92% für “Mitmach-Zeitung”

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VOdA war letzte Woche gemeinsam mit mindpool und dem IMT Mitveranstalter der Kufsteiner Ideentage. In einem Workshop ging es darum zu erarbeiten, wie eine regionale Wochenzeitung (Auflage 170.000 Stück) erfolgreicher gemacht werden könnte. Hier eine kurze Zusammenfassung des Ergebnisses.

An dem Workshop nahmen 25 Personen teil, Männer und Frauen mit unterschiedlichen Jobs, Angestellte bis hin zu Firmenchefs, Alter ca. 25-55 - eine bunte Mischung also und ganz bestimmt ohne überdurchschnittlich hohe Internet-Affinität. Brainstorming und Brainwriting führten zu über 300 Ideenansätzen und eine intuitive Bewertung brachte einen (sogar für mich) erstaunlichen Spitzenreiter:

“Damit ich die Zeitung unbedingt haben müsste, sollte ein Teil von Lesern geschrieben sein.”

23 der 25 Teilnehmer bewerteten die “Idee user generated content” als primär zielführende, jene mit dem höchsten Potenzial, um eine regionale Wochenzeitung lesenswerter zu machen. Die Zahlen sind noch lange keine repräsentative Studie, geschweige denn eine Handlungsempfehlung für alle Medienmacher - und dennoch hat das Statement Aussagekraft!

User generated news

Im Anschluss an den Workshop meinte jemand: “Mein Bruder heiratet demnächst. Es wäre doch genial, wenn es auch eine Internetseite dazu gäbe, auf der die Hochzeitseinladung als Video hochgeladen werden kann, oder auf der nach der Hochzeit ein kurzes Hochzeitsvideo zu sehen ist.”

Mal sehen welche Regionalzeitung das hierzulande zuerst umsetzen will.

Nachtrag: Passend dazu auch dieser Beitrag der New York Times vom selben Tag des Workshops:

NYTimes.com is asking readers in Pakistan to help us report on events in the country by sending us eyewitness accounts of protests in photographs, video or text.

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4 Kommentare zu “92% für “Mitmach-Zeitung””

  1. Comment von Karl

    Nun ja, ich kenne da eine Regionalzeitung, die das umsetzt. Die Kleine Zeitung (Steiermark + Kärnten) hat da ein nettes Angebot für die Kunden. Jeder kann ein eigenständiges Blog bei denen haben und zusätzlich gibts auch die Leserreporter (Bilder werden von Lesern via email, post oder mms eingeschickt).

    Wenn ich mir allerdings anschaue wie Aktiv die Leser sind (als aussenstehender), dann glaube ich das eine Bezirkszeitung kaum eine Chance hat wirklich viel an Inhalten durch Leser zu erhalten, da meines Erachtens die Teilnahme an Offlineprodukten durchaus schwerer anläuft als es mit Web2.0 im Internet funktioniert. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass Offlinemedien verstärkt von den älteren Generationen benutzt wird.

  2. Comment von Free David

    Sowas ist dann wohl Zeitung 2.0 ;-)

    Naja, das sowas funktioniert weiß man ja aus dem Internet schon seit wikipedia und co: Mitmachen ist der King! :-)

  3. Comment von David Röthler

    http://www.myheimat.de hat das Konzept des User Generated Content kommerziell erfolgreich umgesetzt. Die Online-Zeitung und die daraus destillierte Printausgabe werden ohne JournalistInnen erstellt. Nur BürgerInnen schreiben. Angestellte sind für das Layout der Printausgabe und den Verkauf lokaler Werbung zuständig.

  4. Pingback von Bloglinks am 28. November « Ernst Kovac - Blog

    [...] 92% für “Mitmach-Zeitung” bei ANDERS|denken [...]

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