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Ungewöhnliche Hotels
Das erste aufmerksamkeitserregende Hotelkonzept kommt (wieder einmal) aus dem der Gigantonomie und dem Bauwahn verfallenen Dubai.
Dubai: Looping Hotel

“The hotel’s unprecedented shape and structure will be spectacular and no other skyline in the world offers anything like it,” said Ali Bin Damithan, Senior General Manager of Dubai Promenade. [Quelle: Emirates Business 24-7]. Baubeginn soll Mitte 2008 sein.
Hotel ohne Standort: Das Luftschiff-Hotel
Der zweite ungewöhnliche Vorschlag ist derzeit noch ein Konzept und stammt vom französischen Architekten Jean-Marie Massaud: Das fliegende Hotel.

Manned Cloud is an alternative project around leisure and travelling in all its form, economic and experimental, still with the idea of lightness, human experience and life scenarios as the guiding principles. The spiral of Archimedes is the driving force of this airship in the form of a whale that glides through the air. [Quelle: De Zeen Design Magazine]
Das walförmige mit Wasserstoff betriebene Luftschiff soll auf 3-tägigen Reisen 40 Gästen ein einmaliges “Kreuzfahrt-Erlebnis” bieten. Dafür sollen neben beeindruckenden Impressionen Restaurant, Bar, Lounge, Bücherei, Fitness Center, Spa-Bereich und eine Aussichtsplattform sorgen. Die Reisegeschwindigkeit beträgt 130km/h, die Reichweite ca. 5.000km.
Ob das gemeinsam mit dem französischen Forschungslaboratorium ONERA entwickelte Konzept umgesetzt wird steht allerdings noch in den Sternen.
Die Weinbar der Zukunft

Ein Video sagt mehr als 1000 Worte, also am besten das Video ansehen wie sich Microsoft die Weinbar der Zukunft vorstellt.
Wolfgang Tonninger, Weinliebhaber und Importeur exklusiver argentinischer Weine, beschreibt im Microsoft Österreich Blog die Weinbar der Zukunft so:
Stellen Sie sich folgende Situation vor: Der Gast im Restaurant bestellt einen Wein, der vom Kellner nicht nur boniert, sondern gleichzeitig und automatisch in ein System eingegeben wird, das sich merkt, welcher Wein in welches Glas gefüllt wurde. Der Rest ist denkbar einfach: Die Gläser besitzen auf der Stellfläche einen Punktecode, der von der Tischplatte erkannt wird. Daraufhin “entwirft” diese einen virtuellen Untersetzer, über den man Infos zum Wein, zum Weingut, zum Terroir, zum Mikroklima und eben auch zu den passenden Speisen in diesem Restaurant abrufen kann.
Microsoft hat Surface bereits 2007 vorgestellt, damals wurde ein Preis von USD 5,000-10,000 kolportiert. Was Surface sonst noch so kann (z.B. Kamera auf den Tisch legen und Bilder der Bergwanderung ansehen oder ins Online Fotoalbum hochladen) zeigen einige Videos auf www.microsoft.com/surface.
Ich finde Microsofts Präsentation der Wine Bar auch deshalb gelungen, weil nicht nur eine nackte Technolgie vorgestellt wird die in erster Linie Technologie Freaks anspricht, sondern ein angewandtes Beispiel zeigt unter dem sich jeder etwas vorstellen kann - hoffentlich auch einige Gastronomen die auf der Suche nach innovativen Möglichkeiten sind, um Gästen ein Erlebnis der besonderen Art zu bieten, zum längeren Verweilen einzuladen, über Weine, deren Herkunft und Geschichte zu philosophieren und so Gespräche zu fördern - auch dazu kann Technologie gut sein.
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Wie (un-)glücklich ist deine Stadt?

“Wie geht es Ihnen?” Standardfloskel in so vielen Telefonaten. “Schau selber nach”, könnte die Antwort jener Menschen sein die in einem Gebäude leben oder arbeiten, das die Farben seiner Außenfasaden dem Glückempfinden der Menschen im Inneren anpasst.
Auf der Webseite des Kunstprojekts Emotional Cities kann ich per Klick auf einen Smiley meine derzeitige Stimmung eingeben. Die Daten werden anschließend für Städte, Länder oder Communities verknüpft und ein aggregierter Glücksindex errechnet. Neben dem “wie geht es mir” kann die aktuelle Stimmungslage auch begründet und aufgezeichnet werden. So können User ihre ganz persönlichen Glückstagebücher führen.
In Stockholm und Korea gibt es bereits einige Gebäude, deren Außenbeleuchtung das emotionale Empfinden von Stadteilen wiederspiegelt. Beim Erblicken eines lila Gebäudes beim Landeanflug also am besten gleich den nächsten Rückflug buchen ;-)
Emotional Cities poses a very everyday question. But what would happen if we took more time to reflect over how we ourselves, and others around us, are feeling? Can a few minutes of daily reflection make us more aware? Emotional Cities is an art project that studies and visualizes the emotions of individuals and groups.
www.emotionalcities.com - durchaus eine nette Spielerei mit Charme.
Foto: Emotional Cities
Glücklich-Mach Pillen für Kinder? - Happy Pills!
Wie macht man einen Shop für Süßigkeiten erfolgreich, der
- fernab von Schulen (Kinder und Jugendliche) liegt,
- wo es bereits eine Reihe ähnlicher Geschäfte gibt, und
- sich vor allem Touristen tummeln, die ganz bestimmt andere Interessen haben als Bärendreck und Gummibärchen?
Eine Antwort hat Happy Pills gefunden. Der Süßwaren-Shop im Herzen Barcelonas differenziert sich erfolgreich von seinen Mitbewerbern. Rundes Konzept, gelungenes Design und auffallende Positionierung mit der sich der Shop in den Köpfen seiner Kunden festsetzt - Mundpropaganda-Potenzial garantiert integriert.

Danke für den Linktipp, Mario! Bilder: Design Milk.
Personalisierte Papp-Becher

Für Büro oder Parties gedacht, damit es zu keinen Verwechslungen mehr kommt. Zahlen, Symbole und/oder Buchstabenkombination eindrücken, fertig. (Machen McDonald’s MitarbeiterInnen am Plastikdeckel zur Unterscheidung von Cola und Cola Light übrigens schon lange :-)
Ich würde sagen: Problem erkannt, nette Idee entwickelt aber die gestalterische Umsetzung hätte ein wenig kreativer (z.B. erweiterte und witzigere Symbole oder Zeichnungen) sein können, um das Merken der selbstgewählten Kombinationen einfacher zu machen.
Design: Jaehyung Hong.
Regeln brechen: Schranken auf!
Der erste Ski-Tag im heurigen Winter und beim obligatorischen “Stöcke und Kinder durch die Zugangskontrollen Quälen” fiel mir ein herrliches ANDERS|denk Beispiel ein, das schon in einigen Skigebieten im Einsatz ist und über das auch Eduard Kahn vor einigen Tagen berichtet hatte: Das Freemotion-Gate von Skidata.
Das revolutionäre dabei: Anstatt Snowboarder und Skifahrer mit verschlossenen Drehkreuzen vom Zugang zu Skiliften auszusperren, lädt ein ständig offenes Drehkreuz auf freundliche Art zum Durchfahren ein. Wer keine gültige Karte besitzt bleibt draussen - in dem Fall schließt sich ein Dreharm und verwehrt den Zutritt.
Angenehmer “Nebeneffekt”: Da es wesentlich mehr Gäste mit berechtigten Karten gibt als welche mit gar keinen oder ungültigen, ermöglicht das “Freemotion Open Gate” System ein höheres Tempo bei der Abfertigung von Wintersportlern.
Genial anders gedacht und bislang gültige Regeln auf den Kopf gestellt.
Das System wurde schon 2005 von Skidata vorgestellt, ist mittlerweile in österreichischen Skigebieten im Einsatz und erhielt im November 2007 den Innovationspreis des Landes Salzburg.
Grafik: Skidata
Ungewöhnliches Restaurant: Essen im Riesen-Elch

Trojanisches Pferd auf Schwedisch: Dieser 47m lange und 45m hohe hölzerne Elch wird in den nächsten Monaten in Schweden errichtet werden.
Über den einem Baumstamm nachempfundenen Lift gelangt man in den Schlund des Tieres. Von dort verteilen sich die Besucher auf 3 Etagen wo bis zu 350 Menschen Konferenzen abhalten, in einem Restaurant speisen oder Veranstaltungen beiwohnen können. Von einer Aussichtsterrasse hat man einen Rundumblick auf schwedische Berge, Wälder und Seen.
Nachfolgendes Video zeigt computeranimiert, wie es im Inneren des vom Architekten Thorbjörn Holmlund entworfenen Elchs aussehen wird. [Weiterlesen] »
Eisbier aus Grönland

Der Grönländer Salik Hard, bis dahin Direktor einer lokalen Tourismus Marketing Gesellschaft, hatte eine Vision: Aus dem was das Land im Überfluss besitzt Bier herzustellen, und die erste Mikro-Brauerei Grönlands zu gründen. 2006 war es soweit, und die ersten Flaschen “Eisbier” waren bereit zum Verkauf. Den Rest der Geschichte erzählt ein Video auf YouTube (siehe hier).
Mindestens 2.000 Jahre alt ist das im Eispanzer gefangene Wasser - und damit frei von Verunreinigungen und Mineralien. Gebraut wird im kleinen idyllischen Ort Narsaq, 625 Kilometer südlich des Polarkreises. Bierexperten bescheinigen dem 5,5 Prozent Alkohol starken Getränk aus der Arktis jedenfalls einen reineren und weicheren Geschmack, der auf das Wasser zurückzuführen ist.
THE WORLD’S PUREST WATER
Greenland’s inland ice is about 3000 metres thick, 2000 kilometres long and 800 kilometres wide. The snow at the bottom fell over 180,000 years ago. Every year about two metres of snow falls over the inland ice and slowly the snow is pressed into ice. The enormous pressure in the centre forces icebergs out into Greenland’s many fjords.
Brown Ale und Pale Ale nennen sich die Biersorten des Greenland Brewhouse, die - wenn es nach den Vorstellungen von Chef Salik Hard geht - Europas erobern sollen. Ob es im großen Stil gelingen wird, hängt neben den durchaus gut aufgesetzten Marketingansätzen (“Argumentieren mit regionalen Besonderheiten”) aber auch davon ab, ob das Bier bei nachhaltig orientieren Konsumenten nicht vor allem das Bild durch Klimaerwärmung schmelzender Eisberge im Kopf hervorruft.
Screenshot und weitere Infos: www.brewhouse.gl
Bei Anruf Bier: Mönche als Marketingpriester
Was haben Apple, Crest, Red Bull, Coke und hunderte andere gemeinsam? Sie alle sind Kultmarken. Viele von ihnen kennen wir, weil wir täglich mit ihnen zusammentreffen.
Ein Beispiel dafür dass Kultmarken aber nicht zwingend jede/r kennen muss, ist Westvleteren Abt 12 - ein von belgischen Trappisten Mönchen gebrautes Bier, das unter Bier-Liebhabern immer wieder gerne als das beste der Welt bezeichnet wird.
Ben McConnell erzählt in Church of the Customer, welche “Opfer” die Glaubensgemeinde des Trappisten-Biers auf sich nimmt, um in den Besitz einer der begehrten Kisten zu kommen, von denen monatlich ca. 5.000 (entspricht 120.000 Flaschen) gebraut, abgefüllt und verkauft werden. Für Bestellungen haben die (ansonsten nicht gerade als redselig bekannten) Mönche ein Biertelefon eingerichtet - auch das hat Kult-Charakter:
- You call the beer phone (+32 (0)70/21.00.45) to know when, how much and which beer can be reserved at that time.
- You call back at the indicated time.
- You make an appointment with the operator (date and time) and you give the licence plate number of the car that will collect the order.
Die ganze Arbeit bleibt dem Kunden überlassen. Die Mönche kümmern sich keinen Deut um Marketing, Vertrieb oder Verpackung, denn das Bier kommt unetikettiert zu den Schlange stehenden Kunden, und zwar nach starr festgelegten Zeitplänen. Keine Ausnahmen. Weiterverkauf verboten. Erwerbslimit pro Person: 2 Kisten bei zusätzlich (künstlich) knapp gehaltener Gesamtproduktionsmenge. Über Jahrzehnte beibehaltene, klare Spielregeln, keine Sonderwünsche. Keine Anpassung an Mode- oder Managementtrends, ideel aufgeladen, authentisch, hervorragend erzählte Geschichten. Kunden lieben all das, oder lehnen es ab.
Liegt die Frage nahe, warum nicht mehr Unternehmen und Marken, die (meist ungewollt) ähnlich mit ihren Kunden umgehen, Kult werden? Neben dem Erfüllen des Anspruchs auf Qualität impliziert Ben’s Schlussbemerkung einen weiteren Schlüssel:
After all, cult is the root of culture. It is culture that creates a cult brand.
Homepage: www.sintsixtus.be
Gefunden bei Church of the Customer
Wikipedia über das Trappistenbier
Bildquelle: Flickr
Pizza-Bestellung per SMS
SMS ist in den USA nicht ganz so populär wie bei uns, allerdings nutzen auch dort Unternehmen SMS-Services erfolgreich, um Handy-affine Zielgruppen anzusprechen.

Bei Papa John’s Pizza kann Pizza per SMS geordert werden. Das Service funktioniert seit kurzem an über 2.700 Verkaufsstellen. Wie funktioniert das SMS Service?
Zuerst registriert man sich in wenigen Schritten auf der Website von Papa Johns und hinterlässt dort seine Adressdaten. Anschließend können bis zu 4 individuelle Pizze konfiguriert werden, was die Bestellung per SMS noch einfacher macht. Ein SMS mit dem Text FAV1 genügt und die Bestellung ist schon so gut wie unterwegs. Vorher verschickt Papa John’s aber noch eine Auftragsbestätigung einschließlich Angabe der geschätzten Eintreffzeit des Pizza-Kuriers.
Einfache Idee mit dem Ziel, sprunghafte Kunden zu treueren Kunden zu machen, bzw. jenen die immer wieder die gleichen Sonderwünsche haben, das Leben zu vereinfachen.
Screenshot: www.papajohns.com



