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Zeitmanagement für Kreative (kostenloses eBook)
Das Handy klingelt ununterbrochen, KollegInnen platzen zur Tür herein, das eMail Postfach füllt sich immer schneller, Twitter nervt, auf XING warten neue Kontakte auf Bestätigung und 245 Blogs willst du auch noch scannen. Klingt nach Stress? Wo soll da Zeit für Ideen bleiben?
Mark McGuinness (Wishful Thinking) hat ein 32seitiges eBook über Zeitmanagement zusammengestellt - speziell für Kreative:
Time Management for Creative People.
Nicht das erste Buch zum Thema, aber mir gefällt der Fokus auf Kreativität. Nützliche Einführung, Auffrischung oder Anregung zum Nachdenken über die eigene Zeiteinteilung.
1. Why you need to be organised to be creative
2. Prioritise work that is ‘important but not urgent’
3. Ring-fence your most creative time
4. Avoid the ‘Sisyphus effect’ of endless to-do lists
5. Get things done by putting them off till tomorrow
6. Get things off your mind
7. Review your commitments
8. Resources to help you get things done
Link zum Download aller Kapitel als eBook im pdf Format:
http://wishful.fileburst.com/creativetime.pdf
Foto: Marc McGuinnes, Wishful Thinking
McKinsey’s 8 Technology Trends
Konsumenten, also ungeschulte, unspezialisierte, ganz normale Menschen können innovativ sein. Eine Community kann innovativ sein. Es gibt da draußen so viele gute Ideen, Menschen mit Power, mit Potential. Wir müssen lernen dieses enorme Potential in der Zukunft viel besser auszuschöpfen, schreibt Matias heute im Visualblog.
Anlass dazu ein Essay von McKinsey in dem Titel: Eight business technology trends to watch (kostenlos abrufbar), in der die Unternehmensberatung 8 Trends beschreibt, die in den nächsten 10 Jahren eine entscheidende Rolle spielen werden.
Ich sehe es mehr als Zusammenfassung von Themen um die es auch hier im Blog immer wieder geht, und dennoch freut es uns aus Sicht von VOdA, dass McKinsey die Integration von “ganz normalen” Menschen in Design- und Entwicklungsprozesse hier explizit formuliert.
As the Internet has evolved—an evolution prompted in part by new Web 2.0 technologies—it has become a more widespread platform for interaction, communication, and activism. Consumers increasingly want to engage online with one another and with organizations of all kinds. Companies can tap this new mood of customer engagement for their economic benefit. [...] Companies that involve customers in design, testing, marketing (such as viral marketing), and the after-sales process get better insights into customer needs and behavior and may be able to cut the cost of acquiring customers, engender greater loyalty, and speed up development cycles.
Alle 8 von McKinsey zusammengefassten Trends
1. Verteilte Kreation
2. Verbraucher als Innovatoren nutzen
3. Top-Personal weltweit finden und binden
4. Höhere Wertschöpfung aus Interaktionen
5. Automatisierung weiter vorantreiben
6. Produktion & Distribution voneinander trennen
7. Mehr Wissenschaft in Management-Entscheidung pflanzen
8. Aus Information ein eigenes Business entwickeln
Gefunden bei Holtzbrink via Visualblog
Kauf dir (d)eine Firma um 35 Euro

Wieder ein Experiment aus den Kategorien Crowdsourcing und Crowdfunding: “nvohk - the clothing company managed by the people who wear it”.
Bei nvohk (sprich ‘invoke’) geht es um Bekleidung (”Ökologische Outfits im Surf-Style”). Die Schwerpunkte liegen auf umweltschonender Produktion, der Verwendung 100% nachhaltiger Materialien und vor allem der Öffnung von Managementstrukturen.
Wie funktioniert nvohk?
Zum Start braucht nvohk eine breite Palette von 20.000 Menschen mit unterschiedlichen Talenten. Diese beteiligen sich mit einem jährlichen Betrag von 50 Dollar an den Prozessen des Öko-Labels; macht eine Million Dollar Gründungskapital, mit dem man schon mal Einiges bewegen kann. Mitbesitzer am Unternehmen wird man durch seine Investition allerdings nicht.
Nachstehendes Bild wird vor allem Verfechtern streng hierarchischer Unternehmensstrukturen die Haare zu Berge stehen lassen.

Im nächsten Schritt entwickeln die “Amateur-Manager” das Unternehmen weiter, werden in Business-Entscheidungen, Logo- und Produktdesign, Werbung, Auswahl gesponserter Sportler und Musiker (und Vertrieb?) eingebunden.
Was geschieht mit den Gewinnen?
10% des Gewinnes werden an Umweltorganisationen gespendet.
35% schüttet nvohk in Form eines Bonussystems an alle Mitglieder aus, d.h. es gibt keine monetären Auszahlungen, sondern “Bonusmeilen”, die gegen Produkte (eigene und von Partnern) eingetauscht werden können.
Lassen wir uns überraschen wie das noch junge Projekt umgesetzt wird, wie lange es dauert bis sich die vielen tausend MitarbeiterInnen gefunden haben, zu ersten Entscheidungen (Logo und Produktdesign) fähig sind, welchen Freiraum das Management der Community tatsächlich lässt, und wie diese Gewinnverteilungssystem akzeptieren wird. Viele offenen Fragen, aber das muss man Experimenten wie diesen zugestehen.
In einem Punkt hat nvohk aber von Beginn an gewonnen: Profitieren kann das Unternehmen von einem riesigen Heer an Weiterempfehlern und Evangelisten, die hundertausende Freunde und mögliche neue Kunden ansprechen werden.
www.projectnvohk.com
Thanks to Jonathan for pointing to this project!
Personalisierte Papp-Becher

Für Büro oder Parties gedacht, damit es zu keinen Verwechslungen mehr kommt. Zahlen, Symbole und/oder Buchstabenkombination eindrücken, fertig. (Machen McDonald’s MitarbeiterInnen am Plastikdeckel zur Unterscheidung von Cola und Cola Light übrigens schon lange :-)
Ich würde sagen: Problem erkannt, nette Idee entwickelt aber die gestalterische Umsetzung hätte ein wenig kreativer (z.B. erweiterte und witzigere Symbole oder Zeichnungen) sein können, um das Merken der selbstgewählten Kombinationen einfacher zu machen.
Design: Jaehyung Hong.
Es werde Licht

Ein Fenster wo noch keines ist, die Helligkeit der künstlichen Lichtquelle regelt die Einstellung der reflektierenden Lamellen. Nette Idee auch wenn mir Tageslicht lieber ist. Aber immer kann man es sich bekanntlich ja nicht aussuchen. Design von Makoto Hirahara.
Quelle: Apartment Therapy New York
Kleines Kreativitätstool

Eine kleine (feine) Möglichkeit, um nach dem Mittagessen sein Gehirn wieder in Schwung zu bringen. Was fällt Ihnen zu Apfel ein? Birne, Wurm, Eva, Adamsapfel, rot, grün, Gift, gesund, oder vielleicht Schwarzenegger.
Wer selbst nicht nachdenken will, ist bei Human Brain Clouds richtig: Zwar bezeichnet sich die Online Plattform als “massively multiplayer game”, tatsächlich baut sich dort aber gerade eine riesige Datenbank häufiger Wortassoziationen auf: 350.000 Menschen haben sich bislang beteiligt, um 524.000 Worte zu erfassen und über 5.6 Millionen Verknüpfungen herzustellen.
Varianten die Human Brain Clouds bietet:
- Auf der Startseite erscheinen Worte, zu denen ich ganz spontan Wortassoziationen eingeben kann (Stichwort “Gehirnjogging”).
- Nach bestimmten Worten suchen, und häufige Assoziationen in Form interaktiver Grafiken anzeigen lassen. Tea => Lipton, Gratulation ans Marketing :-)
- Einfach nur die häufigsten Assoziationen auflisten.
Ein Hinweis ist an dieser Stelle durchaus angebracht:
This isn’t academically rigorous or anything, so set your expectations accordingly and have fun seeing what people subconsciously think about stuff!
Um abschließend eine naheliegende Frage vorwegzunehmen: Ein deutsches Gegenstück kenne ich zwar noch nicht, aber vielleicht jemand meiner Leser?!
Shit!

Dieses Schild hängt am Silk Street Market in Beijing. Typisch China? Einfach mal eine andere Brille aufsetzen:
- Auch bei uns gibt es Trainings in denen Mitarbeitern “gutes Benehmen” eingetrichtert wird.
- Jeder kennt Unternehmen in denen es dutzende interne Vorschriften gibt (z.B. “Smileys in internen Mails sind tabu.”
- Ich könnte das Schild aufhängen, um meinen (frustrierten) Kunden die “forbidden phrases” nahe zu legen.
(Oder mir überlegen, warum Kunden und Mitarbeiter frustriert sind.)
Größeres Bild: 24Blogs
InnoCentive: Das Wissen von 125.000 Köpfen nutzen

InnoCentive ist ein Paradebeispiel für die Kombination des Einsatzes aktuell verfügbarer Internet-Technologien, der “Mitmachkultur” und einer offenen Management-Einstellung gegenüber OpenInnovation/CrowdSourcing - Menschen ausserhalb der Unternehmensmauern in betriebliche Prozesse miteinzubeziehen.
und dabei sogar noch Geld verdienen.
Weil mich viele Workshopteilnehmer in den letzten Wochen immer wieder mit großen Augen angesehen haben wenn ich dieses Beispiel erzählt habe, hier eine kurze Vorstellung von InnoCentive, einschließlich eines Videos mit einem Fallbeispiel.
Jedes Unternehmen oder Organsiation kann auf InnoCentive komplexe Problemstellungen einstellen. Gelöst werden die Herausforderungen von einem über die ganze Welt verteilten Heer an Menschen. Über 125.000 aus 180 Ländern sind es, die sich registriert haben um für Prämien von 10.000 bis zu 1.000.000 Dollar ihre Kreativität und ihr Wissen einsetzen. Ausgeschüttet werden die Prämien allerdings nur im Erfolgsfall - eine Investition mit kalkulierbarem Riskio.
Es ist aber nicht das Geld, das Menschen motiviert bei InnoCentive mitzuwirken, sondern die geistige Herausforderung (“intellectual challenge“, vgl. Interview mit Gründer Alpheus Bingham). Diese gliedern sich derzeit in 6 Kategorien: Physical Sciences, Engineering and Design, Chemistry, Math and Computer Science, Life Sciences und Business and Entrepreneurship. Wie so eine Fragestellung aussehen kann, zeigt dieser Screenshot:

Quelle: InnoCentive, Kategorie Engineering/Design
In der Regel werden die Lösungen nicht durch neue Erkenntnisse eines Hobbybastlers in der Wüste von Nevada gelöst, sondern durch die Kombination bestehenden Wissens, das in tausenden Köpfen von Wissenschaftern und “Amateuren” schlummert. Implizit vorhandenes Wissen wird externalisiert und in Kollaboration weiterentwickelt. Wissensmanagement in Reinkultur.
Procter & Gample beschäftigt 9.000 Forscher und Entwickler. Eine Lösung zu finden, wie die seit 1968 verkauften Pringles Chips bedruckt werden könnten, gelang ihnen trotz der stolzen Zahl dennoch nicht.
In a recent article in the Harvard Business Review, Procter & Gamble Co. executives Larry Huston and Nabil Sakkab recounted how P&G executives thought they could boost sales if trivia questions could be printed on the crisps. But they were unsure of how to do that cost-effectively.
Instead of relying solely on its R&D department, P&G also sought solutions through global networks of scientists it uses. P&G ultimately found a professor in Italy who had devised an ink-jet method for printing images on cookies with edible dyes. By adapting that process to Pringles, P&G was able to dramatically reduce the time and expense of launching this product upgrade. [Quelle: The Boston Globe]
Das nachstehende Video (2:26min) ist die Zusammenfassung einer InnoCentive Fallstudie. In dem Projekt ging es darum Lösungen zur Beseitigung von Ölresten des Exxon Valdez Unglücks von 1989 zu erarbeiten.
Quelle: InnoCentive YouTube Channel.
Link zu InnoCentive: www.innocentive.com
Weitere (deutsche) Lesetipps zu InnoCentive:
ZEIT Wissen (Ausgabe 01/2007)
SAP Info (09/2006)
Veranstaltungstipp AUFSCHWUNG

Am 12. Februar 2008 findet in Frankfurt/Main die zweite AUFSCHWUNG Messe statt. Der Kongress für Existenzgründer. Auch für heuer sind im Rahmen der Messe wieder zahlreiche Vorträge und Workshops geplant, die nicht nur für Gründer Leckerbissen darstellen.
2008 werde bis zu 2.500 Fachbesucher, darunter Existenzgründer, Jungunternehmer und wichtige Multiplikatoren erwartet. Rund 80 Aussteller, darunter Unternehmensberater, Franchisegeber, Finanzdienstleister, Gründungsnetzwerke und –initiativen, präsentieren auf der überregional bedeutsamen Messe ihre Angebote rund um das Thema Existenzgründung und Unternehmertum.
Ich habe letztes Jahr versucht die Junge Wirtschaft der Wirtschaftskammer davon zu überzeugen, für Interessierte einen Bus zur AUFSCHWUNG zu organisieren, leider kam es nicht zustande. Begründung: “Das ist eine Konkurrenzveranstaltung zu eigenen Initiativen.” Meine Meinung dazu:
Das Statement an sich sollte schon Grund genug sein um zu wissen, dass sich eine Reise nach Frankfurt lohnt! Gerade als Gründer sollte ich jede Möglichkeit nutzen, mit Fachexperten zusammenzukommen, sich über Ländergrenzen hinweg auszutauschen, zu vernetzen, neue Kontakte zu knüpfen und wichtige Multiplikatoren der internationalen Gründer- und Unternehmerszene kennenzulernen!
Es hat mich sehr gefreut in meinen Vorträgen aber doch einige Österreicher zu treffen. Deren Begeisterung über die Veranstaltung war auch unter meinen Landsleuten sehr sehr groß. Kein Wunder, wurde die AUFSCHWUNG schon bei ihrer ersten Ausgabe vom deutschen Bundesspräsidenten im Rahmen von “Deutschland, Land der Ideen” als “Ausgewählter Ort” ausgezeichnet. Also Termin (12. Februar 2008) notieren, ich halte alle Leser auf dem Laufenden wenn es Details zu Programm und Inhalten gibt. Vorläufig sieht der Plan der Veranstalter so aus:
1. Vorträge – Basics
- Finanzierung
- Förderprogramme
- Franchise
- Steuerliche und rechtliche Aspekte
- Markenrecht
- Wege zur Selbständigkeit
- Business Plan
2. Vorträge – Kunden finden und binden
- Preise und Honorare kalkulieren und durchsetzen
- Marketing für Dienstleister
- Empfehlungsmarketing / Mundpropaganda
- XING optimal nutzen
- Positionierung / Alleinstellungsmerkmal
- Telefon-Akquise
- Online-Marketing
3. Erfahrungsaustausch mit Unternehmern
- Wie gewinne ich einen Gründerwettbewerb? (An der Stelle ein anderer Hinweis - siehe hier)
- Wie finde ich die richtigen Berater?
- Wie komme ich an meine ersten Kunden?
- Wie finde ich den richtigen Standort?
4. SPECIALS
- Ideenworkshop
- Elevator-Pitch
- Anders Denken
Link: Berichte und Updates zur AUFSCHWUNG 2007
Homepage: www.aufschwung-messe.de
Gibson erfindet die Gitarre neu
Gibson Guitar Corporation ist einer der bekanntesten Gitarrenhersteller der Welt. Diese Woche (7. Dezember 2007) launcht das Unternehmen ein Produkt, das lt. eigener Aussage
Seit 5.000 Jahren gibt es Gitarren, und Musikschüler in aller Welt versuchen während ihrer ersten Musikstunden sich mit Hilfe von Eselsbrücken die richtige Reihenfolge der Saiten gestimmt werden müssen.
Das will Gibson mit der Robot Guitar ändern. Diese Gitarre stimmt sich von selbst. Wie es geht, zeigt dieses 3-Minuten Video.
Ob die Gitarre das Potenzial zur radikalen Innovation einer ganzen Branche hat bezweifle ich zwar, weltweites Aufsehen erregt sie ob ihrer faszinierenden Technik bereits jetzt. Preis der Gibson Robot Guitar: 2.500 Dollar.
Gibsons Marketing Revolution Anfang des letzten Jahrhunderts
Noch 2 Dinge möchte ich im Zusammenhang mit Gibson an dieser Stelle erzählen. In unterschiedlichen Managementansätzen wird heute häufig davon gesprochen, sogenannte Zielgruppenbesitzer zu identifizieren. Gründer Orville H. Gibson zeigte das bereits Anfang des 20. Jahrhunderts vor indem er eine zur damaligen Zeit äußerst unübliche, Verkaufsförderungskampagne startete. Er setzte nicht mehr nur auf Einzelhändler, um seine Gitarren unters Volk zu bringen, sondern besonders setzte vor allem Musiklehrer als Vertriebspartner ein. Zwischen ihnen und den von Gibson ins Auge gefassten Kunden bestand ein natürlich gewachsenes Vertrauensverhältnis und eine hohe Glaubwürdigkeit bei Weiterempfehlungen.
Gibson auf YouTube
Gefunden habe ich die innovative Gitarre diesmal nicht in einem anderen Blog, schon gar nicht in der Presse (wohl überlesen), sondern auf der Videoplattform YouTube, im Rahmen von Recherchen gemeinsam mit einem befreundeten Musiker. Der dortige Gibson Channel ist für weniger affine Internet Nutzer ein gutes Beispiel für einen alles andere als langweiligen Einsatz einer Videoplattform in der Kommunikation darstellt. 138 Videos finden sich dort, z.B. mit Hintergrundberichten rund um Gibsons Kultgitarren, deren Geschichte und hervorragenden Perfomances - alles gemischt mit unaufdringlicher Produkt PR.
Link zu Gibson Guitar Corporation auf YouTube.
Link zur Homepage der Robot Guitar.




