Alle Beiträge zum Schlagwort (Tag) tourismus/gastronomie’
Welches Häferl soll es sein?
So einfach können Kaffeevariationen sein.

Tipp: Überlegen wie man Inhalte der Präsentationen dieser Woche mit einfach Illustrationen vielleicht noch besser transportierbar und verständlich machen könnte.
Gefunden bei Lokesh Dhakar - wonderful work Lokesh!
Fussball-EM 2008: Gradwanderung Chancen vs. Gerichtskosten
Was darf ich eigentlich während der Fußball-EM?
Diese Frage stellt sich derzeit wohl jedes Unternehmen, jeder Gastronom und jede Einzelhänlderin wenn sie an die (vermeintlichen?) Zusatzgeschäft-Chancen während der Fußball Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz denken. Die Antworten darauf sind allerdings alles andere als einfach.
Unter diesem Link gibt es ein pdf File, in dem über 60 Fallbeispiele aufgezählt werden, welche Werbeformen und Marketingaktivitäten akzeptabel sind, und welche in die klage-gefährdete Kategorie des “Schmarotzer-Marketings” (Ambush Marketing) fallen.
Ein kurzer Auszug absoluter Tabus:
- Abbildung eines Spielers einer Nationalmannschaft ohne dessen Zustimmung.
- Gewinnspiel: als Preis wird eine Eintrittskarte zu einem Spiel inkl. Übernachtung in Innsbruck verlost.
- Hinweistafel vor einer Diskothek: „Heute große EM 2008 Party“
- Hotelier wirbt in seinem Prospekt mit „Buchen Sie bei uns das exklusive EM 2008-Package“
- Fleischerei wirbt mit „Heute neu: EM 2008–Leberkäse“
- Versandhandel verwendet zur Bewerbung seiner URL „www.mustermann-versand.at/euro2008“

Quelle: pdf WKO Wien
Als “relativ sicher” stufen die Experten der Wirtschaftskammer z.B. Werbeformen wie diese ein:
- Kaufhaus wirbt mit „Zur EM 2008 haben wir im Juni tolle Angebote bei unseren Sportartikeln“
- Geschenkartikel-Store verkauft „Schals, Fußball-Dressen, Hüte, Fahnen“ im Design einer Landesflagge (ohne weiteren Text oder Bezug auf den Event selbst)
- Geschenkartikel-Store produziert T-Shirts mit witzigen Aufdrucken: „EM 2008 – schönster Fan“, „nicht offizieller Sponsor“, „Schützenkönig“
- Lebensmittelhersteller lanciert eine Rot-Weiß-Rote Produktlinie mit dem Slogan „Heimspiel 08“
- Hinweistafel mit „Wir übertragen live alle EM 2008 Spiele“
Man beachte allerdings den Hinweis im Anhang des Files:
Die WKÖ übernimmt trotz sorgfältiger Auswahl und Überprüfung sämtlicher Informationen keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen.
Die allgemeinen Empfehlungen der Wirtschaftskammer zum Thema Marketing und Werbung während der Fußball EM2008 lassen sich so zusammenfassen:
- Verwenden Sie keine eingetragenen Wort-Bild-Marken der UEFA (Logo, Maskottchen).
- Erwecken Sie nicht den Anschein, Ihr Produkt sei „offiziell“ genehmigt oder lizenziert.
- Kopieren Sie nicht die Gestaltung der lizenzierten Merchandisingartikel oder das Erscheinungsbild
der Sponsoren und nationalen Förderer.
Wem der Sumpf rund um das (UEFA Markenrechts-)Spektakel zu undurchsichtig erscheint tut sicherlich gut daran, sich im Vorfeld jeglicher Planungen oder Aktivitäten von einem Anwalt für Markenrecht oder den Experten der Wirtschaftskammer beraten zu lassen. Diese hat dafür auch eine eigene Servicestelle eingerichtet. Weitere Details auf http://em2008.wko.at
Nachsatz: Bildbeispiele welche (zum Teil sehr grenzwertigen) Werbungen Sponsoren und vor allem Nicht-Sponsoren im Rahmen der Weltmeisterschaft in Deutschland eingesetzt haben, finden sich auf den Seiten der Präsentation “Spielregeln im EURO 08(TM) Marketing” der Prof. Schnedlitz / Cerha.
Quelle: wko.at
Weitere Links: Offizielle Logos zur EM 2008
Richtlinien zur Verwendung der Marken durch nichtkommerzielle Dritte
Header Bild: Flickr, thanks for sharing!
ANDERS|denken.tv: Hotel-Blog über das “Süsse Leben”

Gestern ging es hier um 10 Gründe die gegen Hotel-Blogs sprechen könnten. Heute folgt der Gegenpol: 5 Touristiker aus Südtirol haben sich vor einigen Jahren zum Konsortium der Dolce Vita Hotels zusammengeschlossen und starten jetzt ein Gemeinschaftsblog.
5 Hoteliers und ihre Teams schreiben ein Weblog.
Wozu die Mühe? Wo liegt der Unterschied zu unserer Webseite? Ganz einfach: Hier gewähren wir Einblicke in spannende Geschichten rund um die Dolce Vita Hotels, erzählen von außergewöhnlichen Erlebnissen und Erfahrungen unserer Gäste, von Wanderungen oder Fitness-, Wellness- und spektakulären Sportaktivitäten, und verraten Tricks unserer Meisterköche.Auf ganz menschliche Art wollen wir Ihnen das Südtiroler Vinschgau, das Meraner-Land und seine Menschen näherbringen, und es wird hier auch bald etwas zu gewinnen geben! [Zitat Dolce Vita Blog]
Ich durfte die Chefs der 5 Sterne Wellness Tempel auf einem Teil ihres Weges zum “Dolce Vita Blog” begleiten, und die Zusammenarbeit hat großen Spaß gemacht. Nicht nur aufgrund des Ergebnisses, sondern vor allem wegen der positiven Einstellung, dem Mut neue Wege zu gehen und der Ideenvielfalt des gesamten Teams.
“Uns ist es wichtig, unsere Gäste persönlich anzuprechen. Ein Baustein zu dieser Form der Gäste-Bindung soll das Dolce Vita Blog sein, in dessen Gestaltung wir unsere Gäste aktiv einbinden wollen. Das erzeugt nicht nur Bindung, sondern unterscheidet uns vor allem von anderen und unterstützt unsere Glaubwürdigkeit. Wir sind “first mover” und das erste bloggende Hotel-Konsortium im gesamten deutschsprachigen Raum.”
[Klaus Ladurner, Dolce Vita Hotels]
Unsere bezaubernde VOdA Kollegin Verena hat im Laufe des Projekts mit Klaus Ladurner, einem der bloggenden Hoteliers ein 3-minütiges Video-Interview geführt. Es geht u.a. um die Gründe, die die Hoteliers zum Bloggen getrieben haben, wie sie ihr Blog bekannt machen wollen und wozu der ganze Aufwand überhaupt gut sein soll.
Anmerkung: Wer neben den charmanten nord- und südtiroler Dialekten auch noch das Rauschen im Hintergrund hört - dieses kommt vom Wasserfall direkt neben dem Pool wo Verena Klaus Ladurner zum Interview gebeten hat, denn an einem anderen Ort hätten sich die weit über 30°C an dem Tag wohl kaum aushalten lassen.
Webseite: www.dolcevitahotels.com | Blog: www.dolcevitablog.com
10 Gründe gegen Blogs im Tourismus
Foto: Flickr
Letzte Woche moderierte ich für einige junge Hoteliers einen Workshop zum Thema Positionierung. In einem Teilworkshop kam das Thema Blogs im Tourismus auf, und weil Menschen (zumindest in unserem Kulturkreis), zuerst einmal sehr gerne erklären, warum “Neues” nicht funktionieren wird, haben wir für das Brainstorming folgende Fragestellung definiert: “Gründe warum wir kein Blog starten sollten.”
Hier jene 10 ausgewählten Argumente, über die die Hoteliers im Anschluss an das Brainstorming diskutieren wollten. [Weiterlesen] »
ANDERS|denken.TV: Geschäfts-Konzept für den Sommer-Tourismus

Viele österreichische Hoteliers und Touristiker suchen nach Lösungen, um ihre Hotels auch in gegenüber dem Winter vergleichsweise schwachen Sommermonaten auszulasten.
Christoph Seiwald, Touristiker aus Ischgl hat mit MountainAiring ein Geschäftskonzept entwickelt, das sein Hotel auch im Sommer mit Gästen füllen soll.
- Die Zielgruppe: (Hobby-)Marathonläufer die sich inmitten einer einzigartigen Bergwelt und zu leistbaren Preisen wie Profis auf ihren Traum vorbereiten wollen.
- Das Konzept: Auf einer der höchsten Laufstrecken Europas soll Höhentraining für Trainingserfolge sorgen.
Hoch über der Idalp (Ischgl, Tirol, Österreich) wurde in über 2.500m Seehöhe eine 10km lange Laufstrecke ausgeschildert, Sportärzte erstellen individuelle Trainingspläne, und auch Mahlzeiten und Rahmenprogramm sind auf das große Ziel abgestimmt.
“Die Univeristät Innsbruck erstellt derzeit eine Studie die bestätigt, dass schon nach einer Woche 75% des vollen Trainingseffektes eines normalerweise 3 Wochen dauernden Höhentrainings erzielt werden”, erklärt der mutige Hotelier stolz.
Noch etwas soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Der Igschler schreibt österreichische Touristik-Web2.0-Geschichte:
“Endlich ein österreichischer Hotelier, der bloggt!” schreibt Karin Schmollgruber in einem Kommentar zum ersten Beitrag auf Christoph Seiwalds Blog www.hoehentraining.at.
Das Besondere daran: Ich glaube mit dem Blog zu MountainAiring ist er der erste Hotelier Österreichs überhaupt, der sich an dieses Medium heranwagt. Mal sehen welche Nachahmer es geben wird. (Wenn ich mich mit der Aussage irre, bitte jederzeit die Kommentarfunktion am Ende dieses Beitrags benutzen, danke!)
Ich habe Christoph Seiwald am Wochenende in Ischgl getroffen. Es war nicht geplant, aber spontane Aktionen haben ja durchaus ihren Reiz. Und so kam es, dass wir uns kurzerhand eine Videokamera schnappten, und das erste Interview für ANDERS|denken.TV aufnahmen. Die Bild- und Ton-Qualität des 10minütigen Gesprächs ist leider nicht die beste, aber es ging mir vor allem darum, einen vor Elan und Unternehmergeist sprudelnden Idealisten und Vordenker hautnah auf dieses Blog zu bringen.
Worüber haben wir geredet? Über die Idee von MountainAiring, Hürden bei der Umsetzung der Idee, mitten in einem Ski- und Promigebiet (Ischgl ist bekannt für seine Höhen-Konzerte mit Weltstars, Abstecher von Paris Hilton, Pop-Stars Kanditaten, u.a.) ein Konzept für ein (leistbares!) Sommertrainingskonzept zu implementieren, welchen Vorteil sich der Hotelier von seinem Blog erwartet und wohin die Reise noch gehen soll.
Letzeres klingt nicht unspannend: MountainAiring könnte schon bald zu einem Franchising-Konzept weiterentwickelt werden.
Zum Abschluss dieses Beitrags 5 (Mit-)Gründe, warum mir das Konzept und dessen Umsetzung gefallen, und durchaus beispielhaft für viele andere Unternehmer sein können:
- Positionierung
Ischgl ist bei weitem nicht die einzige Gemeinde Österreichs in der auf über 2.000m (Anm.: jene Höhe aber der Höhentraining möglich ist) gelaufen werden kann. Dennoch ist MountainAiring das erste Tourismuskonzept, das sich ganz klar als professionelles “Höhentrainings-Mekka” für Hobbysportler positioniert. - Spezialisierung auf eine Zielgruppe.
Halbherzig wäre gewesen “alle Läufer” anzusprechen, und hätte als Differenzierungsmerkmal in diesem Fall wohl nicht funktioniert. Es gibt im Zielgebiet des Unternehmens hundertausende Marathonläufer. Viele von ihnen leben in Großstädten mit eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten, oder weit entfernt von Bergen, in denen Höhentrainingseffekte erzielt werden können. - Probleme erkennen und lösen.
Während der gesamten Umsetzung standen für Christoph Seiwald direktes Feedback aus der Zielgruppe und laufende Abstimmung mit Experten im Mittelpunkt. Nur so erfuhr er alles über Wünsche und Probleme seiner künftigen Kunden, und konnte die Erkenntnisse in sein Konzept implementieren. - Die Umsetzung.
Ausdauer, Feinfühligkeit, Weitblick und unternehmerischer Mut während der gesamten Phase der Umsetzung. - Nachhaltigkeit und Weitblick.
Für MountainAiring mussten weder neue Liftanlagen, Straßen oder Betonklötze errichtet werden. Statt dessen nutzt der Unternehmer was er direkt vor seiner Haustüre findet: Natur, Wanderwege und Berge. Und wenn (lt. der letzten Woche veröffentlichten EU Studie über Klimawandel) im Jahr 2050 an der Ostsee Palmen wachsen und Südeuropa in Hitze erstickt, wird auch in den Alpen Schnee zur Mangelware werden - und den brauchen Marathonläufer wohl kaum…
www.mountainairing.com | www.hoehentraining.at
“Blogs im Tourismus”-Konferenz in Kitzbühel

Am 12.07. findet in Kitzbühel (Tirol, Österreich) die erste Konferenz zum Thema “Blogs im Tourismus” statt.
Initiiert wird die Veranstaltung durch das Tourismus Research Center Krems, Kitzbühel Tourismus und der Charles Darwin University, Australien. Themen sind u.a. die Analyse von Inhalten von Tourismus-Blogs und Foren, das Verständnis für den Prozess des Informationsaustauschs sowie Strategien zum Umgang mit virtuellen Communities.
Schade, dass ich an dem Tag nicht in Österreich bin. Hätte ich mir gerne angesehen. Vor allem die “Analyse von Tourismus Blogs” hätte mich doch interessiert. Zumindest dann, wenn einige deutschsprachige und österreichische Beispiele dabei gewesen wären, präsentiert von den Herausgebern selbst.
Technologische Aspekte, wie die Informationsextraktion oder Computerlinguistik von Reiseblogs werden genau so behandelt wie touristische Gesichtspunkte, beispielsweise die eMarketing-Perspektive.
Vielleicht sind es genau Formulierungen wie diese, die Gastronomen, Hoteliers und Touristiker (viel zu) oft abschrecken, an solchen Veranstaltungen teilzunehmen. Dabei sollten doch genau diese “Unternehmer” am Ende des Tages die Inhalte umsetzen?!
Theorie und Forschung alles gut und recht - doch über graue Theorien haben wir genug gehört, geredet und tonnenweise “papers” produziert - es ginge (v.a. für den österreichischen Tourismus) längst um die Umsetzung und um erfolgreiche first-mover Beispiele, liebe Tourismusberater!
siehe auch: Kremsresearch, eTourismusInfo und Tourismus Zukunft
Pizza im neuen Format

Auch Fast Food Pizza kann innovativ sein: Statt immer nur flach auf dem Teller gehts dank ein wenig Querdenken und Kreativität auch in Waffeln.
Nicht das Auffallen oder Differenzierung standen bei der Entwicklung im Vordergrund, sondern das Praktische. Die Waffelpizza ist einfacher zu essen, und erspart der Fast Food Kette das bisher notwendige Abspülen von Tellern. Vielleicht nicht gerade etwas für Gourmets aber es soll ja Leute geben die nach der Philosophie leben: “Im Magen kommt eh alles wieder zusammen.”
Screenshot: Konopizza by Tribecca
Schlag mich Kleines!
Wieder einmal was für die Kategorie verrückte Geschäftsideen, diesmal aus Nanjing China. Zielgruppe der Bar “Zur aufgehenden Sonne und zum Abbau von Ärger”: Frustrierte Frauen.
20 tolerante Kellner lassen sich von den weiblichen Gästen nach Belieben verprügeln. Kostenpunkt 50 Yuan (ca. EUR 5) für eine Ohrfeige, wer es härter will und voll auf die submissiven Kellner losgehen will, legt 300 Yuan (ca. EUR 30) ab.

Wer seinen Frust trotz all den Gewaltausbrüchen noch immer nicht los geworden ist, kann einen Psychologen in Anspruch nehmen. Übrigens ein in China relativ neuer Berufsstand:
Psychologie und Psychoanalyse kann man in China erst seit der Öffnung des politischen Systems Anfang der 90-er Jahre studieren. [Prof. Aigner, Universität Innsbruck]
Auch eine Art der Differenzierung, die man allerdings eher als Erlebnisbar denn als Frust-Heilstube betrachten sollte…
Quelle: China Daily via Beratungsletter
Push - Power - Glug
So einfach erklärt sich ein neues Verschluss - System, das Getränke und Vitamine erst kurz vor dem Trinken vermischen soll.
Vorteil: Je später die Vitamine ins Getränk kommen, umso stärker soll ihre Wirkung sein…
In response to underperforming health, sports, and medicinal drinks that lose potency as they sit on shelves, VIZcap is a new technology that releases vitamins, minerals and other supplements into the water at the time of consumption making for a more effective and potent beverage. [Cool Hunting]
Entstanden ist VIZcap (befindet sich derzeit im Status der Patentanmeldung) nicht in den Entwicklungsabteilungen eines Getränkeherstellers, sondern im Stil sinnvollen und vor allem fairen Crowdsourcings:
Wir haben die besten Industriedesigner, Ingenieure, Entwickler und Marketer zusammengespannt, um neue Produkte und Designs zu entwickeln, und kümmern uns um deren Patentierung und das Marketing. Erst dann geben wir es in die Hände von Investoren und Unternehmen die sich um alles weitere kümmern. [VIZdrink]
Hinter dem Projekt steht eine sich noch in geheimnisvollen Nebeln verbergende Gruppe namens AFGL, die ausgezogen ist, um neue Potenziale auf dem Getränkemarkt zu erschließen.
The VIZCap’s creators, a cryptically-named group calling itself AFGL, say they’re “taking on the behemoth beverage industry,” apparently hoping to sell their bottle caps to those evil megacorporations by calling them names. [DailyPicture.net]
Gehen wir - ohne bestätigte Information - davon aus, dass sich die klugen Köpfe nicht kostenlos für solche Entwicklungen hergeben, und dafür eine - nennen wir es - Aufwandsentschädigung (oder gar eine Erfolgsbeteiligung?) erhalten haben. Genau daran unterscheiden sich (billige) Andere Arbeiten Lassen (AAL) Ansätze von professionell organisierten Crowdsourcing oder Open-Innovation Projekten.
www.vizdrink.com via Cool Hunter und DailyPicture.net
Baby Boomers auf Reisen
“Unsere Zielgruppe leicht fortgeschritteneren Alters nützt das Internet ja kaum.” Wirklich nicht?
Auf Futurelab gibt es ein gut 20minütiges Video [siehe hier] darüber, wie (zumindest in Großbritannien und den USA) die Generation 50+ (Baby Boomer) das Internet im Zusammenhang mit Reisen nutzt.
Einige Kernaussagen die nicht nur für Touristiker interessant sind:
- 60% nutzen das Internet mindestens 7h wöchentlich.
- Das Internet ist eine wichtige Informationsquelle bei der Auswahl von Reisen und wird auch zur Buchung genutzt.
- Zwischen 2003 und 2005 hat sich die Zahl jener, die das Internet als Infoquelle für den letzten Urlaub benutzt hatten verdoppelt und erreicht bereits 75%!
- Konservative, einfach aufgebaute und klar verständliche Internetseiten haben einen klaren Vorteil.
- 87% klicken nicht auf Werbebanner!
Dazu gibts jede Menge Beispiele von guten und schlechten Beispielen. Touristiker (und auch verspielte Webdesigner), die keine Lust auf das ganze Video haben, finden hier die Folien zum Download (pdf, 5,8MB).
Auch Marketing-Guru Seth Godin befasst sich fast zeitgleich mit dem Thema 50+ Marketing und meint: Demografien spielen keine Rolle. Viel wichtiger ist die Differenzierung zwischen Lebensstilen (open vs. closed).
Jemand der sein Leben lang nach traditionellen Werten gelebt hat, wird bestimmt auch in fortgeschrittenerem Altern nicht zum großen Web-Einkäufer werden. Aber: Menschen die ihr Leben lang auf der Suche nach Dingen waren, die ihr Leben einfacher und schöner gestalten könnten, werden am Internet und seinen Möglichkeiten Gefallen finden.
Baby boomers have been open their whole lives. And now they are seniors. So all the conventional wisdom goes out the window. Senior travel, senior fashion, senior experiences… it’s all fair game, because there’s a different demographic inhabiting that age group now. Psychographics (open vs. closed) are way more important than demographics.
Update 26.4.07
Markus hat in einem Kommentar bereits darauf hingewiesen, ich erwähne es hier noch einmal:
Gemeinsam mit 50plus Hotels veranstalten wir Ende Mai in Seefeld ein Seminar bei dem es speziell um die o.a. Zielgruppe gehen wird. Weitere Infos gibt es hier oder direkt bei Markus Schauer per Mail.



