Alle Beiträge zum Schlagwort (Tag) kreativität’

Kleines Kreativitätstool

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Eine kleine (feine) Möglichkeit, um nach dem Mittagessen sein Gehirn wieder in Schwung zu bringen. Was fällt Ihnen zu Apfel ein? Birne, Wurm, Eva, Adamsapfel, rot, grün, Gift, gesund, oder vielleicht Schwarzenegger.

Wer selbst nicht nachdenken will, ist bei Human Brain Clouds richtig: Zwar bezeichnet sich die Online Plattform als “massively multiplayer game”, tatsächlich baut sich dort aber gerade eine riesige Datenbank häufiger Wortassoziationen auf: 350.000 Menschen haben sich bislang beteiligt, um 524.000 Worte zu erfassen und über 5.6 Millionen Verknüpfungen herzustellen.

Varianten die Human Brain Clouds bietet:

  • Auf der Startseite erscheinen Worte, zu denen ich ganz spontan Wortassoziationen eingeben kann (Stichwort “Gehirnjogging”).
  • Nach bestimmten Worten suchen, und häufige Assoziationen in Form interaktiver Grafiken anzeigen lassen. Tea => Lipton, Gratulation ans Marketing :-)
  • Einfach nur die häufigsten Assoziationen auflisten.

Ein Hinweis ist an dieser Stelle durchaus angebracht:

This isn’t academically rigorous or anything, so set your expectations accordingly and have fun seeing what people subconsciously think about stuff!

Um abschließend eine naheliegende Frage vorwegzunehmen: Ein deutsches Gegenstück kenne ich zwar noch nicht, aber vielleicht jemand meiner Leser?!

www.humanbraincloud.com


 

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InnoCentive: Das Wissen von 125.000 Köpfen nutzen

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InnoCentive ist ein Paradebeispiel für die Kombination des Einsatzes aktuell verfügbarer Internet-Technologien, der “Mitmachkultur” und einer offenen Management-Einstellung gegenüber OpenInnovation/CrowdSourcing - Menschen ausserhalb der Unternehmensmauern in betriebliche Prozesse miteinzubeziehen.

 

Du könntest mithelfen die Welt zu verändern
und dabei sogar noch Geld verdienen.

 

Weil mich viele Workshopteilnehmer in den letzten Wochen immer wieder mit großen Augen angesehen haben wenn ich dieses Beispiel erzählt habe, hier eine kurze Vorstellung von InnoCentive, einschließlich eines Videos mit einem Fallbeispiel.

Jedes Unternehmen oder Organsiation kann auf InnoCentive komplexe Problemstellungen einstellen. Gelöst werden die Herausforderungen von einem über die ganze Welt verteilten Heer an Menschen. Über 125.000 aus 180 Ländern sind es, die sich registriert haben um für Prämien von 10.000 bis zu 1.000.000 Dollar ihre Kreativität und ihr Wissen einsetzen. Ausgeschüttet werden die Prämien allerdings nur im Erfolgsfall - eine Investition mit kalkulierbarem Riskio.

Es ist aber nicht das Geld, das Menschen motiviert bei InnoCentive mitzuwirken, sondern die geistige Herausforderung (“intellectual challenge“, vgl. Interview mit Gründer Alpheus Bingham). Diese gliedern sich derzeit in 6 Kategorien: Physical Sciences, Engineering and Design, Chemistry, Math and Computer Science, Life Sciences und Business and Entrepreneurship. Wie so eine Fragestellung aussehen kann, zeigt dieser Screenshot:

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Quelle: InnoCentive, Kategorie Engineering/Design

In der Regel werden die Lösungen nicht durch neue Erkenntnisse eines Hobbybastlers in der Wüste von Nevada gelöst, sondern durch die Kombination bestehenden Wissens, das in tausenden Köpfen von Wissenschaftern und “Amateuren” schlummert. Implizit vorhandenes Wissen wird externalisiert und in Kollaboration weiterentwickelt. Wissensmanagement in Reinkultur.

Procter & Gample beschäftigt 9.000 Forscher und Entwickler. Eine Lösung zu finden, wie die seit 1968 verkauften Pringles Chips bedruckt werden könnten, gelang ihnen trotz der stolzen Zahl dennoch nicht.

In a recent article in the Harvard Business Review, Procter & Gamble Co. executives Larry Huston and Nabil Sakkab recounted how P&G executives thought they could boost sales if trivia questions could be printed on the crisps. But they were unsure of how to do that cost-effectively.

Instead of relying solely on its R&D department, P&G also sought solutions through global networks of scientists it uses. P&G ultimately found a professor in Italy who had devised an ink-jet method for printing images on cookies with edible dyes. By adapting that process to Pringles, P&G was able to dramatically reduce the time and expense of launching this product upgrade. [Quelle: The Boston Globe]

Das nachstehende Video (2:26min) ist die Zusammenfassung einer InnoCentive Fallstudie. In dem Projekt ging es darum Lösungen zur Beseitigung von Ölresten des Exxon Valdez Unglücks von 1989 zu erarbeiten.


Quelle: InnoCentive YouTube Channel.
Link zu InnoCentive: www.innocentive.com

Weitere (deutsche) Lesetipps zu InnoCentive:
ZEIT Wissen (Ausgabe 01/2007)
SAP Info (09/2006)


 

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Copyright verhindert Kreativität (Video zum Wochenende)

Im Video zum Wochenende dieser Woche geht es um die Einschränkung von Kreativität durch Copyrights. Lerry Lessig spricht über die User generated content Kultur und deren Bedeutung für die Entwicklung von Kreativität. Die Rede ist kein Abgesang auf das Copyright, sondern eine Anregung, seine heutige Form zu überdenken - denn:

“Our kids are different than we are: We watched TV, they make TV. It is technology that made them different. [...] We can’t stop our kids from using it [technology], we can only drive it underground. We can’t make our kids passive again, we can only make them called pirates. And is that good? [...] Our kids live lifes knowing they live against the law. [...] In a democracy we ought to do better. Do better at least for them, if not for opening for business. “

Wer keine 19 Minuten Zeit für Lerry’s Präsentation findet sollte sich zumindest die letzten 75 Sekunden (Timer 17:45) ansehen - aus denen stammen auch obige Worte.

Mit “Three stories and an argument” und gelungenen Videobeispielen begeisterte Larry im März 2007 nicht nur das Publikum auf der TED Conference, sondern empfiehlt sich auch für die Reihe “Wie man langweilige (PowerPoint)Präsentationen unterhaltsamer gestalten kann”. Der Vortragende präsentiert nicht, sondern moderiert im Stile eines Showmasters - perfect, Larry, thank you for 20 minutes I really enjoyed!

Besonders gefällt mir persönlich natürlich die Stelle (16:35min) an der Lerry meint:

“We need the businesses that are building out this read/write culture to embrace this opportunity to expressly enable it, so that the psychology of freer content can grow on a neutral platform where they both exist simultaniously. So that more free can compete with less free and to develop that creativity in that competition can teach one the lessons of another.”

Wer wissen will wie solche Beispiele aussehen sollen, schaut am besten am 1. Dezember auf unserer VOdA Homepage vorbei, und wird dort eine mögliche Antwort in Form eines Projektes finden, das wir seit Wochen vorbereiten, und bei dem Kreative aus bislang Copyright geschützten Inhalten Neues schaffen dürfen.

Nebenbemerkung zum einleitenden Satz:
Anders|gedacht könnte man auch sagen, Copyrights schränken Kreativität nicht ein sondern regen sie an, indem sie zum Nachdenken darüber zwingen, wie man sie am besten umgehen kann ;-)

Lesetipps:
Blog von Lerry Lessig und weil es zum Thema passt RA Dr. Carsten Ulbricht über die Verwendung von User generated content.

Quelle: TED Blog


 

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92% für “Mitmach-Zeitung”

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VOdA war letzte Woche gemeinsam mit mindpool und dem IMT Mitveranstalter der Kufsteiner Ideentage. In einem Workshop ging es darum zu erarbeiten, wie eine regionale Wochenzeitung (Auflage 170.000 Stück) erfolgreicher gemacht werden könnte. Hier eine kurze Zusammenfassung des Ergebnisses.

An dem Workshop nahmen 25 Personen teil, Männer und Frauen mit unterschiedlichen Jobs, Angestellte bis hin zu Firmenchefs, Alter ca. 25-55 - eine bunte Mischung also und ganz bestimmt ohne überdurchschnittlich hohe Internet-Affinität. Brainstorming und Brainwriting führten zu über 300 Ideenansätzen und eine intuitive Bewertung brachte einen (sogar für mich) erstaunlichen Spitzenreiter:

“Damit ich die Zeitung unbedingt haben müsste, sollte ein Teil von Lesern geschrieben sein.”

23 der 25 Teilnehmer bewerteten die “Idee user generated content” als primär zielführende, jene mit dem höchsten Potenzial, um eine regionale Wochenzeitung lesenswerter zu machen. Die Zahlen sind noch lange keine repräsentative Studie, geschweige denn eine Handlungsempfehlung für alle Medienmacher - und dennoch hat das Statement Aussagekraft!

User generated news

Im Anschluss an den Workshop meinte jemand: “Mein Bruder heiratet demnächst. Es wäre doch genial, wenn es auch eine Internetseite dazu gäbe, auf der die Hochzeitseinladung als Video hochgeladen werden kann, oder auf der nach der Hochzeit ein kurzes Hochzeitsvideo zu sehen ist.”

Mal sehen welche Regionalzeitung das hierzulande zuerst umsetzen will.

Nachtrag: Passend dazu auch dieser Beitrag der New York Times vom selben Tag des Workshops:

NYTimes.com is asking readers in Pakistan to help us report on events in the country by sending us eyewitness accounts of protests in photographs, video or text.


 

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Produkte verbessern - RedesignMe (Ideen-Crowdsourcing)

Gerade heute haben wir im Rahmen der Kufsteiner Ideentage über neue Möglichkeiten gesprochen die das Internet öffnet, um Kunden enger in Entwicklungsprojekte mit einzubeziehen. Hier ein aktuelles Beispiel, wie so etwas aussehen könnte.

redesignme.jpgRedesignMe ist eines der jüngsten Projekte zum Thema Ideen-Crowdsourcing. Auf der Plattform www.redesignme.org können von Produkten genervte Konsumenten nicht nur jammern und über Horrorerlebnisse mit missratenen oder nicht ganz durchdachten Produkten berichten, sondern gleichzeitig Verbesserungsvorschläge unterbreiten, und gemeinsam mit Interessierten Verbesserungsideen weiterspinnen.

The goal of the RedesignMe foundation is to improve the products around us by collectively rethinking bad products into better products and good ideas into great ideas. RedesignMe collects the best product improvements and communicates them back to the original designers & producers. RedesignMe will mediate between producers and redesigners to make sure redesigners get rewarded for their ideas.

Obwohl die Seite erst seit kurzem im Netz ist, enthält sie bereits einige sehr gute Beispiele, für die so mancher Produktmanager, Marktforscher oder Entwickler (des eigenen Unternehmens oder des Mitbewerbers) dankbar sein sollte - vorausgesetzt es besteht überhaupt Interesse daran, Feedback von seinen Kunden zu erhalten.

Und wer sich regelmäßig mit Fragestellungen und Suchfeldern rund um Produktinnovationen beschäftigt, wird in so manchen Kommentaren wahre Leckerbissen finden, wie sich Ideen weiterentwickeln lassen (könnten).

redesignme-founders.jpgIm Gegensatz zu David Lionels Crowdspirit (siehe auch Bericht hier), meinem persönlichen Favoriten unter allen Crowdsourcing Projekten (Update über das immer besser in Schwung kommende Unternehmen folgt in Kürze), suchen die beiden niederländischen Gründer Gregor Klemencic und Maxim Schram nicht primär nach neuen innovativen Produktideen, sondern vor allem nach Potenzialen für inkrementelle Verbesserungen - und diese können bei tausenden Produkten und Dienstleistungen zu entscheidenden Wettbewerbsvorteilen führen. RedesignMe könnte sich zu einer wertvollen Inspirationsquelle (oder Fundgrube für Worst Case Beispiele) entwickeln. Werde ich ganz bestimmt am Schirm behalten.

Screenshot: www.redesignme.org
Gefunden bei: Swissmiss


 

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Kreatives Ausziehen

In Kreativ-Workshops verwendet man immer wieder gerne Beispiele, in denen man TeilnehmerInnen nachdenken lässt, wie viele oder welche neuen Lösungen es für Problemstellungen gibt.

Hier mal ein Beispiel zum Lächeln. Ist es möglich sich in 7 Sekunden komplett auszuziehen? Die Antwort in diesem Kurzclip.


 

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Masters of the Youniverse

Schon mal etwas von Knitta gehört? Sie sind ein Netzwerk strickwütiger Kreativer, moderne Grafittikünstler ohne Spraydosen, die alles mit Wollfäden umgarnen, das sich ihnen in den Weg stellt - Autos, Straßenlaternen, Geländer, Straßenschilder, und mehr. Ihre Spuren hinterlassen sie mittlerweile in der ganzen Welt. Von Los Angeles bis New York, Paris, Berlin und sogar der chinesischen Mauer.

knitta.jpgIch bin erst kürzlich drauf gestoßen, als mitten in Berlin - wo ansonsten ja Graffitis das Stadtbild prägen - eine in verstrickte Wollfäden eingehüllte Ampel meinen Weg kreuzte. Was ist Knitta?

Knitta began in August 2005, when the soon-to-be-Knittas were discussing their frustration over unfinished knitting projects: half-knitted sweaters and balls of yarn gathering dust. That afternoon, they knit their first door handle. Then it dawned on them… a tag crew of knitters, bombing the inner city with vibrant, stitched works of art, wrapped around everything from beer bottles on easy nights to public monuments and utility poles on more ambitious outings. With a mix of clandestine moves and gangsta rap — Knitta was born! Today, Knitta is a group of ladies of all ages, nationalities, and… gender. (www.knittaplease.com)

Warum bringe ich das Beispiel hier? Weil es in eine Reihe anderer passt die zeigen, welche Wege Menschen gehen, um ihr Leben, ihre Umwelt und die Produkte die sie kaufen selbst mitzugestalten. Jede(r) kann zum Master of the YOUniverse werden, oder sich (innerhalb und außerhalb seines globalen Social Networks) zumindest als solcher fühlen.

www.knittaplease.com | Video auf YouTube | Flickr Fotogalerie
Foto: Flickr CC


 

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7 Tipps für besseres Networking

“… und was ist Networking nicht!” - Darüber machten sich Nicole Arnitz und Hannes Offenbacher bei “Besser gehts immer” Gedanken.

Eine gute Serie der beiden Netzwerkprofis mit vielen Tipps vor allem aber auch Tabus, Fettnäpfchen und absolutem Fehlverhalten, wie es uns allen leider Tag für Tag immer wieder begegnet. Basis für die “7 Gewohnheiten wirklich schlechter Networker” sind Arbeiten von Scott Ginsberg, “The Nametag Guy” (da muss dieses Video dazu…) [Weiterlesen] »


 

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10 gute Ausreden gegen Kreativtät

Wie versprochen hier die Folien des ersten Teils eines Workshops über Positionierung zum nochmal Ansehen oder zum Download.

10 Tipps um bestimmt nicht kreativ sein zu müssen.
Neupositionierung - Raus aus der grauen Mitte.


 

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Bedienbare Fernbedienungen

Fernbedienungen können einem hin und wieder wirklich den letzten Nerv rauben. Ich hab irgendwann in einem Workshop an einem Beispiel gearbeitet, wie man die Dinger einfacher gestalten kann. Die selben Gedanken scheint sich auch Red Dot Gewinner Chen Hung Ming gemacht zu haben.

Das Ergebnis heißt Book Style Remote Control, sieht cool aus und erfüllt alle Ansprüche an Design und Simplicity und sticht durch sein Design aus der grauen Masse durchschnittlicher Fernbedienungen hervor. Genial!

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