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Was hat Ihnen Ihr Blog bislang gebracht?

Gestern war wieder mal Interview Tag: 3 JournalistInnen und 4 Studenten(gruppen). Thema: Social Media, Web2.0, Crowdsourcing, Blogs und und und. Eine Frage hatten alle 7 Gespräche gemeinsam: “Was bringt Ihnen Ihr Blog?”


Ich hab das an verschiedenen Stellen (z.B. hier, hier, hier, hier) schon ausführlich genug erläutert, trotzdem aber versprochen das hier zu veröffentlichen: Abgesehen davon, dass ANDERS|denken egal ob für Interviews, Vorträge oder Workshops eine überaus nützliche (öffentliche) Datenbank meine Kernthemen ist, die meine Vorbereitungszeiten enorm minimiert hat, bringt dieses Blog vor allem:

Viele Freundschaften und wunderbare Momente der Freude. Nicht “nur” in Form von Kommentaren sondern auch Postkarten und Briefen aus Australien, Island, USA, Brasilien,… oder Mails wie dieses, das mich bereits im Sommer erreicht hat:

Hallo Herr Treichl,

durch Zufall bin ich vor Monaten auf ihre Seite www.andersdenken.at gekommen und habe dort, unter vielen Lesenswerten anderen, den Beitrag „10 Gründe gegen Hotelblogs“ gelesen. Das hat mich motiviert das Buch „Naked Conversations“ [Anm.: Inhalt siehe Amazon] zu lesen und als Ergebnis sofort mit einem Hotel-Blog zu beginnen.

Das Blog ist zwar erst im Aufbau, macht aber viel Spaß. Ich möchte ihnen aber für ihren Anstoß sehr danken. Sollten sie mal ein entspannendes Wochenende brauchen, melden sie sich einfach. Ich lade sie gerne ein.

Leider konnte ich die Einladung noch immer nicht wahrnehmen, deshalb hier auch kein Hinweis oder zum Verfasser - und ohne Rücksprache zum aktuellen Projektstatus schon gar nicht. Ich werde meinem Besuch beim bloggenden Hotel-Direktor im nächsten Jahr aber sicher nutzen, um ihn nach seinen persönlichen Erfahrungen zu fragen, und diese in einem (weiteren) “Was hat dir das Hotel Blog gebracht” Beitrag veröffentlichen.

Ach ja, und dann hat mir Dieter Rappold vor einiger Zeit noch folgende Blumen zukommen lassen:

Hannes Treichl ist ein Phänomen - ich kenne niemanden der so gezielt und erfolgreich als Berater sein Blog als zentrales Vertriebs- und Akquiseinstrument entwickelt hat. Das macht ihn sehr glaubwürdig und schafft Vertrauen. Nebenbei sind seine Inhalte wirklich gut.

Danke, Dieter, aber verrat’ doch nicht, dass ANDERS|denken natürlich auch eine gewisse Akquise Funktion erfüllen soll und auch erfüllt ;-)

Lesetipp und weiterführende Beiträge: Was bringen Marketing Blogs?

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Du bist Winzer! Kreiere deinen eigenen Wein.

Bei Crushpad in San Francisco können Wein-Liebhaber aus aller Welt ihre eigenen Weine in individuellen Geschmacksrichtungen kreieren. Das Unternehmen stellt Infrastruktur und Wissen zur Verfügung.

Mitmach Marken

Crushpad ist ein perfektes Beispiel wie man Kunden in die Marken-Erlebnis- und Marken-Gestaltungs-Welt integriert.

Crushpad is a high-end San Francisco winery where you are the wine maker. Crushpad provides grapes from the West Coast’s top vineyards, an industry-acclaimed wine making team and a state-of-the-art winery 100% focused on making wine in small lots.

Anders als bei Wein Patenschaften die eher eher auf Vorfinanzierung von Kosten (» Beispiele) ausgelegt sind, kann sich bei Crushpad jeder als Winzer versuchen.

 

Fachmännische Unterstützung gibt es natürlich, egal ob bei der Auswahl der Trauben aus über 50 Weingütern, Produktion, Lagerung, Flaschen- und Etikettendesign. Sind die Trauben reif, muss der “Amateur-Winzer” entscheiden, wie intensiv er sich in den weiteren Prozess einbringen will. Möglich ist alles. Vom Traubenpflücken bis zum Zertreten der Trauben im Fass (siehe dieses Video).

You choose your level of involvement and we do the rest. No matter where you live, you can now make your own wine. We also have a turnkey service to help you turn your passion for custom wine making into a wine business whether you are a wine enthusiast, retailer, or restaurant.

Ernte und Produktion können auch den Experten überlassen werden. In beiden Fällen erhält man am Ende 25 Kisten (300 Flaschen = 1 Fass) des selber designten Weines. Die Kosten liegen zwischen 5,700 und 10,900 Dollar, was zwar einem Preis pro Flasche Wein von 19 bis 36 Dollar entspricht, aber wen juckt das? Diskussionen über Preise (wie z.B. jene die aktuell zwischen deutschen Weinbloggern intensiv geführt wird) dürften Crashpad wohl wenig interessieren.

Weil in den USA nicht einfach jeder einfach mit Alkohol handeln darf, bietet Crushpad Hobby-Händlern sogar noch eine eigenen eCommerce Plattform - Ingredient Branding Vorteile inklusive, denn wer seinen Wein über Crushpad produziert hat, arbeitete mit Experten der Branche.

Genial finde ich nicht nur die Geschäftsidee und das hervorragende Geschäftsmodell, sondern v.a. die Art und Weise wie Kunden integriert werden: Ich kann meine Aktivitäten nach Belieben selbst bestimmen. Das Unternehmen hat perfekt verstanden seine Kunden die Marke gestalten zu lassen bzw. unterstützt mich beim Kreieren meiner eigenen Marke.

Crushpad Community

Crushpad liefert zudem ein Best Practice Beispiel (mir gehen beim Schreiben dieses Beitrags gerade die Superlativen aus…) für alle Fans von Social Networks und Communities (www.crushnet.com). Für Wein-Fans gibt es eine hervorragend gestaltete Online Plattform mit Freunde-Listen, Tagebüchern in Form schnell eingerichteter Blogs, Diskussionsforum, Wein-Wiki, und regelmäßige Treffen und Aktivitäten in der realen Welt.

Sind mir als Möchtegern-Kunde von Crushnet die Kosten zu hoch, oder habe ich einfach Spaß daran gemeinsam mit Freunden an meinem eigenen Wein zu arbeiten, gründe ich auf Crushnet.com eine Gruppe und suche nach Gleichgesinnten. So lassen sich Kosten teilen und Erlebnisse gemeinsam genießen.

Soziale Verantwortung

Als wäre alles o.a. noch immer nicht genug, möchte Crusphad auch für die regionale Entwicklung seiner Heimatstadt San Francisco einen Teil beitragen: In einer Zeit in der man immer weniger seiner Nachbarn kennt, versucht Crushpad Menschen aus unterschiedlichen Bezirken der Stadt rund um das “soziale Objekt” Wein zu versammeln und organisiert dafür Pizza- und Kick-off Parties, Weinverkostungen, Traubenpflücken, u.v.m.

Community Crush is Crushpad’s way of saying thank you to our city for helping make us the largest custom winery in the world. Through winemaking, our goal is to help you meet your neighbors, provide funding for a community development project and have a whole lot of fun in the process. (www.community-crush.com)

Die Einnahmen gehen an lokale NPOs (Feedback dazu siehe beispielsweise Blog eines begeisterten Teilnehmers).

www.crushpadwine.com | YouTube Channel Crushpadwine | Blog Crushpadwine | Community

Thanks to Erik for sharing the picture which was used for the header of this post!

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€ 75.000 in 30 Tagen. Perfektes Crowdfunding.


Dass Bands längst keine Plattenfirmen mehr brauchen um ihre Alben zu finanzieren wissen wir spätestens seit Sellaband (» was ist das?). Es gibt inzwischen viele KünstlerInnen, die über Crowdfunding genügend Geld zusammengekratzt haben, um die Kosten für Aufnahme und Vertrieb hereinzuspielen.

Vor 2 Tagen bin ich im Blog der Kölner Band Angelika Express auf folgende Meldung gestoßen, und gratuliere zum beispielhaft erfolgreich umgesetzten Projekt.

Reservierungsphase abgeschlossen.
Ab sofort werden keine Reservierungen für die “Angelika Aktie” mehr angenommen. Es wurden ca. 1000 Anteile reserviert, da wir nur 500 Anteile ausgeben entscheidet nun am 24.10. das Los. Der Börsianer würde sagen: Die Aktie ist zweifach überzeichnet.

Angelika Express hatte 500 Fans gesucht, die sich mit je 50 Euro (Gesamt EUR 25.000) an der neuen CD “Goldener Trash” beteiligen. Im Gegenzug erhalten die “Kreditgeber” 80% der Einnahmen vom Verkauf der CDs. Um das ganze den Fans noch schmackhafter zu machen, haben sich Angelika Express in einen leichten Graubereich gewagt, und das ganze Spielchen “Angelika Aktie” genannt. (» mehr darüber…)

Vor einem Monat habe ich im Best Practice Business Blog (wo auch sonst, Burkhard :-) und einigen anderen von dem Projekt gelesen, und es seitdem verfolgt. Dass es nur wenige Tage gedauert hat bis nicht nur 500, sondern sogar 1.500 Menschen aktiviert werden konnten, hat selbst mich erstaunt. Zu verdanken ist das nicht zuletzt einer sehr gut aufgebauten Social Media Kampagne, die über ein Blog, Twitter, MySpace (wo jeder Musiker auch noch seine eigene Seite betreibt), YouTube Kanal, Flickr Fotoalbum, viele Türen für Fans aufgemacht.

Eigentlich kaum zu verstehen, warum es noch immer so viele (Jung-)Musikerinnen gibt, die diese Chancen nicht nutzen. Hilfe gibt es allerorts, manchmal sogar kostenlos (aber nicht beim Jungunternehmer-Berater vom AMS, denn mir haben einige sich gerade selbstständig machende Künstlerinnen kürzlich von ihren Erfahrungen erzählt.).

 

Jetzt bin ich gespannt, wie viel Schwung das neue Album beim Verkaufstart aus der bereits großen Mundpropaganda mitnehmen kann. Für den Fan steht in diesem Projekt wohl eher der (nicht zu unterschätzende) ideele bzw. Spaßfaktor im Vordergrund, als die Hoffnung mit seiner Beteiligung groß absahnen zu können. Das beschreibt auch die nachvollziehbare Rechnung von Christian Ihle im taz Blog.

50 € investiert der geneigte Fan in das Albumprojekt und erhält dafür ein Album sowie die angesprochene Gewinnbeteiligung. Bei einem handelsüblichen Preis von 15 € stehen effektiv 35 € auf dem Spiel, die es zu refinanzieren gilt. Bisher hat Angelika Express noch nicht formuliert, wie sie den Gewinn ausweisen bzw. welche weiteren Kosten den Einnahmen gegenüberstehen – bei 500 Aktionären à 35 € müsste der Gewinn jedenfalls 17.500 € betragen, damit die Anteilseigner in den Plusbereich gelangen. (» weiterlesen…

Dass Crowdfunding Projekte aber auch schief gehen können, und dass es mehr braucht als lediglich das Aufsetzen eines Projektblogs, zeigt leider das inzwischen gestorbene Projekt Own Hotel (» Bericht, » Webseite. Mehr dazu und eine Analyse warum es nicht geklappt hat demnächst hier im Blog.

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Skiurlaub Gewinnspiel um Blog bekannt zu machen


Wie mache ich mein Blog bekannt(er)? Dieses Thema hatten wir bereits öfters. Hier ein Beispiel, wie es das kleine Reisebüro Pfiff Reisen in Münster versucht:

Um unseren Bekanntheitsgrad (Anm.: und suchmaschinen-relevante Backlinks) ein wenig zu pushen starten wir unseren Blogauftritt mit einem Gewinnspiel mit interessanten Preisen:

  • 1. Preis: Eine Woche Skiurlaub in Saas Fee für 2 Personen (Wert 900 Euro)
  • 2. Preis: Eine Woche Skiurlaub in Verbier für 2 Personen (Wert 650 Euro)
  • 3. Preis: Vier Tage Skiurlaub in Portes du Soleil für 2 Personen (Wert 400 Euro)

Mehr steht im Skiurlaub Blog von Pfiff Reisen.

Um ein gänzlich unbekanntes Blog bekannter zu machen nicht ganz der richtige Einstieg, aber schon mal ein guter Versuch. Die Aktion zeigt aber, dass das Team verstanden hat, dass bei Web2.0 Fairness und beidseitiger Nutzen im Vordergrund stehen (vgl. im Gegensatz zu Pressemitteilungen “Hallo, unsere neue Plattform ist online”).

Was Ihr, liebes Reisebüro Team, aber noch unbedingt verbessern müsst, sind Funktionalitäten Eures Blogs, Einbinden Eurer Zielseiten (schließlich gehts Euch am Ende doch um Buchungen, oder?), und eine Überarbeitung Eures Layouts (z.B. nimmt der Kalender rechts oben den navigationstechnisch wichtigen Raum für eine gänzlich unwichtige Funktion ein). Und dann wüsste ich noch gern, wer der Herr mit dem Vornamen Pfiff und Nachnamen Reisen ist der Eure Beiträge schreibt :-)

Quellen: Webseite Pfiff Reisen, Blog Pfiff Reisen
Screenshot Winterurlaub: Pfiff Reisen

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Foto hochladen, Mitsubishi gewinnen.

Mitsubishi sammelt Kontaktadressen von Kunden. Nichts Ungewöhnliches eigentlich, aber Mitsubishi versucht sich an mit “On Your Mark” an einer integrierten Kampagne. Wer am Gewinnspiel teilnehmen möchte, muss auf einer Landkarte einen “Landeplatz” reservieren und ein Video oder Foto mit einem Mitsubishi oder dem Logo des japanischen Autoherstellers hochladen. Am Landeplatz landet im Falle eines Gewinnes einer von 38 Mitsubishis.

Erklärt wird die (bis hierhin sauber umgesetzte) Aktion anhand von Videos. Derer gibt es mehrere, die zum Zeitpunkt ihrer Planung unübersehbar das Ziel gehabt haben dürften, eines von jenen wenigen geplanten YouTube-Virals zu werden, dies es am Ende wirklich zum Knüller geschafft haben (Beispiele siehe vimeo, YouTube). Die betreuende Agentur SocialMedia8 schreibt in ihrer Pressemitteilung von “total witzigen Trailern”. Allerdings ist dieser Teil der Kampagne jener, für den man das Budget besser gespart hätte, noch dazu weil sie keinen logischen Bezug zur eigentlichen Aktion haben.

Wer durch das Beispiel selbst auf den Geschmack gekommen ist seine Kunden zu einer interaktiven Schnitzeljagd einzuladen, schaut sich das schon einmal erwähnte Beispiel von Max Kosatz’ Wahlplakate Aktion ‘08 an. Es zeigt nämlich sehr gut, dass sich (dank Web2.0 Anwendungen) auch mit kleinem Budget Kampagnen wie die der Großen umsetzen lassen.

Bildquellen: www.onyourmark.eu

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Marken-Kidnapping: Wenn User die Kontrolle übernehmen

In einem Seminar hat mit gestern jemand gefragt, was genau man unter Brand-Hijacking versteht. Neben den erläuterten Negativbeispielen, ist mir heute noch ein positives eingefallen.

Das Bild zeigt die Tirol Fanpage auf Facebook, die im Gegensatz zur Fanpage von Salzburg oder jener der Österreich Werbung nicht von Touristikern angelegt wurde. Es floss kein einziger Euro an Werbung, es gab keine Mailkampagnen dazu - einfach gar nichts.

Geht das? Das Beispiel zeigt dass es geht. Die Tirol Fanpage hat trotz (oder gerade ob) ihres “dezenten” Auftrittes mehr “Fans” als die aus Tourismuskreisen supporteten Seiten “Österreich (177)” oder “Salzburg (52)“.

Anmerkung an dieser Stelle: Mir gefallen beide Seiten gut. Im Beispiel von Salzburg finde ich auch Einlesen von RSS Feeds aus offiziellen Quellen einen grundsätzlich guten, erweiterbaren Ansatz (die Inhalte die in ihren Pressetextformulierungen auf Facebook allerdings nichts verloren haben, lassen wir hier mal außen vor.)


Kommentar im Beitrag “Fanpages auf Facebook” auf Tourismuszukunft

Stellt sich jetzt die Frage, ob Tirols Tourismusoffizielle die Seite überhaupt schon entdeckt haben - ich werde demnächst nachfragen. Falls nicht: Auch nicht tragisch.

Die Facebook User übernehmen das Branding selber und Besucher der Seite interessiert der Unterschied woher die Inhalte stammen ohnehin nicht. Tragisch dennoch: Die Kontrolle über die Inhalte liegt nicht in der Hand der Markenpfleger…

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Wie finde ich Sponsoren für eine Reise ins All?

Stell dir vor, du hast ein super Kunstprojekt an einem super Ort. Alle sind begeistert, die Kuratoren, der Museumsverantwortliche, die beteiligten Künstler, der Verlag – nur: in der finalen Phase der Umsetzung kommst du drauf, dass noch €1.000 fehlen. “Naja, ein läppischer Tausender”, denkst du, “ein Klacks zumal du …”

  • im Ausstellungskatalog Inseratflächen anbieten kannst,
  • Top-Präsenz bei der Vernissage und vor allem bei der Finnisage, die eigentlich vom Projekt lebt,
  • mögliche Schaltung eines Kinowerbespots im Kino im gleichen Haus …

Was machst du, wenn du noch genau 4 Tage bis zur Deadline hast? - Von mir gibt es hier weder eine Lösung noch Euros, aber:

Warum mir das Projekt von Wolfgang Tonninger (Almblitz Blogger) gefällt, und ich hier darüber schreibe hat folgenden Grund. Die Bilder für die Ausstellung kommen nicht ausschließlich von Künstlern sondern auch von Besuchern - User Visitor Generated Content sozusagen..

Die Besucher fertigen – wie in einem Fotomat – Selbstportraits von sich an und sorgen damit für das Bildmaterial der Ausstellung. Der Kunstgriff der Gruppe ALMBLITZ besteht darin, diese lose Sammlung an Momentaufnahmen in einer Bildwolke zu vereinen, mit einem Erinnerungsband zu versehen und so in den Weltraum zu befördern, dass der Raum und mit ihr die Zeit, die vergeht, ihn zu durchschreiten, sichtbar wird.

Wer sich aber das ungewöhnliche Projekt ansehen will, klickt mal hierhin und evaluiert bitte anschließend selbst, wie viel Geld für weniger effektive Marketingaktionen ausgegeben wird. Bei der Aufnahme des Kontaktes mit Wolfgang und seinem Team helf ich natürlich gerne mit.

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Video fürs Wochenende: Der seltsamste B(a)uchladen der Welt

Die Geschichte des wohl ungewöhnlichsten Buchladens der Welt, erbaut auf einer Farm am letzten Ende Amerikas. Werbung ist überflüssig. Kaffee gibts auch keinen. Dafür finden sich in den Regalen des alten Ehepaares das den Store betreibt mehr als 1 Million (!) Bücher.

Das Geschäft lebt von Mundpropaganda, Kult, Geschichte und der Leidenschaft seiner Betreiber. Faszinierend!

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Kreativ-Workshop: 100.000 Homepagebesucher im Monat

Der Unternehmensberater Kai-Jürgen Lietz hat sein “Sommerloch” dazu genutzt, sich Gedanken über seine Webseite zu machen. Die inspirierende Frage für ihn:

Wie schaffe ich es, meine Nutzerbasis innerhalb eines Jahres auf 100.000 Besucher monatlich auszubauen?

Letzte Woche hat mich in einem Workshop jemand gefragt, ob es auch “Kreativtechniken für EINsame Einzelunternehmerinnen” (Originalzitat :-) gibt, und auch im gestrigen Abend-Seminar wurde eine ähnliche Frage gestellt.

Persönlicher Gedanke dazu:
Warum eigentlich so viele einsame Herzen unter Euch??? Ist es wirklich das Allein-Arbeiten-Müssen oder Allein Arbeiten Wollen? Oder doch nicht etwa gar die Angst vor den Ideenklauern???

Ich hab (neben verschiedenen Online Brainstorming Plattformen) auf die Osborn Checkliste verwiesen (pdf Download hier), anhand derer sich unterschiedliche Sichtweisen einnehmen lassen bzw. deren Fragestellungen helfen, Denkblockaden zu durchbrechen.

Dabei fiel mir Kai-Jürgens praktisches Anwendungsbeispiel wieder ein, über das er bereits im August in seinem Blog geschrieben hatte.

In einem Workshop mit sich selbst hat er sich zu obiger Fragestellung folgende Gedanken gemacht und die Antworten dokumentiert.

  • Verwenden. Wie kann ich meine Website noch verwenden, um meine Nutzerbasis zu steigern?
  • Kombinieren. Womit kann ich meine Website kombinieren? Wie kann ich meine Nutzer kombinieren?
  • Anpassen. Wie kann ich meine Website anpassen, woran könnte ich meine Website anpassen? Wie kann ich meine Nutzer anpassen. Wie kann ich die Zahl meiner Nutzer anpassen?
  • Vergrößern oder etwas hinzufügen
  • Verändern. Was kann ich am Entscheiderblog verändern? Was könnte ich an der Zielgruppe verändern?
  • Verkleinern oder etwas weglassen. Was kann ich verkleinern oder weglassen?
  • Umgruppieren oder neu anordnen. Könnte ich etwas an der Reihenfolge ändern?
  • Umkehren. Kann etwas umgekehrt gesehen werden oder umgedreht werden?
  • Ersetzen. Kann etwas ersetzt werden?

Die Antworten auf die Fragen könnt Ihr auf Kai-Jürgens Blog nachlesen, die Erfolgsmeldung dann vielleicht in 11 Monaten.

Ach ja, Kai-Jürgen, was mir noch zu deinen Ideen einfällt: Mir geht die Abomöglichkeit deines Blogs per eMail-Newsletter ab, denn ich schätze mal dass ein Großteil deiner Kunden mit RSS Feeds wahrscheinlich nichts anfangen kann. Und dann wäre da noch das kleine nette aber fast Must-Zusatzfeature “Subscribe to Comments” - eMail Benachrichtigung bei neuen Kommentaren. Danke für deine Doku und alles Gute für das Erreichen deines Zieles!

» Siehe auch (Uralt-)Beitrag bei ANDERS|denken: Auswege aus Denkblockaden - Die Osborn Checkliste
» pdf Download Osborn Checkliste

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Spieglein, Spieglein an der Wand…

Nach dem Spot von heute Morgen noch einmal ein Ausflug in die Werbewelt. Dein Schaufenster. Eines unter hunderten Schildern in deiner Straße. Wie soll das auffallen?

Uploaded - 23\09\08
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Vor dem Spiegel auf der Auslage dieses Wiener Friseur-Salons bilden sich regelmäßig auffallende ung gut gelaunte Menschen-Trauben, die zum Stehenbleiben verleiten.

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Der 4te Schirm

Zwar “nur” ein Werbevideo aber eines der besten Sorte. Ansehen lohnt sich angesichts des kurzweiligen geschichtlichen Rückblicks auf historische, techno- und soziologische Innovationen und Veränderungen.


Nokia Commercial, The 4th screen

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Social Media Marketing in Österreich

ANDERS|denken in einem Atemzug mit VW und Spar. Das freut mich natürlich, und ich sage Danke an Horst Greifeneder von “Die Presse” für dieses Kompliment in der High Tech Sonderbeilage von Dienstag dieser Woche.

In einem doppelseitigen Beitrag erörtert der Journalist unterschiedliche Aussagen zum Thema Social Media Marketing und setzt den Schwerpunkt auf Österreich. Klar, dass auch Dieter Rappold von knallgrau zu Wort kommt und die Frage nach dem Status Quo in Österreich treffend auf den Punkt bringt:

Social Media Marketing in Österreich

Übrigens gilt das nicht nur für Unternehmen, sondern auch jede Menge Agenturen und Berater! Echte Pionierarbeiten leisten (üblicherweise) ganz andere - nur nicht Web-, Marketing- und PR Agenturen. Dieters Einschätzung war es letztendlich auch, die mich dazu veranlasst hat, ein Projekt das ich schon längere Zeit im Kopf habe demnächst hier im Blog zu starten: Unternehmer vorzustellen, die bereits praktische Erfahrung mit Social Media Aktivitäten gesammelt haben. Dazu aber ein andermal mehr.

Mein Input für den Beitrag in “Die Presse” zielte bewusst auf KMUs und EPUs ab, denn meiner Meinung nach nutzen sie in Österreich Social Media derzeit am perfektesten fürs Eigenmarketing. Große Unternehmen konnten mich bislang (bis auf wenige Ausnahmen) kaum überzeugen. Vielleicht auch deshalb:

Was Social Media Marketing nicht ist

Werbebanner auf Facebook zu kaufen (was derzeit jede politische Partei Österreichs liebend gerne macht) ist kein Social Media Marketing. Ebenso wenig das Versenden nerviger Pressemitteilungen an Blogger.

Ich bekomme täglich rund 5 Pressemitteilungen zugeschickt, manchmal sogar mehr. Die meisten davon uninteressante Neuigkeiten aus irgendwelchen PR Abteilungen. Themen, die weder zu meinem Blog passen, meine Leser kaum interessieren oder in denen es der/die Verfasser einfach nicht schaffen, mir das wirklich Besondere der vorgestellten Aktionen oder Geschäftsmodelle zu erklären.
Das, liebe PR- und Marketing-Menschen, ist kein Social Media Marketing. Das ist jene Push (= Zwangsbeglückungs-)Kommunikation, mit der Ihr die letzten Jahrzehnte versucht habt zu arbeiten.

Würde dich der Text den du mir gerade geschickt hast als regelmäßiger Leser oder Abonnent von ANDERS|denken wirklich interessieren? Würde er dir in deiner täglichen Arbeit weiterhelfen? Nein?! Dann nimm mich bitte aus deinem Verteiler!

Was Blogger wollen, hat z.B. Burkhard Schneider in seinen Contact Rules kurz und auf den Punkt gebracht zusammengefasst.

Ich füge diesen Regeln noch eine hinzu: Gerne nehme ich für einige Zeit Eure RSS Feeds in meinen Feedreader auf, verfolge, was Ihr in Euren Blogs über Eure Unternehmen schreibt. Schafft Ihr es, mich regelmäßig mit Euren Ideen zu überzeugen oder mir gar einen Mehrwert zu bieten, schreibe ich liebend gerne einen Beitrag über Euch.

Richtig - Jetzt sprechen wir plötzlich von Kommunikation.
Kommunikation im ursprünglichen Sinn.

Communicare.
Teilen.
Mitteilen.
Teilnehmen lassen.

Gesprächen auf Augenhöhe.
Schaffen von Mehrwerten.

Social Media Marketing.
Der Kreis schließt sich.

Train picture by John Mueller. Thanks a lot for sharing!
“Consumers treat advertising like trains” by Charlene Li

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Neue Spielregeln: Wie Bands Fans aktivieren

Dass das Internet die Musikbranche revolutioniert und Musiker und Platten-Labels zwingt nach neuen Vermarktungsideen zu suchen ist ja nichts Neues. Ein sehr gutes Beispiel für eine integrierte PR Kampagne liefert derzeit Oasis.

Als Vorgeschmack auf das am 6. Oktober 2008 erscheinende neue Album “Dig Out Your Soul” gibt es heute im britischen Musik-Magazin NME eine CD-ROM Beilage mit 3 Songs vom neuen Album einschließlich einem Songbook mit den Texten zu den Songs und weiterem Exklusivmaterial. Die CD-ROM ist aber weit mehr als eine längst bekannten Gratisbeilagen zu Zeitungen:

Fans sollen nämlich im nächsten Schritt die Lieder covern, neu abmischen, Songtexte umschreiben oder eigene Videos aufnehmen, und auf eine eigene Webseite hochladen. Zu gewinnen gibt es eine voll bezahlte VIP Reise zu einem beliebigen Konzert der Band.

Nebenbemerkung:
Die Aktion wurde zusammen mit dem britischen Arts Council entwickelt, einer Organisation die jungen Musikern Kredite gewährt, um Musikinstrumente zu kaufen, und und so emporstrebenden Talenten helfen will.

“Miss Wahl” für Alpenpop Band

Eine integrierte Kampagne im (Budget bedingt) “kleineren Stil” haben wir uns gemeinsam mit der österreichischen Alpenpop Band Steirerbluat ausgedacht. Als reine Männerband haben “die Backstreet Boys aus der Steiermark” naturgemäß vorwiegend weibliche Fans. Welchen Anreiz aber könnte es für Männer UND Frauen gleichermaßen geben, um regelmäßiger auf der Webseite vorbeizuschauen?

Über die eigene Clubseite läuft derzeit ein Casting für die Hauptrolle im neuen Musikvideo der Band. Fotos der Teilnehmerinnen werden laufend auf der Homepage veröffentlicht. Besucher der Seite bestimmen, wer es ins Finale schafft. Die Siegerin wird am 2. Oktober im Rahmen eines großen Live-Events mit sehr prominent besetzter Jury gekürt.

Was diese (für die Band erste und als Experiment definierte Internet-)Aktion bislang schon gebracht hat? - Viele neue Abonennten und jede Menge Presse-Echo. Zudem ist es gelungen, viele neue junge Fans auf eine bislang kaum kommunizierte Stärke der als “Schlager-Band” bekannten Gruppe aufmerksam zu machen: Rockige Live Auftritte, mit denen sich Clubs und Discos füllen lassen - etwas das auch jeden Veranstalter freut.

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