Alle Beiträge zum Schlagwort (Tag) internet/web2.0’

Personalisierte Papp-Becher

folding_cup.jpg
Für Büro oder Parties gedacht, damit es zu keinen Verwechslungen mehr kommt. Zahlen, Symbole und/oder Buchstabenkombination eindrücken, fertig. (Machen McDonald’s MitarbeiterInnen am Plastikdeckel zur Unterscheidung von Cola und Cola Light übrigens schon lange :-)

Ich würde sagen: Problem erkannt, nette Idee entwickelt aber die gestalterische Umsetzung hätte ein wenig kreativer (z.B. erweiterte und witzigere Symbole oder Zeichnungen) sein können, um das Merken der selbstgewählten Kombinationen einfacher zu machen.

Design: Jaehyung Hong.


 

Schmökern bei ANDERS|denken: Zufälligen Beitrag anzeigen

Kunden überraschen: Easybank

Ein Beispiel für die Kategorie “Wie ich Kunden begeistere” beschreibt Joe Fischler von conserio in seinem Blog: “Die Easybank gratuliert mir zum Kontogeburtstag.”

easybank.jpgDie Idee ist eigentlich ganz einfach. Die Easybank bedankt sich bei ihrem Kunden für ein Jahr Treue und erreicht (beabsichtigt oder zufällig?) ihr Ziel: Mundpropaganda.

Joe, vielgelesener österreichischer Finance-Blogger und (spätestens seit dem Erfolg seines Blogs) beliebter Interviewpartner für Journalisten schreibt in seinem Online-Journal:

Nun bin ich ein typischer Konsument, den klassische Werbemedien - ob Print, TV oder Radio - nicht mehr hinter der Ofenbank hervorholen. In der Vorweihnachtszeit landet alles ungelesen im Papierkorb, manchmal gehen sogar offizielle Briefe in der Informationsflut verloren.

Die Easybank-Aktion hat mich wirklich erreicht und mir die Wirkung moderner Kundenbindung nähergebracht (nicht nur, weil’s was zu essen gibt, wie man vermuten könnte). Und das vor Weihnachten. Ehrliche Gratulation, Easybank!

Ein nicht von einem Marketer sondern einem Marketing-Opfer stammender Text. Weitere Bilder und Ausführungen gibt es im Blog von Joe Fischler.


 

Schmökern bei ANDERS|denken: Zufälligen Beitrag anzeigen

Kleines Kreativitätstool

humanbraincloud.jpg
Eine kleine (feine) Möglichkeit, um nach dem Mittagessen sein Gehirn wieder in Schwung zu bringen. Was fällt Ihnen zu Apfel ein? Birne, Wurm, Eva, Adamsapfel, rot, grün, Gift, gesund, oder vielleicht Schwarzenegger.

Wer selbst nicht nachdenken will, ist bei Human Brain Clouds richtig: Zwar bezeichnet sich die Online Plattform als “massively multiplayer game”, tatsächlich baut sich dort aber gerade eine riesige Datenbank häufiger Wortassoziationen auf: 350.000 Menschen haben sich bislang beteiligt, um 524.000 Worte zu erfassen und über 5.6 Millionen Verknüpfungen herzustellen.

Varianten die Human Brain Clouds bietet:

  • Auf der Startseite erscheinen Worte, zu denen ich ganz spontan Wortassoziationen eingeben kann (Stichwort “Gehirnjogging”).
  • Nach bestimmten Worten suchen, und häufige Assoziationen in Form interaktiver Grafiken anzeigen lassen. Tea => Lipton, Gratulation ans Marketing :-)
  • Einfach nur die häufigsten Assoziationen auflisten.

Ein Hinweis ist an dieser Stelle durchaus angebracht:

This isn’t academically rigorous or anything, so set your expectations accordingly and have fun seeing what people subconsciously think about stuff!

Um abschließend eine naheliegende Frage vorwegzunehmen: Ein deutsches Gegenstück kenne ich zwar noch nicht, aber vielleicht jemand meiner Leser?!

www.humanbraincloud.com


 

Schmökern bei ANDERS|denken: Zufälligen Beitrag anzeigen

InnoCentive: Das Wissen von 125.000 Köpfen nutzen

innocentive1.jpg

InnoCentive ist ein Paradebeispiel für die Kombination des Einsatzes aktuell verfügbarer Internet-Technologien, der “Mitmachkultur” und einer offenen Management-Einstellung gegenüber OpenInnovation/CrowdSourcing - Menschen ausserhalb der Unternehmensmauern in betriebliche Prozesse miteinzubeziehen.

 

Du könntest mithelfen die Welt zu verändern
und dabei sogar noch Geld verdienen.

 

Weil mich viele Workshopteilnehmer in den letzten Wochen immer wieder mit großen Augen angesehen haben wenn ich dieses Beispiel erzählt habe, hier eine kurze Vorstellung von InnoCentive, einschließlich eines Videos mit einem Fallbeispiel.

Jedes Unternehmen oder Organsiation kann auf InnoCentive komplexe Problemstellungen einstellen. Gelöst werden die Herausforderungen von einem über die ganze Welt verteilten Heer an Menschen. Über 125.000 aus 180 Ländern sind es, die sich registriert haben um für Prämien von 10.000 bis zu 1.000.000 Dollar ihre Kreativität und ihr Wissen einsetzen. Ausgeschüttet werden die Prämien allerdings nur im Erfolgsfall - eine Investition mit kalkulierbarem Riskio.

Es ist aber nicht das Geld, das Menschen motiviert bei InnoCentive mitzuwirken, sondern die geistige Herausforderung (“intellectual challenge“, vgl. Interview mit Gründer Alpheus Bingham). Diese gliedern sich derzeit in 6 Kategorien: Physical Sciences, Engineering and Design, Chemistry, Math and Computer Science, Life Sciences und Business and Entrepreneurship. Wie so eine Fragestellung aussehen kann, zeigt dieser Screenshot:

innocentive.jpg
Quelle: InnoCentive, Kategorie Engineering/Design

In der Regel werden die Lösungen nicht durch neue Erkenntnisse eines Hobbybastlers in der Wüste von Nevada gelöst, sondern durch die Kombination bestehenden Wissens, das in tausenden Köpfen von Wissenschaftern und “Amateuren” schlummert. Implizit vorhandenes Wissen wird externalisiert und in Kollaboration weiterentwickelt. Wissensmanagement in Reinkultur.

Procter & Gample beschäftigt 9.000 Forscher und Entwickler. Eine Lösung zu finden, wie die seit 1968 verkauften Pringles Chips bedruckt werden könnten, gelang ihnen trotz der stolzen Zahl dennoch nicht.

In a recent article in the Harvard Business Review, Procter & Gamble Co. executives Larry Huston and Nabil Sakkab recounted how P&G executives thought they could boost sales if trivia questions could be printed on the crisps. But they were unsure of how to do that cost-effectively.

Instead of relying solely on its R&D department, P&G also sought solutions through global networks of scientists it uses. P&G ultimately found a professor in Italy who had devised an ink-jet method for printing images on cookies with edible dyes. By adapting that process to Pringles, P&G was able to dramatically reduce the time and expense of launching this product upgrade. [Quelle: The Boston Globe]

Das nachstehende Video (2:26min) ist die Zusammenfassung einer InnoCentive Fallstudie. In dem Projekt ging es darum Lösungen zur Beseitigung von Ölresten des Exxon Valdez Unglücks von 1989 zu erarbeiten.


Quelle: InnoCentive YouTube Channel.
Link zu InnoCentive: www.innocentive.com

Weitere (deutsche) Lesetipps zu InnoCentive:
ZEIT Wissen (Ausgabe 01/2007)
SAP Info (09/2006)


 

Schmökern bei ANDERS|denken: Zufälligen Beitrag anzeigen

Kostenlose Medien-Trainings

bbc.jpgDie BBC bietet seit einiger Zeit Online Kurse für TV, Radio, Broadcasting, etc. zum Nulltarif an. Es sind nicht etwa irgendwelche Einführungskurse um Lust auf mehr (sprich teurere) zu machen, sondern es sind die selben Programme die die BBC seit langem einsetzt, um ihre eigenen Journalisten zu schulen.

With the exception of two production safety courses, all online courses are free and open to anyone with internet access. Most users have been students and freelance journalists. An extension of internal BBC training provision, the corporation decided to extend their training service primarily to support the extensive network of freelancers working in the broadcast industry. [Journalism.co.uk]

Warum macht BBC das? Vielleicht weil die Briten das Potenzial der Vielen, Crowdsourcing, User Generated Content, Social Media, Citizen Journalism (oder wo auch immer man es einordnen will) erkannt haben und (anstatt so gegen Windmühlen anzulaufen) nach proaktiven Wegen suchen es für sich zu nutzen.

Weitere Infos: BBC


 

Schmökern bei ANDERS|denken: Zufälligen Beitrag anzeigen

Wie “Web2.0″ das Leben von Teens und Tweens verändert

Addicted to the web
In welchem Land beeinfluss das Internet das Leben 16-25jähriger stärker: USA oder China? The Economist hat kürzlich eine Studie präsentiert, in dem die Nutzungsgewohnheiten der beiden Länder verglichen werden. Hier einige Zahlen daraus:

  • “Online Bevölkerung”
    China 137 Millionen, USA 165-210 Millionen
  • Digitale Technologien sind ein entscheidender Teil meines Lebens.
    China 80%, USA 68%
  • Ich würde mich nicht wohl fühlen, mehr als einen Tag ohne Zugang zum Internet zu sein.
    China 25%, USA 12%
  • Interaktive Anwendungen erzeugen auch über Distanzen hinweg ein Nahegefühl.
    China 82%, USA 36%
  • Auch ohne “Face-to-face” Kontakt ist es perfekt möglich, Freundschaften zu pflegen.
    China 63%, USA 21%
  • Das Internet hilft mir Freunde zu finden.
    China 77%, USA 30%
  • Das Internet erweitert meine sexuellen Horizont
    China 32%, USA 11%
  • Ich habe bereits meine eigene Meinung ins Internet gestellt, oder dort etwas über mich selbst publiziert.
    China 72%, USA 56%
  • Ich kann mich online stärker ausdrücken als in der “realen Welt”.
    China 52%, USA 43%
  • Die Interaktion im Internet hilft mir, meine Persönlichkeit zu stärken.
    China 66%, USA 26%

china-internet.jpg
Ohne politische und interkulturelle Aspekte zu berücksichtigen, sollte man diese Studie nicht interpretieren, auch wenn manche sie zum Anlass nehmen werden, um die USA als “wieder einmal von China überholt” hinzustellen, andere freuen sich darüber, dass amerikanische Teens und Tweens neben MySpace, YouTube und Facebook doch noch ein Leben abseits des Internet haben.

Quelle: The Economist via Core77 | Foto: Flickr


 

Schmökern bei ANDERS|denken: Zufälligen Beitrag anzeigen

Gibson erfindet die Gitarre neu

Gibson Guitar Corporation ist einer der bekanntesten Gitarrenhersteller der Welt. Diese Woche (7. Dezember 2007) launcht das Unternehmen ein Produkt, das lt. eigener Aussage

Seit 5.000 Jahren gibt es Gitarren, und Musikschüler in aller Welt versuchen während ihrer ersten Musikstunden sich mit Hilfe von Eselsbrücken die richtige Reihenfolge der Saiten gestimmt werden müssen.

Das will Gibson mit der Robot Guitar ändern. Diese Gitarre stimmt sich von selbst. Wie es geht, zeigt dieses 3-Minuten Video.

Ob die Gitarre das Potenzial zur radikalen Innovation einer ganzen Branche hat bezweifle ich zwar, weltweites Aufsehen erregt sie ob ihrer faszinierenden Technik bereits jetzt. Preis der Gibson Robot Guitar: 2.500 Dollar.

Gibsons Marketing Revolution Anfang des letzten Jahrhunderts

Noch 2 Dinge möchte ich im Zusammenhang mit Gibson an dieser Stelle erzählen. In unterschiedlichen Managementansätzen wird heute häufig davon gesprochen, sogenannte Zielgruppenbesitzer zu identifizieren. Gründer Orville H. Gibson zeigte das bereits Anfang des 20. Jahrhunderts vor indem er eine zur damaligen Zeit äußerst unübliche, Verkaufsförderungskampagne startete. Er setzte nicht mehr nur auf Einzelhändler, um seine Gitarren unters Volk zu bringen, sondern besonders setzte vor allem Musiklehrer als Vertriebspartner ein. Zwischen ihnen und den von Gibson ins Auge gefassten Kunden bestand ein natürlich gewachsenes Vertrauensverhältnis und eine hohe Glaubwürdigkeit bei Weiterempfehlungen.

Gibson auf YouTube

gibson-you-tube-channel.jpgGefunden habe ich die innovative Gitarre diesmal nicht in einem anderen Blog, schon gar nicht in der Presse (wohl überlesen), sondern auf der Videoplattform YouTube, im Rahmen von Recherchen gemeinsam mit einem befreundeten Musiker. Der dortige Gibson Channel ist für weniger affine Internet Nutzer ein gutes Beispiel für einen alles andere als langweiligen Einsatz einer Videoplattform in der Kommunikation darstellt. 138 Videos finden sich dort, z.B. mit Hintergrundberichten rund um Gibsons Kultgitarren, deren Geschichte und hervorragenden Perfomances - alles gemischt mit unaufdringlicher Produkt PR.

Link zu Gibson Guitar Corporation auf YouTube.
Link zur Homepage der Robot Guitar.


 

Schmökern bei ANDERS|denken: Zufälligen Beitrag anzeigen

Lesetipps: Top25 Marketing- und PR Blogs

pr-blogger-klaus-eck.jpg
In jedem Workshop über Social Media, Web2.0 und Blogs fragen TeilnehmerInnen: “Wo finde ich Blogs?” Abgesehen von Suchmaschinen wie z.B. Technorati gibt es dazu eine ganze Reihe Verzeichnisse, die zur ersten Orientierung sehr hilfreich sind. Genannt seien an dieser Stelle die (leider nicht mehr aktualisierten) Top100Business Blogs und die Deutschen Blogcharts.

Für Marketing-Fans hat PR Profi Klaus Eck gestern eine persönliche Liste lesenswerter PR- und Marketing Blogs erstellt.

Im folgenden erhalten Sie eine Auswahl der meines Erachtens besten und lesenswertesten MarKom-Blogs im deutschsprachigen Raum. Vollständig ist und soll die Liste überhaupt nicht sein. Dennoch glaube ich, dass die folgenden Blogs zum besten gehören, was die deutschsprachige Blogosphäre in dieser Hinsicht zu bieten hat. (Klaus Eck)

  1. Anders Denken
  2. Bernet PR
  3. Connected Marketing
  4. Corporate Media Blog
  5. Corporate Publishing Lounge
  6. Das Textdepot - Thomas Pleil
  7. Die Schnipseljagd
  8. Ed Wohlfahrt
  9. Edelman Deutschland
  10. Fischmarkt - Sinner Schrader
  11. Focus Medialine
  12. Indiskretion Ehrensachen - Handelsblatt
  13. Themenblog Kommunikation 2.0
  14. Marketing NEXT
  15. Marktpraxis Blog
  16. Media-Treff - Vogel Industrie Medien
  17. Newlandsolutions
  18. News Aktuell Media Coffee
  19. Off-the-record - Horizont
  20. Pageturner
  21. PR Fundsachen - PR Studenten Darmstadt
  22. PR Kloster
  23. Roxxo
  24. Sichelputzer
  25. Werbeblogger

Ein großes Dankeschön an Klaus Eck und Heike Bedrich fürs Aufnehmen von ANDERS|denken in diesen exklusiven Kreis von Euch empfohlener Marketing Blogs! Den Schwerpunkt bilden (erwartungsgemäß) deutsche Seiten, mit Ed Wohlfahrt befindet sich aber zumindest ein weiteres österreichisches Blog in den Top 25.

Ganz wichtig finde ich den Hinweis von Klaus, dass die Reihenfolge stellt keinerlei Wertung darstellt und keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Auch deshalb weil mindestens ein Blog fehlt, das m.E. eines der allerbesten deutschen Business Blogs überhaupt ist: Burkhard Schneiders Best Practice Business Blog, das Lesern meiner Seite ohnehin bestens bekannt ist.

Link zum Originalbeitrag auf “PR Blogger”


 

Schmökern bei ANDERS|denken: Zufälligen Beitrag anzeigen

Workshop-Unterlagen Blogs (Einführung)

Den TeilnehmerInnen beim convento Workshop über Blogs im Einsatz in Unternehmen versprochen: Die Visuals “10 Gründe nicht zu bloggen” und die Links zu den (teils auch in den Pausen) diskutierten Fallbeispielen.

 

Schmökern bei ANDERS|denken: Zufälligen Beitrag anzeigen

Der Web-Doktor

Wie können Ärzte das Internet nutzen? Ein (amerikanisches) Beispiel dafür hat Jörg Weisner gefunden - den Arzt Jay Parkinson.

Er hat keine Praxis. Er hat auch keine Arzthelferin und keine Rezeptionistin angestellt. Er hat überhaupt kein Personal und auch keine Praxisräume. Er fährt zu seinen Patienten, macht also Hausbesuche und nutzt die übrige Zeit die modernen Methoden des Web um mit seinen Patienten in Kontakt zu bleiben.

Dazu gehören Chat, Web-Cam Sessions, e-Mail und natürlich ein Blog, in dem Parkinson häufig gestellte Fragen beantwortet. 500 Dollar verrechnet der Arzt jährlich, darin inkludiert mindestens 3 Hausbesuche, Beratungen über die richtigen Versicherungen zur Gesundheitsvorsorge und Empfehlungen für kostengünstige Behandlungen bei Fachärzten - aber nur dann, wenn es wirklich sein muss. (Zum Vergleich: Der durchschnittliche 20-30jährige Amerikaner gibt jährlich 800-900 Dollar für Gesundheitsvorsorge und 2 Arztbesuche aus.)

Auf seiner Internetseite erklärt Mr. Parkinson anhand mehrerer konkreter Beispiele, wie sein Konzept funktioniert. Eines davon zeigt diese Grafik.

webdoctor.jpg
Screenshot www.jayparkinsonmd.com

Jörg erklärt am Ende seines Beitrages, warum das Konzept des Web-Doktors noch gefällt:

Der Ansatz erinnert mich an die alte chinesische Vorgehensweise, in der ein Arzt bezahlt wurde, solange es dem Patienten gut geht. Quasi ein Abonnement auf Gesundheit.

Quelle: Jörgs Team Success Blog


 

Schmökern bei ANDERS|denken: Zufälligen Beitrag anzeigen