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Was ist Web2.0? - “Großer Körper, kleines Gehirn.”
Immer wieder schmunzle ich darüber, wie subjektiv Ergebnisse diverser Studien über Web2.0 interpretiert werden. Anlass für eine Diskussion mit einem sehr konservativen IT-Berater waren gestern folgende Textpassagen.
“Die Befragten kritisieren in überraschender Deutlichkeit die für das Web 2.0 typischen Angebote mit weitgehend ungefilterten, nutzergenerierten Inhalten als oberflächlich und nicht förderlich für die eigene Entwicklung. [...] Auch wenn das tatsächliche Konsumverhalten oft noch eine andere Sprache spricht, suchen die Menschen verstärkt nach Medien, die sie dabei unterstützen, sich zurecht zu finden und Zusammenhänge zu verstehen. [...] Große Hilflosigkeit macht sich breit angesichts der schieren Menge der Inhalte. [...] Fazit: “Das Mitmach-Web 2.0 verliert an Faszination. Der Hunger nach Qualität steigt.” (nextpractice IT Beratung)
“Sehen Sie,” meinte der Berater, “Blogs, Social Networks, User generated content sind doch nur Luftblasen. Das wird alles mit jedem Tag irrelevanter.” Ganz so sehe ich es nicht, denn Qualität impliziert nicht, dass Inhalte nur von einer Quelle stammen und Kommunikation linear (einseitig) sein soll - im Gegenteil. Wie also interpretiere ich die Studie anders? Eine Antworten gibt sie selbst:
“Für die Befragten verbindet das ideale Medium die Aspekte Komplexitätsreduktion, Nachhaltigkeit und Sinnstiftung mit Formen aktiver Beteiligung und spontaner Eigendynamik. Es trennt Wichtiges von Unwichtigem, erhöht das Verständnis für die Welt und liefert authentische Informationen, die eine hohe Alltagsrelevanz besitzen.”
“Was heißt das für mich?” fragt der dritte am Tisch - der Unternehmer. Legt man die vor allem auf die strukturelle Beschaffenheit von Medien ausgelegten Erkenntnisse auf ihre Bedeutungen für Unternehmen um, kommen wir zu einem Ansatz, den ich kürzlich schon einmal zitiert habe:

Danke, Jörg, für den Hinweis auf deinen aus dem englischen übersetzten Beitrag “Warum traditionelle Corporate Websites irrelevant werden”, in dem du schreibst:
“Die Unternehmens-Website ist eine unglaubliche Ansammlung von übertriebenem, künstlichen Markenbewusstsein und für das Unternehmen sprechenden Inhalten. Eine Folge davon ist, dass Entscheidungen, denen man vertraut, an anderen Orten im Internet getroffen werden. [...] Die Unternehmens-Website der Zukunft wird eine glaubwürdige Quelle von Meinungen und Fakten sein, geschrieben sowohl von dem Unternehmen als auch von der Communitiy. Das Ergebnis? Eine wirkliche erste Anlaufstelle, wo Informationen über bessere Produkte und Leistungen fließen.
Wir beginnen, den Kunden dabei zu sehen, den Unternehmens-Newsletter zu schreiben, beziehen Blogs der Industrie mit ein, binden Audio- und Video-Medien ein, Kunden-Ratings, -Rankings und -Umfragen, welche Eigenschaften sie verbessert haben möchten, Produkt-Teams, die direkt mit Kunden zusammen arbeiten, in Echt-Zeit und Kunden, die sich gegenseitig unterstützen.” [Jeremiah Owyang]
Also doch wieder “Mitmachnetz” und keine Spur von schwindender Faszination. Nur die Gatekeeper werden zukünftig andere sein als heute!
Nachsatz:
Mir fällt dazu noch eine Schlagzeile vom Oktober d.J. ein: Social Networks, der Boom ist in 5 Jahren vorbei. [Quelle: iBusiness]
Bin ich nicht gerade der Betreiber eines Social Network Portals kann es mir eigentlich egal sein, ob der Boom überhaupt nie endet oder tatsächlich in 5 Jahren vorbei ist. - Zumindest habe ich noch 5 Jahre Zeit um neue Kontakte zu knüpfen, Social Networks für Marktforschung zu nutzen oder gar neue Kunden zu gewinnen.
Ist eben alles relativ und zum Glück ist Veränderung eine Konstante…
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Verlierer Werbung
Die Strategie- und Technologieberatung Booz Allen Hamilton hat deutsche und amerikanische Konsumenten nach ihrem Konsum- und Kaufentscheidungsverhalten befragt und liefert einige Zahlen für Statistikfreaks betreffend der Wirksamkeit von klassischer Werbung, Direktmarketing sowie mittelbaren Kontaktkanälen in Form von Empfehlungen und Produkttests.
Vor allem beleuchtet die Studie (zur Pressemitteilung) den “dramatischen Bedeutungsverlust klassischer Medien”, aber auch für andere Unternehmen lassen sich Chancen ableiten:
Die Bedeutung emotional aufgeladener Kaufsituationen, interaktiver Ansprache sowie der persönlichen Beratung nimmt klar zu. [...] Entgegen dem Informationsüberfluss in der Vorkauf- und Kaufphase bestehen im After Sales-Bereich erhebliche Defizite. Denn nur 13% der Konsumenten fühlen sich nach einem Kauf gut betreut. Hingegen wünscht sich jeder fünfte Kunde eine individuelle Rückmeldung nach dem Kaufabschluss, und weitere 30% sind einer aktiveren Kommunikation gegenüber aufgeschlossen.
Auch wenn in der Pressemitteilung nicht explizit erwähnt, könnten als ein Beispiel für aktive (integrierte) Kommunikation auch der Einsatz von Social Media (z.B. Blogs) gedacht werden. Wer es darüberhinaus noch schafft, Kunden in Communities oder in die Entwicklung eigener Produkte und Kampagnen (weiter Schlagworte: Open Innovation, Crowdsourcing, User generated content) einzubinden, gewinnt noch mehr:
So ist die Bereitschaft zur Preisgabe persönlicher Daten erstaunlich hoch. Je nach Produktsegment sind zwischen 50% und 80% der Kunden bereit, soziodemographische Daten sowie Nutzungsdaten offen zu legen. Als Gegenleistung erwarten sie insbesondere eine bevorzugte Behandlung als Produkttester, spezielle Angebote oder Preisnachlässe.
Vieles davon sind keine wirklich neuen Erkenntnisse und andere Studien mögen noch wesentlich bessere Anhaltspunkte für segemtspezifische Konsumentscheidungen liefern, aber einige Menschen werden eben vor allem dann hellhörig, wenn Branchengrößen wie Bruce Allen oder andere Zahlen wie obige in die Welt setzen.
Weil es ein wenig zum Thema passt, hier noch ein Schreiben das ich vor einiger Zeit von jemanden erhalten habe, der bis zum Start seines Blogs und den daraus resultierenden Gesprächen vergeblich in Offline- und Online-Marketing investiert hatte. Viel besser kann man die Wirkungsmöglichkeiten von Social Media kaum mehr erklären.
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):Gestern Mittag war ich noch ziemlich down – die übliche Geschichte mit dem Kundensuchen … Am Abend rief mich jemand aufgrund des IT-Auftritts an, er ist durch google-Suche auf mich gekommen. Dieser Jemand ist seit heute Vormittag mein Kunde. Ich kann mich nur nochmals tausendmal bedanken, wenn schon nach so kurzer Zeit so ein Echo entsteht, dann könnte ich mir zukünftig die klassische Akquisition mit Brief, Telefonat etc. vielleicht auch schenken?
Hätt ich mir im Finanz- und Wirtschaftsbereich nie vorstellen können – das Blog hab ich ursprünglich eigentlich nur als Zugabe gesehen! Mittlerweile werden ich in google zu keywords gefunden, die GENAU meinen Bereich betreffen – unglaublich!
community Marketing presse & medien studie web2.0/social media werbung
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Wikipedias Ignoranten
Ich habe heute am Flughafen auf dem Weg nach Berlin eine Studentin getroffen, die mir - so wie vor ihr schon dutzende andere - ihr Herz über einen Professor ausgeschüttet hat, der Wikipedia und Blogs nicht für Zitierungen in schriftlichen Arbeiten akzeptiert. Ok, so sind eben die Regeln! Erst später sollt Ihr in Unternehmen wieder lernen, wie man mit Wikis umgeht, und sie als Wissens-Management-Systeme nutzt.

Aber: Kann mir jemand sagen, warum ich wöchentlich 5 Anfragen von Euren StudentInnen zu Interviews bekomme? Meine Antworten akzeptiert Ihr als Zitate. Das was in meinem (und anderen) Blogs steht nicht?! Vielleicht stimmt es, dass 10% in Wikipedia Mist sind - aber mindestens genauso viel (veralteter) Schrott steht in vielen Büchern.
Worum geht es? Ums Recherchieren und kritisch geprüfte Inhalte zu neuem Wissen zusammenzufügen, oder darum (t)Eure Publikationen zu kaufen? “Nein, es geht darum, dass das was heute in Wikipedia steht, nächsten Monat schon wieder ganz anders formuliert sein könnte.” - Hoffentlich sogar, nämlich aktueller!
“Blogs und Wikipedia dürfen in meinem Kurs nicht zitiert werden!” Ich veröffentliche mein Blog morgen über Books on Demand auf 1.000 Seiten Papier, und 5 Tage später dürfen Eure Studenten es als Quelle verwenden.
Versteh ich nicht.
Vielleicht erklärt es mir jemand?!
kritik Marketing studie
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Was bringt ein Business Blog?
Einen persönlichen Einblick wozu ich Energie in mein eigenes Blog investiere, habe ich vor einiger Zeit schon gegeben.
Robert und Thomas weisen auf eine Studie aus Großbritannien hin (befragt wurden 300 Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern), die einige interessante Zahlen enthält. Ein Vorgeschmack:
- 50% der befragten Unternehmen geben Business Blogs heraus, oder motivieren zumindest ihre MitarbeiterInnen, regelmäßig in Blogs Kommentare zu hinterlassen.
- Für jedes dritte Unternehmen hätten sich durch Bloggen Geschäftsmöglichkeiten ergeben, und gut die Hälfte schreibt dem Blog positive Business-Effekte zu.
- 2/3 der Unternehmen mit Business Blog wollen primär Feedback von Kunden erhalten.
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Ich überleg mir beim Lesen dieser Zeilen (vor allem des letzten Punktes) gerade, ob ich einfach mal ein paar bloggende österreichische Unternehmen nach ihren ganz persönlichen Erfahrungen befragen, und das Ergebnis hier veröffentlichen soll?!
Durch die Liste wären wir ja relativ schnell durch. Hat irgendwer Lust zum gemeinsamen Erstellen von 5-10 Fragen? Immerhin sollen die Statements meinen Lesern Antworten geben, weniger mir selbst.
Mehr zur Studie aus UK übrigens bei Neville Hobson
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Die Antwort liegt irgendwo da draußen
IBM hat 765 CEOs aus Amerika, Europa und Asien zu ihren Innovationsstrategien befragt, und die Ergebnisse in einer Studie veröffentlicht.

Original picture by Dani, Wellington, Australia via Flickr. Thanks for sharing!
Force an outside look…every time – Push the organization to work with outsiders more, making it first systematic and, then, part of your culture. [...] When asked which sources their companies relied on most for their innovative ideas, CEOs’ responses held some surprises.
Business partners were right near the top of the list – just behind the general employee population. And customers were third, which means two of the top three significant sources of innovative ideas now lie outside the organization.
Internal R&D, on the other hand, was conspicuously buried much further down the list. Only 17 percent of CEOs mentioned it. [...] External sources were not only prevalent in the ranking of CEOs’ most significant sources of ideas, they also comprised a substantial portion of the overall quantity of ideas.
An und für sich nichts Neues, dennoch ist die Studie einen Blick wert. Die zwei zentralen Fragen bleiben weiterhin:
- Wie binde ich meine Kunden in Innovationsprozesse ein?
- Wie gelingt es mir Menschen aus Unternehmen mit unterschiedlichen Kulturen zur Kooperation zu motivieren, so dass eine gemeinsame Vision entsteht?
aus: Expanding the Innovation Horizon, IBM CEO Study 2006 (pdf Download)
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Internet-Werbebudgets schlagen Radio

Foto: Flickr
…sagt ZenithOptimedia in einer Pressemitteilung [siehe hier]. Soweit sein soll es schon 2008. Ist das endlich der Anfang vom Ende des “Blödmann - Gekreisches” zum Frühstück? Wohl kaum. Trotzdem interessant:
- ZenithOptimedia predicts internet adspend to overtake radio in 2008, a year earlier than forecast in December
- The internet will grow six times faster than traditional media between 2006 and 2009 and increase its share of the ad market from 5.8% to 8.7%
- All of the fastest-growing ad markets are in the Middle East and Central & Eastern Europe
- These regions are growing at double-digit rates, compensating for an underperforming North America (Anm.: und auch Österreich, wo im Jahr 2006 laut Focus Media Research nur 1,2 Prozent der Werbeausgaben auf das Internet entfallen.)
- World adspend to grow 5.2% in 2007, on par with long-term trend
- Olympics, elections and football to lift growth to 6.2% in 2008
Ob die rasante Entwicklung auch an der Glaubwürdigkeit liegt? Kann “Werbung” überhaupt glaubwürdig sein? Die Antworten darauf überlasse ich den professionellen Werbern, in jedem Fall sollte man darüber nachdenken wenn die Werbeagentur nächste Woche wieder über Radiospots und Postwurfsendungen redet. Werbeplanung.at hat bereits im März auf eine Fokus Studie verwiesen und zusammengefasst:
60 Online-Werbemittel wurden abgetestet, um einen Vergleich zwischen Online und klassischer Medien hinsichtlich der Werbewirkung zu erhalten. [...] Vor allem beim Informationsgehalt (29 %), bei Verständlichkeit (28 %) und Auffälligkeit (17 %) kann Online-Werbung punkten und lässt klassische Werbemittel wie Print, Hörfunk oder Plakate hinter sich. [werbeplanung]
Ich weiß - ‘nur eine Studie’ und Guerilla Marketing Aktionen, Viralmarketingeffekte oder die Wirkung von Blogs und user generated content dürfte hier wohl nicht erfasst sein.
Dennoch ließen mich die Inhalte ein wenig Schmunzeln, weil auch wir uns erst vor einigen Tagen im Rahmen eines Beratungsprojektes gemeinsam mit einer Agentur gegen klassische Medien und für eine Kampagne im Internet entschieden hatten. Über den Widerstand der Immer-Schon-Dagewesen-Agentur zu schreiben erspare ich mir jetzt allerdings.
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Waterworld

Das niederländische Unternehmen Dura Vermeer setzt auf schwimmende Häuser als Ausweg aus den Folgen des Klimawandels: Fluten, Hochwasser und knapper werdende Baugründe.
Doch wenn der Fluss anschwillt und über die Ufer tritt, dann löst das Hochwasser die Häuser von ihrem Fundament und hebt sie bis zu 5,5 Meter an. [...] Damit die Häuser dann nicht wegtreiben, sind jeweils zwei von ihnen gemeinsam an zwei hohen Pfählen befestigt, an denen sie hinauf- und herabgleiten können.
Ob die Idee wirklich funktioniert weiß noch niemand, denn die jeweils 300.000 Euro teuren Häuser existieren erst seit einigen Monaten. Sie wurden an einem Ort errichtet, an dem gewöhnliche Gebäude auch in den hochwassererfahrenen Niederlanden niemals gebaut werden dürften [...] in der Nachbarschaft des Amsterdamer Flughafens Schiphol könnte von 2010 an eine ganze schwimmende Stadt entstehen. Machbarkeitsstudien für die Schulen, Supermärkte, Straßen und 12 000 Wohnhäuser gibt es schon.
[Uni Münster]
Schönes Beispiel für nachhaltige Bauweise ohne negative Auswirkungen auf den Lebensraum - und die Kundengruppe ist bekanntlich keine kleine.
Ein Video wie die schwimmenden Häuser funktionieren gibt es hier.
Fotos: Gouden Kust | Quellen: Uni Münster, BBC, treehugger
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Wohin mit dem Werbebudget?
‘Nehmt mir meinen Fernseher, verbrennt meine Bücher und lasst mich in Ruhe mit Zeitungen - aber bitte lasst mir meinen Computer und den Internetanschluss!’
[Bild anklicken zum Vergrößern]
So oder so ähnlich könnte das Ergebnis einer Studie des Medienpädagogischen Forschungsverband Südwest (MFPS) in Stuttgart interpretiert werden, in der der Umgang von 12-19jährigen mit Medien untersucht wurde.
Was machen die mit Computer und Internet?
Multitasking-fähig sind die Bengel auch noch. Wahrscheinlich besonders während der Werbezeiten!
‘Naja, aber die spielen doch nur und laden illegal Musik herunter!’
Ed Wohlfahrt fast das so zusammen:
Als Touristiker oder als Anbieter im Bildungssektor würde ich mich z.B. fragen, wie ich genau mit dieser Zielgruppe ins Gespräch kommen kann. Warum? Weil sie die Gäste von morgen und übermorgen sind! Und vielleicht auch deshalb, weil sie sich - natürlich neben viel Computerspielerei, etc. - auch aktiv mit den Fragen ihrer Zukunft (z.B. Aus- und Weiterbildung) beschäftigen.
Bitte nochmal lesen: Ed sagte Gespräch, das wäre um einiges mehr als Banner-Werbung und Suchmaschinenoptimierung (Ja, ich weiß: Der eine oder andere Bildungszweig ist ganz stolz darauf, diese beiden Themen inzwischen in diverse Lehrveranstaltungen eingebaut zu haben!)
Ed sagte die Gäste von morgen. Die entscheiden aber schon heute (mit), wo die Reise hingeht! Ergo: Wenn es morgen soweit ist, wann sollte ich dann zu handeln beginnen? Fällt mir noch das hier dazu ein:
‘Verrückt ist, wer immer wieder das Gleiche tut und dennoch auf ein anderes Ergebnis wartet.’ Different Thinking! Anja Förster, Peter Kreuz
Die ganze Studie gibt es in Ed Wohlfahrts Blog zum Download. Danke, Ed, für diesen Link!
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Viel zu cool für eine (Arbeits-)zelle
An anderer Stelle hat Alexander Greisle kürzlich dazu aufgerufen, Fragen über das Büro der Zukunft zu stellen. Damit auch das [siehe Video 'My Cubicle'] nicht passiert, beschäftigt sich das Fraunhofer Institut im Projekt office21 mit diesem Thema.
Eine kleine Inspiration ist ein aktueller Beitrag bei Positivesharing: ‘10 wirklich coole Arbeitsplätze’.
Zu sehen gibts dort u.a. Berghütten-ähnliche Pixar Büros, die Rutschbahnen von Red Bull, die bemalbaren Wände bei Mindlab, Billiardtische bei Google und einen ‘Konferenztisch’ bei dem garantiert niemand mehr einschläft.
Ein anderes Blog in dem es auch um Büros geht ist OnMyDesk. Melanie schrieb dazu in ihrer Vorstellung:
‘On My Desk ist ein interessantes Weblog, in dem das Arbeitsumfeld von Künstlern und Kreativen gezeigt wird. Es werden jeweils mehrere Bilder gezeigt und die Besitzer erläutern, was es mit dem einen oder anderen Feature auf sich hat.’
PS: Um welche technische Hilfsmittel Architektenbüros in Zukunft reicher sein könnten, darum gings in einem früheren Beitrag. Was mir dazu noch einfällt steht hier oder hier.
Quelle: Positivesharing via StyleSpion via Surfgarden | OnMyDesk
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ANDERS|denken Blitze (Woche 40)

Weils manchmal etwas schneller gehen muss …
11x ANDERS|denken im Schnelldurchlauf.
Mensa-Speiseplan per Handy
Die Mensa der TU-Dresden bietet einen ganz besonderen Service: Die Studierenden können sich den Speiseplan kostenlos auf ihr Handy laden. Vorbildlich: inklusive Zusatzstoffen. [Gesundheitsblogger]
(Un-)Sympathisch?
Wie Sie mit der Sympathie-Matrix die richtigen Kunden und Ihre Mitarbeiterinnen die richtigen Aufgaben finden. Kostenloses Tool von Jörg Weisner. [Job & Joy]
Die 10 brilliantesten Köpfe unserer Zeit
The Fifth Annual Brilliant 10 - Worms, planets, extra dimensions: just a few of the things that inspire the most creative young scientists of the year.
McZahn - Einer ist anders und alle schreien
Mit einem neuen Konzept, nämlich Zahnersatz zum Nulltarif, rollt McZahn gerade den deutschen Markt auf. [Ed Wohlfahrt]
Wenn Business Angels zuschlagen
Serviceverweigerer Achtung: Bewertungsplattform erobert Europa! Qype erhält 7stellige Erstfinanzierung. [Themenblog]
Video der Woche
Management-Tipp: Konfliktmanagement via fliegende Fäuste. Endet so Alonso gegen Schumacher?
Was du machst, ist ganz egal
Der SpiegelOnline über die Chancen im neuen Internet. ‘Neben dem Vertrauen auf eine Nutzerschaft, die sich ihre Inhalte selbst schafft, eint die Web 2.0-Entrepreneure der Glaube an eine Werbewelt der Zukunft, in der Markenartikler in den Internet-Communities maßgeschneiderte Zielgruppen für ihre Produkte vorfinden.’ [VisualBlog]
Zelte aus Beton
Es gibt derzeit ungefährt 35 Millionen Flüchtlinge weltweit und für deren Unterbringung wurde das “Zelt aus Beton” erfunden.
[Ideentower]
Lebensgefahr für den stationären Handel?
“…die Online-Shops machen derzeit vorallem CE-Fachmärkten zu schaffen. Händler klagen darüber, dass sich Kunden in den Märkten schlaumachen und dann im Internet zum besten Preis kaufen.” [ServiceSells]
Weblogs beglügeln eLearning
Das E-Learning erlebt unter dem Schlagwort Web 2.0 einen Aufschwung, weil die technischen Einstiegshürden sinken, die Informationsangebote immer enger miteinander vernetzt und die Lerninhalte aktueller werden. [Handelsblatt]
Singende MitarbeiterInnen bei Henkel
Schon mal was vom Henkel Song gehört? ‘Ganz entscheidend gür ein Unternehmen ist die eigene Identität. Ein gemeinsames Lied erinnert daran, was die eigenen Werte sind.’ Naja - klingt ein wenig nach einem schnulzigen Disney Soundtrack…
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Mitarbeiterblogs - Giftpfeile ins blutende Unternehmerherz

Quelle: Gapingvoid
‘Querschüsse aus den eigenen Reihen? Nicht loyale MitarbeiterInnen? Nein, so etwas gibt es bei uns nicht… [lange Pause] … Zumindest glauben wir das.‘
Microsoft Mini, Walmartsucks, Nestlé Suisse Real News. Das Internet (Web 2.0) machts einfacher denn je. Frustrierte MitarbeiterInnen schreiben, quasi von ihrem Arbeitsplatz aus, angenehme und schockierende News, Gerüchte und (Halb?)Wahrheiten über ihre Arbeitgeber, deren Produkte oder sogar über Kunden:
Heute war Valie Export im Büro. Das war irgendwie ziemlich erschreckend: einfach eine Frau Mitte 60 in Capri-Hose und Schlabberbluse, die ich fast nicht erkannt hätte, überhaupt keine Erscheinung, vor der man vor lauter Ehrfurcht in die Knie geht oder wegen deren künstlerischer Bedeutung man ins Stottern gerät. Wohl eine gealterte Heldin.
Die ganze Welt liest mit. In Kombination mit einer immer nach Sensationen suchenden Presse, werden Blogs zu Giftpfeilen für jede Strategie [Tagesanzeiger], [Basic Thinking]
Wozu dieser Beitrag? Er kam mir während einer Diskussion mit Führungskräften. Es ging auch um Ängste vor den Gefahren des Internets und ‘wie man MitarbeiterInnen besser kontrollieren könne’.
*kreisch* Meine Güte, wie unprofessionell kann ein Büro denn sein?! Wäääääh…
Kontrolle - ein Denkfehler?! Neue Internetanwendungen (Social Software) sind nur ein effektives Werkzeug, mit dem sich Frust einfacher bewältigen lässt. Das Problem dabei: Die ganze Welt liest mit, wie mitten aus Ihrem Unternehmen Giftpfeile abgeschossen werden. Gallup verfolgt den Motivationsgrad von MitarbeiterInnen seit Jahren,:

[Quelle: Presseportal]
Nur noch 13% Ihrer Mitarbeiter sollen motiviert sein? Schockierende 18% sind demotiviert und haben innerlich gekündigt haben? Bleiben 69% die Dienst nach Vorschrift machen.
‘Aber doch nicht in meinem Unternehmen!’
Ich wünsche es Ihnen von ganzem Herzen. Aber die Augen zu verschließen ist nicht die Lösung. Was diese Zahlen wirklich bedeuten:
9 von 10 Mitarbeitern, die ein (zu großes) Potenzial für Negativschlagzeilen, schlechte Mundpropaganda und andere destruktive Handlungen darstellen.
Was tun?
Lösungsvorschläge gibt es viele. Die meisten stammen von Beratern, Predigern, Besserwissern. Menschen die noch immer Unternehmensleitbilder verkaufen und davon überzeugt sind, dass dadurch alles besser würde. Schwachsinn! Leitbilder bekommen Sie auch bei Dilbert - gratis!
Kaum jemand hat ‘Führen’ gelernt - zumindest nicht in Seminaren. Was eine ‘gute Führungskraft’ auszeichnet, ist zu komplex, um in 1-3 Tagen vermittelt zu werden. Vergessen wir 90% aller Führungstrainings! In den meisten davon geht es darum, wie man MitarbeiterInnen auf wundervolle Art manipuliert. Manipulation erzeugt Gleichheit. Sie brauchen Vielfalt. Um Vielfalt zu managen müssen Sie Menschen verstehen. Nicht das, was sie sagen - sondern was sie sagen wollen!
‘Frau E. hat unser Unternehmen nur verlassen, weil sie es sich woanders besser machen konnte.’
Fangen Sie an, wirklich zuzuhören. Jeder erfindet gerne eine Vielzahl an Ausreden, um der Wahrheit nicht ins Gesicht sehen zu müssen.
Niemand verlässt ein Unternehmen in dem er/sie sich wohl fühlt, Einsatz zeigen und am Erfolg mitwirken kann. Um ein Unternehmen zu verlassen, bedarf es einer Mitgliedschaft im Club der (87%!) Demotivierten.
Es wäre ‘eigentlich’ ganz einfach.
‘Ich hab Bürolangeweile. Oder wenn das nicht, dann zumindest ein Motivationsproblem. Dabei mache ich ja momentan eigentlich ganz coole Sachen [...] Trotzdem Langeweile.’
Warum hören Manager diese (sogar gebloggten) Hilfeschreie nicht? Hier ein Tipp den Sie schon morgen umsetzen könnten:
Schenken Sie Ihren Mitarbeitern das Wertvollste das Sie haben - Ihre Zeit! Gespräche abseits von Besprechungen und (Muss-)Mitarbeiter- oder Ziel-Erreichungs-Gesprächen. Nur ein paar ehrlich gemeinte Minuten mehr. Zeit zum Zuhören. Zeit um über Ideen, Vorschläge, Entwicklungsmöglichkeiten aber auch Sorgen und Ängste zu reden. Und letztere gibt es wie Salz im Meer.
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):‘Mein Chef hat heute zu mir gesagt ‘Och, du bist ein Schatz.’ Nun. Das ist unüblich. Aber doch nett.’
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Verkehrslawinen als Quelle erneuerbarer Energie
Eine ägyptische Innovation soll im Vorbeirollen Strom erzeugen und tausende neue Arbeitsplätze schaffen. Das erhofft sich zumindest EEP (Egyptian Electric Padel) nach dem ersten Pilotprojekt in Kairo.
Die Idee: Die Energie vorbeifahrender Autos soll genutzt werden, um Strom zu erzeugen. Dafür sorgen unter dem Straßenbelag eingelassene Drucksysteme - Stromerzeugung zu 50% der heutigen Kosten. Eine Studie der EEP rechnet vor, dass beim Ausbau des Systems allein in Ägypten 250.000 bis 500.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden könnten.
Mit dem Projekt dürfte es dem Ingenieur Ihab Abdel-Karim gelungen sein, die Nachteile überfüllter und von Verkehr geplagter Straßenzüge, in einen Vorteil zu verwandeln. Eine 100 Kilometer lange Straße mit ‘nur’ 5.000 Autos pro Tag, könnte ebenso viele Haushalte mit Strom versorgen. Umgelegt auf die Inntalautobahn könnte der Transitverkehr somit fast eine Stadt in der Größe Innsbrucks mit Strom versorgen.
Das erste System wurde vor 3 Jahren in Kairo’s Josef Tito Street gebaut. Auch Politiker sind von den ersten Erfolgen begeistert. Die Innovation hätte ausreichend Potenzial, um auf weltweites Interesse zu stoßen. Al-Ahram schreibt dazu passend:
If the Egyptian Electric Pedal is to keep its first ‘E’, somebody will have to act fast.
Quelle: EEP via Al Ahram Weekly
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Wen kümmern ein paar Gramm mehr oder weniger?
Während meine ehemaligen Radrennsportkollegen verzweifelt versuchen, linear zum zunehmenden Körpergewicht, Nullkommairgendwas-Gramm an ihren Rennmaschinen einzusparen, zeigt XylonBikes Räder aus Holz. Das Gewicht dürfte hier keine Rolle spielen.
Außergewöhnliche Designs mit denen man auch in den anonymsten Großstädten auffallen wird. Bei der Ausstattung begnet man namhaften Herstellern wie Shimano, Selle Royal und Schwalbe wieder. Bilder gibt es auf der Homepage von XylonBikes.
Ob es sich bei den Holzrahmen und Designstudien handelt, oder ob sie es bereits zur Marktreife geschafft haben, läßt sich leider nicht herausfinden. Keine Händlerangaben, keine Preise, lediglich eine eMailadresse für weiteren Kontakt. Vielleicht gibts demnächst mehr zu sehen…
Quelle: XylonBikes via Ride with Lugs
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