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Vertriebsmodelle in Facebook
Wenn sich schon 100 Millionen User auf Facebook tummeln und dort so ziemlich alles über sich preis geben, kann ich das größte Social Network der Welt auch zum Experimentieren mit neuen Distributionsmöglichkeiten nutzen. Hier ein Beispiel.
Social Flowers: Blumen schenken

Socials Flowers (”Send flowers in Social Networks”) hat eine Anwendung programmiert, mit der ich einfach eine/n Glückliche/n aus meiner endlos langen Freundes lange auswähle und ihm Blumen schicken lasse. Bezahlt wird direkt bei Facebook. Die Aufträge gehen an einen von über 30,000 Partnershops in den USA und Kanada, die die Blumen ausliefern.
Zwar wird die Anwendung bislang nur sehr wenig genutzt, aber vielleicht schauen wir sie uns in 12 Monaten noch einmal an, denn bestimmt wird auch Facebook Geschäftsmodelle wie dieses mit neuen Entwicklungen unterstützen.
Ein ähnliches Modell verfolgt die englische The Light Agency. Sie bedient sich eines Händlernetzwerkes von 12,500 Läden, um Süssigkeiten auszuliefern welche mittels Gutschein an Freunde in Facebook verschenkt werden können.
Internetnutzung und -wachstum in Europa
Ich habe heute mit zwei Kunden über (statistische) Internetnutzungsgewohnheiten gesprochen. Deshalb an dieser Stelle die versprochenen Grafiken - und am Ende des Beitrags eine kurze Geschichte zum Schmunzeln :-)
Russland wächst am schnellsten

The total number of European Internet users grew 8 percent during the past year to 241.8 million visitors in June 2008. Russia ranked as the fastest-growing Internet audience in Europe, up 27 percent to 17.5 million visitors, followed by France (up 21 percent to 31.5 million visitors), Spain (up 15 percent to 16.2 million visitors), and Ireland (up 15 percent to 1.6 million visitors).
[Quelle: Comscore via IT News]
Welche Länder machen was im Mitmachnetz?

Gefunden bei Hugo E. Martin
Und was tut Deutschland?

Quelle: BITKOM | Gefunden bei BasicThinking
Die weltweit größte Fotoplattform…
… ist nicht Flickr, sondern Facebook. Die über 100 Millionen User laden täglich 24 Millionen Fotos auf das mittlerweile größte Social Network der Welt.
Photo application draws more than twice as much traffic as the next three sites combined (comScore). More than 24 million photos uploaded daily. [Quelle: Facebook Statistics]
Die tägliche Dosis YouTube zur Inspiration
Damit die Zahlen nicht ganz so trocken sind ein Erlebnis, über das ich kürzlich schmunzeln musste.
Im Rahmen eines Gesprächs mit einem doch schon etwas betagterem Hoteldirektor, fragt er mich nach Möglichkeiten Videos ins Internet zu stellen. Nun denken die meisten Hoteliers ja daran, Videos auf den eigenen Server hochzuladen, anstatt Vorteile (z.B. Sharing) öffentlich zugänglicher Videoplattformen zu tun.
Langsam nähere ich mich also YouTube und er meint: Das kenne ich doch schon längst. Ich verbringe dort jeden Tag mindestens eine halbe bis ganze Stunde. Auf meine Frage, was er sich - trotz überbuchtem Hotel - dort ansieht antwortet er lächelnd.
“Alles! Es ist einfach fantastisch und befreit mich vom Alltagstrott. So komme ich immer wieder auf neue Gedanken.”
So viel zum Thema da sei alles nur etwas für Menschen denen langweilig ist ;-)
Lernen “Auf Wiedersehen” zu sagen
Bei einigen Unternehmen erkennt man erst bei der “Verabschiedung” die wahre Einstellung gegenüber Kunden (oder, wie sehr einem der vermeintliche Erfolg eines Startups, das nebenbei bemerkt ausserhalb “der Szene” nicht mal wer kennt, zu Kopf steigen kann).
Hallo, wir haben deine Anfrage erhalten und werden uns darum kümmern.
[Tage später...] Hallo, du kannst dich mit diesem Link abmelden.
[Original eMail ungekürzt]
Servicewüste pur. Und bitte nicht so persönlich!
Wozu hinterlasse ich bei der Anmeldung meinen Namen?
Auch ein Dankeschön für die bisherige Treue muss nicht sein, geschweige denn würden Euch meine Gründe für die “Kündigung” weiterhelfen, Euer Service zu verbessern.
Auch wenn ein Kunde aus deinem Geschäft raus geht, ohne etwas gekauft zu haben: Überleg dir wie du “Auf Wiedersehen” sagst! Man weiß ja nie…
Im konkreten Fall hatte ich ursprünglich meine Mitgliedschaft gekündigt, um mich unter einem anderen Benutzernamen und mit aktualisierten Daten wieder bei Euch anzumelden. Davor aber habt Ihr mich mit nur 2 Mails bewahrt. Danke :-)
Foto: Flickr CC, thanks for sharing!
Geld verdienen im Internet
Statement aus einem Workshop von vergangener Woche:
“Web2.0 ist spannend und bietet viele Möglichkeiten.
Aber Geld wird nur im Web1.0 verdient.”
Hier das versprochene Zitat aus diesem Beitrag:

“Die Unternehmens-Website ist eine unglaubliche Ansammlung von übertriebenem, künstlichen Markenbewusstsein und für das Unternehmen sprechenden Inhalten. Eine Folge davon ist, dass Entscheidungen, denen man vertraut, an anderen Orten im Internet getroffen werden. [...] Die Unternehmens-Website der Zukunft wird eine glaubwürdige Quelle von Meinungen und Fakten sein, geschrieben sowohl von dem Unternehmen als auch von der Communitiy. Das Ergebnis? Eine wirkliche erste Anlaufstelle, wo Informationen über bessere Produkte und Leistungen fließen.
Wir beginnen, den Kunden dabei zu sehen, den Unternehmens-Newsletter zu schreiben, beziehen Blogs der Industrie mit ein, binden Audio- und Video-Medien ein, Kunden-Ratings, -Rankings und -Umfragen, welche Eigenschaften sie verbessert haben möchten, Produkt-Teams, die direkt mit Kunden zusammen arbeiten, in Echt-Zeit und Kunden, die sich gegenseitig unterstützen.”
[Jeremiah Owyang]
Also doch wieder “Mitmachnetz” und ob Ihr 1.0, 2.0, 3.5 oder was auch immer dazu sagen wollt spielt dabei überhaupt keine Rolle!
Ein guter Internetauftritt zahlt sich nicht aus
Überaus amüsant fand ich ein Statement von Georg Wiedenhofer, Marketingleiter bei der baumax/Schömer Gruppe in derStandard.
“In 5 bis 10 Jahren werden schon einige Produkte - wie Bohrmaschinen - über das Internet verkauft werden, bei Zement ist das schon wieder schwieriger.”
Was hier im Rahmen eines Web2.0 Symposiums in Wien wie eine Vision klingt ist das klassische Internetmodell der späten 90er Jahre (Web1.0): Geschäftsmodelle aus der realen Welt 1:1 ins Web kopieren, ohne dessen zusätzliche Möglichkeiten zu nutzen. Es kommt aber noch besser:
Laut Wiedenhofer informiere sich die Kundschaft im Internet und gehe dann zum “Baumarkt um`s Eck. “Die Leute wollen die Sachen angreifen und sehen.” Ein guter Internetauftritt zahlt sich nicht aus somit, weil die anderen Märkte davon profitieren würden.
Deshalb besser gar kein Internetauftritt, lieber Herr Wiedenhofer, dann informiert sich “die Kundschaft” erst gar nicht auf Ihrer Seite, sondern vertraut von Anfang an Meinungen anderer Käufer und folgt der Wegbeschreibung zu Hornbach, denn dort hat man es verstanden, über das Internet die klassische Schwäche vieler Discounter (Beratung) in einen Mehrwert zu verwandeln.

Quelle: AGOF Internet Facts.
Messen Sie als Unternehmen mit klassischen Vertriebswegen den Erfolg Ihres Internetauftritts nicht fälschlicherweise am Online-Shop! Denken Sie auch an aufgrund von Recherchen getroffene Vor-Kaufentscheidungen - egal in welcher Branche!
Stichworte zum selbst weiterlesen: Integrierte Markenführung und Online Reputation…
Nachtrag 28.6.2008
- Highlights der Web2.0 Konferenz in Wien (Danke Herr Krause für den Hinweis!)
- Bohrmaschinen per Telefon verkaufen, Dieter Rappold, knallgrau
Gib’s auf! Marketing-Blogs bringen nichts.

Oder etwa doch?
“In der Marketing- und Kommunikationsbranche gibt es besonders viele Fachblogs, zumindest ist dies mein Eindruck. Interessant einmal nachzufragen, warum sie gestartet wurden und was sie bringen,” meint Michael van Laar und fragt einige Blogger nach deren Erfahrungen mit ihren eigenen blogs.
Hier meine Antworten auf die 4 Fragen, womit gleichzeitig drei noch offene eMails von Diplomanden erledigt sind, da Eure Fragen in die beinahe gleiche Richtung gehen:
Seit wann gibt es das Blog?
ANDERS|denken gibt es seit März 2006.
Was war der Auslöser, um das Blog zu starten?
Ursprünglich nur der Wunsch nach einer simplen Datenbank, um für Vorträge und Präsentationen schnell und gut sortierte Beispiele für außergewöhnliches Marketing und neue Geschäftsmodelle parat zu haben. (Mehr siehe auch dieser Beitrag.)
Welchen Zweck hat das Blog?
Siehe Auslöser. Darüber hinaus: Mehrwert für meine Kunden, Möglichkeit (beinahe täglich) mit ihnen in Kontakt zu bleiben, ohne Sie mit Werbeflyern und Newslettern vollzumüllen - (Permission-)Marketing ohne einen Euro Werbebudget sozusagen, denn für die selbe Reichweite müsste ich einige ganzseitige Anzeigen in Zeitungen schalten… und dann wären da noch die Streuverluste … nein, danke! :-)
Was hat das Blog bisher „gebracht“?
Zum Glück seinen Zweck erfüllt, viele neue Kunden und spannende Aufträge, tausende Abonnenten und Leser und viele neue Kontakte. ANDERS|denken ist längst zu meinem wichtigsten (weil selbstlaufendem) Akquisekanal geworden. Interessanter Nebeneffekt: Bei meinen Aufträgen geht es heute zu 80% um Projekte, bei denen das Internet und seine Möglichkeiten eine zentrale Rolle spielen.
Am meisten bin ich aber dankbar für neue Ideenimpulse, Linktipps zu Beispielen die ich anders nicht gefunden hätte und den vielen Kommentaren, die immer wieder dazu beitragen den Horizont zu erweitern.
Weitere Antworten…
Ich bin neugierig, was andere KollegInnen wie Dieter Rappold, Burkhard Schneider, Nicola Simovic, Karin Schmollgruber, die Jungs von Brainwash, Martin Schobert und Markus Hübner, auf die selben Fragen antworten werden.
PS: Danke, Karin, fürs Zuwurfes dieses “Stöckchens” und auch dir, Michael, für die kurzen Fragen zur Selbstreflexion. Bin gespannt auf deine Zusammenfassung “Was Marketing-Blogs wirklich bringen”.
Web2.0 irrelevant für Kundenbeziehungsmanagement

Ich lese gerade auf iBusiness (”Banken ignorieren Web2.0″) dass gemäß einer Studie der PPI AG 43% der Bankmanager Web2.0 keine oder nur geringe Bedeutung zu misst und lt. 22% soll das auch in “der Zukunft” so bleiben.
“So haben in den Geldhäusern andere IT-Anwendungen zur Unterstützung des Vertriebs deutlichen Vorrang. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht das Kundenbeziehungsmanagement: 65 Prozent der befragten Bankmanager prognostizieren für die kommenden drei Jahre einen sehr großen Stellenwert der IT-unterstützten Dokumentation und Verwaltung von Kundenkontakten.” [Quelle: iBusiness]
Interessant, denn genau um Kontakte (und Gespräche) ginge es auch bei Web2.0 ;-). Kundenbeziehungsmangement ist nun mal mehr als Newsletter-Inhalte zusammenzustellen, Gewinnspiele zu veranstalten und damit Kontaktdatenbanken aufzublasen.

Beziehungen sind Gespräche, liebe Bankmanager - und diese Gespräche finden längst auch im Internet, und nicht mehr ausschließlich in Euren Bankfilialen oder an Stammtischen statt! Klar kann ich sie ignorieren, aber ob das meiner Markenführung und Online Reputation dienlich ist sei dahingestellt.
Warum die für die Studie befragten Bankmanager Mundpropaganda (die sich auch über Blogs, Foren und Chats verbreitet!) und Weiterempfehlungen, keine Bedeutung zumessen ist mir unerklärlich; noch dazu wo gerade Kaufenvorentscheidungen für Geldanlagen, Aktien, Versicherungen, etc. vom Internet mit beeinflusst werden (siehe hier).
Meine Meinung dazu: Wenn ich es mit Kundenbeziehungsmanagement ernst meine, sollte ich nicht den Fehler begehen, Web2.0 keine Bedeutung zuzumessen, sondern vielmehr versuchen dessen Kultur zu verstehen, und ihre Grundprinzipien auf mein Kundenbeziehungsmanagement umlegen!
Ein Beispiel: In den Datenbanken fast aller österreichischen Banken “lagern” tausende Kontaktadressen Jugendlicher. Die entsprechenden Internet-Clubseiten sind allerdings “uncool” und weit vom “Mitmachnetz” entfernt. Jene Tools mit denen Jugendliche groß werden (egal ob Social Networks oder Videoplattformen) werden nicht integriert. Dabei nutzen mittlerweile 96% österreichische Jugendliche das Internet! Anstatt sie durch Integration (auch über Web2.0 Bausteine) stärker zu binden, setzt man weiterhin auf die redaktionell gesteuerte Newsletter und SMS Berieselung von gestern.
Warum eigentlich?
Wer erklärt es mir? - Vielleicht eine(r) jener BankmanagerInnen die dieses Blog per Newsletter abonniert haben? Ich bin gespannt…
Grafik: PPI AG
Foto: Swisscan Flickr CC; Thanks a lot for sharing!
Das eigene Blog bekannter machen, neue Leser gewinnen

Er ist für mich der deutsche Business Blogger. Seit vielen Monaten veröffentlicht er jeden Tag neue Best Practice Beispiele von erfolgreichen Menschen und Unternehmen: Burkhard Schneider.
Burkhard unterstützt aber auch viele junge Unternehmen und Neo-Blogger. Jede Woche stellt er in seinem bekannten Best Practice Business Blog zwei neue Blogs vor. Die Serie Newcomer Blogs listet mittlerweile über 125 (!) Blogs.
“Viele denken, die Newcomer Business Blogserie läuft von selbst. Das ist ein großer Irrtum. Mehr als 70% der Blogger, die sich hier vorstellen, spreche ich selber an.”
An dieser Stelle ein wenig Unterstützung für Burkhard und eine Liste mit 13 österreichischen Blogs die ich selbst sehr gerne lese, und die m.E. durchaus noch ein wenig Rückenwind vertragen könnten.
Meine Vorschläge für Burkhards Newcomer-Serie:
Vielleicht drückt er ja bei den Kriterien zur Aufnahme in die Serie ein Auge ein wenig zu :-)
- Es geht um was Nachhaltigkeitsblog, SERI (Sustainable Europe Research Institute, Vienna)
- Zillertalblog, Markus Freund
- eTouristik Info Blog, Michael Egger
- Tschilp, Mode in Wien, Michaela Amort
- Syscomm, Training für Techniker, Andreas Reisenbauer
- Projektmanagement Blog, Stefan Hagen
- Morgenbauer, Kreativität - Lernen - Entwickeln, Stefan, Stefan Michael Moser
- Mind Your Own Business, Metaportal der Medienpolemik, Walter Rafelsberger
- Gletscherblog, Barbara Schreiner
- Passiertnix Versicherungsblog, Clemens Reitz
- Hotelgeschichten Weblog, Markus Schauer
- 4 Stars Superior, GF & Team Sporthotel Stock
- Wohnen - Einrichten - Lebensgefühl, Christine Oertel
Wer selbst ein Blog hat oder gerne einem Blogger den er persönlich kennt auf die Sprünge helfen möchte, möge Burkhard doch selber kontaktieren. Oft fragt Ihr mich, wie Ihr selbst das eigene Blog bekannter machen könntet oder neue Leser gewinnt. - Burkhard ermöglicht Euch mit seiner Reichweite Starthilfe (kostenlose PR) für Eure neuen Blogs!
Keine Sorge - er beißt nicht, es kostet nichts und bringt Euch in jedem Fall ein kleines Stückchen weiter. Seine Kontaktdaten findet Ihr auf www.best-practice-business.de/blog.
PS: Burkhard, ich gratuliere dir herzlich zum Jubiläum und wünsche dir (bzw. allen Jungunternehmern und Lesern deines Blogs) weiterhin viel Energie!
Individualisierung bei M&Ms
Individualisierte Kult-Schokolade: Nachdem M&M’s seit einiger Zeit Unternehmen anbietet Schriftzüge / Logos auf den Kultobjekten zu integrieren, ist es jetzt sogar möglich das eigene Foto “aufdrucken” zu lassen.
Die Farbe der bunten Kultobjekte kann selbst gewählt werden, die Fotos werden (wie auch sonst) per Internet hochgeladen, eine Verpackungsart gewählt und schon ist die Bestellung fertig zur Produktion.
Individualisierung pur und eine tolle Geschenksidee z.B. für Geburten oder (Kinder-)Geburtstage!
M&Ms Werbespot 1977
Screenshot: www.mymms.com/customprint
Stellenbewerbung per YouTube
Mit diesem Video hat er sich für eine Stelle als Designer beworben, und wie man auf Core77 nachlesen kann, hat er den Job auch bekommen.



