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Individualisierung bei M&Ms
Individualisierte Kult-Schokolade: Nachdem M&M’s seit einiger Zeit Unternehmen anbietet Schriftzüge / Logos auf den Kultobjekten zu integrieren, ist es jetzt sogar möglich das eigene Foto “aufdrucken” zu lassen.
Die Farbe der bunten Kultobjekte kann selbst gewählt werden, die Fotos werden (wie auch sonst) per Internet hochgeladen, eine Verpackungsart gewählt und schon ist die Bestellung fertig zur Produktion.
Individualisierung pur und eine tolle Geschenksidee z.B. für Geburten oder (Kinder-)Geburtstage!
M&Ms Werbespot 1977
Screenshot: www.mymms.com/customprint
Messebesucher zu Kunden machen
Nicht nur für Burkhard Schneider ist Ludger Freese der innovativste Metzger Deutschlands. Besucher meiner Vorträge kennen den Mann von genialen Aktionen wie zum Beispiel “Wer wird Wurstmillionär” und anderen. Heute lese ich bei Burkhard von Ludgers jüngstem Geniestreich.
Die Problemstellung die es zu lösen gilt:
“Wie bringe ich möglichst viele der 16.000(!) Besucher der Gewerbemesse Visbek auch in meinen Laden?”
Hier Ludger Freeses Ansatz, zu der ich dir, lieber Ludger, ganz herzlich gratuliere! Wieder einmal beweist du, dass man für wirklich gutes Marketing nicht unbedingt teure Agenturen beauftragen muss! [Weiterlesen] »
Der Wein den man nicht vergisst

Auf Pinwänden wo Kleinanzeigen herumhängen sind Abrisszettel Standard. Dass es aber Weinflaschen (Oxford Landing) gibt die auf so einfache Weise zum leichten Merken des Namens des Tropfens beizutragen erfuhr ich erst durch Bernd Röthlingshöfers Blog (siehe hier).
Aus dem Alltag: Datenwahn und Einfachheit
In 3 Projekten gleichzeitig diskutiere ich derzeit über Sinn und Unsinn von zu vielen Fragen auf Registrierungsformularen.
“Irgendwann wäre doch vielleicht einmal interessant…”

So einfach es aussieht - dennoch weiß Google heute alles über uns, oder? Danke an Martin und Jens für den Hinweis, denn diese Grafik geht in die selbe Richtung und sagt mehr als alle Worte dazu.
Und dann erinnere ich mich noch an das verdutzt hilflose Gesicht eines Werbers der im Rahmen eines ganz anderen Projektes die Frage nach der Zielgruppe stellte. In seinen Unterlagen: Jede Menge gekaufter Adressen fürs erste Mailing an 20-40jährige.
“Unsere Zielgruppe beschreibt sich ganz einfach”, schmunzelte Gerhard Rubatscher. “Young at heart.” - “Ja,… aber … wie erreichen wir die?” Ich dachte Werber wären kreativer…
Mass Customization für Schokoladen

Tirol ist nicht nur ein herrliches Urlaubsland sondern auch der Name eines japanischen Schokoladen Erzeugers. Eines der erfolgreichsten Produkte: Kleine Schokoladen die v.a. in der Nähe von Supermarktkassen verkauft werden.
Ein Mass Customization Ansatz soll helfen den Umsatz der beliebten Schokowürfel weiter zu steigern. Auf der Webseite DecoCho können Prosumenten Ihre Bilder hochladen, um die kleinen Tirol-Schokoladen wickeln und 2-3 Wochen später werden sie per Post geliefert. Der Preis beträgt 20 US Dollar.
Den möglichen Nebeneffekt der Strategie kennen wir schon von Jones Soda: Es entsteht eine treue, fürsprechende und unterschiedliche Designs sammelnde Fangemeinde.
Quelle: CScout
Post-it für die Füße
Dem koreanischen Designer Jun-Soo Choi waren entweder manche Fußböden zu schmutzig oder die Seife zum Reinigen seiner Fußsohlen nicht stark genug, also entwarf er das Konzept von “one-size-fits-all” Einweg-Fußsohlen.

Wenn echte Barfuß-Fetischisten jetzt auch sagen mögen dass das Gadget nicht der Grundidee des Laufens ohne Schuhe entspricht so sei daran erinnert, dass das Konzept aus Korea stammt. Dort lässt man beim Betreten von Restaurants bekanntlich sein Schuhwerk am Eingang zurück…
Gefunden bei Yanko Design
Track the pack: Wo ist mein Paket?
Ich war in den letzten 3 Wochen mindestens 10x auf den Internetseiten verschiedenster Expressdienste, um den aktuellen Status diverser Paket- und Brief-Sendungen einzusehen, auf die ich oder meine Kunden gewartet haben. Leider habe ich dieses Service erst heute entdeckt:
Trackthepack.com heißt die von Josh Pigford betriebene Plattform, mit der man Sendungen in aller Welt tracken kann, ohne dass man sich dazu in die Internetseiten der unterschiedlichen Dienstleister “einarbeiten” muss. Die Handhabung ist simpel - so wie es sein soll: Auf der Startseite gibt man die Nummer der Sendung ein und schon spuckt das System alle notwendigen Infos aus: Expressdienst, Versanddatum, Status der Sendung, usw.
Während Trackthepack noch im Betastadium ist und versucht die letzten Fehler auszumerzen stellt sich die Frage, warum nicht ein Expressdienstleister selbst längst auf Idee gekommen ist, mehr als nur die selbst übernommenen Sendungen zu tracken!?
Würde Sinn machen, die Kunden seiner Mitbewerber mit einem Service das begeistert und das Leben vereinfacht (=Probleme seiner Kunden durch Antizipation lösen) auf die eigene Seite zu ziehen, und bringt (geschickt eingesetzt) in jedem Fall mehr als vergleichsweise Bannerwerbung.
Angenehmer Nebeneffekt: Man positioniert sich in den Köpfen seiner Kunden als das, was man in seiner Werbung zu vermitteln versucht: Als der Dienstleister und vielen anderen.
Screenshot: tracktheback.com | Gefunden bei: Emily Chang via KillerStartups
Personalisierte Papp-Becher

Für Büro oder Parties gedacht, damit es zu keinen Verwechslungen mehr kommt. Zahlen, Symbole und/oder Buchstabenkombination eindrücken, fertig. (Machen McDonald’s MitarbeiterInnen am Plastikdeckel zur Unterscheidung von Cola und Cola Light übrigens schon lange :-)
Ich würde sagen: Problem erkannt, nette Idee entwickelt aber die gestalterische Umsetzung hätte ein wenig kreativer (z.B. erweiterte und witzigere Symbole oder Zeichnungen) sein können, um das Merken der selbstgewählten Kombinationen einfacher zu machen.
Design: Jaehyung Hong.
Höhere Preise durch Differenzierung
Arnold Schwarzenegger trägt zwar den Beinamen “Steirische Eiche”, aber das scheint den steirischen Apfelbauern wohl egal gewesen zu sein. Sie setzen das Gesicht des kalifornischen Gouverneurs jetzt zum Marketing für Äpfel aus der Steiermark ein.
Große, rotbackige Äpfel werden in ein edles, schwarzes Schachterl gesteckt, mit serviert wird eine Serviette. Soll doch der Apfel als Snack für zwischendurch sein, nur eben gesünder als die bekannten Pausenfüller. Geht das Konzept von Hohensinner auf, so wird man den “Arnold”-Apfel künftig in Kinos, Fitnesscentern oder gar auf Flughäfen antreffen.
Das Marketingrezept:
- Steck den Apfel in eine schwarze Hochglanzverpackung,
- mach ihn somit unterscheidbar von den dutzenden anderen Sorten, und
- verkauf ihn statt im Bulk einzeln und
- 3x so teuer wie alle anderen im Supermarktregal.
Ein paar Cent aus den Erlösen sollen in einen speziellen Fonds gehen, aus dem karitative Organisationen, von Härtefällen betroffene Bauernfamilien oder Studien zur Entwicklung von Marketingstrategien finanziert werden sollen.
Hatten wir das nicht schon einmal bei der Spreewald Gurke?
Statt ihre Gurken in ein langweiliges Vorratsglas zu stecken, ersann man eine äußerst pfiffige Verpackung für das Produkt und erreichte damit ein hochgestecktes Ziel: einen uncoolen Artikel zu satten Preisen an den Mann und die Frau zu bringen.
Die Lösung: Man steckt große Gurken in kleine Dosen und deklariert diese als Snack- Mahlzeit für zwischendurch. „Get One“, die Dose mit einer einzigen handverlesenen, großen Gurke, wird über Tankstellen, Supermärkten, Discos und Sportstudios als Trendprodukt verkauft – für 1,50 bis 2,20 Euro – ein satter Preis für eine einzelne. (Differentthinking)
Nochmal zurück zum Schwarzenegger-Apfel: Wer genau wissen will woher der Apfel kommt, kann auf der Homepage von Frutura anhand der Chargennummer den Obstgarten und den Obstbauern ausfindig machen, von dem der Apfel stammt. Auch das soll dem Apfel noch mehr Heimatverbundenheit (und Glaubwürdigkeit) geben. (vgl. “Woher kommt mein Steak?”)

Screenshot: Frutura
Hatten wir also also schon, aber was beweist das? Gar nichts. Differenzierung funktioniert immer wieder. Man muss das Rad nicht unbedingt neu erfinden. Oft genügt es ein wenig zu recherchieren und Bestehendes anders zusammenzusetzen.
Beispiele die zum Nachdenken anregen sollen gibt es bei ANDERS|denken oder bei meinem Freund Burkhard zur Genüge.
PS: ANDERS|denken gibt es auch als eMail-Newsletter
Vorschau oder gleich bestellen.
Quellen: Frutura und Kleine Zeitung | Foto: Mein Nokia N95 in der Warteschlange im Supermarkt
Ausbrechen aus einem grauen Markt: Kleenex
Worauf Diesel beim vorgestern vorgestellten Beispiel individuell beeinflussbarer Produktverpackungen verzichtet hat, setzt Kleenex in diesem Beispiel um: Mass-Customization und Individualisierung von Verpackungen, um sich in einem Markt einfach vergleichbarer Produkte wieder einen Schritt weiter zu differenzieren.

Im einfach bedienbaren Online Konfigurator lässt sich die Box individuell anpassen, eigene Fotos hochladen und bei Bedarf mit dutzenden Cliparts und persönlichen Texten ergänzen. Preis für die selbst designte Taschentücher-Box: 4.99 Dollar zzgl. Versandkosten, also durchaus auch leistbar. Mehr unter www.mykleenextissue.com.
Gefunden bei Werbeblogger





