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Silver Surfer buchen Reisen gerne online
Online-Shopping, in diesem Fall speziell das Buchen von Reisen, ist nur etwas für Jüngere. Falsch! Der Verband Neue Touristik (VNT) hat Statistiken der letzten 3 Jahre ausgewertet, in denen er zu einem (für manche sicherlich sehr überraschenden) Schluss kommt:
Während gerade einmal 9 Prozent der verkauften Reisen an Kunden unter 25 gingen, buchen immer mehr Ältere ihren Urlaub im Web. Bereits jeder fünfte Kunde ist nach der Erhebung des Branchenverbands der touristischen Mittelständler über 50 Jahre alt – Tendenz steigend. Dabei dürfte deren tatsächlicher Anteil noch höher liegen, denn wenn Reisende kein Alter angeben, werden sie systembedingt mit “25″ erfasst.
Ob sich die “Silver Surfer” wohl auch auf Bewertungsplattformen tummeln, oder das Internet gar für Recherchen und Vorkaufsentscheidungen verwenden? -> Ja!
Thanks to Sheffield for sharing this wonderful picture!
Masters of the Youniverse
Schon mal etwas von Knitta gehört? Sie sind ein Netzwerk strickwütiger Kreativer, moderne Grafittikünstler ohne Spraydosen, die alles mit Wollfäden umgarnen, das sich ihnen in den Weg stellt - Autos, Straßenlaternen, Geländer, Straßenschilder, und mehr. Ihre Spuren hinterlassen sie mittlerweile in der ganzen Welt. Von Los Angeles bis New York, Paris, Berlin und sogar der chinesischen Mauer.
Ich bin erst kürzlich drauf gestoßen, als mitten in Berlin - wo ansonsten ja Graffitis das Stadtbild prägen - eine in verstrickte Wollfäden eingehüllte Ampel meinen Weg kreuzte. Was ist Knitta?
Knitta began in August 2005, when the soon-to-be-Knittas were discussing their frustration over unfinished knitting projects: half-knitted sweaters and balls of yarn gathering dust. That afternoon, they knit their first door handle. Then it dawned on them… a tag crew of knitters, bombing the inner city with vibrant, stitched works of art, wrapped around everything from beer bottles on easy nights to public monuments and utility poles on more ambitious outings. With a mix of clandestine moves and gangsta rap — Knitta was born! Today, Knitta is a group of ladies of all ages, nationalities, and… gender. (www.knittaplease.com)
Warum bringe ich das Beispiel hier? Weil es in eine Reihe anderer passt die zeigen, welche Wege Menschen gehen, um ihr Leben, ihre Umwelt und die Produkte die sie kaufen selbst mitzugestalten. Jede(r) kann zum Master of the YOUniverse werden, oder sich (innerhalb und außerhalb seines globalen Social Networks) zumindest als solcher fühlen.
www.knittaplease.com | Video auf YouTube | Flickr Fotogalerie
Foto: Flickr CC
Die Mazda 3 Vision 2018, design by YOU
Mazda zeigt, wie man auf Social Networks mittels Crowdsourcing Marketing abseits langweiliger Bannerwerbung betreibt, und im Gegenzug sogar noch das eigene Innovations- und Ideenmanagement unterstützt.

Screenshot: Mazda Design Challenge bei Facebook
Bei der Mazda Design Challenge, die Mazda in einem eigenen Channel bei Facebook veranstaltet hat, konnten Designer 1 Monat lang ihre Vorschläge einreichen, wie der Mazda 3 des Jahres 2018 aussehen soll.
Aus den 300 Vorschlägen wurden mittlerweile 5 Finalisten gewählt, von denen jeder einen Designer aus dem Hause Mazda zur Seite gestellt bekommt, um seinen Vorschlag noch einmal zu überarbeiten. Ab 31. Oktober gibt es dann das große User-Voting, in dem der oder die Sieger gekürt werden.
Diese bekommen neben der Siegprämie von 1.000 Dollar die Chance, das Konzept auf der LA Autoshow (16.-25. November 2007, Los Angeles) vorzustellen.
Ein schönes Beispiel für mehrere Dinge: Es zeigt, wie Kunden über ein Anreizsystem abseits rein monetärer Prämien motiviert werden können, Inhalte zur Weiterentwicklung beizutragen. Bei VOdA ordnen wir diesen Baustein den Kategorien Zugang zu exklusiven Kanälen (Vorstellung auf der LA Autoshow) bzw. direkter Zugang zum Unternehmen (Zusammenarbeit mit Mazda Entwicklern) zu.
Wie schon oben erwähnt nutzt Mazda mit Facebook das derzeit wohl teuerste Social Network der Welt zum Marketing und zur Informationsbeschaffung.
Danke für den Link, Alina! >> Mazda Design Challenge
Ausbrechen aus einem grauen Markt: Kleenex
Worauf Diesel beim vorgestern vorgestellten Beispiel individuell beeinflussbarer Produktverpackungen verzichtet hat, setzt Kleenex in diesem Beispiel um: Mass-Customization und Individualisierung von Verpackungen, um sich in einem Markt einfach vergleichbarer Produkte wieder einen Schritt weiter zu differenzieren.

Im einfach bedienbaren Online Konfigurator lässt sich die Box individuell anpassen, eigene Fotos hochladen und bei Bedarf mit dutzenden Cliparts und persönlichen Texten ergänzen. Preis für die selbst designte Taschentücher-Box: 4.99 Dollar zzgl. Versandkosten, also durchaus auch leistbar. Mehr unter www.mykleenextissue.com.
Gefunden bei Werbeblogger
Design (d)ein Martini Cocktail-Glas

User generated content wohin das Auge blickt. Bombay Sapphire lädt junge DesignerInnen ein, Ihr Talent unter Beweis zu stellen und innovative Martini-Cocktailgläser zu kreieren.
Es ist nicht das erste Mal, dass Martini dieses Projekt ausschreibt. Den Wettbewerb gibt es bereits seit 2002. Der Wettbewerb ist international ausgeschrieben. Nach der nationalen Vorausscheidung (bei der der Sieger EUR 3.000 gewinnt) gibt es ein großes Finale, zu dem Sieger aus rund 20 Ländern nach London eingeladen werden, und sich im Finale einer hochkarätigen Jury präsentieren. Die Kosten dafür übernimmt der Veranstalter. Prämie für den Sieger: 10.000 Pfund und internationale Aufmerksamkeit.
Tolles Projekt mit dem Martini zeigt, dass User generated content und Design Competitions auch etwas ganz anderes als “andere arbeiten lassen (AAL)” sein können und sein sollen!
Alle Details und Möglichkeiten zur Anmeldung gibt es unter www.glasscompetition.at oder www.bombaysapphire.com
Bild: Bombay Sapphire | Quelle: Brandflow
Duftende Handies
Naja, (zum Glück?) ist es nicht ganz so. Aber alles der Reihe nach… Während Handy Hersteller ästhetisch anspruchsvollen Kunden immer noch schöner designte Modelle anbieten, und dabei gerne auf Co-Branding zurückgreifen (vgl. Editions Hummer, Prada, Dolce & Gabbana, Armani, Ferrari, Bang & Olufsen), versucht der japanische Netzbetreiber NTT DoCoMo einen ganz anderen Sinn seiner KundInnen anzusprechen: Den Geruchs-Sinn.

Screenshot: Sony Ericsson Japan
Ein speziell parfumierter Streifen auf der Oberfläche eines Sony Ericsson SO703i gibt 11 individuell wählbare Düfte ab. Mindestens 3 Monate soll das Geruchserlebnis halten, danach können die Streifen ausgetauscht werden.
[...] one has a variety of choices (11, in fact) to select from including “Apple Pie”… yummy! The scents are released from a replaceable strip located near the central hinge. Though guaranteed to work for 3 months, it seems the fragrance continues to be released for a lot longer than that. And then? Simply replace the old scent strip with a new one, perhaps a different aroma if smelling Apple Pie every time you make or take a call is leading to a weight gain. [Inventorspot]
Ich brauchs zwar nicht, aber ein netter Gimmick für den es eine ausreichend große Zielgruppe geben sollte.
Design deine Parfumflasche - Mass Customization bei Diesel
Die Lifestyle-Marke Diesel hat Mass Customization entdeckt. Fans der Marke (und solche die es noch werden sollen) können das Aussehen ihrer Parfumflaschen selbst bestimmen.

Screenshot: Diesel
Aussenhülle, Farben und Logos der Marke “Fuel for Life” können im Online Konfigurator selbst zusammengestellt werden. Dabei sollten die 150.000 unterschiedlichen Kombinationsmöglichkeiten Garantie genug sein, dass die Nachbarin nicht die selbe Flasche im Badezimmer stehen hat.
Was zum perfekten Beispiel für Individualisierung aber eindeutig fehlt, ist die Möglichkeit der exquisiten Parfumflasche seine eigene Note (sprich Design) aufzudrücken. Schade eigentlich, aber das war Diesel produktionstechnisch dann vielleicht doch eine Stufe zu hoch?!
Diesel verhofft sich durch die Aktion mehr Besucher auf seiner Internet-Plattform, und das dürfte angesichts des nahezu perfekten Timings möglich sein: In 3 Monaten ist immerhin Weihnachten…
Link: www.diesel-parfums.com
Demokratisierung der Produktionsmittel
3D Drucker sind nichts Neues mehr und je weiter die Preise für diese Technologie sinken, die Technik sich weiterentwickelt, und deren Handhabung vereinfacht wird, umso mehr Anbieter gibt es, die es jedem (Hobby-?)Grafiker ermöglichen, seine Kreationen “zum Leben zu erwecken”. Jüngstes Beispiel aus Deutschland: Fabidoo.
Komplexität hat immer weniger Einfluss auf den Preis. Für rund 20 EUR lassen sich auf Basis einer Zeichnung Characters, Comic-Figuren, Imitationen von Haustieren, Verwandten und Freunden fertigen. Vielleicht eine etwas andere Geschenksidee für Weihnachten?

Screenshot: Fabidoo via Blognation
Fabidoo ist nicht der einzige Mass Customization Anbieter auf diesem Gebiet: In den USA ist Fajectory mit einem ähnlichen Angebot sehr erfolgreich, Online Machine Shop hat sich vor allem Rapid Protyping spezialisiert und von Rapidobject (D) gibt es Unterstützung bei der professionellen Vermarktung eigener Kreationen.
Egal welches Beispiel (und es gibt noch jede Menge weitere) wir ansehen, sie alle stehen für eine weitere Entwicklung in Richtung Demokratisierung von Produktionsmitteln. Was früher vor allem kapitalkräftigen Unternehmen vorbehalten war, wird heute für (fast) jede(n) möglich:
Vom eigenen Wohnzimmer aus Produzent zu sein.
Die Demokratisierung des Vertriebs gibt es längst (Bsp. eBay), und auch die große Herausforderung seine Angebote in den unendlichen Weiten des Internet auch auffindbar zu machen lassen sich mittlerweile lösen (”Web2.0 Bausteine”).
Welche Auswirkungen das für klassische Vertriebsformen und Unternehmen hat, wissen all jene, die sich mit dem Thema (ernsthaft) auseinandersetzen. Allen anderen: Fröhliches Erwachen!
Links zum Thema:
- Computer Club: Drucken einmal ganz anders (inkl. sehenswertem Video)
- Robert Basic über Einschränkungen die es (heute) noch gibt.
- Burkhard Schneider über 3D Drucker Bausätze
- Spiegel Online über Brillen aus dem 3D Drucker (2005!)
- Heise.de: 3D Drucker für das Volk
Webauftritt, Dialog und das Un-Wort Zukunft
Ich schmunzle gerade über einen Beitrag eines Webmarketers in einem regionalen Witschaftsmagazin, in dem die Kriterien zur Auswah der richtigen Webagentur genannt werden.
Professioneller Dienstleister, kein Student, bereits mehrere Jahre am Markt.
Und ich kann mich (auch hinsichtlich der unter dem Beitrag schön platzierten Eigenwerbung mit Hinweis auf “mehrere Jahre im Markt”) des Gedankens nicht verwehren, dass es wahrscheinlich genau daran liegt, dass in dem Beitrag auch nicht nur einmal das “neue Internet” (ach ja, das gibt es ja noch nicht so lange) geschweige denn auf dessen Auswirkungen auf die Unternehmenskommunikation genannt werden.
Spaß beiseite. Bevor ich eine Webagentur auswähle, sollte ich mich zuerst die Strategie überlegen! Aber nicht so wie jüngst diskutiert:
Strategie? Sie meinen die Navigation?
Nein, ich meine die Kommunikationsstrategie! Und dann kommt häufig jener Punkt, an dem man ein Dutzend fragende Augenpaare blickt:
Aber wir sind alle müde von Firmenhomepages und ihrem ganzen fröhlichen Marketing-Tralala, den Standardfotos freundlich lächelnder Menschen, oder Minderheiten zugehörigen Frauen die sich um das Notebook scharren und Dein Produkt bewundern, den schön positiv selektierten Pressemitteilungen und den Testimonials glücklicher Kunden, der Spalte mit den grinsenden Gesichtern des Managements, den Spendenmitteilungen zu Unglücken - und die einseitige Betrachtungsweise nimmt kein Ende.
[Jeremiah Owynang via Kulturmanagement - danke für den Link!]
Es stimmt mich (auch wenn es mir eigentlich recht sein sollte) ein wenig nachdenklich, wenn ich in die vielen Agenturen, zu den unzähligen Beratern und Experten hier in Tirol schaue. Kaum ein Ansatz von integrierter Markenführung oder Dialogbereitschaft. Nicht nur bei für Kunden umgesetzte Projekt, sondern nicht einmal durch eigenes Vorangehen.
Es gibt z.B. in Deutschland so viele hervorragende Marketingblogs, Plattformen auf denen kommuniziert wird, Gespräche stattfinden, aber ich vermisse sie hierzulande! Sogar bei Wordpress basierenden Programmierungen (getarnt natürlich, um das ganze als teure CMS Lösungen verkaufen zu können) wird die im Standard vorhandene Kommentarfunktion abgeschalten. Wollen unsere Berater, Werber und Agenturen etwa gar keinen Dialog?
Dialog? Aber unsere Mailadressen office@ und info@ stehen doch auf unserer Homepage?!
Ich habe es schon einmal erwähnt: Bei fast allen Vergleichen zwischen Deutschland und Österreich funktioniert der Faktor 10, jedoch scheint er bei diesem Thema kläglich zu versagen. Aber um den Beitrag abzuschließen: Worum geht es laut Jeremiah auf der “neuen” Corporate Website?

Original picture by Adam Hopkinson - thank you, Adam!
Die Unternehmens-Homepage der Zukunft wird eine glaubwürdige Fundgrube an Tatsachen und Meinungen sein, zusammengestellt von Unternehmen und seiner Communitiy. Das Resultat: Sie wird tatsächlich zur ersten Anlaufstelle, an der Informationen fließen, um bessere Produkte und Services zu erstellen.
Wie viele Tage waren es nochmal bis zur Zukunft?
Linktipp zum Schluss: Der Grundkurs!
Headergrafik: Florian Seiffert, Köln. Danke!
Fachhochschule setzt auf die Intelligenz der Vielen

Massenbrainstorming oder Ideen-Crowdsourcing. Unter diesem Titel könnte eine besondere Initiative der Fachhochschule Kufstein, Tirol, Österreich stehen.
Das IMT der FH KufsteinTirol hat sich seit langem dem Ideen- und Innovationsansatz verschrieben, auch deshalb arbeite ich so gerne mit dem Institut zusammen. Ideenmanagement wird in beinahe alle Lehrgänge integriert. So wurden in speziellen PowerSeminaren in den letzten Jahren eigene „Ideenmanager“ ausgebildet, die in unterschiedlichen Unternehmen an Ideen und innovativen Projekten arbeiten. Und genau diese haben jetzt angeregt, die Kufsteiner Ideentage zu veranstalten.
Ziel der Veranstaltung: Durch einen interdisziplinären und unternehmensübergreifenden Austausch Ideen für die eigenen Projekte zu generieren. Das Besondere daran: Die Ideenmanager und Veranstalter laden jeden ein, mit dabei zu sein, sich aktiv zu beteiligen, um und sich etwas von den Arbeitsmethoden der Kreativen abzuschauen. Einfache Techniken können so bereits einen Tag nach dem Workshop im eigenen Unternehmen umgesetzt werden.
In zahlreichen Ideenmanagern moderierten Ideenworkshops zu verschiedenen Themen können interessierte BesucherInnen aktiv als Ideengeber teilnehmen und das Potential der Intelligenz der Masse und einem strategischen IdeenManagement live erleben. [...] In moderierten Ideenworkshops werden die Teilnehmer der Kufsteiner Ideentage selbst aktiv in das Geschehen der Ideenfindung mit einbezogen. Unter der fachkundigen Leitung von Ideenmanagern werden zu vorgegeben Themen bzw. Fragestellungen Ideen entwickelt. Dabei werden verschiedenste Methoden der Ideengenerierung, -bewertung und -selektion angewendet. [...] Unternehmen, die neue und innovative Ideen suchen und am Thema „Systematische Ideengenerierung“ interessiert sind, sollten den Ideenevent nicht versäumen.
Da VOdA Mitveranstalter des Events ist, freu ich mich ganz besonders auf die Veranstaltung - und vielleicht treffen wir uns dort?!
Weitere Informationen und Anmeldung: www.ideentage.at - übrigens läuft dort auch bereits ein Ideenwettbewerb…





