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Mobile Luxuszimmer für Festival-Wiesen
Ich bin nicht wirklich ein Camping-Fan. Als unser bescheidenes Zelt vor Jahren beim Roskilde Musik Festival im tiefen Morast versank, wünschte ich mir nichts sehnlicher, als ein komfortables Hotelzimmer.
Ähnlich könnten die kreativen Köpfe von Travelodge gedacht haben, denn mit dem Travelpod bringen sie mobile Luxus-Zimmer auf Festival-Wiesen.
Ein Doppelbett, Nachtkästchen, Licht, Teppichboden, beleuchtetem Schminktisch, Stühlen und eigenem WC, machen das ‘Zelt’ zum vollausgestatteten 15 Quadratmeter Palast - für rund EUR 38 (GBP 26) pro Nacht. Schon im nächsten Jahr sollen die ersten Kunden Travelpod auf ausgewählten Festivals testen.
Eingefleischte Camping Fans werden der Erfindung wenig abgewinnen können. Travelodge spricht eine Zielgruppe an, die direkt am Geschehen sein möchte und dennoch nicht auf das gewisse Etwas verzichten will.
Und wer sagt, dass sich die mobilen Zimmer ausschließlich für Festivals eignen? Sport-Großveranstaltungen, Gruppenreisen, Campingplätze, … Anwendungsideen dürfte es ausreichend geben.
Quelle: Travelodge via The Cool Hunter
Grüne Nische - Rasen für Wände
Wenn Gärtner mit Rasenmähern bewaffnet die Wände hochgehen, dann steckt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Projekt von
indoorlandscaping dahinter.
Das in Trier beheimatete Unternehmen entwirft innovative Begrünungskonzepte. Sein Aushängeschild ‘GRÜNE WAND®’ kann man in der Münchener Staatsbank und der Sparkasse Ingolstadt bewundern. Neben außergewöhnlichen Gestaltungsmöglichkeiten, sorgen die vertikalen Grünlandschaften für biotechnische und schalladsorbierende Klimafunktionen:
Die GRÜNE WAND®: Ein neu entwickeltes, patentiertes Trägermedium für einen flächigen Bewuchs mit kleinblättrigen Grünpflanzen - und mit erstaunlicher optischer, aber auch klimatischer Wirkung bei der Gestaltung von Innenräumen. Ein attraktiver optischer Anziehungspunkt, der gleichzeitig mit Sauerstoff und Luftfeuchtigkeit zu einem gesunden Raumklima beiträgt.
Noch ein Wort zur Seite in der ich den ‘Wandrasen’ gefunden habe: Das Online-Magazin (e-zine) Designspotter ist eine gelungene und ansprechende Publikations-Plattform für (Jung-)Designer.
Ohne nennenswerten Aufwand und persönlicher Beziehung zur Fachpresse, finden diese hier eine Möglichkeit, modernes zeitgenössisches Design einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Empfehlenswert für alle Ästhetik-Liebhaber! Das Team über sich selbst:
Designspotter is a daily design web magazine dedicated to everything related to young modern contemporary design including: accessoires, audio furniture, books, design-contests, exhibitions, fashion, furniture, hotels, lighting, new materials, residential architecture, interior design and prototypes.
Quellen: indoorlandscaping, Designspotter
Biken und Schlemmen - Gourmet Touren ohne Zusatzkilos
Vor 10 Jahren stieg ich noch selbst regelmäßig für Rennen in den Sattel. Heute bin ich froh, wenn ich nach der sonntäglichen Radtour mein Steak genießen kann - und von Jahr zu Jahr übersteigt der kulinarische Genuss die Motivation aufs Rad zu steigen.
Das schweizer Unternehmen Bike Gourmet Tour kombiniert beides - über geführte Rad-Touren durch das mit Gourmet-Restaurants gesegnete Engadin.
Zu jeder Tour gehört eine professionelle sportliche Betreuung. Der Schwierigkeitsgrad wird an das individuelle fahrerische Können angepasst. Und als Höhepunkt jeder Etappe erwarten die Biker Spitzenköche, deren Service dann oft kleine Extras enthält. Denn immerhin will jedes Lokal die Vorgängertour übertreffen.
Fadri Cazin ist der Erfinder und Chef des Unternehmens. Ein Kommentar auf der Website erinnert mich etwas an die Geschichte von Quiksilver, über die ich hier kürzlich berichtet habe:
Die Bike Gourmet Tour ist für Fadri das Konzentrat dieser Faszinationen, ein Elixier aus Leidenschaft, Liebe und Emotionen. Dies ist eine Faszination, die noch lange anhalten wird…
Eine schöne Geschäftsidee die Burkhard Schneider treffend beschreibt: ‘Dieses Nischenangebot zeigt, dass man sehr erfolgreich zwei Angebote kombinieren kann, die sich auf den ersten Blick widersprechen.‘
Quelle: Bike Gourmet Tour via Best Practice Business
Wie kann ein Frühstücks-Ei innovativ sein?
Wer, so wie ich, ein Liebhaber von Frühstückseiern ist, der wird über folgende Meldung schmunzeln.
Seit jeher streiten Genießer über die optimale Zubereitung von Frühstückseiern. In England gibt es jetzt neben Spezialrezepten und dutzenden Eierkocher-Erfindungen eine Möglichkeit mehr, um in den perfekten Eiergenuss zu kommen.
Ein spezieller Thermoaufdruck auf dem Ei bleibt so lange unsichtbar, bis das fertig gekocht ist. Man entscheidet selbst, wie genau man sein Ei will: weich, medium oder gekocht. Aufschluss darüber gibt der mit fortschreitender Kochdauer erscheinende Stempel.
Zu verdanken haben wir die Erfindung Forschern von B&H Colour Change, laut Homepage ‘a world leader in the research and production of Thermochromic and Liquid Crystal products‘. Die innovativen Eier sollen im Herbst auf den britischen Markt kommen. Ob sie erfolgreich werden?
Ich vertraue lieber auf ein altes Rezept: Wasser mit etwas Essig, 4 Minuten Kochzeit, das fertige Ei unter kaltem Wasser schwenken und fertig. Auch in der Gastronomie wird wohl niemand auf die intelligenten Eier warten. Um der Gefahr von Salmonellenerkrankungen vorzubeugen, werden die Eier in Restaurants häufig 7 Minuten gekocht - und schmecken dadurch leider furchtbar…
Quelle: British Egg Information Service via OhGizmo!
Guten Morgen! So schön kann Kaffee sein…
‘Sie wollen eine besondere Idee oder ein Produkt verkaufen? - Servieren Sie unbedingt Kaffee! Denn Koffein hilft bei der Überzeugungsarbeit!‘ - Timo Off, Geistesblitz.
Timo bezog sich auf eine australische Forschergruppe der University of Queensland in Brisbane, die herausgefunden hat, dass eine Tasse Kaffee besonders empfänglich für Argumente macht.
Was die Forscher wohl bei den im Video gezeigten Kaffee-Designs sagen würden? Ich kenne jemanden, der würde bei so einer Tasse Kaffee wohl alles kaufen :-)
Weitere Links: Wie wirkt Kaffee | Kaffee und Ideen
Kulinarische Leckerbissen zum Mitmachen
Zimmerer oder Planungsbüros laden schon seit vielen Jahren zu Bauherrenseminaren ein und stoßen damit auf reges Interesse.
Die Anbieter etablieren sich als Branchenexpertern, erhöhen die Kundenbindung und die Rate aktiver Weiterempfehlungen. In vielen Branchen gibt es noch kaum Angebote und kreative Ideen sind gefragt. Hier einige Querdenkbeispiele aus dem Gastronomie-Segment:
Ein Weinseminar haben einige meiner Leser bestimmt schon selbst besucht (und anschließend großzügig in der Vinothek eingekauft). Zigarrenliebhaber erfreuen sich an Verkostungen von Raritäten.
Küchenstudios und Lebensmittelgroßhändler bieten Kochseminare an, so wie z.B. C+C Pfeiffer und einige andere.
Gerhard Schoolmann schreibt heute im Gastgewerbe Gedankensplitter über die Hamburger Speicherstadt Kaffeerösterei, die Kaffeeliebhabern für EUR 13 spezielle Kaffeeseminare anbietet. Die Inhalte:
* Wie schmeckt der teuerste Kaffee der Welt?
* Was macht einen Kaffee zur Spezialität?
* Wie bereitet man Kaffee optimal zu?
* Wie bewahrt man Kaffee am besten zu Hause auf?
* Warum bekommt mir Espresso besser als ‘normaler’ Kaffee?
Im Landgasthof Jagerwirt in Volders, Tirol, findet jährlich eine Whisky Ausstellung statt, bei der es rund 1.000 Sorten des Getreide-Destillats zu verkosten gilt. Im letzten Jahr gabs Raritäten wie z.B. den Glen Grant bottled for 35th Anniversary of Samaroli oder Inchoman und Craiglodge, die ersten Destillerieabfüllungen der stark getorften Loch Lomond Whiskies. Auch in den 11 Monaten zwischen den Ausstellungen trifft man sich hier regelmäßig zu Verkostungen. Durch die Whiskyausstellungen ist der Jagerwirt auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt geworden.
3 Themen die ich in meinem Umkreis noch immer vermisse:
- Kochen mit den Chefköchen meiner Lieblingsrestaurants
- Backen mit einem Konditor (naja, nicht direkt für mich :-)
- Cocktails mixen in einer großzügig ausgestatteten Bar
Vielleicht wird demnächst was daraus, über Einladungen freue ich mich…
Diebe im Anmarsch - Fahrrad ruft Besitzer am Handy
Jährlich werden in Europa 8 Mio. Fahrräder gestohlen. ‘Es ist Zeit für eine revolutionäre Diebstahlsicherung’, dürfte sich das Team der Tiroler Firma Tirolux gedacht haben und entwickelte mit TSP eine Weltneuheit.
Die weltweit erste Wegfahrsperre für Ski, Fahrrad und andere Freizeitgeräte arbeitet mit einer neuen Sensortechnik, als Übertratungsmedium wird der menschliche Körper genutzt. Die Annäherung an den Sicherungspfosten oder dessen Berührung lösen Alarm aus. Gleichzeitig ruft das System das Handy des Besitzers an.
TSP nutzt ein in den 90er Jahren am weltberühmten M.I.T. (Massachusetts Institute of Technology) vorgestelltes Prinzip des Body Area Networks und hat die Technologie in ein innovatives Produkt umgesetzt. Michael Taumberger, Geschäftsführer von Tirolux:
‘Wir haben sozusagen die weltweit erste Wegfahrsperre mit Keyless Access für Ski, Fahrrad und Co entwickelt. Mit unserem System, das relativ einfach und kostengünstig in jedes Freizeitgerät zu implementieren ist, wird dieses praktisch personalisiert. Nur der Besitzer kann über sein Handy oder beispielsweise seinen Skischuh ein Schloss öffnen oder in die Bindung einsteigen - ähnlich der Fernbedienung beim Autoschlüssel.‘
Bereits 2004 wurde das High-Tech Unternehmen, das sich auf die Sicherung mobiler Freizeitgeräte spezialisiert hat, beim Salon International des Inventions des Techniques et Produits Nouveaux in Genf für sein Produkt AXXIS mit Gold ausgezeichnet.
Die Einsatzgebiete für beide Systeme sind vielfältig: Skihütten oder Restaurants könnten ihren Kunden Zusatzservice anbieten und Diebstahlschutz während des Aufenthalts garantieren. Vielleicht finden Sie das System schon beim nächsten Skiurlaub in …
Quelle: Tirolux
Google wird zum Reiseführer
Sie stehen in einer überfüllten Straße einer Großstadt. Was mag es in dieser Straße wohl alles geben? Welche Restaurants? Welche Shops? Welche Sehenswürdigkeiten? Die Antwort auf diese Fragen liefert vielleicht schon bald Google. Wer sonst.
‘GoogleVision - Point and Aim’ nennt sich ein Konzept des jungen Briten Callum Peden. Im Auftrag von Google arbeitet er an einem transparenten, ausziehbaren Display, das mittels GPS, OLED und digitaler Bilderkennung mehr Infos über den aktuellen Standort liefern soll.
Google wird zum ganz persönlichen Reiseführer - und öffnet neue (Werbe-)Einnahmequellen. Ob GoogleVision schon demnächst - so wie heute der iPod - zur Standardausstattung für Urlauber und Reisende gehört?
Quelle: The Cool Hunter
Stammgäste gewinnen - so nicht
Ein volles Restaurant. Mittagszeit. Eine Salatbar. Wenige Stammgäste. Viele die es werden könnten. Eine Kellnerin die dem Mann am Nebentisch einen liebevoll angerichteten Teller Salat serviert.
Beinahe unglaublich aber wahr: Eine etwas ältere Kellnerin nähert sich ihrer jungen Kollegin und erklärt ihr barsch, dass sie keinen Salat servieren solle. Das sei heute schon das dritte Mal. ‘Zeitverschwendung!’ Genau aus dem Grund habe man die Salatbar eingeführt und dekoriert. Und überhaupt: Wenn jeder Gast einen persönlich angerichteten Salat serviert bekomme, würde bald mehr Personal notwendig sein. ‘Der Chef sieht das nicht gern.’
Ich rede mit der gerügten Kellnerin. ‘Herr E. mag es wenn ich ihm den Salat bringe. Er freut sich darüber und fühlt sich wohl. So wird er gerne wiederkommen.’
Das Mädchen ist eine 16jährige Praktikantin. Von Kundenservice, -bindung und -begeisterung hat sie in der Theorie noch nie etwas gehört. Vielleicht hat sie sich gerade deshalb intensiver um die Gäste bemüht. ‘Aber wenns nicht recht ist…’ Schade um ihren Hausverstand. Welchen Sinn macht so ein Praktikum?
Sprechende Reiseprospekte?
Kaum größer als eine Bleistiftspitze ist der Memory Spot, den HP kürzlich ausgewählten Journalisten in Paris vorstellte.
Der Weg zum digitalen Staub wird immer kürzer. Der 2-4 Millimeter kleine Winzling kann sogar auf Papier geklebt werden. Wozu? Um beispielsweise Audio oder Videoinformationen zu speichern. Mittels Notebooks, Mobiltelefonen oder PDAs werden sie beschrieben und gelesen - durch Funkübertragung.
Kosten soll der Chip rund 10 Cent was viel Kreativität für seinen Einsatz zulässt. Erste Ideen reichen von Krankenhäusern (Armbänder für Patienten), Hotels (Schlüssel, Identifikation), Fotos und Ansichtskarten (Sprachaufnahme von Urlaubsgrüßen), Reiseprospekten (integrierte Videos) u.v.m. Die digitale Welt grüßt immer lauter - das befürchten auch Datenschützer…
Quelle: diepresse



