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Die einzigartigsten Hotelzimmer der Welt

Ein Designleckerbissen nicht nur für Architekten sondern auch ein Ideenpool für innovative Touristiker: Die im Juni erscheindende Hochglanzpublikation von TheCoolHunter über die coolsten Hotels der Welt. Aber es kommt noch besser…
Our first book, the World’s Coolest Hotel Rooms, will come out June 1. Published by Harper Collins Publishers (US) and designed by the Sydney based War Design, the inaugural Cool Hunter book will soon be followed by the next volume, the World’s Coolest Houses.
In einer Zeit in der Crowdsourcing in aller Munde ist gehen auch in diesem Projekt nicht ausschließlich Redakteure auf Bilderjagd. TheCoolHunter ruft über seine reichweitenstarke Internetseite (ca. 2 Mio. Page Views / Monat) Leser, Hotelier, Architekten und Reisende auf Vorschläge einzuschicken.
To make that happen, we are on a furious hunt for supremely cool projects from beach homes, country homes and city pads to holiday houses and ski retreats, we want to know where the coolest houses are. We are looking for the most unique houses from Sao Paulo to Sydney. Slightly cool, standard-issue luxury won’t do it.
Also los, worauf noch warten? Eine bessere Gelegenheit für kostenloses Marketing kommt heuer nicht mehr!Alle weiteren Infos bei CoolHunter
Geschäftsideen von Kunden finanzieren lassen

Es müssen nicht immer Kredite, Darlehen oder Förderungen sein mit denen ich meine Geschäftsidee finanziere. Schon mal an Ihre Kunden gedacht?
Wie gestern versprochen ein weiteres Beispiel das ich auf der Aufschwung erzählt hatte, nachdem eine kritische Stimme bemerkt hatte, dass Beispiele wie Sellaband, MyFootballClub oder nvohk reine Modeerscheinungen einer verrückt gewordenen Welt seien.
Tatsächlich ist die Idee, Kunden in Wertschöpfungs- geschweige denn Finanzierungsprozesse einzubinden keine neue. Die “alten” Beispiele sind vielleicht unbekannter weil internet-affine Blogger sie nie zu Weltstars gemacht haben - weniger erfolgreich sind sie jedoch nicht.
Aber jetzt zur versprochenen Geschichte. Sie stammt von der kleinen Brauerei Königsegger in Königseggwald. Die Ausgangssituation die zur Idee der Brauaktien geführt hatte war Leidensdruck (angeblich jene Phase in der Menschen am stärksten für Veränderungen zugänglich und bereit sind).
Der Strukturwandel und die rein marktwirtschaftliche Orientierung vieler großer Brauereien haben die Bierlandschaft stark verändert. Der Konzentrationsprozess nimmt weiter zu. Durch ständige Betriebsschließungen und Übernahmen geht Stück für Stück oberschwäbische Brauereikultur verloren. Auch der Fortbestand der Braustätte und Mälzerei in Königseggwald war stark gefährdet.

Die Bürger von Königseggwalder hatten freilich etwas dagegen dass es ihr Lieblingsbier bald nicht mehr geben sollte und hatten die Idee, die Brauerei 2003 in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln. 500 Euro war der Nennwert einer Aktie, wobei die Höchstzahl der Aktien pro Aktionär mit 50 Stück beschränkt wurde. So soll verhindert werden, dass sich Großaktionäre einschleichen und zu viel Einfluss auf die Entwicklung des Unternehmens nehmen können. Besonders gelungen finde ich das Konzept der Gewinnausschüttung.
Da sich die Aktionäre überwiegend aus Freunden der heimischen Braukultur zusammensetzen, wird festgelegt, dass die jährliche “Dividende” in Bier “ausgeschüttet” wird. Es war vorgesehen, dass jeder Aktionär für seine WalderBräu-Aktie eine Dividende von 50 Litern Bier (oder fünf Kasten) erhält. Bei einem Marktpreis von 12,50 EURO je Kasten Bier entspricht dies einer Dividende von weit über zehn Prozent. Diese Dividende lässt sich schmecken.
Einen freien Handel der WalderBräu Aktie gibt es übrigens nicht, da es sich um vinkulierte Namensaktien handelt. Für Interessenten gibt eine Warteliste in die man sich per eMail einträgt. Erfreuliches Resultat der Neuausrichtung:
Der Ausstoß an selbst hergestelltem Bier ist im zweistelligen Prozentbereich gestiegen, zahlreiche Auszeichnungen und Prämierungen bestätigen das in unsere Biere gesetzte Vertrauen.
Und auch die Aktionärsversammlungen sehen um einiges kommunikativer aus, als jene die man von anderen Aktionärsversammlungen her kennt…

Link und Bilder: www.koenigsegger.de
Nachtrag: Hier gibt es noch eine Seite mit Fotos begeisterter Aktionäre und Fans, die sicher noch dazu beitragen werden die Biermarke zur Kultmarke werden zu lassen.
Facebook Userzahlen Deutschland, Österreich, Schweiz u.a.
Georg Holzer hat in einem Blog eine interessante Aufstellung über die Verbreitung des State of the Art Social Networks Facebook veröffentlicht.
- Schweiz: 211.000 User (28/1.000)
- Österreich: 78.000 (9/1.000)
- Deutschland: 460.000 (6/1.000)
Auch wenn die Tausenderzahlen vielleicht nicht ganz genau stimmen sind die Zahlen interessant für jedes Unternehmen das sich schon mit Social Networks auseinandersetzt. Warum? Weil man sich trotz aller Euphorie rund um Social Networks keine Wunderdinge erwarten darf. Ja, sie sollen auf alle Fälle in Marketingüberlegungen mit einbezogen werden, aber bevor ich meine ganzen Hoffnungen darauf lege sollte ich andere Hausaufgaben erledigen.
Kürzlich wollte mich ein Hotelier davon überzeugen dass er sofort eine Web2.0 Intensive starten muss (weil ihm ein Berater das geraten hatte). Er war beinahe überrascht als ich ihm davon abgeraten habe da es noch viele andere unausgeschöpfte Potenziale gibt, die kurzfristig schnellere Erfolge bringen. Profile anlegen, experimentieren und Erfahrungen sammeln ja - auf eine Verdoppelung der Buchung hoffen bitte nicht!
Weitere Zahlen bei Georg Holzer
Meine Facebook Links
Mein Facebook Profil
ANDERS|denken Blog in Facebook
ANDERS|denken Gruppe auf Facebook
User generated advertising Horror der Zillertal Werbung
Meine Affinität zu User Generated Content (UGC) Projekten ist hinlänglich bekannt. Vergangene Woche wies mich eine Studentin auf ein Mitmach-Projekt der Zillertal Tourismus hin. Bei näherer Betrachtung stellten sich mir allerdings schnell die Haare zu Berge.

Das Gewinnspiel ist ein halbherziger bis gänzlich misslungener Versuch einer kaum beachteten user generated content Kampagne der Zillertal Tourismus GmbH, die mittels YouTube versucht die Mitmachkultur für Marketingzwecke zu nutzen.
Wer sein Video so toll findet, dass es jeder sehen sollte, der sollte dieses schnellstens auf youtube stellen. Gesucht wird das Video, das die kalte Jahreszeit im Zillertal am besten darstellt. Die Videos müssen nur typisch winterliche Themen aufgreifen und im Zillertal gedreht worden sein. Die interessantesten Einsendungen werden regelmässig auf zillertal.at veröffentlicht. [...] Bis zum 6. 4. 2008 haben Sie Zeit, uns Ihre Videos zukommen zu lassen, danach kürt unsere Jury die beste Einsendung.(www.zillertal.at)
Die Einreichungen sollen auf YouTube geladen werden. Mit welchen Tags die Videos versehen werden sollen ist unklar. Auch gibt es keinen eigenen YouTube Channel oder ein Kampagnenblog das die Einreichungen konsolidiert, Kommentar- und Bewertungsmöglichkeiten (abgesehen von der YouTube Standardfunktion) sind ein Wunschtraum.
Eine Jury wählt die Gewinner die insgesamt lächerliche 1.000 Euro erhalten. Lasst Eure Gäste selbst entscheiden welches das beste Video ist und was veröffentlicht werden soll! Angenehmer Nebeneffekt dabei: Die TeilnehmerInnen werden versuchen viele Freunde zu aktivieren um für das eigene Video zu voten.
Auch bei den Teilnahmebedingungen treten die Zillertaler Werber gleich in noch ein Fettnäpfchen, für das andere bereits die Auszeichnung Ausbeutung erhalten hatten. Alle Teilnehmer treten mit ihrer Teilnahme alle Rechte an den Werbeverband ab.
Die Videos sämtlicher Teilnehmer können von der ZTG sowohl im Internet als auch auf andere Weise gesondert präsentiert werden, ein Anspruch der Teilnehmer darauf besteht jedoch nicht. Der Teilnehmer erklärt zu einer derartigen Präsentation seine ausdrückliche Zustimmung und räumt der ZTG alle hiefür erforderlichen Rechte räumlich und zeitlich unbeschränkt ein.
Die Aktion steht m.E. nicht für Web2.0 sondern verkorkstes Web Marketing 1.0. Auch “damals” musste man Formulare ausfüllen die an anonyme Empfänger gesendet werden und bei denen das “Ich bin der Zusendung Eures Werbematerials einverstanden” Häckchen bereits angeklickt war.
Einfach nur einen Wettbewerb auszuschreiben funktioniert am ehesten bei Unternehmen die bereits eine webaffine Community aufgebaut haben. Habe ich die nicht können neben Facebook, MySpace, etc. bestehende Communities als Multiplikatoren entscheidende Starthilfe geben.
Schade liebe Zillertal Vermarkter, das hätte man mit Unterstützung von Leuten die etwas von Web2.0 und den damit verbundenen Spielregeln verstehen um einiges effektiver und cooler (gings nicht darum?) gestalten können.
Geld verdienen mit Urlaubsvideos

Hotelbewertungsplattformen gibt es mittlerweile dutzende. Mario hat mir einen Link zu Tripr.tv geschickt, zwar eine weitere aber im Gegensatz zu allen anderen werden hier Urlaubsgäste nicht nur kostenlos gemolken sondern können durch Einstellen Ihrer Urlaubsfilme Geld verdienen.
Auf einem Mashup von Google Maps sind alle Standpunkte verzeichnet von denen es schon Videos oder Bewertungen gibt. Nutzer der Plattform haben 3 Möglichkeiten: Private Videos anzusehen, Bewertungen von booking.com abzurufen oder gleich ein Zimmer in besagtem Hotel zu buchen. Entscheidet sich jemand für letzteres, verdient der Ersteller des Videos zu einem Drittel an der der Buchungsprovision mit die üblicherweise zwischen fünf und fünfzehn Prozent liegen.

Tripr.tv möchte mit seinem YouTube der Reisebranche Konzept so zur größten Plattform für Hotelvideos werden.
Mir gefällt der Ansatz sehr. Nicht zuletzt auch deshalb weil Tripr.tv einen Ansatz liefert, die immer öfter gestellte Frage “Wer verdient am Web2.0″ zu beantworten. Die Provisionen werden fair geteilt und das Beispiel zeigt, dass user generated content nicht unbedingt mit Ausbeutung gleichzusetzen ist.
Weitere Beiträge zum Thema Tourismus und Web2.0
Screenshots: trivp.tv
Kostenloser Web2.0 Wegweiser für Einsteiger
Im Dezember bat mich Martin Schobert von der Österreich Werbung um einen Kurzbeitrag für einen “Social Web Wegweiser für den österreichischen Tourismus” und schrieb damals in seinem eMail.
Die Österreich Werbung möchte damit verständliche, simple Antworten auf wichtige Fragen rund um web & travel 2.0 geben und gleichzeitig Ansprechpersonen vorstellen, die helfen können die Vorgänge im und um das Web zu verstehen.
Dem Aufruf kam ich deshalb gerne nach, weil ich in viel zu vielen Diskussionen und Projekten (nicht nur mit Touristikern, Hoteliers, …) immer wieder die großen Fragezeichen in den Augen vor mir sah und noch immer sehe wenn das Thema auf Web2.0 und seine (Einsatz-)Möglichkeiten fällt.
Am Freitag letzer Woche stellte die ÖW den Wegweiser im Rahmen der ENTER 08 in Innsbruck und ich würde sagen: Ziel übertroffen! Die Broschüre gibt nicht nur Touristikern einen hervorragenden Überblick über das Thema, sondern kann genauso gut anderen Branchen nützlich sein!
Initiator Martin Schobert schreibt dazu im (brandneuen) Blog der Österreich Werbung:
Wir wollen Österreichs Touristikern damit Orientierung geben und die Richtung aufzeigen, in die sich Kommunikation im Web in den nächsten Jahren entwickeln wird. Denn Web 2.0 hat definitiv einen Wandel der Online-Kommunikation mit sich gebracht. Und dieser Wandel ist schon passiert, egal ob wir wollen oder nicht.
Deshalb haben wir Österreich Werber diesen “Social Web Wegweiser” initiiert. Um nicht allein Prophet im eigenen Land zu sein haben wir 6 der besten “Web 2.0″-Experten und Online-Berater mit Tourismus Know-How eingeladen uns Ihre Sicht der Dinge näherzubringen. Wir baten sie zu unterschiedlichen Themen die Frage zu beantworten wie österreichische Touristiker die Chancen im Social Web nützen können. Und welchen Irrtümern sie nicht “aufsitzen” sollten.
Petra Stolba, Chefin der Österreich Werbung, ergänzt im Editorial:
Auf den folgenden Seiten finden sich Texte verschiedenster Experten die jeweils unterschiedliche Aspekte im Social Web beleuchten. Ganz bewusst hat die Österreich Werbung diese Experten eingeladen, den Inhalt zu gestalten, denn ein Paradigma des Social Web ist die Meinungsvielfalt, die „Weisheit der Vielen“, die es ermöglicht, Phänomene aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und sich ein umfassendes Bild zu verschaffen.
Bleibt anzumerken dass Martin und sein Team es in den letzten 12 Monaten geschafft haben, sich quasi von Null hervorragend in Web2.0 einzuarbeiten. Gelungen ist das m.E. auch deshalb, weil der Marketingbegriff nicht nur strapaziert und seine Inhalte gepredigt sondern vor allem auch gelebt wurden, andernfalls hätten einige der nachgenannten Autoren des Wegweisers in dieser Form wohl kaum am Wegweiser mitgearbeitet.
Inhaltsübersicht “Travel 2.0 in Österreich”
- Martin Schobert, Es zählt nur die Kundenorientierung
- Karin Schmollgruber, In 6 Schritten zu Ihrer Web2.0 Strategie
- Dieter Rappold, Definieren wir den Relevanzbegriff neu - Aufmerksamkeit im Long Tail
- Hannes Treichl, Wo wie und warum Communities Märkte verändern
- Ed Wohlfahrt, Online Reputation: Ihr guter Ruf im Internet
- Robert Basic, Wenn Sie daran denken zu bloggen, dann lassen Sie es bitte
- Hannes Offenbacher, Corporate Blogging: Wer kommuniziert gewinnt
Dazu gibt es noch
- “Die Top10 einer erfolgreichen Web2.0 Strategie”,
- “Die Top 10 Irrtümer rund um Web2.0″,
- sowie von Michael Schuster, Helge Fahrnberger und Christian Lendl ausgearbeitete Fallstudien.
Download
PS: Trendexperte Florian Moritz von der Österreich Werbung hat mir freundlicherweise einen dicken Stapel Broschüren mitgebracht, den ich in den nächsten Tagen an meine Freunde, Kunden und Partner weiterleite - eMail also nicht notwendig…
Geld verdienen durch die Vermittlung von Locations
Sebastian Demmerle betreibt in Frankfurt eine Agentur für Location- und Produktionsservice für Filmproduktionen. Die Locations findet er aber nicht ausschließlich selbst, sondern bedient sich clever den Möglichkeiten des Internet.

Auf frankfurtlocation.com kann jeder Mitglied der Scout Community werden und Vorschläge für Locations machen, die für Film- oder Fotoaufnahmen das gewisse Etwas mitbringen. Via Mail informiert das Unternehmen seine Mitglieder zudem laufend über aktuelle Gesuche.
Produktionsfirmen können in der Online-Datenbank recherchieren. Entspricht ein Vorschlag den Vorstellungen, bezahlt der Kunde €100, der Scout erhält €50 als Vermittlungsprovision. Da neben öffentlichen Plätzen oder Bürogebäuden auch immer wieder private Räumlichkeiten gesucht werden, könnte es ein zusätzlicher Anreiz für so manchen Scout sein, später einmal sagen zu dürfen, dass der neue Axe-Werbespot im eigenen Wohnzimmer gedreht wurde.
Was hat Sebastian Demmerle davon? Vor allem kann er seine Location Datenbank schneller füllen und findet unter Umständen Perlen, auf die er sonst unter Umständen niemals gestoßen wäre. Die Fixkosten für das Scout Netzwerk belaufen sich auf Null, denn bezahlt wird nur bei Vermittlung.
Ein Beispiel das zeigt, dass auch kleine Unternehmen sehr erfolgreich Crowdsourcing betreiben können.
Screenshot: Frankfurt Location | Quelle: Best Practice Busines
Radiobericht Crowdsourcing und Meinungen eines Trendforschers
Radio Ö1 hat vor einiger Zeit einen Beitrag über Crowdsourcing gesendet. Leider habe ich ihn erst jetzt zugeschickt bekommen, er ist aber deshalb nicht weniger aktuell.

Im Beitrag erzählt Manfred Lackmair noch von seinen Erwartungshaltungen eines Crowdsourcing Projektes das wir über VOdA für ihn umgesetzt hatten. Interessant seine Hoffnungen von damals mit den Resultaten zu vergleichen über die ich vor einigen Wochen geschrieben hatte (siehe hier).
Jetzt aber zum Radiobeitrag:
Nicht ganz nachvollziehen kann ich einige Aussagen des Trendforschers Christian Hehenberger der meint, “Crowdsourcing sei für Marktforschung ungeeignet und Teilsegmente seien nicht repräsentativ.”
Stimmt zum Teil - aber die Gegenfrage: Ist es repräsentativ wenn mir auf der Straße jemand einen Fragebogen unter die Nase hält und ich eben schnell irgendwelche Antworten gebe weil ich gar keine Lust auf die Fragerei habe?
Sind wir nicht längst davon abgegangen über die Zielgruppe zu sprechen und der Zug fährt in Richtung Microcommunities ab?
Wer Crowdsourcing Projekte dazu nutzt um sie mit Feedback zu verknüpfen, wird auch brauchbares erhalten. Meistens sogar zu entscheidend niedrigeren Kosten als dies bei klassischen Formen der Fall ist. Hervorragendes Beispiel dafür ist CrowdSpirit, über das ich hier im Blog bereits mehrmals geschrieben habe. “Das Teilsegement” (=Technik-Interessierte) entwickeln gemeinsam Ideen und evaluieren diese auch - brauch ich da noch großartig weitere Marktforschung?
Barack Obama und das Internet

Mr. oder Ms. US President werden (auch) im Internet gemacht. Gerade als ich hier eine Analyse über den hervorragenden Web-Auftritt des Barack Obama schreiben will, entdecke ich bei Ed Wohlfahrt einen tollen Bericht über die Internetstrategie des Anwärters aufs höchste Amt der USA.
Ich spar mir also die Mühe und empfehle allen Interessierten bei Ed Wohlfahrt vorbeizuschauen und diesen Beitrag zu lesen.
Folgende Ergänzung eines Features das mir sehr gut gefällt. Obama versucht (im Gegensatz zu Hillary Clinton bei der man eher das Gefühl hat käufer eines Produktes zu sein) seine Wähler ganz aktiv einzubinden, zu Mitgliedern seines Universums zu machen. Hier ein Beispiel:
Wer auf my.barackobama.com ein Profil anlegt erhält dafür “Bonuspunkte” - für öffentlich zugängliche Profile mehr als für nicht einsehbare. Jedes Einloggen, posten von Links im Social Network, Schreiben von Blogeinträgen, Einladen von Freunden (dazu kann man gleich sein gesamtes Outlook Adressbuch hochladen) etc. bringt zusätzliche Punkte.
So entwickelt sich ein Wettrennen um die meisten Punkte. Menschen waren seit jeher Jäger und Sammler und diesen Trieb werden wir einfach nicht los - Marketer und Community Manager freuen sich darüber, denn “Jagen und Sammeln” kann immer wieder effektiv in Kampagnen eingesetzt werden.
Kleines Kreativitätstool

Eine kleine (feine) Möglichkeit, um nach dem Mittagessen sein Gehirn wieder in Schwung zu bringen. Was fällt Ihnen zu Apfel ein? Birne, Wurm, Eva, Adamsapfel, rot, grün, Gift, gesund, oder vielleicht Schwarzenegger.
Wer selbst nicht nachdenken will, ist bei Human Brain Clouds richtig: Zwar bezeichnet sich die Online Plattform als “massively multiplayer game”, tatsächlich baut sich dort aber gerade eine riesige Datenbank häufiger Wortassoziationen auf: 350.000 Menschen haben sich bislang beteiligt, um 524.000 Worte zu erfassen und über 5.6 Millionen Verknüpfungen herzustellen.
Varianten die Human Brain Clouds bietet:
- Auf der Startseite erscheinen Worte, zu denen ich ganz spontan Wortassoziationen eingeben kann (Stichwort “Gehirnjogging”).
- Nach bestimmten Worten suchen, und häufige Assoziationen in Form interaktiver Grafiken anzeigen lassen. Tea => Lipton, Gratulation ans Marketing :-)
- Einfach nur die häufigsten Assoziationen auflisten.
Ein Hinweis ist an dieser Stelle durchaus angebracht:
This isn’t academically rigorous or anything, so set your expectations accordingly and have fun seeing what people subconsciously think about stuff!
Um abschließend eine naheliegende Frage vorwegzunehmen: Ein deutsches Gegenstück kenne ich zwar noch nicht, aber vielleicht jemand meiner Leser?!



