Alle Beiträge zum Schlagwort (Tag) werbung’
Um Erlaubnis fragen

Weil ich mich in einem Vortrag über die Newsletter-Zwangs-Beglückung vieler Hotels ausgelassen hatte, fragte mich ein Hotelier der monatlich einen Newsletter an über 35.000 Kontakte verschickt zu Recht:
“Auch du schickst über dein Blog Newsletter aus.
Wo liegt der Unterschied?”
Abgesehen davon, dass die Abonenntenzahl dieses Blogs weit von 35.000 Kontakten entfernt ist, liegt er vor allem darin, dass meine Leser den Newsletter freiwillig abonniert haben. Bereits im Vorfeld haben sie sich mehr oder weniger intensiv mit den Inhalten auseinandergesetzt. Ich sammle nicht einfach (wie ein Eichhörnchen Haselnüsse) Mailadressen eines jeden Gastes der bei mit eincheckt, und bin eines von über 50 Hotels das mich mit seinen Botschaften zwangsbeglückt.
Entscheidend ist, ob ich meinen Kunden überhaupt eine (kleine) Chance gebe bereits vor Übertreten der Hemmschwelle der Preisgabe ihrer Kontaktdaten zu erfahren, was sie im Newsletter erwarten wird. Und dann wäre da noch der Inhalt - reine Werbung oder Inhalte die Unterhaltung bieten, Nutzen stiften, etc. - Aber das ist ein anderes Thema.
Zu entscheiden ob all das einen Unterschied in der Kommunikationskultur oder gar im Grad der Wahrnehmung der Inhalte darstellt oder nicht, überlasse ich jedem Leser dieses Beitrags selbst.
Bei dieser Gelegenheit ein Buchtipp: Seth Godin, Permission Marketing: Kunden wollen wählen können. Wie Sie aus Fremden Freunde machen und wie Freunde zu treuen Kunden werden.
Darin geht es genau um dieses Thema.
Vergleiche: “Das Karlsruher Manifest zur fairen Kommunikation”
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):akquise blog differenzierung Marketing web2.0/social media werbung
Ähnliche Artikel
Das Karlsruher Manifest zur Fairen Kommunikation
Auch wenn es zur Pflichtlektüre für innovatives Marketing und Werbung gehört … ich weiß nicht wie viele meiner Leser sein Blog aktiv lesen: Bernd Röthlingshöfers “Und jetzt zur Werbung”.
Immer wieder habe ich auf Beiträge des Autors verlinkt, aber vor einigen Tagen publizierte Bernd einen Beitrag den ich verschlungen habe wie selten einen zuvor. Worum gehts? Im Rahmen eines Gastvortrags an der Merkur Internationale Fachhochschule hat Bernd mit Studenten über faire Kommunikation diskutiert.
Faire Kommunikation - “eigentlich” etwas das doch jeder von uns (zumindest in der Theorie) perfekt beherrscht. Eigentlich… denn nicht nur mir dürften zu jedem Punkt auf Anhieb einige Schreibtische einfallen, auf denen das “Karlsruher Manifest” mit einem Brieföffner eingeritzt werden sollte.
Wir haben es satt, von Spam, Lügen und Bullshit belästigt zu werden. Es nervt uns, wenn uns Banner die freie Sicht auf Webseiten versperren. Wir wollen nicht eine Tonne Werbemüll als Altpapier entsorgen müssen. Wir hassen Gewinnspielanrufe. Wir wollen nicht mit Telefonrobotern sprechen. Wir sind es leid, immer nur Kunden und nie Menschen zu sein. Wir haben das Recht unseren Informationsmix selbst zu bestimmen.
Diese 21 Leitsätze sollen helfen, eine faire Kommunikation (z.B. in Vertrieb, Werbung, PR…) zu gewährleisten.
§1-21: Das Karlsruher Manifest zur Fairen Kommunikation
1. Ich respektiere mein Gegenüber.
2. Ich bin ehrlich.
3. Ich rede und höre zu.
4. Ich bin freundlich, höflich und hilfsbereit.
5. Ich nerve nicht und dränge nichts auf.
6. Ich nutze nicht aus und zocke nicht ab.
7. Ich bin offen für Kritik und nutze Feedback.
8. Ich stelle kompetente Gesprächspartner zur Verfügung.
9. Ich respektiere die Privatsphäre meines Gegenübers.
10. Ich halte Grenzen ein.
11. Ich pflege persönliche Beziehungen.
12. Ich bringe jedem Wertschätzung gegenüber.
13. Ich kommuniziere offen und transparent.
14. Ich kommuniziere verständlich und verständnisvoll.
15. Ich achte stets auf beidseitigen Nutzen.
16. Ich halte meine Versprechen.
17. Ich baue langfristige und nachhaltige Beziehungen auf.
18. Ich gebe Fehler zu.
19. Ich nehme mir Zeit.
20. Ich respektiere Individualität und kulturelle Unterschiede.
21. Ich übernehme Verantwortung für mein Handeln.
Danke, lieber Bernd - (leider) heute erst gelesen, aber schon übermorgen in einen Workshop eingebaut!
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):innovation Marketing Tipps werbung
Ähnliche Artikel
Fussball-EM 2008: Was darf ich, wann zahle ich?
Die Fussball EM 2008 nähert sich mit riesen Schritten und gerade hier wo in einem Monat die Fanmeilen und Public Viewings überfüllt sein werden, sprießen täglich neue Schilder mit Werbungen rund um die EM aus dem Boden.
Auf einer Fahrt durchs Tiroler Zillertal fielen mir gestern aber mindestens ein Dutzend überaus grenzwertige Versuche auf, mit der EM ‘08 das eigene Geschäft anzukurbeln. Daher an dieser Stelle die Wiederholung eines Beitrags aus dem Sommer letzten Jahres. Nochmal drüberschauen könnte eine vielleicht schon bald ins Haus flatternde Klage ersparen…

Was darf ich eigentlich während der Fußball-EM?
Diese Frage stellt sich derzeit wohl jedes Unternehmen, jeder Gastronom und jede Einzelhänlderin wenn sie an die (vermeintlichen?) Zusatzgeschäft-Chancen während der Fußball Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz denken. Die Antworten darauf sind allerdings alles andere als einfach.
Unter diesem Link gibt es ein pdf File, in dem über 60 Fallbeispiele aufgezählt werden, welche Werbeformen und Marketingaktivitäten akzeptabel sind, und welche in die klage-gefährdete Kategorie des “Schmarotzer-Marketings” (Ambush Marketing) fallen.
Ein kurzer Auszug absoluter Tabus:
- Abbildung eines Spielers einer Nationalmannschaft ohne dessen Zustimmung.
- Gewinnspiel: als Preis wird eine Eintrittskarte zu einem Spiel inkl. Übernachtung in Innsbruck verlost.
- Hinweistafel vor einer Diskothek: „Heute große EM 2008 Party“
- Hotelier wirbt in seinem Prospekt mit „Buchen Sie bei uns das exklusive EM 2008-Package“
- Fleischerei wirbt mit „Heute neu: EM 2008–Leberkäse“
- Versandhandel verwendet zur Bewerbung seiner URL „www.mustermann-versand.at/euro2008“

Quelle: pdf WKO Wien
Als “relativ sicher” stufen die Experten der Wirtschaftskammer z.B. Werbeformen wie diese ein:
- Kaufhaus wirbt mit „Zur EM 2008 haben wir im Juni tolle Angebote bei unseren Sportartikeln“
- Geschenkartikel-Store verkauft „Schals, Fußball-Dressen, Hüte, Fahnen“ im Design einer Landesflagge (ohne weiteren Text oder Bezug auf den Event selbst)
- Geschenkartikel-Store produziert T-Shirts mit witzigen Aufdrucken: „EM 2008 – schönster Fan“, „nicht offizieller Sponsor“, „Schützenkönig“
- Lebensmittelhersteller lanciert eine Rot-Weiß-Rote Produktlinie mit dem Slogan „Heimspiel 08“
- Hinweistafel mit „Wir übertragen live alle EM 2008 Spiele“
Man beachte allerdings den Hinweis im Anhang des Files:
Die WKÖ übernimmt trotz sorgfältiger Auswahl und Überprüfung sämtlicher Informationen keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen.
Die allgemeinen Empfehlungen der Wirtschaftskammer zum Thema Marketing und Werbung während der Fußball EM2008 lassen sich so zusammenfassen:
- Verwenden Sie keine eingetragenen Wort-Bild-Marken der UEFA (Logo, Maskottchen).
- Erwecken Sie nicht den Anschein, Ihr Produkt sei „offiziell“ genehmigt oder lizenziert.
- Kopieren Sie nicht die Gestaltung der lizenzierten Merchandisingartikel oder das Erscheinungsbild der Sponsoren und nationalen Förderer.

Wem der Sumpf rund um das (UEFA Markenrechts-)Spektakel zu undurchsichtig erscheint tut sicherlich gut daran, sich im Vorfeld jeglicher Planungen oder Aktivitäten von einem Anwalt für Markenrecht oder den Experten der Wirtschaftskammer beraten zu lassen. Diese hat dafür auch eine eigene Servicestelle eingerichtet. Weitere Details auf http://em2008.wko.at
Bildbeispiele welche (zum Teil sehr grenzwertigen) Werbungen Sponsoren und vor allem Nicht-Sponsoren im Rahmen der Weltmeisterschaft in Deutschland eingesetzt haben, finden sich auf den Seiten der Präsentation “Spielregeln im EURO 08(TM) Marketing” der Prof. Schnedlitz / Cerha.
Quelle: wko.at
Weitere Links: Offizielle Logos zur EM 2008
Rechtliche Rahmenbedingungen, Public Viewing Regeln, Verkauf von Speisen und Getränken, etc.
Fotos: Flickr, thanks for sharing! Tirol Werbung
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):Marketing Tipps tirol tourismus & gastronomie web2.0/social media werbung
Ähnliche Artikel
Sonntagsgeschichten: Marketing eines Nicht-Marketers

Leser dieses Blog wissen, dass ich Geschichten mag. Besonders solche die das Leben schrieb. Ich lese Geschichten gerne in (guten) Blogs, aber noch lieber lasse ich sie mir bei einem hervorragenden Glas Wein erzählen.
Im Anschluss an meinen Vortrag über Web2.0 im Tourismus bei den Europa Wanderhotels erzählte mir der Hotelier Hermann Grubauer seine Geschichte, die 1976 in Brasilien begann. Dort lebte und arbeitete er 5 Jahre lang in den Regenwäldern des Amazonas mit zwei Indianerstämmen. Die Indios lehrten ihn das, was heute Grundlage für den Erfolg seines Wanderhotels Tuxtertal ist, die er von der 18 Betten Pension zum 4-Sterne Hotel geführt hat.

„Weißt du“, begann Hermann, „vielen Hoteliers hier geht es heute noch viel zu gut. Sie sind zu satt. Darum haben sie die Zeichen der Zeit nicht erkannt und wollen sich nicht verändern. Nur der Hunger lässt auch die einfachste Nahrung zum Festmahl werden. Aber je stärker der Magen schon knurrt, umso schwerer ist die Jagd.“
„Ich mache kein Marketing!. Wozu auch? Viel lieber als um tausende Euro Anzeigen in Zeitungen zu kaufen rede ich mit Menschen. So wie du das in deinem Vortrag über dieses Web2.0 erklärt hast. [...] Ja, ich verstehe, dass Menschen sagen das koste viel Zeit. Aber wer sich diese Zeit nimmt wird schnell verstehen, dass sich die Investition lohnt. [...]
Vor einigen Jahren traf ich auf eine Gruppe Deutscher die der Festen Überzeugung waren, das Wandern sei nichts für sie. Kurzentschlossen fuhr ich nach Deutschland und lud sie zum Wandern durchs wunderschöne Saurland ein. Das ganze „Marketing“ (wenn du es so nennen willst) hat mich lächerliche 600 Euro gekostet – inklusive Essen und Getränken. Heute lieben sie das Wandern und kommen jedes Jahr zu mir – mit ihren Familien, Freunden und den Freunden ihrer Freunde. Die 600 Euro haben sich längst bezahlt gemacht.“
Hermann Grubauer ist ein bescheidener und authentischer Mensch – das hat ihn zur Marke gemacht. Grenzüberschreitend. Medien (auch Finanz- und Wirtschaftsmagazine) lieben ihn und zitieren ihn gerne – vor allem deutsche, denn leider trifft auch auf ihn das Sprichwort des Apostels im eigenen Land zu, und so manchem Werber aus der eigenen Heimat sind seine Worte ein Dorn im Ohr.
“Vergiss den Profit. Der kommt von selbst – aber nur wenn du dich wohlfühlst und im Einklang mit deiner Umgebung lebst. Es gibt kein Ich. Die Indios lehrten mich, dass nur das Wir die Wärme schafft, die man zum Leben braucht.”
Auch wenn Hermann sagt er mache kein Marketing – sein Handeln ist Marketing. Marketing in seiner edelsten Form und ohne großes Werbebudget. Marketing das auf Dialog basiert. Anstatt nur über sich selbst zu reden redet Hermann Grubauer mit Menschen. (Mühsames) 1:1 Marketing durch das Beziehungen, Mundpropaganda und Begeisterung entstehen.
“Die Herzlichkeit und Ehrlichkeit mit der man Menschen begegnet, kommt tausendfach zurück.”
Warum dieser Beitrag? Nicht nur weil es auch bei Web2.0 stets um Authentizität, Gespräche, Beziehungen, Mundpropaganda und Glaubwürdigkeit geht. Vor allem deshalb, weil vielen von uns Hermanns Verständnis von Marketing nicht mehr vertraut ist. Zu sehr haben wir uns an die jahrzehntelange Marktschreierei von Werbern und aufdringliches Push Marketing gewöhnt.

Ich bedauere sehr dass Hermann (noch) kein eigenes Blog betreibt und seine Erlebnisse, Erfahrungen und Einstellungen so auch mit Menschen teilt, die es nicht eben mal schnell auf einen Kaffee ins weit entfernte Lanersbach (Zillertal, Österreich) schaffen, aber vielleicht soll es so sein dass sie nur dort erzählt werden.
Das Gespräch mit Dir, lieber Nicht-Marketer Hermann Grubauer, hat gut getan. Sehr gut sogar. Vielen Dank dafür!
www.tuxertal.at | www.mittirolerherzblut.com
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):akquise differenzierung erlebnis essen & trinken innovation Marketing positionierung storytelling tirol tourismus & gastronomie viralmarketing werbung
Ähnliche Artikel
Aus dem Alltag: Datenwahn und Einfachheit
In 3 Projekten gleichzeitig diskutiere ich derzeit über Sinn und Unsinn von zu vielen Fragen auf Registrierungsformularen.
“Irgendwann wäre doch vielleicht einmal interessant…”

So einfach es aussieht - dennoch weiß Google heute alles über uns, oder? Danke an Martin und Jens für den Hinweis, denn diese Grafik geht in die selbe Richtung und sagt mehr als alle Worte dazu.
Und dann erinnere ich mich noch an das verdutzt hilflose Gesicht eines Werbers der im Rahmen eines ganz anderen Projektes die Frage nach der Zielgruppe stellte. In seinen Unterlagen: Jede Menge gekaufter Adressen fürs erste Mailing an 20-40jährige.
“Unsere Zielgruppe beschreibt sich ganz einfach”, schmunzelte Gerhard Rubatscher. “Young at heart.” - “Ja,… aber … wie erreichen wir die?” Ich dachte Werber wären kreativer…
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):design differenzierung essen & trinken humor innovation Marketing public relations simplicity verpackung web2.0/social media werbung
Ähnliche Artikel
Video fürs Wochenende: Visionen für 1999
Die Vision des digitalen Lebens im Jahr 1999
aus dem 1967 gedrehten Film 1999 A.D. [Weiterlesen] »
innovation Marketing video werbung
Ähnliche Artikel
Die 3 besten regionalen Tourismusblogs Österreichs

Zuerst aber ein Newcomer: 6. Februar 2008 und (endlich) startet in Österreich die erste Tourismus Region ein offizielles Blog für seine Gäste und Freunde.
Servus und herzlich Willkommen zu unserem brandneuen Webangebot - dem Onlinejournal von Zell am See-Kaprun. Schon bald finden Sie hier die aktuellsten und interessantesten Nachrichten und Informationen rund um unsere beliebte österreichische Urlaubsregion. Von persönlichen Tipps unserer Mitarbeiter zu Unterhaltsamem aus dem Alltag in Zell und Kaprun: ‘…und täglich grüßt Zell am See-Kaprun’ hält Sie immer mit einem Augenzwinkern und ganz persönlich auf dem Laufenden. (http://blog.zellamsee-kaprun.com)
Nach nur einem Beitrag ist es natürlich viel zu früh um das Blog zu bewerten, geben wir dem Team erstmal Zeit so richtig warm zu werden, die Autoren vorzustellen, Themen, Geschichten und Leser sammeln (übrigens könnte ein eMail Newsabo helfen weniger internetaffine Leser zu “binden”) und vielleicht auch andere Touristiker aus der Region zum Mitmachen zu bewegen. Eine begrüßenswerte Initiative auf die ich gespannt bin - viel Glück dabei!
Top3 regionalen Tourismusblogs Österreichs
Eine Diplomantin hat mich heute in einem Interview nach meinen Blog-Favoriten österreichischer Tourismusregionen gefragt. Da die Auswahl nicht allzu groß ist fällt sie derzeit auch noch relativ leicht. Beachtenswert finde ich, dass keines der 3 nachstehenden von kapitalkräftigen Verbänden herausgegeben oder finanziert wird. Bei allen handelt es sich um Initiativen engagierter internetaffiner Privatpersonen.
Kärnten: So Isses
Die beiden Wahlkärtner Monika und Achim Meurer engagieren sich im Soisses Blog für die Region Liesertal und Maltatal. Täglich gibt es viele Beiträge und jüngst übertrugen die beiden sogar einen Faschingsumzug live übers Blog.
Kärntenblog
Im Kärntenblog hilft Ed Wohlfahrt Gästen mit persönlichen Geheimtipps weiter. “Das Blog soll ein Fundus sein für authentische Service-Information, die nicht von offizieller Seite gesteuert ist.”
Zillertalblog
Nicht nur weil ich selbst aus Tirol komme sondern weil Markus Freund, Herausgeber des Zillertal-Blog, sich still und heimlich zum Web2.0 Profi entwickelt und auch bereits eifrig mit Facebook Anwendungen experimentiert.
Obwohl alle 3 oben genannten Projekte absoluten Vorzeigecharakter haben, gab es obgleich der Werbewirkung keine bis kaum nennenswerte Unterstützung durch Tourismusverbände. “Deshalb verlassen wir uns nicht auf unsere Verbände, sondern nehmen unsere Überlegungen wie wir das Web2.0 nutzen könnten lieber selbst in die Hand”, erklärte mir vor kurzem ein Zillertaler Hotelier. Und ich denke er hat (leider) recht…
Linktipps
Nicht unerwähnt bleiben sollen noch nachstehende Blogs die ebenfalls eifrig für ihre Regionen werben - aber ich durfte oben ja nur drei nennen.
- Ötztalblog
- St. Anton Blog
- Winzerblog
- Tourismus Salzburg B2B Blog
- Dolce Vita Blog (Südtirol)
- Südtirolblog
- Kronplatzblog (Südtirol)
PS: Für Ergänzungen steht das Kommentarfeld offen ;-)
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):blog Marketing tirol tourismus & gastronomie web2.0/social media werbung
Ähnliche Artikel
User generated advertising Horror der Zillertal Werbung
Meine Affinität zu User Generated Content (UGC) Projekten ist hinlänglich bekannt. Vergangene Woche wies mich eine Studentin auf ein Mitmach-Projekt der Zillertal Tourismus hin. Bei näherer Betrachtung stellten sich mir allerdings schnell die Haare zu Berge.

Das Gewinnspiel ist ein halbherziger bis gänzlich misslungener Versuch einer kaum beachteten user generated content Kampagne der Zillertal Tourismus GmbH, die mittels YouTube versucht die Mitmachkultur für Marketingzwecke zu nutzen.
Wer sein Video so toll findet, dass es jeder sehen sollte, der sollte dieses schnellstens auf youtube stellen. Gesucht wird das Video, das die kalte Jahreszeit im Zillertal am besten darstellt. Die Videos müssen nur typisch winterliche Themen aufgreifen und im Zillertal gedreht worden sein. Die interessantesten Einsendungen werden regelmässig auf zillertal.at veröffentlicht. [...] Bis zum 6. 4. 2008 haben Sie Zeit, uns Ihre Videos zukommen zu lassen, danach kürt unsere Jury die beste Einsendung.(www.zillertal.at)
Die Einreichungen sollen auf YouTube geladen werden. Mit welchen Tags die Videos versehen werden sollen ist unklar. Auch gibt es keinen eigenen YouTube Channel oder ein Kampagnenblog das die Einreichungen konsolidiert, Kommentar- und Bewertungsmöglichkeiten (abgesehen von der YouTube Standardfunktion) sind ein Wunschtraum.
Eine Jury wählt die Gewinner die insgesamt lächerliche 1.000 Euro erhalten. Lasst Eure Gäste selbst entscheiden welches das beste Video ist und was veröffentlicht werden soll! Angenehmer Nebeneffekt dabei: Die TeilnehmerInnen werden versuchen viele Freunde zu aktivieren um für das eigene Video zu voten.
Auch bei den Teilnahmebedingungen treten die Zillertaler Werber gleich in noch ein Fettnäpfchen, für das andere bereits die Auszeichnung Ausbeutung erhalten hatten. Alle Teilnehmer treten mit ihrer Teilnahme alle Rechte an den Werbeverband ab.
Die Videos sämtlicher Teilnehmer können von der ZTG sowohl im Internet als auch auf andere Weise gesondert präsentiert werden, ein Anspruch der Teilnehmer darauf besteht jedoch nicht. Der Teilnehmer erklärt zu einer derartigen Präsentation seine ausdrückliche Zustimmung und räumt der ZTG alle hiefür erforderlichen Rechte räumlich und zeitlich unbeschränkt ein.
Die Aktion steht m.E. nicht für Web2.0 sondern verkorkstes Web Marketing 1.0. Auch “damals” musste man Formulare ausfüllen die an anonyme Empfänger gesendet werden und bei denen das “Ich bin der Zusendung Eures Werbematerials einverstanden” Häckchen bereits angeklickt war.
Einfach nur einen Wettbewerb auszuschreiben funktioniert am ehesten bei Unternehmen die bereits eine webaffine Community aufgebaut haben. Habe ich die nicht können neben Facebook, MySpace, etc. bestehende Communities als Multiplikatoren entscheidende Starthilfe geben.
Schade liebe Zillertal Vermarkter, das hätte man mit Unterstützung von Leuten die etwas von Web2.0 und den damit verbundenen Spielregeln verstehen um einiges effektiver und cooler (gings nicht darum?) gestalten können.
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):CrowdSourcing kritik Marketing tirol tourismus & gastronomie user generated content viralmarketing werbung
Ähnliche Artikel
Kundenbindungsidee Handel: Wer wird Millionär?

Wie schaffe ich es
- Kunden an mich zu binden,
- sie zu motivieren jeden Tag einen Drang zu verspüren in mein Geschäft kommen “zu müssen”
- voller Begeisterung meine neuen Produkte zu testen und
- sich auch noch freiwillig in Gespräche mit Verkäufern verwickeln zu lassen?
Die Antwort des Monats kommt vom grenzgenialen kreativen Fleischermeister Ludger Freese.
In seinem Geschäft im niedersächsischen Visbek hat er die Aktion “Wer wird Wurstmillionär?” gestartet. Die Aktion basiert auf Spieltrieben (Hand aufs Herz: Wer steht nicht gerne ganz oben auf einer Rangliste?) und der schon öfters erwähnten Tatsache, dass wir irgendwann alle Jäger und Sammler waren und das immer noch sind. Ludger lässt seine Kunden Punkte sammeln und einem Preis hinterher jagen.
Wie in einer Fernsehshow werden dem Kandidaten (Kunden) Fragen gestellt. Die Teilnahme ist freiwillig. Es werden täglich zwei neue Fragen ausgesucht. Für jede richtig Antwort erhält der Kunde ein kleines Wurstpräsent von uns überreicht, sowie auf der Rückseite seiner „Wurstmillionärkarte“ die Punkte eingetragen. Die Nummern werden anonym auf einer Tabelle im Laden befestigt.
Bei jedem Einkauf werden zwei neue Fragen gestellt und die Punkte werden auf die persönliche Karte übertragen. So klettert man in der Tabelle schnell nach oben und hat Chancen auf den Supergewinn. Gewonnen hat, wer am Ende die meisten Punkte erreicht hat. An einigen Tagen gibt es besondere Bonusfragen, mit Sonderpunkten.
Zu gewinnen gibt es ein Buffet im Wert von € 250. Immer wieder werde ich in Workshops oder Interviews gefragt ob sich auch für kleinere Betriebe Blogs lohnen können.
Ludger, mit dem ich schon lange indirekt über den Business Club innovativ.in verbunden bin, ist das beste Beispiel dafür dass das möglich ist. In seinem Blog Essen kommen! gibt es immer wieder erfrischende Beiträge mit Ideen, Rezepten oder Tipps aus seiner Region und Ludger ist vielen Menschen in Deutschland ein Begriff. Für mich ist eines der Vorzeigebeispiele in vielen Seminaren. Weiterhin viel Glück, lieber Ludger!
Screenshots: Essen kommen! von Ludger Freese
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):blog differenzierung essen & trinken handel Marketing viralmarketing werbung
Ähnliche Artikel
Innovationsmanagement: Idea-ting
Zwar “nur” ein Werbespot aber vielleicht genau mit der richtigen Botschaft für den Wochenbeginn: Stop Talking - Start Doing! Ich wünsche eine innovative Woche!
innovation kreativität Marketing video werbung
Ähnliche Artikel
08/15 Rezepte, Ziele und verspätete Züge

Foto: Lynette, “Consumers treat advertising like trains”
Gestern in einem Innsbrucker Kaffeehaus: Am Nebentisch zwei Herren, einer davon Werber einer (alt)eingesessenen Innsbrucker Werbeagentur. Amüsant wenn Leute (oder zumindest einer) so laut reden, und dabei die Kaffeehaus-Welt rund um sich vergessen scheinen.
“Sie brauchen Prospekte, Flyer, Postwurfsendungen. [...] Ihr Internetauftritt muss optimiert werden. [...] Dann denken wir über Plakatwerbung nach.”
Was hätte der Herr seinem Opfer Kunden wohl geantwortet, hätte dieser es wie Bernd Röthlingshöfer gemacht und folgenden Auftrag erteilt:
- Sorgen Sie bis Dezember für 100 Erstbesteller im Onlineshop zu einem maximalen Preis von … pro Besteller.
- Generieren Sie 20 Angebotsanfragen unter bestehenden Kunden zu einem Preis von…
- Generieren Sie 100 Probefahrttermine zu einem maximalen Preis von…
Bernd im O-Ton:
“Geben Sie grundsätzlich keine Werbemaßnahmen in Auftrag, sondern Ziele!”
Übrigens gilt das nicht nur bei Gesprächen mit Werbeagenturen - versuchen Sie es einmal bei Beratern oder Trainern! Sie werden überrascht sein - hoffentlich nicht nur von den kreativen Ausreden sondern auch den Ergebnissen.
Gerade bei Burkhard Schneider gelesen und nicht nur wegen des einleitenden Fotos zum Thema passend:
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):Die Belgische Regierung scheint jetzt einen revolutionären Schritt zu planen. In Belgien wird derzeit vom Verkehrsministerium geprüft, ob der Ticketpreis bald von der Pünktlichkeit der Züge abhängen soll. Demnach müsste der Kunde umso weniger bezahlen, umso später als geplant der Zug ankommen würde.
dienstleistung differenzierung Marketing Tipps werbung
Ähnliche Artikel
Das schönste Schaufenster des Landes

Tirol bereitet sich auf die Fußball Europameisterschaft 2008 vor. Damit auch das ganze Drumherum ein optischer Leckerbissen wird, schreibt die Wirtschaftskammer Tirol jetzt ein Projekt für einen Schaufensterwettbewerb aus.
Im Rahmen des Wettbewerbs sollen möglichst viele Schaufenster der UnternehmerInnen unseres Landes rund um das Thema Fußball und EM in Tirol dekoriert werden. Gegen eine Teilnahmegebühr von 20,08 € erhalten alle Teilnehmer eine Grundausstattung, und können in jedem Bezirk kostenlos an einem Dekorationskurs teilnehmen.
Über ein Online-Voting auf der Homepage www.tirol08.at werden dann zunächst elf Regionalsieger ermittelt. Medienpartner stellen die Vorschläge vor und berichten regelmäßig über über aktuelle Zwischenstände. Im Vorfeld der Fußball Europameisterschaft werden dann die drei Hauptsieger, die insgesamt 6.000 € für ein Sozialprojekt individueller Wahl gewinnen können, von einer Fachjury gekürt.
Abgesehen davon dass die Gewinnerprämien Sozialprojekten zugute kommen werden gefällt mir an dem Projekt, dass die Wirtschaftskammer die Chancen der Einbindung von Kunden und Internet-Usern in den Auswahlprozess erkennt und nicht wie bei vielen ähnlichen Wettbewerben (v.a. Werbepreisen) auf immergleiche Netzwerke setzt und man die Gewinner häufig schon mit Ausschreibungsbeginn erahnen kann.
Ein kleiner Tipp für die Teilnehmer: Nicht nur Einreichen und warten was passiert! Es gibt genügend Möglichkeiten um die eigenen Kunden zur Stimmabgabe (oder gar zur Mitwirken an der Gestaltung der Deko?!) zu motivieren.
Foto: Flickr, thanks to Quasimondo
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):CrowdSourcing design fussball-em kreativität Marketing tourismus & gastronomie viralmarketing werbung
Ähnliche Artikel
Robert Stephens, Geek Squad (Video für Wochenende)

Robert Stephens hat mit Geek Squad ein Paradebeispiel für Differenzierung durch Emotionalisierung und Service geschaffen. Die Idee des mit 200 Dollar gegründeten Unternehmens: Computer reparieren und gleichzeitig aus langweiligem IT-Service ein Erlebnis zu machen.
In schwarz-weiß lackierten VW Beetles, dunklen Anzügen, weißen Hemden und Krawatten treten die Geek Squad Techniker auf. Die Sohlen ihrer Schuhe hinterlassen Logo-Abdrücke auf weichen Untergründen oder der Straße. Sie nennen sich selbst Agenten und es gibt schon über 17.000 von ihnen. Geek Squad ist heute das größte IT Support Unternehmen Nordamerikas.
Die Ideen mit denen Robert seine Kunden immer aufs neue begeistert holt er sich vor allem aus anderen Branchen. Das nachstehende Video dauert nur 2 Minuten. Es macht jedoch Spaß Robert zuzuhören, wie er auf der “Advertising Age’s, The Idea Conference” Marketern sein Verständnis vom “Blick über den Tellerrand” erklärt.
Stephens Theorie wie man Mitarbeiter jedes Unternehmen zum Entwickeln innovativer Ideen anregen kann: Durch Hunger.
“Large companies want to be nimble, that’s why they go to “idea” conferences. I suggest starve departments of money.”
Das Zitat das mir am besten gefällt ist im Kurzvideo leider nicht enthalten, nachlesen kann man es aber bei FastCompany.
Wer Lust auf mehr hat für den gibt es noch 2 weitere Videoempfehlungen:
Tipp 1: Eine 17minütige Präsentation von Robert Stephens
Tipp 2: Die Geschichte von Geek Squad (9min).
Tipp 3: Den allerersten Werbespot der Geek Squad.
branding dienstleistung differenzierung erlebnis geschäftsidee gründung innovation kreativität Marketing positionierung servicewüste storytelling Tipps video viralmarketing werbung
Ähnliche Artikel





