Alle Beiträge zum Schlagwort (Tag) internet/web2.0’
WLAN T-Shirt
Ein T-Shirt für Geeks oder verzweifelt WLAN Suchende Notebook-Besitzer habe ich im Reiseblog gefunden:
Das praktische T-Shirt von ThinkGeek kann nämlich was besonderes: Auf der Vorderseite des Shirts sind ein Funkmast und Funkwellen abgebildet, die bei einem W-LAN-Netz in Reichweite leuchten. Je mehr Funkwellen leuchten, desto stärker ist die Signalstärke der Funknetze. Ob diese dann offen oder verschlüsselt sind, zeigt das T-Shirt allerdings leider nicht an. Für den Strom sorgen drei AAA-Batterien, die in einer Tasche im T-Shirt untergebracht sind. [Quelle: Reiseblog]
30 USD Dollar kostet das Gadget und ist bei ThingGeek erhältlich.
Kostenloses Web-Coaching für Nachwuchsband

Technologie Experte und Journalist Georg Holzer sucht eine Nachwuchsband der er über sein Blog ein ganz besonderes Angebot macht:
Ich will eine heimische Nachwuchsband über die nächsten Ausgaben der Web-Beilage ein klein wenig begleiten und damit auch anderen jungen Bands Anleitung geben, wie man im Web zu einer Fanbasis kommt und so vielleicht den Aufstieg schafft. [...] Was gibt’s dafür?
- Publicity: In den nächsten vier Ausgaben jeweils eine kleine bis mittelgroße Geschichte über deren Learnings
- Infrastruktur und Geld? - Ich werde mein bestes tun. Vielleicht kann ich meine Kontakte spielen lassen und so ein wenig herausholen. Versprechen kann ich aber jetzt noch gar nichts.
Aus aktuellem Anlass habe ich in den letzten Wochen mit einigen Musikgruppen gesprochen und dabei enorme Wissensdefizite festgestellt, was Marketingmöglichkeiten und -experimente im Internet betrifft. Daher kann ich allen Nachwuchsbands nur wärmstens empfehlen, Georgs tolles Angebot anzunehmen bzw. sich zu bewerben. Was mitzubringen ist steht in seinem Blog (siehe hier).
Eine Nebenbemerkung zu den Kriterien: Ich selbst arbeite gerade an einer neuen Internetstrategie für eine sehr bekannte und erfolgreiche österreichische Gruppe. Web2.0 (wer will darf es auch Social Web, Permission Marketing oder Mitmachnetz nennen) wird dort eine bedeutende Rolle spielen, weshalb wir viel mit Musikern diskutiert haben. Vor allem 5 Punkte kamen immer wieder zur Sprache:
Zeit
Wer ernsthaft an authentisches Netzwerken, Facebook und MySpace Marketing denkt muss dazu auch die Bereitschaft fürs Investieren von Zeit mitbringen. Authentisch heißt, nicht irgendeinen Praktikanten oder Bekannten mit der Fanbetreuung zu beauftragen sondern sich selbst die Mühe machen Beziehungen aufzubauen, Kontakte zu knüpfen und (s)eine Community aufzubauen. Märkte sind Gespräche und die muss ich selbst führen.
Klingt nach Drecksarbeit, ist es teilweise auch, aber sie macht süchtig und Spaß. Ich schaffe meine eigene Identität die, im Gegensatz zu meiner Musik, nicht kopiert werden kann. Wenig halte ich persönlich von neppenden MySpace Präsenzen bereits bekannter Künstler. Zwar mögen diese hunderte bis tausende “Freunde” haben, tatsächlich aber werden Fans mit den von Managern und Marketern im Namen der Bandmitglieder geschriebenen Einträge lediglich verarscht.
Seth Godin, Marketing-Guru und mein englischsprachiger Lieblingsblogger, schrieb vor wenigen Tagen einen hervorragenden Beitrag über “Dinge die wir von der Musikindustrie lernen können”. Ein Zitat daraus:
Many musicians have understood that all they need to make a (very good) living is to have 10,000 fans. 10,000 people who look forward to the next record, who are willing to trek out to the next concert. Add 7 fans a day and you’re done in 5 years. Set for life. A life making music for your fans, not finding fans for your music.
Gratiskultur

Web2.0 bedeutet auch ein Umdenken in der Distributionspolitik. Digitales Business impliziert irgendwo “kostenlos”. Trotzdem träumen viele Nachwuchskünstler (noch immer) davon im großen Stil CDs zu verkaufen.
Radiohead hat vorgemacht, dass man Musik auch verschenken (bzw. Kunden den Preis selbst bestimmen lassen) kann und damit ein Feuerwerk an PR und Mundpropaganda auslöst.
Geld verdienen könnt Ihr im Anschluss - aber nicht mit einer handvoll Songs die ihr um wenige Cent auf iTunes verkauft sondern mit Konzerten, Fanartikeln, Special Events, Fanreisen oder ganz anderen Geschäfts- und Finanzierungsmodellen abseits der silbernen Scheiben. Dazu müsst Ihr erst mal bekannter, anerkannter und akzeptiert werden… es ist und bleibt ein Teufelskreis, aber Eure Community wird Euch auf diesem Web begleiten und (wenn Ihr sie um Hilfe bittet) auch unterstützen.
Copyright
Zu Beginn der musikalischen Karriere freuen sich viele Musiker wenn Fans Fotos vom Auftritt schießen oder Fan-Videos drehen. Irgendwann steigt aber vielen der Erfolg zu Kopf, sie pochen auf Copyright und Urheberrecht, drohen mit Klagen und verärgern ihre Fans.
[...] suing people is like going to war. If you’re going to go to war with tens of thousands of your customers every year, don’t be surprised if they start treating you like the enemy. [Seth Godin]
Als Band profitiere ich davon dass möglichst viele Menschen meine Auftritte fotografieren, filmen oder in Blogs dokumentieren, ihre Begeisterung über Internet mit ihren Freunden und Suchmaschinen teilen, Multiplikatoren werden und noch mehr Menschen auf mich aufmerksam machen, die ich selbst vielleicht nie erreicht hätte.
Digitale Inhalte (und MySpace lebt davon) sind dazu prädestiniert kopiert und bearbeitet zu werden. Damit muss ich mich nicht nur abfinden sondern sollte viel eher Wege suchen Menschen zu motivieren Schneebälle zu werfen und Lawinen loszutreten.
Internet-Affinität
Wer dem Internet und seinen Möglichkeiten nichts abgewinnen kann, erst mühsam überzeugt werden muss oder dessen größtes Greuel es ist sich mit Menschen zu vernetzen, Gespräche zu führen, sein Profil (oder gar sein Blog) zu aktualisieren lässt ebenfalls besser die Finger davon und konzentriert sich auf andere Marketingmöglichkeiten.
“The Long Tail”
Geh zu Beginn deiner (Web-)Karriere davon aus, dass du irgendwo im Long Tail stecken bleiben wirst. Wahrscheinlich wirst du es niemals zu Star-Ruhm schaffen, der angestrebte Vertrag mit einem großen Label wird auf immer ein Wunschtraum bleiben. Dieser Traum ist aber gleichzeitig der Nährboden deiner Leidenschaft für deine Musik. Du musst dich nicht verbiegen. Bleib deiner Nische (= deinen Fans) treu und du wirst dort viel Spaß haben und auch Erfolge feiern.
Screenshots und Grafik: 1. Flickr, thanks Zen, 2. Chris Anderson, The Long Tail 3. Lady Bitch Ray
Mass customized Kult Treter: Vans

Noch einmal Mass-Customization: Vans Schuhe sind Kult unter Skate Rebellen. Dazu trägt auch bei, dass das amerikanische Unternehmen eine ganze Reihe Skate-Parks und Events sponsort.
Im Online Shop von Vans findet sich ein Konfigurator, mit dem Fans der Marke ihr ganz persönliches Schuhdesign erstellen können. Der Aufpreis für tausende Kombinationsmöglichkeiten bleibt mit 10 USD im Vergleich zu den Standardmodellen absolut im erträglichen Rahmen. Ein wenig schlechter sieht es erwartungsgemäß mit der Lieferzeit aus, wer aber ein Fan der Marke ist und Wert darauf legt in seinem sozialen Umfeld ein Unikat zu besitzen, wird auch diese widerstandslos in Kauf nehmen.

Screenshots: Vans
Ideen Crowdsourcing Schweizer Traditions-Unternehmen

Im Mai 2007 wurde die Schweizer Open Innovation GmbH gegründet. Ihr Ziel:
Die Open Innovation GmbH entwickelt eine softwaregestützte Innovationsmanagement-Methode und baut eine Innovatoren-Community auf.
In einem Ideen-Crowdsourcing Pilotprojekt suchen derzeit Unternehmen wie die Schweizer Telekom, Mammut oder Die Post nach Ideen und Innovationen.
Und deine Idee? Gemäss diesem Motto öffnen renommierte Schweizer Unternehmen für Sie die Firmengrenzen und bieten Ihnen die exklusive Möglichkeit, bei spannenden Innovationsprojekten mitzumachen. [...] Entwickeln Sie ab dem 22. Januar 2008 während fünf Wochen mit anderen kreativen Köpfen innovative Ideen und kassieren Sie eine grosszügige Prämie. Die innovativsten Lösungen werden mit CHF 40′000 prämiert.
Projekte laufen wie folgt ab: Interessierte legen ein Nutzerprofil an und wählen jene Projekte aus an denen sie mitarbeiten wollen. Über das Innovationstool werden Lösungsvorschläge erarbeitet. Man kann entweder in Gruppen mitarbeiten oder - wenn man ganz andere als bereits diskutierte Lösungsvorschläge hat - Innovationsleader werden, und seine eigene Innovatoren Gruppe gründen. Die Ideen werden anschließend dem Auftraggeber vorgelegt und dieser prämiert den besten Lösungsvorschlag. Ob die User und Ideengeber in den Bewertungsprozess (bei vielen Innovationsprojekten einer der kritischsten Prozesse) einbezogen werden, geht aus der Beschreibung nicht eindeutig hervor.
Update 15.1.2008:
Danke an OpenInnovation.ch Macher Christian Hirsig fürs klären dieser Frage in untenstehendem Kommentar!
Bewertung und Prämierung: Die Bewertung erfolgt bereits bei der Lösungserarbeitung durch die User. Die User entscheiden, welche Summaries mit welchem Inhalt den Unternehmen vorgelegt werden. Das Unternehmen entscheidet sich für die beste oder die besten Lösungen und prämiert diese. Die InnoLeader (Teamleiter) prämieren dann die Teilnehmer Ihres Innovationsteams. Damit dies auch längerfristig funktioniert, gibt es einen Bewertungsmechanismus, wo sich die User gegenseitig bewerten können.
Bislang haben sich 436 Innovatoren registriert. Klingt auf den ersten Blick (oder im Vergleich zu InnoCentive über das ich hier berichtet habe) vielleicht nicht viel, aber hat Ihr Unternehmen Zugriff auf über 400 kreative Köpfe? Beispiele für die 15 derzeit eingestellten Projekte:
- Mammut sucht Substitutionslösungen für Reissverschlüsse und belohnt den/die Ideengeber mit 4,000 Schweizer Franken.
- Die Post sucht nach “Klimafreundlichen Dienstleistungen”.
- Der Online Versand Blacksocks sucht nach Ideen für eine Sortimentserweiterung.
- Toshiba schreibt CHF 2,000 für Ideen aus, die zur Erhöhung der Abschlussrate bei Garantieerweiterungen führen.
Weitere Infos unter http://pilot.openinnovation.ch.
Noch ein Hinweis: Ende letzten Jahres haben wir gemeinsam mit der Fachhochschule Kufstein die Kufsteiner Ideentage veranstaltet (siehe Ankündigung). Mit dabei MitarbeiterInnen und Ideenmanager renommierter Unternehmen wie Viking, Bosch, Rupp und v.a. Die Ideentage waren ein großer Erfolg und werden auch heuer wieder stattfinden. Wenn es soweit ist, gibts Infos hier bei ANDERS|denken. Wer noch nicht abonniert hat - hier gehts zu den Abomöglichkeiten.
Gefunden bei: Frank Piller
Mass Customization: Dein Kind als Filmheld
“Jeder ist einmal im Leben für 30 Sekunden ein Star”, meinte Woody Allen einmal.
Auf kideo.com können Eltern ein Foto ihres Kindes hochladen und schon erscheint der Liebling neben Zeichentrickstars wie Barney oder Spiderman in einem Cartoon. Die ca. 26minütige DVD kostet rund 40 Dollar und wird innerhalb einer Woche zugeschickt. Die Figuren nennen auch immer wieder den Namen des Kindes: Mass Customization für Kinder umgesetzt von Lucidiom, einem Anbieter “flexibler und markenunabhängiger Foto-Kiosk Lösungen”. Und so sieht das Ergebnis aus:
Einen ähnlichen ansatz verfolgt Flattenme mit personalisierten Kinderbüchern. Burkhard Schneider beschreibt die mass-customized Kinderbücher so:
Sie [Anm. flattenme] bieten in ihren Kinderbilderbüchern an, dass die Fotos der beschenkten Kinder per Fotomontage eingedruckt und damit personalisiert werden. Um das personalisiete Kinderbuch zu erstellen, braucht man nur das Foto des beschenkten Kindes auf der Webseite von flattenme hochladen und eines der vier Bücher auswählen die derzeit zur Auswahl stehen: “Tuesday Mushroom King”, “Here There Be Pirates”, “The Potty Dance” und “My Little Monster”.
Gefunden bei Springwise
Das schönste Schaufenster des Landes

Tirol bereitet sich auf die Fußball Europameisterschaft 2008 vor. Damit auch das ganze Drumherum ein optischer Leckerbissen wird, schreibt die Wirtschaftskammer Tirol jetzt ein Projekt für einen Schaufensterwettbewerb aus.
Im Rahmen des Wettbewerbs sollen möglichst viele Schaufenster der UnternehmerInnen unseres Landes rund um das Thema Fußball und EM in Tirol dekoriert werden. Gegen eine Teilnahmegebühr von 20,08 € erhalten alle Teilnehmer eine Grundausstattung, und können in jedem Bezirk kostenlos an einem Dekorationskurs teilnehmen.
Über ein Online-Voting auf der Homepage www.tirol08.at werden dann zunächst elf Regionalsieger ermittelt. Medienpartner stellen die Vorschläge vor und berichten regelmäßig über über aktuelle Zwischenstände. Im Vorfeld der Fußball Europameisterschaft werden dann die drei Hauptsieger, die insgesamt 6.000 € für ein Sozialprojekt individueller Wahl gewinnen können, von einer Fachjury gekürt.
Abgesehen davon dass die Gewinnerprämien Sozialprojekten zugute kommen werden gefällt mir an dem Projekt, dass die Wirtschaftskammer die Chancen der Einbindung von Kunden und Internet-Usern in den Auswahlprozess erkennt und nicht wie bei vielen ähnlichen Wettbewerben (v.a. Werbepreisen) auf immergleiche Netzwerke setzt und man die Gewinner häufig schon mit Ausschreibungsbeginn erahnen kann.
Ein kleiner Tipp für die Teilnehmer: Nicht nur Einreichen und warten was passiert! Es gibt genügend Möglichkeiten um die eigenen Kunden zur Stimmabgabe (oder gar zur Mitwirken an der Gestaltung der Deko?!) zu motivieren.
Foto: Flickr, thanks to Quasimondo
Weiter? - Weiter!
Weihnachten, Familie, Freunde, Feiern, Grippe, 3 Wochen Blog- und Internetpause und beinahe schon leichte Entzugserscheiungnen. Um eine Frage aus inzwischen 2 dutzend Mails zu beantworten: Klar gehts mit ANDERS|denken weiter, ich lass doch nicht freiwillig meine verlässlichste Akquisequelle versiegen. Scherz beiseite.
Webseiten sind (nur) Visitenkarten. Blogs sind Beziehungen.
Das habe ich im letzten Monat eindrucksvoll erleben dürfen als vor, während und nach den Feiertagen eMails, Weihnachts- und Geburtstagsgrußkarten aus verschiedenen Ländern eingetroffen sind. Viele von Euch haben sich bedankt für schöne Momente und Ideenimpulse. Aber nicht Ihr sollt mir danken, ich danke Euch, meinen Lesern und Freunden, denn immerhin schenkt Ihr mir etwas ganz Wertvolles. Ihr habt Millionen anderer Möglichkeiten Eure Zeit zu vergeuden investieren, umso mehr freut es mich dass Ihr immer wieder hier auf diese - Eure nicht meine - Seite zurückkehrt.
Genau deshalb gehts jetzt mit ANDERS|denken weiter. Über Linktipps und Best Practice und Worst Case Beispiele freue ich mich heuer nicht nur fürs Blog, sondern auch für ein Projekt von dem es demnächst mehr zu lesen geben wird…
Track the pack: Wo ist mein Paket?
Ich war in den letzten 3 Wochen mindestens 10x auf den Internetseiten verschiedenster Expressdienste, um den aktuellen Status diverser Paket- und Brief-Sendungen einzusehen, auf die ich oder meine Kunden gewartet haben. Leider habe ich dieses Service erst heute entdeckt:
Trackthepack.com heißt die von Josh Pigford betriebene Plattform, mit der man Sendungen in aller Welt tracken kann, ohne dass man sich dazu in die Internetseiten der unterschiedlichen Dienstleister “einarbeiten” muss. Die Handhabung ist simpel - so wie es sein soll: Auf der Startseite gibt man die Nummer der Sendung ein und schon spuckt das System alle notwendigen Infos aus: Expressdienst, Versanddatum, Status der Sendung, usw.
Während Trackthepack noch im Betastadium ist und versucht die letzten Fehler auszumerzen stellt sich die Frage, warum nicht ein Expressdienstleister selbst längst auf Idee gekommen ist, mehr als nur die selbst übernommenen Sendungen zu tracken!?
Würde Sinn machen, die Kunden seiner Mitbewerber mit einem Service das begeistert und das Leben vereinfacht (=Probleme seiner Kunden durch Antizipation lösen) auf die eigene Seite zu ziehen, und bringt (geschickt eingesetzt) in jedem Fall mehr als vergleichsweise Bannerwerbung.
Angenehmer Nebeneffekt: Man positioniert sich in den Köpfen seiner Kunden als das, was man in seiner Werbung zu vermitteln versucht: Als der Dienstleister und vielen anderen.
Screenshot: tracktheback.com | Gefunden bei: Emily Chang via KillerStartups
McKinsey’s 8 Technology Trends
Konsumenten, also ungeschulte, unspezialisierte, ganz normale Menschen können innovativ sein. Eine Community kann innovativ sein. Es gibt da draußen so viele gute Ideen, Menschen mit Power, mit Potential. Wir müssen lernen dieses enorme Potential in der Zukunft viel besser auszuschöpfen, schreibt Matias heute im Visualblog.
Anlass dazu ein Essay von McKinsey in dem Titel: Eight business technology trends to watch (kostenlos abrufbar), in der die Unternehmensberatung 8 Trends beschreibt, die in den nächsten 10 Jahren eine entscheidende Rolle spielen werden.
Ich sehe es mehr als Zusammenfassung von Themen um die es auch hier im Blog immer wieder geht, und dennoch freut es uns aus Sicht von VOdA, dass McKinsey die Integration von “ganz normalen” Menschen in Design- und Entwicklungsprozesse hier explizit formuliert.
As the Internet has evolved—an evolution prompted in part by new Web 2.0 technologies—it has become a more widespread platform for interaction, communication, and activism. Consumers increasingly want to engage online with one another and with organizations of all kinds. Companies can tap this new mood of customer engagement for their economic benefit. [...] Companies that involve customers in design, testing, marketing (such as viral marketing), and the after-sales process get better insights into customer needs and behavior and may be able to cut the cost of acquiring customers, engender greater loyalty, and speed up development cycles.
Alle 8 von McKinsey zusammengefassten Trends
1. Verteilte Kreation
2. Verbraucher als Innovatoren nutzen
3. Top-Personal weltweit finden und binden
4. Höhere Wertschöpfung aus Interaktionen
5. Automatisierung weiter vorantreiben
6. Produktion & Distribution voneinander trennen
7. Mehr Wissenschaft in Management-Entscheidung pflanzen
8. Aus Information ein eigenes Business entwickeln
Gefunden bei Holtzbrink via Visualblog
Kauf dir (d)eine Firma um 35 Euro

Wieder ein Experiment aus den Kategorien Crowdsourcing und Crowdfunding: “nvohk - the clothing company managed by the people who wear it”.
Bei nvohk (sprich ‘invoke’) geht es um Bekleidung (”Ökologische Outfits im Surf-Style”). Die Schwerpunkte liegen auf umweltschonender Produktion, der Verwendung 100% nachhaltiger Materialien und vor allem der Öffnung von Managementstrukturen.
Wie funktioniert nvohk?
Zum Start braucht nvohk eine breite Palette von 20.000 Menschen mit unterschiedlichen Talenten. Diese beteiligen sich mit einem jährlichen Betrag von 50 Dollar an den Prozessen des Öko-Labels; macht eine Million Dollar Gründungskapital, mit dem man schon mal Einiges bewegen kann. Mitbesitzer am Unternehmen wird man durch seine Investition allerdings nicht.
Nachstehendes Bild wird vor allem Verfechtern streng hierarchischer Unternehmensstrukturen die Haare zu Berge stehen lassen.

Im nächsten Schritt entwickeln die “Amateur-Manager” das Unternehmen weiter, werden in Business-Entscheidungen, Logo- und Produktdesign, Werbung, Auswahl gesponserter Sportler und Musiker (und Vertrieb?) eingebunden.
Was geschieht mit den Gewinnen?
10% des Gewinnes werden an Umweltorganisationen gespendet.
35% schüttet nvohk in Form eines Bonussystems an alle Mitglieder aus, d.h. es gibt keine monetären Auszahlungen, sondern “Bonusmeilen”, die gegen Produkte (eigene und von Partnern) eingetauscht werden können.
Lassen wir uns überraschen wie das noch junge Projekt umgesetzt wird, wie lange es dauert bis sich die vielen tausend MitarbeiterInnen gefunden haben, zu ersten Entscheidungen (Logo und Produktdesign) fähig sind, welchen Freiraum das Management der Community tatsächlich lässt, und wie diese Gewinnverteilungssystem akzeptieren wird. Viele offenen Fragen, aber das muss man Experimenten wie diesen zugestehen.
In einem Punkt hat nvohk aber von Beginn an gewonnen: Profitieren kann das Unternehmen von einem riesigen Heer an Weiterempfehlern und Evangelisten, die hundertausende Freunde und mögliche neue Kunden ansprechen werden.
www.projectnvohk.com
Thanks to Jonathan for pointing to this project!







