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Ja!Natürlich: Hausverstand statt Billigladen

Eine Supermarktkette hat genug vom ruinösen Preiswettbewerb und will sich zum Lebensmittel-Dienstleistungszentrum entwickeln.

Billa will nicht länger für „Billiger Laden“ stehen, sondern für hochwertige, natürliche und leistbare Lebensmittel. Dem ruinösen Preiskampf der vergangenen Jahre kehrt man den Rücken.

billa_hausverstand_logo.jpgEin neuer Slogan (’Billa sagt der Hausverstand.’), 27 Mio. EUR Werbebudget, Plakatwerbungen und Investitionen von bis zu einer halben Millionen Euro in jeden der über 1.000 Standorte - all das soll die Differenzierung vorantreiben.

Als erste sichtbare Maßnahme werden im Billa-Kassenbereich Ende Februar “Healthy Choices” statt der bisher üblichen Naschereien eingeführt. Diese gesunden Snacks werden maximal 150 Kalorien, 10 Gramm Fett (außer Nüsse) und keinen raffinierten Zucker enthalten.

Zwei Dinge die ich in keiner Pressemitteilung gefunden habe:

schwein_sitzend_frei_logo.jpgErstens: Wie wird Billa künftig mit seinen Kunden in Dialog treten? Sieht das die ‘neue Philosophie’ überhaupt vor? Das beliebte Ja!Natürlich-Blog wurde bekanntlich im September 2006 mehr oder weniger stillschweigend eingestellt.

Dabei wäre das gerade jetzt eine von mehreren Möglichkeiten (runderneuertes Konzept und neue ‘Besen’ vorausgesetzt!), um inhaltslose PR Phrasen in glaubhafte Argumente zu verwandeln:

Wir lassen den Preiswettbewerb endgültig hinter uns und treten mit voller Kraft in einen Vertrauenswettbewerb. [Volker Hornsteiner, Vorstandssprecher]

billa_woellersdorf.jpgZweitens: Wie werden die 16,000 MitarbeiterInnen auf dem Weg zur Repositionierung mitgenommen, damit so etwas (siehe hier) nicht passiert? Die neue, bequemere (von Nachwuchsdesignern der Modeschule Hetzendorf gestaltete) Arbeitskleidung allein, kann es kaum sein. Denn wie wir wissen ist der nicht sichtbare Teil (Einstellungen, Werte, soziale Kompetenzen) des Eisberges ein entscheidendes Kriterium für eine erfolgreiche Marke.

www.billa.at | www.makingofjanatuerlich.at
Quellen: APA, Handelszeitung

3 Linktipps:

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Flaschen als soziale Plattform

Community MarketingHab ich das Wort Fangemeinde zu oft verwendet? Irgendwie häufen sich die Fragen, wie es gelingt eine Fangemeinde und ein Netzwerk von Weiterempfehlern aufzubauen. Ein weiteres Beispiel zum Thema Communities: Jones Soda.

Das Unternehmen von Peter van Stolk produziert Mineralwasser. Kennt man den heiß umkämpften amerikanischen Mineralwassermarkt, könnte man meinen ein vergebliches Unterfangen. Falsch! Durch emotionale Bindung seiner Kunden hat Stolk ein gigantisches Weiterempfehlungs-Netzwerk aufgebaut.

Bausteine des Erfolgs:
Klare Positionierung, differenziertes Produktdesign und emotionale Bindung.

Jones Soda positioniert sich ganz klar als Mineralwasser für Menschen zwischen 12 und 24. Nicht nur durch Namensgebungen, Geschmacksrichtungen und Farbmischungen [siehe hier], sondern vor allem durch von Kunden gestaltete Etiketten [siehe hier].

4 Millionen Vorschläge hat Jones Soda in den letzten Jahren gesammelt und die Fangemeinde wartet regelmäßig mit Spannung auf die neuesten Entwürfe. So werden einfache Mineralwasserflaschen zu Sammlerobjekten. Und weil der Dialog längst zum Selbstläufer geworden ist, erreichen das Unternehmen Sprichwörter und Zitate, die mittlerweile auf die Innenseite der Verschlüsse integriert werden - besser als immer-gleiche Zahlen auf Kronenkorken von Bierflaschen.

Kunden gestalten ProdukteFast nebenbei betreibt Jones Soda die Musikplattform MyjonesMusic. Dort können Kunden des Unternehmens kostenlos Songs von Nachwuchsbands herunterladen, finden Interviews, Porträts und vieles mehr.

Kundenbindung vom Feinsten! Jones Soda hat das Mineralwasser vom reinen Produkt zu einer sozialen Plattform gemacht.

Bildquelle: Jones Soda
Buchtipp: Mavericks at Work: Why the Most Original Minds in Business Win

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Shoppingparadies 50+

Supercenter Angeloni - beispielhaftes Zielgruppenmarketing 50+Das Supercenter Angeloni in Curitiba, Brasilien, hat genau das geschafft, wovon viele nur reden aber die richtigen Ansätze noch nicht gefunden haben: Er richtet sein Angebot auf die heiß umworbene Zielgruppe der Senioren aus.

Zur Ausstattung des Shopping Centers gehören auch motorisierte Rollstühle, Sitzbänke zwischen den Spezialkassen um die Wartezeit auf Parntner oder Familie zu erleichtern, Sonderparkplätze in Eingangsnähe und vieles mehr. Wer seine Einkaufstaschen nicht allein nach Hause schleppen kann, kann sich die Einkäufe entweder liefern lassen, oder ein junger Mitarbeiter begleitet die Kunden nach Hause.

Zudem beschäftigt der Supermarkt sehr viele Senioren, ein Verantwortlicher begründet das so:

‘Wenn wir könnten, würden wir unser jüngeres Servicepersonal durch Senioren ersetzen. Sie sind zuverlässig, pünktlich und zuvorkommend. Sie fehlen nicht, sind gut gelaunt und reden mit den Kunden, während sie zum Beispiel die Ware einpacken. Ihre Arbeitsmoral ist einfach gut.’

Auch wenn ich kein Fan von solchen Pauschalierungen bin - ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das in einem Serviceparadies wie Brasilien funktionieren wird. Noch eines wäre aber interessant zu wissen: Ob z.B. Preisschilder oder auf Verpackungen aufgedruckte (nicht nur für Senioren kaum lesbare) Informationen ebenfalls zielgruppengerecht aufbereitet werden.

Wer jetzt sagt, die Ideen wären zu einfach: Es geht nicht darum ob kompliziert, komplex oder einfach, sondern darum, nicht nur zu reden sondern umzusetzen. Das Supercenter positioniert sich ganz klar auf eine Zielgruppe (50+), ohne gleichzeitig in Panik zu verfallen, damit jüngere Zielgruppen zu verschrecken. Und welche Familie macht nicht gerne der Oma die Freude dort einkaufen zu gehen, wo sie sich am wohlsten fühlt.

Gefunden bei altersdiskriminierung.de via

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Lernen von einer etwas dezenteren Branche

Wenn sogar Friedhöfe und Bestattungsunternehmen es schaffen, neue Regeln für ihre Branche zu definieren, dann sollte es eigentlich für niemanden mehr eine Ausrede geben, warum Differenzierung nicht funktionieren sollte.

4 Beispiele aus einem Gewerbe, über das man nicht so häufig spricht, und dem man auf den ersten Blick eher weniger Innovationskraft zugetraut hätte.

1. Friedwald

Neu ist in einem FriedWald der Ort des Gedenkens, ungewohnt die Umgebung.

Friedwald Naturbestattungen

FriedWald steht für ein naturbelassenes Stück Wald. In biologisch abbaubaren Urnen finden Menschen an den Wurzeln eines Baumes ihre letzte Ruhe. Und weil man im Wald leicht die Orientierung verliert, weist eine Waldkarte den Weg zur Grabstätte. Über die Kennung kann der Standort auch per Internet abgefragt werden.

Den Baum kann man übrigens selbst bestimmen. Fachmännischen Rat geben ausgebildete Förster. Die Grabpflege übernimmt die Natur. Aktuell existieren in Deutschland 15 FriedWälder. Die Idee der Waldbestattungen stammt übrigens aus der Schweiz: Dort gibt es bereits über 60.
Quellen: Wiesbadener Kurier, Friedwald Deutschland, Friedwald Schweiz

2. Naturbestattung auf österreichisch

Bergbestattung. Letzte Ruhe in den Alpen.

In Österreich sind Naturbestattungen wie oben beschrieben (noch) verboten. Ganz unmöglich sind sie dennoch nicht, wie Elisabeth Zadrobileks, Naturbestattung GmbH beweist:

Naturbestattungen in einer Form und Weise an, wie sie in Österreich noch nie dagewesen sind. Z.B. das Verstreuen der Asche auf einer schönen Blumenwiese und Baumbestattung in Bratislava, Seebestattung an der Adria und in allen Weltmeeren sowie Almwiesenbestattung in den Schweitzer Bergen.

Dass Bestatter durchaus Menschen mit Durchsetzungswillen für auch nicht-regelkonforme Innovationen sind, zeigt dieser optimistische Nachsatz auf der Homepage des Unternehmens:

In Kürze steht auch der erste “Wald der Ewigkeit” in Österreich als Alternative zur Verfügung

3. Service Corporation International (SCI)

Hinter diesem Synonym verbirgt sich ein amerikanisches Bestattungsunternehmen, das die Branchen-Regeln auf den Kopf gestellt hat, und das in einem Segment, in dem 80% der Umsätze von kleinen, regional tätigen Non-Profit Organisationen abgedeckt werden - zum größten Teil zu horrenden Preisen. SCI ist heute ein börsennotierender Konzern, weltweit tätig, beschäftigt 17,000 MitarbeiterInnen und besitzt selbst über 450 Friedhöfe und knapp 200 Krematorien.

Dazu kommen 4,500 Netzwerkpartner in 20 Ländern, die SCI seit 1999 (natürlich mit allem Drumherum wie Vermarktung, Auftritt, Organisation, Qualitätskontrolle, …) unter der Marke Dignity Memorial zusammengefasst hat. Daneben gibt es noch 5 weitere Marken. Das Prinzip von SCI: ‘Global denken, lokal handeln’.

4. Trend Öko-Friedhöfe

Öko-Friedhof

Öko Friedhöfe verzichten auf umweltschädliche Verbrennung und Särge aus teurem (Tropen-?)Holz. Bei uns eher selbstverständlich, in den USA nicht. Simplicity steht im Vordergrund. Die Bestattung erfolgt in der Regel mit Tüchern oder einfachen Holzkosten.

Der Preis beträgt somit in etwa 1/10 eines normalen (amerikanischen) Begräbnisses, nämlich ca. 500 Dollar. Auch hier reduzieren sich die Instandhaltungskosten auf ein Minimum, trotz High-Tech:

Statt aufwendigen Grabsteinen werden junge Bäume gesetzt. Damit man den Toten weiterhin einen Besuch abstatten kann, werden GPS-Nadeln verwendet, die den exakten Standort der Grabstätte anzeigen. Ein nicht zu unterschätzender Nebeneffekt: Die Öko-Friedhöfe stehen unter Naturschutz und können sich zu wahren Biotopen entwickeln, da dort kein Rasenmäher wütet oder Einkaufszentren errichtet werden dürfen.

via vitalGenuss, wo man auch dieses Video über einen Ökofriedhof findet.
Foto: Grooveygreen

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Kunsthotel: Großer Junge ganz klein

Das 'andere' Hotel. Differenzierung pur.Diese Zimmer sind einfach anders. Im Arte Luise Kunsthotel in Berlin sucht man grauen Standard vergeblich:

Alle Zimmer [siehe Bilder] des Hotels wurden jeweils von einem namhaften Künstler nach seinem Konzept gestaltet.

Die Auswahl ist derart bunt (im wahrsten Sinne des Wortes), dass wohl für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte: Das Zimmer des verarmten Künstlers, das des kleinen Jungen oder der LooneyTunes. Noch immer zu normal? Es geht auch verruchter, Moulin Rouge lässt grüßen:

Die Atmosphäre eines “Etablissements” der 20er Jahre mit rotem Samt und Brokat, dass Bett mit Tüll drapiert und exponiert auf einem Sockel, mit Rotlicht, erotischen Tänzerinnen und dem Sound der alten Fernbahn Paris-Moskau, versetzen den Gast zurück in das alte Berlin des Christopher Isherwood. [Foto und Video]

Das Hotel mit seiner angrenzenden Kunsthalle wäre doch ein wunderbarer Denkblockadenkiller und hervorragend geeignet für Ideenworkshops?! Was es aber in jedem Fall ist: Ein hervorragendes Beispiel für Differenzierung gepaart mit Querdenkertum: Denn wie oft haben Sie schon in einem Museum geschlafen?

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Bacchus Caves setzt auf die neuen Höhlenmenschen

Querdenken schafft neue MärkteUrsprünglich buddelte er sich durch Goldminen, grub Tunnel und baute Weinkeller. Heute macht der 38jährige David Provost, Chef von Bacchus Cave, 65% seines Geschäftes mit dem Bau privater Höhlen.

Schon die Römer schätzten gleichbleibende Luftverhältnisse und Temperatur unterirdischer Zufluchtsorte, vor allem für die Lagerung von Wein. In Amerika wollen jetzt immer mehr Menschen unter die Erde zurück. Nicht permanent unterirdisch zu wohnen steht im Vordergrund (ein solches Projekt hat Provost erst eines realisiert), sondern Orte zum Entspannen, Prestigeobjekte wie Felsräume mit Blick aufs Meer, Privatkinos, Bowling-Bahnen, Bibliotheken, Lagerräume, Garagen usw. [siehe Bilder]

Außerdem schätzen die Kalifornier zwei weitere ‘Nebenwirkungen‘ des Maulwurflebens: Höhlen bieten besseren Schutz bei Erdbeben und natürliche Kühlung an heißen Tagen.

Im Leistungspaket von Bacchus Cave inkludiert: Verhandlungen mit Behörden, denn auch in Kalifornien dürfen Löcher nicht x-beliebig in die Erde gebohrt werden. Provosts gutes Verhältnis zu den Offiziellen hilft, Behördenwege abzukürzen und Träume schnell und unkompliziert zu realisieren.

Warum Bacchus Caves innovativ ist? Provost hat trotz guter Auslastung, Augen und Ohren immer offen gehalten, seinen Kunden ganz genau zugehört und daraus Wünsche abgeleitet. So hat er einen kleinen aber hoch profitablen Nischenmarkt geschaffen. Dass er bereits intensiv in andere US-Staaten expandiert zeigt, dass er auf dem richtigen Weg ist.

Foto und Quelle: Bacchus Cave via Entrepreneur Magazine

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Innovative Apotheke: apo.take

Innovativer ApothekerEine Apotheke, zwei Eingänge, fünfmal so viele Kunden. Wie das geht? Durch eine gelungene Kombination aus Wohlfühlatmosphäre auf der einen und 30% Rabatte auf der anderen Seite.

Der Apotheker Christoph Richter aus Augsburg fährt seit kurzem zweigleisig. Seine Apotheke hat mittlerweile zwei Eingänge. Im ersten Eingang kommt man in seine herkömmliche Apotheke mit edlem Ambiente: Ledersessel und Regale aus edlen, dunklen Hölzern.

Durch den zweiten Eingang gelangt man in einen 130 qm großen, schmucklosen Verkaufsraum. Dort können die Kunden die 200 gängigsten rezeptfreien Arzneimittel mit einem Discount von mind. 30 % erwerben. [Best Practice Business]

Christoph Richter, Chef der i-Punkt Apotheke in Augsburg und Gewinner des Apotheken Marketingpreises 2004/2005, bezeichnet sich selbst als der deutsche Doc Morris, den er übrigens [hier] noch heftig kritisiert hatte.

Weil sein Geschäft vom ersten Tag an schwarze Zahlen geschrieben hat, will Richter das Sortiment bald auf 400 Produkte aufstocken. Eine Erfahrung bleibt ihm aber dennoch nicht erspart:

Wer sich so deutlich vom Wettbewerb differenziert, dem weht ein eisiger Wind ins Gesicht - oft ein Zeichen, dass man auf dem richtigen Weg ist.

‘Medikamente zu Handelswaren zu dekradieren’ und ‘Schlechte Beratung’ wirft die Apothekerzunft dem innovativen Apotheker vor. Warum der das nicht gelten lässt: Infokärtchen, angeordnet in Kategorien wie z.B. Erkältung oder Allergie, enthalten Auskünfte zu Inhaltsstoffen, Risiken und Nebenwirkungen. Mit diesen Karten in der Hand wenden sich die Kunden an pharmazeutisch ausgebildete Mitarbeiter, die Fragen beantworten und die Präparate aushändigen. Und außerdem gibt es viele Menschen, die über Jahre hinweg ohnehin immer zu den gleichen Lutsch-tabletten gegen Halsweh greifen…

Quelle: FTD via Best Practice Business

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Service Innovationen und wieso wir zu selten daran denken

Wie wärs mit einem Kamingespräch? Ein Bergbauer erzählt Geschichten aus seinem Leben.Kaum fällt in einer Diskussion mit Managern und Firmenchefs das Wort Innovation, folgt auch schon der Satz: ‘Ja, wir brauchen unbedingt ein bahnbrechendes neues Produkt.’

Geht es wirklich immer nur um Produkte? Wie wärs mit neuen Vertriebswegen? Oder mit Service-Innovation?

Ein alter, rühriger Zillertaler Bergbauer erzählt an kalten Winterabenden vor dem wohlig warmen Hotel-Kamin Geschichten aus seinem Leben. Der Hotelier grinst zufrieden: ‘Die Gäste sind glücklich und bleiben im Hotel. Und zu Hause reden sie mit ihren Freunden und Bekannten darüber.’

Burkhard Schneider hat in seinem Blog heute die Frage gestellt:

‘Schon seit vielen Jahren befinden wir uns in der Dienstleistunggesellschaft [..] Weshalb wird aber viel mehr Zeit und Geld darin investiert, Produktinnovationen und nicht Serviceinnovationen zu generieren? Warum berichten die Medien lieber von einem neuen Produkt als einer neuen Serviceidee?’

Bei den Antworten verweist er auf einen Beitrag von Jeffrey Phillips:

- Produktinnovationen sind besser skalierbar.
- Produktinnovationen können durch ein Patent geschützt werden.
- Viele Firmen erkennen nicht den Wert einer Serviceinnovation.

Stimmt. In vielen Workshops habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht, dass Produktideen gegenüber Serviceideen nicht nur in der Mehrheit sind, sondern spontan auch höher bewertet werden. Dabei wären diese sehr oft kostengünstiger und einfacher realisierbar - und der Effekt ist mindestens der selbe.

Bevor Sie krampfhaft an neue Produkte denken: Überlegen Sie, mit welchen Leistungen Sie die Welt beeindrucken könnten. Visualisieren Sie einen typischen Tagesablauf - mit all seinen Ecken und Kanten. Beginnend mit dem morgendlichen Aufwachen, dem Kaffeefleck auf dem weißen Hemd, dem Abholen der Kinder vom Kindergarten, den Problemen ‘Was koche ich heute?’, ‘Wie sieht mein Kontostand aus?’, ‘Wie beeindrucke ich meine blöden Nachbarn?’, ‘Wo finde ich einen guten Zahnarzt’, und und und…

Sie werden überrascht sein, wo, wann und wie Sie Ihren Kunden tagtäglich nicht nur helfen, sondern sie auch begeistern könnten.

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Men In Black - Langweiliges IT Service wird zum Erlebnis

Gelangweilt sitzt Marsha in ihrer 2 Quadratmeter Zelle eines amerikanischen Großraumbüros. Sie wartet auf den bummeligen IT-Servicetechniker mit der dicken Hornbrille, der ihr bei den Problemen mit dem Netzwerk helfen soll. Und dann traut Marsha ihren Augen nicht…

Sie treten auf wie die BluesBrothers, tragen dunkle Anzüge, weiße Hemden und Krawatten. Sie sind keine Techniker, sie sind Agenten, die auch YouTube und Flickr fürs Marketing nutzen. Sie sprechen so, dass auch Computer-Laien sie verstehen und sie haben Spaß an der Arbeit - sie sind Freaks und gleichzeitig die Men In Black.

Geek Squad - ein amerikanisches Unternehmen das Netzwerke repariert und bei PC Problemen hilft - so wie zig-tausende andere auch. Deshalb mussten sich die Gründer etwas überlegen: Langweiliges Computer-Service wird zum Erlebnis. Statt grauem Büroalltag, Unterhaltung und Emotionen. Das macht Geek Squad anders - und erfolgreich.

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Über mich / Vita

Hannes Treichl ist geschäftsführender Gesellschafter von VOdA, selbständiger Managementberater und Vortragender mit langjähriger internationaler Management- und Führungserfahrung.

Prix Multimedia Gewinner, Multimedia StaatspreisSeine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Positionierung, Differenzierung und Innovationscoaching. Zentrale Elemente der Beratungstätigkeit bilden u.a. auch die neuen Möglichkeiten des erwachsen gewordenen Internet (”Web2.0″), die Entwicklung und Implementierung von Positionierungs-Strategien, sowie Aufbau und Management von Communities.

Funktionen und Organisationen

Das von Hannes Treichl herausgegebene Internet-Journal ANDERS|denken, war bereits nach kurzer Zeit Österreichs meist verlinktes Business Blog mit täglich über 2.000 Lesern.


Sonderbeilage “Die Presse”, 22.9.2008


Erfahrung

hannestreichl.jpg12 Jahre Management Erfahrung, davon 10 Jahre in Führungspositionen internationaler Teams bei Swarovski.

Vortragender und Leiter von Workshops und Seminaren weltweit.

Europrix Qualitätssiegel

Auszeichnung europäisches Qualitätssiegel für Multimedia-Projekte Europrix Quality Seal. Vier Auszeichnungen Multimedia & E-Business Staatspreis, Kategorien Wissen & eLearning, Information & Marketing.

Auslandseinsätze u.a. in China, Hong Kong, Indien, Thailand, Korea, Indonesien, Malaysia, Singapur, USA, Brasilien, Türkei, Deutschland, Großbritannien, Irland, Kroatien, Slowenien, Tschechien, Italien, Frankreich, Polen und anderen EU Staaten.

Mitglied der Wirtschaftskammer Österreich (WKO)

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Sky Nannies

Serviceinnovation Gulf Air. Sky Nannies.Als ich vor einigen Tagen mit meiner Frau und meinen beiden Kindern auf dem Rückflug von Afrika war, erinnerte ich mich an eine innovative Idee der Gulf Air. [Weiterlesen] »

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