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Irren ist menschlich
‘Die Welt wird nie mehr als 5.000 Kopierer benötigen’, erklärte IBM 1959 den Gründern von Xerox. Das Video zeigt, wie man mit Xerox Kopierern heute sogar Geschenke verpacken kann.
IBM scheint an der Ziffer 5 schon immer Gefallen gefunden zu haben. 1943 meinte der Vorsitzende von IBM, Thomas Watson, gegenüber Journalisten: ‘Es gibt einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer.‘ Ähnlich verhängnisvoll die Einschätzung von Ken Olsen, Gründer von DEC, 1977: ‘Es gibt keinen einzigen Grund, warum Privatleute sich jemals einen Computer zulegen sollten.‘
Vergleichbare Irrtümer finden sich in der Kategorie ‘Innovationen gestern‘ in diesem Blog, zum Beispiel hier oder hier.
Daniel Scocco sammelt im Innovation Zen immer wieder frühe Zitate berühmter Menschen über neue Produkte und Dienstleistungen. Ein Leckerbissen von Bill Gates aus dem Jahre 2003 über Google:
‘These Google guys, they want to be billionaires and rock stars and go to conferences and all that. Let us see if they still want to run the business in two to three years’.
Es war nicht Bill Gates einzige Fehleinschätzung, das vielleicht berühmteste seiner Zitate stammt aus dem Jahr 1981: ‘640KB sollten für jedermann genug sein.’ Wie viel Arbeitsspeicher benötigt Windows Vista gleich noch einmal?
‘Irren ist menschlich’, sagt ein Sprichwort. Hinzuzufügen wäre vielleicht noch: ‘Irrtümer und Fehler dürfen nur nicht Kopf und Kragen kosten!‘
Beisträge zu Fehlerkultur, über das Scheitern von Innovationen und Irrtümer der Vergangenheit finden sich in meinem Blog immer wieder. Beispiele wie jene von Bill Gates, Ken Olsen und anderen sollten uns ermutigen, zu Fehlern zu stehen und Neuem eine Chance zu geben. Auch erfolgreiche Menschen irrten schon häufig…
Warum sich Medien mit Innovationen so schwer tun
Welche Innovationen gab es in der Medienwelt in den letzten Jahren wirklich? Spätestens seitdem der Film ‘Epic’ die Zukunft der Medien schilderte, ‘Googlezons’ Weltherrschaft und das Ende der New York Times voraussagte, sollten sich Medienmacher Gedanken machen, wie sie ihre Kunden auch weiterhin an sich binden können.
Cory Bergman vom Lost Remote TV Blog hat in einem Beitrag [hier lesen] 13 Thesen zusammengefasst, warum sich Medien mit Innovationen so schwer tun.
Viele Inhalte kann man auch auf Unternehmenskommunikation und -magazine umlegen - vor allem wenn es um das Schnittstellen-Management zwischen Offline-Medien und dem zunehmenden (Hobby-?)Online-Journalismus (z.B. private Weblogs) geht.
Corys 13 Theorien im Überblick:
1. Short-term financial pressure
2. Fear of failure
3. Waiting for universal buy-in
4. Not evolving the definition of news
5. Thinking like a publisher
6. News is what’s news to us
7. Distrusting the audience (they’re stupid)
8. Appealing only to the masses
9. Sticking with a single site and brand
10. The cannibalization myth
11. Dwelling on “the competition”
12. Living in a closed content world
13. The web is TV on demand
Quelle: Lost Remote TV Blog
Innovationen und Management-Theorien
Daniel Scocco, Autor des Blogs Innovation Zen, hat heute eine neue Serie über ‘Theorien im Innovationsmanagement’ gestartet. Die Einleitung für Liebhaber von (Management-)Theorien:
‘[...] we can say that innovation management is still an immature science. [...] I decided to start a series of articles covering the most influential innovation management theories, laying down a comparative analysis where the insights gained from one theory can be used to fill the gaps of another.’
Der erste Beitrag ist (für mich etwas überraschend) nicht Nikolai Kontradieff gewidmet, sondern Joseph Schumpeter, der bekanntlich auf Kontradieff aufbaut. Ob es an der geringeren Popularität des Russen liegt?
Quelle: Innovation Zen
Verkehrslawinen als Quelle erneuerbarer Energie
Eine ägyptische Innovation soll im Vorbeirollen Strom erzeugen und tausende neue Arbeitsplätze schaffen. Das erhofft sich zumindest EEP (Egyptian Electric Padel) nach dem ersten Pilotprojekt in Kairo.
Die Idee: Die Energie vorbeifahrender Autos soll genutzt werden, um Strom zu erzeugen. Dafür sorgen unter dem Straßenbelag eingelassene Drucksysteme - Stromerzeugung zu 50% der heutigen Kosten. Eine Studie der EEP rechnet vor, dass beim Ausbau des Systems allein in Ägypten 250.000 bis 500.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden könnten.
Mit dem Projekt dürfte es dem Ingenieur Ihab Abdel-Karim gelungen sein, die Nachteile überfüllter und von Verkehr geplagter Straßenzüge, in einen Vorteil zu verwandeln. Eine 100 Kilometer lange Straße mit ‘nur’ 5.000 Autos pro Tag, könnte ebenso viele Haushalte mit Strom versorgen. Umgelegt auf die Inntalautobahn könnte der Transitverkehr somit fast eine Stadt in der Größe Innsbrucks mit Strom versorgen.
Das erste System wurde vor 3 Jahren in Kairo’s Josef Tito Street gebaut. Auch Politiker sind von den ersten Erfolgen begeistert. Die Innovation hätte ausreichend Potenzial, um auf weltweites Interesse zu stoßen. Al-Ahram schreibt dazu passend:
If the Egyptian Electric Pedal is to keep its first ‘E’, somebody will have to act fast.
Quelle: EEP via Al Ahram Weekly
Innovations-Ängste
Warum haben Menschen die vor Ideen strotzen Angst vor der Umsetzung?
Im Killer Innovations Blog von Phil McKinney finden sich 5 Theorien dazu. Im dazugehörigen Podcast, untermauert Phil seine Theorien mit bildhaften Beispielen. Hier die 5 Statements von Menschen die Angst vor der Umsetzung von Innovationen haben, Angst ANDERS|zudenken oder ANDERS|zusein.
1. Jemand anderer hat so etwas schon einmal gemacht.
2. Nach der Umsetzung sind die Ergebnisse nie so, wie ich sie erträumt habe.
3. Ich habe das noch nie gemacht. Ich weiß nicht genug darüber. Ich kenne nicht alle Antworten.
4. Meine _____ (Familie, Freunde, Kollegen,…) werden denken ich sei verrückt.
5. Jemand wird meine Idee klauen. Daher kann ich nicht darüber reden.
Die Frage, die Phil Menschen stellt, die Projekte mit oben angeführten Statements blockieren ‘So, whaaat?’
Quelle: Killer Innovations via Business Innovation Insider
Innovative Sportartikel - ispo BrandNew Awards
Ein Zusatzmotor für Mountainbikes? Wasserski-fahren, ohne auf fremde Hilfe angewiesen zu sein oder eine Erfindung mit der Sie aus einem kleinen Schwimmbad mehr herausholen?
Seit dem Jahr 2000 kürt die ispo, die Internationale Fachmesse für Sportartikel und Sportmode, jedes Jahr die kreativsten Erfindungen. Inzwischen haben sich die BrandNew Award zum größten Start-up Wettbewerb der internationalen Sportbranche entwickelt.
Im Best Practice Business Blog stellt Burkhard Schneider laufend Gewinner der Awards vor und kommentiert die Innovationen in gewohnt informativer Form.
Quelle: Best Practice Business
Geheimprojekt: Neue Treibstoffe für die Welt
Sein Imperium, die Virgin Group, soll rund 3 Mrd. Britische Pfund Wert sein. Sir Richard Branson hat längst ausgesorgt. Jetzt setzt er zum nächsten Coup an und möchte damit die Welt revolutionieren.
Virgin Fuel heißt das noch streng geheime Projekt von Branson. Google findet kaum Treffer. Noch nicht. Aber das könnte sich schon bald ändern. 1 Milliarde Dollar steckt Branson in die Entwicklung eines alternativen Treibstoffs, mit dem er auch den Treibhauseffekt bekämpfen möchte.
Zum erste Mal sprach er heuer im Davos öffentlich über sein Projekt. Details behielt er für sich. Verständlich, mit einem Aufstand der Ölkonzerne dürfte zu rechnen sein, bringt Branson tatsächlich einen Treibstoff auf den Markt, der nicht auf herkömmlicher Ethanol Basis produziert wird.
Die Vision ist beispielhaft. Man darf in jedem Fall gespannt sein und Branson viel Glück und Durchhaltekraft wünschen. Mehr dazu im Smart Economy Blog.
20 Stunden Innovations-Videos
Normalerweise empfehle ich hier keine Videos, die ich mir nicht selber angesehen habe - aber um alle zu sehen fehlte mir bislang die Zeit. Verständlich bei einem Material von über 20 Stunden Videos, die MIT Sloans auf seinen Seiten zum Download bereitgestellt hat.
Zu den Vortragenden gehören u.a. Jack Welch (GE), Lord John Browne (BP), Indra Nooyi (Pepsi), Gary Cowger (General Motors) und natürlich wieder einmal: Steve Ballmer (Microsoft), letzterer bislang allerdings nur als Textversion.
Quelle: Business Innovation Insider
Netzwerken im Internet
Wenn man von einer Frau mit Herz und Hirn ein ‘Stöckchen’ vor die Füße geworfen bekommt, solle man sich entweder eine saugute Ausrede suchen, um es nicht zurückzuwerfen, oder man nimmt die (freudige) Herausforderung an.
Elita Wiegand vom Querdenker Blog hat mir eine Einladung zum Stöckchen Spiel geschickt. Ich sehe es weniger als Spiel, vielmehr als eine großartige Gelegenheit für den Ausbau von Netzwerken. Verfolgt man, wer bisher schon Beiträge zu dem Thema verfasst hat, stößt man innerhalb kürzester Zeit auf bislang ungekannte, jedoch sehr interessante Blogs. Danke Elita, hier meine Antworten.
Warum bloggst Du?
Weil eines meiner Credos ‘Wissen teilen heißt neues Wissen schaffen’ ist. Weblogs - mit sinnvolen und ehrlichen Inhalten - bieten dafür eine hervorragende Gelegenheit und erweitern persönliche Netzwerke. Mein Blog ermöglicht mir außerdem, (fast) täglich in Kontakt mit meinen Kunden zu bleiben. Gibt es etwas Schöneres?
Seit wann bloggst Du?
Selbst blogge ich seit März 2006, nachdem ich mich seit gut einem Jahr intensiv mit Corporate Blogs, ihren Chancen aber auch ihren Risiken beschäftigt habe.
Selbstportrait
siehe Vita oder openBC. (Wer openBC noch nicht kennt - hier ein kurzer Beitrag)
Warum lesen deine Leser Deinen Blog?
Aus Neugier, um Ideen für ANDERS|denken zu erhalten, und und und… ach ja: Und der/die eine oder andere auch, um einen Marktbegleiter zu beobachten. (Welch ein abscheuliches Wort :-)
Welche war die letzte Suchanfrage, über die jemand auf Deine Seite kam?
Das verrät mir mein anormal-tracker: ‘Fehlerkultur‘
Welcher Deiner Blogeinträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?
Schwer zu sagen, ohne die Klickstatistik im Detail auszuwerten, wofür mir leider die Zeit fehlt. Auf die Anzahl der Kommentare kann man sich ja leider nicht verlassen. Trotz vieler Klicks, am ehesten der Beitrag zu einer hervorragenden Präsentationstechnik - weil ich statt langweiliger Präsentation mehr begeisterte Reden wünsche.
Dein aktuelles Lieblings-Blog?
Eine gemeine Frage da hier mehrere dazu gehören. Mein meistgelesenes ist aber in jedem Fall Burkhard Schneiders Best Practise Business: Weil er auf konkrete Inhalte Wert legt, nicht auf allgemeines Beratergequatsche.
Welchen Blog hast du zuletzt gelesen?
Geistesblitz - um es in meine Rubrik Top Blogs aufzunehmen.
An welche vier Blogs wirfst du das Stöckchen weiter und warum?
An Timo Off von Geistesblitz - weil ich weiß, dass er derzeit an einem spannenden neuen Projekt arbeitet und dringend Abwechslung braucht. An Eduard Kaan von Radikale Innovation, weil er nach seinem wohlverdienten Urlaub sicher gerne Fragen wie diese beantwortet :-). An Alexandra Graßler vom Wissensspeicher, weil Sie in Ihrem neuen Blog sicher gerne mehr Besucher begrüßen möchte. An Dominic Basulto vom Business Innovation Insider as I enjoy networking with him and appreciate his blog a lot. Und damit der Stock auch endlich über den großen Teich fliegt…
Top Blogs: Geistesblitz!
Er war einer der ersten, der in seinem Blog einen Link hierher gesetzt hat. Aber schon vorher gehörte der Geistesblitz Blog von Timo Off zu meinen persönlichen Favoriten. Innovation verlangt nach Ideen. Ideen brauchen Kreativität - und den richtigen Verkauf.
Timo’s Motto ‘Frische Ideen überzeugend präsentieren‘ spiegelt sich in seinen Beiträgen wider. Es reicht nicht, nur kreativ zu sein und 1000 Ideen zu produzieren. Ohne überzeugenden internen und externen ‘Verkauf’ werden auch die besten Ideen scheitern. Der Geistesblitz! kombiniert beides, aus diesem Grund habe ich schon mehrmals auf Artikel verlinkt. [Beispiel]
Wer gerne Podcasts hört: Das Abenteuer Kreativität kann auch per iTunes abonniert werden. Hier gewährt der Mathematik und Philosophie Absolvent Einblicke in Kreativitätstechniken und ihre Hintergründe.
Auch der Austausch mit Timo funktioniert hervorragend, nicht nur zu Fachthemen, sondern auch über die kreativität-fördernde Wirkung von Kaffee. Danke, Timo, für echtes Networking!
Tipp! Wissen Sie, welche Farbe eine Idee hat? Mehr dazu…





