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Was Gründer von Uhrmachern lernen können
Im Rahmen des IdeenCamps in WeissSee hatte Burkhard Schneider mit wenigen Worten beschrieben, wann es Zeit ist neue Ideen aufzugeben - oder eben weiter zu verfolgen. Ein hervorragendes Praxis-Beispiel dafür, dass Bilder im Kopf Dinge leichter verstehen lassen, als nackte Worte.
Ich erlebe immer wieder, dass innovative Gründer, Unternehmer oder Erfinder zu schnell aufgeben und ihre Idee verwerfen. Dabei hätten sie häufig das “Zahnrad” nur einen oder zwei Zacken weiter drehen müssen und es wäre “eingerastet”, sprich die Idee hätte erfolgreich umgesetzt werden können.
Natürlich geht das “Spiel” nicht unendlich. Wenn an das Zahnrad einmal um seine Achse gedreht hat und dann noch immer nicht eingerastet ist, dann wird es Zeit, ein neues Zahnrad, sprich Idee, zu nehmen und zu überprüfen. [...] Bauen Sie nicht jeden Tag ein neues Zahnrad, sondern drehen sie es einfach einen Zacken weiter.
Um Burkhards Ansatz ein wenig weiterzuspinnen: Ideen mit der Brechstange zu entwickeln funktioniert nicht. Vielmehr ist es eine Kunst, vergleichbar mit jener eines Uhrmachers. Feinabstimmung bis das Ergebnis mehr als die Summe seiner Einzelteile ist. Ein lebendiges, rund laufendes Kunstwerk. Den Rest gibts in diesem Video.
Liebeserklärung zum Sonntagsfrühstück
“I love you”, schreibt sie per Stift auf das Notepad am Toaster. Die Nachricht brennt sich von selbst in sein Herz seinen Toast.

Eine Innovation die niemand wirklich braucht, aber nett anzuschauen ist und durchaus Verkaufspotenzial hat, oder vielleicht in der einen oder anderen Frühstückspension Einsatz finden könnte - z.B. zur individuellen Gute-Morgen Überraschung von Gästen.
Design: Sasha Tseng, Japan | Oh Gizmo! via Zuckerwatte
WeissSee°2250 und das Ei des Kolumbus
Wie gelingt es, in nur wenigen Tagen unzählige Ideen zum Thema “Nachhaltigkeit” (was ist das?) zu spinnen, weiterzuentwickeln, Finanzierungsfragen zu klären und ganz konkrete Umsetzungsschritte auszuarbeiten.
Das WeissSee Ideencamp ist zu Ende und gleichzeitig an einem neuen Anfang.
Alle Teilnehmer&innen haben die Weißsee Gletscherwelt gestern verlassen, um sich mit Feuer im Herzen, auf den Weg in die Städte zu machen. Was bleibt: Tausende Gedanken, Hunderte Empfindungen und ein Ziel. (Hannes Offenbacher, Organisator)
Eine Vorstellung der Ideen, Fotos und Videos gibt es ganz sicher hier in diesem Blog und bei meinen Kollegen Burkhard Schneider und David Jeggle und natürlich auch auf der WeissSee°2250 Homepage - aber ganz bestimmt nicht bevor wichtige Details zu Musterschutz und Patenten abgeklärt sind.
Aus der Vision WeissSee wurde Realität
5 intensive Tage liegen also hinter den TeilnehmerInnen, dem Experten- und Organisationsteam. Trotz der dutzenden Ideen-, Innovations- und Positionierungsworkshops die ich bislang geleitet habe, war ich beeindruckt vom ganz besonderen “Spirit” der wie ein unsichtbarer “Geist” über dem Projekt WeissSee gelegen hat und noch immer liegt, und der mit kaum einem anderen Projekt vergleichbar ist.

Woran liegt es? Was hat die Veranstaltung bzw. die 16 jungen Menschen ausgezeichnet, das dazu geführt hat, dass sich das gesamte Team am Ende darüber einig war, die kreativen Köpfe bei der Realisierung ihrer Ideen weiterhin unterstützen zu wollen, und dass es die ersten Ideen schon bald (sicher noch bevor dieses Jahr zu Ende geht) zur Marktreife schaffen werden. [Weiterlesen] »
VeoGeo.com - Web 2.0 Tourismus-Marketing pur
Bernd Röthlingshöfer hat ein geniales Beispiel ausfindig gemacht das zeigt, wie einfach es geworden ist, atemberaubende Videos kombiniert mit Google Maps Satellitenbildern, Höhenprofil und sogar Geschwindigkeitsangaben zu produzieren. War das bis vor kurzem nicht noch sündhaft teuren Produktionen und riesigen Marketingbudgets vorbehalten?
Mit VeoGeo hat auch jeder Hotelier oder Tourismusmarketer alles an Web2.0 Power in der Hand, wovon das Herz nur träumt. Z.b. um Wander-, Skitouren-, und Mountainbike-Strecken zu dokumentieren, visualisieren und einmal ganz anders zu präsentieren. Das verstehe ich unter aktiver Web2.0 Nutzung! Und so sieht das ganze aus:
Screenshot eines Videos auf www.veogeo.com
Alles was es dazu braucht: Ein Handy, eine Videokamera und einen PC. Den Rest erledigen Web2.0 Anwendungen (nein, nicht die Bewertungsplattformen :-)
Mal sehen wann uns Kärntenblogger Ed seine Mountainbiketouren, Markus’ seine Zillertalrundflüge oder Christoph seine Höhentrainingsstrecken hier vorstellen werden.
VeoGeo via Bernd Röthlingshöfer und Mapperz
Hype Web2.0 und schiefe Bananenkuchen
“Halten Sie Web 2.0 für einen Hype?”
Joachim Feher, Chef der MediaCom Vienna dazu:
Ja, das ist ein Hype, der meines Erachtens auch von den Journalisten schon wieder fallengelassen wird. Hier ist zwar ein Medium entstanden, das es ermöglicht, Communities weltweit zu vernetzen. Aber andererseits gibt es immer die Sehnsucht der Menschen nach professionell gemachtem Content. Das wurde in der letzten Zeit ein wenig zurückgedrängt und das Spieleische geriet in den Vordergrund.
Aber das wird den Menschen auch zunehmend langweilig. Wenn Sie heute in MySpace das Stichwort “Katze” eingeben, finden Sie über 14.000 Katzenvideos. Wen interessiert das eigentlich? User generated Content wird professionell gemachten Content nicht verdrängen. Wenn ich als Werbetreibender mutig bin, kann ich von Web 2.0 profitieren, mir muss aber bewusst sein: Wenn ich in einem Forum, das die User steuern, etwas mache, bin ich nicht mehr Herr über die Dinge, die dann passieren. (…) Quelle: a3Boom
Danke, Dani fürs Ausgraben dieses Klassikers. Was verleitet den Chef eines anerkannten Unternehmens zu solchen Aussagen? Passiert es wenn man soziokulturelle Veränderungen negiert? Oder wenn diese an einem vorbeiziehen, weil eben nirgendwo ein Schild rumsteht “Achtung, jetzt beginnt die Zukunft.”
Mich verwundern viele Textpassagen des Interviews (vor allem auch deshalb, weil ich immer wieder selber überrascht bin, wie intensiv sich viele - auch österreichische - Unternehmen sich mit dem Thema User generated content beschäftigen wollen - nicht nur müssen - wenn erst einmal die anfänglichen, zum Teil künstlich geschürten (?) Ängste, diskutiert wurden), dennoch würde eine ausführliche Diskussion an dieser Stelle zu weit führen (und ich muss auch noch was für Vorträge und Diskussionen reservieren :-).
“Aber andererseits gibt es immer die Sehnsucht der Menschen nach professionell gemachtem Content. Das wurde in der letzten Zeit ein wenig zurückgedrängt und das Spieleische geriet in den Vordergrund. ” - Sagt wer? Warum boomt DIY seit Jahren? Warum verdienen viele Menschen sogar schon seit Jahrzehnten Geld mit “hausgemachten” Produkten? Ich mag schiefe Bananenkuchen! Eben weil diese nicht von der Stange kommen. Wo liegt überhaupt die Grenze zwischen professionell erstelltem Content und solchem, den “Amateure” erarbeiten, und vielleicht sogar noch über Internet verkaufen.
Finden (z.B. bei Innocentive) nicht seit Jahren “Amateure” und “Hobby-Wissenschafter” Lösungen für Probleme, die Großkonzerne wie Dow Chemical, Dupont and Proctor & Gamble selbst alleine nicht zu lösen im Stande gewesen wären? Was wäre die Astronomie ohne Crowdsourcing? Die Beispiele lassen sich endlos fortsetzen, aber darum geht es in diesem Beitrag nicht.
ich seh´ den Weg nicht mehr
Ich will weg, ich will raus
ich will – Wünsch mir was
und ein kleiner Junge nimmt mich an die Hand
Komm´ hier weg, komm´ hier raus
Komm´ ich zeig Dir was
Das Du verlernt hast, vor lauter Verstand
PUR, Abenteuerland
Egal ob hochgeschaukelter Hype, Blase, Revolution oder was auch immer - das Internet ist und bleibt immer nur das Werkzeug, Herr Feher! Die Entwicklungen finden in unserer realen Welt, in der Menschen mit dem Web2.0 lediglich Tool in die Hand gelegt bekommen haben, mit denen sie sich ihre Wünsche erfüllen, ihren Frust über die Machtlosigkeit gegenüber ignoranten Unternehmen von der Seele schreiben, oder sich einfach nur entfalten können - und das soll angeblich neben Geld verdienen dem einen oder anderen sogar Spaß machen.
Ich erfinde, verwandle mit Zauberkraft
Die Armee der Zeigefinger brüllt: Du spinnst!!!
Ich streck´ den Finger aus
ich verhexe, verbanne, ich hab die Macht
Solange der Kleine da im Spiegel noch grinst
PUR, Abenteuerland
Bei VOdA haben wir vor wenigen Wochen kreative Menschen eingeladen, CD Covers für ein kleines Label zu kreieren. Zwei Lernerfahrungen daraus:
- Ja, es haben sich Amateure beteiligt und zum Teil großartige Arbeiten abgegeben.
- Einige der Amateure sind Profis, die mit Grafik Geld verdienen - als Freelancer und sogar als Agenturchefs.
Die Antwort auf die Frage, warum sie sich dennoch an Projekten beteiligen, bei denen sie im schlimmsten Fall nur “Arbeit” hatten und leer ausgehen?
- Weil es Spaß macht einmal was anderes zu tun.
- Weil wir uns entfalten können.
- Weil wir zeigen können was wir wirklich können - manchmal aber nicht dürfen!
Du kannst flippen, flitzen, fliegen und das größte Pferd kriegen
Du kannst tanzen, taumeln, träumen und die Schule versäumen
Alles das ist möglich in Dir drin in Deinem Land
trau Dich nur zu spinnen, es liegt in Deiner Hand
PUR, Abenteuerland
Alles gesagt. Naja fast, denn eins kann ich mir nicht verkneifen: Warum reden wir immer von Profis gegen Amateure? Gehts nicht auch (weiterhin) gemeinsam? Denn etwas wirklich Neues ist es nicht, dass Amateure eingebunden werden - nicht einmal “bei Euch” Medien.

Die großartigen Ergebnisse des Projekts gibt es nächste Woche auf dieser Seite zu sehen.
Fotos: Thanks for sharing the original pictures to Lynette and Thokrates.
16 Ideendesigner aus 5 Ländern
Gibt es etwas Schöneres, als mit Menschen zu arbeiten Zeit verbringen zu dürfen, die nicht “nur” vor Ideen sprühen, sondern diese auch noch umsetzen wollen werden?
Nur noch knapp 10 Tage bis ich nach WeissSee abreisen, und mich dort mit meinen 7 KollegInnen des Kompetenzteams, den Veranstaltern (die in den letzten Tagen Großartiges geleistet haben!), und vor allem den 16 Hauptdarstellern des Ideencamps mit Weitblick treffen werde.
Hannes Offenbacher, Organisator des visionären Events, bezeichnet die 16 jungen Menschen auf 5 Ländern als “Ideenarchitekten, denen wir zutrauen, dass sie die Power und Kreativität besitzen, um etwas in Sachen Nachhaltigkeit zu bewegen.” Wer die 16 sind, woher sie kommen und was sie zum Mitmachen bewegt, steht auf dieser Seite. Vielleicht machen diese Zitate Lust zum Reinschauen, oder noch besser: Das Projekt auf seine Art und Weise zu unterstützen.
“Ich bin offen für Horizonterweiterungen, es macht mir sehr viel Spaß mich für Dinge, die ich für sinnvoll erachte, einzusetzen.”
“Ich habe mich für Weisssee beworben, da ich darin die Chance sehe, mit gleich gesinnten Leuten ein tolles Projekt auf die Beine zu stellen, dass trotz ökonomischen Erfolges nicht auf die Ausbeutung anderer abzielt, sondern langfristig allen hilft.”
“Als Industriedesignerin möchte ich ein Zeichen setzen, durch innovative und kreative Lösungen, die menschen- und umweltgerecht sind.”
“Ich auf Gleichgesinnte treffen, die unsere Welt – ebenso wie ich – zu einem lebenswerteren Ort machen werden.”
“Weil Nachhaltigkeit nicht ein Marketinginstrument oder Rhetoriktool ist, sondern als ein Weg in eine andere Lebenswelt verstanden wird.”
Los gehts am 9. September inmitten einer beeindruckenden Bergwelt. Ich werde versuchen, mich vom Camp hin und wieder mit aktuellen Infos, Fotos und Hintergrundgeschichten zu melden. Da mit Burkhard, Hannes und David noch drei kompetente, bekannte und reichweitenstarke Blog-Autoren mit dabei sind, sollte eine lückenlose Berichterstattung sichergestellt sein - und das freut hoffentlich auch die Journalisten unter den Lesern :-)
Alle Infos zu WeissSee°2250:
http://weisssee2250.comdao.org/ oder
unter dem Lesezeichen WeissSee hier in meinem Blog.
So sieht die Hölle aus
Ich sitze gerade beim Schreiben eines Artikels für den Web-Designer’s Calendar 2008 und frage mich. “Was kann ich einem Webdesigner mitgeben?” Vielleicht dieses Beispiel von einer anderen “Baustelle”:
“Papa, sieht so die Hölle aus?” fragt mich mein Kleiner bei einem Blick auf sein während der Sommerferien renoviertes Schul- und Kindergartengebäude. “Nein, das ist dein Kindergarten.” - “Da geh ich nicht mehr hin, der gefällt mir nicht. Der ist gruselig.”
Versteh ich nicht, denn die pechschwarze Außenfarbe drückt doch absolut authentisch aus, was Kinder (leider) mit Schule assoziieren: Horror, Schrecken, Bestrafung. “Jemand der die eine Schule schwarz streichen lässt, ist kein Architekt, sondern ein Idiot”, meinte heute jemand. Der Schandfleck ist tatsächlich ein Musterbeispiel für die Ignoranz der Architektur, die tatsächlich immer wieder mal vergisst, mit den Menschen zu reden, die in “ihren” Gebäuden arbeiten (und leben).
Es gibt grandiose Architekten, so wie es grandiose Designer gibt. Und es gibt jene, die sich in erster Linie selbst verwirklichen wollen. Schade, dass noch immer viel zu oft über zweitere geredet wird. Auch ich rede über sie, und sollte dabei doch viel eher von diesen Architekturstudenten erzählen.
Warum dieses Beispiel in einem Business Blog? Weil es uns allen bildlich vor Augen hält, dass wir als Unternehmer Produkte und Leistungen nicht für unser eigenes Ego entwickeln dürfen. Vielmehr sollten wir gemeinsam mit unseren Kunden an Lösungen arbeiten, die wahrlich Probleme zu lösen im Stande sind.
Die Diskussion warum ich von “Probleme lösen” spreche, und nicht von “Wünsche erfüllen”, folgt allerdings ein andermal…
Foto 1: Schulgebäude Weer, Auftraggeber Gemeinde Weer, Architekt: (erspar ich mir an dieser Stelle)
Foto 2: Das hervorragende Projekt “Sarch” (http://sarch.twoday.net/)
Dipl.-Schoko-Ing.
Wie wärs mit Positionierung über Design als Alternative zu langweiligen 08/15 Produkten?
Mein Trainerfreund Markus Berthold bringt in Ideenworkshops gerne mal dieses süsse Beispiel: “Wie innovativ kann Schokolade sein? Was kann man bei Schokolade denn noch anders machen? Es gibt doch schon alles am Markt.” Hier eine visuelle Antwort, die keiner weiteren Erklärung bedarf. Assoziationen zu Google Maps ausdrücklich erwünscht.

DESIGN SIGHT Chocolate exhibition (Japan) via swissmiss
Die Ziele kommen zu mir
Schicksalsschläge, Fehleinschätzungen und Zufälle scheinen oft das Leben zu prägen. So war es auch bei Karl Hacker, heute erfolgreicher Unternehmer. Aber egal was passierte - immer betrachtete Hacker Rückschläge als Chance für die nächste Erweiterung.
Karl Gamper erzählt in “Es ist alles gesagt. Jetzt braucht es Beispiele” auf 10 Seiten ein weiteres höchst lesenswertes Beispiel eines Unternehmers der wenig von Erfolgsrezepten und Handlungsempfehlungen hält, und dennoch - oder gerade deswegen - die Kunst erfolgreich zu sein erlernt hat.
Für mich ist das Kapitel einer der Höhepunkte des gesamten Buches. Warum? Weil mir (so wie wahrscheinlich vielen von Euch) eine ganze Reihe an Inhalten aus eigener Erfahrung sehr bekannt vorkommen.
“Alle Probleme sind nur Schein - auch wenn sich dieser manchmal sehr real anfühlt. [...] Das war unser Krisen Jahr. Das Jahr meiner Katharsis. Und jetzt im Nachhinein sage ich: So hart es war, ich möchte es nicht missen.”
Existentielle Ängste und schlaflose Nächte. Der Feinmechaniker Hacker spricht authentisch und offen über seine Erfahrungen und was er daraus gelernt hat:
- Es gibt einen Rückwärtsgang
Wir können - in der Not - auch ein Auto rückwärts steuern und kommen trotzdem voran. - Nicht zögern, nicht hadern
Das Gestern ist tot. Lamentieren hilft nicht - ist schad’ um die Zeit. - Schnelle Entscheidungen
Dieser rigorose Blick auf das Reale hat mich aus der Trance eines drohenden Kollaps geführt. - Raus aus der Negativ-Fantasie
Ich habe mich trainiert, dem Film der sich wie ein Schreckensszenario in mir abspielte, keine Chance zu geben. ICH bin der Schöpfer meiner Gedanken. - Gelassenheit
Wenn ich entspannt war, kamen diese Negativ-Fantasien nicht. Wenn ich diese Gelassenheit fühlte - dann kamen andere Gedanken.
“Wo beginnt Vertrauen? Bei sich selbst. Es braucht Selbstakzeptanz und innere Ausrichtung, um ein Unternehmen aus der Garage herauszuführen und Zug um Zug zur nächsten machbaren Größe zu erweitern. Und die Bereitschaft, das zu akzeptieren, was ist und - was kommt!
Die eigene Überzeugung und das Vertrauen in das Mögliche übertragen sich auf Mitarbeiter/innen, Kunden, Lieferanten, Banken, Gemeinden, Behörden. Ein Feld entsteht. Eine win-win-Strategie wird sichtbar, die spürbar für alle Beteiligten ist und: Früchte trägt für alle.”
Irgendwie passend dazu dieser Beitrag, den ich erst heute im Blog von knallgrau-Gründer Dieter Rappold gelesen habe.
Was klassische Startups im deutschen Sprachraum im Vergleich zu den USA am wenigsten können ist die Trennung von Entrepreneurship von Management. Überspitzt formuliert und auf den Punkt gebracht: der geniale Ingenieur der die Idee hat und das neue Unternehmen gründet ist in den allermeisten Fällen nicht der beste Manager.
Dieter beschreibt in etwas anderen Worten, einen etwas anderen Ansatz der vielleicht für die Generation der Startup Gründer einfacher zu verstehen ist. Aber über beide lohnt es sich ein wenig nachzudenken, und für sich selbst zu entscheiden, wie streng man die Trennung des Visionärs und des (harten?) Managers in einer nachhaltig orientierten Wirtschaft auslegen will, kann oder muss.
Die ganze Geschichte Hackers findet Ihr als weiteren kostenlosen Download zum LOHAS Sommer Special am Ende der Übersicht auf dieser Seite. Und damit Ihr am Wochenende und während der verkürzten Arbeitswoche genügend Lesestoff habt, habe ich gleich noch zwei weitere Kapitel drauf gepackt.
Viel Vergnügen beim Lesen!
Nachtrag:
Karl Hacker hat sein Herz schon immer der Musik verschrieben. Im Alter von 50 Jahren nahm er seine erste CD auf.
Ein Jahr später stiftete er Karl Gamper 15,000 CDs mit selbst komponierten Titeln. “Der Groove zum Buch”. 15.000 Menschen halten ihn bereits in ihren Händen - ich kenne einige Musiker, die von so einer Zahl nur träumen. (Für Hörprobe Player anklicken.)
Geheimtipp
Am 13.8. veröffentlicht Reto Stauss auf nachhaltigBeobachtet ein Interview mit Karl Gamper. Die Themen: Konsumgesellschaft, Permakultur und freiwillige Einfachheit. Tolles Interview, kritisch betrachtet - von beiden Seiten!
So finden Deine Ideen Gehör - aber nur noch 2 Wochen!
Wie oft trifft man jeden Tag auf Menschen mit hängenden Köpfen, notorischen Nörglern und Jammerern bei denen ohnehin immer “die Anderen” für alles Schuld sind.
Sei realistisch. Plane ein Wunder
Als mich WeissSee°2250 Macher Hannes Offenbacher mit diesen Worten ins namhaft besetzte Kompetenzteam eingeladen hatte (ich habe hier bereits berichtet), konnte ich einfach nicht widerstehen, denn das Arbeits-Motto der Veranstaltung trifft genau das, was sich viele an Schreibtische gefesselte und Arbeiten mit langweiligen Projektplänen gewohnte Menschen wünschen:
Spielerisches Gestalten abseits von Hektik und Lärm der Städte als Naturlerlebnis mit Weitblick.
DU willst dabei sein?
Du findest es ist Zeit etwas zu tun? Du hast Ideen für innovative Geschäftsideen der Zukunft? Du gehörst zu denen, die nicht ständig sagen “du musst” sondern der bereit ist voranzugehen? Dann solltest du dich jetzt bewerben, denn die Bewerbungsfrist läuft nur noch 2 Wochen!!! und endet am 15. August 2007.

Der schöpferischen Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Die Ideen, die das WeissSee°2250 Projekt sucht und fördern will haben jedoch gemeinsam, dass Sie ökonomischen Erfolg und Nachhaltigkeit kombinieren. Es sind kraftvolle Beispiele für ein neues Denken und Handeln, für eine neue Generation von Unternehmer & Innen, die unternehmerischen Erfolg und persönliche Verantwortung nicht trennen.
Alles zum Projekt und den Bewerbungskriterien auf http://weissSee2250.comdao.org.
Die langfristige Vision
Viel Glück wünsche ich allen Beteiligten auch bei der Umsetzung der langfristigen Vision, denn die liest sich wie ein Märchen.
Mittelfristig soll eine virtuelle Akademie mit kostenlosen Schulungen die jungen GründerInnen weiter stärken. Ein Mentoring Netzwerk und eine virtuelle Kommunikations- und Kollaborationsplattform sollen einen ständigen Dialog und Erfahrungsaustausch ermöglichen.
Langfristig träumt man von einem eigenen Venture Village, welches die Teilnehmer für ein Jahr kostenlos bewohnen können, um dort im Verbund ihre Ideen weiter vorantreiben zu können. Ein “Sillicon Valley” für Nachhaltigkeit.
Hohe Ziele, vor allem für Österreich. Aber wie wir wissen beginnt die Realisierung eines jeden Traums mit dem ersten Schritt!





