimmt weiter zu. Durch ständige Betriebsschließungen und Übernahmen geht Stück für Stück oberschwäbische Brauereikultur verloren. Auch der Fortbestand der Braustätte und Mälzerei in Königseggwald war stark gefährdet.

Die Bürger von Königseggwalder hatten freilich etwas dagegen dass es ihr Lieblingsbier bald nicht mehr geben sollte und hatten die Idee, die Brauerei 2003 in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln. 500 Euro war der Nennwert einer Aktie, wobei die Höchstzahl der Aktien pro Aktionär mit 50 Stück beschränkt wurde. So soll verhindert werden, dass sich Großaktionäre einschleichen und zu viel Einfluss auf die Entwicklung des Unternehmens nehmen können. Besonders gelungen finde ich das Konzept der Gewinnausschüttung.
Da sich die Aktionäre überwiegend aus Freunden der heimischen Braukultur zusammensetzen, wird festgelegt, dass die jährliche “Dividende” in Bier “ausgeschüttet” wird. Es war vorgesehen, dass jeder Aktionär für seine WalderBräu-Aktie eine Dividende von 50 Litern Bier (oder fünf Kasten) erhält. Bei einem Marktpreis von 12,50 EURO je Kasten Bier entspricht dies einer Dividende von weit über zehn Prozent. Diese Dividende lässt sich schmecken.
Einen freien Handel der WalderBräu Aktie gibt es übrigens nicht, da es sich um vinkulierte Namensaktien handelt. Für Interessenten gibt eine Warteliste in die man sich per eMail einträgt. Erfreuliches Resultat der Neuausrichtung:
Der Ausstoß an selbst hergestelltem Bier ist im zweistelligen Prozentbereich gestiegen, zahlreiche Auszeichnungen und Prämierungen bestätigen das in unsere Biere gesetzte Vertrauen.
Und auch die Aktionärsversammlungen sehen um einiges kommunikativer aus, als jene die man von anderen Aktionärsversammlungen her kennt…

Link und Bilder: www.koenigsegger.de
Nachtrag: Hier gibt es noch eine Seite mit Fotos begeisterter Aktionäre und Fans, die sicher noch dazu beitragen werden die Biermarke zur Kultmarke werden zu lassen.
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Kostenloses Web-Coaching für Nachwuchsband

Technologie Experte und Journalist Georg Holzer sucht eine Nachwuchsband der er über sein Blog ein ganz besonderes Angebot macht:
Ich will eine heimische Nachwuchsband über die nächsten Ausgaben der Web-Beilage ein klein wenig begleiten und damit auch anderen jungen Bands Anleitung geben, wie man im Web zu einer Fanbasis kommt und so vielleicht den Aufstieg schafft. [...] Was gibt’s dafür?
- Publicity: In den nächsten vier Ausgaben jeweils eine kleine bis mittelgroße Geschichte über deren Learnings
- Infrastruktur und Geld? - Ich werde mein bestes tun. Vielleicht kann ich meine Kontakte spielen lassen und so ein wenig herausholen. Versprechen kann ich aber jetzt noch gar nichts.
Aus aktuellem Anlass habe ich in den letzten Wochen mit einigen Musikgruppen gesprochen und dabei enorme Wissensdefizite festgestellt, was Marketingmöglichkeiten und -experimente im Internet betrifft. Daher kann ich allen Nachwuchsbands nur wärmstens empfehlen, Georgs tolles Angebot anzunehmen bzw. sich zu bewerben. Was mitzubringen ist steht in seinem Blog (siehe hier).
Eine Nebenbemerkung zu den Kriterien: Ich selbst arbeite gerade an einer neuen Internetstrategie für eine sehr bekannte und erfolgreiche österreichische Gruppe. Web2.0 (wer will darf es auch Social Web, Permission Marketing oder Mitmachnetz nennen) wird dort eine bedeutende Rolle spielen, weshalb wir viel mit Musikern diskutiert haben. Vor allem 5 Punkte kamen immer wieder zur Sprache:
Zeit
Wer ernsthaft an authentisches Netzwerken, Facebook und MySpace Marketing denkt muss dazu auch die Bereitschaft fürs Investieren von Zeit mitbringen. Authentisch heißt, nicht irgendeinen Praktikanten oder Bekannten mit der Fanbetreuung zu beauftragen sondern sich selbst die Mühe machen Beziehungen aufzubauen, Kontakte zu knüpfen und (s)eine Community aufzubauen. Märkte sind Gespräche und die muss ich selbst führen.
Klingt nach Drecksarbeit, ist es teilweise auch, aber sie macht süchtig und Spaß. Ich schaffe meine eigene Identität die, im Gegensatz zu meiner Musik, nicht kopiert werden kann. Wenig halte ich persönlich von neppenden MySpace Präsenzen bereits bekannter Künstler. Zwar mögen diese hunderte bis tausende “Freunde” haben, tatsächlich aber werden Fans mit den von Managern und Marketern im Namen der Bandmitglieder geschriebenen Einträge lediglich verarscht.
Seth Godin, Marketing-Guru und mein englischsprachiger Lieblingsblogger, schrieb vor wenigen Tagen einen hervorragenden Beitrag über “Dinge die wir von der Musikindustrie lernen können”. Ein Zitat daraus:
Many musicians have understood that all they need to make a (very good) living is to have 10,000 fans. 10,000 people who look forward to the next record, who are willing to trek out to the next concert. Add 7 fans a day and you’re done in 5 years. Set for life. A life making music for your fans, not finding fans for your music.
Gratiskultur

Web2.0 bedeutet auch ein Umdenken in der Distributionspolitik. Digitales Business impliziert irgendwo “kostenlos”. Trotzdem träumen viele Nachwuchskünstler (noch immer) davon im großen Stil CDs zu verkaufen.
Radiohead hat vorgemacht, dass man Musik auch verschenken (bzw. Kunden den Preis selbst bestimmen lassen) kann und damit ein Feuerwerk an PR und Mundpropaganda auslöst.
Geld verdienen könnt Ihr im Anschluss - aber nicht mit einer handvoll Songs die ihr um wenige Cent auf iTunes verkauft sondern mit Konzerten, Fanartikeln, Special Events, Fanreisen oder ganz anderen Geschäfts- und Finanzierungsmodellen abseits der silbernen Scheiben. Dazu müsst Ihr erst mal bekannter, anerkannter und akzeptiert werden… es ist und bleibt ein Teufelskreis, aber Eure Community wird Euch auf diesem Web begleiten und (wenn Ihr sie um Hilfe bittet) auch unterstützen.
Copyright
Zu Beginn der musikalischen Karriere freuen sich viele Musiker wenn Fans Fotos vom Auftritt schießen oder Fan-Videos drehen. Irgendwann steigt aber vielen der Erfolg zu Kopf, sie pochen auf Copyright und Urheberrecht, drohen mit Klagen und verärgern ihre Fans.
[...] suing people is like going to war. If you’re going to go to war with tens of thousands of your customers every year, don’t be surprised if they start treating you like the enemy. [Seth Godin]
Als Band profitiere ich davon dass möglichst viele Menschen meine Auftritte fotografieren, filmen oder in Blogs dokumentieren, ihre Begeisterung über Internet mit ihren Freunden und Suchmaschinen teilen, Multiplikatoren werden und noch mehr Menschen auf mich aufmerksam machen, die ich selbst vielleicht nie erreicht hätte.
Digitale Inhalte (und MySpace lebt davon) sind dazu prädestiniert kopiert und bearbeitet zu werden. Damit muss ich mich nicht nur abfinden sondern sollte viel eher Wege suchen Menschen zu motivieren Schneebälle zu werfen und Lawinen loszutreten.
Internet-Affinität
Wer dem Internet und seinen Möglichkeiten nichts abgewinnen kann, erst mühsam überzeugt werden muss oder dessen größtes Greuel es ist sich mit Menschen zu vernetzen, Gespräche zu führen, sein Profil (oder gar sein Blog) zu aktualisieren lässt ebenfalls besser die Finger davon und konzentriert sich auf andere Marketingmöglichkeiten.
“The Long Tail”
Geh zu Beginn deiner (Web-)Karriere davon aus, dass du irgendwo im Long Tail stecken bleiben wirst. Wahrscheinlich wirst du es niemals zu Star-Ruhm schaffen, der angestrebte Vertrag mit einem großen Label wird auf immer ein Wunschtraum bleiben. Dieser Traum ist aber gleichzeitig der Nährboden deiner Leidenschaft für deine Musik. Du musst dich nicht verbiegen. Bleib deiner Nische (= deinen Fans) treu und du wirst dort viel Spaß haben und auch Erfolge feiern.
Screenshots und Grafik: 1. Flickr, thanks Zen, 2. Chris Anderson, The Long Tail 3. Lady Bitch Ray
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AUFSCHWUNG - jetzt kostenlos anmelden

Noch ein Monat bis zur AUFSCHWUNG Messe in Frankfurt, DER Jungunternehmer und Existgründermesse. Ab sofort ist es möglich, sich für die begehrten Plätze der Vorträge, Workshops und Einzelberatungstermine anzumelden. Organisator Burkhard Schneider verrät heute einen Gutschein-Code (siehe hier) mit dem dies bis 5.2.2008 sogar kostenlos möglich ist.
Hier einige Höhepunkte der Veranstaltung:
- Keynote Speach (16.00 – 17.00 Uhr) “Erfolg durch dumme Sprüche? Eine Media Markt-Story” – Referent Walter Gunz, Mitgründer Media Markt
- 25 Vorträge und Worshops mit den Schwerpunkten “Kunden finden und binden” und “Erfahrungsaustausch mit Unternehmern”
- In der Bloggerlounge treffen sich mehr als 50 Business-Blogger aus dem deutschsprachigen Raum
- 180 Einzelberatungstermine im Beratungscafe
Vor Weihnachten habe ich mit Burkhard über meine beiden Vorträge auf der AUFSCHWUNG gesprochen. So ungefähr stehen die Inhalte für “ANDERS|denken :: ANDERS|sein” zwar schon, allerdings ist noch genügend Zeit um auf Sonderwünsche einzugehen. Also: Was wünscht Ihr Euch als Inhalt einer meiner beiden Sessions. Vorschläge sind nicht nur von Besuchern der AUFSCHWUNG herzlich willkommen, denn meine Präsentationen wird es später natürlich auch hier im Blog zum Download geben.
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Robert Stephens, Geek Squad (Video für Wochenende)

Robert Stephens hat mit Geek Squad ein Paradebeispiel für Differenzierung durch Emotionalisierung und Service geschaffen. Die Idee des mit 200 Dollar gegründeten Unternehmens: Computer reparieren und gleichzeitig aus langweiligem IT-Service ein Erlebnis zu machen.
In schwarz-weiß lackierten VW Beetles, dunklen Anzügen, weißen Hemden und Krawatten treten die Geek Squad Techniker auf. Die Sohlen ihrer Schuhe hinterlassen Logo-Abdrücke auf weichen Untergründen oder der Straße. Sie nennen sich selbst Agenten und es gibt schon über 17.000 von ihnen. Geek Squad ist heute das größte IT Support Unternehmen Nordamerikas.
Die Ideen mit denen Robert seine Kunden immer aufs neue begeistert holt er sich vor allem aus anderen Branchen. Das nachstehende Video dauert nur 2 Minuten. Es macht jedoch Spaß Robert zuzuhören, wie er auf der “Advertising Age’s, The Idea Conference” Marketern sein Verständnis vom “Blick über den Tellerrand” erklärt.
Stephens Theorie wie man Mitarbeiter jedes Unternehmen zum Entwickeln innovativer Ideen anregen kann: Durch Hunger.
“Large companies want to be nimble, that’s why they go to “idea” conferences. I suggest starve departments of money.”
Das Zitat das mir am besten gefällt ist im Kurzvideo leider nicht enthalten, nachlesen kann man es aber bei FastCompany.
Wer Lust auf mehr hat für den gibt es noch 2 weitere Videoempfehlungen:
Tipp 1: Eine 17minütige Präsentation von Robert Stephens
Tipp 2: Die Geschichte von Geek Squad (9min).
Tipp 3: Den allerersten Werbespot der Geek Squad.
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Veranstaltungstipp AUFSCHWUNG

Am 12. Februar 2008 findet in Frankfurt/Main die zweite AUFSCHWUNG Messe statt. Der Kongress für Existenzgründer. Auch für heuer sind im Rahmen der Messe wieder zahlreiche Vorträge und Workshops geplant, die nicht nur für Gründer Leckerbissen darstellen.
2008 werde bis zu 2.500 Fachbesucher, darunter Existenzgründer, Jungunternehmer und wichtige Multiplikatoren erwartet. Rund 80 Aussteller, darunter Unternehmensberater, Franchisegeber, Finanzdienstleister, Gründungsnetzwerke und –initiativen, präsentieren auf der überregional bedeutsamen Messe ihre Angebote rund um das Thema Existenzgründung und Unternehmertum.
Ich habe letztes Jahr versucht die Junge Wirtschaft der Wirtschaftskammer davon zu überzeugen, für Interessierte einen Bus zur AUFSCHWUNG zu organisieren, leider kam es nicht zustande. Begründung: “Das ist eine Konkurrenzveranstaltung zu eigenen Initiativen.” Meine Meinung dazu:
Das Statement an sich sollte schon Grund genug sein um zu wissen, dass sich eine Reise nach Frankfurt lohnt! Gerade als Gründer sollte ich jede Möglichkeit nutzen, mit Fachexperten zusammenzukommen, sich über Ländergrenzen hinweg auszutauschen, zu vernetzen, neue Kontakte zu knüpfen und wichtige Multiplikatoren der internationalen Gründer- und Unternehmerszene kennenzulernen!
Es hat mich sehr gefreut in meinen Vorträgen aber doch einige Österreicher zu treffen. Deren Begeisterung über die Veranstaltung war auch unter meinen Landsleuten sehr sehr groß. Kein Wunder, wurde die AUFSCHWUNG schon bei ihrer ersten Ausgabe vom deutschen Bundesspräsidenten im Rahmen von “Deutschland, Land der Ideen” als “Ausgewählter Ort” ausgezeichnet. Also Termin (12. Februar 2008) notieren, ich halte alle Leser auf dem Laufenden wenn es Details zu Programm und Inhalten gibt. Vorläufig sieht der Plan der Veranstalter so aus:
1. Vorträge – Basics
- Finanzierung
- Förderprogramme
- Franchise
- Steuerliche und rechtliche Aspekte
- Markenrecht
- Wege zur Selbständigkeit
- Business Plan
2. Vorträge – Kunden finden und binden
- Preise und Honorare kalkulieren und durchsetzen
- Marketing für Dienstleister
- Empfehlungsmarketing / Mundpropaganda
- XING optimal nutzen
- Positionierung / Alleinstellungsmerkmal
- Telefon-Akquise
- Online-Marketing
3. Erfahrungsaustausch mit Unternehmern
- Wie gewinne ich einen Gründerwettbewerb? (An der Stelle ein anderer Hinweis - siehe hier)
- Wie finde ich die richtigen Berater?
- Wie komme ich an meine ersten Kunden?
- Wie finde ich den richtigen Standort?
4. SPECIALS
- Ideenworkshop
- Elevator-Pitch
- Anders Denken
Link: Berichte und Updates zur AUFSCHWUNG 2007
Homepage: www.aufschwung-messe.de
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Was Gründer von Uhrmachern lernen können
Im Rahmen des IdeenCamps in WeissSee hatte Burkhard Schneider mit wenigen Worten beschrieben, wann es Zeit ist neue Ideen aufzugeben - oder eben weiter zu verfolgen. Ein hervorragendes Praxis-Beispiel dafür, dass Bilder im Kopf Dinge leichter verstehen lassen, als nackte Worte.
Ich erlebe immer wieder, dass innovative Gründer, Unternehmer oder Erfinder zu schnell aufgeben und ihre Idee verwerfen. Dabei hätten sie häufig das “Zahnrad” nur einen oder zwei Zacken weiter drehen müssen und es wäre “eingerastet”, sprich die Idee hätte erfolgreich umgesetzt werden können.
Natürlich geht das “Spiel” nicht unendlich. Wenn an das Zahnrad einmal um seine Achse gedreht hat und dann noch immer nicht eingerastet ist, dann wird es Zeit, ein neues Zahnrad, sprich Idee, zu nehmen und zu überprüfen. [...] Bauen Sie nicht jeden Tag ein neues Zahnrad, sondern drehen sie es einfach einen Zacken weiter.
Um Burkhards Ansatz ein wenig weiterzuspinnen: Ideen mit der Brechstange zu entwickeln funktioniert nicht. Vielmehr ist es eine Kunst, vergleichbar mit jener eines Uhrmachers. Feinabstimmung bis das Ergebnis mehr als die Summe seiner Einzelteile ist. Ein lebendiges, rund laufendes Kunstwerk. Den Rest gibts in diesem Video.
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WeissSee°2250 und das Ei des Kolumbus
Wie gelingt es, in nur wenigen Tagen unzählige Ideen zum Thema “Nachhaltigkeit” (was ist das?) zu spinnen, weiterzuentwickeln, Finanzierungsfragen zu klären und ganz konkrete Umsetzungsschritte auszuarbeiten.
Das WeissSee Ideencamp ist zu Ende und gleichzeitig an einem neuen Anfang.
Alle Teilnehmer&innen haben die Weißsee Gletscherwelt gestern verlassen, um sich mit Feuer im Herzen, auf den Weg in die Städte zu machen. Was bleibt: Tausende Gedanken, Hunderte Empfindungen und ein Ziel. (Hannes Offenbacher, Organisator)
Eine Vorstellung der Ideen, Fotos und Videos gibt es ganz sicher hier in diesem Blog und bei meinen Kollegen Burkhard Schneider und David Jeggle und natürlich auch auf der WeissSee°2250 Homepage - aber ganz bestimmt nicht bevor wichtige Details zu Musterschutz und Patenten




