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Zeitmanagement für Kreative (kostenloses eBook)
Das Handy klingelt ununterbrochen, KollegInnen platzen zur Tür herein, das eMail Postfach füllt sich immer schneller, Twitter nervt, auf XING warten neue Kontakte auf Bestätigung und 245 Blogs willst du auch noch scannen. Klingt nach Stress? Wo soll da Zeit für Ideen bleiben?
Mark McGuinness (Wishful Thinking) hat ein 32seitiges eBook über Zeitmanagement zusammengestellt - speziell für Kreative:
Time Management for Creative People.
Nicht das erste Buch zum Thema, aber mir gefällt der Fokus auf Kreativität. Nützliche Einführung, Auffrischung oder Anregung zum Nachdenken über die eigene Zeiteinteilung.
1. Why you need to be organised to be creative
2. Prioritise work that is ‘important but not urgent’
3. Ring-fence your most creative time
4. Avoid the ‘Sisyphus effect’ of endless to-do lists
5. Get things done by putting them off till tomorrow
6. Get things off your mind
7. Review your commitments
8. Resources to help you get things done
Link zum Download aller Kapitel als eBook im pdf Format:
http://wishful.fileburst.com/creativetime.pdf
Foto: Marc McGuinnes, Wishful Thinking
Shit!

Dieses Schild hängt am Silk Street Market in Beijing. Typisch China? Einfach mal eine andere Brille aufsetzen:
- Auch bei uns gibt es Trainings in denen Mitarbeitern “gutes Benehmen” eingetrichtert wird.
- Jeder kennt Unternehmen in denen es dutzende interne Vorschriften gibt (z.B. “Smileys in internen Mails sind tabu.”
- Ich könnte das Schild aufhängen, um meinen (frustrierten) Kunden die “forbidden phrases” nahe zu legen.
(Oder mir überlegen, warum Kunden und Mitarbeiter frustriert sind.)
Größeres Bild: 24Blogs
Gute Präsentation, schlechte Präsentation
Was unterscheidet miserable (PowerPoint) Präsentationen von wirklich guten? Alexei Kapterev hat sich darüber Gedanken gemacht und diese selbst in einer PowerPoint Präsentation zusammengefasst. In jedem Fall nett zum Durchklicken.
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Danke für den Linktipp, Stefan!
Periodensystem der Markenführung
Werbung, Direkt Marketing, Branding, Kommunikation… Was ist was? Eine visuell und interaktiv gelungene Umsetzung mit (englischen) Erklärungen von Begriffen rund ums Marketing.
(Hier klicken zum Ausprobieren…)
Quelle: Kolbrener, a branding company
Video fürs Wochenende: Die Erfolgsgeschichte des iPod
Bei Burkhard habe ich den dieswöchigen Video Leckerbissen fürs Wochenende gefunden. Die 45minütige Discovery Channel Dokumentation erzählt die Erfolgsgeschichte des iPod, beginnend im Jahr 2001.
Der Launchtermin des iPods konnte ungünstiger nicht sein. Kurz zuvor lähmte der 9/11 eine ganze Nation. Zuvor war die New Economy zusammengefallen und die Konsumlust auf dem Nullpunkt. Trotzdem konnte der iPod innerhalb eines Jahres mehr als 1 Million mal verkauft werden.
Mittlerweile sind es 70 Millionen verkaufte Stück, was einen US Marktanteil an mp3 Playern von über 75% bedeutet. Auch wenn der iPod in jüngster Zeit starke Konkurrenz von anderen Herstellern bekommen hat, bleibt er das Paradebeispiel dafür, wie man Regeln bricht und neue Märkte erfindet.
Übrigens verwende ich das Beispiel des iPod auch sehr gerne wenn es in Workshops um das Thema Simplicity geht. John Maeda hat dies vor langer Zeit in einem Beitrag grafisch so dargestellt.
Quelle: Maeda’s Simplicity
Was erzählt die Entwicklung der Bedienerführung des iPod? Sie zeigt, wie
- ein einfaches Produkt (Bild 1)
- aus irgendeinem Grund aufgerüstet und somit komplexer wurde (Bild 2),
- anschließend einen Schritt rückwärts (=vorwärts) machte (Bild 3),
- um wieder einfach zu werden.
Wie viele Produkte kennen wir alle, bei denen genau Schritt 3 (noch?) nicht umgesetzt wurde? Zu viele…
Quellen: Best Practice Business, Doku.CC, Maeda’s Simplicity
Sex Nachhilfe als Geheimwaffe für glücklichere Mitarbeiter

Schwachsinn der Woche oder Geheimrezept?
Ich kommentiers nicht weiter…
Die Tageszeitung “Sydney Morning Herald” berichtete am Freitag, die Firmenleitung der Bulga-Mine bei Sydney habe sich zu der Fortbildung entschlossen, weil nach den Worten eines Managers Kumpel, die zu Hause keine sexuelle Erfüllung haben, “auf der Arbeit ganz schön griesgrämig werden können”. Deshalb unterrichtet die Krankenschwester Tammy Farrell in den betriebsinternen Kursen nicht nur gesunde Ernährung, sondern auch geschicktes Vorspiel.
Farrell berichtete der Zeitung, die Bergleute hätten zwar gewaltig gekichert, als sie im Ernährungskurs über kaltgepresstes Olivenöl gesprochen habe, aber sobald die Sprache auf lustgebremste Frauen in den Wechseljahren gekommen sei, seien die Männer ganz Ohr gewesen.
Quelle: The Sydney Morning Herald via Welt Online
So finanziert man seine Geschäftsidee

Jeder Gründer und Jungunternehmer steht irgendwann vor der Frage: “Wie finanziere ich meine Geschäftsidee?” Leider sind die Antworten der meisten Gründerberatungen immer die selben, wie auch Burkhard Schneider in seiner Einleitung zu einer hervorragenden Serie über “Kreative Finanzierung” meint:
Weil ich bei der Finanzierung die nötige Kreativität aller Beteiligten in der Regel schmerzlich vermisse. Viele Berater und Banker halten sich für innovativ, wenn Sie eine Mezzanine-Finanzierung anbieten (Mischung aus Fremd- und Eigenkapital). Dann hört ihre Kreativität aber meist schon auf. Dagegen gibt es noch viel mehr Möglichkeiten, als Geld via Bankkredit, Beteiligungskapital oder staatlicher Zuschüsse zu besorgen. Ich werde in den nächsten Artikeln einige Anregungen dazu geben.
Was genau der Finazierungsprofi unter kreativer Finanzierung versteht, steht im Best Practice Business Blog. Hier die Kurzzusammenfassungen:
Tipp 1: Kunden als Kreditgeber
Wenn Kunden dein Produkt unbedingt haben wollen, werden sie auch schon im Vorfeld dafür bezahlen.
Tipp 2: Kunden als Investoren und Sponsoren
Kunden als Fans. Fans sind am ehesten bereit, Geld zu “spenden”.
Tipp 3: Vertriebspartner als Geldgeber
Netzwerke von Vertriebspartnern nutzen.
Tipp 4: Klassiker Lieferantenkredite
Lieferanten nicht nur nach dem günstigsten Einkaufspreis auswählen, sondern alle Einkaufskonditionen beachten!
Tipp 5: Private Zuschüsse
Geschenktes Geld ist immer am schönsten!
Tipp 6: Zeit und Geld richtig investieren
Gerade wenn am Anfang das Geld knapp ist, spart man oft an den genau falschen Stellen, investiert ein bisschen in Prospektmaterial, bastelt (wenn möglich selbst) ein wenig am Webauftritt herum, und die Buchhaltung übernimmt die Schwägerin.
“Warum nicht lieber das Geld in einen guten Positionierungsberater investieren, das restliches Werbebudget gezielt einsetzen und mehr mit professionellen Vertriebspartnern zu arbeiten?”
Foto: Flickr
Wie organisiere ich einen Ideen-Workshop?

Jemand der an einem Ideen-Entwicklungs-Workshop teilgenommen hat, fragt mich heute per eMail, ob ich kurz die wichtigsten Schritte von damals für einen eigenen Versuch zusammenfassen kann.
Klar kann ich, und ich machs sogar in meinem Blog, denn vielleicht hilft es dem einen oder anderen beim Entwickeln eigener Ideen weiter!
(Hinweis: Nachstehende Gedanken sind lediglich die Zusammenfassung eines konkreten Workshops, die bei anderer Aufgabenstellung ganz anders hätten aussehen können.)
Ich habe in vielen Projekten die Erfahrung gemacht, dass es nicht mangelnde Ideen (und auch nicht schlecht umgesetzte Workshops) sind, die Unternehmen daran hindern Probleme zu lösen - es sind oft die falschen Hebel, die in Gang gesetzt werden! Eine Analyse der Ausgangssituation, das Erkennen und “sich Eingestehen” der unverblümten Realität, sind der wichtigste (und meistens schwerste) Schlüssel für alle folgenden Schritte.
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Quelle: Gapingvoid, Cartoons drawn on the back of business cards
1. Die Ausgangssituation
Häufig liegt das Problem nicht dort, wo man es auf den ersten Blick vermutet! Für den Kreativprozess heißt das, einen Schritt zurück zu gehen, “Warum ist das so?” zu fragen und den Dingen so lange auf den Grund zu gehen, bis die richtigen Aufgabestellungen ausgewählt sind.
Ein Beispiel:
Ein Versicherungsunternehmen glaubt das Problem zu haben, dass seine Verkäufer zu wenig Versicherungen verkaufen. Erster Ansatz: Wie trainieren/motivieren wir unsere Verkäufer?
Komplett falscher Ansatz! Ein Blick hinter die Kulissen zeigte, dass die hohe Komplexität und Variantenvielfalt Schuld daran waren, dass die Kunden kaum eine Chance hatten, den Nutzen der Produkt überhaupt zu verstehen. Neue Fragestellung: “Wie machen wir unsere Versicherung-Produkte sexy?” (Allein mit dieser Fragestellung waren alle VerkäuferInnen hoch motiviert, am Projekt mitzuarbeiten, weil mit der Lösung auch ihre eigenen Probleme im Tagesgeschäft gelöst wurden.)
Ein Tipp, den ich (in diesem Beispiel) schon praktisch erklärt habe und den ich immer wieder gerne anwende:
- Bewusst die Fragestellung umdrehen. Manche Menschen tun sich leichter, in Problemen (statt in Lösungen) zu denken. (Schöne Beispiele dazu finden sich übrigens in anderem Zusammenhang auch bei Wolfgang Horbach - z.B. wie man sich ein Meeting 100%ig versaut.)
2. Zielsetzung
Mit welchen Ergebnissen wollen wir am Ende des Tages aus dem Raum gehen? Die Ziele dürfen auch hoch sehr hoch gesteckt sein. “Lasche Ziele sind etwas für Weicheier”, meinte jemand, “sie fordern uns nicht!” Und sie hatte recht - auch weil der produktive Druck fehlte, war die Qualität der entwickelten Ideen nicht wirklich berauschend.
- Ziele und Ausgangslage zu Beginn des Workshops klar formulieren.
- Rückchecken, ob jeder Teilnehmer die Zielsetzung verstanden hat.
- Committment einholen, Distraktoren erkennen und mögliche kritische Personen identifizieren. (Diese brauchen vielleicht im Workshop hin und wieder besondere Streicheleinheiten, entwickeln sich aber manchmal zu den besten Ideengebern bzw. -bewertern.)
Ein Tipp Muss für die Moderatorin:
- Die Zielsetzung während des Workshops im Auge behalten. Oft ist es ein schmaler Grad zwischen Lenken und Lenken lassen. Ideen brauchen Zeit und Freiraum, um sich zu entfalten - trotzdem bist du dafür verantwortlich, dass am Ende des Tages Resultate vorliegen, mit denen man weiterarbeiten kann.
3. Kreativphase
Es gibt dutzende wenn nicht hunderte Kreativitätstechniken und zig mal so viele Anleitungen und Literatur dazu…
Foto: Timo Off
ABER: Selbst die Moderation von simpel scheinenden Brainstormings ist eine Sache der Übung und Frequenz. “Wir machen einfach mal schnell ein Brainstorming” - geht häufig schief! Warum? Weil die Grundregeln zwar theoretisch bekannt sind, aber weder von Moderator und schon gar nicht vom Team verinnerlicht wurden.
Hier jene Regeln, die ich in meinen Workshops definiere, und die jeder nach Belieben abwandeln und ergänzen kann:
- Es gibt keine verrückten Ideen - Spinnen ausdrücklich erwünscht!
- Es gibt keine Hierarchien - Alle Ideen (und natürlich Ideengeber) sind gleichberechtigt. Übrigens eine tolle kulturelle Herausforderung, wenn in Workshops Menschen unterschiedlicher Hierarchieebenen teilnehmen.
- Es gibt keine Kritik - dafür ist später noch Zeit genug.
- Alles sagen! - Quantität vor Qualität.
- Ideen sind dazu da, um auf ihnen aufzubauen und sich gegenseitig zu befruchten.
Ein Tipp:
- Trockentraining, d.h. ein Blitzbrainstorming mit einer total themenfremden Aufgabenstellung, hilft u.U. weiter, sich erst einmal daran zu gewöhnen, neben seinem Chef mit den unmöglichsten Vorschläge aufzuwarten.
4. Bewertung / Kritische Phase

Grafik: Sami Viitamäki, The Flirt Model of Crowdsourcing
Ideen eingesammelt, zusammengefasst, strukturiert, visualisiert? Dann folgt die Bewertung. Eine Erstbewertung durch die Teilnehmer selbst (Reminder: Kärtchen schnappen nach dem Windhundprinzip, Punkte kleben, Superstar-Voting) macht Sinn, ersetzt aber nicht das kritische Auge von Fachexperten aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen, denn diese “kritisieren” nicht nur, sondern können weitere Impulse geben! - Also keine Angst! Ideen sind dazu da um kritisiert, und weiterentwickelt zu werden! (Reminder: Zahnradtheorie)
5. Präsentation vorbereiten / nächste Schritte kommunizieren
Ich war selbst, zumeist als Teilnehmer, bei Workshops dabei die endeten nach dem Motto: “Danke für Eure Ideen. Ich halte Euch auf dem Laufenden.” Bumm! Tür zu. Alle gemolken, danke das wars. Also das Mindeste was sich Menschen wünschen, die mir einen Tag lang helfen Ideen zu entwickeln ist, dass ich ihnen die nächsten Schritter erkläre. Was passiert mit Euren Ideen? Wer holt sich das OK vom Management? Wer treibt die Umsetzung voran? Wie werde ich über die Entwicklung meiner Idee infomiert? und und und…
Haben die TeilnehmerInnen Ideen für eigene Projekte entwickelt, kann am Ende des Tages eine Kurzpräsentation (Reminder: Michael Porters Elevator Pitch Video) ausgearbeitet werden. Auch wenn (abhängig von der Aufgabenstellung) jede Präsentation anders aufgebaut ist, hilft vielleicht eines an dieser Stelle weiter:
Egal worum es geht - wer es nicht schafft seine Idee in maximal 3-5 Minuten zu “verkaufen” hat schon verloren.
Ein anderer Richtwert ist die Rückseite einer Visitenkarte. Passt die formulierte Idee dort nicht hinauf, ist sie noch nicht reif präsentiert zu werden!
Wer hilft weiter?
Ich wünsch dir viel Erfolg, C***!
Wenn du Unterstützung brauchst, hier meine persönlichen Empfehlungen für Berlin, München (und nochmal), Hamburg, Salzburg … und ich selbst mag alle diese Städte :-)
PS: Ich suche noch nach Links für Frankfurt und Wien … Eigenwerbung ausnahmsweise erwünscht. Voraussetzung: Ein eigenes Blog - denn für mich signalisiert das Authenzität mit dem Grundsatz eines jeden Ideenworkshops: Ideen und Wissen mit anderen teilen.
“Wer eine Idee von mir empfängt,
mehrt dadurch sein Wissen, ohne meines zu mindern,
ebenso wie derjenige, der seine Kerze an meiner entzündet,
dadurch Licht empfängt, ohne mich der Dunkelheit auszusetzen.”(Thomas Jefferson - könnte auch die Philosophie des BarcampVienna sein, auf dem ihr mich in diesen Tagen findet.)
Veranstaltungstipp Barcamp Wien (29.-30.9.2007)
Vom 29.-30. September 2007 findet in Wien ein Barcamp statt - eine Konferenz der etwas anderen Art. Was ein Barcamp ist, wie es organisiert und umgesetzt wird zeigt nachstehender Fernsehbericht. Was ein Manager von Barcamps lernen will steht weiter unten. [Weiterlesen] »
Was Gründer von Uhrmachern lernen können
Im Rahmen des IdeenCamps in WeissSee hatte Burkhard Schneider mit wenigen Worten beschrieben, wann es Zeit ist neue Ideen aufzugeben - oder eben weiter zu verfolgen. Ein hervorragendes Praxis-Beispiel dafür, dass Bilder im Kopf Dinge leichter verstehen lassen, als nackte Worte.
Ich erlebe immer wieder, dass innovative Gründer, Unternehmer oder Erfinder zu schnell aufgeben und ihre Idee verwerfen. Dabei hätten sie häufig das “Zahnrad” nur einen oder zwei Zacken weiter drehen müssen und es wäre “eingerastet”, sprich die Idee hätte erfolgreich umgesetzt werden können.
Natürlich geht das “Spiel” nicht unendlich. Wenn an das Zahnrad einmal um seine Achse gedreht hat und dann noch immer nicht eingerastet ist, dann wird es Zeit, ein neues Zahnrad, sprich Idee, zu nehmen und zu überprüfen. [...] Bauen Sie nicht jeden Tag ein neues Zahnrad, sondern drehen sie es einfach einen Zacken weiter.
Um Burkhards Ansatz ein wenig weiterzuspinnen: Ideen mit der Brechstange zu entwickeln funktioniert nicht. Vielmehr ist es eine Kunst, vergleichbar mit jener eines Uhrmachers. Feinabstimmung bis das Ergebnis mehr als die Summe seiner Einzelteile ist. Ein lebendiges, rund laufendes Kunstwerk. Den Rest gibts in diesem Video.








