Alle Beiträge zum Schlagwort (Tag) Marketing’
Euro-Preise in Dollar bezahlen

Der aktuelle Dollar Wechselkurs macht Urlaube in den USA für Europäer relativ günstig. Umgekehrt sind Europa-Urlaube für Amerikaner aber recht teuer geworden.
Rabatte “anders” kommunizieren
Die A&O Hotels & Hostels haben darauf reagiert und ihr altes Preismodell über den Haufen geworfen. Amerikaner bezahlen Europreise mit Dollar-Scheinen. Stimmt, nichts anderes als ein Rabatt von ca. 30%, aber nicht als langweiliger Discount verkauft, sondern anders und reizvoll verpackt.
Ziel der Aktion namens THX America: Wieder mehr Amerikaner in die A&O Hotels und Hostels zu locken. Obs gelingen wird oder ob es ‘nur’ ein netter Marketing-Gag bleibt? - Ich wünsche auf jeden Fall viel Glück!
Danke Constantin fürs Zusenden dieses Beispiels!
Spenden ganz einfach gemacht
Die Non Profit Organisation (NPO) Ärzte ohne Grenzen nutzt geschickt SMS Services um das Abgeben von Spenden so einfach und zeitsparend wie möglich zu machen.
Ein SMS mit der Zahl des Spendenbetrages, sowie ein kurzes “JA”-Bestätigungs-SMS reichen. Kein Erlagschein, keine Bettel-Störungen an der Haustür. Bravo, gefällt mir!
Wie es genau geht und was schon die kleinsten Spenden bewirken können steht auf www.schnellehilfewirkt.at.
Web2.0 irrelevant für Kundenbeziehungsmanagement

Ich lese gerade auf iBusiness (”Banken ignorieren Web2.0″) dass gemäß einer Studie der PPI AG 43% der Bankmanager Web2.0 keine oder nur geringe Bedeutung zu misst und lt. 22% soll das auch in “der Zukunft” so bleiben.
“So haben in den Geldhäusern andere IT-Anwendungen zur Unterstützung des Vertriebs deutlichen Vorrang. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht das Kundenbeziehungsmanagement: 65 Prozent der befragten Bankmanager prognostizieren für die kommenden drei Jahre einen sehr großen Stellenwert der IT-unterstützten Dokumentation und Verwaltung von Kundenkontakten.” [Quelle: iBusiness]
Interessant, denn genau um Kontakte (und Gespräche) ginge es auch bei Web2.0 ;-). Kundenbeziehungsmangement ist nun mal mehr als Newsletter-Inhalte zusammenzustellen, Gewinnspiele zu veranstalten und damit Kontaktdatenbanken aufzublasen.

Beziehungen sind Gespräche, liebe Bankmanager - und diese Gespräche finden längst auch im Internet, und nicht mehr ausschließlich in Euren Bankfilialen oder an Stammtischen statt! Klar kann ich sie ignorieren, aber ob das meiner Markenführung und Online Reputation dienlich ist sei dahingestellt.
Warum die für die Studie befragten Bankmanager Mundpropaganda (die sich auch über Blogs, Foren und Chats verbreitet!) und Weiterempfehlungen, keine Bedeutung zumessen ist mir unerklärlich; noch dazu wo gerade Kaufenvorentscheidungen für Geldanlagen, Aktien, Versicherungen, etc. vom Internet mit beeinflusst werden (siehe hier).
Meine Meinung dazu: Wenn ich es mit Kundenbeziehungsmanagement ernst meine, sollte ich nicht den Fehler begehen, Web2.0 keine Bedeutung zuzumessen, sondern vielmehr versuchen dessen Kultur zu verstehen, und ihre Grundprinzipien auf mein Kundenbeziehungsmanagement umlegen!
Ein Beispiel: In den Datenbanken fast aller österreichischen Banken “lagern” tausende Kontaktadressen Jugendlicher. Die entsprechenden Internet-Clubseiten sind allerdings “uncool” und weit vom “Mitmachnetz” entfernt. Jene Tools mit denen Jugendliche groß werden (egal ob Social Networks oder Videoplattformen) werden nicht integriert. Dabei nutzen mittlerweile 96% österreichische Jugendliche das Internet! Anstatt sie durch Integration (auch über Web2.0 Bausteine) stärker zu binden, setzt man weiterhin auf die redaktionell gesteuerte Newsletter und SMS Berieselung von gestern.
Warum eigentlich?
Wer erklärt es mir? - Vielleicht eine(r) jener BankmanagerInnen die dieses Blog per Newsletter abonniert haben? Ich bin gespannt…
Grafik: PPI AG
Foto: Swisscan Flickr CC; Thanks a lot for sharing!
Download Tipp: Word of Mouth (Mundpropaganda) Marketing

Wie schaffen es hunderte schwedische Fußballfans, sich Stunden vor einem Spiel zu einer ganz bestimmten Zeit an einem ganz bestimmten Ort mitten in Innsbruck, fernab ihrer Heimat in denen Zeitungen darüber informieren hätten können zu treffen, um gemeinsam durch Innsbrucks Straßen zu ziehen? - Durch Kommunikation, Mundpropaganda, “Weitersagen“.
Viele Unternehmen können nur davon träumen, dass Mundpropaganda für die Weiterempfehlung von Produkten, Dienstleistungen, Restaurantipps,… so funktioniert wie in diesem Beispiel.
Dave Balter und BzzAgent haben ein neues eBook zum kostenlosen Download bereitgestellt. Es geht darin um eines der spannendsten Marketingthemen mit denen sich viele Unternehmen (oder auch nicht) gerade beschäftigen. Mundpropaganda-Marketing.
The Word of Mouth Manual: Volume II is split into three enlightening, funny sections, all working together to prove that WOM is one of the most powerful marketing mediums on the planet. Check them out:
Zwar ist das eBook in Englisch geschrieben, aber das sollte erstens kein großes Problem für Marketer darstellen, und zweitens ist es dank vieler Praxisbeispiele (Storytelling) leicht zu lesen - hineinschmökern lohnt sich in jedem Fall.
Hier gehts zum Gratis Download des eBooks bei Rohit Bhargava (Influental Marketing Blog).
Danke, Markus, für den Linktipp!
70 Ideen für außergewöhnliche Visitenkarten

Wer Inspirationen für “die etwas andere” Visitenkarte sucht, schaut im französischen Fubiz Blog vorbei.
“70 Amazing Business Cards” mit denen man ganz sicher auffällt.
Danke, Elita, für den Linktipp!
Fotos: Fubiz Blog
Individualisierung bei M&Ms
Individualisierte Kult-Schokolade: Nachdem M&M’s seit einiger Zeit Unternehmen anbietet Schriftzüge / Logos auf den Kultobjekten zu integrieren, ist es jetzt sogar möglich das eigene Foto “aufdrucken” zu lassen.
Die Farbe der bunten Kultobjekte kann selbst gewählt werden, die Fotos werden (wie auch sonst) per Internet hochgeladen, eine Verpackungsart gewählt und schon ist die Bestellung fertig zur Produktion.
Individualisierung pur und eine tolle Geschenksidee z.B. für Geburten oder (Kinder-)Geburtstage!
M&Ms Werbespot 1977
Screenshot: www.mymms.com/customprint
Was wir von der Fussball-EM über Internetmarketing lernen sollten

Die Fußball EM zeigt uns derzeit recht deutlich, dass gute Information im Web2.0 Zeitalter nicht mehr ausschließlich an Massenmedien gebunden ist. Unternehmen und Veranstalter lassen jedoch (zumindest hierzulande) noch viele Chancen ungenützt.
Die EM im Internet
Auf der Mikro-blogging Plattform Twitter (andere sagen auch “größter Chatroom der Welt” dazu) tauschen sich Fans vor, während und nach der Spiele aus. Wer gerade keine Chance hat bei einem Spiel dabei zu sein, bleibt per User generated Live Ticker dennoch ständig informiert - über Spielstände, Wetterberichte, Meinungen zum Spiel. Zudem gibt es Tipps zu den besten Treffpunkten, Fotos, Videos, Livecams, Medienberichten und Statusinfos, wo sich meine Kontakte gerade aufhalten. Die Updates kommen per Feed oder Gratis-SMS sogar aufs Handy…

Summize.com, Conversational Search
Am Katermorgen nach der langen Nacht in der Fanzone mal schnell nach aktuellen Bildern suchen. Facebook (Social Network) und Flickr (Fotoplattform) finden sich tagesaktuell tausende Fotos von Fans aus ganz Europa.
Wohin am Nachmittag? Was sich in den Public Viewing und Fanzonen gerade abspielt und wo die beste Stimmung herrscht verfolgt man am besten per Webcam (Beispiel siehe hier, danke Max) und entscheidet anschließend selbst, an welcher Bar man sein Geld liegen lässt.
Morgen kurzfristig nach Wien. Fans die während der Euro Kondition beweisen und quer durch Österreich und die Schweiz reisen, verwenden zur Reiseplanung Google Maps (siehe dieser Beitrag).
Im Zug … eine Spielszene verpasst! Was haben meine Freunde in Basel gestern angestellt? Die besten Spielszenen und die verrücktesten Fan-Videos sind Sendezeiten-unabhängig (on-demand) auf YouTube abrufbar.
Gib uns Deutschland im EM-Finale
Web2.0 nicht verstanden
Meine persönlichen Kritikpunkte an der einen oder anderen Host City, die zwar im Vorfeld des Megaspektakels viele Millionen Euro für Werbung ausgegeben hat, aber während der EM eine Menge Marketingchancen ungenutzt lässt bzw. den Unterschied zwischen Push-, Pull- und Dialogmarketing nicht verstanden hat.
Es gibt teure und aufwendig gestaltete Portale (Beispiel Tirol08) auf denen offizielle Bilder und Presseberichte heruntergeladen werden können. Solche Seiten sollten zumindest Feeds anbieten, die über Updates zu informieren - eigentlich eine Selbstverständlichkeit in Web2.0 Zeiten!
Auch Twitter Event Feeds würden den Informationsfluss erleichtern, beschleunigen oder könnten sogar zur Fanbetreuung eingesetzt werden.
Warum Bilder immer zentral auf der eigenen Webseite abspeichern? Wer seine Bilder auf Flickr ablegt, mit Tags versieht und geschickt mit der eigenen Webseite verknüpft, öffnet zusätzliche Türen für neue Zielgruppen.
Gleiches gilt für Facebook, das sich mittlerweile zur größten Foto-Sharing-Plattform der Welt gemausert hat: Täglich werden bei Facebook 15 Millionen (!) neue Bilder hochgeladen.

Zudem sind es nicht nur die eigenen Fotografen, die die besten Bilder schießen - eine Funktion die Fanfotos aggregiert ist schnell auf der eigenen Seite integriert. Natürlich so, dass die Bilder auch weitergeschickt werden dürfen. Macht um einiges mehr Sinn als lediglich eine Handvoll eCards anzubieten. Wer verschickt die heute überhaupt noch? Wenn dann schon verpackt als kleines Geschenk über Facebook.
Was ich servicetechnisch anbieten sollte, um die Kommunikation mit und zwischen Fans und Gästen zu erleichtern: Kostenlosen, vor allem aber einfachen WLAN Zugang für die vielen tausenden Fans die mit ihren Bildern, Blogbeiträgen und Videos Werbung für meine Stadt (meine Bar, mein Hotel, …) betreiben. Auf vielen Kongressen mittlerweile eine Selbstverständlichkeit, für Innsbruck aber immer noch nicht.
Nur ein Modetrend
Gestern habe ich mit jemanden der im Vorfeld der Euro in Marketing & Werbung involivert war diskutiert. Erwartete Killerphrase:
“Das ist doch alles nur etwas für Randgruppen - und zudem nur ein Modetrend.”
Einmal abgesehen davon, dass das Argument schlichtweg nicht richtig ist (ARD und ZDF erreichen mit ihren Nachrichtensendungen auch nur mehr lediglich 280.000 Fernsehzuseher), wäre 2008 die Chance mit o.a. Tools zu experimentieren. In vielen Fällen (die richtige Projektplanung vorausgesetzt) sind Web2.0 Anwendungen (im Vergleich zu Webauftritten wie oben verlinkten) sogar noch kostengünstig umsetzbar und vor allem oft effizienter und einfacher administrierbar als viele (zu) komplizierte CMS Systeme.
Ich freue mich über weitere Tipps und Erfahrungsberichte für beliebte Online Tools mit denen sich die Euro noch interaktiver erleben lässt. Das Kommentarfeld steht Euch offen.
Epilog
Wir saßen während des Gesprächs in einer Bar ohne Fernseher, während draußen bei strömenden Regen ein Spiel lief. Torjubel. “Tor? Welche Mannschaft?” - Auf meinem Nokia N95 waren inzwischen Twitter-Feeds eingegangen. 92. Minute, Türkei, Torschütze xxxx, Schweiz ausgeschieden. “Wow, eine tolle Sache dieses Twitter…” - Vielleicht hats ja geholfen :-)
Lesetipps zu Twitter & Co.:
- 17 sinnvolle Anwendungsideen für Twitter
- Sozialer Mitmachzwang?
- Videobeitrag n-tv: Twitter, Dopplr und Skylounge im Einsatz für Geschäftsreisende
Fotos Flickr CC: Jose, Laszlo, Mecki - Thanks for sharing, guys!
Keine Werbung ist die bessere Werbung

Meine deutschen Leser kennen das noch von Zeiten der Fußball WM in Deutschland - teilweise furchtbar nervende (weil plump und unkreativ!) Werbung rund um die Fußball EM. Eine Wirtin, die Lesern meines Blog bestens bekannt ist, hat (natürlich) wieder einmal ANDERS|gedacht.
Barbara Schreiner (Restaurant Glescherblick, Gletscherblog) hat ihr Restaurant zur Fußball-freien Zone erklärt.
Eine klare und mutige Positionierung an einem Standort, wo derzeit das spanische Nationalteam für Fußball Fieber sorgt - aber genau mit dieser Positionierung füllt sie ihr Lokal … Platz um Platz.
Kein Fernseher, keine EM-Menüs und schon gar kein EM-Schnitzel. Einzig und allein ein großer Spielplan hängt an der Wand - der hat aber vor allem den Zweck, um sich an Spieltagen rechtzeitig einen Platz im Gletscherblick sicher zu können.
“Es haben sich schon jede Menge Damenrunden aller Altersgruppen angekündigt, die nichts von Fußball wissen wollen und ein ruhiges Lokal suchen.” Und dann fügt Babsi noch schmunzelnd hinzu: “Es hat dann auch nicht lange gedauert bis Männerrunden folgten, denn da wo ‘die Hasen’ sind, sind die Jäger nicht weit…”
Gut gemacht Babsi! Hauptsache du vergisst meine Reservierungen nicht :-)
Schaufenster-Deko Wettbewerb Fußball EM in Tirol
Im Jänner habe ich in einem Beitrag auf einen Schaufenster Deko Wettbewerb anlässlich der Fußball EM hingewiesen. Seit einiger Zeit stehen die Sieger fest. Hier Bilder von 2 Gewinnern.

Photo Hörmann, Innsbruck

Buch & Papier Lippott, Kufstein
„Als kleinen Beitrag zur EM08 wollten wir ein Schaufenster gestalten, dass unsere Produkte mit dem Fußball verbindet, deshalb kamen wir zu dem Thema PAPIER:BUCH. (Papier gegen Buch). Unsere Auslage wurde von den Kunden und Betrachtern sehr begeistert aufgenommen.“
Meinen Sieger gibt es morgen - jemanden der nicht auf dem EM Werbezug Trittbrett fährt und genau deshalb 3 ausgebuchte Wochen vor sich hat…
Quelle: Tirol:08
Messebesucher zu Kunden machen
Nicht nur für Burkhard Schneider ist Ludger Freese der innovativste Metzger Deutschlands. Besucher meiner Vorträge kennen den Mann von genialen Aktionen wie zum Beispiel “Wer wird Wurstmillionär” und anderen. Heute lese ich bei Burkhard von Ludgers jüngstem Geniestreich.
Die Problemstellung die es zu lösen gilt:
“Wie bringe ich möglichst viele der 16.000(!) Besucher der Gewerbemesse Visbek auch in meinen Laden?”
Hier Ludger Freeses Ansatz, zu der ich dir, lieber Ludger, ganz herzlich gratuliere! Wieder einmal beweist du, dass man für wirklich gutes Marketing nicht unbedingt teure Agenturen beauftragen muss! [Weiterlesen] »



