Alle Beiträge zum Schlagwort (Tag) innovation/management’
Langeweile und Kreativität
Eine Reise in die Hauptstadt. Ein Treffen mit besonderen Kollegen und Freunden. Ein hervorragendes Abendessen. Und ein Erlebnis, das uns an diesem Abend alle daran errinnerte, dass Veränderungs- und Innovationsprozesse (viel) Energie verbrauchen. Dazu eine passende Geschichte:
Hiob und Najib spalteten den ganzen Tag lang Holz. Wie ein Besessener jagte Hiob die Axt ins Holz, arbeitete ohne Pause. Und obwohl seine Arme immer schwerer geworden waren, war der Stapel Holz bis zum Abend auf eine beachtliche Größe angewachsen.
Neugierig blickte er auf Najibs Holzhaufen - und war schockiert. Najib hatte doppelt so lange Pausen eingelegt wie er selbst und hatte dennoch wesentlich mehr Holz gehackt als er selbst?!
‘Najib, warum ist dein Stapel höher als meiner? Ich hab viel mehr gearbeitet als du!’ fragte Hiob verwundert. Najib lächelte: ‘Das mag sein. Ich aber hab mich nicht nur hingesetzt, sondern gleichzeitig auch meine Axt geschärft.’
Ausruhen ist Stillstand? Wenn Sie Ihre nächste Montagsbesprechung abbrechen, und Ihren Mitarbeitern 20 Minuten Zeit ’schenken’ - was würde passieren? Wie viele greifen zum Telefon und kehren ins Tagesgeschäft zurück? Wer nutzt die Zeit, um die soeben diskutierten Probleme bei einem Kaffee zu lösen? Und wer wartet nur ab, was als nächstes passieren wird?
Ausruhen ist nicht Stillstand. Vorausgesetzt Menschen wissen freie Zeit und Ressourcen kreativ, effektiv und zukunftsgerichtet einzusetzen. Dies betrifft nicht nur Individuen sondern auch Teams.
Edward de Bono sagte dazu einmal: ‘Langeweile ist die kreativste Zeit, die wir haben. Wir nutzen sie nur nie bewusst.‘
Ideen wie Sand am Meer - die ganze Welt hilft mit
Sie brauchen Ideen? Am liebsten aus der ganzen Welt? BrainReactions macht es möglich. Mit Open Brainstorms.
Wie funktionierts? Einfach eine Frage auf die Seite stellen und warten was passiert. Anstatt nur zu warten, sollten Sie auf Ihrer Homepage, Unternehmensblog, Internetforen oder Intranet auf Ihre Aktion aufmerksam machen. Das erhöht Teilnehmerquote und Input.
Auch ‘private’ Brainstorms sind möglich. Für 9 Dollar pro Aktion ist Ihr Gedankensturm nur noch einem ausgewählten Kreis zugänglich: Kunden, Partnern, Lieferanten, Mitarbeitern oder Freunden.
BrainReations ist noch in seiner Beta Phase und in vielen Bereichen schreit es nach Verbesserungen. Aber spätestens wenn BrainReactions Kategorien einführt, um ‘How to name my dog’ Fragen herauszufiltern, wird es eine wirklich brauchbare Ergänzung im Online Dschungel.
Was Unternehmen von Orchestern lernen können
Was haben ein Wirtschaftsunternehmen und ein Orchester gemeinsam? ‘Beide haben viele Stimmen und ein Ziel: das orchestrale Wechselspiel der Kräfte.’ So beantwortet der international erfolgreiche Dirigent Christian Gansch diese Frage.
Ich durfte Christian Gansch im Jänner bei einem beeindruckenden Vortrag erleben. Eine einmalige Symbiose zwischen Referat und Musikerlebnis. ‘Einheit aus Vielfalt’.
Ein funktionierender Orchesterapparat ist ein Paradebeispiel für effiziente Management-, Führungs- und Konfliktlösungsstrategien. Nirgendwo sonst arbeiten Spitzenkräfte täglich stundenlang auf so engem Raum zusammen. Genau darum geht es bei Gansch. [Weiterlesen] »
Blüten statt Teebeutel - So innovativ kann Tee sein
Hunderte verschiedene Geschmacksrichtungen in kaum unterscheidbaren Nuancen. Genormte Teebeutel zu Billigstpreisen.
Wo soll da noch Spielraum für Innovationen sein? Diese Frage stellten sich auch die Geschwister Ahmed und Reem Rahim - und fanden eine Antwort: Sie brachten den Tee zum Blühen.
Teegenuss fürs Auge
Numi Tea hat langweilige Teebeutel abgeschafft. Werden die handvernähten Teeblatt-Knäuel mit heißem Wasser übergossen, blühen Teekannen auf, füllen sich mit Lilien, Lavendel oder Rosen. [Video des blühenden Tees].
Reden wie Al Gore und Tony Robbins
Bislang waren sie jedes Jahr einem exklusiven Publikum von 1,000 Menschen vorenthalten. Doch wer über Innovation spricht, sollte auch zeitgemäß handeln. Genau das macht TED jetzt.
Die TED Conference [Videotrailer: A Taste of TED] in Kalifornien nimmt für sich in Anspruch, eine Veranstaltung zu sein, zu der es keine vergleichbare gibt. Künstler, Politiker, Menschen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Medizin u.v.m. gehören zu den ‘Speakern’. Stolzer Preis um bei TED live dabei zu sein: 4,400 US Dollar. TED2007 ist seit Februar ausverkauft.
Ein Trost für Fans in Europa und solche, die sich die Preise nicht leisten können: 2006 hat sich TED erstmals dazu entschlossen, Videos der Präsentationen zu veröffentlichen - kostenlos. Wer schon immer wissen wollte, wie Al Gore, Tony Robbins, David Pogue u.a. Ihre Zuseher begeistern, der sollte auf der Homepage von TED vorbeischauen. Es lohnt sich in jedem Fall.
Link zu den Videos | TEDTalks mit iTunes abonnieren | TEDBlog
Foto: Flickr
Saft für Handy und iPod
Passiert das immer nur mir? Entweder ich vergesse meine Ladegeräte zu Hause, oder der Akku meines Handys ist leer wenn Kabel und Koffer schon auf dem Weg ins Flugzeug sind.
Kein Problem am Flughafen in Manchester. Dort steht seit kurzem ein Chargebox. Die öffentliche Ladestation lädt Mobiltelefone aller bedeutenden Hersteller, iPods und Blackberrys. ‘give.life.to.the.things.you.cant.live.without’ ist der Slogan des Herstellers.
Bezahlt wird per Münze oder SMS. Während des Ladevorgangs kann der Benutzer beruhigt einen Kaffee trinken - das Handy bleibt in der Station eingesperrt. Eine nützliche Innovation, von der man gespannt sein darf, wie sie angenommen wird.
5 Tipps gegen die Ideenflut
‘Sie müssen nicht innovativ sein’ - mit diesen Worten begann ein Zeitungsartikel, den ich vor einiger Zeit las.
Tyner Blain gibt in seinem Blog 10 Tipps, um nie mehr innovativ sein zu müssen. Um Tyner’s Gedanken weiter zu spinnen, hier meine Top 5 Tipps, um endlich die Ideenflut in Unternehmen einzudämmen:
1. Datenbanken und Wissensmanagementsysteme
Zwingen Sie Ihre kreativen Köpfe, Ideen in komplizierte Computersysteme einzugeben. [Weiterlesen] »
Warteschlangen, Teil 1
In Warteschlangen geschehen oft eigenartige Dinge. Vergangenen Samstag stand ich an der Kassa eines Supermarktes, als die stellvertretende Filialleiterin ihre Wochenend-Einkäufe bezahlte.
Die Kassiererin wünschte artig ein schönes Wochenende, worauf die (ich erwähne es bewusst noch einmal) stellvertretende Filialleiterin zynisch bemerkte: ‘Wie soll man da ein schönes Wochenende haben, wenn man gerade 70 Euro für die paar Sachen bezahlt hat. Ein Wahnsinn! Dabei kauf ich eh immer nur das Notwendigste und den Rest beim Hofer.’ [Weiterlesen] »
Mobilität für Menschen im Rollstuhl
Nein, es ist kein Smart, es ist ein Kenguru und verhilft Menschen die an den Rollstuhl gefesselt sind zu erhöhter Mobilität.
Der ungarische Designer Zsolt Varga verzichtete auf Seitentüren, der Einstieg erfolgt von hinten - ohne dass der Rollstuhl verlassen werden muss. Nach dem automatischen Fixieren des Rollstuhls, ist das Kenguru fahrbereit. Gesteuert wird über einen Joystick. [Weiterlesen] »
Innovation beispielhaft vermarktet
So aufregend kann ein Bar Tresen sein: Die iBar. Erfunden und entwickelt von Simon Hänggi und Markus Abt, zwei Schweizern aus Basel.
Eine spezielle Oberfläche erkennt alle Objekte, die die Bar berühren und projeziert Unterhaltung auf ansonsten langweilige Tresen: Videos, Zeitung, Kataloge, Spiel, Spass, Visuals, Ambiente uvm. Auch die Vermarktung funktioniert perfekt und zwar über Internet. Über 70.000 Klicks in 5 Tagen.
“Furore macht das Konzept derzeit bei youtube. Mehr als 70.000 User haben sich das 3 minütige Video angeschaut. So einfach kann man sein Konzept vermarkten. Die Mundpropaganda macht den Rest”, schreibt Burkhard Schneider vom Best Practice Business.



