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Technisches K.O. nach Fehler in Runde 1

Innovation braucht FehlerVor kurzem erzählte mir ein Freund niedergeschlagen von einem Projekt an dem er mitarbeitet. Kopfschüttelnd meinte er: ‘Wir kommen nicht weiter, und ich verstehe nicht, warum wir immer wieder die gleichen Dinge falsch machen.’

Die gleichen Dinge falsch machen. Darüber schreibt auch Bob Sutton, Unternehmer und Autor, in seinem Blog ‘Work Matters‘. Innovation blüht dort, wo Fehler gemacht werden dürfen - ohne gleichzeitig Kopf und Kragen zu riskieren.

‘And if you want creativity without failure, you are living in a fool’s paradise.’ Amen.

Wie gehen wir mit unseren Fehlern um?

Auch Chirurgen lernen aus Fehlern, wenn sie neue Operationsmethoden testen. Makaber, aber wahr. Ein Chirurg der einen tödlichen Fehler verschweigt, begräbt tausende weiterer Patienten gleich mit.

Was aber passiert in Unternehmen jeden Tag? Ein kleiner Fehler und die Zwischenurteilsneurotiker stoppen jedes Projekt. Oder aber wir kehren Fehler unter den Teppich. Wir haben Angst vor Spott, Hohn und einem Ende des Aufstiegs auf der Karriereleiter. Außerdem war ohnehin der Kunde schuld. Der hätte nämlich im Rahmen unserer Marktstudien die richtigen Infos abliefern sollen. Nichts als Ausreden! Eingeständnisse sind Schwächen.

Vergeben heißt nicht Vergessen!

Vergeben heißt Erinnern, heißt Lernen! Lernen funktioniert nur, wenn über Fehler offen gesprochen wird. Es liegt auch an den Führungskräften, Mut für Veränderung und Neues zu honorieren, zu fördern, und zu akzeptieren, dass Veränderung nach Fehlern schreit. Lernprozesse sind Kulturprozesse. Und die sind mehr, als nur eine Projekt-Dokumentation (aus ihr lernt nämlich niemand).

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Banken mit Herz und Hirn - Emotion Banking

Raiffeisen eröffnet 'Frauenbank'‘Emotion Banking’ ‘Frau sein - Frei sein’ nennt Raiffeisen ein neues Bank-Konzept, und sichert sich das Prädikat ‘Erste Frauenbank Österreichs’.

Das Konzept wurde von ‘Emotion Banking’, einem unabhängigen Beratungsunternehmen für Finanzdienstleister, entwickelt. Die Filiale in Bad Hofgastein (Salzburg) eröffnete im März 2006.

Auf über 100m2 mit deutlich reduziertem Schalterbereich, bekommt frau die Beratung die sie sich wünscht. Wie diese aussieht, hat Raiffeisen aus einer Studie abgeleitet. 5 Frauentypen wurden definiert und alle Services demententsprechend abgestimmt. Helle und warme Farben, eine Kaffeelounge und Relaxsessel geben der Bank den Touch eines Wohnzimmers.

Auch in anderen Ländern gibt es seit geraumer Zeit Banken, die sich erfolgreich auf die Bedürfnisse und Lebenssituationen von Frauen spezialisiert haben. Links dazu auf Springwise.

Raiffeisen hat mehr getan als ‘nur’ andere Konzepte kopiert. Bei der Idee ‘Frau sein - Frei sein’ stand von Anfang an die regionale Ausrichtung im absoluten Mittelpunkt. Mögen in Großstädten wie London oder New York eher Karriere, Machtstreben und Entdeckungsgeist zu den dominierten Wünschen gehören, so sind es im Umkreis der Salzburger Marktgemeinde eine vertrauensvolle Partnerschaft, eine finanziell abgesicherte Zukunft, ein sicherer Arbeitsplatz und Freunde.

Quellen: Raiffeisen, Emotion Banking, Springwise

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Die Service-Verweigerer hatten doch recht

Servolution - Revolutionäre LösungenEin notwendiger Einkaufsbummel und viel Ärger. Wer geht heute schon noch gerne Einkaufen? Hatte Matthias Horx vom Zukunftsinstitut etwa gerade das selbe Erlebnis?

Sein aktueller Newsletter (Juli 2006) schildert das tägliche Leben: Ärger bei der Auswahl, bei der Beschaffung und die Bedienungsanleitung ist ohnehin ein Albtraum.

Horx definiert das so:

Was uns wirklich fehlt sind Zeit, Aufmerksamkeit, Zuneigung, echte Qualität – Lebensqualität!

Und dann gehts weiter mit einer von so vielen Wortkreationen: Servolution - immerhin verlangt unsere Zeit nach Modewörtern. Doch nicht das Wort soll im Mittelpunkt stehen. Die Idee dahinter: Service ist zu wenig. Service muss revolutionären (revolutions) Lösungen (solutions) weichen.

Das, was in 50 Jahren für die Dinge möglich wurde – immer preiswertere Verfügbarkeit an allen Orten und zu jeder Zeit –, auch für die Services zu realisieren, die rund um unsere großen und kleinen Gebrechen, Wünsche, Knappheiten, Liebhabereien gedeihen. Dabei können Produkte eine Rolle spielen. Müssen aber nicht.

Wie gut, dass es noch immer so viele Servicewüsten gibt. Sonst müsste jetzt schon wieder jedes Unternehmen umdenken. Also: Schluss mit Service. Die Welt braucht Servolutions :-)

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Brandneue Erfindung? 90% sind Schwachsinn.

90% are crap. Bullshit ManifestoDer amerikanische Bestseller Autor, Robert Sutton, hat sich Gedanken zu einem interessaten Thema gemacht: Wie kann man gute Ratschläge von schlechten unterscheiden?

Das Ergebnis: Ideen und Ansätze haben keine Chance weiterentwickelt zu werden, wenn jeder der sie (angeblich) aufs Neue entdeckt, sie als brandneu deklariert. Suttons Checkliste, um sich künftig nicht mehr über den Tisch ziehen zu lasse:

1. Behandle alte Ideen wie alte Ideen.
2. Sei misstrauisch gegenüber bahnbrechenden Ideen und Studien.
3. Was bringt es den Leuten, die dir ihre Ideen verkaufen wollen?
4. Erzählen man dir, dass ‘es alle machen’, oder die ‘meisten der Fortune500′?
5. Die besten Ideen sind außergewöhnlich einfach.

Suttons ‘Bullshit-Manifesto’ als pdf Download (11 Seiten)
Quelle: Noise Between Stations.

Robert Sutton ist Bestseller Autor und Professor für Management Science and Engineering an der Stanford Engineering School.

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Was Chinesen wirklich wollen

Konsumtrends China. Was Chinesen wirklich wollen.Handy, Digitalkamera und Computer stehen ganz oben auf der Liste geplanter Einkäufe chinesischer Konsumenten. Dass sie sich diese Produkte auch kaufen werden zeigt ein Blick in die Vergangenheit.

- Nur jeder zehnte chinesische Haushalt verfügte 1999 über ein Mobiltelefon. Heute ist es jeder zweite.

- 1997 besaßen lediglich 7% aller chinesischen Haushalte einen DVD-Player. 2004 waren es 52%.

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Innovativ ist, was auch der Kunde versteht.

Sagen Sie Ihren Kunden warum sie gerade Ihre Innovation brauchen sollten.Es gibt keine Standardrezepte, wie Sie Innovationen an Ihre Kunden vermitteln können. Mit Informationsverteilung oder reiner Werbung begeistern Sie niemanden.

Am Ende sind es Ihre Kunden, die über Erfolg oder Miss-Erfolg des gesamten Innovationsprojekts entscheiden. Immer wieder scheitern Innovationen an den letzten 2%.

Vor kurzem klagte mir Lydia (Name geändert), Malermeisterin und Inhaberin eines Malerei-Zubehör-Geschäfts Ihr Leid. Seit Monaten biete sie nun schon ein neues kostenloses Beratungsservice für Menschen an, die sich ihre Wohnung selbst ausmalen möchten. Die erhofften Neukunden bleiben ebenso aus, wie eine Umsatzsteigerung, z.B. durch Zusatzverkäufe. [Weiterlesen] »

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New York 2016. Ein Blick in die Zukunft.

New York City 2016. Ein Blick in die Zukunft von Gotham.New York braucht mehr Platz. Viel Platz. Wohnungen, Büros und Beförderungsmöglichkeiten für eine weitere Million Menschen. 9 Millionen sollen es bis zum Jahr 2016 sein.

Eine gewisse Haß-Liebe zum Big Apple hatte ich schon immer. Als ich im New York Magazine den Artikel “Building the (New) New York” las, schwankte ich zwischen Begeisterung, Disney-Land-Stimmung und Verwunderung über so viel Größenwahn. Harlem gleicht Paris. Aus Staten Island wird New York’s Kalifornien. Naja. Interessant wären solche Zukunftsstudien von Städten wie Beijing oder Shanghai…

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