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Internetnutzung und -wachstum in Europa
Ich habe heute mit zwei Kunden über (statistische) Internetnutzungsgewohnheiten gesprochen. Deshalb an dieser Stelle die versprochenen Grafiken - und am Ende des Beitrags eine kurze Geschichte zum Schmunzeln :-)
Russland wächst am schnellsten

The total number of European Internet users grew 8 percent during the past year to 241.8 million visitors in June 2008. Russia ranked as the fastest-growing Internet audience in Europe, up 27 percent to 17.5 million visitors, followed by France (up 21 percent to 31.5 million visitors), Spain (up 15 percent to 16.2 million visitors), and Ireland (up 15 percent to 1.6 million visitors).
[Quelle: Comscore via IT News]
Welche Länder machen was im Mitmachnetz?

Gefunden bei Hugo E. Martin
Und was tut Deutschland?

Quelle: BITKOM | Gefunden bei BasicThinking
Die weltweit größte Fotoplattform…
… ist nicht Flickr, sondern Facebook. Die über 100 Millionen User laden täglich 24 Millionen Fotos auf das mittlerweile größte Social Network der Welt.
Photo application draws more than twice as much traffic as the next three sites combined (comScore). More than 24 million photos uploaded daily. [Quelle: Facebook Statistics]
Die tägliche Dosis YouTube zur Inspiration
Damit die Zahlen nicht ganz so trocken sind ein Erlebnis, über das ich kürzlich schmunzeln musste.
Im Rahmen eines Gesprächs mit einem doch schon etwas betagterem Hoteldirektor, fragt er mich nach Möglichkeiten Videos ins Internet zu stellen. Nun denken die meisten Hoteliers ja daran, Videos auf den eigenen Server hochzuladen, anstatt Vorteile (z.B. Sharing) öffentlich zugänglicher Videoplattformen zu tun.
Langsam nähere ich mich also YouTube und er meint: Das kenne ich doch schon längst. Ich verbringe dort jeden Tag mindestens eine halbe bis ganze Stunde. Auf meine Frage, was er sich - trotz überbuchtem Hotel - dort ansieht antwortet er lächelnd.
“Alles! Es ist einfach fantastisch und befreit mich vom Alltagstrott. So komme ich immer wieder auf neue Gedanken.”
So viel zum Thema da sei alles nur etwas für Menschen denen langweilig ist ;-)
Video fürs Wochenende: Der Mann der eine Windmühle baute
Mit 14 Jahren beschloss William Kamkwamba aus Not und Ideologie eine Windmühle zu bauen. Mehr in diesem beeindruckenden 6 Minuten Video.
Übrigens: Heute ist Pangea Day (http://www.hannestreichl.com/pangea-day-nachhaltigkeit/).
Zukunft des Tourismus, Nachhaltigkeit & Verantwortung

Anlässlich der Eröffnung unseres Instituts der Tourismus Experten hielt Prof. Dr. Kurt Luger von der Universität Salzburg einen Vortrag über Tourismusforschung und Nachhaltigkeit im Tourismus.
Außer dass er erklärt was Tourismus-Forscher eigentlich so tun, enthielt die 7minütige Rede einige (teils provokative) Thesen und Fragestellungen. Ein kurzer Auszug:
- Der Planet schwitzt und die Betten bleiben kalt.
- Im österreichischen Tourismus spielt die akademische Forschung noch überhaupt keine Rolle oder wird künstlich klein gehalten.
- Wenn in China ein Sack Reis umfällt ist und das “Wurscht”. Aber wenn in China die Vogelgrippe ausbricht, ist uns das nicht egal.
- Wir können die Fragen nicht mehr auf uns, auf unser kleines Hotel, auf unseren kleinen Ort reduzieren! Wir müssen erkennen, dass der Tourismus mittlerweile ein Bereich geworden ist, der sehr viele Sektoren enthält.
- Was passiert mit den Menschen, die innerhalb von 2 Generationen aus einer bäuerlichen, agrarischen Gesellschaft in eine Dienstleistungsgesellschaft migriert? Auch dazu müssen wir Fragen stellen und Antworten finden.
Spannend war die anschließende Diskussion zur letzten Fragestellung, diese gibt es allerdings leider nicht mehr auf Video :-)
Tourismus Zukunft | Nachhaltigkeit im Tourismus [vergrößern]
Kurzvideo Eröffnung Institut Tourismus Experten
Homepage Tourismus Experten: www.tourismusexperten.at
Beamten-Rap: PR oder peinlich?
Das Top Management von MDA Singapore hat ein Rap-Video produziert, in dem das Team sich, seine Aufgaben und seine Leistungen vorstellt - singend sofern das der richtige Ausdruck dafür ist.
Ursprünglich als Video für eine interne Konferenz gedacht, fand es seinen Weg auf YouTube, wo es in den letzten 2 Wochen über 200.000 mal angesehen wurde.
(Das MDA, Media Devolopment Authority ist eine staatliche Institution des Stadtstaates, die für die Entwicklung im Bereich Neue Medien verantwortlich ist.)
“Nothing but the best service for our customers,
fees and fines, we make it all the easier…”
Über seinen Schatten zu springen und über sich selbst zu lachen ist zwar mutig, aber muss man es unbedingt gleich mit der Brechstange versuchen… ?!
Shit!

Dieses Schild hängt am Silk Street Market in Beijing. Typisch China? Einfach mal eine andere Brille aufsetzen:
- Auch bei uns gibt es Trainings in denen Mitarbeitern “gutes Benehmen” eingetrichtert wird.
- Jeder kennt Unternehmen in denen es dutzende interne Vorschriften gibt (z.B. “Smileys in internen Mails sind tabu.”
- Ich könnte das Schild aufhängen, um meinen (frustrierten) Kunden die “forbidden phrases” nahe zu legen.
(Oder mir überlegen, warum Kunden und Mitarbeiter frustriert sind.)
Größeres Bild: 24Blogs
Wie “Web2.0″ das Leben von Teens und Tweens verändert

In welchem Land beeinfluss das Internet das Leben 16-25jähriger stärker: USA oder China? The Economist hat kürzlich eine Studie präsentiert, in dem die Nutzungsgewohnheiten der beiden Länder verglichen werden. Hier einige Zahlen daraus:
- “Online Bevölkerung”
China 137 Millionen, USA 165-210 Millionen - Digitale Technologien sind ein entscheidender Teil meines Lebens.
China 80%, USA 68% - Ich würde mich nicht wohl fühlen, mehr als einen Tag ohne Zugang zum Internet zu sein.
China 25%, USA 12% - Interaktive Anwendungen erzeugen auch über Distanzen hinweg ein Nahegefühl.
China 82%, USA 36% - Auch ohne “Face-to-face” Kontakt ist es perfekt möglich, Freundschaften zu pflegen.
China 63%, USA 21% - Das Internet hilft mir Freunde zu finden.
China 77%, USA 30% - Das Internet erweitert meine sexuellen Horizont
China 32%, USA 11% - Ich habe bereits meine eigene Meinung ins Internet gestellt, oder dort etwas über mich selbst publiziert.
China 72%, USA 56% - Ich kann mich online stärker ausdrücken als in der “realen Welt”.
China 52%, USA 43% - Die Interaktion im Internet hilft mir, meine Persönlichkeit zu stärken.
China 66%, USA 26%

Ohne politische und interkulturelle Aspekte zu berücksichtigen, sollte man diese Studie nicht interpretieren, auch wenn manche sie zum Anlass nehmen werden, um die USA als “wieder einmal von China überholt” hinzustellen, andere freuen sich darüber, dass amerikanische Teens und Tweens neben MySpace, YouTube und Facebook doch noch ein Leben abseits des Internet haben.
Quelle: The Economist via Core77 | Foto: Flickr
Future Pricing - Kunden bezahlen für andere Kunden.

Dass Restaurantgäste den Preis selbst bestimmen ist zwar nicht wirklich etwas Neues, das Konzept des Seva Cafe fügt jedoch noch einen weiteren Baustein hinzu: Eine Vision und zwar jene der Entwicklung sozialer Verantwortung.
Wie funktioniert das Konzept? - Jeden Tag kehren in dem kleinen Restaurant rund 60 Menschen ein. Jeder Gast wird Teil seiner Geschichte - und seiner Zukunft, denn am Ende des Essens entscheidet der neu gewonnen Freund selbst was er bezahlt, bzw. was es ihm Wert ist, dass auch am nächsten Tag wieder für andere Gäste gekocht werden kann.
Seva Café is an experiment in the joys of giving and selfless service. Run mostly by volunteers, our wholesome meals are cooked with love and served with love, offered to you as a genuine gift.
Seva Café invites you to feel at home and engage in inspiring conversation. We welcome you to feed your mind and your soul by taking the idea of selfless service beyond our walls, into your daily life and into your community.
Für manche hierzulande unvorstellbar, in Indien (Ahmedabad) funktioniert es, in Long Beach (Kalifornien) auch…
Links: Seva Cafe Indien, Seva Cafe Long Beach (Kalifornien)
Quelle: Ideentower
Trockene Statistiken perfekt präsentieren
Das dieswöchige Video zum Wochenende.

Ich habe schon vor über einem Jahr ein Video des genialen Professors Hans Rosling verlinkt. Rosling ist inzwischen Stammgast und einer der Top-Redner bei TED - der Conference für nachhaltige Ideen.
Hans Rosling ist ein Meister im Präsentieren von Statistiken. Aber nicht in einer Art wie man sie aus viel zu vielen einschläfernden PowerPoint-Präsentationen kennen, sondern so, dass er hunderte Leute in seinen Bann zieht. Unbedingt ansehen und daraus lernen.
Witziges Detail (einer ansonsten eher nachdenklich und zum Handeln anregenden Präsentation) nach 3:15 (von insgesamt 20) Minuten: Im Jahre 1820 gab es nur 2 Länder die Statistiken über Bruttosozialprodukte erstellen konnten - eines davon war Schweden, das andere … Österreich :-)
Hans Roslings presentation at the TED-conference was an Internet success. His 207 TED talk, “The Seemingly impossible, is possible” shows that a good world is possible.
Weitere Höhepunkte
- 06:40 - Wirtschaftliche Entwicklung spannender als ein Formel1 Rennen
- 08:00 - “Der beste Weg eine Statistik zu überprüfen ist der, wenn sie auch deine Großmutter versteht.”
- 10:50 - Ikea’s Sofas auf der “Dollar Street” - hervorragende Visualisierung!
- 14:50 - So (langweilig) sähe das ganze mit PowerPoint aus
- Und alles was danach kommt: The impossible is possible! - Great show, Mr. Rosling!
Andere Präsentationen von Hans Rosling
- Health, Money & Sex in Sweden
- Föreläsning på svenska: Rosling auf Schwedisch - sogar hier kann man folgen. Gelänge das bei Eurer Präsentation auch?
- Vortrag auf der Zeitgeist 2007
Blog von Hans Rosling: http://roslingsblogger.blogspot.com/
Free Burma!
“Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.” (Mahatma Gandhi)
Heute gibt es hier weder einen Beitrag über neue Geschäftsideen noch ein Video der Woche. Aber nicht nur bei ANDERS|denken sondern auch auf abertausenden Blogs und anderen Webseiten weltweit herrscht heute ruhigeres Treiben als sonst - denn Menschenrechte sollten uns alle angehen!
Crowdsourcing für eine bessere Welt

Nach weltweiten Konzert-Großevents wie Live Aid oder jüngst Live Earth, bei dem vor allem Profis im Benefiz-Rampenlicht standen, sollen es jetzt Amateure sein, die die Welt (zumindest für ein paar Stunden) ein Stück näher zusammenrücken lassen.
Am Pangea Day (10. Mai 2008) stehen in 7 Weltstädten (New York, Rio, London, Dharamsala, Kairo, Jerusalem und Kigali) keine Rockstars im Mittelpunkt, sondern kurze 5minütige Videofilme - gedreht und eingereicht von Menschen aus aller Welt.
Die Idee: (Inter-)Kulturelle Grenzen zu überwinden, und uns die Welt mit den Augen “der anderen” zu erklären, um die Verständigung zwischen den Menschen und deren Kulturen zu fördern und nachhaltig zu verbessern, wohl ganz nach dem Motto:
“To know a man, you have to walk in his moccasins ” (Indianisches Sprichwort)
Der Pangea Day ist nicht nur ein interessantes Experiment von den Organisatoren der TED Conference (”Inspired talks by the world’s greatest thinkers and doers”), sondern auch eine geniale Kombination der Diskussion über soziale, politische, ökologische und ökonomische Tagesthemen mit technologischen Trends, Entwicklungen und Möglichkeiten des Web 2.0. Unterstützt wird das von TED Prize Gewinnerin Jehane Noujaim initiierte Projekt von klingenden Namen wie u.a. Cameron Diaz, Goldie Hawn, Allan Cumming, Meg Ryan, Philippe Starck u.v.a.
Einige Stichworte von der englischsprachigen Homepage:
- Die Welt ein Stück näher zusammen bringen.
- Die Macht des Films nutzen, um sich gegenseitig besser zu verstehen.
- Eine weltweite Community zu schaffen, die die Leidenschaft für eine bessere Zukunft eint.
- Globale Themen, von Krieg bis Klimawandel, aufarbeiten.
- Millionen von Menschen freiwilligen und jederzeit abrufbaren Zugang zu einer wachsenden Quelle des Wissens ermöglichen, Kreativität und vor allem Taten fördern.
Wir überlegen gerade, wie wir über VOdA das Projekt unterstützen können, immerhin arbeiten wir in unserer Community mit über 2,500 Kreativen, von denen einige aus der Film- und Fernsehbranche kommen. Ideen dazu sind jederzeit herzlich willkommen!

Mehr Infos: http://pangeaday.org
via Mail Chris Anderson, TED Conference
Chinglish - 10 Tipps für chinesisches Englisch im Alltagsleben
Auch wenn in China viele Dinge des Alltagslebens in englischer Sprache beschriftet sind, ist die Bedeutung hin und wieder dennoch leicht verwirrend.
- No entry in peacetime = Not for normal entry. Emergency Exit.
- Careful Landslip, Attention Security = Warning: Slippery Floor.
- Carefully meet = Watch your head.
- Me Nu = Menu
- Being urgent call 110 quickly. = During an emergency, call 1-1-0.
- When you leave car, please turn off door and window = When leaving the car, be sure to lock the doors and windows
- Disabled Elevators= Elevator for handicapped people.
- When you across hard you can ring TEL (number). = In case of an emergency, please call (number).
- Convenient noodles = instant noodles
- Drink tea = Closed!
PS: Gute Reise, Heinz! Vielleicht hilft es dir :-)
Quelle: Readability International | Foto: Flickr
Hot in Japan
Wer bei dem Regenwetter seine Arbeits-Kollegen und Freunde im Urlaub beneidet, schaut sich zum Trost am besten dieses Video an - nicht immer macht Baden Spaß, oder? (Aber jetzt bitte kein Kommentar, es käme darauf an, neben wem man da im Pool über die Wellen reitet :-)
Blutzoll von Online Zockern

Eine kuriose Art Menschen zum Blutspenden zu bewegen hat die chinesische Gambling Plattform Moliyo entdeckt. Spieler die vom Spiel ausgeschlossen wurden, können sich durch eine Blutspende ins Spiel zurückkaufen.
Moliyo arranged the event in an attempt to “create a civilized society, and enhance online gamers’ appreciation of social responsibility and public welfare.”
Naja, sich sozial zu engagieren geht auch anders. Auf die sehr differenziert zu betrachtende Idee der Zwangsverpflichtung zur Blutspende kam Moliyo, weil Chinas Kliniken aufgrund vieler Skandale mit knappen Blutreserven zu kämpfen haben. Allein im Februar wurden 120,000 Online Gamer von populären Spielen wie Cabal oder Tales of Pirates ausgeschlossen, 100 von ihnen haben sich mittlerweile Blut abzapfen lassen.
texyt via Weird Asia News | Grafik Moliyo



